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Religionsforum
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Dieses Thema hat 212 Antworten
und wurde 9.544 mal aufgerufen
 Weltliche Ideologien
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Christoph Offline



Beiträge: 51

25.07.2007 14:11
#101 RE: Kommunismus antworten

http://www.nordkorea-info.de/ eingeben und dann links in der menüleiste steht "FORUM".

ich glaub ich meld mich da ma an

beispiel gefällig?


jotzo1

Für einen politisch interessierten Menschen ist
Nordkorea sicherlich ein wichtiges Land.
Auch sollte man nicht alle negativen Berichte
über Notdkorea als richtig ansehen.

Nur es fehlt in Nordkorea doch die individuelle
Freiheit für die Menschen und dies ist eine
direkte Folge des dortigen potischen Systems.

Eine echte Wahlmöglichkeit im politschen Bereich
ist im Gegensatz zu Westeuropa nicht gegeben.

Ganz offensichtlich gibt es für politisch verdächtige
Personen oder Personen die das System ändern wollen, Straflager.

Die wirtschaftliche Situation ist mehr als schlecht.
Es gibt tatsächlich Hunger und echte Not in
vielen Teilen des Landes, dies bestätigen auch
unabhängige Hilfsorganisationen.

Das Militär hat einen sehr großen Einfluß.

Interessant ist z.B. das völlige Verbot von Mobiltelefonen, welche weltweit einmalig ist.

Interessant ist der Vergleich zu Südkorea. welches
ein aufstrebendes Industrieland ist, mit guten
wirtschaftlichen Lebensbedingungen und einer
Bevölkerung die jederzeit frei und unabhängig Ihre
Meinung sagen kann und darf.

Ich selbst war häufig in Cuba und habe das dortige
sozialistische System im Detail kennengelernt.
Mein Eindruck ist leider, dass die Lebensbedingungen
in Nordkorea noch viel schlechter sind, die Menschen
in Nordkorea noch deutlich schlechter leben und noch weniger viel persönliche Freiheiten haben.

Und ich möchte abschließend feststellen, dass ich
kein unbedingter Anhänger des Systems in der USA bin, aber man sollte die Situation in Nordkorea objektiv
sehen und beurteilen.

Ich hoffe deshalb, dass dieser Forumsbeitrag erhalten bleibt.
18.07.2007 21:37
dprk
Administrator
Dabei seit: 10.09.2006
Beiträge: 64

Ich empfehle Dir, bei einer Reise nach Nordkorea mitzumachen. Du wirst dort direkt vor Ort sehen, dass vieles anders ist, als man uns hier in den Medien erzählt.

Leider darf man in Südkorea nicht "frei und unabhängig" seine Meinung sagen. Bitte lies einmal das (antikommunistische) Nationale Sicherheitsgesetz:

http://www.amnesty-muenchen.de/korea/sko...nsl_deutsch.pdf

Christoph Offline



Beiträge: 51

25.07.2007 14:13
#102 RE: Kommunismus antworten
vergiss es, ich meld mich nicht an.

Als Schreiber eines Forum-Beitrags respektieren Sie

1. die Koreanische Demokratische Volksrepublik und die dortige Regierung
2. die anderen Benutzer des Forums.


Wichtig: Vor dem Anlegen eines neuen Themas sollte man mittels Suchfunktion erkunden, ob dieses Thema bereits im Forum enthalten ist!

Ausdrücklich verboten sind insb.:

- diskriminierende, menschenverachtende, gewaltverherrlichende Beiträge sowie Links zu Seiten mit solchen Inhalten.
- Propaganda für verfassungsfeindliche Organisationen
- die Nennung von Links ohne Bezug zum Thema oder in kommerzieller Absicht
- kommerzielle Anzeigen
- die Verbreitung pornographischer Schriften und Darstellungen.
- die Aufforderung zu Straftaten oder sich daran zu beteiligen.
- respektlose Äußerungen gegen die Koreanische Demokratische Volksrepublik (KDVR/DPRK/Nordkorea), das koreanische Volk, seine Regierung und politischen Führer.
Christoph Offline



Beiträge: 51

25.07.2007 14:57
#103 RE: Kommunismus antworten
89 ( Gast )
Beiträge:

28.07.2007 11:19
#104 RE: Kommunismus antworten

Ich glaube, der Thread verkommt zum KVDR od.KDVR-Werbetrailer, schlimmstenfalls nimmt das noch jemand ernst.

Naja, Vietnam und China verabschieden sich ja auch auf leisen Sohlen aus der "kommunistischen" Weltgemeinschaft und damit dies noch schneller geht, wird jetzt China von der EU und natürlich Deutschland mit Entwicklungshilfegeldern bezuschusst (der größte Teil allerdings als Kredite).

China wird im nächsten Jahr Deutschland als Exportweltmeister ablösen, da muss schon mal unter die Arme gegriffen werden.

Reinecke ( gelöscht )
Beiträge:

29.07.2007 11:55
#105 RE: Kommunismus antworten

Als geschichtsinteressierter Mensch und erklärter Philohellene möchte ich einiges zur Demokratie im antiken Athen anmerken, da hier scheinbar mE falsche Vorstellungen kursieren.

Beginnen werde ich mit einem (ziemlich alten ) Zitat von swot, zufinden hier:

In Antwort auf:
Platons Werk "Der Staat" ist die uns älteste überlieferte Staatsutopie überhaupt.
Dieses Werk beschreibt die ersten noch heute gültigen Grundlagen der Demokratie. So steht im Mittelpunkt dieses Werkes neben dem sog. "Philosophenkönig" auch das Thema Gerechtigkeit.
Aber wie sah es bei Platon als Menschen eigentlich wirklich mit der Demokratie aus?
Er kam aus dem Hause der Oligarchen-der Athener Oberschicht. Seine ganze Familie war diktatorisch, antidemokratisch eingestellt. Platon selbst war der Meinung, dass die masse nicht geschaffen sei zur Selbstbestimmung. Daraus folgt ja auch seine Idee vom Philosophenkönig. Ein Mann der Herrscher und zugleich spirituelles Oberhaupt ist.
Aber widerspricht sich das nicht? Gerechtigkeit aber trotzdem keine Demokratie?

Platon beschreibt im Staat mitnichten die Demokratie seiner Zeit, sondern einen totalitären Gegenentwurf dazu. Der Idealstaat Platons ist eine absolute Diktatur der Philosophenkönige, die durch nichts legitimeirt sind als "dass sie zu herrschen verstünden"; Wahlrecht ist nicht vorgesehen, dafür aber eine Militärkaste und ein "Nächtlicher Rat", der die Gedanken der Untertanen kontrolliert und Abweichler bestraft.

Im Gegensatz dazu stand die Demokratie (in ihren verschiedenen Stadien, ich beschränke mich mal auf die "Hochphase" mitte des 5. Jh. v.Chr.). Die wichtigste Quelle, die den Historikern hier zur Verfügung steht, ist die Athenaion Politeia von Aristoteles (zu dt. Der Staat der Athener oder auch Die Verfassung Athens).
Zentrales Gremium und absoluter Souverän war die Volksversammlung, in der jeder Bürger das Recht hatte, abzustimmen, zu sprechen und Anträge einzubringen. Die VV war ab 6.000 Bürgern beschlussfähig (bei 40-50.000 insgesamt). Ihre Sizungen wurden vorbereitet von einem Rat aus 500 gelosten Mitgliedern, von denen jeweils 50 die geschäfte führten (reihum). Alle öffentlichen Ämter wurden zugelost, besonders die Schöffenplätze in den Volksgerichten (bis zu 501 Richter! pro Prozess). Losen heißt in dem Zusammenhang, das durch Wahl eine Vorauswahl getroffen wurde, aus denen dann gelost wurde. Die einzige Ausnahme bildeten die zehn wichtigsten Beamten, die Strategen, die u.a. die Führung von Heer und Flotte im Krieg oblag.

Die attische Demokratie versuchte, die Machtbefugnisse jedes politschen Amtes so weit einzuschrönken, wie es irgend ging. Das Ideal war, dass Entscheidungen von der VV in freier Rede und Gegenrede und darauf folgender Abstimmung getroffen wurde. Die von der Polis (also der Gesamtheit der Bürger=dem Staat) eingesetzten Beamten waren der VV bzw. den Gerichten gegenüber rechenschafftspflichtig und konnten bei Versagen mit Geldstrafen belegt werden (z.T. gar, bei erfolglosen Feldherren, mit Verbannung).
Das Bürgerrecht hatten alle frei geborenen Männer (also Frauen und Sklaven waren natürlich raus), so sie keine Metöken, d.h. Fremde, waren. Metöken stellten wohl etwa 10% der Bevölkerung, wie hoch der Anteil der Sklaven war ist strittig; es könnte mE soviel Sklaven gegeben haben wie frei, es könnten aber auch weniger gewsen sein.
Einkommen oder Besitz spielten für das Bürgerrecht keine Rolle; auch der ärmst freie Mann war Bürger. Darüberhinaus wurden öffentliche Ämter entlohnt, so dass Arme sie tatsächlich ausüben konnten. Einen Zensus gab es allerdings bei der Strategie, d.h. nur wohlhabende konnten Strategen werden.

Die Entwiclung der Demokratie ist übrigens im Zusammenhang mit dem attischen Imperialismus (attisch-delischer Seebund) zu sehen: Die Wohlhabenden stellten das Landheer, da sie Waffen und Rüstung selbst bezahlen mussten. Die Armen dienten als Ruderer in der Flotte, die zunehmend wichtiger wurde. Daruas folgte (kurz gesagt) die stärkere politsche Einbindung dieser Armen.

Lukrez schrub hier folgendes:
In Antwort auf:
Anfangs war sie eine durchaus (zurecht) umstrittene Einrichtung:
Diese Staatsform war nicht unumstritten, gewährte sie doch beispielsweise den Bürgern das Recht, Mitbürger, die als gefährlich für die Demokratie angesehen wurden, mit Hilfe des sog. „Scherbengerichts“ (Ostrakismos) in die Verbannung zu schicken. Auch waren die Beschlüsse der Volksversammlung leicht beeinflussbar. Demagogen spielten nicht selten eine fatale Rolle in der Politik Athens.
Was aber die Entwicklung betrifft:
Sie setzt eine "offene" Gesellschaft zwingend voraus.
Ein starrer ideologischer Rahmen führt zwangsläufig irgendwann in die Irre!

Die Demokratie war umstrittenen, das ist richtig. Sie wurde gestürzt (411 und 404), aber von einer kleinen Gruppe Aristokraten mit spartanischer Hilfe. Diese Tyranneine dauerten allerdings beide male nicht lange, da die überwiegende Masse der Bürger wohl prodemokratisch dachten.
Der Ostrakismos sollte innenpolitschen Unruhen vorbeugen, indem er (bei Gefahr eines Stasis, d.h. Bürgerkriegesähnlicher Zustände) den Anführer der schwächeren Partei aus Athen verbannte. Diese Verbannung war befristet, und der Verbannte behielt seinen Besitz. Er war sicherlich umstritten und wurde nach 415 nicht mehr angewandt.

Da das Ding ja Religionsforum heißt:

Das Theater, eine dem Dionysos heilige Handlung, entwickelte sich im 5. Jh. zu einem eigenen Medium des sozialen Diskurses. In der Tragödie wurden die großen moralisch-politschen Fragen behandelt, während die Komödie eher der Satire diente (Aristophanes lohnt sich sehr, wenn ein wenig Vorkenntnisse vorhanden sind; war damals eine Mischeung aus püolit. Kabarett und der Klatschkolumne der Bild-Zeitung). Beides hatte für die Demokratie eine enorme Bedeutung, da es die Bildung des Volkes diente; ohne diese Bildung bleiben z.B. VV mit über 6.000 Teilnehmern, wo dennoch eine geordnete Debatte ablief, unerklärlich.

Wie jeder antike Staat (z.B. Rom) verehrte auch die Polis Athen verschiedene Götter in einer Art Staatskult (was nicht heißt, dass die einzelnen Bürger nicht weitere Götter privat verehrten). Die wichtigste ist natürlich Pallas Athene, nach der Die Polis den Namen trug. Speziell für die Demokratie interessant ist die Verehrung eines Zeus boulaios und Zeus agoreios; das ist Zeus in seiner Funktion als Schutzherr des Rates (boule) und der Volksversammlung (agora= Markt- und Versammlungsplatz). Auch der Göttin Peitho war ein Schrein oder Altar geweiht. Dies war die personifizierte Beredsamkeit, in der Literatur häufig speziell in Liebesdingen; sie hat aber auch einen immanent politschen Aspekt: Als Göttin der Überzeugung durch Rhetorik, was im Rat, der VV, den Gerichten und allen anderen polit. Institutionen an der ´Tagesordnung war.

Reinecke ( gelöscht )
Beiträge:

29.07.2007 11:55
#106 RE: Kommunismus antworten
wollt nen eigenen Thread dafür aufmachen, unter Wissenschaft und Philosophie...
Christoph Offline



Beiträge: 51

02.08.2007 14:40
#107 RE: Kommunismus antworten

In Antwort auf:
Die Revolution entlässt ihre Kinder

kennst du vielleicht schon, ist auch nichts theoretisches. Aber mich hat es tief beeindruckt als ich es zum ersten Mal gelesen habe.



ich habe das buch heute nacht ausgelesen. danke noch mal für den tipp. ich denke man kann sich einige eindrücke verschaffen wie manches gelaufen ist und in einem erneuten bestreben nicht mehr laufen sollte.

auch über titos jugoslawien was gelernt. ganz toll.

89 ( Gast )
Beiträge:

02.08.2007 20:27
#108 RE: Kommunismus antworten

Zitat von Christoph
und in einem erneuten bestreben nicht mehr laufen sollte.

....das erneute Bestreben wird in den großen Ausmaßen auf sich warten lassen, und ich werde es nicht mehr erleben, dazu ist die Sache zu diskreditiert.
Und die Linke an sich scheint unfähig auch nur irgendwie auf einen einigermaßen gemeinsamen Nenner kommen zu können. Das Projekt ist im großen Weltmaßstab gescheitert und wird nur in kleinen introvertierten Organisationsformen Bestand haben.
Zumal man in Deutschland sieht, wenn Linke (oder vermeintlich Linke) in Regierungsverantwortung (auf Länderebene) kommen, müssen sie sich dem unbequemen Diktat des Geldes stellen und werden schnell zu Opportunisten, oder müssen es sogar werden, des Selbserhalts wegen.

Christoph Offline



Beiträge: 51

03.08.2007 08:40
#109 RE: Kommunismus antworten

tja da is wohl was dran. aber was soll man machen? listen and obey?
dann steh ich lieber zu meiner einstellung auch wenns keiner von uns mehr erleben wird dass sich was ändert.

89 ( Gast )
Beiträge:

17.09.2007 16:50
#110 RE: Kommunismus antworten
Erst fiel mir beim Betrachten der Seite die Vokabel 'skurril' ein.
Beim näheren Hinsehen merkt man dann aber...olle Leo lässt grüßen...

http://www.marxists.de/inhalt.htm
89 ( Gast )
Beiträge:

29.10.2007 08:03
#111 RE: Kommunismus antworten

Wenn ich an dieser Stelle mal nachfragen darf, was ist mit unserem nordkoreanischen 'Genossen' passiert?
Hab' ich letzte Nacht was verpasst, oder warum sind gleich die gesamten Threads weg?
War schon grenzwertig, ist klar, aber gleich alles weg.....

89 ( Gast )
Beiträge:

29.10.2007 09:34
#112 RE: Kommunismus antworten

Sorry, hab 's gerade in der Lagerhalle entdeckt.

contra Offline



Beiträge: 109

09.04.2008 18:44
#113 RE: Kommunismus antworten

aha hmmm blutiges kapitel des kommunismus hmm tja hmm

es gab noch KEINEN!
warum ihr das nicht verstehen wollt????

Lukrez Offline




Beiträge: 5.548

09.04.2008 19:16
#114 RE: Kommunismus antworten

In Antwort auf:
...es gab noch KEINEN!
warum ihr das nicht verstehen wollt????

Und wird auch niemals einen geben!
Das Problem sind doch jene, die den Kommunismus schaffen wollten und wollen.

Wer Paradiese schaffen will, der erschafft immer die Hölle.
(Popper)

Die Welt und das Leben sind absoluten Idealen einfach nicht zugänglich!
Alles ist ein einziges Provisorium - das wird sich auch niemals ändern.

__________________________________________________
Wenn du es nicht wagst, den Sinnen zu trauen, stürzen die Pfeiler des Lebens ein.
De nihilo nihil. Aus Nichts wird nichts.
Zu soviel Unheil hat schon die Religion die Menschen verleitet.
(Lukrez)

Gysi Offline

Atheist


Beiträge: 16.127

09.04.2008 20:03
#115 Kommunismus antworten

Die alte FRage steht offenbar noch unbeantwortet da, und die muss beantwortet werden, wenn wir eine vernünftige Diskussion zu dem Thema führen wollen: Was ist Kommunismus?

_____________________________________________
"Ich bin vom Glauben zum Wissen konvertiert!" (Hamed Abdel-Samad)

qilin Offline




Beiträge: 3.552

09.04.2008 21:04
#116 RE: Kommunismus antworten

Das ist die alte Geschichte - jede religiöse, politische ... Ideologie will das Ideal -
nur funktioniert's nicht so wie vorgestellt. Und bei einigen ist das der Grund
warum sie eigentlich gut - bei anderen, warum sie eigentlich schlecht sind...

___________________________
Nichts bedarf so sehr der Reform
wie die Meinungen anderer Leute. [Mark Twain]

() qilin

Gysi Offline

Atheist


Beiträge: 16.127

09.04.2008 21:52
#117  Kommunismus antworten

Es waren die Apologeten gewesen, die marxistischen Jünger, die aus dem Kommunismus eine quasi religiöse Zielvorstellung gemacht haben! Der Marxismus ist jedoch keine Religion und der Kommunismus nicht das moderne Nirwana oder das schier unerreichbare Utopia. Zum Kommunismus habe ich hier schon einiges geschrieben. Ich wiederhole mich auch gerne, wenn's gewünscht wird. Die Jünger sind ihrem Herrn nicht gerecht geworden, indem sie ihn erhöhten. Dieser Fehler war Jesus' Jüngern auch schon unterlaufen. Wir Menschen neigen dazu, Götter zu machen und denen zu vertrauen. Weil wir keine eigene Verantwortung tragen mögen. "Niemand kommt zum Vater denn durch mich!" Na, dieser Satz diente natürlich nicht dazu, die Messiassüchtigen nüchtern zu halten.... Aber Marx sagte immerhin: "Ich bin kein Marxist!" Marx hatte seine Philosophie als entwicklungsbedürftig, kritisierbar und anpassungsfähig verstanden. So wie er selber seine Philosophie als Antithese auf andere aufgebaut hatte. Und er redete antithesisch, wenn es um die Entwicklung in eine bessere Zukunft ging. So muss man ihn lesen, und dann kann man ihn auch besser verstehen.

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"Ich bin vom Glauben zum Wissen konvertiert!" (Hamed Abdel-Samad)

contra Offline



Beiträge: 109

10.04.2008 18:00
#118 RE: Kommunismus antworten

ihr wisst schon, dass es eine utopie ist???
eine die man möglichst "perfekt" vollenden sollte

Gysi Offline

Atheist


Beiträge: 16.127

10.04.2008 19:34
#119  Kommunismus antworten
Der Kommunismus ist nach der marxschen Philosophie keine Utopie, sondern eine Antithese zum Kapitalismus. Gemeinschaftsherrschaft als Antithese zu der Herrschaft der einzelnen, egoistisch ausgerichteten Kapitalisten. Eine konkretere Ausforumlierung des Begriffs "Kommunismus" gibt es nicht! Marx' Jünger haben daraus eine Utopie gemacht. Marx' Jünger pervertierten ihn zu einer höheren Gesellschaftsform, an die der Mensch erst angepasst werden müsste. Ein "neuer Mensch" müsse erst geschaffen werden... Marx aber lieferte eine Gesellschaftsphilosophie, um den Bedürfnissen der Menschen - und zwar aller Menschen - so, wie sie sind, zu dienen! Ein Mensch ändert sich in einer besseren Gesellschaft zum Besseren. Aber nicht schon vorher.

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"Ich bin vom Glauben zum Wissen konvertiert!" (Hamed Abdel-Samad)

contra Offline



Beiträge: 109

11.04.2008 10:25
#120 RE: Kommunismus antworten

das grundprobelm ist ja nicht, dass das was die menschen daraus machen.

Der BESITZ für MICH schneidet mich für imer vom WIR ab. Deshalb kann der Kommunismus leider icht entstehen....
trotzdem bin ich der Meinung es wenigstens zu versuchen (Egal wie weit der Weg ist, man muß den ersten Schritt tun.)

Gysi Offline

Atheist


Beiträge: 16.127

11.04.2008 12:27
#121 Kommunismus antworten

Was für einen Besitz meinst du? Den Besitz deiner CDs? Der schneidet dich vom Wir ab? Hmm. Wenn Marx vom Besitz redete, meinte er den Besitz an den Produktionsmitteln. Die sollten "enteignet" - also der Macht der Gemeinschaft unterordnet - werden. Denn egoistischer Kapitalismus trennt den Kapitalisten und die Produktionsmuttel in der Tat vom Wir.

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"Ich bin vom Glauben zum Wissen konvertiert!" (Hamed Abdel-Samad)

contra Offline



Beiträge: 109

11.04.2008 17:39
#122 RE: Kommunismus antworten

also wenn du den kommunismus nur von marx seite aus siehst denkst du wahrscheinlich auch daran dass alle macht dem Proletariat gehört.
was in heutiger zeit voll scheiße ist.

contra Offline



Beiträge: 109

11.04.2008 17:41
#123 RE: Kommunismus antworten

außerdem
wenn ich dass jetzt sag werd ich gebannt

aber ....

Gysi Offline

Atheist


Beiträge: 16.127

11.04.2008 19:00
#124 Kommunismus antworten
In Antwort auf:
was in heutiger zeit voll scheiße ist.
1. musst du Marx und seine Semantik aus der Zeit des 19. Jahrhunderts versuchen zu verstehen.
2. Zum Proletariat gehören alle, die arbeiten, aber die Produktionsmittel, mit denen sie arbeiten, nicht besitzen. Die Entrechteten sollen wieder das Recht in der Wirtschaft bekommen!

3. In einem demokratischen System bestimmen die Arbeiter auch über die Wirtschaftpolitik, also darüber, was mit der Wirtschaft und den Produktionsmitteln angestellt wird. "Diktatur des Proletariats" ist aus dem antithesischen Denken Marx' geboren (Antithese zur "Diktatur des Kapitals")und bedeutet nichts anderes als - Demokratie!

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"Ich bin vom Glauben zum Wissen konvertiert!" (Hamed Abdel-Samad)

Reinecke ( gelöscht )
Beiträge:

12.04.2008 15:48
#125 RE: Kommunismus antworten

Naja, Expropriation der Expropriatuere (isz bestimmt falsch geschrieben, was denkt der Typ sich auch für Worte aus!) klingt schon danach, dass die vorher Herrschenden erst mal nicht mehr soviel zu sagen bzw. zu verdienen haben sollen. Ansonsten würde ich Gysi zustimmen: Die Marxschen Ideen haben nicht viel mit dem zu tun, was dann als real-existierender Sozialismus bekannt wurde. Dabei ist mE besonders zu beachten, dass Marx mWn nicht viel darüber sagte, wie er sich Sozialismus bzw. Kommunismus konkret vorstellte (was ja auch klug ist, da niemand in die Zukunft blicken kann). Bei Marx geht es immer zuerst um die Analyse dessen, was ist.

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"Ich bin völlig anderer Meinung als Sie. Aber ich werde mein Leben dafür einsetzen,
dass Sie sie sagen dürfen!" (Voltaire)

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