Sie sind vermutlich noch nicht im Forum angemeldet - Klicken Sie hier um sich kostenlos anzumelden Impressum 
Religionsforum
Atheismus vs. Religionen  

Der substanzielle  Dialog
 
"Je suis Charlie!"
Für Säkularismus und Religionskritik!


Sie können sich hier anmelden
Dieses Thema hat 9 Antworten
und wurde 473 mal aufgerufen
 Hinduismus, Buddhismus und Taoismus
Ronnie77 ( Gast )
Beiträge:

19.04.2007 09:40
Meditation antworten

Seit einiger Zeit habe ich begonnen mich mit der Meditation zu beschäftigen
und sie auch selbst zu praktizieren.
Für mich ist es ein gutes Gefühl sich nach Innen zu wenden.
Besonders die Stille ist für mich etwas Besonderes.
Die Medidation ist mein Gebet!

Wie lauten Eure Erfahrungen/Meinungen über die Meditation?
Link über Meditation: http://de.wikipedia.org/wiki/Meditation

Siddharta ( Gast )
Beiträge:

19.04.2007 10:40
#2 RE: Meditation antworten

Für mich gehört das Zazen ( Meditationsform der Zen-Buddhisten) zur täglichen Praxis. Morgens zweimal 45 Minuten und abends nochmals das selbe. Meistens ist es sehr entspannend aber es kann auch weh tun, wenn man zB weltliche Probleme hat und sich unbewusst verspannt. Für mich ist Meditation wie das auftauchen aus einem Aquarium. 200 Minuten im Tag welche nur mir gehören. Niemand, mal abgesehen von meiner Katze wenn ich zuhause praktiziere, stört mich.Die Ruhe, die Konzentration auf das Ausatmen und das Vorbeiziehenlassen der Gedanken einfach wunderbar.

Ronnie77 ( Gast )
Beiträge:

19.04.2007 20:47
#3 RE: Meditation antworten

In Antwort auf:

Meistens ist es sehr entspannend aber es kann auch weh tun, wenn man zB weltliche Probleme hat und sich unbewusst verspannt.


Dass Meditaton weh tun kann ist mir neu!
Für mich eigentlich unvorstellbar!
Wenn man alle Gedanken fallen lässt, wie kann man da Schmerzen haben?

Siddharta ( Gast )
Beiträge:

19.04.2007 21:29
#4 RE: Meditation antworten

In Antwort auf:
Dass Meditaton weh tun kann ist mir neu!
Für mich eigentlich unvorstellbar!
Wenn man alle Gedanken fallen lässt, wie kann man da Schmerzen haben?


Vielleicht habe ich vergessen zu sagen dass die Zen-Meditation einwenig anderst ist als die welche du kennst.Im Zazen muss man völlig unbeweglich sitzen, weil man sonst die andern in der Konzentration stört. geh mal hier schauen ist eine gute erklärung : http://www.zen.ch/zazen_d.html

Ronnie77 ( Gast )
Beiträge:

24.04.2007 10:37
#5 RE: Meditation antworten

Für mich ist Medidation einfach ein Weg zu mir selbst.
Die Stellung, wie ich es mache ist nicht so wichtig, ob im sitzen, liegen....
Sie erfolgt bei mir keinem Ritual.

Siddharta ( Gast )
Beiträge:

24.04.2007 10:55
#6 RE: Meditation antworten

In Antwort auf:
Für mich ist Medidation einfach ein Weg zu mir selbst.
Die Stellung, wie ich es mache ist nicht so wichtig, ob im sitzen, liegen....
Sie erfolgt bei mir keinem Ritual.


Das siehst Du Richtig. Ein alter Buddhist sagte einmal :"entweder Du meditierst immer oder Du meditierst nie."
Aber die Meditation in der Gemeinschaft ist stärker. Die Anderen"tragen" Dich mit und Du "trägst" die Andern mit.Ich mediteire sehr oft für mich alleine, ich sitze auf mein Zafu, verknote meine Beine und sitze einfach nur da und beobachte meine Gedanken, wie sie ,ähnlich wie ein Fluss, vorbeiziehen. Aber ich gehe auch ser gerne ins Dojo, wo ich mein Kesa anziehe und mit den Andern gemeinsam Meditiere und nach der Meditation noch ein paar Sutren rezitiere. Wenn ich mich aufraffe morgens zu gehen, gibt es danach noch eine feine Suppe. Hat halt beides seine Vor- und Nachteile

Tao-Ho Offline

Zennois


Beiträge: 5.365

09.07.2007 15:10
#7 RE: Meditation antworten

Hallo Ronnie77,

gerade drüber gestolpert und mag Dir einige Worte schreiben.

In Antwort auf:
Für mich ist Medidation einfach ein Weg zu mir selbst...Sie erfolgt bei mir keinem Ritual.


Und das ist sehr gut, denn es ist gut für Dich. Meditation braucht keine Technik. Meditation lehrt Dich Deine Gedanken und Gefühle (und damit Deine Reaktionen in den verschiedenen Situationen) zu verstehen.

Das ist nicht von Methoden abhängig, es muss nicht mit Mantra-Singen verbunden sein, es ist auch nicht vom Stillsitzen abhängig. Gerade im Zen-Buddhismus gibt es Formen der Meditation, die in Bewegung durchgeführt werden.

1) Kinhin = Ist die Meditation während des Gehens, oder das Gehen in Achtsamkeit und Bewusstheit.

Die Geschwindigkeit im Kinhin variiert, von langsam, wobei beim Ausatmen und beim Einatmen je ein Schritt gesetzt wird, bis zu einem zügigen Tempo, insbesondere, wenn es im Freien geübt wird. Während die Übenden dicht hintereinander, quasi im Gänsemarsch ihre bewussten Schritte tun, halten sie die Hände im "shashu". Im Sōtō-Zen, wo sich Kinhin im Uhrzeigersinn bewegt, bedeutet shashu, dass die linke Faust umschlossen von der rechten Hand vor dem Oberkörper ruht, wobei die Unterarme von Ellbogen zu Ellbogen etwa parallel zum Boden sind. Die im Gegenuhrzeigersinn gehenden Rinzai-Praktizierenden bedecken die rechte innere Hand mit der ebenfalls offenen, linken äußeren Hand, wobei die Daumen verschränkt sind, d.h. der Daumen der äußeren Hand zeigt nach innen und umgekehrt. Landläufig wird angenommen, dass das Kinhin den Schülern einen Ausgleich zum Zazen geben soll, tatsächlich ist es aber eine Meditationspraxis, die dem Zazen gleichwertig zur Seite steht. Die Praxis des achtsamen Gehens kann bis auf den historischen Buddha zurückverfolgt werden.


2) Samu = Ist im Zen-Buddhismus die Bezeichnung für das meditative Arbeiten im klösterlichen Kontext, das ebenso zum vollkommenen Gewahrsein führen kann, wie die Übung des Zazen.

Viele Zen-Geschichten berichten über die Verwirklichung von "kensho" und "satori" beim Gemüseschälen in der Küche, oder beim Fegen des Hofes. Auch bei Sesshins von Laien wird Samu häufig geübt, um später das Einüben von Zen im Alltag zu erleichtern. Bei diesen Arbeiten ist das Wie entscheidend, nicht das Resultat oder die Zeit in der die Arbeit vollzogen wurde. Samu wird in der Regel ein- bis zwei Stunden täglich als Ergänzung zum Zazen durchgeführt. Die Hingabe zeigt sich darin, dass der Übende jede ihm zugeteilte Arbeit mit großer Achtsamkeit ausführt.

Das meditieren ist also ein Verstehen der subtilen Arbeitsweise des Verstandes. Wenn Du dieses Funktionieren des Denkapparats verstehst, wirst Du sehen: Der Verstand ist nur ein Mechanismus und durch meditieren lernst Du mit ihm bewusst umzugehen. Sie verändert deine Reaktionen in bewusste Antworten auf Situationen.

Meditation ist ein Seinszustand, den man durch Verstehen erreicht, dazu braucht es keine Techniken.

Wenn Du noch Fragen hast, dann frage ruhig.


----------------------------------------------------------------------------------------------------
So wie die Lotosblume lieblich und unbefleckt aus dem Schlamm sich erhebt...
() Tao-Ho

Lukrez Offline




Beiträge: 5.548

09.07.2007 22:13
#8 RE: Meditation antworten

In Antwort auf:
1) Kinhin = Ist die Meditation während des Gehens, oder das Gehen in Achtsamkeit und Bewusstheit.

Dieses schätze ich ungemein!
Ich kann mehrere Stunden am Stück bewusst und achtsam gehen - nur dann fühl ich mich wirklich als mich selbst!
(Ich beachte dabei allerdings keinerlei Regeln (wie Atmung, Schritte) u.s.w. - das wäre für mich schon wieder eine Einschränkung meiner selbst!

__________________________________________________
Wenn du es nicht wagst, den Sinnen zu trauen, stürzen die Pfeiler des Lebens ein.
De nihilo nihil. Aus Nichts wird nichts.
Zu soviel Unheil hat schon die Religion die Menschen verleitet.
(Lukrez)

Tao-Ho Offline

Zennois


Beiträge: 5.365

09.07.2007 22:53
#9 RE: Meditation antworten

Hallo Lukrez,

das ist auch der eigentliche Sinn von Kinhin. Man soll sich fühlen, so wie man gerade ist, ganz man selbst werden und sein. Und, wenn man dabei keine Regeln beachtet, dann ist das auch gut. Wie bei der Meditation gibt es auch viele verschiedene Formen von Kinhin. Der eine Meister läuft, als wenn der Leibhaftige hinter einem her wäre, der nächste Meister trödelt Schrittchen für Schrittchen qualvoll langsam daher, das man ihm die Schuhe beim laufen besohlen könnte. Der eine Meister läuft links rum, der andere wieder rechts rum und manchmal geht es auch raus in die Natur. Hm, ich glaube ich habe hier auch mal eine kleine Geschichte zu geschrieben. Ich guck mal nach, ob ich die in meinem Umzugs-Chaos finden kann.

In Antwort auf:
(Ich beachte dabei allerdings keinerlei Regeln (wie Atmung, Schritte) u.s.w. - das wäre für mich schon wieder eine Einschränkung meiner selbst!


Viel Spass dabei. Ist schon O.K. so.



----------------------------------------------------------------------------------------------------
So wie die Lotosblume lieblich und unbefleckt aus dem Schlamm sich erhebt...
() Tao-Ho

Ronnie77 ( Gast )
Beiträge:

10.07.2007 10:15
#10 RE: Meditation antworten

In Antwort auf:

Das meditieren ist also ein Verstehen der subtilen Arbeitsweise des Verstandes. Wenn Du dieses Funktionieren des Denkapparats verstehst, wirst Du sehen: Der Verstand ist nur ein Mechanismus und durch meditieren lernst Du mit ihm bewusst umzugehen. Sie verändert deine Reaktionen in bewusste Antworten auf Situationen.



Ja das Denken kann einem schon mal zu Kopf steigen!
Und ich muss sagen ich bin ein Denker, daher war die Medidation das Einzige was mir wirklich geholfen hat.
Die Gedanken kommen und gehen, aber wenn du merkst, dass du nur der Beobachter bist und du nicht wirklich der Verstand bist kannst du du selbst sein.

 Sprung  
________________________________________

"Ich bin völlig anderer Meinung als Sie. Aber ich werde mein Leben dafür einsetzen,
dass Sie sie sagen dürfen!" (Voltaire)

"Habe den Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen!" (Immanuel Kant)

________________________________________

=> "Der selbstbestimmte Mensch"

... Platz für Verlinkungsaustausche ...

VORSICHT! Vertrauensunwürdige Werbung!

Xobor Erstelle ein eigenes Forum mit Xobor