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Atheismus vs. Religionen  

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Dieses Thema hat 364 Antworten
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 Christentum
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Bruder Spaghettus ( gelöscht )
Beiträge:

14.05.2007 13:30
#101 RE: Abtreibung antworten

In Antwort auf:
Wer sich Christ nennt, sollte doch Christi Lehren in sienem leben umsetzten, nehme ich mal an. Und wer das nicht tut, der kann von sich zwar behaupten Christ zu sein, mehr aber auch nicht.

Jeder der sich in irgend einer Weise bei seiner Weltanschauung als Christ bezeichnet ist zweifellos als solcher zu sehen.
Niemand kann da behaupten, der ist kein Christ weil er einen bestimmten Teil der Lehre Christi nicht akzeptiert oder in die Praxis umsetzt. Entscheidend ist allein das Bekenntnis zur Weltanschauung.

In Antwort auf:
In Antwort auf:
Zu Euthanasie: Wieso nicht? Bin dafür! (Das mit den Nazis ist ja lächerlich)
Jeder Mensch sollte das Recht haben, über sein eigenes Leben zu entscheiden,


Erklär mir mal bitte, wie das zusammenpasst.


Vielleicht kommt der Vergleich daher, dass in der aktuellen Sterbehilfedebatte selbige mit dem Hinweis auf die Euthanasie und die Nazis in Verruf gebracht werden soll.
Auch ich will mir von niemand, von Gott eh nicht, aber auch von keinem Staat, vorscbreiben lassen, wie mein Leben nicht zu enden hat.
Das will ich allein entscheiden und vom Staat verlange ich die Voraussetzungen zu schaffen, die das respektieren und garantieren.

Relix Offline

Wertekiller


Beiträge: 3.480

14.05.2007 13:31
#102 RE: Abtreibung antworten

Zitat von Siddharta

Aber ich bin der Meinung dass das ein anderes Thema ist und einen eigenen Thread verdient hat.


Ganz meine Meinung, aber es weichen sowieso alle immer vom Thema ab.

______________________________________________
"Philosophie besteht aus Fragen, die niemals beantwortet werden können. Religion besteht aus Antworten, die niemals hinterfragt werden dürfen."
-Anonym

89 ( Gast )
Beiträge:

14.05.2007 13:53
#103 RE: Abtreibung antworten
Jetzt sind wir doch tatsächlich von der Abtreibung zur Sterbehilfe gelangt, hmm...passt ja irgendwie.

Nun schließt sich der Kreis. @Snooker: siehst du, das zirkuläre usw.
SnookerRI Offline

Soul-Societist


Beiträge: 5.475

14.05.2007 14:06
#104 RE: Abtreibung antworten

In Antwort auf:
Entscheidend ist allein das Bekenntnis zur Weltanschauung.
Ich dachte doch tatsächlich, es käme darauf an, ob man entsprechend dem bekenntnis handelt ... Nun gut, werde ab jetzt ebenso argumentieren, wenn das ja offensichtlich zulässig ist[/quote]


In Memory of Soul-Society

Wohl gibt es zwei Arten von Freunden und es sind diese: Käufliche und Unbezahlbare

Wo Wahrheit ist, ist Bescheidenheit (K.H.Deschner)

Wir wissen nur so viel, wie wir fragen (Wessel Gansfort, 1419-1489)

89 ( Gast )
Beiträge:

14.05.2007 17:03
#105 RE: Abtreibung antworten
Zitat von SnookerRI
Dann stellt sich auch die Frage, warum man fordern sollte: Weg mit den Religionen!



Die Frage stellt sich mir nicht, da die Forderung irrelevant und unrealistisch ist. Der Mensch fühlte sich anscheinend den Großteil seiner Existenz wohl oder besser mit Göttern und damit verbundenen Entschuldigungen seines Tuns oder Nichttuns und dies wird wohl auch immer, in der einen oder anderen Form, so bleiben.

Solange mir die Missionare nicht zu dicht auf den Pelz rücken und sie nicht unmittelbaren Einfluss in gesellschaftlichen Belangen bekommen (Gottesstaat), sind sie mir egal. Der abgenutzte Slogan:"Leben und leben lassen" würde ich für mich in Anspruch nehmen.
Nichtsdestotrotz kreuze ich aber schon mal ganz gern die Klingen mit den Gläubigen jeglicher Färbung.
Bruder Spaghettus ( gelöscht )
Beiträge:

14.05.2007 18:44
#106 RE: Abtreibung antworten

In Antwort auf:
Ich dachte doch tatsächlich, es käme darauf an, ob man entsprechend dem bekenntnis handelt ... Nun gut, werde ab jetzt ebenso argumentieren, wenn das ja offensichtlich zulässig ist

Nicht nur zulässig, einzig möglich. Wer sollte denn der sein, der alle die sich als Christen bekennen darauf prüft, ob die auch nach diesem Bekenntnis handel? Ich schafft es doch nicht mal euch zu einigen, was das Bekenntnis zu Christus überhaupt erst mal beinhaltet. Zu prüfen, ob jemand danach handelt um daran festzustellen, ob er Christ ist, ist also geradezu unmöglich.
Das ginge höchstens wenn sich jemand zu einer bestimmten christlichen Unterart bekennt, ZJ, Protestant, Katolik, usw.

Lukrez Offline




Beiträge: 5.513

14.05.2007 20:37
#107 RE: Abtreibung antworten

In Antwort auf:
Es war schon immer so, dass es die Reichen und die Armen gibt und weder Kommunismus noch Humanismus noch sonstwas wird je was dran ändern.

Die Problemlage hat sich heute allerdings gravierend geändert!
Alle wollen im westlich-verschwenderischen Lebensstil leben und genau das geht niemals!
Mit der Beseitigung der Armut würde die Welt vollends zugrunde gehen.
Schon heute hätten wir den vollkommenen Kollaps der Energieversorgung sowie auch der Rohstoffversorgung.
Die Armen werden sich das auf Dauer aber sicher nicht gefallen lassen, also brauchen wir dringend Bevölkerungsreduktion!
Den armen bevölkerungsreichen Ländern muss auch klarwerden, dass ein höherer Lebensstandard bei ständig wachsender Bevölkerung niemals erreicht werden kann.
Momentan leben wir in einem Selbstzerstörungstaumel der menschlichen Zivilisation.


__________________________________________________
Wenn du es nicht wagst, den Sinnen zu trauen, stürzen die Pfeiler des Lebens ein.
De nihilo nihil. Aus Nichts wird nichts.
Zu soviel Unheil hat schon die Religion die Menschen verleitet.
(Lukrez)

89 ( Gast )
Beiträge:

14.05.2007 20:52
#108 RE: Abtreibung antworten

Zitat von Lukrez

Momentan leben wir in einem Selbstzerstörungstaumel der menschlichen Zivilisation.


In diesem lebte sie schon seit ihrer frühsten Entstehung. Immer hat die Menschheit sich auf die eine oder andere Weise versucht um die Ecke zu bringen, mit mehr oder minderen Erfolg. Und Unheilsboten, die das Ende prophezeiten gab es auch schon immer und der jeweiligen gesellschaftlichen Situation angepasst.
Das ist, wie mir scheint, wie mit dem Unkraut..........

Relix Offline

Wertekiller


Beiträge: 3.480

14.05.2007 20:52
#109 RE: Abtreibung antworten

Zitat von Lukrez

Den armen bevölkerungsreichen Ländern muss auch klarwerden, dass ein höherer Lebensstandard bei ständig wachsender Bevölkerung niemals erreicht werden kann.
Momentan leben wir in einem Selbstzerstörungstaumel der menschlichen Zivilisation.


Ohne jegliche politische Bildung wird das ihnen aber sicherlich schwerlich klar werden.
Ausserdem würde, nach der Meinung gewisser Experten, das Bevölkerungswachstum in diesen Ländern zurück gehen, wenn sie einen höheren Lebenstandard hätten, bei uns gibt es inzwischen ja auch kein Wachstum mehr, sondern Rückgang.
Daran, dass diese Länder aber, wenn ihr Wohlstand wachsen würde, genauso Rohstoffe verpulvern, die Umwelt verpesten und den Klimawandel fördern würden, wie wir es gerade tun, ist aber leider auch nichts zu ändern.

Die Angst vor der vollkommenen Selbstzerstörung gibt es schon einigermaßen lange, zu Zeiten des Kalten Krieges war sie auch omnipräsent, doch heute ist sie mit dem Klimawandel wieder voll da, teilweise viel schlimmer, da man erstens vielleicht nichts mehr dagegen tun kann und zweitens um doch etwas zu tun, vieles opfern müsste, was aber niemand will.
Erst wenn wann was wirklich ernsthaft Schlimmes passiert, werden die Menschen erkennen, was sie alles falsch gemacht haben - man muss hoffen, dass es dann nicht schon zu spät ist.

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-Anonym

Lukrez Offline




Beiträge: 5.513

14.05.2007 21:00
#110 RE: Abtreibung antworten

In Antwort auf:
Immer hat die Menschheit sich auf die eine oder andere Weise versucht um die Ecke zu bringen, mit mehr oder minderen Erfolg.

Der Erfolg wird kommen! Wenn nicht kurzfristig, dann längerfristig!
Die Natur hat bisher noch alles gut puffern können - ist sie zerstört, sind wir aber vollkommen hilflos ausgeliefert.

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(Lukrez)

89 ( Gast )
Beiträge:

15.05.2007 14:01
#111 RE: Abtreibung antworten

Zitat von Lukrez

Die Natur hat bisher noch alles gut puffern können - ist sie zerstört, sind wir aber vollkommen hilflos ausgeliefert.


Das ist wohl wahr. Sollte der Selbsterhaltungstrieb aber nicht doch die Oberhand gewinnen?

Lukrez Offline




Beiträge: 5.513

15.05.2007 21:02
#112 RE: Abtreibung antworten

In Antwort auf:
Das ist wohl wahr. Sollte der Selbsterhaltungstrieb aber nicht doch die Oberhand gewinnen?

Was nutzt der Selbsterhaltungstrieb, wenn die Natur nicht mehr mitspielen kann?

__________________________________________________
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(Lukrez)

mum1 Offline

T'ien-shen-mu

Beiträge: 2.323

04.10.2007 19:36
#113 RE: Abtreibung antworten

Der aktuelle Sterbehilfe-Thread hat mich quasi hier her geschickt, deshalb buddele ich den alten Kram mal raus, weil ich dazu gern was los werden will.

man merkt deutlich das ihr alle die ihr hier gepostet habt Männer seid und nicht im geringsten eine Vorstellung davon habt was für eine Konsequenz eine Abtreibung für eine Frau hat.

In Deutschland, (Ich weiss nämlich nicht wie es anderswo läuft) ist die ganze Abtreibungszeremonie eine reine Katastrophe. Eine Frau die in die unglückliche Lage einer ungewollten Schwangerschaft gerät benötigt dringend Unterstützung. Psychisch wie physisch. Aber das ist hier nicht der Fall. Der Größteil der Frauen wird zu Abtreibungen regelrecht gedrängt, in den wenigsten Fällen vom Vater oder der Familie. Sondern vom System selbst. Und hinterher steht sie genauso allein da mit ihrer Not wie vorher.

Niemand gibt einer verzweifelten Frau die Möglichkeit Ja zum Leben zu sagen, die ``Beratungsgespräche`` sind eine Lachnummer in der schon vorweg gefragt wird ob der Zettel allein reicht oder man wirklich eine Beratung braucht. Drei-Tage und sie hat ihr Kind ermordet bevor ihr überhaupt bewusst wurde das es IHR Kind ist. Und dann. Lebt sie den Rest ihres Lebens mit den Schuldgefühlen, unfähig die Trauer um das tote Kind zu bewältigen, unfähig Abschied zu nehmen. Die breite Masse glaubt der Schmerz wird mit der Zeit weniger, wie es bei den Toten immer ist. Aber bei einer Abtreibung wird der Schmerz, das Leid und die Schuld mit jedem Jahr größer! Bis die Frau sich irgendwann wünscht sie würde 10 Kinder auf die Welt bringen nur um den Tod des einen irgendie wieder gut machen zu können. Aber das gelingt ihr selbst mit dem 12ten noch nicht. Ein Tod kann nicht mehr rückgängig gemacht werden. Und die wenigsten Frauen sind kaltschnäuzig genug um nach der Atreibung nie mehr einen Gedanken an ihr Kind zu verschwenden.

Wo ist dann das Recht der Frau? Dann sagt die Öffentlichkeit selbst Schuld, hättste halt nicht abgetrieben.

Abtreibung gehört VERBOTEN!! Weil niemand weiss was für ein riesiges Leid erst durch diese Tat entsteht. Ausser denen die es hinter sich bringen musten. Selbst kranke, behinderte nicht lebensfähige Kinder gehören ausgetragen. Bis sie von selbst sterben.

Warum?

Weil nur so die Frau die Möglichkeit hat Mensch zu bleiben. Nur so kann sie ohne Schuld ehrlich trauern, um ihr Kind. Oder hat einer von euch schon mal davon gehört das Abtreibungsopfer irgendwo bestattet werden? Aber Tausende Frauen jedes Jahr begeben sich in oft lebenslange psychologische Beratung weil sie ihr Kind abgetrieben haben und nach kurzer Zeit merkten, das sie es doch wollen! Was nun? Diese Kinder und diese Frauen haben keine Zukunft mehr und das alles wegen des unglaublichen leichtsinns dieser Gesellschaft. Mehr Hilfe und Unterstützung für Familien und vor allem Alleinerziehenden das braucht diese Land mehr als alles andere.


Bruder Spaghettus ( gelöscht )
Beiträge:

04.10.2007 20:21
#114 RE: Abtreibung antworten
Das halte ich für eine extrem einseitige Darstellung. Was aber wohl normal ist, wenn für dich Abtreibung = Mord ist.
In Antwort auf:
Und dann. Lebt sie den Rest ihres Lebens mit den Schuldgefühlen, unfähig die Trauer um das tote Kind zu bewältigen, unfähig Abschied zu nehmen.
Vielleicht gibt es solche, aber sicher nur unter dem Kreis, der sich eben das einreden lässt: Abtreibung = Mord. Die übergroße Mehrzahl der Frauen sieht das nicht so, wie auch folgende Studie belegt: http://www.mifegyne.com/pages/volltext07.html

In Antwort auf:
Wo ist dann das Recht der Frau?

Du stellst die Problematik so dar, als ob Männer hier Regeln für Frauen geschaffen hätten. Genau das Gegenteil ist der Fall. Es waren Frauen, die sich in mächtigen Demonstrationen gegen die Männer dieses Recht erkämpft haben.

In Antwort auf:
Abtreibung gehört VERBOTEN!!
Ganz und gar nicht. Jedenfalls nicht in dem Rahmen, in dem sie jetzt und hier erlaubt ist.

In Antwort auf:
Weil nur so die Frau die Möglichkeit hat Mensch zu bleiben. Nur so kann sie ohne Schuld ehrlich trauern, um ihr Kind.
Wenn Frauen freilich so was eingeredet wird, kann ich verstehen, wenn sie solche Komplexe bekommen, wie du sie oben geschildert hast.

Hier noch ein Link zum Thema: http://www.aufklaerungshomepage.de/abtre...n%20entscheiden
mum1 Offline

T'ien-shen-mu

Beiträge: 2.323

04.10.2007 20:44
#115 RE: Abtreibung antworten

In Antwort auf:
Das halte ich für eine extrem einseitige Darstellung. Was aber wohl normal ist, wenn für dich Abtreibung = Mord ist.




Hmm, nein vor zehn Jahren habe ich das auch anders gesehen und gesagt das eine Frau das Recht hat selbst über ihren Körper zu bestimmen. Aber dann muss sie es tun bevor es soweit kommt, das sie als äusserstes Mittel den Mord am eigenen Kind verübt. Heute sehe ich das aus meiner eigene Erfahrung heraus ganz anders. Den die Abtreibung ist kein erworbenes Recht der Frau auf das sie stolz sein kann. Hier ist lediglich die Verantwortung der Gesellschaft auf die einzelne Frau abgewälzt worden. Wo sonst jeder am Grosszug des Nachwuchses beteiligt sein könnte, macht man die in Not geratenen einfach selbst für ihr Leid verantwortlich. Kriegst dus lebst du wie ein Hund, kriegst du es nicht bist du selbst Schuld.

In Antwort auf:
Vielleicht gibt es solche, aber sicher nur unter dem Kreis, der sich eben das einreden lässt: Abtreibung = Mord. Die übergroße Mehrzahl der Frauen sieht das nicht so


Das weiss ich aus eigener Erfahrung aber besser. Auf den Vorzeigeinternetseiten wirst du sicher immer eine Mehrzahl an Frauen finden die mit dem Endschluss zufrieden sind. Aber das ist ganz sicher nicht die Mehrheit. Diese Frauen lassen sich das nicht einreden, wie du vielleicht meinst, sondern der Bezug zu dem Kind den sie bei der Abtreibung noch nicht hatten, der entsteht dennoch irgendwann und dann ist das oben geschilderte einfach nicht mehr aufzuhalten.


In Antwort auf:
Du stellst die Problematik so dar, als ob Männer hier Regeln für Frauen geschaffen hätten.


Nein nein, lieber BS. Da hast du mich falsch verstanden. Ich meinte damit lediglich: Es wird schnell geholfen die Abtreibung durchzuführen aber hinterher wird nicht geholfen das Problem zu bewältigen. Weil es immer noch nicht als Problem gesehen wird, aus genau dem Grunde den du angeführt hast: die Frauen haben sich dieses zweifelhafte Recht erkämpft, wozu brauchen sie den jetzt Hilfe beim Rückgängig machen.

Es ist eine Sache zu sagen man will über sein Leben und seinen Tod selbst bestimmen, warum billigt man dieses Recht nicht den schwächsten Gliedern in unserer Gesellschaft zu? Warum ist überhaupt eine Frau in unserem Land gezwungen aus existenziellen Gründen über Leben und Tod des eigenen Kindes zu entscheiden? Und sei mal ehrlich die Zahl der Abtreibung derer die kategorisch kein Kind wollen ist sehr gering, das gro treibt aus ganz anderen `praktischen` gründen ab.


In Antwort auf:
Wenn Frauen freilich so was eingeredet wird, kann ich verstehen, wenn sie solche Komplexe bekommen, wie du sie oben geschildert hast.





Trauer ist doch kein Komplex und das muss niemandem eingeredet werden.

Nieselpriem ( Gast )
Beiträge:

04.10.2007 22:20
#116 RE: Abtreibung antworten

Zitat von SnookerRI
Moment: Wer sich Christ nennt, sollte doch Christi Lehren in sienem leben umsetzten, nehme ich mal an. Und wer das nicht tut, der kann von sich zwar behaupten Christ zu sein, mehr aber auch nicht.

Was hälst du von jemanden, der vorgibt atheistisch zu sein, aber jeden sonntag in die Kirche geht..? Ist der dann immer noch atheist, weil er es ja von sich behauptet?


Also wenn man nach diesen Kriterien fürs Christsein gehen würde, hätte es auf der Welt vielleicht noch 100 Christen. Wer bitte lebt denn schon wirklich nach den Lehren Christi? Aber vielleicht ist das garnicht so übel. Bei Hundert Hanseln wäre das Christentum nicht mehr, als eine winzige jüdische Sekte. Dann könnten wir ihm alle Rechte einer offiziellen Religionsgemeinschaft aberkennen, die Besitztümer pfänden und der Allgemeinheit zuführen. Mhmm... also wenn man das so betrachtet. Ok, du hast mich überzeugt, Snooker. Machen wir es so!

Ich gehe als Atheist übrigens auch ganz gern mal in eine Kirche. Allein die Architektur ist schon reizvoll. Und wenn man im Winter fröstelnd über einen Weihnachtsmarkt schlendert und sich als Fahrer keinen Glühwein gönnen kann, ist so eine Kirche schon praktisch zum aufwärmen. Ausserdem mag ich den Geruch von Weihrauch irgendwie. Hat sowas heimeliges.

Zitat von Bruder Spaghettus
Wer sollte denn der sein, der alle die sich als Christen bekennen darauf prüft, ob die auch nach diesem Bekenntnis handel? Ich schafft es doch nicht mal euch zu einigen, was das Bekenntnis zu Christus überhaupt erst mal beinhaltet. Zu prüfen, ob jemand danach handelt um daran festzustellen, ob er Christ ist, ist also geradezu unmöglich.


Rüüüschdüüüsch!

Aber zum Thema Abtreibung:

Ich persönlich bin dagegen, wenn es keine medizinischen oder psychologischen (z.B. Vergewaltigung) Gründe dafür gibt. Aber ich würde auch nie einer Frau verbieten wollen, es zu tun. Das ist immer noch eine Sache der Frau, da mit einer Schwangerschaft, wie hier schon erwähnt, ja auch nicht unerhebliche Risiken verbunden sind. Allerdings nehme ich mir auch das Recht heraus, diese Frau zu verlassen, wenn es sich dabei um mein Kind handeln sollte, was ich auch schon getan habe. Sie hat mir dann an den Kopf geworfen, ich sei unglaublich egoistisch. Da wusste ich dann echt nicht mehr, ob ich lachen oder weinen sollte. Ich hätte das Würmchen notfalls auch allein grossgezogen, aber sie wollte das nicht. So musste ich mit ihrer Entscheidung leben und sie mit meiner. Ich denke, das ist nur fair.

Bruder Spaghettus ( gelöscht )
Beiträge:

04.10.2007 22:21
#117 RE: Abtreibung antworten

In Antwort auf:
Hier ist lediglich die Verantwortung der Gesellschaft auf die einzelne Frau abgewälzt worden.

Nee, dem kann ich absolut nicht folgen. Selbstverständlich sind immer und zuerst die Eltern für den Nachwuchs verantwortlich, die Gesellschaft hat nur Bedingungen zu schaffen, die ihnen das ermöglichen. Das ist für mich genau so selbstverständlich wie die Tatsache, dass ich meine Kinder selbst erziehen will und das nicht dem Staat überlasse. Wer das Eine will, muss das Andere mögen.

Ansonsten noch mal ganz klar: Abtreibung ist kein Mord!

Hast du schon mal drüber nachgedacht, wieviel Frauen durch Engelmacherinnen mit ihren Kindern gestorben sind?
War das für dich die gerechte Todesstrafe für Mord?

Jetzt können diese Frauen noch leben, können auch weiter fruchtbar bleiben weil die Abtreibung geregelt vorgenommen wird. Abgetrieben wurde schon immer, zu allen Zeiten. Das heißt nicht, dass was, was immer und ewig schon so ist, irgendwie richtig oder falsch sein muss. Das heißt aber schon, dass es etwas ist, was sich kaum abstellen lässt. Dann ist es doch eindeutig besser das was sich nicht vermeiden lässt zu regeln als es Kurpfuscherinnen zu überlassen.

Nee, deine Meinung halte ich nicht, und gerade nicht unter Frauen, für mehrheitsfähig.

Abtreibung = Mord ist einfach falsch und dient nicht dem Schutz von Föten, sondern lediglich der Verurteilung von Frauen.

mum1 Offline

T'ien-shen-mu

Beiträge: 2.323

05.10.2007 07:19
#118 RE: Abtreibung antworten

In Antwort auf:
Nee, deine Meinung halte ich nicht, und gerade nicht unter Frauen, für mehrheitsfähig.

Abtreibung = Mord ist einfach falsch und dient nicht dem Schutz von Föten, sondern lediglich der Verurteilung von Frauen.





Ich sage nicht eine Abtreibung ist Mord, sondern der Grossteil der mir bekannten Frauen fühlt sich so. Und das ist ein gravierender Unterschied. Und gegen die Gefühle kannst du nichts sagen. Keine geht mit dem Bewusstsein ihr Kind zu töten in eine Abtreibung, aber die meisten kommen damit wieder aus der Klinik. Selbstverständlich gibt es auch eine Menge Frauen die es nicht kümmert und dies im zweifelsfall wieder tun würden. Ich kenne sogar eine die hat noch vor ihrem 30ten Geburtstag 8 Abtreibungen vorgenommen und ist damit immer noch glücklich. Aber das ist nicht die Masse. Wenn trotz all den zufriedenen Abtreiberinnen immer noch so viele sind die ihre Entscheidung bereuen, warum wird dann am System nichts geändert. Warum hilft man nicht vorher erstmal einen Zugang zum Kind zu finden. Wenn der nicht findbar ist kann man immer noch abtreiben.

Ich habe noch nie eine Frau lächelnd aus der Abtreibungsklinik kommen sehen. Du etwa?

Und wie Christian auch sagt, warum darf der Vater das Kind nicht aufziehen, wenn er es den möchte? Klar Frauen sind keine Brutmaschinen, aber damit allein ist für mich die Kindstötung nicht gerechtfertigt.



In Antwort auf:
Hast du schon mal drüber nachgedacht, wieviel Frauen durch Engelmacherinnen mit ihren Kindern gestorben sind?
War das für dich die gerechte Todesstrafe für Mord?




Blödes Bespiel, auch heute noch sterben Frauen an den Folgen von Abtreibungen. Und an den Folgen von Schwangerschaft, Geburt und und und und

Selbstverständlich ist das keine gerechte Strafe, sondern bessser die Erlösung von dem Leid welches sie hinterher erfahren hätte.

Diese Frauen sollten sich klar machen ob sie überhaupt Kinder wollen, wenn ja dann macht es keinen Sinn eines zu Töten nur weil der Zeitpunkt nicht passt. Wenn nein, Abtreibung und Sterilisation, dann muss nicht noch ein kind dran glauben.

mum1 Offline

T'ien-shen-mu

Beiträge: 2.323

05.10.2007 07:30
#119 RE: Abtreibung antworten

Und da du den Link zur Myfegiene reingesetzt hast: warst du mal auf offiziellen pharma-Sites in denen von den Todesfällen gesprochen wird?

In denen der Hersteller selbst darüber berichtet das zwei drittel der Frauen die das Medikament einnehmen sich während der wirkungsphase doch noch für ihr Kind entscheiden und es zu spät ist!

Das ist vorher nicht so aufgefallen, weil bei normalen Abtreibungen die Frau nach 20minuten die Klinik verlässt und mit ihrem Kummer allein bleibt.

Ich bin nicht gegen jede Abtreibung lieber BS, sicher gibts eine Menge gerechtfertigte. Aber solange die Zahl derer die ungerechtfertigt abtrieben so groß ist, gehört sie mehr kontrolliert wenn nicht gar ganz verboten!

Bruder Spaghettus ( gelöscht )
Beiträge:

05.10.2007 08:41
#120 RE: Abtreibung antworten

In Antwort auf:
Ich bin nicht gegen jede Abtreibung lieber BS, sicher gibts eine Menge gerechtfertigte.

Na, da treffen wir uns wieder. Gegen Abtreibung als Mittel der Familienplanung bin auch ich. Da gibt es bessere Mittel. Nur setze ich da nicht auf Verbot, sondern auf Aufklärung. Sollte die Empfängnisverhütung aber doch mal nicht geklappt haben, halte ich auch in dem Moment Frauen, die sich dann aus diesem Grund für Abbruch entscheiden, weder für gefühlskalt noch für kriminell. Die Frauen sind nun mal die, die von der Sache am meisten betroffen sind, da haben sie auch das Recht der letzten Entscheidung zu haben. Nach Gesprächen mit dem Partner, so einer da ist, mit Freunden, der Familie und in Beratungsstellen. Wobei letztere nicht von denen betrieben werden dürfen, die schon von ihrer Einstellung her tendenziell beraten.

Fenris Offline

Freidenker

Beiträge: 1.345

05.10.2007 09:30
#121 RE: Abtreibung antworten

Zitat von mum1
Selbst kranke, behinderte nicht lebensfähige Kinder gehören ausgetragen. Bis sie von selbst sterben.


Das finde ich hingegen eine krasse Form von Egoismus. Das „bis sie von selber sterben“ kann ja dauern eventuell Jahre. Das behinderte Kind soll also zusätzlich zu seinem Leiden auch noch das Gewissen der Mutter beruhigen, damit diese möglicherweise keine psychischen Probleme bekommt? Ich kenne niemanden, der gerne behindert auf die Welt kommen würde, aber eben, da wird der direkt Betroffene ja nicht gefragt. Drüber sollten auch Aussagen von Behinderten nicht hinwegtäuschen, die dann 20 Jahre später gefragt werden, ob sie das Leben lebenswert finden oder nicht. Natürlich finden sie es lebenswert, müssen sie ja, was sollen sie denn sonst sagen oder machen?

Wenn Du die „natürliche Auslese“ propagieren willst, dann aber bitte mit allen Konsequenzen.


__________________________________________________
*Das Tier taugt zu allem, was es soll, vollkommen. Der Mensch zu nichts recht, als was er lernt, liebt und übt. (Johann Heinrich Pestalozzi 1746-1827)*

Relix Offline

Wertekiller


Beiträge: 3.480

05.10.2007 12:11
#122 RE: Abtreibung antworten
In Antwort auf:
Ich bin nicht gegen jede Abtreibung lieber BS, sicher gibts eine Menge gerechtfertigte. Aber solange die Zahl derer die ungerechtfertigt abtrieben so groß ist, gehört sie mehr kontrolliert wenn nicht gar ganz verboten!


Eigentlich war ich ja nahe daran gar nichts mehr zu schreiben, aber da kann ich nicht anders:

Weil viele Leute mit der Freiheit, etwas Bestimmtes zu tun, einfach nicht klarkommen und ihre Entscheidungen später schrecklich bereuen, soll man es allen verbieten?
Das ist kompletter Schwachsinn! Es allen zu verbieten, weil einige zu blöd sind, sich richtig zu entscheiden, ist einer der Hauptgründe für die meisten Verbote.
MENSCHEN soll(t)en für sich selbst verantwortlich sein. Wer Mist baut, ist selber Schuld und kann es nicht auf den Staat abschieben, weil dieser es ihm nicht verboten hat. Hui, ich bin von der Klippe gesprungen und habe mir alle Knochen im Leib gebrochen. Wer ist Schuld? Der Staat, weil er keine Verbotsschilder aufgestellt hat!
Tja, wer nicht logisch durchdenken kann, dass ein Fall in eine Tiefe von fünfzig Metern gefährlich sein kann, der hat einfach Pech gehabt - und dass man im Falle der Abtreibung dann auch noch die bestrafen soll, die nicht so blöd sind, ist einfach komplett schwachsinnig.

Toll: Die Menschen sind nicht zufrieden, weil sie nicht die Freiheit haben, etwas zu tun und wenn sie sie bekommen, sind sie auch nicht zufrieden, weil sie die Freiheit haben.
Jeder ist für sein eigenes Leben verantwortlich. Punkt. Ende.

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-Anonym

mum1 Offline

T'ien-shen-mu

Beiträge: 2.323

05.10.2007 12:56
#123 RE: Abtreibung antworten

Zitat von Fenris
Zitat von mum1
Selbst kranke, behinderte nicht lebensfähige Kinder gehören ausgetragen. Bis sie von selbst sterben.

Das finde ich hingegen eine krasse Form von Egoismus. Das „bis sie von selber sterben“ kann ja dauern eventuell Jahre. Das behinderte Kind soll also zusätzlich zu seinem Leiden auch noch das Gewissen der Mutter beruhigen, damit diese möglicherweise keine psychischen Probleme bekommt? Ich kenne niemanden, der gerne behindert auf die Welt kommen würde, aber eben, da wird der direkt Betroffene ja nicht gefragt. Drüber sollten auch Aussagen von Behinderten nicht hinwegtäuschen, die dann 20 Jahre später gefragt werden, ob sie das Leben lebenswert finden oder nicht. Natürlich finden sie es lebenswert, müssen sie ja, was sollen sie denn sonst sagen oder machen?
Wenn Du die „natürliche Auslese“ propagieren willst, dann aber bitte mit allen Konsequenzen.



Findest du das wirklich krass. Ich geb dir mal ein Beispiel: Vor etwa 14 Monaten saß ich in der Praxis meines Gyn. in der 20 Woche schwanger und dieser präsentierte mir ein Testergebnis nach dem mein Kind so schwer behindert sein sollte das es höchstwahrscheinlich null überlebenschancen hätte. Ich stürtzte in eine tiefe Krise wurde von arzt zu arzt geschickt und alle hatten nur eins im Sinn, mich zu einer Abtreibung zu Bewegen. Es wäre im Sinne des Kindes, ich solle ihm unnötiges Leid ersparen waren immer wieder dieselben Worte. Letztlich brach ich die Untersuchungen ab und wartete die Zeit ab, was nun passieren würde. Anfang Dezember wurde ich dann in einer Klinik von einer kerngesunden Tochter entbunden!!!!!! Man hatte sich verrechnet, nur ein paar kleine Fehler. Kann ja jedem mal passieren. Genau und wegen solchen Fehlern, sterben Kinder. Fehlern in der Untersuchung, Fehlern in der Beratung, Fehlern in der Unterstützung.


ES WIRD VIEL ZU FRÜH UND VIEL ZU VORSCHNELL ABGETRIEBEN: DEN FRAUEN WIRD EINFACH ZU OFT DIE MÖGLICHKEIT VERBAUT JA ZUM KIND ZU SAGEN!

Ich vertrau seit dem keinem Arzt. Mein Gyn. hat jetzt die strikte Anweisung mich in jedem negativen, nicht änderbaren Umstand, im unklaren zu lassen. Punkt aus fertig.

mum1 Offline

T'ien-shen-mu

Beiträge: 2.323

05.10.2007 13:06
#124 RE: Abtreibung antworten

In Antwort auf:
Weil viele Leute mit der Freiheit, etwas Bestimmtes zu tun, einfach nicht klarkommen und ihre Entscheidungen später schrecklich bereuen, soll man es allen verbieten?



Ja sollte man! Wenn du beschliesst von der Brücke zu springen, dann betrifft das NUR DICH. Bei einer Abtreibung ist das etwas anders.

PS: Springst du von der Brücke und du überlebst, dann erwartet dich sehr wohl ein rechtliches Verfahren.


In Antwort auf:
Jeder ist für sein eigenes Leben verantwortlich. Punkt. Ende.




Ja und deshalb sollte jeder selbst entscheiden ob sein Leben lebenswert ist. Auch ein Kind hat dieses Recht. Aber das wollen die Menschen den Kindern nicht zugestehen.

Bruder Spaghettus ( gelöscht )
Beiträge:

05.10.2007 15:19
#125 RE: Abtreibung antworten

In Antwort auf:
Auch ein Kind hat dieses Recht. Aber das wollen die Menschen den Kindern nicht zugestehen.

Natürlich machen die Mensche das. Jedenfalls hier in D. Außerdem haben die noch eine ganze Masse zusätzlichen gesetzlichen Schutz.

Wie kommst du aber darauf, dass Embryonen bis zur 12. Woche schon Kinder wären und Entscheidungen selbst treffen könnten?

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"Ich bin völlig anderer Meinung als Sie. Aber ich werde mein Leben dafür einsetzen,
dass Sie sie sagen dürfen!" (Voltaire)

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