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Religionsforum
Atheismus vs. Religionen  

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Dieses Thema hat 31 Antworten
und wurde 1.026 mal aufgerufen
 Christentum
Seiten 1 | 2
SnookerRI Offline

Soul-Societist


Beiträge: 5.465

14.05.2007 14:08
Diskussion zur Sterbehilfe antworten

Euer Wusch sei mir Befehl

http://www.exit.ch/wDeutsch/

Dann legt mal los...


In Memory of Soul-Society

Wohl gibt es zwei Arten von Freunden und es sind diese: Käufliche und Unbezahlbare

Wo Wahrheit ist, ist Bescheidenheit (K.H.Deschner)

Wir wissen nur so viel, wie wir fragen (Wessel Gansfort, 1419-1489)

89 ( Gast )
Beiträge:

14.05.2007 15:28
#2 RE: Diskussion zur Sterbehilfe antworten

Generell, denke ich , das hier dasselbe, wie beim Abtreibungs-Thread raus kommt...nur in grün....

SnookerRI Offline

Soul-Societist


Beiträge: 5.465

14.05.2007 15:42
#3 RE: Diskussion zur Sterbehilfe antworten

In Antwort auf:
Generell, denke ich , das hier dasselbe, wie beim Abtreibungs-Thread raus kommt...nur in grün....
Hey, wenn diskissionsbedarf besteht, bitte... nur nicht immer alles gleich so schwarz sehen...

Man kann nicht erwarten, dass Argumente sofort wie eine Bombe einschlagen.... steter tropfen ....


In Memory of Soul-Society

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Wo Wahrheit ist, ist Bescheidenheit (K.H.Deschner)

Wir wissen nur so viel, wie wir fragen (Wessel Gansfort, 1419-1489)

89 ( Gast )
Beiträge:

14.05.2007 15:56
#4 RE: Diskussion zur Sterbehilfe antworten

Zitat von SnookerRI

Man kann nicht erwarten, dass Argumente sofort wie eine Bombe einschlagen.... steter tropfen ....


Das wäre ja auch langweilig.


Meine Meinung zur Sterbehilfe ist ähnlich gelagert wie bei der Abtreibung, nur ebend ganz anders...
Der Stoff ist so vielschichtig, dass eine grundsätzliche Befürwortung gefährlich ist, da ja doch so einige Mitmenschen betroffen sind und es meist nicht nur die alleinige Entscheidung des Betroffenen ist.
Da werden eventuelle Gewissenslasten verteilt, die in schlimmen Fällen das Leben der Zurückgebliebenen auch noch ruinieren können.
Grundsätzlich sollte einem Menschen gestattet sein, das eigene qualvolle Dasein zu beenden, oder beenden zu lassen.

Bruder Spaghettus ( gelöscht )
Beiträge:

14.05.2007 18:49
#5 RE: Diskussion zur Sterbehilfe antworten
Ich sehe es sehr viel einfacher. Hier handelt es sich um selbstständig denkende Menschen die für sich selbst handeln oder im Rahmen der Patientenverfügung vorsorgen können.
Der Staat hat die Voraussetzungen zu schaffen, dass deren Wunsch umgesetzt wird. Das heißt Ärzte zu entkriminalisieren Patienten nicht zu domestizieren und jegliche Ethik oder Glaubensfragen aus der Problematik rauszuhalten.
89 ( Gast )
Beiträge:

14.05.2007 19:33
#6 RE: Diskussion zur Sterbehilfe antworten

Zitat von Bruder Spaghettus
Hier handelt es sich um selbstständig denkende Menschen die für sich selbst handeln oder im Rahmen der Patientenverfügung vorsorgen können.



Ob jeder prophetisch in die Zukunft schauen kann und seine Patientenverfügung erstellt, weiß ich nicht, ich habe z.B keine (obwohl's an der Zeit wäre).
Es geht in erster Linie um den, der das Leben in Qual satt hat. Und dieser ist oftmals an die Grenze jedes Wahrnehmugsvermögens gedrängt. Mit vollziehen müssen diesen Schritt die Angehörigen oder wie immer mit den Betroffenen Verbundenen.
Und ich hätte ganz klar ein Problem damit, eventuell ein Todesurteil mit zu unterschreiben bzw. es nur zu zulassen.
Selbst bei Einbeziehung der Überlegung:..er ist erlöst.

Relix Offline

Wertekiller


Beiträge: 3.480

14.05.2007 19:35
#7 RE: Diskussion zur Sterbehilfe antworten

Zitat von 89

Der Stoff ist so vielschichtig, dass eine grundsätzliche Befürwortung gefährlich ist, da ja doch so einige Mitmenschen betroffen sind und es meist nicht nur die alleinige Entscheidung des Betroffenen ist.
Da werden eventuelle Gewissenslasten verteilt, die in schlimmen Fällen das Leben der Zurückgebliebenen auch noch ruinieren können.



Das mag ja sein, aber ob jemand bei seinen Entscheidungen seine Mitmenschen berücksichtigt, bleibt eigentlich ihm überlassen. Niemand kann Jemanden zwingen, sozial zu sein!
Das Recht auf Sterben ist für mich genauso wichtig wie das Recht auf Leben.

______________________________________________
"Philosophie besteht aus Fragen, die niemals beantwortet werden können. Religion besteht aus Antworten, die niemals hinterfragt werden dürfen."
-Anonym

89 ( Gast )
Beiträge:

14.05.2007 19:44
#8 RE: Diskussion zur Sterbehilfe antworten

Zitat von Relix
Niemand kann Jemanden zwingen, sozial zu sein!



Natürlich kann niemand gezwungen werden, sozial zu sein. Aber im Zweifelsfall wäre es doch angebrachter. Und wenn es um Leben und Tod geht, ist soziales Verhalten geradezu zwingend (wenn natürlich sehr oft nicht der Fall).
Deshalb sehe ich das mit der Sterbehilfe doch etwas anders, als bei der Abtreibungsfrage (dessen werde ich, gebe ich zu, mir auch erst jetzt so'n bisschen bewusst).

Relix Offline

Wertekiller


Beiträge: 3.480

14.05.2007 19:52
#9 RE: Diskussion zur Sterbehilfe antworten

Also, der Unterschied zwischen geradezu zwingend und zwingend kann größer nicht sein.
Ob es angebracht ist, etwas zu tun, und wenn es sterben ist, finde ich, sollte jeder einzig und allein für sich selbst entscheiden. (Ausser natürlich, anderen Menschen zu schaden, denn dann ist er in unserer Gesellschaft eigentlich fehl am Platz)
Einzig und allein Handlungen, die anderen direkt schaden, sollten gesetzlich verboten sein.

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"Philosophie besteht aus Fragen, die niemals beantwortet werden können. Religion besteht aus Antworten, die niemals hinterfragt werden dürfen."
-Anonym

Bruder Spaghettus ( gelöscht )
Beiträge:

14.05.2007 19:55
#10 RE: Diskussion zur Sterbehilfe antworten

In Antwort auf:
Und wenn es um Leben und Tod geht, ist soziales Verhalten geradezu zwingend (wenn natürlich sehr oft nicht der Fall).

Da würde mich dann doch mal interessieren, was du unter sozialem Verhalten verstehst. Vor allem aber, welche Kriterien dann so stark sein sollten, dass der Wunsch des Einzelnen über Art und Zeitpunkt wann er sterben möchte sich ihnen unterzuordnen hätte wenn dies Art nicht selbst das Leben eines anderen gefährdet oder die Gesundheit eines anderen mehr als zulässig einschränkt.

89 ( Gast )
Beiträge:

14.05.2007 20:06
#11 RE: Diskussion zur Sterbehilfe antworten

Zitat von Relix

Ob es angebracht ist, etwas zu tun, und wenn es sterben ist, finde ich, sollte jeder einzig und allein für sich selbst entscheiden.


Das ist richtig. Ich reite jetzt auch immer auf dem Gesichtspunkt der Angehörigen rum, weil ich denke, das ist'n entscheidenter Mit-Faktor, aus ethisch-sozialem Empfinden heraus.
Ich kann mir nicht vorstellen, das selbst der "Sterbende" oder "sterben-wollende" das anderen auf's Gewissen laden möchte.
Wiederum kann einem natürlich auch alles egal sein und es soll ganz einfach enden.

89 ( Gast )
Beiträge:

14.05.2007 20:20
#12 RE: Diskussion zur Sterbehilfe antworten

Zitat von Bruder Spaghettus

Da würde mich dann doch mal interessieren, was du unter sozialem Verhalten verstehst.


Die Grenze zwischen Leben und Tod zu überschreiten, ist doch so einigermaßen einmalig, zumindest für einen Atheisten. Für andere geht's dann noch weiter, egal.
In diesem Zusammenhang finde ich Entscheidungen, die den einen oder anderen Fall betreffen, doch von höchster sozialer Kompetenz. Die Definitio von sozialer Kompetenz beinhaltet für mich ein eigenverantwortliches Leben im Kontext mit der Gesellschaft, also anderen. Und Sterbehilfe hängt immer mit anderen zusammen.
Ich gestehe dem Menschen den Tod zu, aber nicht so einfach, wie es sich hier mitunter anhört:"Ich lasse mir jetzt die Spritze geben, dann habt ihr und ich meine Ruh'". Weil es das ebend noch nicht ist.

Relix Offline

Wertekiller


Beiträge: 3.480

14.05.2007 20:20
#13 RE: Diskussion zur Sterbehilfe antworten

Zitat von 89

Ich kann mir nicht vorstellen, das selbst der "Sterbende" oder "sterben-wollende" das anderen auf's Gewissen laden möchte.



Wollen so gut wie Alle wohl auch nicht, doch darum geht es ja hier nicht, sondern um den staatlichen Einfluss, der genommen wird. Er entscheidet, ob die Menschen sterben dürfen oder leben müssen. Wenn man darauf vertraut, dass die "Sterbenden" verantwortungsvoll mit ihrem Leben umgehen, dann gibt es auch gar kein Problem. Das Problem ist, dass es viele Menschen (natürlich auch nicht "Sterbende) nicht tun und der Staat meint, dass er sie vor sich selbst schützen muss.

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"Philosophie besteht aus Fragen, die niemals beantwortet werden können. Religion besteht aus Antworten, die niemals hinterfragt werden dürfen."
-Anonym

89 ( Gast )
Beiträge:

14.05.2007 20:38
#14 RE: Diskussion zur Sterbehilfe antworten

Zitat von Relix
sondern um den staatlichen Einfluss, der genommen wird. Er entscheidet, ob die Menschen sterben dürfen oder leben müssen.



Aus diesem Blickwinkel hatte ich es auch nicht gemeint, sondern ebend aus, sagen wir mal, ethisch-sozialem.
Was den Staat betrifft, der hat sich da rauszuhalten, ist nicht der Fall, wäre aber angebracht.

Lukrez Offline




Beiträge: 5.513

14.05.2007 20:50
#15 RE: Diskussion zur Sterbehilfe antworten
Jeder hat ein Recht auf seinen Tod, Sterbehilfe ist trotzdem ein hochsensibles Thema!
Sozialer Druck auf Alte und Kranke kann (und wird vermutlich auch) entstehen:
Wann kratzt der alte/kranke Sozialschmarotzer endlich die Kurve...

Oder es wird als kleiner Hinweis/Aufforderung zum 75. Geburtstag eine Sterbepille geschickt.
In Antwort auf:
Der Stoff ist so vielschichtig, dass eine grundsätzliche Befürwortung gefährlich ist, da ja doch so einige Mitmenschen betroffen sind und es meist nicht nur die alleinige Entscheidung des Betroffenen ist.
Da werden eventuelle Gewissenslasten verteilt, die in schlimmen Fällen das Leben der Zurückgebliebenen auch noch ruinieren können.

Ist auch genau meine Ansicht dazu!

__________________________________________________
Wenn du es nicht wagst, den Sinnen zu trauen, stürzen die Pfeiler des Lebens ein.
De nihilo nihil. Aus Nichts wird nichts.
Zu soviel Unheil hat schon die Religion die Menschen verleitet.
(Lukrez)

Relix Offline

Wertekiller


Beiträge: 3.480

14.05.2007 20:58
#16 RE: Diskussion zur Sterbehilfe antworten


Das sind natürlich die Schattenseiten des Liberalismus, die man nach meiner Auffassung aber akezeptieren muss.

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89 ( Gast )
Beiträge:

14.05.2007 20:59
#17 RE: Diskussion zur Sterbehilfe antworten

Zitat von Lukrez

Sozialer Druck auf Alte und Kranke kann (und wird vermutlich auch) entstehen:
Wann kratzt der alte/kranke Sozialschmarotzer endlich die Kurve...



Und der Druck entsteht, eindeutig. Wir haben hier eine Rehabilitantin, die auf dementsprechenden Stationen gearbeitet hat, die kann das bestätigen und mehr darf ich dazu gar nicht sagen, es ist schaurig.

89 ( Gast )
Beiträge:

14.05.2007 21:02
#18 RE: Diskussion zur Sterbehilfe antworten

Zitat von 89
Generell, denke ich , das hier dasselbe, wie beim Abtreibungs-Thread raus kommt...nur in grün....


...vielleicht habe ich mich auch getäuscht.

Relix Offline

Wertekiller


Beiträge: 3.480

14.05.2007 21:08
#19 RE: Diskussion zur Sterbehilfe antworten

Will man trinken verbieten, weil Menschen sich ins Koma saufen?
Will man essen verbieten, weil Menschen Herzinfakte bekommen?
Will man laufen verbieten, weil Menschen stolpern und sich das Genick brechen?

Nein, aber man verbietet den Tod.

He, ich bin ja fast Liberaler, fällt mir erst jetzt auf...

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89 ( Gast )
Beiträge:

14.05.2007 21:11
#20 RE: Diskussion zur Sterbehilfe antworten

Zitat von Relix
Will man trinken verbieten, weil Menschen sich ins Koma saufen?



Was hat saufen, essen, hinfallen mit dem Tod zu tun?

Relix Offline

Wertekiller


Beiträge: 3.480

14.05.2007 21:18
#21 RE: Diskussion zur Sterbehilfe antworten

Alles! Menschen dürfen sich auf allerlei Art und Weise unabsichtlich selbst töten, aber absichtlich? -niemals.
Ich wollte nur damit ausdrücken, dass man nicht Dinge verbieten darf, nur weil sie schreckliche Schattenseiten haben, genauso wie Sterbehilfe.

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-Anonym

Bruder Spaghettus ( gelöscht )
Beiträge:

14.05.2007 22:41
#22 RE: Diskussion zur Sterbehilfe antworten

Zitat von Lukrez
Sozialer Druck auf Alte und Kranke kann (und wird vermutlich auch) entstehen:
Wann kratzt der alte/kranke Sozialschmarotzer endlich die Kurve.

Du bist ernsthaft der Meinung, solcher Druck hat was mit Sterbehilfe zu tun? Den gibts nicht schon jetzt und seit aller Ewigkeit?

Bruder Spaghettus ( gelöscht )
Beiträge:

14.05.2007 22:41
#23 RE: Diskussion zur Sterbehilfe antworten

Zitat von 89
Die Definitio von sozialer Kompetenz beinhaltet für mich ein eigenverantwortliches Leben im Kontext mit der Gesellschaft, also anderen.

Hört sich gut an. Vor allem so schön unkonkret. Ist vor allem keine Antwort auf meine Frage
In Antwort auf:
welche Kriterien dann so stark sein sollten, dass der Wunsch des Einzelnen über Art und Zeitpunkt wann er sterben möchte sich ihnen unterzuordnen hätte wenn dies Art nicht selbst das Leben eines anderen gefährdet oder die Gesundheit eines anderen mehr als zulässig einschränkt.


Schreib doch mal bitte ganz genau, welche Sorgen du da hast und aus welchem Grund du jemand das Recht über sich selbst zu entscheiden absprechen möchtest.

89 ( Gast )
Beiträge:

15.05.2007 13:42
#24 RE: Diskussion zur Sterbehilfe antworten

Zitat von Bruder Spaghettus

Schreib doch mal bitte ganz genau, welche Sorgen du da hast und aus welchem Grund du jemand das Recht über sich selbst zu entscheiden absprechen möchtest.


Die Überschreitung der Grenze zwischen Leben und Tod ist entgültig, eine entschiedene Sache. Ich habe ganz einfach Probleme mit der Entscheidung und dem Überschreiten dieser Grenze, vor allen Dingen, wenn Dritte einbezogen sind, weil sie so entgüldig ist. Niemand würde ich das Recht auf Suizid absprechen, hab selbst schon oft darüber nachgedacht, aber ohne Hilfe von außen.
Ich könnte mir auch nicht vorstellen, für den Fall einer meiner Kinder befände sich in der Situation, das ich irgendwann sage, stellt die Apparate ab, denn die Hoffnung stirbt zuletzt.

Die meisten Fälle von Sterbehilfe finden mit Tumorerkrankten statt und gerade in dieser Sparte sollen fast wöchentlich neue Erkenntnisse anfallen,die zur Heilung oder Besserung führen können.

Bruder Spaghettus ( gelöscht )
Beiträge:

15.05.2007 14:01
#25 RE: Diskussion zur Sterbehilfe antworten

Aber ist es nicht Sache desjenigen, den es betrifft zu entscheiden, ob er auf neue Erkenntnisse warten will oder sterben? Ist es nicht meine Sache wenn ich in einer Patientenverfügung festlege, dass ich nach mehr als 3 Tagen Koma abgeschaltet werden möchte? Die Gründe gehen doch niemand was an.

Die größte Frechheit von allen ist doch aber, wenn sich dann welche unter Hinweis auf ihre eigenen ethischen Werte weigern (oder auch um an den Komapatienten zu verdienen), die Patientenverfügung umzusetzen? So bei den christlich geprägten Hospizen. Da musste erst eine Tochter klagen und ihre Mutter aus dem Hospiz in ein "normales" Krankenhaus legen lassen, in dem Patientenverfügungen anerkannt werden.

Das ist nicht selbstverständlich, denn die gesetzlichen Regelungen bestehen großteils aus Luft. So mancher Arzt macht sich wirklich Sorgen bei Erfüllung solcher Patientenverfügungen rechtlich belangt zu werden.
Deshalb ist es wirklich positiv, wenn jetzt eine Gesetzesinitiative in Gang gekommen ist. Wie es scheint, können sich auch die Befürworter der vollen Anerkennung des Patientenwillens durchsetzen.

Kann es wirklich sein, wenn z.B. dein Partner keine Hoffnung mehr hat und dich bittet, ihm die Medikamente, die er zum Sterben braucht, zu reichen, du dich strafbar machst wenn du sie ihm eingibst weil er das selbst nicht mehr kann? Sogar wenn du sie ihm nur ans Bett stellst und er sie selbst schluckt machst du dich noch strafbar.

Der Staat hat hier nur eine Pflicht: Solche Regelungen zu schaffen die ein selbstbestimmtes Sterben ermöglichen und Mißbrauch weitestgehend ausschließen.

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"Ich bin völlig anderer Meinung als Sie. Aber ich werde mein Leben dafür einsetzen,
dass Sie sie sagen dürfen!" (Voltaire)

"Habe den Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen!" (Immanuel Kant)

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