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Religionsforum
Atheismus vs. Religionen  

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Dieses Thema hat 44 Antworten
und wurde 1.351 mal aufgerufen
 Christentum
Seiten 1 | 2
the swot ( Gast )
Beiträge:

28.05.2007 22:49
Römischer Einfluss auf das Christentum antworten

Kann mir vielleicht jemand sagen wie eigentlich die religiösen Vorstellungen der "Urchristen" aussahen

Weil diese ganze Sache mit Jesus = Sohn G´ttes erinnert mich ein bisschen an Zeus und Herkules...also muss dieser römische bzw. griechische Einfluss doch stark vorhanden gewesen sein oder

Christian D! ( Gast )
Beiträge:

28.05.2007 23:04
#2 RE: Römischer Einfluss auf das Christentum antworten

Naja... Zeus war verheiratet mit Hera(?) und ist mit einer menschlichen Frau fremdgegangen, das hat der arme Herkules dann ja auch öfters zu spüren bekommen, ausserdem konnte er nicht Zaubern oder ähnliches er hatte "nur" sehr große körperliche Kräfte.

Es gab römischen Einfluss auf das Christentum, aber der bestand mehr darin wie z.B. die Bibel aussehen sollte (Kanonisierung), es gibt auch andere christliche Schiften die von der Göttlichkeit Jesu zeugen, welche aber aus verschiedenen Gründen damals nicht in den Kanon aufgenommen wurden. Empfehle: "Bibel der Häretiker" man bezeichnet sie auch als die Bibel der Urchristen.

the swot ( Gast )
Beiträge:

28.05.2007 23:09
#3 RE: Römischer Einfluss auf das Christentum antworten

In Antwort auf:
Naja... Zeus war verheiratet mit Hera(?) und ist mit einer menschlichen Frau fremdgegangen, das hat der arme Herkules dann ja auch öfters zu spüren bekommen, ausserdem konnte er nicht Zaubern oder ähnliches er hatte "nur" sehr große körperliche Kräfte.


Naja G´tt gilt im jüdischen Glauben eher als Quelle und das Licht allen Seins und aller Gesetze, aber nicht als absolut personifizierbares Wesen/Naturgewalt.

Also für einen Monotheisten ist die Vorstellung dass G´tt ein Kind zeugt etwas merkwürdig...um nicht zu sagen absurd. Also ich würde gerne mal wissen wie ein Christ die Dreieinigkeit und den Monotheismus vereinbart...

Relix Offline

Wertekiller


Beiträge: 3.480

29.05.2007 12:23
#4 RE: Römischer Einfluss auf das Christentum antworten
In Antwort auf:
Also für einen Monotheisten ist die Vorstellung dass G´tt ein Kind zeugt etwas merkwürdig...um nicht zu sagen absurd. Also ich würde gerne mal wissen wie ein Christ die Dreieinigkeit und den Monotheismus vereinbart...


Noch viel mehr die polytheistische Heiligenverehrung und den Monotheismus...
Oder diesen Muttergottheitkult um Maria und den Monotheismus...

______________________________________________
"Philosophie besteht aus Fragen, die niemals beantwortet werden können. Religion besteht aus Antworten, die niemals hinterfragt werden dürfen."
-Anonym

SnookerRI Offline

Soul-Societist


Beiträge: 5.462

29.05.2007 21:52
#5 RE: Römischer Einfluss auf das Christentum antworten

In Antwort auf:
Also für einen Monotheisten ist die Vorstellung dass G´tt ein Kind zeugt etwas merkwürdig...um nicht zu sagen absurd.
Zumindest was die zeugung auf die menschliche Art betrifft. Das ist dann tatsächlich absurd, denn im Himmel gibt es keine Unterscheidung in männlich oder weiblich, wie wir das hier auf der Erde kennen. Trotzdem konnten die materiellen Himmel und Erde selbst erscahffen bzw. geboren werden.

In Antwort auf:
Also ich würde gerne mal wissen wie ein Christ die Dreieinigkeit und den Monotheismus vereinbart...
Das kann man wohl nur, wenn es einen egal ist, ob man Christ ist oder nicht. Wenn es einem egal ist, was es bedeutet, Christ zu sein, und worauf es gründet. Wenn man zu bequem ist, um selbst zu forschen. Die Kirche nennt die Dreieinigkeit nicht umsonst ein "heiliges Geheimnis" , dass niemand so recht verstehen kann und auch nicht soll, was auch alles systematisch ist.

In Antwort auf:
Noch viel mehr die polytheistische Heiligenverehrung und den Monotheismus...
Oder diesen Muttergottheitkult um Maria und den Monotheismus...
Robin und joshua, die uns das evtl. erklären könnten isnd ja hier nicht mehr aktiv. melda85 schaut auch ab und zu mal vorbei...

Ich kann dazu nichts sagen, weil dieser Mariakult dem bild des Monotheismus und den lehren Jesu´ in gravierender Weise
widerspricht. zumindest aus meiner bescheidenen Sicht.


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the swot ( Gast )
Beiträge:

29.05.2007 22:26
#6 RE: Römischer Einfluss auf das Christentum antworten

Kannst du denn die Dreieinigkeit mit dem Monotheismus vereinbaren?

SnookerRI Offline

Soul-Societist


Beiträge: 5.462

29.05.2007 22:29
#7 RE: Römischer Einfluss auf das Christentum antworten

In Antwort auf:
Kannst du denn die Dreieinigkeit mit dem Monotheismus vereinbaren?
Meinst du mich, Ronny? Wenn ja bin ich ja schon fast etwas gekränkt... dass meine - ich sag mal antitrinitarische Haltung in meinen Beiträgen so schlecht rüberkommt... aber naja, man will ja uch nicht polarisieren...


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the swot ( Gast )
Beiträge:

29.05.2007 22:39
#8 RE: Römischer Einfluss auf das Christentum antworten
Frage beantwortet

PS: Du brauchst übrigens ein neues Bild

Das mit meinem Avatar hab ich mal in die Lagerhalle verschoben, da es irgendwie nicht mehr ganz so viel mit dem threadthema gemein hatte.

lg, ralf
kadesch Offline



Beiträge: 2.705

31.05.2007 16:57
#9 RE: Römischer Einfluss auf das Christentum antworten

um es mal hart zu sagen
erst der römische einfluß hat die Christen hervorgebracht.
Mal für alle zum drüber nachdenken.
Jesus war Jude. Als Jude kam er zur Welt und als Jude ist er gestorben.
Seine direkten Anhänger waren auch ALLE Juden.
Erst der römische Bürger Paulus hat aus dem Juden Jeshua
den Jesus Christus gemacht.
Das Christentum ist daher aus meiner Sicht eine griechisch / römisch geprägte
Religion, die einen kleinen Teil ihrer Wurzeln im Judentum hat.
Nicht mehr....eine Patchwork Religion aus diversen Quellen....
In das Christentum wurden so viele nicht jüdische elemente eingebracht
dass es völlig Illegitim ist, sich auf das alte Testament zu berufen.
Der versuch eine Kontinuitätsbrücke zwischen altem und neuem Testament zu schlagen
ist aus meiner sichtweise nicht möglich. Zumindest was das Gottesbild der
Christen angeht.
Die Christen lügen sich da alle in die eigene Tasche.

Gruß Kadesch

Glaube ist Aberglaube

SnookerRI Offline

Soul-Societist


Beiträge: 5.462

31.05.2007 18:05
#10 RE: Römischer Einfluss auf das Christentum antworten

In Antwort auf:
Das Christentum ist daher aus meiner Sicht eine griechisch / römisch geprägte
Religion, die einen kleinen Teil ihrer Wurzeln im Judentum hat.


In Antwort auf:
In das Christentum wurden so viele nicht jüdische elemente eingebracht
dass es völlig Illegitim ist, sich auf das alte Testament zu berufen.


Was denn nun?

In Antwort auf:
Die Christen lügen sich da alle in die eigene Tasche.
Natürlich tun sie das. Zumindest aus deiner Sicht. Aber du hast doch nicht etwa was anderes erwartet?

Leute, die eine andere Meinung als man selbst haben lügen sich doch immer einen vor. Sonst hätt ja jeder die gleiche Meinung, nicht wahr?


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Relix Offline

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Beiträge: 3.480

31.05.2007 19:56
#11 RE: Römischer Einfluss auf das Christentum antworten

In Antwort auf:
Leute, die eine andere Meinung als man selbst haben lügen sich doch immer einen vor. Sonst hätt ja jeder die gleiche Meinung, nicht wahr?


Hmmm...nicht ganz, wenn sie sich selbst anlügen, dann müssten sie ja insgeheim, zumindest unterbewusst, die Wahrheit kennen, was ich besonders bei den meisten religiösen Menschen ausschliesse.

______________________________________________
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-Anonym

SnookerRI Offline

Soul-Societist


Beiträge: 5.462

31.05.2007 21:33
#12 RE: Römischer Einfluss auf das Christentum antworten

In Antwort auf:
Hmmm...nicht ganz, wenn sie sich selbst anlügen, dann müssten sie ja insgeheim, zumindest unterbewusst, die Wahrheit kennen, was ich besonders bei den meisten religiösen Menschen ausschliesse.

Ich denke, du hast die Ironie in meinem beitrag verstanden. jetzt bleibt abzuwarten, was der eigentliche Adressat daraus macht.


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kadesch Offline



Beiträge: 2.705

04.06.2007 11:08
#13 RE: Römischer Einfluss auf das Christentum antworten

Aus meiner sicht ist das Christentum in heutiger Prägung
eine Patchwork Religion aus etlichen Quellen.
Anfangs waren sie nur eine jüdische Gruppe. Sekte möchte ich sie nicht nennen.
doch durch die Missionierung durch Paulus entstand etwas neues.
Mit jedem Nichtjuden der "Christ" wurde wurden neue elemente in diese Gruppe
hineigetragen.
Und das Ergebnis war irgendwann ein total verwässertes jüdisch - heidnisches Gebilde.
Das war ja kein Prozeß der gezielt gesteuert wurde, sondern ein allmählicher Bastardisierungs Effekt.
sorry für die harte Sprache.
Auf der einen Seite erwähnen die Christen die Wurzeln die sie im Judentum haben,
auf der anderen Seite suchen sie sich nur die Dinge aus die ihnen angenehm sind.
Aber wer läßt sich denn auch gerne freiwillig beschneiden, oder hält die Speisegesetze ein.
Da ist es doch einfacher nur dann und wann mal was aus dem Hut zu ziehen und zu sagen
das neue Testament sei eine Fortschreibung des alten.
Jeder der beide Bücher gelesen hat und kritisch beurteilt wird wohl zu dem gleichen Ergebnis kommen.
Aber um an beide Bücher zu glauben ...muss man eben die Widersprüche ausklammern und relativieren.
Und Wahrheit ist ja zumeist etwas sehr subjektives.... und zuviel davon läßt uns Nachts nicht ruhig schlafen.
Also bastelt sich jeder so ein Gebilde zurecht an das er glauben möchte.

Gruß Kadesch

Glaube ist Aberglaube

Relix Offline

Wertekiller


Beiträge: 3.480

04.06.2007 20:15
#14 RE: Römischer Einfluss auf das Christentum antworten

In Antwort auf:
Also bastelt sich jeder so ein Gebilde zurecht an das er glauben möchte.


Bin ich voll und ganz dafür! Wenn die Leute schon an irgendwas glauben müssen, das ihnen Hoffnung gibt, dann sollten sie wenigstens etwas Kreativität an den Tag legen...und nicht jeden dahergekommenen Quatsch aller möglichen Religionen und Sekten annehmen, das Problem ist dann halt, dass sie eigentlich wissen, dass es nur erfunden ist...,weil sie es selbst getan haben ... aber das ist wohl alles nur eine Frage der Einstellung.

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SnookerRI Offline

Soul-Societist


Beiträge: 5.462

04.06.2007 20:19
#15 RE: Römischer Einfluss auf das Christentum antworten

In Antwort auf:
Das war ja kein Prozeß der gezielt gesteuert wurde, sondern ein allmählicher Bastardisierungs Effekt.
sorry für die harte Sprache.
Kein Problem, damit sollte an umgehen können. Ist ja schließlich ganz sympthomatisch. Solang man niocht mit steinen nach uns wirft, sehn wa das ma ganz locker

Zudem ist dies ja gerade die intellektuelle herausforderung, die wahren Worte Jesu neben all den einflüssen und dem was aus Jesus und Paulus gemacht wurde und fortlaufend gemacht wird, herauszufinden. Ist halt ne schöne Arbeit und man will ja bechäftigt sein...

In Antwort auf:
Da ist es doch einfacher nur dann und wann mal was aus dem Hut zu ziehen und zu sagen
das neue Testament sei eine Fortschreibung des alten.
Das Christentum zieht aus Sicht des Judentums immer den kürzeren. Aus deiner Sicht ist es leicht den chrsiten Inkonsequenz vorzuwerfen.

In Antwort auf:
Und Wahrheit ist ja zumeist etwas sehr subjektives.... und zuviel davon läßt uns Nachts nicht ruhig schlafen.
Also bastelt sich jeder so ein Gebilde zurecht an das er glauben möchte.


Das sind dann wieder sehr wahre Worte!


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kadesch Offline



Beiträge: 2.705

05.06.2007 17:48
#16 RE: Römischer Einfluss auf das Christentum antworten

Zitat:
Bin ich voll und ganz dafür! Wenn die Leute schon an irgendwas glauben müssen,
das ihnen Hoffnung gibt, dann sollten sie wenigstens etwas Kreativität an den Tag legen...
und nicht jeden dahergekommenen Quatsch aller möglichen Religionen und Sekten annehmen,
das Problem ist dann halt, dass sie eigentlich wissen, dass es nur erfunden ist...,
weil sie es selbst getan haben ... aber das ist wohl alles nur eine Frage der Einstellung.

Das ist in der Tat ein befremdliches Phänomen.
Sekten und religiöse Gruppen aller Richtungen haben meist nur deshalb regen Zulauf
weil die Kirchen auf Fragen keine Antworten bieten.
Bzw. den Menschen nicht das Gefühl von "Geborgenheit" geben.
Bei den Katholiken beispielsweise spielen feste Lithurgien eine große Rolle.
Und diese feste Ordnung erstickt alles lebendige.
Bei der evangelischen Kirche wird alles Göttliche zerredet, analysiert, in zweifel gezogen,
neu interpretiert und auf den kleinsten Nenner gebrochen bis jede Spiritualität einschläft.
Spiritualität erwacht eben nicht im frommen absingen von alten Liedern und langatmigen Predigten.
Die freien evangelishen Gemeinden, die oft sehr unorthodoxe Gottesdienste abhalten und
viel Wert auf Jugendarbeit legen, vermitteln oft völlig altbackene Vorstellungen,
moralische Werte von Urgroßvaters Zeiten, und eine Bibelauslegung der oft völlig aus dem Zusammenhang
gerissen wird. Und vor allem eine sehr starke schwarz weiss Malerei.
Es gibt hier nur gut oder schlecht, weiss und schwarz, richtig und falsch...und so ist die Welt eben nicht.
Bei anderen Gruppen herrscht starker Gruppenzwang und Strenge. Jeder aht über den anderen zu wachen, dass
dieser nicht die Gebote übertrete und sein Seelenheil in Gefahr bringt.
Wen wundert es dass den Gemeinden ihre Schäfchen gleich Herdenweise dabvon laufen?
Ich kenne ja etliche solche Gruppen. Christliche, heidnnische, jüdische, muslimische.
Und jede hat ihre Vorzüge und auch Nachteile....
Ich für meinen Teil bin nicht mehr Teil einer Gruppe oder einer bestimmten Religion.
Ich versuche alten Wege neu zu beschreiten, und mein Weg ist nciht der Weg von anderen,
oder von ganzen Gruppen....

Gruß Kadesch

Glaube ist Aberglaube

Relix Offline

Wertekiller


Beiträge: 3.480

05.06.2007 18:34
#17 RE: Römischer Einfluss auf das Christentum antworten

In Antwort auf:
Wen wundert es dass den Gemeinden ihre Schäfchen gleich Herdenweise dabvon laufen?


Das Problem ist halt, dass sie meist der nächsten Religionsgemeinschaft in die Arme laufen...

In Antwort auf:
Ich versuche alten Wege neu zu beschreiten, und mein Weg ist nciht der Weg von anderen, oder von ganzen Gruppen....


Was für "alte Wege"?

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Bruder Spaghettus ( gelöscht )
Beiträge:

05.06.2007 19:57
#18 RE: Römischer Einfluss auf das Christentum antworten

In Antwort auf:
Das Problem ist halt, dass sie meist der nächsten Religionsgemeinschaft in die Arme laufen...


Das glaube ich nicht. So kann nur ein Teil reagieren, denn die Zahl der Atheisten nimmt ständig zu.
Oder hast du andere konkrete Hinweise?

Casmiel Offline

Diabolist


Beiträge: 712

05.06.2007 20:16
#19 RE: Römischer Einfluss auf das Christentum antworten
Grundsätzlich hat sich das Christentum natürlich dualistischer Glaubensprinzipien bedient die an sich in jeder Religion zu finden sind.
Desweiteren hat sich das Christentum z.B auch des Namens "Lucifer" aus dem römischen Glauben bedient.
Dort hat Lucifer die Aufgabe, als Sohn der Aurora den neuen Tag heranzuführen und heißt übersetzt so viel wie "Lichtbringer".

___________________________________________________________________
Erleuchtung erlangt man nicht, indem man sich dem Licht hingibt, sondern indem man die Dunkelheit ergründet (C.G. Jung)

kadesch Offline



Beiträge: 2.705

06.06.2007 11:30
#20 RE: Römischer Einfluss auf das Christentum antworten

Wenn ich ehrlich bin...
ich bin bisher so gut wie keinem echten Atheisten über den Weg gelaufen.
Jeder der sich als solcher Auswies hatte irgendwo doch so einen Glauben
an irgend was Höheres im Hinterkopf.
In der letzten zeit hatte ich viel Kontakt mit Wicca Anhängern.
Aber da stellte ich folgendes fest.
Das Christentum beispielsweise wird wehement abgelehnt.
Aber selbst haben sie sich einen Glauben zusammengebastelt
der mindestens genau so dogmatisch ist wie das Christentum.
Was mich doch ein wenig erheitert hat, war die feste Überzeugung
der Leute sie würden einem Uralten Kult anhängen.
Aber alles was ich vorfand waren Esotherische Versatzstücke die
in den 50/60'er jahren von Neo Heidnischen Leuten zusammengebastelt wurde.
Wegbereiter waren da beispielsweise Aleister Crowley....
aber so sehr sie sich auch Mühe geben auf ihre Uralten wurzeln zu verweisen,
finde ich nichts was nur annähernd weiter als 150 - 200 jahre hinaus geht.
Auf jedem Fall reicht nichts bis in die keltische Zeit hinab.
Alles was es zu diesem Thema gibt ist der romantischen Phantasie von
Leuten zu verdanken die sich für die Pseudo Historie ala Nebel von Avalon
begeistern.
Alles insgesamt neuer Wein in alten Schläuchen. Mit einem neuen Etikett.
Und das sage ich obwohl ich der dualistischen Vorstellung von Gott als sowohl männlichem sowie weiblichem Aspekt nahe stehe.
gruß Kadesch

Glaube ist Aberglaube

Bruder Spaghettus ( gelöscht )
Beiträge:

06.06.2007 12:39
#21 RE: Römischer Einfluss auf das Christentum antworten

In Antwort auf:
Wenn ich ehrlich bin...
ich bin bisher so gut wie keinem echten Atheisten über den Weg gelaufen.


Könnte vielleicht an deiner Wohngegend liegen?

Ich meine, auch bei mir gibt es reihenweise Leute, die doch irgendwie abergläubisch sind, so mit Freitag der 13. und schwarzer Katze und so. Aber selbst wenn ich die raus nehme, bleiben noch genug übrig, die von keinem Hokuspokus was halten. Obwohl das nie so direkt Thema war, denke ich, mindestens 2/3 meines Freundeskreises sind Atheisten.

Ich habe vielmehr den Eindruck, dass die meisten gläubigen Christen eigntlich gar nicht so recht wissen, was sie glauben oder glauben sollen. Viele haben sich einfach dem Umfeld angepasst, manche sind es einfach aus Gewohnheit. Aber längst nicht alle haben für sich wirklich ein konkretes Gottesbild entwickelt.

Casmiel Offline

Diabolist


Beiträge: 712

06.06.2007 15:24
#22 RE: Römischer Einfluss auf das Christentum antworten
Höchstwahrscheinlich bezeichnen sich solche Leute einfach nur als Atheisten weil sie sich nicht mit den Begriffen auskennen.
Erklär ihnen was ein Agnostiker oder Ignostiker ist, wahrscheinlich werden die sich eher zu diesen zählen.

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kadesch Offline



Beiträge: 2.705

06.06.2007 15:48
#23 RE: Römischer Einfluss auf das Christentum antworten

grin] Achtung Satire:

Ohne Zweifel ist es so!!!
Die meisten in meiner Umgebung sind Katholisch.
Aber sind wir mal ehrlich.... die wenigsten die sich als
Christen bezeichnen, leben ihren Glauben bewußt.
An Ostern oder Weihnachen gehen sie mal in die Kirche.
Die Kinder werden Getauft,gefirmt, oder Konfirmiert.
Es wird in Weiß geheiratet und wenn einer das zeitliche segnet
hält der Pfarrer eine Predigt und preist den Verblichenen in höchsten Tönen.
Das wars in 90% der Fälle.
An Weihnachten werden Tapfer vorm Weihnachtsbaum ein paar Lieder runtergesungen
und fertig aus....
Die anderen 10% sind oft das genaue Gegenteil.
Die jenigen welche den versuchen den Glauben zu leben, verirren sich oft
in schwarz weiß Denken. Oder in eine spiritualität die man schon als Religöse
Besessenheit bezeichnen könnte. Bei vielen dreht sich der gesamte Tagesablauf
um Religös verbrämtes herumwerkeln.
Auf der Arbeit werden Kollegen mit langatmigen Vorträgen über Missionsveranstaltungen
gelangweilt.
Nach der Arbeit werden in der Fußgängerzone Traktate verteilt und Passanten eingeladen
zum Bibelkreis zu kommen.
Einmal die woche treffen sie sich zum Bibelkreis oder zur Chorprobe.
Da sitzen sie dann bei dünnem Tee und Keksen und überlegen sich dies oder das was
in der Gemeinde zu tun sei, und wie man möglichst viele Menschen bekehren könne.
Die Kinder werden in die Jugend Bibelschule geschickt. Die anderen Kinder gehen
um diese Zeit Fußball spielen.
Aber zu diesen haben sie eh keinen richtigen Kontakt. Die anderen Kinder hänseln sie ja immer
wegen ihrer altbackenen Kleidung und ihrern Biblischen Vornamen.
Tja gegen Namen wie Leon oder Fynn oder Nils klingen Biblische Vornamen wie Aaron oder Samuel
oder Johannes auch irgendwie uncool.
Auch an der unmodischen Kleidung, der man ansieht dass sie schon von mehreren älteren
Geschwistern getragen wurden (dumm wenn man der einzige Junge in der Familie ist)
hat man schnell einen Ruf weg. Und Kidner können sehr gehässig sein!!!!
Während andere von Rockkonzerten oder von ihrem Mofa erzählen schwärmen diese von
Jugendfreizeiten mit ihrem Pastor. Na ja ... kann ja schön sein....wer weiß
Fernsehen wird nicht gesehen, außer es kommt etwas mit religösem Inhalt.
Und Musikalisch spiegelt sich das gehörte meist nicht in den charts wieder.
Da ist eher independend underground der etwas anderen Art angesagt.
Wandergitarre und nette Melodien ..quasie Unplugged...
Oder die örtliche Virtuose auf der Kirchenorgel (allein beim Gedanken daran gruselt es mich)
Die Kinder werden von allem was weltlich ist ferngehalten und sobald sich
der Stimmbruch oder die erste periode nähert indoktriniert dass alles Sexuelle Sünde sei.
Der erfolg ist dass sich viele christliche Frauen erst im alter von 35 oder noch später
zum ersten mal Nackt sehen..Meist im Badezimmerspiegel und das oft nur aus reinem Zufall!!

Mit anderen Worten...die Leutchen sind meist etwas weltfremd.

Gruß Kadesch

Glaube ist Aberglaube

Christoph Offline



Beiträge: 51

06.06.2007 15:55
#24 RE: Römischer Einfluss auf das Christentum antworten

In Antwort auf:
Tja gegen Namen wie Leon oder Fynn oder Nils klingen Biblische Vornamen wie Aaron oder Samuel
oder Johannes auch irgendwie uncool.
um mal was zur namensgebung zu sagen was vielleicht bissken offtopic sein könnte:
mein name ist offensichtlich, mein bruder heisst alexander. klassisch, immer modern. mein sohn heisst erik. in unser er familie ( ich gehöre keiner dieser o.g. vereinigungen an, um gottes willen ) wurde immer wert auf normale namensgebung gelegt. namen wie kevin, colin ( ein cousin meines sohne heisst so, steve, mike, bob ( letztere in luxembourg sehr verbreitet trotz mangelnder englischkenntnisse allüberall ), dakota, jason, stacy, ismael ( kein islamischer familienhintergrund ) halte ich in unseren breiten für wenig geeignet. es gibt wohl ausnahmen. ein junge mit deutscher mutter und irischem vater heisst ian. das ist was anderes. aber viele eltern sollten mal vorher überlegen was sie ihrem kind antun können wenn sie sich selbst durch die namensgebung ihres sprösslings nur ein modisches accessoire anschaffen wollen.

Relix Offline

Wertekiller


Beiträge: 3.480

06.06.2007 17:25
#25 RE: Römischer Einfluss auf das Christentum antworten

In Antwort auf:
Ich meine, auch bei mir gibt es reihenweise Leute, die doch irgendwie abergläubisch sind, so mit Freitag der 13. und schwarzer Katze und so. Aber selbst wenn ich die raus nehme, bleiben noch genug übrig, die von keinem Hokuspokus was halten. Obwohl das nie so direkt Thema war, denke ich, mindestens 2/3 meines Freundeskreises sind Atheisten.


Ich stimme Casmiel zu, dass die meisten vermutlich Agnostiker sind und wenn nicht, dann hast du dir einen ziemlich exklusiven Freundeskreis gesucht.

Im meinem Freundeskreis sind die meisten wohl Agnostiker, auch wenn sich keiner genug für seinen eigenen Glauben interessiert, um das mal fest zu legen.

Christlich geprägte kenn' ich auch genug, aber meistens nur nur pseudo oder so wie du gesagt hast:

In Antwort auf:
Ich habe vielmehr den Eindruck, dass die meisten gläubigen Christen eigntlich gar nicht so recht wissen, was sie glauben oder glauben sollen. Viele haben sich einfach dem Umfeld angepasst, manche sind es einfach aus Gewohnheit.


Bei manchen "Freunden" will ich lieber gar nicht wissen, wie das mit ihrer Religiosität abläuft...könnte sonst zum Krieg ausarten...


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