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Leibele Offline

Yehudi - Lo Zioini


Beiträge: 64

10.06.2007 23:28
Der Zionismus hat das Herz des Judentums attackiert antworten

Was ist Judentum? Was bedeutet authentisches, orthodoxes, strenggläubiges oder Tora-treues Judentum? Es ist Glaube und zugleich Gewissheit, dass der Schöpfer dem jüdischen Volk am Berg Sinai die Tora enthüllt hat. Die Tora ist in zwei Teile gegliedert: In das geschriebene Gesetz, die Fünf Bücher Moses, und das mündliche Gesetz. Die mündliche Tora wurde viele Generationen hindurch weitergegeben: Von Moses zu Joschua, von Joschua zu den Ältesten, von denen zu den Propheten und sie übergaben sie den Männern der großen Versammlung und jene gaben sie weiter an die Rabbanan und ihre Nachfolger, die sie schließlich in schriftlicher Form in Mischna und Talmud festhielten. Der Talmud umfasst die meisten rabbinischen Kommentare. Vervollständigt wird das ganze selbstverständlich durch die hebräische Bibel, die wir TaNaKH nennen, ein Akronym für Tora, Newiim (die Prophetenbücher) und Khetuwim (die Hagiographen). Tora lässt sich auch als "Lehre" übersetzen, das heißt, dass alles, was sich mit dem Schöpfer und Seiner Schöpfung und den Geheimnissen dieser und der kommenden Welt auseinandersetzt, als Tora bezeichnet werden kann, folglich beispielsweise auch der Heilige Sohar und viele, viele andere Schriften.

Der Judaismus lehrt seit jeher, dass ein Jude an die Tora glauben und seine Religion mit all ihren vielen detaillierten Gesetzen [613 an der Zahl] ausüben muss, ohne auch nur ein Jota von diesen Geboten abzuweichen. Der Judaismus kennt keinen Zwang zur Bekehrung von Nichtjuden. So sind denn auch alle Konvertierungen zum Judentum immer freiwillig erfolgt. Vom Nichtjuden verlangt die Tora, dass die ganze Menschheit an den Einen G-tt glaube und Seine fundamentalen Gesetze der Moral befolge, wie sie ebenfalls in der Tora festgehalten sind. Ein solcher Mensch wird als rechtschaffen angesehen und Anteil an der kommenden Welt haben. Und so lebten die Juden Generationen auf Generationen im Einklang mit dem Gesetz G-ttes, demütig und rein, vertieft in das Studium und Ausüben des Willens des Schöpfers und seinen vielen Geboten in der Tora.

Im Zuge der europäischen Aufklärung wurde jedoch das Fundament der jüdischen Existenz angegriffen. Zum ersten Mal in der Geschichte unseres Volkes wandten sich viele Juden vom Glauben an die Tora ab. Außerdem entstanden verschiedene Gruppierungen, welche zwar die jüdische Identität erhalten wollten, aber gleichzeitig die Ausrichtung auf den Schöpfer als Mittelpunkt des jüdischen Lebens aufgaben und damit auch den Gehorsam gegenüber der Tora – wie beispielsweise die Reformjuden oder später die konservative Bewegung.

Historisch gesehen ist der Zionismus bloß einer dieser vielen zur letzten Jahrhundertwende aufgekommenen Versuche, eine säkulare (weltliche) jüdische Identität zu schaffen. Doch entgegen anderen Bewegungen war der Zionismus letztendlich sehr erfolgreich. Vielleicht deshalb, weil er auf einzigartige Weise traditionelle Ideen mit einer neuen Ideologie verwob.

Abraham war sowohl der Urvater des jüdischen Volkes wie auch seiner arabischen Vettern. Er wird in der Bibel als "Fürst G-ttes unter uns" bezeichnet (Genesis 23:6). Da der Mensch nicht in Isolation lebt, ist es des wahrhaft religiösen Menschen Ziel, einen Grad an Hingabe zu erreichen, der in anderen Menschen ebenfalls den Wunsch nach G-ttesfurcht weckt. Seit den Tagen Abrahams war dies eine wichtige Aufgabe des jüdischen Volkes. Die Offenbarung am Sinai legte eine enorme Bürde auf die Schultern unseres Volkes. Wir waren dazu aufgerufen, ein "Königreich von Priestern und eine Heilige Nation" zu sein (Exodus 19:6). Durch die Zeitalter hindurch lebten die Juden ein demütiges, heiliges Leben, suchten den Frieden zu allen Menschen und bemühten sich, loyale und kooperative Bürger jener Nationen zu sein, in denen sie lebten – genauso wie es der Allm-chtige von ihnen verlangte.

Gemäß dem traditionellen Tora-Glauben war das Heilige Land ein Geschenk G-ttes an das jüdische Volk, allerdings geknüpft an Bedingungen. Es war ein Ort, wo man G-tt anbeten sollte. Die Bibel prophezeite jedoch, dass die Kinder Jisraels aus ihrem Land verbannt und ins Exil geschickt würden, sollten sie ihre geistige Aufgabe nicht erfüllen. Diese Verbannungsstrafe wird solange andauern, bis es dem Herrn in Seiner Gnade gefällt, der Geschichte, wie wir sie kennen, ein Ende zu bereiten. Dann wird die messianische Ära beginnen, eine Zeit der universalen Bruderschaft und des Friedens. In dieser vom Schöpfer verheißenen Zukunft wird die ganze Menschheit friedvoll und harmonisch Ihn als den Einen G-tt anerkennen und anbeten, mit dem Heiligen Land und der Stadt Jerusalem als Zentrum.

In einem Gebet, das an jedem wichtigen jüdischen Feiertag gesprochen wird, finden wir folgende Worte: "Und unserer Sünden wegen wurden wir aus unserem Land vertrieben und von unserem Boden entfernt. Nicht heraufkommen und vor Dir erscheinen können wir, noch uns vor Dir niederwerfen." Diese Gebete sind nichts neues für jene, die sie geschrieben haben und sie bis heute beten. Seit der Tempelzerstörung glaubte unser Volk die ganze jüdische Geschichte hindurch, dass unsere Verbannung eine g-ttliche Strafe sei. So wagte es auch kein Jude während den Jahrtausenden unseres Exils (Diaspora), die Zerstörung des Tempels durch die Römer auf das Unvermögen der jüdischen Streitmacht zurückzuführen. Vielmehr ging der Tempel physisch verloren, weil das jüdische Volk versagt hatte, nach den geistigen Geboten G-ttes zu leben. Deshalb hat kein Jude – trotz aller Ausgrenzung und Verfolgung – je vorgeschlagen, man solle das Heilige Land mit Waffengewalt zurückerobern. Das Exil war zwar eine physische Tatsache, doch wurde es durch rein geistige Kräfte herbeigeführt und aufrechterhalten.

Aus diesem Grund können und werden nur Kräfte die Diaspora beenden und die versprochene Ära des Friedens und einer weltweiten Bruderschaft einläuten, die von geistiger Natur sind. Sie bestehen aus den grundlegenden Bräuchen unseres Glaubens: Reue, Glaube, das Studium der Tora und gute Taten (Teshuva, Emuna, Bitachon, Limud haTora und Mitzvos). Außerdem bedeutet das schlussendliche Ziel – das Ende des Exils – nicht einen Staat – ein politisches Gebilde, begründet auf der Unterdrückung und Unterwerfung eines anderen Volkes. Im Gegenteil: Dies ist geradezu die Antithese zu jenem Ende der Diaspora, auf das wir hoffen: nämlich eine Spiritualität voller Bruderschaft, Harmonie und weltweitem Dienst an dem Einen G-tt.

Um es mit den Worten von Rabbi Samson Raphael Hirsch zu sagen, einem deutsch-jüdischen Gelehrten des 19. Jahrhunderts: "Als während der Herrschaft des römischen Kaisers Hadrian sich die von Bar Kochba angeführte Revolution als verhängnisvoller Fehler erwies, wurde klar, dass das jüdische Volk einer grundlegenden Tatsache ständig gedenken muss: Niemals mehr darf das Volk Israel versuchen, sich seine nationale Unabhängigkeit durch eigene Kraft zu erkämpfen; es muss seine Zukunft als Nation ausschließlich in die Hände der g-ttlichen Vorsehung legen. (...) Es ist uns verboten, mit Mitteln nach der Vereinigung und Wiederinbesitznahme des Landes zu trachten, die nicht geistiger Natur sind."

Der Zionismus weist all dies zurück. Er besteht darauf, dass das Exil eine rein materielle Angelegenheit ist, hervorgerufen durch militärische und physische Schwäche. Der Zionismus rief das jüdische Volk dazu auf, sein Exil mit Waffengewalt zu beenden. Er führte Krieg, zuerst gegen die Briten und dann gegen die Palästinenser.

Der Versuch, das Exil mit rein weltlichen Begriffen zu erklären und dementsprechend zu handeln, ist nicht einfach nur eine fehlgeleitete Doktrin oder eine Entstellung der jüdischen Geschichte. Es ist ein Schlag gegen das Herzzentrum des jüdischen Glaubens.

Der Maharal von Prag, ein tschechoslowakischer Rabbi und eine Schlüsselfigur unter den jüdischen Führern des Mittelalters, schrieb, dass ein Jude eher sein Leben aufgeben soll als zu versuchen, das Exil durch die Rückeroberung des Heiligen Landes zu beenden.

Warum war diese Ansicht so fundamental für unser Glaubenssystem? Um es einfach auszudrücken: Wenn man das Exil bloß als Folge von militärischen Auseinandersetzungen betrachtet, so reißt man damit die Seele und das Herz aus dem jüdischen Glauben und verleugnet die g-ttliche Führung allen Geschehens. Wenn wir für uns beanspruchen, den g-ttlichen Plan für unser Exil zu verändern – einem Exil der Strafe, der Reue, der Sühne und der wundersamen Heimkehr wegen – dann beanspruchen wir, dass die Essenz des jüdischen Schicksals grundsätzlich von anderen als rein geistigen Kräften verändert werden kann. G-tt spielt dann keine Rolle mehr im Drama und in der Erfüllung der menschlichen Hoffnungen.

Um es noch deutlicher zu sagen: Wer die Tatsache zurückweist, dass die Belohnung und Züchtigung eines jeden Menschen von G-tt kommt, wer nicht glaubt, dass der Allm-chtige ständig über uns wacht und wer damit zufrieden ist, den Grund unserer Züchtigung in militärischer Schwäche zu sehen, macht sich der G-tteslästerung schuldig.

Selbstverständlich ist die Diaspora weit mehr als bloße Strafe. Das jüdische Volk wurde unter die Nationen zerstreut, um durch Wort und Tat von der Existenz des Schöpfers und seinen offenbarten Geboten für alle Menschen zu zeugen. Rabbeinu Bachya, ein saragossischer Bibelkommentator des 12. Jahrhunderts, sagte: "Das jüdische Volk sollte sich unter die Nationen mischen, damit diese Nationen von ihnen den Glauben an die Existenz G-ttes und an Seine Vorsehung lernen können."

Die Juden betrachten sich als das auserwählte Volk G-ttes – was uns Juden manchmal den Vorwurf einbringt, wir würden uns als bessere Menschen betrachten. Doch wir verstehen dies jedoch rein geistig: Unserer Überzeugung nach sind die Juden von G-tt auserwählt, ein moralisches Vorbild zu sein. Rassismus oder Herrenmenschentum haben in dieser Mission keinen Platz.

Rashi, der berühmteste jüdische Kommentator aus dem 11. Jahrhunderts u.Z., erklärt, der Lehm aus dem Adam erschaffen wurde, stamme nicht von einer Stelle sondern von verschiedenen Orten des Erdballs. Deshalb hängt die Menschenwürde nicht vom Geburtsort ab, noch ist sie auf eine bestimmte Region beschränkt. Die Größe oder der Wert eines Menschen wird nicht durch seine äußere Erscheinung bestimmt. Juden glauben, dass Adam nach dem Ebenbilde G-ttes erschaffen wurde und der gemeinsame Vorfahre aller Menschen ist. Zu dieser Zeit in der Menschheitsgeschichte gibt es keinen Raum für privilegierte Leute, die mit anderen machen können, was ihnen gefällt. Das Menschenleben ist heilig und die Menschenrechte dürfen nicht von jenen verneint werden, die sie der "nationalen Sicherheit" wegen oder aus anderen Gründen untergraben wollen. Niemand weiß dies besser als wir Juden, die so oft und für so lange Zeit zweitklassige Bürger waren. Die Zionisten mögen allerdings anderer Meinung sein. Das ist verständlich, denn Judaismus und Zionismus sind alles andere als das Gleiche: Wenn jemand ein guter Jude ist, so kann er kein Zionist sein; wenn jemand ein Zionist ist, so kann er kein guter Jude sein.

Überall in der Welt wurden in den letzten Jahren auf Druck der Zionisten so genannte "Antirassismus-Gesetze" eingeführt, die leider nicht nur dem Schutz von Minderheiten dienen, sondern auch immer wieder als Maulkorb, um Kritik an gewissen Zionisten zu ersticken, die sich gerne hinter einer "jüdischen Rasse" verstecken und so für sich einen Unantastbarkeitsstatus reklamieren wollen. Darüber kann man speziell auch in Deutschland ein Lied singen.

Nun, wer ist ein Jude? Ein Jude ist, wer eine jüdische Mutter hat oder gemäß der Halacha – nach den Kriterien des religiösen Gesetzes – zum Judentum vor einem streng orthodoxen Rabbinergericht konvertiert ist. Allein schon diese Definition schließt Rassismus aus. Abgesehen von den Zionisten waren es nur die Nazis, welche die Juden ständig als eine Rasse betrachteten. Und gerade sie bewiesen die Dummheit und Sinnlosigkeit von Rassismus. Es gab keine Möglichkeit, rassisch nachzuweisen, ob eine Frau Müller oder ein Herr Meyer Juden oder Arier waren. Der einzige Weg, um herauszufinden, ob jemand jüdisch war, bestand darin, die religiöse Zugehörigkeit der Eltern oder Großeltern zu überprüfen. So viel zu diesem Rassen-Unsinn.

Tragischerweise wurden diese einst von allen Juden akzeptierten Wahrheiten über die Vertreibung als g-ttliche Strafe und unsere Mission in der Diaspora durch zwei Ereignisse verdunkelt. Zum einen zog sich das Exil über viele Hundert und schließlich Tausende Jahre hin. Zum andern gaben viele Juden im Zuge der Aufklärung, der Haskala, ihren Glauben an die Tora auf.

Folglich versuchten jene Juden, die das Exil nicht länger als g-ttlichen Willen betrachteten, seine Ursache mit nichts weiterem als der weltlichen Schwäche der Juden zu erklären. Frustriert über die Länge der Diaspora, dämonisierten sie alle Nationen. In ihren Augen würden alle Nichtjuden die Juden für alle Zeiten hassen. Deshalb, so argumentierten sie, müsste das Exil so schnell als möglich auf politischem Weg beendet werden, auch mit Waffengewalt, falls nötig. Die Pseudoreligion des Zionismus war geboren.

Als sich der Zionismus nach Osteuropa auszubreiten begann, wurde er dort von der damaligen rabbinischen Führung aufs Schärfste verurteilt. Die Ablehnung der Rabbiner gründete auf zwei Faktoren: Erstens wies diese Bewegung die traditionelle Haltung gegenüber der Diaspora zurück. Zweitens öffnete der Zionismus einen Weg, über den die Juden ihren Glauben verlassen konnten, da 95 Prozent seiner Führer atheistisch waren. Ja, man trachtete danach, gerade unter der Jugend die religiösen, g-ttesfürchtigen Juden in nicht religiöse, weltliche Juden zu ändern. Leider war man damit erfolgreich. Im Grunde genommen wollten die Zionisten den Judaismus von einem geistigen, g-ttlichen Gebilde in eine weltliche, politische Bewegung transformieren, die sich ihre Ziele – ein Land, Materialismus etc. – gewaltsam erkämpft.

Der Zionismus warf noch ein weiteres, mindestens so wichtiges Problem auf: Die Unterdrückung und Unterwerfung eines Volkes und der Raub seines Landes und seiner Selbstbestimmung bewirkte ein moralisches Dilemma. All dies ist nämlich vom Schöpfer und seiner Tora auf das strengste verboten.

Der zionistischen Ziele wegen war man gezwungen die palästinensischen Bewohner des Landes zu ignorieren. Das war das zweite große Übel des Zionismus. Man versuchte der Welt einzureden, dass Palästina unbewohnt sei und jene wenigen, die dort leben, kaum mehr als Barbaren wären. Man denke nur an den berühmten Slogan "Ein Land ohne Volk für ein Volk ohne Land". Obwohl es in der zionistischen Bewegung vereinzelte Stimmen gab, die gegen diese moralische Blindheit protestierten, so war die Mehrheit fest dazu entschlossen, auf dem eingeschlagenen Weg voranzugehen, ohne Rücksicht auf die arabischen Palästinenser. Als es nicht länger gelang, die arabische Bevölkerung zu ignorieren, versuchte die zionistische Bewegung und später der Staat "Israel", sie als unvernünftige Feinde abzustempeln, die es nicht anders verdienten als militärisch unterworfen zu werden.

So wurden die zwei für das Exil geltende Missionen – zu bereuen und "ein Licht für die Völker" zu sein – von der Ideologie und den Taten des Zionismus zerfleischt.

1948 wurde der Staat "Israel" gegründet. Das jüdische Volk besaß nun angeblich einen sicheren Hafen. Nicht länger sollten Juden das Exil fürchten. Sie waren doch nach Hause gekommen. Und schließlich würde jeder Jude seinen Weg ins neue "jüdische Heimatland" finden. Es lohnt sich, in diesem Zusammenhang zwei Ereignisse aus den Anfängen des Zionismus zu erwähnen: Um 1920 reiste der Oberrabbiner von Jerusalem, Rabbi Josef Chaim Sonnenfeld, persönlich zu König Abdullah von Transjordanien, um ihm die Loyalität der jüdischen Gemeinden zu versichern. Außerdem erläuterte er den wahren jüdischen Standpunkt, der den Zielen des Zionismus diametral entgegengesetzt war. Das zweite Ereignis war 1947. Der damalige Jerusalemer Oberrabbiner Josef Tzvi Duschinsky sandte einen Brief an die Vereinten Nationen nach Lake Placid, worin er festhielt, die Autorität über 60 000 Juden zu haben, die alle verlangten, nicht in den kurz vor der Gründung stehenden Staat "Israel" integriert zu werden. Leider wurden sie nicht beachtet. Diese Oberrabbiner von Jerusalem sollten nicht verwechselt werden mit dem heutigen "Rabbinat" des Staates "Israel". Während die erwähnten Oberrabbiner tatsächlich die Führer des orthodoxen Judentums in Jerusalem, Palästina und der ganzen Welt waren, so ist das Rabbinat des Staates "Israel" mit seinen Rabbis eine Farce, die nichts mit der wahren jüdischen Religion zu tun hat und gewiss nicht das jüdische Volk repräsentieren kann, zumal es auf Betreiben der "Jewish" Agency und der Zionist Organization und mit Unterstützung der Britischen Mandatsverwaltung Palästinas gegen das Jerusalemer Oberrabbinat damals installiert worden ist.

Daneben gibt es auch in "Israel" nach wie vor streng religiöse Gemeinden, welche den zionistischen Staat nicht anerkennen, keine Steuern zahlen, keine öffentlichen Schulen etc. besuchen, keinen Militärdienst leisten und sich nicht einmal der staatlichen Gerichtsbarkeit unterstellen.

In der Anfangszeit des modernen Zionismus wurde "Mizrachi" gegründet, eine Gruppe so genannter "religiöser Zionisten", die ihren Glauben mit den politischen Zielen des Zionismus zu kombinieren versuchten. Das führte zu einem ständigen Konflikt zwischen den Geboten des g-ttlichen Gesetzes und den Bedürfnissen des jüdischen Nationalismus. In Wahrheit haben diese religiösen Juden nur als Feigenblatt für den zionistischen Staat gedient, um seine nationalistischen Ansprüche mit religiöser Autorität zu verbrämen. Diesen Dienst haben sich national-religiöse Parteien gut entlohnen lassen, sei es durch finanzielle Zuwendungen oder in der Form von Parlaments- und Kabinettssitzen. Der Chauvinismus dieser religiösen Zionisten übertrifft sogar häufig denjenigen anderer Zionisten, und er war immer in religiöse Begriffe gekleidet – ein erstklassiges Beispiel für den Missbrauch von Religion.

Die Bedenken und Warnungen von so vielen orthodoxen Führern wurden einfach vergessen und eine regelrechte Euphorie erfasste große Teile des weltweiten Judentums. Heute jedoch hat sich der Traum in einen für alle sichtbaren Alptraum verwandelt. Es gibt keinen sicheren Hafen. Der Staat "Israel" ist der gefährlichste Ort auf Erden, wo sich ein Jude aufhalten kann. Kriege folgen auf Kriege. Und der Blutzoll von Juden und Palästinensern steigt unaufhörlich. Sämtliche Friedensbemühungen haben versagt. Künftige Versuche, den "Terrorismus zu bekämpfen" werden zweifellos den Hass der Palästinenser weiter anheizen. Die zionistischen Führer befinden sich in Wahrheit in einer Sackgasse und wissen nicht mehr weiter.

Obwohl es eines der Hauptziele des Zionismus ist, dass möglichst viele Juden aus aller Welt nach in den Götzenstaat einwandern, haben in den letzten Jahren Hunderttausende Israelis das zionistische Paradies verlassen. Diese Juden erkannten, dass der zionistische Staat in Wahrheit nur ein riesiges Ghetto ist. Die Zionisten wenden große finanzielle Mittel auf, um die Juden in der Diaspora zur Immigration zu bewegen. Großzügig unterstützt werden sie hierbei von vielen fundamentalistischen Christen Amerikas, die im modernen Staat die Erfüllung biblischer Prophetie sehen.

Die traditionelle jüdische Sicht über Exil und Erlösung muss aufrecht erhalten werden. Der Gedanke, dass die großen, glorreichen und geistig wunderbaren Prophezeiungen aus den Heiligen Schriften ausgerechnet von jenen erfüllt werden sollen, welche die fundamentalen Lehren der Tora ablehnen, ist bizarr und abstoßend. Der Gedanke, dass unser Volk nicht länger in den Zeiten des Exils lebe, nur weil es Leute wie Theodor Herzl, Chaim Weitzman oder David ben Gurion so beschlossen haben, ist falsch und verabscheuungswürdig.

Das Judentum hat sich all die Jahrhunderte seiner ungewissen Existenz hindurch nach der wahren Erlösung des Messias gesehnt. Seit der Zerstörung des Tempels war der Messias die Quelle unserer Hoffnung und unserer Gebete. Die wahre Erlösung unseres Volkes und der ganzen Menschheit liegt in den Händen des Schöpfers. Deshalb müssen wir erkennen, dass wir uns noch immer im Exil befinden.

Wir wollen nicht länger versuchen, die Sündenlast zu mindern, die uns ins Exil getrieben hat. Wir könnten einer unangebrachten und aggressiven Haltung gegenüber den nichtjüdischen Gastländern zum Opfer fallen, genauso wie es den Zionisten und ihren Handlangern ergangen ist. Ganz im Gegenteil: Das jüdische Volk muss allen Völkern dankbar sein, die es während Generationen aufgenommen und ihm Gastfreundschaft gezeigt haben. Außerdem ist uns aufgetragen, friedliebende und loyale Bürger eines jeden Landes zu sein, in welchem wir leben. Diese Einstellung sollte eigentlich auch dem heutigen Deutschland gegenüber gelten. Nachfolgende Generationen für die Verbrechen ihrer Vorfahren verantwortlich machen zu wollen ist uns von der Tora untersagt, sich in politische Angelegenheiten von Regierungen oder Parteien einzumischen, immer wieder finanzielle Forderungen im Namen unserer Märtyrer zu stellen, fördern alte antijüdische Stereotypen und entsprechen nicht der jüdischen Tradition.

Das jüdische Volk ist nicht dazu erschaffen worden, ein anderes Volk zu unterdrücken, sondern in der Absicht, ein moralisches Vorbild zu sein. Der Wunsch nach Landbesitz, ohne auf andere Menschen Rücksicht zu nehmen, steht im Widerspruch zur moralischen Mission unserer Nation. Das Wohlwollen zwischen Juden und Nichtjuden muss befördert werden. Die Philosophie des Zionismus ermutigt Juden dazu, über Nichtjuden herrschen zu wollen. Die Folge ist eine endlose Konfrontation mit allen Völkern. Dies ist immer unangebracht, aber ganz besonders zum jetzigen Zeitpunkt.

Es ist geradezu ironisch: Der zionistische Staat wurde angeblich gegründet, um die Juden vor Antisemitismus zu schützen. Und doch ist gerade er die Hauptursache für weltweiten Antisemitismus. Der Zionismus nährt sich aus dem vergossenen Blut von Juden. Deshalb muss davor gewarnt werden, dass durch die Handlungsweise der Zionisten hervorgerufener Zorn auf die Juden im allgemeinen projiziert wird, weil das nicht nur ungerecht, sondern auch noch Wasser auf die zionistischen Mühlen wäre. Die Zionisten befinden sich in einer "Win-Win"-Situation. Wenn sie erhalten, was sie fordern, haben sie gewonnen. Wenn man sich ihren Forderungen nicht beugt, bezichtigen sie die andere Seite, sie würde mit ihrer Haltung den Antisemitismus anheizen – und das bringt den Zionisten wieder die Unterstützung all jener, die keine Antisemiten sein wollen. Das Schlagwort "Antisemitismus" wird von der zionistischen Propaganda sowieso als Rechtfertigung für die Existenz des Staates IL ausgeschlachtet. Die Gründer des Zionismus haben in ihren Büchern offen geschrieben, mit welchen Mitteln sie die Schaffung eines eigenen Staates herbeiführen wollten: Sie wollten den Antisemitismus so lange anheizen und die Sicherheit der Juden in allen Ländern der Welt so stark untergraben, bis diese gezwungen wären, in ihren Staat zu fliehen. Und so kam es auch. Die Zionisten provozierten das deutsche Volk absichtlich und gossen Öl ins Feuer des Nazihasses. Diese Strategie verfolgen die Zionisten bis auf den heutigen Tag. Sie entfachen Antisemitismus und präsentieren sich dann selbst als die vermeintlichen und angeblichen Retter.

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