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Religionsforum
Atheismus vs. Religionen  

Der substanzielle  Dialog
 
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Dieses Thema hat 15 Antworten
und wurde 1.730 mal aufgerufen
 Lagerhalle
emporda ( Gast )
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19.05.2007 13:13
#1 RE: Wiederspruch? antworten
In Antwort auf:
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Den Gläubigen wird in Abrede gestellt, bei ihren Überlegungen logischen, wissenschaftlichen Regeln folgen zu können, Regeln, die irgendwann von irgendwelchen Menschen aus was für Motiven auch immer zusammendefiniert wurden, und welche seither beinah unkritisch das eigene Weltbild bestimmen sollen.
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Der Soziologe Gregory Paul hat im Journal of Religion and Society eine vergleichende Studie über die gesellschaftlichen Auswirkungen der Bigotterie veröffentlicht. Dazu nutzte er Umfragen und Statistiken mit Zahlen von Mord, Abtreibung, Selbstmord, Schwangerschaft bei Minderjährigen usw. Das Material beschränkt sich auf Industrieländer mit etwa 800 Millionen Menschen, da nur hier ausreichende Zahlen vorliegen. Allgemein korrelieren höhere Werte für den Glauben an einen Schöpfer und religiöse Verehrung mit höheren Raten bei Mord, Sterblichkeit junger Menschen, Infektionen mit sex-spezifischen Krankheiten, minderjährige Schwangerschaften, Abtreibung und freie Partnerschaften. Die USA als weltweit reichste Theistische Demokratie ist auf spektakuläre Weise die dysfunktionalste Demokratie und schneidet in fast allen Punkten schlecht ab. Die Diskrepanz des irreal übersteigerten religiösen Diktats und der real möglichen Existenz in einer Wissens- und Leistungsgesellschaft führt zur Ausgrenzung, Psychosen, sozialen Spannungen und Gewalt mit erhöhter Kriminalität. Die USA hat je 100.000 Einwohner 800% der Gefängnisinsassen im Vergleich zur EU. Nirgendwo sonst erhalten Farbige 40 Jahre Haft für einen gestohlenen Fernseher oder sitzen so viele Unschuldige in den Gefängnissen, weil Geschworene nach überzogenen moralischen Kriterien urteilen.

Weniger bigotte Gesellschaften wie Frankreich, Japan und die skandinavischen Länder haben die besten Werte. Dieselben Unterschiede lassen sich auch innerhalb der USA finden. So sind die sozialen Probleme in den Südstaaten und im Mittleren Westen im extrem religiösen Bibel Belt höher als in den nordöstlichen Staaten, die den europäischen Kulturen strukturell sehr ähnlich sind. Es ist falsch zu behaupten, dass eine atheistische Gesellschaft soziale Missstände mit sich bringe oder gar zum Untergang verurteilt ist. Die USA als westliche Gesellschaft mit dem höchsten Reichtum pro Kopf schafft es am allerwenigsten den Reichtum in ein kulturelles und körperliches Wohlergehen der Gesamtgesellschaft umzusetzen.

Die römische Kirche hat ihren Gläubigen seit 1700 Jahren das eigene Denken strikt verboten bzw. hat es unter extreme Höllenqualen gestellt. Im Forum wird immer wieder dargestellt, wie sehr jeder seinen persönlichen Weg zum Glauben gefunden hat, wie er die Bibel versteht. Diese Menschen begehen eine schwere Sünde, denn nur die Kirche allein ist befugt vorzugeben was wie geglaubt werden muß bzw. darf. Dazu gehören auch 300 Jahre Verbot bei Todesstrafe die Bibel zu besitzen. Kein Gläubiger darf diese Vorgaben - seien sie auch noch so absurd, unsinnig und weltfremd - in Frage stellen oder gar für seinen privaten Gebrauch anpassen. Ein wahrhaftig frommer Christ muß saublöd und kritiklos sein, um sich unbeschadet in den Glauben vertiefen zu können.

Dogma - „Wer nicht die ganze kirchliche Überlieferung annimmt, die geschriebene wie die ungeschriebene, der sei ausgeschlossen.“ (ausgeschlossen bedeutet auf ewig Höllenqualen erleiden)
Dogma - „Wer sagt, in der göttlichen Offenbarung gebe es nicht wahre Geheimnisse im eigentlichen Sinn, sondern alle Glaubenssätze könnten durch die richtig gebildete Vernunft von den natürlichen Grundsätzen aus verstanden und bewiesen werden, der sei ausgeschlossen.“
Dogma - „Wer sagt, es sei möglich, daß man den von der Kirche vorgelegten Glaubenssätzen entsprechend dem Fortschritt der Wissenschaft gelegentlich einen anderen Sinn beilegen müsse als den, den die Kirche verstanden hat und versteht, der sei ausgeschlossen.“
Dogma - „Dem römischen Papst sich zu unterwerfen, ist für alle Menschen unbedingt zum Heile notwendig. Das erklären, behaupten, bestimmen und verkünden Wir.“
Dogma - „Wer nicht alle Bücher der Heiligen Schrift mit allen ihren Teilen, wie sie die Kirchenversammlung von Trient anführte, als heilige kanonische Schriften anerkennt, oder wer leugnet, daß sie von Gott eingegeben sind, der sei ausgeschlossen.“

In ihrer selbst bestimmten Allmacht hält sich die Kirhe nicht an die eigenen Vorgaben. Ungestraft sind von 10 Priestern (Bischöfe und Kardinäle eingeschlossen) 5 schwul und 1 pädophil kriminell - das entspricht der Zahl der aktenkundigen Straftaten (USA allein 10.000). Daran hat die Stellungnahme eines Ratzinger nichts geändert, müsste er doch 60% seines gesamten Fußvolkes entlassen und in die Hölle schicken.
Dogma - „Die Kirche hat kraft ihrer göttlichen Einsetzung die Pflicht, aufs gewissenhafteste das Gut des göttlichen Glaubens unversehrt und vollkommen zu bewahren und beständig mit größtem Eifer über das Heil der Seelen zu wachen. Deshalb muß sie mit peinlicher Sorgfalt alles entfernen und ausmerzen, was gegen den Glauben ist oder dem Seelenheil irgendwie schaden könnte.“
emporda ( Gast )
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25.05.2007 11:39
#2 RE: Die Botschaft Jesu aus Sicht eines Psychologen antworten
kadesch------------------
Ich möchte nur auf die Manipulation aufmerksam machen, in der sich viele befinden.
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Im Jahre 6 A.C vereinigt Rom Judäa, Samaria und Idumea zu einer Provinz unter einem Prokurator. (http://www.eyewitnesstohistory.com/jewishtemple.htm) Ein Aufstand gegen die Römer 66 A.C. war schnell beendet, Qumram fiel 68 A.C., der Tempel in Jerusalem 70 A.C. und die Bergfeste Massada 73 AC. Ein Jesus ben Stada war ein jüdischer religiöser Agitator, den römische Soldaten als Störenfried in Lydda 15 km von Jerusalem entfernt ans Kreuz schlugen und den religiöse Eiferer für ihre Jesuslegende nutzten. König Herodes (basileus) stirbt nach langer Krankheit im April 4 B.C. Sein Sohn Antipas regierte danach als regionaler Herrscher (tetrarch) nur Gallilea und die Westbank bis zu seiner Verbannung nach Lyon 38 A.C. Etwa 34 A.C. heiratet er seine verwitwete Schwägerin Herodias, deren Intrigen ihm den Thron kosten. Der andere Sohn Antipas kommt in der Bibel nicht vor, Vater und die Söhne sind dort nur König Herodes mit einer Regentschaft von etwa 80 Jahren bei 69 Jahren Lebenszeit. Der dritte Sohn Archelaus (Matt 2:22), wird nationaler Führer (ethnarch) von Judäa mit Bethlehem und wegen Unfähigkeit bereits 6 A.C. nach Vienne in Gallien verbannt. (http://www.kchanson.com/PTJ/politics.html#tet).

Der letzte Sohn Philip regiert als regionaler König (tetrarch) die nördlichen Gebiete bis zu seinem normalen Tod 34 A.C. Publius Sulpicius Quirinius, Statthalter in Syrien hält 6 A.C. in Judäa und Samaria eine Volkszählung ab, nicht aber in Galiläa. Dort gab es in römischer Zeit niemals eine Volkszählung. Nichts vom Mythos Jesus ist real, Maria hat einen unehelichen Balg des römischen Soldaten Panthera, der Ort Nazareth existiert zu dieser Zeit nicht einmal, obwohl der Talmud in Galiläa (nur ca. 2.500 km²) 63 historische Ortsnamen auflistet wie Yafa Japhia nur 1 km südlich. Nazareth wird erstmalig 300 Jahre später in Evangelien genannt, eine Volkszählung als Grund für die fiktive Reise nach Bethlehem gab es nicht, Herodes war bereits 4 Jahre tot und die jungfräuliche Geburt ist eine Erfindung der Kirche im fernen Rom 431 Jahre später.
emporda ( Gast )
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31.05.2007 13:02
#3 RE: Überlebte Jesus die Kreuzigung? antworten
Zitat Christian D!
Jetzt mal halblang! Die katholische Kirche ist nicht das Christentum, ok?

Das ist leider grundverkehrt - Du Sünder und falscher Christ
Dogma - „Dem römischen Papst sich zu unterwerfen, ist für alle Menschen unbedingt zum Heile notwendig. Das erklären, behaupten, bestimmen und verkünden Wir.“

Dogma - „Denn was außer der Christenheit ist – es seien Heiden, Türken, Juden oder falsche Christen und Heuchler -, ob sie gleich nur an einen wahrhaftigen Gott glauben und anbeten, so wissen sie doch nicht, was er gegen ihn gesinnt ist, können sich auch keiner Liebe noch Gutes zu ihm versehen, darum sie in ewigem Zorn und Verdammnis bleiben.“

Dogma - „Wer sagt, in der göttlichen Offenbarung gebe es nicht wahre Geheimnisse im eigentlichen Sinn, sondern alle Glaubenssätze könnten durch die richtig gebildete Vernunft von den natürlichen Grundsätzen aus verstanden und bewiesen werden, der sei ausgeschlossen.

Ausgeschlossen im Sinne der Kirche bedeutet auf ewig furchtbare Höllenqualen leiden.

Die Bibel ist bekanntlich das ewig wahre und unveränderliche Wort Gottes, von Heiligen Geist den Schreibern direkt in die Feder diktiert und auch nur etwa 42 Mal geändert. Wie wahr sie ist hat der sehr intelligente Papst in seinem letzten Buch gezeigt. Die Existenz Jesu gilt als bewiesen, weil er schon in der Bibel erwähnt wird. Dagegen ist die Evolution nicht beweisbar, sie kommt in der Bibel nicht vor.

Ein knallharte Logik, beeindruckend aber leider zirkulär und damit vollkommen sinnlos, Sonst wäre bewiesen, das Hänsel und Gretel existiert haben, weil die Gebrüder Grimm darüber schrieben oder das Harry Potter existiert, weil es über ihn Bücher gibt.

Die Bibel ist eine wissenschaftliche Fundgrube auch in so modernen Disziplinen wie der Genetik. In der Genesis (1.Moses) wird genauesten beschrieben wie aus schwarzen und weißen Tieren gefleckte entstehen. Man nehme lange Äste und schäle die Rinde in länglichen Streifen, damit abwechselnd eine helle und dunkle Oberfläche entsteht. Diese Äste lege man bei der Zeugung der Tiere in die Tränke und schon gibt es gefleckte Nachkommen.

Obwohl sich bereits hell- und dunkelhäutige Menschen am Brunnen gepaart haben während diese Äste im Wasser lagen, hat es noch keine gefleckten Kinder gegeben. Offensichtlich hat die Methode noch Schwächen. Man nimmt an der Heilige Geist musste beim Diktat mal für kleine Jungen und der Erzengel als seine Vertretung hat alles falsch verstanden und entsprechend versaut. Trotzdem will der Vatikan als Verfasser der Bibel jetzt Gebrauchmusterschutz für die Methode beantragen.
emporda ( Gast )
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11.06.2007 17:54
#4 RE: Die Botschaft Jesu aus Sicht eines Psychologen antworten
Natürlich mal abgesehen von den unsinnigen Geboten, wie dem Verbot der anderen Götter und Götzenanbetung, werden die zehn Gebote ziemlich eingehalten
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Der Punkt ist eher der, dass der bigotte Bodensatz der Menschheit nicht zu den hellen Leuchten zählt. Es gibt signifikante Korrelationen für diese Tatsache - je frommer um so dümmer. Leute wie die Forumsvertreter der heiligen Inquisition verstehen die komplexen Zusammenhänge nicht weil sie es nicht wollen, sie schaffen es nicht. Wer Jahrzehnte ein einziges Buch studiert, bei dem es zu jeder Geschichte nur eine einzige offizielle Losung gibt, der hat schlicht verlernt frei und ohne Dogmen zu denken bzw. sein Gehirn einzuschalten sobald der Pfaffe wegschaut.

Es ist eine eher philosophische Frage - muss man fromm sein um dumm zu sein oder genügt es schlicht dumm zu sein um fromm zu werden. Das mag manchem arrogant erscheinen, nur Tausende religiöse Pamphlete der frommen Einheitsdoktrin belegen diesen Schluss mehr als überdeutlich. Nicht umsonst tummeln sich auf diesem Gebiet Hunderte von Sekten, von denen einzelne ein Bilanzvermögen von 1 Milliarde US$ ausweisen. Mit der Einfalt der Menschen kann man leicht und ohne Arbeit Reichtum anhäufen, den jeden Morgen lässt Gott einen neuen Idioten aufstehen.

Aus der dumpfen Angst heraus nicht zu begreifen was vorgeht, muss die Welt der Bigotten statisch sein und es auch auf ewig bleiben. Konzepte wie die flache Erde als Zentrum des göttlichen Universums oder eine Sonne die sich um die Erde dreht, waren und sind dem größten Einfaltspinsel verständlich. Man brauchte sich nicht mit gekrümmten Räumen, relativer Zeit, Rotlichtverschiebung, fremden Sprachen, C-14 Datierungen, Dendrologie und Aminosäuren abmühen. Das ist doch alles Mumpitz, wozu also überhaupt denken?. Wissenschaft ist kompliziert, erfordert ein hohes Fachwissen und Jahre Erfahrung mit den Fakten und eine ganz spezifische Denkweise, die bereit ist alles in Frage zu stellen.

Dagegen sind Religion und Theologie keine Wissenschaften, freies und ungebundenes Denken ohne Dogmen ist nicht nur verboten sondern auch überflüssig, das Ergebnis steht immer schon von Anfang an fest. Wer sich nicht an diese Vorgabe hält, der wird von der heiligen Glaubenkongregation (früher heilige Inquisition) aussortiert und verdammt.

Die Mehrheit der 1,2 Milliarden Katholen und 0,8 Milliarden Evangelen sind nur harmlose und friedliche Mitläufer, die sich ihre Glaubensinhalte mehr oder weniger zurechtstutzen und daraus ihre seelischen Krücken schnitzen, obwohl die katholischen Glaubensdogmen ihnen deswegen ewige Höllenqualen garantieren. Wer dabei zu sehr daneben haut, dem zeigt die heilige Glaubenskongregation wo es lang geht und entfernt ihn still und heimlich aus dem Kreis der Erlauchten – oft mit Verlust der bürgerlichen Existenz.

Eine Gefahr für die Menschheit sind die Fundamentalisten, für die der spezifische Glaubensinhalt absolut, heilig und erhaben ist. Gegenteilige Fakten zählen nicht, die Wissenschaft hat sich dem Glauben unterzuordnen. Wenn die Realität ihrer Welt nicht mehr zum Glauben passt, dann muss man die Realität eben ändern – notfalls mit Gewalt.

Diese Menschen haben Millionen Mitmenschen zum Segen ihres Gottes in Kriege getrieben, auf Scheiterhaufen verbrannt, gefoltert, beraubt, bestohlen und betrogen. Und sie werden es wieder tun. Genau so sehr wie sie blind und fanatisch sind, genau so wenig sind sie belehrbar bzw. willens sich in ihrem Handeln den gesellschaftlichen Mehrheiten und Vorgaben zu beugen.
emporda ( Gast )
Beiträge:

12.06.2007 00:21
#5 RE: Überlebte Jesus die Kreuzigung? antworten
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Lieber emporda, glüht dir das "Copy and Paste" Tastaurkürzel nicht mittlerweile?
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Die Internetseite
http://www.goerke.us
ist die Eigene, dort finden sich nur eigene Texte
emporda ( Gast )
Beiträge:

12.06.2007 00:58
#6 RE: Christliche Zeitrechnung um mindestens 300 jahre zu lang antworten
Bei unserer Zeitrechnung ist das Geburtsjahr von Jesus Christus schon nicht ganz richtig.
Dass die Zeitrechnung sich 300 Jahre falsch sein soll?
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Frühzeitdatierungen sind schwierig, man kann nicht wie Bischof Ussher 1650 n.C. einen beliebigen Kalender nach Bedarf in die Frühzeit rückschreiben. Damals hatte jede Kultur eigene Zeitangaben und Kalender, die von Sparta und Athen unterschieden sich gravierend um bis zu einem Monat pro Jahr und wurde willkürlich angepasst. Die zeitliche Einordnung alter Dokumente ist nur sinnvoll, wenn der Ort der Aufzeichnung mit den jeweiligen Zeitangaben bekannt und diese willkürliche Skala an astronomischen oder zeitlich gesicherten Fakten zu eichen ist. Die Zeitenwende und Geburt Christi wurde erst 525 n.C. vom Mönch Dionysius Exiguus festgelegt, bis dahin hatte man mit diokletianischen Zyklen bzw. metonischen Zyklen zu 19 Jahren gerechnet. Frühe Kirchenväter wie St. Irenäus und Tertullian hatten sogar noch auf das Jahr 3 v.C. getippt.

Die Zahl NULL war noch Jahrhunderte unbekannt, erst ab 1300 n.C. wurde die Zeitenwende langsam publik und auf das Jahr 1 vor Christus folgte nicht mehr sofort 1 nach Christus. Diese Erkenntnis stammt nicht etwa vom Allwissenden aus Rom sondern für den Fugger in Augsburg war sie unumgänglich, Bilanzen mit Verlust und Gewinn kannte man schon damals.
emporda ( Gast )
Beiträge:

12.06.2007 01:09
#7 RE: Überlebte Jesus die Kreuzigung? antworten

Die Wissenschaftler der "anderen Seite" sind leider in hoffnungsloser Unterzahl und werden von der Gegenüberliegenden nur müde belächelt.
Aber du hast schon recht, diskutieren ist sinnlos, wenn Menschen Dinge einfach nicht verstehen wollen, dann ist es verlorene Mühe.
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Wieso glaubst beide Seiten haben die gleichen Vorraussetzungen. Nimm als Beispiel die hervorragenden Wissenschaftler der Evangelen, mit dem Wissensstand bis Du in der realen Welt Pförtner, Schuhputzer oder gar Liftboy - aber niemals Handlungsreisender in Sachen Glauben mit Büro, Auto und Haushälterin

Der ICR Kreationist (institute of creation research) Richard Bliss bekam 1978 einen Dr. Titel der University of Saritosa, eine Diplomdruckerei in einem Hotelzimmer. Im Jahr 1997 genügten für einen Titel 6 Wochen Studium. Das ICR Gründungsmitglied John Grene hat einen Titel ehrenhalber der Case-School of-Applied-Science. Der ICR Mitbegründer Kelly Segraves hat einen Dr. der Christian-University und einen Master der Sequoia-University. Beide Bildungsstätten sind frei erfunden. Der ICR Mitbegründer Harold Slusher hat einen Titel der Columbia Pacific University und einen Ehrendoktor der Bibelschule Indiana Christian University. Nachdem auch diese Universitäten nur Postfächer sind, musste er die Titel streichen. Der ICR Kreationist Cliffort Burdick hat nach zwei Studien einen Titel der University-of-Physical-Sciences in Arizona, die ein eingetragnes Warenzeichen ist und Titel verkauft wie Rabattkarten.

Der Religionsclown Kent Hovind hat ein MBA des Midwestern-Baptist-College und einen Dr. der nicht anerkannten Patriot-University-Texas. Die erste Einrichtung veranstaltet 4 Bibelkurse ohne Abschluss. Die zweite ist von Colorado Springs nach Alamos umgezogen und hält Fernkurse ab etwa in Lebenserfahrung und Predigerschulung mit 2-4 Wochen Dauer. Kent Hovind hinterzieht über Jahrzehnte Steuern da er als direkter Angestellter Gottes nicht dazu verpflichtet ist zu zahlen, begeht betrügerischen Konkurs und bekommt neben einer Strafe von etwa 650.000 US$ noch 10 Jahre Gefängnis. Der Kreationist Geradus Bauw vom Baldwin Wallace College hat einen Titel der nicht anerkannten Case-Western-Reserve-University. Der Protzakademiker Rev. Dr. Dr. Dr. Dr. Carl Baugh hat seine Titel offenbar unbekannt gekauft, es gab nie einen Nachweis.

Auf seinem Niveau erklären Gerardus Bauw als auch die Autoren Marshall und Sandra Hall auf Seminaren wie die Sonne um die Erde kreist, beim Bildungsstand der Amerikaner gibt es 120 Millionen potentielle Zuhörer. Mit 99,9% Masse des Systems und 331.000-facher Erdmasse wären die Fliehkräfte der Sonne auf die Erde nur zu beherrschen, wenn Gott letztere fest angenagelt hat. Nach den Gesetzen der Himmelsmechanik wäre der Systemschwerpunkt nahe am Sonnenzentrum, das Sternenpaar würde durchs All taumeln wie viele andere auch. Eugenie Scott - Direktor am National-Center-for-Science-Education - bemerkt Einwände gegen solche Astronomie sind vollkommen sinnlos, die Zuhörer sind unfähig die Argumente zu verstehen.

Nach Carl Baugh war die Erdatmosphäre vor der Sintflutflut reich an Sauerstoff und Ursache der langen biblischen Lebenszeiten. Deswegen wollte er in einen mit Sauerstoff gefüllten Container ziehen. Da O3 besser ist wie O2, wurde die Atemluft auch mit Ozon angereichert. Erst Hinweise auf Ozon als Gift haben sein Experiment gestoppt. Solche Scharlatanerie gab es schon in der UDSSR unter Stalin mit der Vererbungslehre von Trofim D. Lyssenko, für den Gene und Erbanlagen unsozialistisch waren, somit nicht existieren konnten und die Vererbung nur durch Erziehung und Zucht erfolgte. Zu seinen glorreichen Erkenntnissen gehört es Pfirsichbäume in Kühlhäusern an die Kälte zu gewöhnen und in eisigen sibirischen Tundren Pfirsichplantagen anzulegen. Das hat in der UDSSR Millionen Tote gefordert, die politische Führung unter Stalin wurde gezielt mit gefälschten Statistiken abgespeist.

Das ICR verzichtet weitgehend auf die eher peinliche Feldforschung. Die Wissenschaftler Edgar Hare und Richard Ritland des ICR schlossen 1957 ihren Bericht mit der Erkenntnis, dass das Alter der Fossilien wesentlich größer ist als die Vorgaben des ICR, die Fakten damit nicht in Zusammenhang stehen und keine geologischen oder paläontologischen Beweise für eine weltweite Flut existieren. Jahre später kamen die Biologen des ICR Carl Krekeler und William Bloom von der Valparaiso University Indiana zu der Erkenntnis, das genetische Merkmale zwischen Wirbeltieren sowie Säugetieren und Schlangen mit einer Evolution innerhalb fest gegebener Rassen nicht erklärbar sind. Beide Resultate hätten ausgereicht das ICR sofort zu schließen – mitnichten. Nach 30 Jahren Forschung hat das ICR nicht eine einzige seiner pseudowissenschaftlichen Aussagen bewiesen, beschränkt sich aufs Negieren von Theorien zur Geologie, Biologie und Evolution der Arten und produziert in Massen fromme Pamphlete.

Dr. Norman Geisler, Co-Autor des Biologiebuches Of Panda and People, schwört im Fall US District Court Mc.Lean v. Arizona unter Eid fliegende Untertassen sind der sichere Beweis des Teufels. Der hat schon beim Turmbau zu Babel Nimrod die Evolutionstheorie gegeben. Mit Darwins Theorie wurde die Wissenschaft zum Feind des Christentums, nur die wahre Wissenschaft ist einzig allein korrekt, nur sie beinhaltet eine Gott verherrlichende Position. Die Bibeltexte sind die absolute historische Wahrheit, unabhängig davon welche wissenschaftlichen oder chronologischen Probleme damit verbunden sind. (Henry Morris 1972, John Morris, Acts and Facts 1995). Damit erübrigt sich jede rationale Argumentation, trotzdem wird mit Eifer die öffentliche Diskussion gesucht. Nur so kommt man bei wenig Arbeit ans Geld der Einfaltspinsel. Das alles erinnert fatal an die Einführung der Deutschen Wissenschaft unter Hitlers NS-Regime, nachdem Einsteins Relativitätstheorie verboten wurde und alle Wissenschaftler von Rang wie Fermi, Oppenheimer, Teller, Meitner und Andere der Universität Göttingen vertrieben waren.

emporda ( Gast )
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12.06.2007 01:14
#8 RE: Archeologische Sensation! antworten
Kindermörder war Herodes sicher nicht. Er war vermutlich unbeliebt und die Bibel ist sehr politisch Einseitig geschrieben weswegen das mit dem Kindermord eine Propagandalüge sein wird.
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König Herodes (basileus) stirbt nach langer Krankheit im April 4 v.C. Der Sohn Antipas übernimmt als Regionalherrscher (tetrarch) nur Gallilea und die Westbank bis zu seiner Verbannung nach Lyon 38 n.C. Etwa 34 n.C. heiratet er seine verwitwete Schwägerin Herodias, deren Intrigen ihm den Thron kosten. Der andere Sohn Antipas kommt in der Bibel überhaupt nicht vor, beide sind dort nur König Herodes mit einer Regentschaft von fast 80 Jahren bei 69 Jahren Lebenszeit. Der dritte Sohn Archelaus (Matt 2:22), wird nationaler Führer (ethnarch) von Judäa mit Bethlehem und wegen Unfähigkeit bereits 6 n.C. nach Vienne in Gallien verbannt. In Folge vereinigt Rom unter Kaiser Augustus 6 n.C. Judäa, Samaria und Idumea zu einer Provinz unter einem Prokurator. Ein Jesus ben Stada war ein jüdischer religiöser Agitator, den römische Soldaten als Störenfried in Lydda 15 km von Jerusalem entfernt kreuzigten, was alle späteren religiösen Eiferer für ihre Jesuslegende nutzten. Ein Aufstand gegen die Römer 66 n.C. war schnell beendet, Qumram fiel 68 n.C., der Tempel in Jerusalem 70 n.C. und die Bergfeste Massada 73 nC. Im Anschluss an den Aufstand wurde das Land säkularisiert, es gab nahezu keine Tempel und Priester mehr.
(http://www.kchanson.com/PTJ/politics.html#tet). (http://www.eyewitnesstohistory.com/)

Der letzte Sohn Philip regiert als Regionalkönig (tetrarch) die nördlichen Gebiete bis zum normalen Tod 34 n.C. Publius Sulpicius Quirinius, römischer Proconsul in Syrien hält 6 n.C. in Judäa und Samaria eine Volkszählung zur Steuerschätzung ab wie bereits 14 Jahre vorher in den Provinzen Syrien und Judäa. In Galiläa hat es in römischer Zeit niemals eine Volkszählung gegeben. 1961 n.C. wurde westlich des Toten Meeres in einer Höhle ein römisches Steuerformular von 127 n.C. gefunden, Volkszählungen zur Steuerschätzung sind in Ägypten und Babylonien bereits seit 3050 v.C. bekannt. Wäre Josef und Maria von Jerusalem 148 km nach Bethlehm gereist um als römische Bürger dort ererbten Besitz für die Steuer zu reklamieren, hätte ein Familienmitglied nur von der römischen Verwaltung unter Publius Sulpicius Quirinius verurteilt werden können.

Nichts vom biblischen Mythos um Jesus ist real, Maria gebar einen unehelichen Balg des römischen Soldaten Panthera. Dazu berichtet der Grieche Kelsos (um 180 n.C.), dass Jesus sich fälschlich als den Sohn einer Jungfrau ausgab und von einer armen Handarbeiterin stamme. Diese wurde von ihrem Manne wegen Ehebruch verstoßen und hat ehrlos umherirrend Jesus heimlich geboren. Der ist aus Armut als Tagelöhner nach Ägypten gegangen und hat sich dort an Zauberkräften versucht. Zurückgekehrt hat er sich viel auf diese Kräfte eingebildet und sich öffentlich als Gott erklärt. Nazareth nahe Jerusalem existiert zu dieser Zeit nicht, zumal der Talmud in ganz Galiläa 63 Ortsnamen bei 2.500 km² Fläche, listet, darunter Yafa Japhia nur 1 km südlich mit umfangreichen Gräberfunden in der Neuzeit. Der Name Nazareth taucht erst um 300 n.C. in Evangelien in Rom auf, es gab niemals eine Volkszählung in Galliläa, Jesus ben Stada war kein Familienmitglied von Josef und Maria und sicher kein Nachkomme Davids, Herodes ist schon 4 Jahre tot und die jungfräuliche Geburt kopiert die Kirche 431 Jahre später aus Heidenkulten.
emporda ( Gast )
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27.08.2007 10:38
#9 RE: Erfundene Religionen antworten

Zitat -----------------
ich glaube nicht das die bibel nur ein roman sein soll. alles auf der erde hat einen sinn, na gut fast alles. es kommt nicht einfach so das wir auf dieser erde leben, das muss einen sinn haben.
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Der Exodus aus Ägypten nach jüdischer Lehre 1312 v.C. kollidiert mit biblischen Zeitangaben 1447 v.C. oder 1528 v.C. Die Israeliten sollen die Stadt von Ramses II (1279 -1213 v.C) gebaut haben. Das Land der Philister existierte aber erst unter Ramses III (1183 – 1152 v.C). Nach der Inschrift von Merneptah waren die Israeliten bereits 1208 v.C. in Kanaan und nichts passt mehr zusammen. In der Bibel wird Ägypten mal von 7 Plagen heimgesucht, dann wieder von 10 Plagen. In einer Plage stirbt alles Getier der Ägypter (2. Mos 9:6) und in den nachfolgenden Plagen leidet das bereits tote Getier oder wird von Gott persönlich niedergemetzelt. Die Israeliten sind mit 70 Leuten nach Ägypten gekommen, nach 40 bis 50 Jahren machen sie sich mit über einer Millonen auf den Rückweg. Wo kamen die alle her, wieso gibt es dazu keine ägyptische Quellen oder Fossilien.

Die archäologischen Beweise, die soziale Struktur der Israelitischen Stämme, die klimatischen Gegebenheiten belegen, dass der Exodus niemals im 13. Jahrhundert v. Chr. stattfand. Orte und Länder der Reiseroute haben noch nicht existiert wie etwa Edom 700 v.C. unter assyrischer Herrschaft. Ebenso wenig sind die göttlichen Gesetzestafeln in Hebräisch real, die Sprache ist erst über 300 Jahre danach entstanden, anfänglich noch mit phönizischem Alphabet als klarer Herkunftsnachweis. Die hebräísche Quadratschrift der bekannten ältesten Papyri ist erst 1000 Jahre später entstanden. Hieratisch als Sprache scheidet ebenfalls aus, hieratische Text-Ikons für die kulturellen Besonderheiten und Götter gab es nicht. Der Sintflutmythos, enorme Personenzahlen (4.Moses 2, 2.Cr 26:12), Altersangaben und sonstige Absurtitäten sind Fehler aus Unwissen, Dummheit oder religösem Fanatismus. Das aufaddierte Alter der Patriarchen von Adam bis Noah ergibt 1656 Jahre im Hebräischen Text, 1307 Jahre im Samaritan Text und 2342 Jahre in der Septuaginta. Die Zeit von Noah bis Abraham differiert noch viel stärker.

Wenn der Gott der Bibel ein Gott aller Menschen ist, müsste er in einer Sprache sprechen, die selbst Ungebildete verstehen, sonst wäre die Bibel nur ein Buch für Leser mit Hochschulbildung. Es kann nicht Gottes Wille sein wenn der Apostel Paulus in einem Brief an seine Glaubensbrüder (1. Kor 1,20) schreibt: Ich will zunichte machen die Weisheit der Weisen, und den Verstand der Verständigen will ich verwerfen." Wo sind die Klugen? Wo sind die Schriftgelehrten? Wo sind die Weisen dieser Welt? Hat nicht Gott die Weisheit der Welt zur Torheit gemacht. Auch Jesus sagte angeblich (Mt 11,25): Ich preise dich, Vater, Herr des Himmels und der Erde, weil du dies den Weisen und Klugen verborgen hast und hast es den Unmündigen offenbart. Also ist davon auszugehen, dass Gott nicht in Metaphern und Gleichnissen zu den Gelehrten sprach. Oder war den Religionsvertretern bereits damals klar – je dümmer um so frommer sind die Gläubigen.

In der neuen Lutherbibel von 1912 n.C. lesen wir die entschärfte Version wie König David nach seinen Eroberungen die Kriegsgefangenen der Amoniter behandelt: (2. Sam 12,31): Aber das Volk darin führte er (David) heraus und stellte sie als Fronarbeiter an die Sägen, die eisernen Pickel und an die eisernen Äxte und ließ sie an den Ziegelöfen arbeiten. Luther übersetzte 1545 n.C. in seiner Bibelversion den Schluss des Verses noch korrekt: und verbrand sie in Ziegelöfen. Im Tanach auf Grundlsage des masoretischen Textes werden die Gefangenen durch die Ziegelöfen geschickt. Ein göttliches Vernichtungslager seines auserwählten Volkes als Keimzelle einer chistlichen Kultur.

Eine andere Verharmlosung liest sich wie folgt (1. Sam 6,19): Aber die Söhne Jechonjas freuten sich nicht mit den Leuten von Bet-Schemesch (Andersgläubige), dass sie die Lade des Herrn sahen. Und der Herr schlug unter ihnen siebzig Mann. Gott erschlug siebzig Männer, nur weil sie sein Heiligtum, die Bundeslade, angeschaut hatten. In der früheren Ausgabe und in der aktuellen Jerusalemer Einheitsübersetzung ist aber von "fünfzigtausend Mann" die Rede. Es werden also in jeder modernen Bibelversion immer weniger Gottesopfer.

Ziemlich harmlos heißt es bei 3. Mose 20,27 noch: Wenn ein Mann oder eine Frau Geister beschwören oder Zeichen deuten kann, so sollen sie des Todes sterben; man soll sie steinigen. Diese Stelle liest sich ursprünglich: Männer oder Frauen, in denen ein Totengeist ist, sollen gesteinigt und getötet werden. Dies bezieht sich klar auf Geisteskranke, eine kleine Textkorrektur macht im Sinne der modernen Kirche daraus einem einen bösartigen Geisterbeschwörer und begründet damit gleichzeitig den dringenden Bedarf nach Exorzisten.

Einen Vers des Evangelisten Lukas übersetzte Martin Luther mit (Lk 2,14): Friede auf Erden, an den Menschen ein Wohlgefallen. Schöne Worte mit denen die himmlischen Heerscharen nach der Geburt Jesu jubilierten und allen Menschen Frieden und Wohlgefallen wünschten. Richtig übersetzt heißt die Zeile aber: Friede auf Erden bei den Menschen seines Wohlgefallens. Dieser feine Unterschied besagt, dass nur Menschen, die Gott gefallen, Frieden finden sollen. Hier haben wir das alte Gottesbild: Entweder du glaubst oder es soll ewiges Heulen und Zähneklappern sein.

Warum der Herr anordnet, dass kein Mann in die Gemeinde aufgenommen werden darf (5. Mose/Dtn. 23,2), dessen Hoden zerquetscht sind oder dessen Glied verstümmelt ist, bleibt wohl jedem Gläubigen ein ewiges Rätsel. Unerbittlich bekämpften die Bibelschreiber den Kult um die oft erwähnte Göttin Aschera - ursprünglich die Frau Jahwes (Mi 5,12-13): Ich will deine (...) Ascherabilder ausreißen. Die biblische Eifersucht auf die Göttin wäre wohl kaum so groß, wäre Aschera nur eine kleine Randerscheinung im Heiligen Land gewesen. Der Kult um sie muss jahrtausendelang weit verbreitet gewesen und im Jerusalemer Tempel ausgeübt worden sein (2. Kön 21,7): Er (Manasse) stellte auch das Bild der Aschera, das er gemacht hatte, in das Haus. Dem Frauenfeind Luther war die Verehrung einer Frau an Gottes Seite ein Gräuel. Er tilgte den Namen Aschera aus allen Versen seiner Bibelfassung und übersetzte zum Beispiel 2. Kön. 13,6 so: Auch blieb stehen der Hain zu Samaria. In der modernen Bibel lässt man die Göttin Ashera auferstehen und wir lesen wieder: Auch blieb das Bild der Aschera zu Samaria stehen

Die Kirchengelehrten behaupteten Mose hätte die fünf Bücher Mose kurz vor seinem Tod etwa 1200 v.C. auf dem Berg Nebo persönlich geschrieben. In den Texten wird das nie behauptet noch existierte Hebräisch als Sprache. Mose beschreibt seinen zukünftigen Tod (5 Mose 34,5): So starb Mose, der Knecht des Herrn. Ebenso unklar bleibt woher Mose weiß, dass es viele Jahrhunderte später ein Land Israel geben wird (1. Mose 36,31): Die Könige aber, die im Lande Edom regiert haben, bevor Israel Könige hatte, sind diese ... Die Mythen der Bibel dienten der Legitimierung des Anspruchs auf weite Gebiete des heiligen Landes für das von Gott auserwählte Volk und um die divergierenden Stämme mit heroischen Geschichten auf eine gemeinsame Nation einzuschwören. Da gab es doch mal jemanden, der hat auch ein Buch geschrieben und mit Schlagworten vom Lebensraum Ost eine ganze Nation ins Verderben geführt - Ähnlichkeiten sind da rein zufällig.

Und die für einen Nobelpreis qualifizierenden Thesen der Bibel sollte man nicht vergessen. Wenn heute Bischöfe der KK die Genesis als Alternative im Biologieunterricht fordern, dann meinen sie genau diesen Stand des Wissens. Nur dummen Gläubigen kann man fast unbegrenzt das Geld aus der Tasche ziehen.

Marcion (85 – 160 n.C.) sichtet die christlichen Texte und reduziert sie auf einen Bestand, welcher als ein Vorläufer des biblischen Kanons mit den Paulusbriefen ein gereinigtes Evangelium enthält. Mit weniger bekannten Texten, Mythen und viel Aberglauben ohne Kenntnisse in Naturwissenschaft wird drauf los phantasiert. Hasen sind Wiederkäuer, Fledermäuse sind Vögel, Vögel und Insekten haben 4 Füße, Schlangen fressen Erde, Kamele haben keine gespaltenen Hufe, wenn bei der Zeugung farbig gestreifte Stäbe in der Tränke liegen werden gemischt farbige Tiere geboren, die Zahl Pi=3,0 usw.

Vier verschiedene französische Kirchen besitzen als Reliquie die Vorhaut Jesu, alle sind natürlich 150% absolut echt und für DNS Analysen nicht erreichbar. Es ist schlimm genug für Jesus ein Freak mit 4 Pimmeln zu sein, schlimmer ist es als Christ vor solchem Quatsch auf den Knien zu kriechen und dafür zu bezahlen - nach päpstlichem Dogma die Pflicht eines jeden gläubigen Christen.

Ein Buch mit solcher Qualität soll richtige Antworten geben auf Fragen der Natuwissenschaften - geradezu ein Witz. Allerdings sollen die Seitenzahlen stimmen.

emporda ( Gast )
Beiträge:

01.09.2007 02:35
#10 RE: Archeologische Sensation! antworten

Ahriman
Den Kindermord hat es nie gegeben, den hat der Evangelist sich aus den Tintenfingern gesogen.

König Herodes (basileus) stirbt nach langem Siechtum im April 4 v.C. Der Sohn Antipas übernimmt als Regionalherrscher (tetrarch) nur Gallilea und die Westbank bis zu seiner Verbannung nach Lyon 38 n.C. Etwa 34 n.C. heiratet er seine verwitwete Schwägerin Herodias, deren Intrigen ihm den Thron kosten. Der andere Sohn Antipas kommt in der Bibel überhaupt nicht vor, beide sind dort nur König Herodes mit einer Regentschaft von etwa 80 Jahren bei 69 Jahren Lebenszeit. Der dritte Sohn Archelaus (Matt 2:22), wird nationaler Führer (ethnarch) von Judäa mit Bethlehem und wegen Unfähigkeit bereits 6 n.C. nach Vienne in Gallien verbannt. In Folge vereinigt Rom unter Kaiser Augustus 6 n.C. Judäa, Samaria und Idumea zu einer Provinz unter einem Prokurator. Ein Jesus ben Stada war ein jüdischer religiöser Agitator, den römische Soldaten als Störenfried in Lydda 15 km von Jerusalem entfernt kreuzigten, was spätere religiöse Phantasten für ihre Jesuslegende nutzten. Ein Aufstand gegen die Römer 66 n.C. war schnell beendet, Qumram fiel 68 n.C., der Tempel in Jerusalem 70 n.C. und die Bergfeste Massada 73 n.C. Im Anschluss an den Aufstand wurde das Land säkularisiert, Tempel und Priester existierten nur noch im Untergrund.
(http://www.kchanson.com/PTJ/politics.html#tet), (http://www.eyewitnesstohistory.com/)

Der letzte Sohn Philip regiert als Regionalkönig (tetrarch) die nördlichen Gebiete bis zum normalen Tod 34 n.C. Publius Sulpicius Quirinius, römischer Proconsul in Syrien hält 6 n.C. in Judäa und Samaria eine Volkszählung zur Steuerschätzung ab wie bereits 14 Jahre vorher in den Provinzen Syrien und Judäa. In Galiläa gab es in römischer Zeit keine Volkszählung. 1961 n.C. wurde in einer Höhle am Toten Meere ein römisches Steuerformular von 127 n.C. gefunden, Volkszählungen zur Steuerschätzung sind in Ägypten und Babylonien seit 3050 v.C. bekannt. Wären Josef und Maria nach Bethlehm gereist um als römische Bürger dort vorhandenen Besitz zu reklamieren, hätte ein Familienmitglied nur von der Verwaltung unter Publius Sulpicius Quirinius verurteilt werden können.

Nichts vom Mythos um Jesus ist real, zwar stirbt Herodes in der Bibel in Mt 2:15 als Jesus in Ägypten ist, Archelaus wird König in Judäa (Mt 2:22), aber der bereits tote Herodes regiert noch 38 Jahre weiter. Maria gebar nach Origenes Adamantius in Contra Celsum 1:32 einen unehelichen Balg des römischen Soldaten Panthera. Der Grieche Kelsos (um 180 n.C.) berichtet Jesus gibt sich fälschlich als Sohn einer Jungfrau und armen Handarbeiterin aus. Sie wurde von ihrem Manne wegen Ehebruch verstoßen und hat heimlich Jesus geboren. Der ist als Tagelöhner nach Ägypten gegangen und hat sich dort an Zauberkräften versucht. Zurückgekehrt bildet er sich viel auf diese Kräfte ein und erklärt sich als Gott. Flavius Josephus nennt für diese Zeit 25 Personen mit Namen Jesus. Talmud Historiker sehen in Jesus nur eine Kopie der älteren Yeshu Ben Pandira Legende.
http://www.angelfire.com/mt/talmud/jesusnarr.html

Nazareth nahe Jerusalem existiert zu dieser Zeit nicht, der Talmud und Flavius Josephus listen in Galiläa 63 Orte auf etwa 2.500 km² Fläche mit Yafa Japhia nur 1 km südlich Nazareth bei umfangreichen Gräberfunden in der Neuzeit. Der Name Nazareth taucht erstmals um 300 n.C. in den Evangelien aus Rom auf, es gab nie eine Volkszählung in Galiläa, Jesus ben Stada stammte nicht aus der Linie von Josef und Maria und war kein Nachkomme Davids, Herodes ist schon 4 Jahre tot und die jungfräuliche Geburt kopiert die Kirche 431 Jahre später aus Heidenkulten.

emporda ( Gast )
Beiträge:

21.11.2007 16:49
#11 RE: Wer war Jesus?? antworten

SnookerRI
Jesus ist Gottes Sohn (Math.3:17) und von Gott rechtmäßig eingesetzter König im messianischen Königreich, welches derzeit im Himmel regiert und durch die Wiederherstellung der Erde unter den menschen wahren Frieden bringen wird...(Eph. 1:19-21; Offb. 21:3-5)
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König Herodes (basileus) stirbt nach langem Siechtum im April 4 v.C. Der vorgesehene Nachfolger Antipater wird wegen Hochverrat 5 b.C. hingerichtet. Der Sohn Antipas (20 v.C. - 40 n.C.)wird Regionalherrscher (tetrarch) von Gallilea und Perea (Westbank) bis zur Verbannung nach Lyon 39 n.C. Etwa 34 n.C. heiratet er seine Schwägerin Herodias, deren Intrigen ihm den Thron kosten. Der Sohn Antipas exisitert in der Bibel nicht, Herodes regiert dort etwa 80 Jahre bei nur 69 Jahren Lebenszeit. Der Sohn Archelaus (23 v.C. – 18 n.C.), wird auf Weisung von Kaiser Augustus nur nationaler Führer (ethnarch) von Samaria, Idumäa, Judäa und wegen Unfähigkeit 6 n.C. nach Vienne in Gallien verbannt. Während Archelaus nach Rom reist, kommt es unter Führung von Judas, Simon und Athronges zu Aufständen, die durch 4 Legionen unter Publius Quinctilius Varus niedergeschlagen werden, Judäa, Samaria und Idumea werden zur römischen Provinz.

Ein Jesus ben Stada war ein Agitator, den römische Soldaten als Störenfried in Lydda 15 km vor Jerusalem kreuzigten, was spätere religiöse Phantasten für ihre Jesuslegende nutzten. Ein Aufstand gegen die Römer 66 n.C. war schnell beendet, Qumram fiel 68 n.C., der Tempel in Jerusalem 70 n.C. und die Bergfeste Massada 73 n.C. Im Anschluss an den Aufstand wurde das Land säkularisiert, Tempel und Priester existierten nur noch im Untergrund. Die religiösen Phantasten der hebräischen Tempelkultur sind nicht in die Welt gezogen das Christentum zu verbreiten, sondern um die eigene Haut zu retten.

Der letzte Sohn Philippos (20 v.C. – 34 n.C.) regiert als Regionalkönig (tetrarch) Itureäa und Trachonitis. Unter Kaiser Tiberius Caesar Augustus (42 v.C. – 37 n.C.) übernimmt der Herodes Enkel Agrippa I im Jahre 37 n.C. die Regentschaft des Philippos, unter Kaiser Gaius Caesar Augustus Germanicus (12 n.C. – 41 n.C.) die Gebiete des Antipas und unter Kaiser Tiberius Claudius Nero Germanicus (10 n.C. – 54 n.C.) auch noch die des Archelaus. Publius Sulpicius Quirinius (45 v.C. – 21 n.C.), römischer Proconsul in Syrien hält 6 n.C. in Judäa und Samaria eine Volkszählung zur Steuerschätzung ab wie bereits 14 Jahre vorher in den Provinzen Syrien und Judäa. In Galiläa gab es in römischer Zeit keine Volkszählung. 1961 n.C. wurde in einer Höhle am Toten Meere ein römisches Steuerformular von 127 n.C. gefunden, Volkszählungen zur Steuerschätzung sind in Ägypten und Babylon seit 3050 v.C. bekannt. Josef und Maria hätten nur als römische Bürger nach Bethlehm reisen müssen um dort vorhandenen Besitz zu reklamieren, ein Familienmitglied hätte nur direkt unter Publius Sulpicius Quirinius verurteilt werden können. Die religiöse jüdische Führung mit Kaiphas besaß zur Zeit Jesu nicht das Recht auf Kapitalgerichtsbarkeit, formaljuristisch widerspricht das in der Bibel geschilderte Verfahren zeitgenössischen jüdischen Rechtsgrundsätzen.

Nichts vom Jesus-Mythos ist real, Herodes stirbt in der Bibel in Mt 2:15 als Jesus in Ägypten ist, Archelaus wird König in Judäa (Mt 2:22), aber der tote Herodes regiert in der Bibel noch 42 Jahre weiter. Maria gebar nach Origenes Adamantius in seinem Contra Celsum 1:32 einen unehelichen Bastard des Soldaten Panthera. Der Grieche Celsos (um 180 n.C.) berichtet Jesus gibt sich fälschlich als Sohn einer Jungfrau und armen Handarbeiterin aus. Sie wurde von ihrem Mann wegen Ehebruch verstoßen und hat heimlich Jesus geboren. Der ist als Tagelöhner nach Ägypten gegangen und hat sich dort an Zauberkräften versucht. Zurückgekehrt bildet er sich viel auf diese Kräfte ein und erklärt sich als Gott. Flavius Josephus nennt für diese Zeit 25 Personen mit Namen Jesus. Talmud Historiker sehen in Jesus nur eine Kopie der älteren Yeshu Ben Pandira Legende. Dagegen berichtet Simeon ben Azzai, ein bekannter Rabbi um 100 n.C., von einer Aufzeichnung in Jerusalem, in der ein „so-und-so“ als Bastad einer verheirateten Frau geboren wurde.

Erstmalig nennt Irenäus von Lyon in seinen Schriften ab 180 n.C. die 4 zentralen Evangelien des Neuen Testaments, das Markus-Evangelium als das Alteste war da noch keine 90 Jahre alt. Es entstandt folglich 3 Generationen nach der Zeit der Handlung. Neben einer auffallend peinlichen Unkenntnis der Geographie von Palästina läßt Markus seinen Buchhelden Jesus in Kapitel 7 aus der Septuaginta Dinge zitieren, die dort gar nicht drin stehen. Nazareth nahe Jerusalem existiert zu Jahrtausenwende noch nicht, der Talmud und Flavius Josephus listen in Galiläa 63 Orte auf etwa 2.500 km² Fläche mit Yafa Japhia nur 1 km südlich Nazareth bei umfangreichen Gräberfunden in der Neuzeit. Der Name Nazareth taucht erstmals nach 200 n.C. in den römischen Evangelien auf. Es gab niemals eine Volkszählung in Galiläa, Jesus ben Stada stammte nicht von Josef und Maria ab und war somit kein Nachkomme Davids, die jungfräuliche Geburt als Übersetzungsfehler kopiert die Kirche 431 n.C. inhaltlich aus Heidenkulten.

Kirchen in Coulombs, Le Puy-on-Velay/Chartres, Besancon, Langres/Marne, Conques/Aveyron, Fecamp/Seine-Maritime besitzen als Reliquie die Vorhaut Jesu, alle sind oder waren 150% echt und für DNS Analysen nicht erreichbar. Es ist schlimm genug für Jesus ein Freak mit 6 Pimmeln zu sein, schlimmer ist es als Christ vor solchem Quatsch auf den Knien zu kriechen und dafür zu bezahlen - nach päpstlichem Dogma die Pflicht eines jeden gläubigen Christen.

Casmiel Offline

Diabolist


Beiträge: 712

21.11.2007 20:10
#12 RE: Wer war Jesus?? antworten

Irgendwie ja schon ganz witzig das Ganze

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Erleuchtung erlangt man nicht, indem man sich dem Licht hingibt, sondern indem man die Dunkelheit ergründet (C.G. Jung)

Vanion Offline

Atheist


Beiträge: 1.568

21.11.2007 22:26
#13 RE: Wer war Jesus?? antworten

Tu nicht so als hättest du das gelesen ^^

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contra principia negantem disputari non potest
http://de.wikipedia.org/wiki/Contra_prin...tari_non_potest

Tao-Ho Offline

Zennois


Beiträge: 5.365

22.11.2007 06:41
#14 RE: Wer war Jesus?? antworten
*ganzrotwerd* ich habe noch nie die Postings von emporda durchgelesen. Sie sind
mir einfach zu langatmig, langweilig und es ist eh immer das Gleiche.

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So wie die Lotosblume lieblich und unbefleckt aus dem Schlamm sich erhebt...
() Tao-Ho

SnookerRI Offline

Soul-Societist


Beiträge: 5.475

22.11.2007 17:46
#15 RE: Wer war Jesus?? antworten

In Antwort auf:
Sie sind
mir einfach zu langatmig, langweilig und es ist eh immer das Gleiche.
Hinzu kommt, dass seine Beiträge nahezu immer wie ein "Stopper" für die Diskussion wirkten. Und wenn jemand mal darauf antwortete, gabs von emporda kaum eine Reaktion darauf. Vielleicht hat er Angst vor dem Dialog, ich weiß es nicht ...


In Memory of Soul-Society

Wohl gibt es zwei Arten von Freunden und es sind diese: Käufliche und Unbezahlbare

Wo Wahrheit ist, ist Bescheidenheit (K.H.Deschner)

Wir wissen nur so viel, wie wir fragen (Wessel Gansfort, 1419-1489)

Tao-Ho Offline

Zennois


Beiträge: 5.365

22.11.2007 19:20
#16 RE: Wer war Jesus?? antworten

In Antwort auf:
Vielleicht hat er Angst vor dem Dialog,

na, da ist er sicher nicht alleine. Dann hat er allerdings auch nichts
in einem Dialogforum zu suchen.

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So wie die Lotosblume lieblich und unbefleckt aus dem Schlamm sich erhebt...
() Tao-Ho

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