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Dieses Thema hat 2 Antworten
und wurde 546 mal aufgerufen
 Hinduismus, Buddhismus und Taoismus
Tao-Ho Offline

Zennois


Beiträge: 5.365

22.06.2007 14:40
Ashram antworten

Gute Idee. Dann machen wir ein kleines Begriffslexikon.

Hier ein Link zu Ashram (Hinduismus):

http://de.wikipedia.org/wiki/Ashram

@the swot
Wenn ich eine Frage zum Judentum habe, mag ich mich gerne an Dich wenden können. Danke schön und auf ein friedliches Miteinander

() Tao-Ho

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So wie die Lotosblume lieblich und unbefleckt aus dem Schlamm sich erhebt...
() Tao-Ho

the swot ( Gast )
Beiträge:

22.06.2007 14:41
#2 RE: Ashram antworten

Danke dass mein Vorschlag aufgenommen wurde

In Antwort auf:
@the swot
Wenn ich eine Frage zum Judentum habe, mag ich mich gerne an Dich wenden können. Danke schön und auf ein friedliches Miteinander


Das ist kein Problem

Tao-Ho Offline

Zennois


Beiträge: 5.365

25.06.2007 00:03
#3 RE: Ashram antworten

Und weiter geht es mit dem Begriff "Ashram"

So viele Yogis es gibt, so viele Ashrams wurden eröffnet...darum will ich hier den wohl bekanntesten Yogi der (nicht mehr so ganz) neueren Zeit vorstellen und auch seinen Ashram.

Aravind (Aurobindo) Ghose, geboren am 15. 8. 1872 in Kalkutta als 3. Kind des Arztes Krishna Dan Ghose und der Svarnalatha Ghose, wird zusammen mit zwei Brüdern nach dem Willen ihres anglophilen Vaters zuerst in der Internatsschule Loreto Convent in Darjeeling und dann in einer Familie eines englischen Pfarrers in Manchester, England, möglichst westlich erzogen. Er besucht zuerst eine öffentliche Schule in Westlondon und dann das King's College in Cambridge, wo er sich für den Eintritt in den indischen Staatsdienst vorbereitet. Schon als Student in England träumt Aurobindo von einem unabhängigen Indien. Darum tritt er einer nationalen Studentengruppe und der Organisation "Lotus und Dolch" bei.

Schon in England hatte Aurobindo den Maharaja von Baroda kennen gelernt. 1893 kehrt er nach dem Tod seines Vaters nach Indien zurück und tritt in die Dienste des Fürstentums Baroda. Zuerst arbeitete er in der Verwaltung des Fürstentums, dann wurde er Lehrer für Französisch am Borada-College, später Englisch-Professor und Mitglied im Vorstand des Colleges. Während seiner Zeit in Baroda lernte er Sanskrit, Bengali, Marathi und Gujarati. 1901 heiratet er die ihm praktisch unbekannte Mrinalini Bose. Auch nach der Hochzeit lebt das Paar die meiste Zeit auf Distanz. Später verbietet ihm sein Yoga eine intensive Beziehung zu Mrinalini. Aurobindo engagiert sich immer offenkundiger im Kampf für die Unabhängigkeit Indiens. 1906 wird er Principal im neuen Bengali College in Kalkutta, und beginnt als Herausgeber mit der Publikation der Zeitschrift „Bande Mataram", die zum Sprachrohr der "Nationalist Party" wurde. Aurobindo forderte als einer der ersten "svaraj", völllige Unbhängigkeit von Grossbritannien, und wurde durch die Zeitschrift zu einem der bekanntesten Kämpfer für die Unabhängigkeit Indiens. Das intensive politische Engagement verband er immer offenkundiger mit einem nicht weniger intensiven Studium des Yoga, ein Studium, das durch die Begegnung mit dem Guru Vishnu Bhaskar Lele aus Maharashtra im Dezember 1907 vertieft und bereichert wurde. Lele löst in Aurobindo in wenigen Tagen intensivster Meditation Erfahrungen aus, die den Lehrer in ihrer Intensität und Spontaneität erschrecken, die Aurobindo aber als Schüler als Analogie zum buddhistischen Nirvana-Erleben oder zum Einssein mit allem im Erlöschen der phänomenalen Welt im Sinne des radikalen Vedanta versteht. Trotz dieser mystischen Erfahrungen gibt er sein politisches Engagement nicht auf. Nach einem von radikalen Unabhängigkeitskämpfern inszenierten Bombenattentat, das einem englischen Distriktsmagistraten gilt, dem aber zwei Frauen zum Opfer fallen, wird Aurobindo 1908 zusammen mit einer grossen Zahl seiner Gesinnungsgenossen verhaftet. Während der langen Untersuchungshaft Im Gefängnis in Kalkutta wandelt er sich in der Einzelzelle im intensiven Studium der Bhagavadgita und des Yoga und im Erleben intensiver Gottesnähe immer offenkundiger vom aktiven Nationalisten zum indischen Yogin und Weisen. 1910 wurde er nach einem langen Prozess freigesprochen. Freunde mit guten Kontakten zur englischen Kolonialverwaltung melden ihm aber, dass ein neues Verfahren mit Hausdurchsuchungen gegen ihn anläuft. Angesichts dieser neuen Bedrohung hört er in sich eine Stimme, die ihm sagt: Geh nach Chandermagore". In dieser französischen Minikolonie konnte ihn die englische Kolonialmacht nicht mehr behelligen. Die gleiche Stimme heisst wenig später, nach dem ebenfalls französischen Pondicherry zu ziehen, wo am 4.April 1910 ankommt und für den Rest seines Lebens bleibt.

Soweit und sogut.

Sein Ashram in Pondicherry:

In Pondicherry wohnte er einige Zeit bei einem Freund, wo 4-5 Freunde Kameraden zusammenlebten. Nach und nach erhöhte sich die Zahl der Bewohner und langsam bildete sich ein Ashram um ihn herum. Heute gibt es Hunderte von Bewohnern im Ashram, die in mehr als hundert Häusern untergebracht sind. Sie engagieren sich in verschiedenen Aktivitäten, die mit dem Ashram verbunden sind – einige in der Molkerei, andere im Gemüsegarten, wieder andere in der Wäscherei und in der kleinen Bäckerei. Viele der jungen Mädchen arbeiten in der zum Ashram zugehörigen Druckerei. Für die Ashrambewohner sind alle Arbeiten teil des Sadhana. Das Leben wird als ungeteiltes Ganzes angesehen, ohne die üblichen Aufs und Abs.

Der Ashram hat auch eine eigene Schule. Der Schwerpunkt dort liegt auf körperlicher Erziehung. Die Berufsausbildung wird den Schülern im Alter zwischen 14 und 18 Jahren vermittelt.

Im Jahr 1920 gesellte sich Mira, eine Französin und Frau von Paul Richard, zu Sri Aurobindos Zirkel. Sie wurde zur Mutter und übernahm den Vorsitz über den Ashram. Jeden Morgen gab sie den begierigen Devotees Darshan vom Balkon, der zu ihrem Zimmer gehörte.

Dazu klau ich mal schnell: http://de.wikipedia.org/wiki/Darshan

Sie überwachte jede noch so kleinste Angelegenheit in der Organisation des Ashram. Alle Aktivitäten des Ashrams werden von Sadhaks bewerkstelligt.

Die Ashrambewohner im Sri Aurobiondo Ashram sind keine Sannyasins (sind Anhänger von Bhagwan Shree Rajneesh), denn auch Aurobindo selbst war kein Sannyasin, aber er war ein Rishi (bezeichnet im Hinduismus einen Seher oder mythischen Weisen). Der Ashram ist weltoffen. Es gibt dort Christen, Zoroastrier, Moslems and Mitglieder von anderen Konfessionen.

Wenn Fragen sind mag ich um ein bisschen Geduld bitten, denn ich leite sie an die hiesigen Ashrams weiter, damit ich diese Antworten mit meinem Posting vergleichen kann und evtl. noch abändern kann, wenn ich ...aber, Ihr habt ja Geduld.

Habt alle einen schönen Wochenanfang. Bisous

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() Tao-Ho

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