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Dieses Thema hat 6 Antworten
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 Christentum
Tao-Ho Offline

Zennois


Beiträge: 5.365

01.07.2007 15:14
Heilige Radegondis von Poitiers antworten

Hallo ihr Lieben,

ich mag hier gerne mal jemanden vorstellen. Eine fränkische Königin, die viel Gutes getan hat und darum viel leiden musste.

RADEGUNDE (Radegundis, frz. Radegonde), fränkische Königin, Heilige (Fest: 13. August), * 518/520, Erfurt, † 13.8. 587, Poitiers. - Tochter des Königs Berthachar (Berthar) von Thüringen, der als Sohn des Königs Basinus seit etwa 500 gemeinsam mit seinen Brüdern Baderich und Hermenefried (Irminfried) in Thüringen herrscht. Um 530 überfällt Hermenefried auf Anraten seiner Gattin Amalberga, einer Nichte des Ostgotenkönigs Theoderich, Berthachars Burg Isenstein, ermordet den König und nimmt seine Kinder gefangen. R. und ihr Bruder werden auf die Burg Seithungi (Burgscheidungen) gebracht, wo sich R. mit Hermenefrieds Sohn Amalafried anfreundet. Wenig später überfällt Hermenefried zusammen mit dem Frankenkönig Theuderich von Reims, einem Sohn Chlodwigs, seinen Bruder Baderich, ermordet ihn und reißt sein Reich an sich, ohne Theuderich den versprochenen Anteil abzutreten. Dieser wagt es erst nach dem Tod des Ostgotenkönigs Theoderich (531), die entgangene Beute zu holen, indem er sich mit seinem Bruder Chlothar I. (Chlothachar) verbündet. Nach der Niederlage der Thüringer an der Unstrut wird Hermenefried den Franken tributpflichtig; später läßt ihn Theuderich bei einem Besuch in Zülpich von der Stadtmauer stürzen (533/534). Seine Frau Amalberga entkommt mit Amalafried nach Byzanz, R. und ihr Bruder werden von den Franken nach Neustrien auf das königliche Landgut Athies bei Péronne an der Somme verschleppt. Hier lernt R. die lateinische Sprache, liest Kirchenväter und Dichter und widmet sich der Pflege und dem Unterricht armer Kinder. Nach dem Tod seiner vierten Gattin, der Königin Ingunde (vor 540), erzwingt Chlothar I. die Heirat mit R., nachdem er kurz zuvor die zehn und sieben Jahre alten Söhne seines verstorbenen Bruders Chlodomer eigenhändig erdolcht und den eigenen rebellierenden Sohn samt seiner Familie in ihrem Haus verbrannt hat. Nach erfolgloser Flucht der Braut findet die Hochzeit in Vitry (Artois) statt. Auch als Königin lebt R. am Hof in Soissons asketisch, beschenkt die Kirche, bemüht sich um Aufhebung von Todesurteilen, pflegt Kranke. Als Chlothar I. um 550 als Vergeltung für einen Aufstand der Thüringer R.s Bruder ermordet, flieht sie nach Noyon und läßt sich von Bischof Medardus zur Diakonin weihen. Anschließend begibt sie sich auf das königliche Landgut Saix (im Grenzgebiet zwischen Touraine und Poitou) und gründet hier eine freie Gemeinschaft von Frauen zur Pflege Kranker und Notleidender. Durch Vermittlung von Bischof Germanus von Paris kann R. 552 mit Zustimmung Chlothars vor den Mauern von Poitiers das Kloster Ste-Marie-hors-les-Murs (später Ste-Croix) gründen, setzt ihre Adoptivtochter Agnes als Äbtissin ein und leistet selbst die niedrigsten Dienste im Kloster. Nach dem Tod Chlothars I. (561) kann R. ihre religiöse Tätigkeit ungehindert fortsetzen. Um 567 kommt der italienische Dichter und Priester Venantius Fortunatus († 609) nach Poitiers, wird zum engen Vertrauten der Königin und der Äbtissin Agnes, die für ihn "Mutter und Schwester" bedeuten (mater honore mihi, soror autem dulcis amore), und nimmt gegenüber Königen und Würdenträgern die Interessen des Klosters wahr. Als auf R.s Bitten das byzantinische Kaiserpaar Justin II. und Sophia 569 einen Splitter vom Heiligen Kreuz nach Poitiers sendet, benennt R. ihre Abtei um zu Ste-Croix. Venantius verfaßt zu diesem Ereignis mehrere Hymnen, darunter "Pange lingua gloriosa" und "Vexilla regis" sowie ein Lobgedicht auf das Kaiserpaar. Anläßlich einer Reise nach Arles zusammen mit Agnes (570) lernt R. die Ordensregel des Caesarius von Arles († 542) kennen, die dieser bedeutendste Förderer des südgallischen Mönchtums für das von seiner Schwester Caesaria geleitete Kloster St-Jean ausgearbeitet hat, und reformiert danach ihr eigenes Kloster, um den Machtansprüchen des Bischofs Maroveus von Poitiers zu begegnen. R., die sich in ihren letzten Lebensjahren an strenge Klausur hält, stirbt am 13.8. 587 und wird in der Krypta ihrer Klosterkirche (später Ste-Radegonde) beigesetzt. Anwesend ist auch der mit ihr befreundete Gregor von Tours, der später ihr Begräbnis beschreibt. Bei der Öffnung des Grabes 1012 soll der Leichnam intakt erhalten gewesen sein. 1562 wird das Grab von Hugenotten aufgebrochen und geplündert, die Gebeine werden teilweise verbrannt. R. ist Patronin von Poitiers, des Jesus College in Cambridge, der Weber und Töpfer, gegen Wassergefahren, Aussatz, Geschwüre, Krätze, Grind und Fieber bei Kindern. Ihr Kult verbreitete sich vor allem in Frankreich, dann in England, Süddeutschland und Österreich. Dargestellt wird R. als Äbtissin und Klosterfrau, als Gründerin mit Kirchenmodell, mit Buch und Geißel und der Krone zu ihren Füßen. Als Biograph wird Venantius zum wichtigsten Zeugen von R.s Wirken. Von seiner Hand stammt neben etlichen Gelegenheitsgedichten an R. auch die Elegie "Vom Untergang Thüringens", in der er nach R.s Angaben den Überfall der Franken in ihrer Jugendzeit schildert. Ein anderes Bild vermittelt die zweite, etwas jüngere, von der Nonne Baudonivia verfaßte Vita, die um 600 im Kloster Ste-Croix lebt, eine "persönliche und alltagsnahe Darstellung" (Wittern), die R. als Bekehrerin der Franken, als Gründerin und geistliche Leiterin des Klosters zeigt, die sich nicht scheut, mit ihren Predigten für die Nonnen das Lehrverbot für Frauen zu übertreten (zur hagiographischen Typisierung vgl. Gäbe; beide Viten verarbeitet von Hildebert von Le Mans). In den Martyrologien ist R. seit Beda verzeichnet (danach Rabanus Maurus, Wandalbert von Prüm, Usuardus, Notker).

(Quelle http://www.bautz.de/bbkl/r/radegundis.shtml)

Tja, das war schon eine tolle Frau, die nicht verzweifelte, sondern aus ihrer Not für andere Menschen einen Segen machte.

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Bruder Spaghettus ( gelöscht )
Beiträge:

01.07.2007 18:01
#2 RE: Heilige Radegondis von Poitiers antworten

Na ja, Quelle Kirchenlexikon Denen glaub ich einfach nicht, die haben die Geschichte viel zu oft so umgebogen, wie sie ihnen in ihren Kram passte. Solche Artikel sollte niemand ungeprüft als geschichtliche Wahrheit akzeptieren.

Tao-Ho Offline

Zennois


Beiträge: 5.365

01.07.2007 18:26
#3 RE: Heilige Radegondis von Poitiers antworten

Nun lieber BS,

ich sage nicht das alles stimmt. Mir geht es hier nur darum, das diese Frau gute Dinge getan hat.

In Antwort auf:
Solche Artikel sollte niemand ungeprüft als geschichtliche Wahrheit akzeptieren


Da bin ich ganz Deiner Meinung. Ich glaube z. B. auch nicht, dass der Leichnam dieser Dame unbeschadet die Zeiten überstanden hat.

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Gysi Offline

Atheist


Beiträge: 16.127

01.07.2007 18:44
#4  Heilige Radegondis von Poitiers antworten

In Antwort auf:
Mir geht es hier nur darum, das diese Frau gute Dinge getan hat.
Hier ist von Teresa die Rede?
1. Ich bin mir nicht sicher, ob sie nicht so ein barmherziger Mensch war der Menschen wegen - oder um ein hübsches Sonderplätzchen im Himmel zu ergattern.
2. Sie war strikt gegen die Verteilung von Kondomen und hat sich damit einen Teil ihrer Klientel der Kranken und Verelendeten selbst geschaffen - so verbrettert unbarmherzig war sie allemal...

Gysi

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Tao-Ho Offline

Zennois


Beiträge: 5.365

01.07.2007 18:48
#5 RE: Heilige Radegondis von Poitiers antworten

Nein lieber Gysi, von Radegonde der Frankenkönigin. Heilig war sie nicht und ich glaube den Schmus der Kirchen auch nicht, aber sie hat wirklich gute Dinge getan.

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() Tao-Ho

Gysi Offline

Atheist


Beiträge: 16.127

01.07.2007 18:55
#6  Heilige Radegondis von Poitiers antworten

Ach so. Sorry. War also eine unnötige Antwort von mir...

Gysi

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Tao-Ho Offline

Zennois


Beiträge: 5.365

01.07.2007 19:31
#7 RE: Heilige Radegondis von Poitiers antworten

In Antwort auf:
Ach so. Sorry. War also eine unnötige Antwort von mir...


Nö, wie kommst Du darauf, dass Deine Antwort unnötig war? Hätte doch gut sein können.

Hab noch einen schönen Abend

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