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Dieses Thema hat 140 Antworten
und wurde 10.044 mal aufgerufen
 Christentum
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kadesch Offline



Beiträge: 2.705

05.04.2007 14:16
#26 RE: RE:Jesus, Paulus und das Christentum antworten

Jedenfalls ist das von Paulus propagierte Christentum
wesentlich weiter vom Judenchristentum (falls es ein solches überhaupt gegeben hat)
entfernt als ind er ganzen Diskussion beleuchtet wurde.
Ich persönlich bezweifle stark dass es eine Judenchristliche Urgemeinde
in dem sinn wie es die Kirchengeschichte lehrt tatsächlich gegeben hat.
Es waren alles Juden auch weiterhin an ihrem Judentum anhingen.
Das was wir heute als Christentum ansehen hat mit dieser Jerusalemer
"Urgemeinde" absolut nichts zu tun!!!!
Sogar der aus meiner Sicht aus einer christlichen Sekte hervorgegangene
Islam hat stärkere jüdische Wurzeln als das Paulinische Christentum heutiger Prägung.

Gruß Kadesch

Glaube ist Aberglaube

Antony11 ( Gast )
Beiträge:

06.04.2007 20:18
#27 RE: Jesus, Paulus und das Christentum antworten

Zitat von kadesch
Lies mal "Verschlussache Jesus"
da kannst du die Texte in der Übersetzung lesen
Gruß Kadesch
Danke für den Hinweis, ahnte ich doch, dass mein Freund "geheime" Quellen hat.

SnookerRI Offline

Soul-Societist


Beiträge: 5.400

07.04.2007 12:15
#28 RE: RE:Jesus, Paulus und das Christentum antworten

Zitat von 89
Der Narr hat ja auch empfohlen ledig zu bleiben, nur eine Frau zu nehmen, wenn es gar nicht anders geht. Ich möchte mal wissen, wie er das heilbringente Christentum weiterleben lassen wollte, wenn keine Kinder mehr gezeugt werden, da Geschlechtsverkehr außerhalb der Ehe tabu war.



Moin Frank!

Paulus führte hier lediglich die Vorteile des Ledigseins auf. Insbesondere sprach er dabei diejenigen an die die gabe - nicht den Zwang - der ledigkeit im Dienst für Gott umsetzen wollten. Denn entweder setzt man sich voll für den Partner ein, oder man geht im Dienst für gott auf.
Denkst du desweiteren, dass es ausreicht, genügend kinder in die Welt zu setzten, um eine Lehre aufrechtzuerhalten?

In Antwort auf:
Sein katastrophales Frauenbild, sein Loblied auf das Zölibat, alle Briefe und die Apostelgeschichte wimmeln von Verboten(oftmals ausschließlich für Frauen).


Bezüglich des Zölibats ist folgende Aussage des Paulus sehr interessant: 4 Die inspirierte Äußerung aber sagt ausdrücklich, daß in späteren Zeitperioden einige vom Glauben abfallen werden, indem sie auf irreführende inspirierte Äußerungen und Lehren von Dämọnen achtgeben, 2 durch die Heuchelei von Menschen, die Lügen reden, die in ihrem Gewissen gebrandmarkt sind, 3 die verbieten zu heiraten und gebieten, sich von Speisen zu enthalten, die Gott geschaffen hat, damit sie mit Danksagung von denen genossen werden, die Glauben haben und die Wahrheit genau erkennen. (1. Tim. 4:1-3)


In Kapitel 3 werden die Vorraussetzungen für diejenigen erwähnt, die als Dienstamtgehilfen oder Diakone, bzw. Älteste dienen möchten und auch in diesen ist der Bund der Ehe in keinster Weise ein Hinderniss...

Woher kommt denn dann das Zölibat, wenn es nicht aus der bibel ableitbar ist?


In Memory of Soul-Society

Wohl gibt es zwei Arten von Freunden und es sind diese: Käufliche und Unbezahlbare

Wo Wahrheit ist, ist Bescheidenheit (K.H.Deschner)

Wir wissen nur so viel, wie wir fragen (Wessel Gansfort, 1419-1489)

89 ( Gast )
Beiträge:

07.04.2007 16:47
#29 RE: RE:Jesus, Paulus und das Christentum antworten
Paulus führte hier lediglich die Vorteile des Ledigseins auf. Insbesondere sprach er dabei diejenigen an die die gabe - nicht den Zwang - der ledigkeit im Dienst für Gott umsetzen wollten. Denn entweder setzt man sich voll für den Partner ein, oder man geht im Dienst für gott auf.
Denkst du desweiteren, dass es ausreicht, genügend kinder in die Welt zu setzten, um eine Lehre aufrechtzuerhalten?

-------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
Tja, Snooker mir ging es da nicht einmal um die Erhaltung einer Lehre, wie das Christentum an sich (die ich aus meiner wirklich nur persönlichen Sicht gar nicht mal als so erhaltenswert ansehe) sondern viel simpler: der menschlichen Rasse selbst, diesen Anspruch hat ja wohl das Christentum, allumfassend zu sein und jeden Menschen selig machen zu wollen, nur ebend nach dessen Spielregeln. Aber um dies zu vollenden, braucht es Nachwuchs : "Ich wünschte zwar, jeder würde wie ich ehelos bleiben.....Den Unverheirateten und Verwitweten rate ich, lieber ledig zu bleiben, wie ich es bin" ( 1. Korinth.7 H.f.A.-Bibel). Das wird zwar hin und wieder relativiert, die Aussage bleibt die gleiche.

Ich stelle da mal eine vielleicht gewagte aber nicht von der Hand zu weisende Hypothese in den Raum, die Dir sicher nicht neu ist, die ich aber erst vor kurzem wieder gelesen habe, bei M. Onfray: "Er (Paulus) ist von Natur aus mit Impotenz oder einer problematischen Libido geschlagen. Wie reagiert er darauf? Er erklärt, dass diese natürlichen Zwänge genau das seien, was er will, und dass er sich ganz bewusst für sie entschieden habe..."
SnookerRI Offline

Soul-Societist


Beiträge: 5.400

07.04.2007 16:53
#30 RE: RE:Jesus, Paulus und das Christentum antworten

In Antwort auf:
"Er (Paulus) ist von Natur aus mit Impotenz oder einer problematischen Libido geschlagen. Wie reagiert er darauf? Er erklärt, dass diese natürlichen Zwänge genau das seien, was er will, und dass er sich ganz bewusst für sie entschieden habe..."


Hier würden mich mal die Anhaltspunkte für diese These interessieren. Nicht dass sie am Ende doch von der hand zu weisen ist...


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89 ( Gast )
Beiträge:

07.04.2007 17:18
#31 RE: RE:Jesus, Paulus und das Christentum antworten
Zitat von SnookerRI
In Antwort auf:
"Er (Paulus) ist von Natur aus mit Impotenz oder einer problematischen Libido geschlagen. Wie reagiert er darauf? Er erklärt, dass diese natürlichen Zwänge genau das seien, was er will, und dass er sich ganz bewusst für sie entschieden habe..."

Hier würden mich mal die Anhaltspunkte für diese These interessieren. Nicht dass sie am Ende doch von der hand zu weisen ist...


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crazy]
Ich kann dir da nur das Buch an sich empfehlen: Michel Onfray " Wir brauchen keinen Gott", ansonsten würde das zu weit führen. Vielleicht noch kurz die einzelnen Überschriften des Paulus_Kapitels, hören sich etwas reiserisch und kernig an, beziehen aber fundiertes Hindergrundwissen mit ein und finden meine ungeteilte Zustimmung:"Wahnvorstellungen eines Hysterikers"
"Die Übertragung einer Neurose auf die gesamte Welt"
"Die rache einer Missgeburt"
"Verherrlichung der Knechtschaft"
"Sein Hass auf die Intelligenz" (DAS sind also Überschriften aus dem Onfray-Buch über Paulus)
Ronnie77 ( Gast )
Beiträge:

15.04.2007 11:04
#32 RE: RE:Jesus, Paulus und das Christentum antworten

Auf Paulus bin ich sicher nicht gut zu sprechen.
Aber ich muss auch sagen, hätte er nicht die "Fackel" des Christentums getragen, wären wir
mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit in Europa alle Moslems!
Er war der erste der Nichtjuden taufte.

Bruder Spaghettus ( gelöscht )
Beiträge:

15.04.2007 11:42
#33 RE: RE:Jesus, Paulus und das Christentum antworten

In Antwort auf:
Aber ich muss auch sagen, hätte er nicht die "Fackel" des Christentums getragen, wären wir
mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit in Europa alle Moslems!


Wie kommst du auf den Gedanken? Denkst du nicht, dass sich die europäischen Völker auch ohne Christentum gegen Fremdbesatzung gewehrt hätten?

Ich vermute eher, wir hätten dann eine Menge weniger Tote in Europa und Afrika gehabt.

Ronnie77 ( Gast )
Beiträge:

15.04.2007 12:09
#34 RE: RE:Jesus, Paulus und das Christentum antworten

Als das Christentum im römischen Reich aufkam gab es Widerstand seitens der Haiden.
Sie wurde verfolgt, umgebracht...
Die Verbreitung des Christentums ging dann sehr schnell.
Ich glaube gewehrt hätten sich die europäischen Völker sicher, aber wie lange?
Beinahe hätte der Islam ja schon in Europa Einzug genommen:
Zum Glück wurden die Türken bei Wien zurückgeschlagen.

Wir haben halt das Christentum eingeimpft bekommen!
Aber zum Glück nicht den Islam.

Wenn es das Christentum nicht gäbe hätten wir sicher nicht so viele Tote in Europa und Amerika, Afrika gehabt.

kadesch Offline



Beiträge: 2.705

17.04.2007 10:44
#35 RE: RE:Jesus, Paulus und das Christentum antworten

Das denke ich jetzt nicht.
Überlege dir mal was passiert wäre wenn die Atzteken europa entdeckt hätten und hier
Tempel für Menscheopfer gebaut hätten.
Ich denke wann immer ein Volk die Herrschaft über ein anderes bekommt endet es in Gewalt und
Unterdrückung.
Mir ist jedenfalls kein positivbeispiel bekannt.


Gruß Kadesch

Glaube ist Aberglaube

Ronnie77 ( Gast )
Beiträge:

17.04.2007 10:49
#36 RE: RE:Jesus, Paulus und das Christentum antworten

Wenn die Atzteken gekommen wären, hätte es wieder Kämpfe gegeben.
Die Frage ist, ob zum Beispiel die Religion der Atzteken gegen das Christentum hätte bestehen können?
Wäre das Christentum dann später aufgekommen, hätte es wieder Gewalt gegeben!

Bruder Spaghettus ( gelöscht )
Beiträge:

17.04.2007 12:37
#37 RE: RE:Jesus, Paulus und das Christentum antworten

Mir geht es dabei um Missionierung mit dem Schwert. Bei Religionen, die nicht missionieren, gibts die nun mal nicht.
Auch religöse Kriege sind dort seltener.

Könnt ihr euch z.B. wirklich Kreuzzüge ohne Christentum vorstellen?

Könnt ihr euch vorstellen, dass Religionen ohne Alleinvertretungsanspruch Bibliotheken niederbrennen und ganze Kulturen vernichten nur weil die nicht in ihr Glaubensschema passen?
Das Christentum war eindeutig hinderlich bei der Herausbildung unserer heutigen pluralistischen und demokratischen Gesellschaft.
Daran ändert sich auch nichts, wenn der Islam in seinem Verbreitungsgebiet noch hinderlicher ist.

Don't Panic Offline




Beiträge: 438

17.04.2007 23:48
#38 RE: RE:Jesus, Paulus und das Christentum antworten

In Antwort auf:
Überlege dir mal was passiert wäre wenn die Atzteken europa entdeckt hätten und hier
Tempel für Menscheopfer gebaut hätten.

...dann wären Europa im Gegenzug Hexenverbrennung und Inquisition erspart geblieben.
So oder so, bleibt sich also irgendwie gleich...

Antony11 ( Gast )
Beiträge:

18.04.2007 00:45
#39 RE: RE:Jesus, Paulus und das Christentum antworten

Zitat von kadesch
Ein Epileptiker mit Wahnvorstellungen prägt das
Christentum.... das muss man sich auf der Zunge zergehen lassen :-) *lach
Nun als Epileptiker wäre er wahrscheinlich als von Dämonen besessen "erkannt" worden und entsprechend mißachtet worden.
Aber einen Hitzeschlag kann man als Zeichen deuten, wenn man es geschickt anstellt, noch dazu wenn man vorübergehend für drei Tage erblindet, die dann oh Wunder, plötzlich abheilt.

kadesch Offline



Beiträge: 2.705

18.04.2007 14:14
#40 RE: RE:Jesus, Paulus und das Christentum antworten

Hmm mir ist weder der Scheiterhaufen
noch so ein tempel in de mir das Herz herausgeschnitten wird
eine angenehme vorstellung.

Glaube ist Aberglaube

Antony11 ( Gast )
Beiträge:

20.05.2007 19:37
#41 RE: RE:Jesus, Paulus und das Christentum antworten

Zitat von kadesch
Überlege dir mal was passiert wäre wenn die Atzteken europa entdeckt hätten und hier
Tempel für Menscheopfer gebaut hätten.
Ich denke wann immer ein Volk die Herrschaft über ein anderes bekommt endet es in Gewalt und
Unterdrückung.
Mir ist jedenfalls kein positivbeispiel bekannt.
Tja, die guten alten Atzeken hatten ja die Landebahnen der Außerirdischen. Die konnten ihre "Götter" gelegentlich sehen.
Der Moses aber sah nur den "Finger" Gottes als die Steintafeln beschriftet wurden. Der einzige der dabei nicht durchblickte war der olle Paulus, denn der hielt sich schon zu Lebzeiten für was besonderes!

kadesch Offline



Beiträge: 2.705

21.05.2007 10:13
#42 RE: RE:Jesus, Paulus und das Christentum antworten

@Ronny
Zitat:
Auf Paulus bin ich sicher nicht gut zu sprechen.
Aber ich muss auch sagen, hätte er nicht die "Fackel" des Christentums getragen, wären wir
mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit in Europa alle Moslems!
Er war der erste der Nichtjuden taufte.

Ähmmmmm

ohne das Christentum hätte es vermutlich den Islam garnicht gegeben,
genau so wie es ohne das Judentum Islam und christentum nicht gegeben hätte.

Wäre Europa im Mittelalter Islamisch geworden hätte sich der Islam vermutlich auch völlig anders entwickelt.

Als Beispiel möchte ich mal das maurische Spanien anführen.
Kulturell war es allen anderen Gebieten Europas (vielleicht mit Ausnahme von Byzanz)
überlegen.

Beim Thema Islam habe ich folgende These:

1.) Basierend auf der Annahme dass sich in der christlichen Zeitrechnung
mehrere Jahrhunderte zuviel befinden ( siehe meinen Thread )müsste man
etwa 300 jahre vor der Hidschra (dem Auszug aus Mekka nach Medina)
ein Ereignis gegeben habe das eine ähnliche Zäsur darstellt.
Und ich wurde da auch prompt fündig. Es war das Konzil zu Nicäa (325 n.chr)
in welchem die arianischen Christen als Ketzer verurteilt und verfolgt wurden.
Auf diesem Konzil prägte sich die Trinitarische Gottesvorstellung wie sie noch heute in der
Katholischen Kirche existiert. Während die Arianer ein Christentum predigten in welchem
Jesus die gleiche Sichtweise wie im Islam zugebilligt wurde.
Jesus wird nicht als Gott, oder Gottähnlich sondern als ein erwählter Gottes und als Prophet
angesehen. Auch das beibehalten von Speisevorschriften und der Beschneidung führen uns direkt
zum Islam. Ich sehe in den Arianern eine direkte Verbindung zu der Urgmemeinde die aus
Jerusale nach dem jüdischen Aufstand 70n.chr. nach Arabien in die gegend von Mekka auswanderte.

2.) Das heutige Christentum (mit Ausnahme der äthiopischen und koptischen Kirche)geht ja auf das
paulinisch geprägte Christentum des Westens zurück.
Während die im Islam deutlich spürbaren Christlichen Wurzeln nicht auf das paulinische
Christentum verweisen.

Selbst wenn sich die ca 300 - 350 Jahre die ich als zuviel deklariere als Hirngespinnst erweisen
lassen sich die judenchristlichen Wurzeln des Islam nicht leugnen, und bedürfen einer genauen Erforschung.
Gruß Kadesch

Glaube ist Aberglaube

Gysi Offline

Atheist


Beiträge: 15.743

21.05.2007 10:42
#43 Jesus, Paulus und das Christentum antworten

In Antwort auf:
Während die im Islam deutlich spürbaren Christlichen Wurzeln nicht auf das paulinische Christentum verweisen.
Der Islam bezieht sich also mehr auf das Urchristentum außerhalb Paulus'. Das ist gut möglich. Vielleicht ist Paulus ja auch als "der Fälscher" der Evangelien gemeint. Und dass der ein paar Sätze dazu gesetzt hatte, um die Göttlichkeit seines Superstars zu "belegen" - ich halte das für wahrscheinlich. Sieht der Islam die historische Rolle Jesus' realistischer? Immerhin geht der Koran auch von der jungfräulichen Geburt aus. Und dass Jesus eines Tages wiederkehrt. Nur die Kreuzigung bestreiten die Muslime. Auf jeden Fall ist der Islam deutlich vom Judentum und Christentum geprägt. Irgendwie ist der eine Fortsetzung der Johannes-Offenbarung im NT, nur härter. Und mit der Nächstenliebe haben die auch nicht so viel am Hut. Von Jesus haben die nur das Jüngste Gericht übernommen. Die "große" Zusatzleistung des Gesandten war die detailliertere Beschreibung und besondere Hervorstellung der Höllenstrafen gegen die Ungläubigen...

Gysi

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Reden ist Silber, Schweigen ist Blech! (gz)

kadesch Offline



Beiträge: 2.705

22.05.2007 10:08
#44 RE: Jesus, Paulus und das Christentum antworten

Jungfräuliche Geburt:

damit ist nicht die körperliche Jungfräulichkeit gemeint.
In der griechischen Übersetzung ist als Wort Alma genannt, welches
jungfrau in Bezug auf das Alter meint.
Und dies wurde anscheinend bei der Übersetzung ins lateinische
mit Virgo übersetzt. Und das bedeutet Jungfräulich in Sinne
der unbeflecktheit.
Da der Islam ja erst jahrhunderte später erscheint, können
auch Lateinisch - Christliche Einflüsse nicht ausgeschlossen werden.
Eventuell kaan auch die Übersetzung von Aramäisch in Arabisch
oder Griechisch in Arabisch die Ursache für die Jungfräulich keit Marias gewesen sein.

Die Kreuzigung ist in der Tat eine sehr interessante Unterscheidung.
Es gibt folgende Theorie: Jesus hatte einen Zwilligsbruder namens Thomas.
Thomas ist Aramisch und heisst übersetzt Zwilling.
Vermutlich spielt der Koran hier auf eine mögliche Kreuzigung des
Bruders an.
Aber das ist nur eine Spekulation.
auch ein Kuhhandel zwischen den anhängern Jesus und Pilatus wäre
denkbar. Vielleicht hat dieser sich darauf eingelassen jesus zu verschonen und
einen ihm ähnlich sehenden zu Kreuzigen.
Auch die Geschichte mit Barrabas ist höchstgradig seltsam.
Der name Barrabas bedeutet ja nur "Sohn des Vaters"
Übrigens halte ich diese Episode für entweder frei erfunden oder
so stark verfälscht dass der eigentliche Ablauf der Ereignisse nicht mehr klar erkennbar ist.
Eine Begnadigung eines Gefangenen hat es de facto nie gegeben.
Zumindest "per Volksentscheid"
Dazu noch einen Bekannten Rebellen gegen Rom.

Meine Theorie ist dass die Römer einen Unschuldigen bzw, Thomas den Zwillingsbruder
gekreuzigt haben.
Und damit es nicht auffällt, haben sie ihn entgegen der Sitte die
gekreuzigten am Kreuz verwesen zu lassen, abgenommen und in ein Grab legen lassen.
Diese Leiche haben sie dann später "entsorgt" damit niemand den Schwindel bemerkt.
Jesus haben sie dann nahe gelegt er solle von der Bildfläche verschwinden
und das tat er dann, nachdem er sich einem kleinen Kreis seiner Anhänger
gezeigt hatte.
Nächstenliebe ist ja so eine Sache...
sind wir doch mal ehrlich... das ist auch im Christentum nicht immer so glücklich gelaufen, oder?

Gruß Kadesch




Glaube ist Aberglaube

Gysi Offline

Atheist


Beiträge: 15.743

22.05.2007 10:30
#45 Jesus, Paulus und das Christentum antworten

In Antwort auf:
Nächstenliebe ist ja so eine Sache...
sind wir doch mal ehrlich... das ist auch im Christentum nicht immer so glücklich gelaufen, oder?
Natürlich nicht. Aber die Nächstenliebe ist doch das große Pfund der Christenlehre. Ohne sie hätten sie heute Rechtfertigungszwänge, die sie nicht mehr überstehen könnten. Oder ganz Europa und Amerika hätten sich ganz anders entwickelt. Es gibt ja Leute, die sagen, dass die (philosophische) Aufklärung und die Demokratisierung auch der Lehre der Nächstenliebe mit zu verdanken gewesen wäre. Möglich isses. Aber die Vergöttlichung des Protagonisten der Nächstenliebe durch Paulus hat dieser Lehre schweren Schaden zugefügt. Denn: Die Nächstenliebe richtet sich an das Du. Die Theorie der Wiederauferstehung und der Sündenentschuldung (bei Glauben) kehrt die christliche Lewhre wieder auf das Ich zurück: Alles giert nach dem ewigen Leben - und dafür wird von bedingungsloser Unterwerfung bis zur radikalen Ausschaltung des nach der Logik arbeitenden Verstandes, Zweifelstabuisierung und Angsverdrängung alles getan.

Gysi

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kadesch Offline



Beiträge: 2.705

22.05.2007 12:09
#46 RE: Jesus, Paulus und das Christentum antworten

Das Huaptmerkmal des Christentums ist der Glaube an die Auferstehung
und die Sündenvergebung durch den Glauben an Jesus.
Die Nächstenliebe ist nur so ein Nebeneffekt, der eigentlich erst in neuerer
Zeit stärker zum Tragen gekommen ist.

Nächstenliebe war noch im späten Mittelalter nur auf die Begrenzt
die einem sowie so schon nahe stehen.
Eigentlich ist damit die Feindesliebe gemeint? oder?
Die meisten christen trachten ja tatsächlich nur nach dem eigenen Seelenheil.
bzw nach dem Seelenheil der anderen (so wie die Puritaner)
um ja nicht vor dem jüngsten Gericht dumm da zu stehen ;-)
Aber eher aus selbstnutz.
Gruß Kadesch

Glaube ist Aberglaube

SnookerRI Offline

Soul-Societist


Beiträge: 5.400

22.05.2007 13:10
#47 RE: Jesus, Paulus und das Christentum antworten

In Antwort auf:
Die Nächstenliebe ist nur so ein Nebeneffekt, der eigentlich erst in neuerer
Zeit stärker zum Tragen gekommen ist.


Gemäß Johannes 13: 34,35 ist die Nächstenliebe eines der Haupterkennungsmerkmale wahrer Nachfolger Christi. Und das ist auch logisch: Wenn es noch nicht mal innerhalb einer Gruppe zur Harmonie reicht - wie soll das denn erst nach Aussen hin funktionieren?

In Antwort auf:
Nächstenliebe war noch im späten Mittelalter nur auf die Begrenzt
die einem sowie so schon nahe stehen.
Wir wissen doch alle, durch wen und was ein solches Verständins der Nächstenliebe geprägt wurde - noch dazu kennen wir die Hintergründe.
Jesu Gleichnis vom "barmherzigen Samariter" zeichnet in dieser Hinsicht ein ganz anderes Bild. Wiederum: Trau, schau Wem; man wird nicht Christ, weil man sich so nennt. gesellschaftlich vielleicht noch, aber nicht vom Standpunkt der Bibel, aber der interessiert die Wannabe-Christen eh nicht.




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kadesch Offline



Beiträge: 2.705

22.05.2007 15:21
#48 RE: Jesus, Paulus und das Christentum antworten

Tja leider machen die Menschen die wirklich nach der christlichen Lehre
Leben nur einen kelinen Bruchteil aus. Ich vermute dass es zu früheren
Zeiten auch nicht wesentlich mehr waren.
Die meisten waren und sind nur Mitläufer, die Nominell Christen sind
aber nicht christlich handeln.

Irgendwie Traurig

Gruß Kadesch

Glaube ist Aberglaube

SnookerRI Offline

Soul-Societist


Beiträge: 5.400

22.05.2007 18:13
#49 RE: Jesus, Paulus und das Christentum antworten

In Antwort auf:
Irgendwie Traurig
Und doch wurde genau das von jesus vorrausgesagt. Seine Nachfolger würden, ums seines namens Willen zum gegenstand des hasses aller menschen werden. (Luk. 21:17) Und wer will schon von allen Menschen gehasst werden?


In Memory of Soul-Society

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DeGaertner Offline



Beiträge: 1.192

22.05.2007 18:57
#50 RE: Jesus, Paulus und das Christentum antworten

In Antwort auf:
Und doch wurde genau das von jesus vorrausgesagt. Seine Nachfolger würden, ums seines namens Willen zum gegenstand des hasses aller menschen werden.


Seine Nachfolger ?
Wer sind die denn?

Also ich hasse die nicht.
Ich glaube dass sie nicht von der hellsten Sonne beschienensind...aber warum sollte ich sie deshalb hassen ?


atz

Und hütet euch vor den leuchtenden Augen der Missionare, die vorgeben euch die Wahrheit zu bringen ....
denn das Leuchten könnte auch die Sonne sein , die durch die hohle Birne scheint !!

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"Ich bin völlig anderer Meinung als Sie. Aber ich werde mein Leben dafür einsetzen,
dass Sie sie sagen dürfen!" (Voltaire)

"Habe den Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen!" (Immanuel Kant)

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