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Religionsforum
Atheismus vs. Religionen  

Der substanzielle  Dialog
 
"Je suis Charlie!"
Für Säkularismus und Religionskritik!


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Dieses Thema hat 392 Antworten
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 Atheismus/Agnostizismus
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Fenris Offline

Freidenker

Beiträge: 1.345

06.09.2007 11:35
#251 RE: Wozu ist ein Gott für mich nützlich? antworten

Zitat von Banda
Wenn die Welt euch haßt,so bedenkt, daß sie mich vor euch gehaßt hat.
Was meint der Sohn Josephs,aus Nazaret damit ?


Ja, da könnte ich mir jetzt vorstellen, dass dies mir sagt, wenn ich geschmückt mit religiösem Firlefanz duch die Gegend laufe und man Eier nach mir wirft, dass ich Trost im Gedanken finden soll, dass er schon viel früher welche abgekriegt hat!

Für micht immer schon eine "Verarschung" sondergleichen.



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*Das Tier taugt zu allem, was es soll, vollkommen. Der Mensch zu nichts recht, als was er lernt, liebt und übt. (Johann Heinrich Pestalozzi 1746-1827)*

Bruder Spaghettus ( gelöscht )
Beiträge:

06.09.2007 12:59
#252 RE: Wozu ist ein Gott für mich nützlich? antworten
In Antwort auf:
Ich würde aber denken, umgekehrt wird eher ein Schuh daraus - soweit die Geschichte zurückgeht, waren Menschen religiös und verehrten irgendwelche Götter


Den Gedanken hatte ich auch, aber verworfen. Die ersten Gesellschaften haben wohl eher an Geister geglaubt, Götter habe sich erst später mit den Religionen entwickelt. Weil ich als Atheismus aber vom Wortbegriff her die Ablehnung von Göttern verstehe, zählt für mich dieser Geisterglauben halt nicht dazu.

Für die These, Atheismus wäre das, was sich automatisch einstellt, wenn man in gottlosen (oder zumindest weitestgehend) Gesellschaften aufwächst, spricht auch das, was in der DDR passierte. In deren späteren Jahren gab es, weder in der Schule noch sonst mehr ideologische Arbeit gegen eine Gottesvorstellung. War einfach nicht mehr nötig, die Kids glaubten eh in immer größerer Masse nicht mehr daran, wurden also auch ohne Beeinflussung gegen Gott einfach durch dessen Nichtbeachtung in Scharen zu Atheisten. Nicht mal zu Agnostikern. Denn um das zu werden, müsste man sich der Möglichkeit der Existenz eines Gottes bewusst sein. Der spielte aber im Alter der Meinungsprägung halt einfach keine Rolle. Wenn man dann später irgendwo auf ihn stieß, über die Kirche oder einfach in der Literatur, wurde das nicht als Möglichkeit gesehen, sondern einfach als langsam aussterbendes Relikt der Vergangenheit.

Es passiert also einfach nicht, dass Kids von selbst einen Gott entwickeln, weder einen konkreten noch einen beliebigen oder auch nur ein "höheres Prinzip".

In Antwort auf:
Nö - ich doch nicht.

Na, dann ist ja gut. Dass es tatsächlich aber unreife, unlogische, naive, dogmatische etc. Menschen gibt ist doch normal, genau so, dass dann auch hier welche mit diesen Eigenschaften auftauchen. Ich gebe schon zu, den Einen oder die Andere sehe ich schon mal, teilweise oder ganz, so.
Aber natürlich würde ich nie sagen, wen
Tao-Ho Offline

Zennois


Beiträge: 5.365

06.09.2007 14:01
#253 RE: Wozu ist ein Gott für mich nützlich? antworten
In Antwort auf:
Dass es tatsächlich aber unreife, unlogische, naive, dogmatische etc. Menschen gibt ist doch normal, genau so, dass dann auch hier welche mit diesen Eigenschaften auftauchen. Ich gebe schon zu, den Einen oder die Andere sehe ich schon mal, teilweise oder ganz, so.
Aber natürlich würde ich nie sagen, wen

Aber nein, lieber BS. Das würdest Du doch nun wirklich nicht
tun. Das hat hier auch niemand behauptet. Oder etwa doch???

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So wie die Lotosblume lieblich und unbefleckt aus dem Schlamm sich erhebt...
() Tao-Ho

qilin Offline




Beiträge: 3.552

06.09.2007 14:03
#254 RE: Wozu ist ein Gott für mich nützlich? antworten

Hallo B.S.,

In Antwort auf:
Den Gedanken hatte ich auch, aber verworfen. Die ersten Gesellschaften haben wohl eher an Geister geglaubt, Götter habe sich erst später mit den Religionen entwickelt. Weil ich als Atheismus aber vom Wortbegriff her die Ablehnung von Göttern verstehe, zählt für mich dieser Geisterglauben halt nicht dazu.
Dass Geister und Götter ohne Probleme mit- und durcheinander existieren und
nahtlos ineinander übergehen können, sieht man in den meisten 'primitiven'
Gesellschaften. Ob wir da jetzt nachträglich eine philosophische Trennwand
einziehen, ist ein reines Definitionsproblem. Wenn man allerdings so argumentiert,
bleibt man immer noch auf dem Problem sitzen, wie sich denn die Religionen
[und mit ihnen die Götter] entwickeln konnten, wenn vorher keine da waren...
Mir geht es weniger um Atheismus vs. Theismus als um Religion und Areligion
(zu der mir aber außer plattem Materialismus kaum ein Beispiel einfällt -
für mich ist religio p. def. schon das kritische Hinterfragen der manifesten
Wirklichkeit selbst).


In Antwort auf:
Für die These, Atheismus wäre das, was sich automatisch einstellt, wenn man in gottlosen (oder zumindest weitestgehend) Gesellschaften aufwächst, spricht auch das, was in der DDR passierte...
Es passiert also einfach nicht, dass Kids von selbst einen Gott entwickeln, weder einen konkreten noch einen beliebigen oder auch nur ein "höheres Prinzip".
Hm - dazu kann ich aus eigener Erfahrung natürlich nichts sagen - mir ist
jedoch in Erinnerung, dass gerade aktive christliche [Jugend]Gruppen sich recht
wirksam gegen die staatliche Bevormundung gestellt hätten - von Polen mal
ganz zu schweigen, und die UdSSR war offenbar auch nur recht oberflächlich
'atheistisch'. Eine Ex-Freundin von mir stammte auch aus der DDR - die war
religiös durchaus interessiert, aber nicht kirchlich gebunden, ebenso wie einer
ihrer Söhne - der andere stand eher auf dem von Dir beschriebenen Standpunkt -
da gab's überhaupt kein Problem, ebenso wie bei meinen eigenen Kindern.
Wenn man natürlich mit Indoktrinierung und Zwang arbeitet, ist keine einzige
Weltanschauung einem Menschen zuträglich.


In Antwort auf:
Na, dann ist ja gut. Dass es tatsächlich aber unreife, unlogische, naive, dogmatische etc. Menschen gibt ist doch normal, genau so, dass dann auch hier welche mit diesen Eigenschaften auftauchen. Ich gebe schon zu, den Einen oder die Andere sehe ich schon mal, teilweise oder ganz, so.
Aber natürlich würde ich nie sagen, wen
Dto. - die sehe ich auch so, allerdings nicht nur auf einer Seite

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Nichts bedarf so sehr der Reform
wie die Meinungen anderer Leute. [Mark Twain]

() qilin

Bruder Spaghettus ( gelöscht )
Beiträge:

06.09.2007 15:51
#255 RE: Wozu ist ein Gott für mich nützlich? antworten
In Antwort auf:
Wenn man allerdings so argumentiert, bleibt man immer noch auf dem Problem sitzen, wie sich denn die Religionen [und mit ihnen die Götter] entwickeln konnten, wenn vorher keine da waren...

Das Problem sehe ich nicht. Unsere Ausgangsthese war ja, ob Kinder von selbst eine Gott entwickeln oder nicht. Dafür ist es völlig unbedeutend, ob und wie sich, nach meiner Meinung einfach durch Verfestigung und Entwicklung von Tradition sowie Konkurrenz, aus Geistern oder ätherischen Wesen Götter und Religion entwickeln. Diese Entwicklung wurde doch von Erwachsenen getragen und nicht, etwa über Vererbung, von Kindern.

Man könnte sicher auch ohne menschlichen Einfluss aufgewachsene Kinder anführen, so in der Art Mowgli. Allerdings weiß ich nicht, ob da je Untersuchungen in dieser Richtung angestellt worden sind. Ich führe es nur noch mal auf um die Falsifizierbarkeit zu unterstreichen.

In Antwort auf:
Dto. - die sehe ich auch so, allerdings nicht nur auf einer Seite

Keine Frage. Solche Behauptungen nur für best. Gruppen aufzustellen, wäre einfach falsch.
qilin Offline




Beiträge: 3.552

07.09.2007 09:30
#256 RE: Wozu ist ein Gott für mich nützlich? antworten

In Antwort auf:
Das Problem sehe ich nicht. Unsere Ausgangsthese war ja, ob Kinder von selbst eine Gott entwickeln oder nicht. Dafür ist es völlig unbedeutend, ob und wie sich, nach meiner Meinung einfach durch Verfestigung und Entwicklung von Tradition sowie Konkurrenz, aus Geistern oder ätherischen Wesen Götter und Religion entwickeln. Diese Entwicklung wurde doch von Erwachsenen getragen und nicht, etwa über Vererbung, von Kindern.
Das würde allerdings implizieren, dass Erwachsene grundlegend anders denken als Kinder.
Wenn ich z.B. an das Weltbild des Schamanismus denke, sehe ich da sehr deutliche Parallelen
zu meinem eigenen Denken als Kind - und in dieser Richtung wurde ich sicherlich von niemand
beeinflusst


In Antwort auf:
Man könnte sicher auch ohne menschlichen Einfluss aufgewachsene Kinder anführen, so in der Art Mowgli. Allerdings weiß ich nicht, ob da je Untersuchungen in dieser Richtung angestellt worden sind. Ich führe es nur noch mal auf um die Falsifizierbarkeit zu unterstreichen.
Dass Kinder i. A. keine ausformulierten Religionen entwickeln, konzediere ich gern - dass
sie nicht von sich aus anfangen, manifeste Wirklichkeit zu hinterfragen und 'überweltliche'
Deutungen zu versuchen, wäre schon falsifiziert, wenn auch nur ein Kind das tut. Meiner
Erfahrung nach ist aber diese Denkhaltung Kindern noch bedeutend näher als Erwachsenen.
Die neigen dann mehr dazu, diese Vorstellungen zu kodifizieren und Hierarchien aufzubauen.

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() qilin

Bruder Spaghettus ( gelöscht )
Beiträge:

07.09.2007 10:04
#257 RE: Wozu ist ein Gott für mich nützlich? antworten

In Antwort auf:
Das würde allerdings implizieren, dass Erwachsene grundlegend anders denken als Kinder

Wieso?

In Antwort auf:
dass sie nicht von sich aus anfangen, manifeste Wirklichkeit zu hinterfragen und 'überweltliche'
Deutungen zu versuchen, wäre schon falsifiziert, wenn auch nur ein Kind das tut.

Dann wäre das widerlegt.

Doch immer noch ohne Einfluss auf die Aussage sie würden zunächst atheistisch, also ohne Gott, versuchen zu erkennen.
Was auch gar nicht anders geht, denn schon sprachlich haben sie dieses Wort in einer gottlosen Gesellschaft ja nicht gehört.

Aber ich denke, wir haben unsere Standpunkte nun genug ausdiskutiert. Da wird nichts neues mehr kommen.
Ich bin nach wie vor felsenfest von meinem Ansatz überzeugt, du von deinem. That´s life.

Ahriman Offline



Beiträge: 1.493

07.09.2007 11:42
#258 RE: Wozu ist ein Gott für mich nützlich? antworten

Man müßte dazu Menschen befragen, die als Kinder religionslos gewesen sind. Aber ob es da welche gibt? Ich bin zum Beispiel, geboren 1934 und Sohn eines strammen Nazis, von jeglicher Religion zunächst unberührt geblieben. Von Gott und so wurde nie gesprochen, wir gingen natürlich auch nie in eine Kirche. Ich war äußerst schockiert, als ich im zarten Alter von fünf Jahren in Bayern die Kruzifixe sah! (Ich bin in Sachsen aufgewachsen, da stellt man solche Folterbilder nicht an die Wegränder.)Jedoch hatte ich von Anfang an, seit ich lesen konnte, Spaß an Büchern. Und so erfuhr ich beispielsweise aus Grimms Märchen, daß es da einen Lieben Gott gibt und Engel und daß an der Himmelstür der Petrus als Pförtner Dienst tut. Und so habe ich dann auch gebetet, wenn ich in der Klemme saß: "Bitte Lieber Gott, mach, daß das nicht rauskommt!" Geholfen hat es nie, da war immer ein Arschloch in meiner Schule, der mich verpetzte.
In den Schul-Lesebüchern traf ich aber auch auf die germanische Götterwelt, denn das war doch ein Fimmel der Nazis, vor allem, soviel ich weiß, von Heinrich Himmler. Heute wundere ich mich, daß unsere Soldaten damals keine Hörner an ihren Stahlhelmen hatten. Das aber wurde bei mir zu den Märchen eingeordnet, warum kann ich heute nicht mehr sagen. Thor und Odin und Loki usw. hatten keinerlei religiöse Wirkung auf mich, jedenfalls habe ich zu keinem dieser Götter je gebetet.
Ich bin sicher, Kinder haben nur das als Religion (im weitesten Sinne), was sie von den Erwachsenen hören. Würde man ihnen das alles sorgsam filtern und ihnen entsprechende Texte zufließen lassen, sie würden dann später als Erwachsene felsenfest beispielsweise an Oberon und Titania glauben und im Wald nach Elfen suchen.
Selbst wenn man es könnte Kinder religionslos aufwachsen zu lassen (heute völlig unmöglich), würden die irgendwann irgend einen Glauben an irgendwelche Geister, Kobolde oder dergleichen entwickeln. Es würde genau das geschehen, was in den Urzeiten bei den Urmenschen geschah.
Zu vieles von dem Mißgeschick, das dem Menschen täglich widerfährt, sieht verzweifelt so aus, als hätte das jemand absichtlich gemacht. Wir reden dann von der "Tücke des Objektes" oder "Murpheys Gesetz". Es ist wie ein Naturgesetz: Wenn kleine Gegenstände runterfallen, dann immer so, daß man sie gar nicht oder nur mit Mühe wiederfindet. Und wenn was großes um- oder runterfällt, dann immer so, daß möglichst großer Schaden entsteht. So
ist es kein Wunder, daß die Steinzeitjäger ihre Umgebung mit Geistern bevölkerten, und daß sie versuchten, mit irgendwelchen "magischen" Handlungen diese zu vertreiben oder sie wenigstens zu besänftigen, vielleicht zur Hilfe zu gewinnen. Die Bogensehne reißt immer gerade dann, wenn man das Reh ganz nahe schußgerecht vor sich hat.
Fernerhin ist der Mensch in seinem Denken anthropozentrisch eingestellt: Er sieht sich im Mittelpunkt seiner Welt. Diese Denkweise hat bekanntlich Giordano Bruno das Leben gekostet und Gelileo Galilei in große Schwierigkeiten gebracht. Fundamentalistische Christen erkennen zum Beispiel Gottes Wirken darin, daß die Welt gerade so gemacht ist, daß wir Menschen in ihr leben können, glauben sie. So sieht der Mensch denn alles Ungemach, das ihm wiederfährt, als gezielten Angriff irgendeiner unsichtbaren Macht, und so entwickelt er unweigerlich irgendeine Religion, wenn ihm nicht als Kind schon eine fix und fertig gliefert wird.

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Glaubst du noch oder denkst du schon?

Fenris Offline

Freidenker

Beiträge: 1.345

07.09.2007 13:16
#259 RE: Wozu ist ein Gott für mich nützlich? antworten

Zitat von Ahriman
die Steinzeitjäger ihre Umgebung mit Geistern bevölkerten, und daß sie versuchten, mit irgendwelchen "magischen" Handlungen diese zu vertreiben oder sie wenigstens zu besänftigen.


Dieses klare Verhältnis unterscheidet die meisten Naturreligionen, von den heutigen "intellektuellen" Religionen. Die alten Götter sähten keine Zwietracht zwischen den Menschen, wenn sie rummpelten dann immer gegen Alle. Die heutigen Götter glänzen primär dadurch, dass sie die Menschen untereinander aufhetzen, da gibt es erwählte Völker, Gläubige und Ungläubige, Gebote und Gesetze die Verhalten regeln usw., was ein Heer von Eiferen schaffte, die diese göttlichen Regeln eigenhändig gegen den Anderen durchsetzen wollen.

Die Mäuseplage war pötzlich nicht mehr ein "göttlicher" Schluckauf sondern das Produkt von anderen Menschen sprich Hexen, die aus Sand Mäuse machten und dafür auf dem Scheiterhaufen endeten!



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*Das Tier taugt zu allem, was es soll, vollkommen. Der Mensch zu nichts recht, als was er lernt, liebt und übt. (Johann Heinrich Pestalozzi 1746-1827)*

Gysi Offline

Atheist


Beiträge: 16.064

07.09.2007 13:16
#260  Wozu ist ein Gott für mich nützlich? antworten
In Antwort auf:
So sieht der Mensch denn alles Ungemach, das ihm wiederfährt, als gezielten Angriff irgendeiner unsichtbaren Macht, und so entwickelt er unweigerlich irgendeine Religion, wenn ihm nicht als Kind schon eine fix und fertig gliefert wird.
Wenn er denn in einer kindlichen Egozentrik haften bleibt, wie du sie dem Steinzeitmenschen als eigen geschildert hast, bar vieler Infos, die wir heute haben, um uns ein realistischeres Weltbild zu machen. Zu einem solchen Weltbild hatte der Mensch schon damals ein Bedürfnis, denn er war schon damals ein Erkenntniswesen. Nur eben einer mit weniger Erkenntnis.

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"Ich bin vom Glauben zum Wissen konvertiert!" (Hamed Abdel-Samad)

Bruder Spaghettus ( gelöscht )
Beiträge:

07.09.2007 13:55
#261 RE: Wozu ist ein Gott für mich nützlich? antworten

In Antwort auf:
Selbst wenn man es könnte Kinder religionslos aufwachsen zu lassen (heute völlig unmöglich), würden die irgendwann irgend einen Glauben an irgendwelche Geister, Kobolde oder dergleichen entwickeln. Es würde genau das geschehen, was in den Urzeiten bei den Urmenschen geschah.

Selbst heute, wo "Gott" überall in den Massenmedien, in der Kultur, in Institutionen und sogar auf den Schulhöfen unübersehbar ist, werden nicht die Gläubigen mehr, sondern die Atheisten. Das sollte doch ein klares Indiz sein, die Entwicklung von Religion ist in der heutigen Gesellschaft nicht mehr notwendig.
Sicher ist da die Vermutung von Gysi durchaus richtig: Es gibt inzwischen einfach bessere Erklärungen für fast alle Fragen, die damals noch nur mit einem höheren Prinzip beantwortet werden konnten.

Christian D! ( Gast )
Beiträge:

07.09.2007 14:16
#262 RE: Wozu ist ein Gott für mich nützlich? antworten

Zitat von BS
Selbst heute, wo "Gott" überall in den Massenmedien, in der Kultur, in Institutionen und sogar auf den Schulhöfen unübersehbar ist,

Also da würde ich wiedersprechen, noch unübersehbarer als "früher" ist Gott heute auch nicht, was (auch) aber zugenommen hat (und jetzt nehme ich mal die Religionen etwas in Schutz) sind die Religionskritiker und derren Nörgeleien, früher war der Gedanke völlig selbstverständlich und normal dass eine Gottheit Realität ist (für die Menschen), doch heute darf man das ja nicht mehr öffentlich bekennen ohne kritisiert zu werden. Die Büchereien werden mit einer Fülle von religionskritischen Büchern überschwemmt ("Der Gotteswahn"...) das die religiösen nachziehen ist doch nur verständlich, oder?

Bruder Spaghettus ( gelöscht )
Beiträge:

07.09.2007 14:25
#263 RE: Wozu ist ein Gott für mich nützlich? antworten

Naja, das "früher" meinte bei mir doch die Zeit vor dem Entstehen von Religion.
Es ging mit dem Vergleich nur darum zu zeigen, wenn selbst heute, wo Religion schon bekannt und unübersehbar ist, mehr Menschen a-religös werden, wie wahrscheinlich ist dann die Annahme, bei Fehlen dieser Allgegenwart des Religiösen würde sich das dann neue entwickeln und etablieren.

qilin Offline




Beiträge: 3.552

07.09.2007 15:10
#264 RE: Wozu ist ein Gott für mich nützlich? antworten
Wenn ohne diese Allgegenwart sich neue nicht entwickeln würden, gäb's jetzt keine.
Tatsächlich hat sich das aber entwickelt und etabliert von den mageren Anfängen bis
zur Möchtegern-Weltherrschaft, wie sie immer noch von Manchen herbeigewünscht
wird - und dagegen hat sich ganz natürlich eine Gegenbewegung gebildet, die von
den Anfängen mit ganz wenigen Intellektuellen in der Antike immer breiter wurde
und jetzt weite Kreise umfasst.

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wie die Meinungen anderer Leute. [Mark Twain]

() qilin

Fenris Offline

Freidenker

Beiträge: 1.345

07.09.2007 15:14
#265 RE: Wozu ist ein Gott für mich nützlich? antworten

Zitat von Christian D!
früher war der Gedanke völlig selbstverständlich und normal dass eine Gottheit Realität ist


Dein sogenannter "normale Gedanke" führte aber zu völlig anormalem Auswüchsen! Nun zu behaupten, es gäbe heute zuviele Bücher und Nörgeler, die diese Normalität kritisieren und hinterfragen ist doch, verglichen mit dem was kritisiert wird, absoluter Blödsinn.

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Ahriman Offline



Beiträge: 1.493

08.09.2007 11:07
#266 RE: Wozu ist ein Gott für mich nützlich? antworten

In Antwort auf:
Nun zu behaupten, es gäbe heute zuviele Bücher und Nörgeler, die diese Normalität kritisieren und hinterfragen

Es kann gar nicht genug davon geben! Es gibt nur leider viel zu wenige Menschen, die sie lesen. Wenn man bei den Berichten von katholischen Großveranstaltungen die strahlenden Jugendlichen, fast Kinder noch, sieht, kann einem richtig übel werden dabei. Bücher zu lesen ist bei unseren Jugendlichen ja völlig "uncool". Sie fressen unkritisch das, was die Priester ihnen vorwerfen und was aus der Glotze kommt.
Wenn heute die christlichen Gläubigen mit den grausamen Taten der Muslime konfrontiert werden, so liegt das für sie ja nur daran, daß diese armen verblendeten Leute die falsche Religion haben. Dabei haben sie keine Ahnung, daß ihre christlichen Vorfahren genau das alles auch einmal taten, daß diese genauso in ihren religiösen Vorstellungen gefangen waren und gegen Abweichler genau so brutal vorgingen wie die Sunniten gegen die Schiiten (schlagt mal nach: Bartholomäusnacht, oder schaut nach Nordirland). Bis heute ist das Christentum die mörderischste Religion, die es je gab. Es waren nicht nur die Hexenverbrennungen; die spanische Inquistion hat Tausende Menschen öffentlich verheizt. Erst die Aufklärung, die weiter oben im Thread diffamierten Bücher, haben dem ein Ende gemacht - gegen den erbitterten Widerstand der katholischen Kirche.
Damals war ja sogar das Bibelstudium für Laien verboten, weil ja der Laie diese Texte gar nicht richtig auslegen und ausdeuten kann. (Hier darf ironisch gelacht werden!) Es gab die Bibel nur in lateinischer Sprache, damals eine Geheimsprache der wenigen Gebildeten und vor allem der Priester. Die ersten Männer, die es wagten, die Bibel in ihre Landessprache zu übersetzen wurden zusammen mit ihren übersetzten Bibeln verbrannt. Das wäre auch Luther widerfahren, doch er konnte sich in den Schutz protestantischer Fürsten begeben.
Ganze Kapitel im Alten Testament schildern die Mordtaten an Männern, Frauen und Kindern, deren einzige Schuld war, daß sie die falsche Religion hatten. (Besipiel 1. Samuel,15)Darauf berief man sich, wenn man raubend und metzelnd über die Ungläubigen herfiel, als man die Inkas und Azteken abschlachtete, als man die Indianer massakrierte, als man die Neger versklavte.
Und genau wie in der Bibel steht es im Koran zu lesen, daß die Ungläubigen von der Erde vertilgt werden müssen. Wenn die Muslime in der Mordbilanz heute nachziehen, so können sie das umso besser, wenn ihnen erst einmal Massenvernichtungswaffen zur Verfügung stehen, die in den alten Zeiten die Katholiken nicht hatten. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis sich die Selbstmordattentäter mit "schmutzigen Bomben" in die Luft sprengen. Bomben mit radioaktiven Material garniert: Ein einziger Attentäter wird dann eine ganze Stadt unbewohnbar machen können. Davon haben im Mittelalter die Priester nicht mal geträumt.
Wir können den negativen Seiten des Islam nur mit dem entgegentreten, was auch den mörderischen Katholizismus endlich zähmte: Aufklärung. Und genau wie damals wehren sich die fundamentalistischen Muslime und ihre Priester mit allen Mitteln dagegen. Genau wie damals ist das schwierig und langwierig, weil genau wie damals diesen Gläubigen die Bildung und die Bildungsmöglichkeiten fehlen. Genau wie damals bei uns werden religionskritische Werke verbrannt, und wenn man sie erwischt, ihre Autoren gesteinigt oder mindesten mit öffentlichem Mordaufruf in Lebensgefahr gebracht. Siehe Salman Rushdie - und vergleiche mit Luther, den man für vogelfrei erklärte. (Was bedeutete, daß jeder ihn erschlagen durfte wie einen tollen Hund).
Wir sind heute immer noch völlig verblödet: Schaut mal in eine Programmzeitschrift, was der Fernsehsender Bayern 3 so drauf hat. Man sollte diese Anstalt in "TV Vatikan" umbenennen: Papst, Papst, Papst, Papst - es ist zum Kotzen.

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emporda ( Gast )
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16.09.2007 19:41
#267 RE: Wozu ist ein Gott für mich nützlich? antworten

Im Gegensatz zu den Christen, die lustig drauf los sündigen können und es auch tun, haben es die Atheisten ungleich schwerer. Die können nach einer Schandtat gemäß ihrer Moral nicht zum Beichtstuhl rennen, etwas Bla-Bla von sich geben und nach 10 Vaterunser und 10 € im Klingelbeutel ist alles vergeben und vergessen - sofern vor der Kirche nicht die Handschellen klicken. Eine chemische Reinigung der weißen Weste ist deutlich teurer.

Die Bewertung "moralisches Problem", "gestörte Personlichkeit" und "ungenügend gebildetes Gewissen" sind Beurteilungen und Wortwahl der KK, nicht etwa von mir. Diese Bewertung von 2005 trifft gemäß der Ratzinger-Glaubenskongreation auf all jene Menschen zu, die den Glauben an den christlichen Gott zusammen mit den heiligen Sakramenten und vielen Dogmen der KK nicht ohne Zweifel frei und ohne Vorbehalte annehmen - bzw. denen durch die Handlungen der KK irgend welche Zweifel kommen. Der Kölner Erzbischof würde sicher von "entarteter Kultur" sprechen bei den 2,2 Milliarden US$ der KK an Schweigegeldern und Entschädigungen für sexuelle Straftaten durch ihre Priester in Tausenden von Fällen. Der gute Mann ist bekannt für seine braune Wortgewalt.

Wem diese persönliche Beurteilung durch seinen religiösen Eintänzer nicht behagt, der braucht nur schlicht und einfach aus der Kirche austreten - schon hat das vernichtende allwissende Papsturteil über seinen geistigen und moralischen Zustand keine Bedeutung mehr. Dann ist er kein Gewissenscretin mit psychisch gestörter Macke mehr.

Das ist Altertum pur, in den frühen Bibelversionen heißt es bei Lukas schlicht über Gott "Friede auf Erden bei den Menschen seines Wohlgefallens". Man kann auch sagen - entweder Du glaubst und bist Gottes Darling oder es soll ewiges Heulen und Zähneklappern sein. Da man heute mit solchem Unsinn keine Gläubigen mehr begeistern kann, deswegen lautet die weichgespülte moderne Version über Gott "Friede auf Erden, an den Menschen ein Wohlgefallen"

emporda ( Gast )
Beiträge:

18.09.2007 06:28
#268 RE: Wozu ist ein Gott für mich nützlich? antworten
Bruder Spaghettus
Es gibt inzwischen einfach bessere Erklärungen für fast alle Fragen, die damals noch nur mit einem höheren Prinzip beantwortet werden konnten.
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Das trifft zumindest auf gläubige Katholiken nicht zu. Gott bzw. die Existenz des KK-Gottes ist nicht hinterfragbar. Das Lehramt der KK - präsent durch die Bischöfe - kann die Diskussion zu jedwedem Thema verbieten, wenn es glaubt, dadurch die Entstehung von Irrtümern vermeiden zu können. Katholiken haben nicht zu diskutieren, sondern zu gehorchen und haben folglich auch keine eigene Meinung zu haben. Der Versuchung zum Dissens zu verfallen, bedeutet die Triebkräfte der Untreue gegen den Heiligen Geist entfalten zu lassen. Immerhin sind Triebe in der Rhetorik der KK wie z.B. der Sexualtrieb der vielen Tausend Priester etwas verwerflich Sündhaftes und gehören foglich als geheime Verschlußsache vor der Öffentlichkeit verborgen.

Wer trotzdem versucht die Wahrheit des Glaubens samt der Existenz Gottes zu begründen, bei dem liegt gemäß päpstlicher Ratzinger-Definion ein persönlicher Defekt, ein ungenügend gebildetes Gewissen und eine sündige Verfaßtheit vor - mit anderen Worten eine schwerwiegende psychische Störung und charakterliche Macke. Folglich wäre es absurd von einem gläubigen KK-Christen Argumente zur Existenz Gottes zu erwarten. Da aber ein ungläubiger Christ gar kein Christ ist, wäre solcher gar nicht in der Lage so etwas zu begründen. Denn Glaube ist Wahrheit und Unglaube ist Lüge und gelogene Argumente sind keine.

Ich bezeiche das als katholische Rabulistik, widersprecht es außerdem jeder Gesetzmäßigkeit der Vernunft und der Logik. Die Schlußfolgerung Glaube=Unvernunft ist daher nicht von der Hand zu weisen.
Bruder Spaghettus ( gelöscht )
Beiträge:

18.09.2007 09:18
#269 RE: Wozu ist ein Gott für mich nützlich? antworten

Ja, ja, die Institutionen. Schon klar, dass die katholische nicht gerade fortschrittlich ist.

Gut aber, denken lässt sich nun mal nicht verbieten. Irgendwo schnappen auch Katholiken Antworten auf, die sie dann in Konflikt mit der hehren Lehre bringen. Nicht jeder wird sich da wohl für selbige entscheiden.

qilin Offline




Beiträge: 3.552

18.09.2007 10:27
#270 RE: Wozu ist ein Gott für mich nützlich? antworten
In Antwort auf:
Irgendwo schnappen auch Katholiken Antworten auf, die sie dann in Konflikt mit der hehren Lehre bringen. Nicht jeder wird sich da wohl für selbige entscheiden.
Völlig richtig - ich kann mich noch erinnern, wie ein Schwager von mir (Bauer und aktive 'Stütze der Pfarrgemeinde')
im Anschluss an eine TV-Sendung über Deschner meinte: "Das ist natürlich zu überlegen - und man kann dem doch
nicht einfach den Mund verbieten..."
(Dass dann tatsächlich nicht viel Überlegung stattgefunden hat, steht auf einem anderen Blatt... )

___________________________
Nichts bedarf so sehr der Reform
wie die Meinungen anderer Leute. [Mark Twain]

() qilin

Ahriman Offline



Beiträge: 1.493

19.09.2007 11:36
#271 RE: Wozu ist ein Gott für mich nützlich? antworten

"Das Denken fällt dem Menschen schwer. Indes
die meisten leben ohne es."
Frei nach Wilhelm Busch

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Azatoth Offline



Beiträge: 56

24.11.2007 10:05
#272 RE: Wozu ist ein Gott für mich nützlich? antworten

Wozu ist ein Gott für mich nützlich?


Das kommt darauf an welche Eigenschaften Gott hat.
Die Bibel lehrt Gott als den allmächtigen Schöpfer aller Dinge.
Und nicht nur das.
Gott hat die Welt nicht einfach dahingestellt und sie sich selbst als autarkes System überlassen.
Das ist leider ein grundlegener Irrtum weil diese Behauptung als solche ja kaum dargebracht wird,
sondern stillschweigend und unbewusst anerkannt ist.
Die Bibel lehrt aber, dass die Welt nur funktioniert und lebendig ist, weil Gott sie durch seine Kraft
permanent am Leben hält. Würde er das nicht tun, würde wohl buchstäblich alles zu purer Energie zerfallen.
Ein Mensch der sich gegen Gott entscheidet, verdammt sich damit selbst zum Tode, weil er sozusagen die Batterie seines Lebens ablehnt.

Warum hat Gott diese Welt nicht als autarkes System geschaffen ? Das könnte er sicher, aber Gott liebt seine Schöpfung
und will auch an ihr teil haben.

Bruder Spaghettus ( gelöscht )
Beiträge:

24.11.2007 10:44
#273 RE: Wozu ist ein Gott für mich nützlich? antworten

Das ist eine der vielen unterschiedlichsten Sichten auf ein altes Sagenbuch. Wie alle anderen ohne jede Bedeutung für das jetzige Leben. Bedeutung gewinnt die Bibel nur durch die Heerscharen derer, die in unerträglicher und oft auch gewaltsamer Weise anderen ihre Sicht der Dinge aufzwingen wollen.

Wäre das nicht so, gings uns allen viel besser.

Azatoth Offline



Beiträge: 56

24.11.2007 11:30
#274 RE: Wozu ist ein Gott für mich nützlich? antworten

Bruder Spaghettus, möchtest du eine Antwort auf die Themenfrage, oder nur bestätigt haben, dass ein Gott grundsätzlich nutzlos ist, weil dir der Gottesgedanke nicht gefällt ?
Ich behaupte mal, dass ich mich mit der Bibel sehr gut auskenne, und erkannt habe, dass der Gott der Bibel wie er in ihr dar gestellt ist, sehr wohl den Menschen nützlich ist.
Desweiteren kenne ich mich noch mit der griechischen Mythologie aus, aber dort kann ich keinen wirklichen Nutzen der Götter für die Menschen erkennen, jedenfalls nicht in dem Ausmaße wie es der biblische Gott ist.
Ich bin davon ausgegangen, dass die Themenfrage sich auf Götter bezieht die in den verschiedenen Kulturen vorkommen,
und nicht über mal eben zusammen gebastelte Wunschgötter.

Bruder Spaghettus ( gelöscht )
Beiträge:

24.11.2007 11:52
#275 RE: Wozu ist ein Gott für mich nützlich? antworten

Es ging konkret um den Gott der Christen.

Du hast dargestellt, warum aus deiner Sicht dieser Gott für die Menscheit heute und aktuell nützlich wäre, ich habe dargestellt, warum aus meiner Sicht keinerlei Götter heute und aktuell für die Menschheit nützlich sind.
Warum wundert dich das? Passen dir meine Argumente nicht? Dann geh einfach auf sie ein und wir fangen an zu diskutieren. Darum sind wir ja hier.

Zeit genug hast du, ich bin erst mal bis morgen nicht mehr hier.

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"Ich bin völlig anderer Meinung als Sie. Aber ich werde mein Leben dafür einsetzen,
dass Sie sie sagen dürfen!" (Voltaire)

"Habe den Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen!" (Immanuel Kant)

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