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Dieses Thema hat 6 Antworten
und wurde 364 mal aufgerufen
 Christentum
89 ( Gast )
Beiträge:

24.07.2007 19:24
Mythos/Politikum J.C. antworten

Hallo Zusammen,

jetzt kommt der wie der mit dem Schmarrn, werden einige denken, aber dies ist 'n Religionsforum und die Dinge werden eh' immer mehrmals besprochen.

In den diversen Threads ist in letzter Zeit meistens von Gott die Rede, weniger von Jesus Christus, DER zentralen Figur des Christentums.

Was hat es auf sich mit der Konstruktion JESUS CHRISTUS?

Wie hat sich diese Gestalt im Laufe der Jahrhunderte entwickelt?

Was für Absichten stecken dahinter?

Wer hat die Fiktion (in meinen Augen) erschaffen?

Wie wurde sie zum Mythos?

Ist es eine Gestalt, die vom sogenannten 13. Apostel Paulus von Tarsus initiert und systematisch aufgebaut wurde?
Kann man die historische Person Jesus Christus aus ihrem geschichtlichen Nebel holen und bestimmen, was wirklich seine Bedeutung war und ist?

Ultrarationalisten wie Vaneigem gehen davon aus, dass es ihn nie wirklich gegeben hat in der überlieferten Form oder überhaupt, zumal außerbiblische Quellen spärlich sind. Aber das ist auch nur nebensächlich.

Ist Jesus systematisch als Politikum aufgebaut worden, für oder gegen wem auch immer?

Tao-Ho Offline

Zennois


Beiträge: 5.365

25.07.2007 20:29
#2 RE: Mythos/Politikum J.C. antworten

Oh, viele Fragen...und: Ich finde es gut das Du sie fragst. Wir sind hier zum reden (wenn auch nur virtuell)

In Antwort auf:
Was hat es auf sich mit der Konstruktion JESUS CHRISTUS?


Hat sich als gutes Zugpferd verkaufen lassen und ist daher irgendwann mal als Gottes Sohn in einer Bibelübersetzung aufgetaucht.

In Antwort auf:
Wie hat sich diese Gestalt im Laufe der Jahrhunderte entwickelt?


Von genialem Hippie, über dem genialen Zugpferd hin, bis zum ewigen Entertainer der Neuzeit, wenn Du mich fragst.

In Antwort auf:
Was für Absichten stecken dahinter?


Hm, bei der katholischen Kirche bin ich mir relativ sicher, dass man die Menschen nicht massenweise in den Selbstmord treiben wollte. Braucht man doch immer noch kleine dumme Melkkühe, die dem Papst seine Reisen finanzieren. Das geht besser mit einer super Aussicht auf ein klasse Leben nach der Sch***

In Antwort auf:
Wer hat die Fiktion (in meinen Augen) erschaffen?


Och, ich denke schon dass es ihn gegeben hat. Nur war er eben ein normaler Oki aus Wioki...

In Antwort auf:
Ist es eine Gestalt, die vom sogenannten 13. Apostel Paulus von Tarsus initiert und systematisch aufgebaut wurde?
Kann man die historische Person Jesus Christus aus ihrem geschichtlichen Nebel holen und bestimmen, was wirklich seine Bedeutung war und ist?


AUTSCH, wenn ich schon keine Ahnung habe, dann aber Richtig...

In Antwort auf:
Ultrarationalisten wie Vaneigem gehen davon aus, dass es ihn nie wirklich gegeben hat in der überlieferten Form oder überhaupt, zumal außerbiblische Quellen spärlich sind. Aber das ist auch nur nebensächlich.


Naja, bei meinem Urururururgrossvater bin ich mir auch nicht so sicher, dass er so existiert hat, wie mich meine Papiere glauben machen wollen. Nach so vielen Jährchen kann man einfach nicht mehr alles genau wissen (so wer wann und wie gelebt hat). So ein altes Telefonbuch könnte da schon hilfreich sein. Gibt es aber nicht (*lol* noch nicht / irgendein Spassvogel hat ja auch mal Hitlers Tagebücher gefunden)

In Antwort auf:
Ist Jesus systematisch als Politikum aufgebaut worden, für oder gegen wem auch immer?


Wenn Du mich fragst ist Jesus wirklich systematisch aufgebaut worden. Geht doch besser, ein Volk im Dummen lassen und ausnehmen, wenn da Hoffnung besteht (auf was auch immer). Na, und man konnte nach dem Konzil doch herrlich auf den Juden herumhacken. Ist doch auch nicht schlecht.

Bis dann.

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So wie die Lotosblume lieblich und unbefleckt aus dem Schlamm sich erhebt...
() Tao-Ho

89 ( Gast )
Beiträge:

25.07.2007 20:56
#3 RE: Mythos/Politikum J.C. antworten

Wenn der versammelten Christenheit schon nichts einfällt zum Thema, muss es eine Buddhistin mit "christlicher" Ader erledigen.

Genau darauf wollte ich hinaus, auf die "Inszenierung" der Person Jesus Christus, was im Laufe der Geschichte natürlich zum Politikum wurde, da er in der einen oder anderen Form die Welt wirklich verändert hat und das finde ich in mancherlei Hinsicht erschreckend, das auf einem eventuellen "Trugbild" die gesamte Menschheitsgeschichte, oder große Teile von ihr beruhen.

In Antwort auf:
Hat sich als gutes Zugpferd verkaufen lassen und ist daher irgendwann mal als Gottes Sohn in einer Bibelübersetzung aufgetaucht.

Und es hätte, wenn überhaupt, auch jeden anderen treffen können, wahrscheinlich...
In Antwort auf:
die dem Papst seine Reisen finanzieren. Das geht besser mit einer super Aussicht auf ein klasse Leben nach der Sch***
... finde ich für 'ne "Katholikin auf einen Nebengleis" eine beáchtliche und gesunde Einstellung.
Für mich hat die katholische Kirche reineweg gar nichts mit Menschlichkeit oder Leben zu tun. Ich gebe zu, Geschichten über Stigmatisierte gern zu lesen, aber das sind wahrscheinlich meine Gebrüder Grimm Märchen im Alter..
In Antwort auf:
Wenn Du mich fragst ist Jesus wirklich systematisch aufgebaut worden. Geht doch besser, ein Volk im Dummen lassen und ausnehmen, wenn da Hoffnung besteht (auf was auch immer). Na, und man konnte nach dem Konzil doch herrlich auf den Juden herumhacken. Ist doch auch nicht schlecht
Alles Gründe, das Ganze generell in Zweifel zu ziehen, eine Ideologie (nicht Religion), die auf den langsamen, schleichenden Einschläferungseffekt des Herrn Jesus Christus hofft und beruht, aufgebaut und ausgeschmückt wie die klar vor gegebene Karriere eines Neuzeitpolitikers.

qilin Offline




Beiträge: 3.552

25.07.2007 21:11
#4 RE: Mythos/Politikum J.C. antworten

Hallo 89,

In Antwort auf:
Was hat es auf sich mit der Konstruktion JESUS CHRISTUS?
--------------------------------------------------------------------------------
Wie hat sich diese Gestalt im Laufe der Jahrhunderte entwickelt?
--------------------------------------------------------------------------------
Soweit ich sehe, vom aramäischen Wanderprediger zum Religionsgründer, mit dem 1. Konzil von Nicäa
zum Gottessohn, später zum Weltenherrscher, und im 19./20. Jh. dann zum allgemeinen Gutmenschen,
genialen Hippie, ewigen Entertainer, Zielpunkt der Evolution, Verkörperung irgendwelcher exotischen
Gottheiten etc. pp ad lib. Dass dahinter irgendein finsterer Plan steckt, kann ich zwar nicht einfach
ausschliessen, halte es aber für nicht allzu wahrscheinlich. Natürlich ist die Gestalt immer wieder
instrumentalisiert worden - aber nicht nach einem vor Jahrtausenden ersonnenen genialen Generalplan,
sondern so, wie's eben gerade ins Zeug passte...

___________________________
Nichts bedarf so sehr der Reform
wie die Meinungen anderer Leute. [Mark Twain]

() qilin

89 ( Gast )
Beiträge:

25.07.2007 21:16
#5 RE: Mythos/Politikum J.C. antworten

Noch was. Die Figur des Jesus stammt aus der Feder des Markus, das sind wohl die ältesten Berichte über ihn. Manche behaupten, Markus hätte ihn gekannt aber da wäre sicherlich mehr in seine Aufzeichnungen eingeflossen.
Er berichtet überschwenglich um den Leser (na was wohl)... zu bekehren.

Der Text ist Propaganda, in meinen Augen.
Und für seine Zeit sogar typisch.

89 ( Gast )
Beiträge:

25.07.2007 21:23
#6 RE: Mythos/Politikum J.C. antworten

Zitat von qilin
aber nicht nach einem vor Jahrtausenden ersonnenen genialen Generalplan,
sondern so, wie's eben gerade ins Zeug passte...
davon bin ich auch nicht ausgegangen, aber alles zusammen genommen, könnte mensch auch auf eine, wie immer geartete, "Verschwörung" schließen.

Naja, die Strippnzieher hätten dann aber wirklich einen Generalsplan haben müssen mit enormen prophetischen Fähigkeiten......ok., gaben sie ja immer vor, die zu haben und immer noch zu besitzen, siehe Benediktinus, oder wie der Wurzelzwerg heißt...

kadesch Offline



Beiträge: 2.705

31.07.2007 15:43
#7 RE: Mythos/Politikum J.C. antworten
Ich denke auch nicht dass es da einen Generalplan für das Christentum gab.
vielmehr wurde von Paulus eine Entwicklung losgetreten die immer mehr an Eigendynamik
gewann bis am Ende eine dem Judentum Konkurrierende Religion entstand.
Und das hat Jesus mit Sicherheit nicht gewollt.
Und ich sehe alles was Jesus getan und gesprochen hat in einem rein jüdischen Kontext.
Jesus war Jude, und er missionierte nur unter Juden.
Das wird heute leider immer unter den Tisch gekehrt.
Das Christentum hätte sich vermutlich nie so entwicklelt wenn es nicht die Zerstörung
Jerusalems und des Tempels durch die Römer und die bis ins 2. Jahrhundert immer wieder Aufflackernden
Aufstände gegeben hätte.
Auch das inhaltliche Verschmelzen des frühen Christentums mit Mithraskult und Sol Invictus Kult
hat ihm den Weg geebnet und immer weiter vom Judetum entfernt.

Meinetwegen können die Leute ja an Jesus Christus glauben ....
aber aus rein jüdischem Blickwinkel sind sämtliche seiner Handlungen erklärbar.
Und das was später dazu gedichtet wurde hat mir dem jüdischen Rabbi Jeshua nicht mehr viel zu tun.

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