Sie sind vermutlich noch nicht im Forum angemeldet - Klicken Sie hier um sich kostenlos anzumelden Impressum 
Religionsforum
Atheismus vs. Religionen  

Der substanzielle  Dialog
 
"Je suis Charlie!"
Für Säkularismus und Religionskritik!


Sie können sich hier anmelden
Dieses Thema hat 24 Antworten
und wurde 2.526 mal aufgerufen
 Philosophie und Wissenschaft
kadesch Offline



Beiträge: 2.705

03.08.2007 19:44
neue Chronologie des Altertums antworten

ich möchte in der nächsten Zeit eine neue Chronologie der Alten Geschichte
in wesentlichen Zügen vorstellen.
Zu diesen neuen Ansätzen möchte aich erläutern wie ich zu ihnen gekommen bin und
auch Punkte die meinen Thesen widersprechen anführen.
Ich möchte mich bemühen das ganze so Neutral wie möglich zu fassen.

Ich möchte das ganz jetzt nicht in einer genauen Chronologischen Folge
darbieten sondern erst einmal einzelne Punkte zur Diskussion bringen.
Da dies ein Religionsforum ist, möchte ich den Anfang mit einem sehr interessanten
Thema machen.
Warum findet sich fast keine Berührungspunkt im alten Testament welches die
Geschichte des Landes Ägypten betrifft?
Ägypten war der direkte Nachbar im Süden und über viele Jahre die Hegemonialmacht
über den Orient. Merkwürdigerweise sind die schriftlichen Quellen in der Bibel
äußerst dünn und sehr Oberflächlich, bzw . finden sich zu biblischen Berichten
nach der gängigen Chronologie nahezu keine Entsprechungen in Ägyptischen Quellen.
Warum ist das so?

Meine Antwort darauf ist, die Chronologie zwischen den Geschehnissen des alten Testament und
der heute akzeptierten Ägyptishcen Geschichte laufen nicht synchron.
Sie klaffen nach meinem Dafürhalten in wesentlichen Punkten um Jahrhunderte auseinander.
Da viele Daten der Ägyptischen Geschichte im 18. und 19. Jahrhundert Bibelfundamentalistisch
erhoben wurden führt daher zwangsläufig zu verdopplungen in der Ägyptischen Geschichte.


Ägypten und Israel

Das Thema Israelische Geschichte birgt eine gewisse Brisanz.
Über kaum ein Thema gehen die Meinungen derartig weit auseinander.
Da für die Betrachtung Israels aus historischer Sicht kein Weg an den
Überlieferungen aus der Bibel und anderen meist Apokryphen Texten vorbei geht,
ist es für eine objektive Beurteilung des Inhalts notwendig sich von Politischen,
Religiösen und Gesellschaftlichen Zuordnungen zu lösen.
Für die einen sind die biblischen Texte wörtlich zu nehmende allgemeingültige Wahrheit,
für die anderen sind sie vom Inhaltlich nicht mehr als Fabel und Märchen,
je nach der jeweiligen Richtung der derjenige angehört.
Da die Bibel von verschiedensten Gruppen instrumentalisiert wird,
weil sich aus Bibelzitaten nahezu alles kommentieren, beweisen oder wiederlegen läßt,
lastet ihr ein etwas zwiespältiges Image an.
Es ist daher notwendig auch kritische Stimmen zum Buch der Bücher zur Kenntnis zu nehmen,

Es darf auch bei der Beurteilung des Wahrheitgehaltes Biblischer Textstellen eine
gewisse kritische Grundhaltung, bei der es keine Tabuthemen geben darf.
Die gesamte Geschichte Israels vom Abraham bis zur Zeit der Babylonischen Gefangenschaft,
macht den Eindruck, das sie aus den verschiedensten Überlieferungen (möglicherweise verschiedener Völker )
und Quellen zusammengetragen wurde. Grundlegende Abläufe erscheinen nicht in der richtigen Reihenfolge
bzw. gleichzeitige Vorgänge erscheinen hintereinander gefügt zu sein.
Vermutlich wurden sie erst lange nach dem Babylonischen Exil niedergeschrieben.
Als einen der wichtigsten Eckpfeiler für die Rekonstruktion der Geschichte Israels
muß man in der Armanaperiode d.h. der Zeit Echnatons sehen. In dieser Periode sehe
ich direkte Zusammenhänge zwischen der Israelitischen und Ägyptischen Geschichte,
die Aufgrund einer falschen Chronologie geschichtliche Zusammenhänge auseinader gerissen wurden.
Die bisherige Lehrmeinung datiert die Amarna Periode in das 14. Jahrhundert v.Chr..
Doch es weisen viele Fakten auf ein viel späteres Datum hin.
Die von mir bevorzugte Datierung weist auf das Jahr -700 bis -680 v.Chr.
Daher darf z.B. die Erwähnung von Sumur ( Samaria? ) in der Armana Korrespondenz,
die Amenophis III. und Echnaton mit befreundeten Fürsten und Vasallen führen,
nicht verwundern da bei einem Amarna im 6. Jahrhundert ein zeitgleich existierendes
Samaria nicht mehr ungewöhnlich erscheint. Auch die Korrespondenz mit eindeutig
indoarischen Herrschern Mesopotamiens würde nicht der Zeit vorausgreifen sondern
direkt mit den medischen bzw. persischen Herrschern des 6 Jahrhunderts synchron laufen.
Die Armanaperiode umfaßt die Zeit zwischen Echnatons 12 Reg. Jahr und des Todes Echnatons.
Das heutige Tell el-Amarna steht auf den Ruinen der Stadt Achet Aton (d.h. Horizont des Aton)
Echnaton errichtet in dieser Zeit seinem Gott Aton (steht für eine Wiedergeburt des Re in Form der Sonne)
in Achetaton einen selbst für Ägyptische Verhältnisse, riesigen Tempel.
Neuere Forschungen weisen aber noch mindestens 2 weitere Aton Tempel aus.
* Ein Aton Tempel in Nubien: Gem – Pa Aton ( Aton wurde gefunden)
* Ein Aton Tempel in Syrien / Palästina: Han Na- Aton ( Haus / Tempel des Aton )der in Bibel (Jos. 19,14) erwähnt wird.


Und damit befinden wir uns Mitten in der Problematik.
Gehen wir davon aus , daß die Datierung Echnatons um ca 600 v. Chr. der Realität entspricht,
dann ergibt sich das Problem, das wir auch die Landnahme oder Eroberung der Israeliten in diese
Zeit legen müssen, da der Syrische Tempel Han Na Aton (Hannaton ) im Buch Josua erwähnt wird.
Das würde wiederum bedeuten, daß für die Zeit des Exodus bis zum Jahr Null unserer Zeitrechnung
nur noch ca. 600 Jahre zur Verfügung stehen. Das heißt die auf die Eroberung Kanaans folgende Zeit
der Richter und die folgende Königzeit Sauls, Davids und Salomo, die Teilung des Reiches in Juda
und Israel, bis zum Babylonischen Exil, den Bau des zweiten Tempels,... usw gerät in große Bedrängnis.
Doch nun sollte die Suche nach der Wahrheit über die Geschichte Israels beginnen.



Es ist schon keine Betonung mehr nötig, daß Zahlen und Zeitangaben in der Bibel eher Symbolcharakter
haben, denn irgendeinen realen Bezug auf die wahre Begebenheiten oder Zeitabläufe.
Im folgenden möchte ich folgende Grobe Einteilung mit einigen Teillösungen anbieten,
die sich sehr stark von der bisherigen Lehrmeinung abhebt.

* Die Zeit der Könige ca 750 v.Chr. beginnt etwa Zeitgleich mit der 18. Dynastie.
* Die frühe Königszeit mit Saul ist die Zeit der Vertreibung der Hyksos
* In die Person Davids wurden Geschehnisse und Taten anderer Herrscher eingeflochten,
oder David ist mit einem anderen Herrscher (Assyrer ?) identisch.
* Salomo könnte ein Tributpflichtiger Fürst oder König sein.

Ein interessanter Gedanke ist von Ahmed Osman entwickelt worden,
der die Verknüpfung der Geschichte um Salomo und die Königin von Saba.
Die einzige mächtige Frau dieser Zeit die einen Vergleich mit dieser sagenhaften
Königin standhalten könnte ist Hatschepsut, die eine Reise in das Land Punt unternimmt.
Mit Punt wird in der Regel ein Land im Süden Ägyptens in Verbindung gebracht,
aber auf den verschiedenen Reliefs die von dieser Reise berichten läßt sich auch eine
Reise nach Palästina problemlos in Betracht ziehen.

Der Nachfolger Hatschepsuts, Thutmosis III. plündert in Palästina einen Tempel,
der überaus reich ausgestattet war. Ein Relief zeigt akribisch genau die Einzelheiten.
Merkwürdigerweise stellt man bei diesen Gegenständen eine verblüffende Ähnlichkeit mit
den aus dem Jerusalemer Tempel geraubten Kultgegeständen auf. (siehe Velikovsky )
Haben wir in Thutmosis III. etwa den Sohn der Königin von Saba, Menelik zu sehen?
Aber hat Thutmosis die Stadt Jerusalem je betreten? Auf einem Feldzug in Palästina betritt
Thutmosis III. während seine Truppen die Stadt Meggido belagern, eine Stadt namens Kadesch.
Nun haben wir mit diesem Kadesch nicht die viel weiter nördlich gelegene Stadt in Syrien zu sehen,
( wie I. Velikovsky schlußfolgerte ) sondern Jerusalem.
Den Namen Kadesch trägt Jerusalem noch bis zu heutigen Tag, denn Kadesch bedeutet "die heilige"
Jerushalayim ha Kadesch wie die Juden Jerusalem nennen ist eine bis heute geläufige Bezeichnung für diese Stadt.
Auch die Araber nennen diese Stadt Al Qudh was etymologisch die gleiche Bedeutung hat wie Kadesch.
* Die Zeit Abrahams wird etwa um die Zeit Amenophis I. oder Thutmosis I.angesiedelt.
Denn wenn sich hinter dieser Haarsträubenden Geschichte auch nur ein Quentchen reale Geschichte
versteckt so gibt es hier eine Möglichkeit diese mit der ägyptischen Geschichte zu verknüpfen.
Abraham (Abram) kommt aus Mesopotamien, zusammen mit seiner Frau Sarai.
Bei Abraham gewinne ich immer mehr den Eindruck in Ihm einen Indoarier zu sehen.
Was Aufgrund seiner Herkunft und seines Namens im siebten Jahrhundert in dem ich Ihn
angesiedelt habe nichts ungewöhliches wäre.
Die Aufteilung in Israel und Juda fällt kurz vor die Amarna Periode.
Der Exodus an das Ende der Amarna Periode. Die Exodus Geschichte wird mit anderen Überlieferungen
(Babylonisches Exil) vermischt und gestreckt bis aus der eigentlichen Flucht der Atonpriester
eine Regelrechte Völkerwanderung wird.
Babylonische Gefangenschaft / persische Herrschaft gegen 525Die Zeit der Richter;
während der babylonischen Gefangenschaft das Haupt Augenmerk soll nun auf Amarna,
Abraham und den Exodus gerichtet werden.

Zur Problematik der Zeit der Könige und der Richter möchte zu einem anderen Zeitpunkt Stellung nehmen.


Abraham und die 18.Dynastie:

Der Exodus
Grundsätzlich stellen sich für den Exodus ( Auszug) der Israeliten mehrere bedeutende Fragen:
* Ist die Darstellung des Exodus in der Bibel die Beschreibung eines tatsächlichen Ereignisses?
* Sind die Zahlen und Zeitangaben der Bibel zuverlässig oder eher symbolischer Natur?
* Wann ist der tatsächliche Zeitpunkt für den Exodus in der ägyptischen Geschichte einzuordnen?

Die Beschreibung des Exodus ist meines Erachtens zu plastisch und zu dicht, um komplett erfunden zu sein.
Es muß daher eine wahre Gegebenheit hinter diesem Ereignis zu finden sein.
Grundsätzlich sind Zahlenangaben der Bibel ( oder sonstiger antiker Quellen) mit besonderem Mißtrauen zu begegnen.
Auch die Reihenfolge der Aufzählung der ist oft nicht identisch, da die Berichte meist nicht von
Augenzeugen und oft mit erheblichem Zeitlichen Abstand niedergeschrieben wurden.
So ist der Aufenthalt der Israeliten in Ägypten mit über 400 Jahren wohl eher Symbolisch zu sehen.
Der Zeitpunkt eines Auszuges einer größeren Gruppe Menschen müßte in ägyptischen Chroniken
vermerkt worden sein. Doch fand sich in ägyptischen Quellen bislang keine Erwähnung eines solchen Ereignisses.
Dafür kann es nur zwei Erklärungen geben.

* Die Zahl der aus Ägypten fliehenden Personen war beträchtlich kleiner als in der Bibel belegt.
* Die Zeit des Auszuges war in einer Zeit erfolgt in der die Staatliche Ordnung zusammen -gebrochen war,
so daß es den Ägyptern nicht der Erwähnung wert war, da sie mit anderen Problemen zu kämpfen hatten.

Es erscheinen mir nur drei Zeitpunkte in der Geschichte des neuen Reiches in der der Exodus,
stattfand geeignet. Die Einteilung in altes, mittleres und neues Reich sollte bei anderer
Gelegenheit behandelt werden, da sie meines erachtens den wirren Gedanken früher Ägyptologen
entsprangen und nicht die tatsächliche Chronologie wiedergibt.
Aber bis zur Endgültigen Klärung möchte ich aber bei dieser Benennung bleiben.
Der erste Zeitpunkt ist die Zeit der Eroberung Ägyptens durch die Hyksos am Ende
des mittleren Reiches. Der zweite Zeitpunkt ist die Zeit der Vertreibung der Hyksos am
(konventionellen) Anfang des neuen Reiches. Der dritte Zeitpunkt ist die Zeit des Überganges
nach dem Tode Echnatons oder Tutanchamuns in der der Atonglaube und seine Anhänger verfolgt
wurden und die Regierungsgewalt noch nicht fest in der Hand des auf Tutanchamuns nachfolgenden Herrschers lag.
Der erstgenannte Zeitpunkt trägt die geringste Wahrscheinlichkeit in sich, da der die Israeliten
verfolgende Pharaoh bereits über Streitwagen und Pferde verfügt, die ja erst von den
Hyksos in Ägypten eingeführt wurden.
Auch der zweite Zeitpunkt ist schlecht gewählt, da die Israeliten in diesem Fall ja Ägypten
gemeinsam mit den von den Ägyptern geschlagenen Hyksos, verlassen hätte, oder sogar mit den
Hyksos identisch wären. Nun paßt das in der Bibel von den Israeliten vermittelte Bild nicht unbedingt auf die Hyksos.
(oder vieleicht doch? )

Mir erscheint die dritte Lösung als die wahrscheinlichste.
Nachdem Echnaton mit seinem neuen Glauben kläglich gescheitert war,
verlassen die letzten Anhänger und vermutlich die Atonpriester und deren
Angehörige das Land, da sie massiver Verfolgung durch die seinerzeits von
Ihnen unterdrückten Priester und Gläubigen des alten ägyptischen Götterglaubens ausgesetzt waren.
Es kann sich hierbei auch nicht um eine besonders stattliche Gruppe gehandelt haben,
da allein die Versorgung mit dem Lebensnotwendigsten einer größeren Gruppe schon aus
organisatorischen Gründen wohl eher unwahrscheinlich ist.
Das vom Himmel regnende Mann lasssen wir mal ganz außen vor.
Die erste Gemeinsamkeit, der Israeliten mit den Aton Anhängern ist der monotheistisch
geprägte Glaube, der ja zu dieser Zeit recht ungewöhnlich war, zumal bei beiden
der Gott Gestaltlos war, und im Falle des Aton nur mit der Sonnenscheibe mit Strahlen dargestellt war.
Zum zweiten befindet sich unter den Israeliten ein Priester mit Namen Pinchas,
(ägyt. Panhesi) Pinchas war der Name eines Hohepriesters des Aton.
Von Panhesi wurde ein Grab in Amarna gefunden, in dem er aber nicht beigesetzt wurde.
Auch einer der Namen unter der der Gott der Israeliten verehrt wurde lautet Adonai
( hebr. Herr), was nur eine Transkription des Gottesnamen Aton darstellt.
Auch die weißen Gewänder der israelitischen Priester gleichen den Gewändern der Atonpriesterschaft.
Eine weitere Übereinstimmung sind die israelitische Bezeichnung Cohen für Priester,
das sich mit der Bezeichnung Cahen der Atonpriesterschaft deckt.
Die Bedeutung des Wortes Cohen, für die Prieseterschaft, ist aus der semitischen Wurzel für verdecken,
verschleiern oder verhüllen zu erklären .Es wäre für mich sogar vorstellbar,
daß Echnaton zu diesem Zeitpunkt sogar noch am Leben war. Da der Leichnam
( oder die Mumie) Echnatons nie gefunden wurde, läßt dies genug Spielraum für diese Spekulation.
Eine weitere Gemeinsamkeit ist die Verarbeitung und das verwendete Material aus dem die Bundeslade gebaut wurde.
Sie war aus Zedernholz gefertigt, das mit Gold ausgekleidet war.
Auf Ihr waren zwei goldene Cherubim angebracht und es befanden sich an der Außenseite goldene Ringe,
durch die Tragestangen gesteckt wurden, die den Transport ermöglichten.
Eine der Bundeslade sehr ähnlich gefertigte Lade wurde im Grab Tutanchamuns gefunden.
Auch von Thutmosis III. wird berichtet daß er eine Lade im Kampf auf seinen Feldzügen
vor sich und seinem Heer vorwegtragen ließ.
Das Entscheidenste Argument das für einen Auszug aus Ägypten kurz nach dem Ende der
Amarna Periode steht ist die Erwähnung des Syrischen Atontempels im Buch Josua.
Da der Tempel im Falle einer bereits geschehen Zerstörung wohl nicht erwähnt worden
wäre liegt auf der Hand. Also kann seit dem Ende des Atonkultes nur kurze Zeit verstrichen sein.
Was lag also näher als daß sich die letzten Änhänger Atons zu einem Tempel ihrer Glaubensbrüder aufmachten.
Ich möchte an dieser Stelle ein paar Schlußfolgerungen erstellen, die verdeutlichen
warum ich die Amarnaperiode im 6. Jahrhundert ansiedeln möchte.
Ammenophis III. und Echnaton unterhalten Schriftverkehr mit Herrschern von Sumuru,
das mit dem biblischen Samaria identisch ist. Juda mit Samaria als Haupstadt,
als selbstständiger Staat ist aber erst nach der Teilung des Reiches Israel im 8.Jht existent.
Die Amarnaperiode liegt an der Schwelle der Bronzezeit / frühe Eisenzeit,
was ausreichende Funde, z.B. ein eiserner Dolch im Grab Tutanchamuns
( der nicht tellurischen Ursprungs ist ) und Hartsteinbearbeitung bewiesen ist.
Die Amarnaperiode liegt am Ende der medischen Periode,
kurz bevor die Perser der medischen Herrschaft ein Ende bereiten und Kambyses -525
(konventionell datiert !) Ägypten erobert.








Glaube ist Aberglaube

Xeres Offline




Beiträge: 2.587

03.08.2007 20:20
#2 RE: neue Chronologie des Altertums antworten

Da der Thread nun sehr lang geworden ist, müsste ihn fast in die Lagerhalle verschieben. Sollte Gysi nichts dagegen haben werde ich ihn hier behalten sofern sich eine Diskussion entwickelt.
Xeres

__________________________________________________
Galaxy Zoo, where you can help astronomers explore the Universe

89 ( Gast )
Beiträge:

03.08.2007 20:30
#3 RE: neue Chronologie des Altertums antworten

....es ist interessant, kenntnisreich, detailliert...und .....zuuu lang. Natürlich kann man manche Themen nicht in 3 Sätzen abhandeln, aber wenn ich hier erst eine Enzyklopädie lesen muss, um mal zu erfahren, was gemeint ist...dann schlaucht das.

kadesch Offline



Beiträge: 2.705

03.08.2007 20:51
#4 RE: neue Chronologie des Altertums antworten

tja...geht manchmal leider nicht kürzer :-(
aber ich werde die späteren Texte kürzer machen
oder splitten

Glaube ist Aberglaube

kadesch Offline



Beiträge: 2.705

04.08.2007 09:51
#5 RE: neue Chronologie des Altertums antworten

im Obigen Beitrag hat sich ein Fehelr eingeschlichen.

* Ein Aton Tempel in Nubien: Gem – Pa Aton ( Aton wurde gefunden)
sollte heissen
* Ein Aton Tempel in Karnak: Gem – Pa Aton ( Aton wurde gefunden)

der Name des Nubischen Atontempel ist mir grad entfallen

Glaube ist Aberglaube

Tomarik Offline



Beiträge: 56

04.08.2007 11:57
#6 RE: neue Chronologie des Altertums antworten
Bitte behaltet den post/ thread doch erstmal hier. Ich für meinen Teil muß mich mit all dem, was kadesch hier gepostet hat, erst einmal auseinandersetzen- da es in diesem Thema ja voll eingearbeitet zu sein scheint, hat er mir zumindest einiges voraus
Einige Argumente/ Interpretationen/ Theorien muß ich mir erst einmal durch den Kopf gehen lassen- ein wenig Geduld bitte
Daß das Judentum dem Atonkult entsprungen sein soll, ist ja nun eine gelinde gesagt gewagte These (die ich aber nicht vollkommen von der Hand weisen möchte). Daß der von Amenophis IV. gegründete Kult die erste monotheistisch orientierte Religion sein soll, ist an sich ja schon nicht vollkommen unumstritten. Auch gegen die Einteilung der Reiche gemäß den Zwischenzeiten hervorgerufen durch die Hyksos bzw. durch innenpolitische Veränderungen erscheint mir nach wie vor sinnvoll, Datierung hin oder her. Die kulturelle Erschütterung bleibt und ist insbesondere an Artefakten/ Kunstwerken nachvollziehbar.
Später hoffentlich mehr

_________________________________________________
Wissenschaft ohne Religion ist lahm, Religion ohne Wissenschaft ist blind.
(Albert Einstein)

kadesch Offline



Beiträge: 2.705

04.08.2007 17:02
#7 RE: neue Chronologie des Altertums antworten

Kurzer Abstecher in ein anderes Gebiet:

Wann wurden die Pyramiden gebaut?

In den Pyramdiden wurde sehr oft Hartgestein verbaut.
ZB Porphyr, Granit, Rosensquarz, Diorit,....
Womit wurde dieser denn bearbeitet?

Die Pyramiden werden ja ziemlich an den Anfang der ägyptischen Kultur
angesiedelt. Zur Bearbeitung von Hartgestein ist ein Material notwendig
was härter ist als dieses. Denn man kann etwas sehr hartes nur mit etwas noch härterem
bearbeiten. Also bleibt nur noch der einsatz von Stählernen Werkzeugen.
Diese hat man in der Tat auch in den Pyramiden gefunden.
Und damit stoßen wir auf ein veritables Problem.
Entweder sind die Pyramiden jünger oder die Metallverarbeitung ist wesentlich älter.
Eisen und Stahl tauch selbst nach den derzeit gültigen Chronologie erst in der
15. Dynastie auf. Und das oft nur als Tellurisches Eisen ( aus Meteoriten Gewonnen)
Verhütttetet Eisen und stahl tauchen nur als extrem seltene Grabbeigaben
(zB Prunkdolch im Grab Tutanchamuns) und für Schmuck.
Aber nicht für Werkzeuge.
Erst ab dem -8./-7. jahrhundert findet mam Eisen und Stahl in größerem Umfang.
Wenn jemand also behauptet die Ägypter hätten die Stahlherstellung schon 1000 jahre
vor den anderen völkern erfunden (Ägypten hat keine Eisenvorkommen!!!)
der muss belegen wo diese das Eisen her bekommen haben.
Die Analyse von Eisernen Werkzeugen aus den Pyramiden hat ergeben dass ein Teil des Stahls
vom Balkan oder gar aus Mitteleuropa stammt.
Mit welchen Barbarenstämmen haben die denn da Handel getrieben?
Über welche Infrastruktur wurde das ganze nach Ägypten gebracht?

Und noch etwas lustiges zum Thema Pyramiden. Mir ist keine Abbildung in der Ägyptischen Kust
bekannt welche eine Pyramide zeigt. zumindest nicht vor der Hellenistischen Periode.
Man stelle sich mal vor in ganz Fankreich gäbe es keine Abbildung vom Eiffelturm.

Auch die von Ägypten beeinfluste Nubische Kultur im Süden (dort findet man mehr Pyramiden
als in Ägypten!!!! ) beginnt erst im -6. jahrhundert v.chr mit dem Pyramidenbau.
Das gleiche auch in Mesoamerika.
Es sit ja bewiesen dass die Ägypter Kontakte nach Amerika hatten.
In der Leiche von Ramses d.Gr. fand man Spuren von Kokain ;-)
und das wächst nur in Mittel und Südamerika.

Also sollen wir uns vorstellen, dass die Ägypter im -6./-7 jahrhundert andere Völker
mit ihren Ideen beglückten und dabei ausgerechnet den Bau von Pyramiden anregten?
Laut der derzeitigen Chronologie soll die letzte Pyramide in Ägypten von der 12. Dynastie
ca. -1700 v.Chr gebaut worden sein.
Also exportierten die Ägypter quasi einen Ladenhüter!!!!
Etwas was sie selbst angeblich schon 1000 jahre nicht mehr gebaut haben.
Wer das glaubt, der glaubt auch an den Weihnachtsmann.

Wie kam denn beispielsweise die Cheopspyramide zu ihrem Namen?
Flinders Petrie, ein englischer Ägyptologe fand in der Cheopspyramide
eine mit Rötel gemalte Kartusche mit dem namen von Cheops.
Wunderbar dachte die Fachwelt...wäre da nicht ein kleiner Schönheitsfehler.
Sie weist einen Rechtschreibfehler auf.
Und zwar den gleichen wie in einem Buch das wenige Jahre vorher erst publiziert wurde,
und mit dem Petrie Übersetzungen gemacht hatte. Aber das wurde erst lange nach dem Tode
Petris entdeckt.

In der nähe der Cheopspyramide gibt es Gräber mit einer Verbindung zur Pyramide
die aber eindeutig aus der 26. Dynastie stammen.

Glaube ist Aberglaube

kadesch Offline



Beiträge: 2.705

04.08.2007 17:20
#8 RE: neue Chronologie des Altertums antworten

Oder etwas anderes lustiges.
Im Tal der Könige befindet sich der hatschepsut Tempel aus der 18. Dynastie.
Und zwar mitten in einem Tal. Neben diesem Tempel befindet sich der Totentempel einer Herrschers der
12. Dynastie. laut dem Baubefund finden sich aber Teile des Hatschepsut Tempels unter Mauern des
Tempels aus der 12. Dynastie (angeblich 500 jahre älter)
Das sit aber technisch nicht möglich wenn dieser Tempel vor dem der Hatschepsut erbaut wurde.

Ich plädiere für die Gleichsetzung der 11./12 Dynastie und der 17./18. Dynastie.
Da die meisten Namen der Pharaonen der 11./12. Dynastie auch noch denen der 17./18. Dynastie
auffallende Ähneln sehe ich kein Problem.

11. / 12 17./18.
Name ..... Name
Antef (danach Herrscher mit kurzer Dauer ..... Antef (danach etliche Herrscher mit sehr kurzer Dauer)
kahmose
Mentuhotep I..... Ahmose
Anjotef ..... Amenophis I
Mentuhotep II ..... Thutmosis I
Mentuhotep III ..... Thutmosis II
Mentuhotep IV ..... Hatschepsut
Thutmosis III
Amenemhet I ..... Amenophis II
Sesostris ..... Thutmosis IV
Amenemhet II ..... Amenophis III
Sesostris II .....
Sesostris III .....
Amenemhet II ..... Eje
Amenemhet IV ..... Amenophis IV
Nefrusobek (Königin) ..... Semenchkare / Tutanchamun / Meriaton (Königin)

Glaube ist Aberglaube

kadesch Offline



Beiträge: 2.705

05.08.2007 01:00
#9 RE: neue Chronologie des Altertums antworten
die Darstellung der namen ist mir irgendwie verunglückt.
normalerweise sollten sie sauber unter einander stehen :-(

11. / 12 17./18.
Name ................. Name
Antef................. Antef
(danach bei beiden Dynastien etliche Herrscher mit kurzer Dauer

.............................kahmose
Mentuhotep I...........Ahmose
Anjotef ...............
Mentuhotep II ........ Thutmosis II
Mentuhotep III ....... Hatschepsut/ später Thutmosis III
Mentuhotep IV ........
Amenemhet I ...........Amenophis I
Sesostris ................Thutmosis IV
Sesostris II ..........
Sesostris III .........
Amenemhet II ..........Amenophis II
Amenemhet III..........Amenophis III
Amenemhet IV ......... Amenophis IV
Nefrusobek (Königin).. Semenchkare / Tutanchamun / Meriaton (Königin)
.......................Eje


Die Reihenfolge ist nicht 100 % stimmig wiedergegeben.
Sie dient nur der Veranschaulichung dass sich für die meisten Namen
eine Entsprechung in beiden Dynastien findet.
Auch in der bisherigen Chronologie ist die Reihenfolg nicht 100% geklärt
Augenfällig sind die durchweg ähnlichen Namen innerhalb der Dynastien
Bei Amenophis und Amenemhet ist die Übereinstimmung Augenscheinlich,
bei den Thutmosisen und Sesostris ist aber der Thronname oder der Horusname
meist identisch, so dass ich diese als Doppelgänger ansehe.
Zudem spricht für meine Theorie dass wir von fast allen Herrschern der 17./18. Dynastie
das Grab und auch die Mumie vorweisen können, jedoch keine einzige der 11./12. Dynastie.
Ein Herrscher kann zwar mehrfach in einer Liste auftauchen , kann aber nur einmal begraben worden sein.

Ein weiteres Indiz ist die Kunst und Kultur und Architektur der
11./12 und der 17./18. Dynstie die praktisch nicht zu unterscheiden ist.
Einzige Ausnahme ist die Amarnazeit unter Amenophis IV die sich deutlich unterscheidet.
Ausserdem ist die 11./12. Dynastie archäologisch nicht so gut belegt wie man es erwarten sollte.

Geschichtlich passiert in beiden Dynastien so ziemlich das selbe.

Glaube ist Aberglaube

kadesch Offline



Beiträge: 2.705

06.08.2007 09:37
#10 RE: neue Chronologie des Altertums antworten

Als weitere Duplette in der ägyptischen Geschichte möchte
ich die 19. und die 26. Dynastie vorstellen.

Während die 19. Dynastie mit Ramses I, Sethos I, Ramses II usw.
außerordentlich gut belegt ist, und sogar die Mumien dieser Herrscher
in situ vorliegen, sieht es mit der 26. Dynastie sehr dünn aus.
Beispielsweise Necho ist nur auf einer einzigen Inschrift verewigt,
(Serapeum Stele)
und sogar bei ihr ist unklar ob sie tatsächlich ihn meint.
Die Pharaonen der 26. Dynastie sind nur über Herodot und das
alte Testament belegt.(Bücher der Könige,Chronik, Jeremia)

Ich stelle mich an die Seite von I. Velikovsky der schon vor 50
Jahren Ramses II mit Necho identifizierte.

Die Übereinstimmungen sind derart frappierend dass man in den
Biblischen Berichten eindeutig den Feldzug des Ramses II
gegen die Hethiter wieder erkennt.

Die Schlachten von Kadesch und Karkemisch werden EXAKT
gleich dargestellt. Die politische Situation war identisch.

Übrigens war die Stadt Kadesch nicht identisch mit dem Kadesch welche
von Thutmosis III. erobert wurde und auch der Vater von Ramses II
Sethos I. eroberte eine STadt die Kadesch genannt wurde.
Kadesch ist lediglich ein Oberbegriff welches "die heilige" Bedeutet.
Also eine Stadt die ein Kultzentrum darstellt. Und davon gab es in Palästina,
dem Libanon und Syrien etliche.

Das Kadesch der berümten Schlcht des Ramses war eine von allen
Seiten von einem Fluß umgebene, stark befestigte Stadt.
Abbildungen wurden in Karnak und Luxor in Tempeln des Ramses II.
als Reliefs dargestellt.
Auch die Stadt Karkemisch welche den Schauplatz der Schlacht des Necho II.
darstellt wurde von allesn Seiten von einem Fluß umspült.
Beide Schlachten endeten in einer Niederlage der Ägypter.

gibt es noch mehr Gemeinsamkeiten zwischen Ramses II und Necho II ?
Ja.. beide bauten einen Kanal zwischen dem Roten Meer und dem Mittelmeer
(quasi als Antikes Gegenstück zum Suez Kanal )

Ich neige dazu Ramses II und die gesamte 19. Dynastie ins -7. Jahrhundert v.chr
anzusiedeln, nicht ins -13. Jahrhundert v.Chr.

Ein weiteres Indiz sind auf der Rückseite von Kacheln (aus Bauten des Ramses II)
die griechische Buchstaben tragen.


Glaube ist Aberglaube

kadesch Offline



Beiträge: 2.705

06.08.2007 09:48
#11 RE: neue Chronologie des Altertums antworten

Welche Konsequenzen ergeben sich aus den Kürzungen.

eine Ansiedelung der 17./18. Dynastie ins 8./7. jahrhundert v.Chr
anstelle des -15.Jahrhunderts würde die Mitanni welche
beispielsweise mit Amenophis III und Echnaton reiche Korrespondenz führte
auch ins 8.Jahrhundert ziehen.

Dort begegnen sie uns als die Meder, welche vor den Persern die
Vorherrschende Macht waren.

Die 18. Dynastie hatte auch Berührugnspunkte mit der Mykenischen Welt,
in Griechenland. Also müssen wir auch dort das ganze ins 9. jahrhundert
einbauen. Und das funktioniert sehr gut, da archäologisch nicht viel
dagegen spricht. Nach dem Ende der Mykenischen Epoche sollte
angeblich 700 jahre ein dramatischer Rückgang der Kultur bis zum beginn
der Archaischen Kultur im -7. Jahrhunder erfolgen.
Dies wird als das dunkle Zeitalter Griechenlands bezeichnet.
Verbrignen wir das Ende der Mykener ins 9. jahrhundert und lassen die
klassische Griechische Kultur um -800 v.chr beginnen, hätten wir genau die
Abfolge die sich archäologisch auch so darstellt.

Da aber die Mykener über die 18. Dynastie falsch datiert wurden
klafft eine Lücke in der Chronologie die man als "dunkel Epoche "
zu kasschieren versucht.

Glaube ist Aberglaube

kadesch Offline



Beiträge: 2.705

06.08.2007 11:31
#12 RE: neue Chronologie des Altertums antworten
Es macht mir immer wieder ein diebisches Vergnügen
in archäologie Foren zu sehen wie die Anhänger der
derzeitigen Chronologie in ihrem Elfenbeinturm sitzen und
gegen alle Argument vollkommen Imun sind.

Hauptsache nicht selbst über etwas nachdenken müssen.
Das was andere geschrieben haben, wird wohl stimmen.

Da rollen sich mir Fußnägel hoch.

Selbst wenn man mit stichhaltigen Beweisen kommt
werden diese Abgelehnt da ja nicht sein kann was nicht sein darf.

Da werden die tollsten Behauptungen aufgestellt, aber alle sehen
den Wald vor lauter Bäumen nicht.

In der Ägyptischen Geschichte findet 3 - 4 mal das gleiche statt

Hochkultur-Niedergang durch invasion von Barbaren-Vertreibung der Barbaren-Hochkultur,.....

Auch die Abläufe ausserhalb Ägyptens mit denen die ägyptische Geschichte in direktem Bezug steht
weist diese Eigentümlichkeit auf.
Das Dumme ist nur dass man eine Schicht nur einmal zuweisen kann.
Ein Pharaoh kann durchaus mehrfach in der Chronologie Auftauchen.
Aber er kann nur einmal als Mumie auftauchen.
Und zufälligerweise ist der Stand der Dinge so, dass die Pharaonen die
ich als "Doppeltes Lottchen" entlarvt habe allesamt nur durch irgendwelche Listen
auf Stelen oder auf Papyrie erwähnt werden.
von ihnen gibt es keine Gräber, keine Mumien, NULL.
Nur die Erwähnung ihrer Namen, die meist auch auf andere Pharaonen passen.
so hatte der von mir als Necho II identifizierte Ramses II auch in einem seiner
vielen Namen einen dabei der Nechau heisst.

Für den Anfang mal folgende Dynastien die ich unter Generalverdacht habe Doppelgänger zu haben:

11./12 - 17./18.
19. - 26.
20. - 32. (Ptolemäer)

Dazu kommen noch die 21. und 22. Dynastie welche ich im Verdacht habe gleichzeitig
zu sein. Die 1. / 2./ 3. Zwischenzeit sehe ich als ein einziges Ereignis an
Die Hyksos welche Ägypten Erobern sind in meinen Augen die Assyrer.
Die Gutäer welche die Assyrer bei der Eroberung unterstützen sind nichts anderes
als die Skythen welche die Perser bei ihrer Eroberung unterstützen.

Alles in allem fällt die Ägyptische Chronologie von -2700 v.Chr bis zur letzen
Pharaonin Cleopatra auf einen zeitraum von ca -1200 v.Chr bis zu Cleopatra zusammen.
Und das ohne wirklich etwas zu verlieren.

die Minoische Kultur siedle ich gegen -1200 - 1000 v.Chr an,
die Mykenische Kultur siedle ich gegen -1000 - 850 v.Chr an,
die Hyksos sind die Assyrer, die Mittanni - die Meder, Hethiter - perserzeitliche Kappadokier,
die Gutäer - die Skythen,......, die Babylonier - die Perser.
Die Seevölker - griechische Söldner.

Man muss es nur richtig eintüten dann bekommt man auch einen durchlaufenden roten Faden
was man bei der derzeitigen Chronologie nicht sehen kann.

Glaube ist Aberglaube

Fenris Offline

Freidenker

Beiträge: 1.345

07.08.2007 09:18
#13 RE: neue Chronologie des Altertums antworten

Allerlei Interessantes zum Pyramidenbau.....

http://www.cheops-pyramide.ch/index.html


__________________________________________________
*Das Tier taugt zu allem, was es soll, vollkommen. Der Mensch zu nichts recht, als was er lernt, liebt und übt. (Johann Heinrich Pestalozzi 1746-1827)*

kadesch Offline



Beiträge: 2.705

07.08.2007 12:34
#14 RE: neue Chronologie des Altertums antworten

Schön dass da auch etwas von einem unserer Mitstreiter (Franz Löhner) zu lesen ist.
Dieser hat ein sehr schönes Buch über den Bau der Cheopspyramide geschrieben.
Sehr lesenswert.


Das Kernthema ist allerdings noch immer die Frage Wann wurden sie gebaut, und von wem?

In einem obeigen Text habe ich ja bereits erläutert wie die Cheopspyramide zu ihrem Namen gekommen ist.
Interessanter weise ist in der 18. Dynastie auf einem Relief die Landschaft von Gizeh zu sehen.
Allerdings ohne die Pyramiden!!!!!!
Das wäre wie ein Bild von Seine Ufer in Paris ohne den Eiffelturm.

Glaube ist Aberglaube

kadesch Offline



Beiträge: 2.705

14.08.2007 15:58
#15 neue Chronologie Mesopotamiens antworten
Mesopotamiens neue Chronologie
Die derzeitig gültige Chronologie Mesopotamiens kennt in
der vorhellinistischen Zeit (ab -330) 12 Kulturperioden:
1 Perser bzw. Marder/Amarder
2 Chaldäer und Meder
3 Ninos-Assyrer
4 Frühchaldäer

5 Mittelassyrische Amoriter
6 Kassiten und Mitanni
7 Altassyrer
8 Ninevite-Keramik

9 Altbabylonische Martu/Amoriter
10 Neo-Sumerer und Elamer
11 Altakkader
12 Frühsumerer


Die Kulturperioden 1-4 (datiert ins -1. Jahrtausend) haben ihre Datierung aus der
griechischen Geschichte.
Die Schichten 5-8 (datiert ins -2. Jahrtausend) haben ihre Dateirung über die
ägyptische Chronologie.
Die Schichten 9-12 (datiert ins -3. und frühe -2. Jahrtausend) werden
über Hammurabi durch die Bibel datiert.

Betrachten wir einmal die Ausgrabungsstätten in Mesopotamien genauer.
Es gibt keinen einzigen Ort an dem man alle 12 angebliche Kulturperioden, gefunden hat.
Die Realität sieht so aus, man fand überall maximal 4 Kulturschichten (ohne Subschichten)
Das führt zu dem Ergebnis dass man nach Belieben Funde Willkürlich einer dieser
Kulturperioden zugeschrieben hat.

Als kleines Beispiel:

Dort wo man die Funde den Frühsumerern zugeordnet hat fehlen immer die Schichten
mit Ninevite Keramik und schcihten der Frühchaldäer.
Dort wo man Schichten den Altakkadern zuwies fehlen die der Altassyrer und der Ninos
Assyrer.
Dort wo die Schichten den Neo Sumerern und Elamern zugeordnet wurden fehlen die der
Kassiten und der Mitanni und auch die der Chaldäer und Meder.
Dort wo man Altbabylonische Martu/Amoriter Schichten deklarierte fehlen die der
Mittelassyrischen Amoriter und die der Perser und Marder/Amarder.

Die Lösung des Problems ist relativ simpel, es gab keine 12 Kulturschichten,
sondern schon immer nur 4 Kulturschichten

Perser bzw. Marder/Amarder = Mittelassyrische Amoriter = Altbabyl. Martu/Amoriter
Chaldäer und Meder = Kassiten und Mitanni = Neo-Sumerer und Elamer
Ninos-Assyrer = Altassyrer = Altakkader
Frühchaldäer = Ninevite-Keramik = Frühsumerer

Da man jeden Fund nur einer Kulturschicht zuordnen konnte mussten die anderen
fiktiven Kulturschichten leer ausgehen.
Die zeigt deutlich dass die propagierten 12 Kuilturschichten auf falschen historischen
Datierungen beruhen und nicht auf der archäologischen Evidenz.

Dies erklärt dann auch warum sich so viele ähnliche Entwicklungen in der Geschichte
wie auch der Kunst und Kulturgeschichte zeigen. Eben weil diese Entwicklungen
nicht im Abstand von etlichen Jahrhunderten sondern parallel erfolgten.

Und in dieses Schema passt mein chronologie Vorschlag der Streichung doppelter
Ägyptischer Dynastien sehr gut.
auch die Europäische Geschichte wird dadurch indirekt neu beleuchtet.

Mir fiel vor einigen Jahren die extrem starke Übereinstimmung der Kulturerzeugnisse
der Minoischen Kultur Kretas, der Mykensichen Kultur Griechenlands und der
Etruskischen Kultur Italiens auf. Wer mag kann sich die Mühe machen und Beispiels-
weise die Grabmalerei dieser Kulturen mal ansehen.
Über die Falsche Datierung Ägyptens ist die Mykenische Kultur ins 3.Jahrtausend
gerutscht, die Mykenische ins 2. Jahrtausend und die Etruskische ins 1. Jahrtausend
v. chr. Aber bei genauem Hinsehen können zwischen den frühesten Formen der
Minoischen Kultur und der frühen Etruskischen Kultur keine 2000 Jahre liegen.
Die Malereien sehen nahezu identisch aus von der Formgebung und Ausführung.
Daher schlage ich folgende Datierung vor:

Minoisch -1200 v.Chr - - 900 v.Chr.
Mykenisch -1000 v.Chr - - 750 v.Chr
Etruskisch - 800 v.Chr - -300 v.Chr

Daher darf nicht verwundern dass das Propagierte "dunkle Zeitalter"
Griechenlands von -1200 v.Chr - -800 v.Chr archäologisch nicht
so ausfällt wie es die klassische Geschichtsschreibung darstellt.
Das dunkle Zeitalter kann höchstens eine 2 - 3 Generationen dauernde
Periode der Umwälzung am Ende der Helladischen Epoche sein,
die der archaischen Epoche mit der beginnenden Polis Bildung vorangeht.

Glaube ist Aberglaube

kadesch Offline



Beiträge: 2.705

14.08.2007 16:32
#16 Chronologie Ägyptens antworten
Ägypten
Wie setzt sich die Ägyptische Chronologie zusammen?

Wir kenne jede Megne fragmente aus denen die heute gültige Chronologie gebastelt wurde.
Die wichtigste ist die des Manetho der um -280 v.chr eine Liste verfasste.
ab dem Reichsgründer Menes zu 30 Dynastien und 3 Reichen zusammenfasste und kommentierte.
Ein paar dieser Namen finden sich auch auf Monumenten auf Stelen oder in Tempeln.
Aber bei genauer Betrachtung aller Quellen sind die Gemeinsamkeiten der Dynastienlisten
mehr als mager. Trotzdem wurde aus sämtlichen Listen und anderen quellen daraus eine
heute als gültig angesehene Chronologie erstellt.
Als weiterer Krückstock der Ägyptologie diente die Sothis Datierung.


Diese basiert auf römischen Angaben über den ägyptischen Kalender, der von 365 Tagen im Jahr
ohne einen Schalttag ausgeht
Das Ägyptische Jahr beginnt am 1. Tag des Monats Thot , an dem der Stern Sirius aufgeht.
Der fehlende Schalttag bewirkt das sich alle 4 Jahre der kalendarische Jahresanfang des
ägyptischen Jahres um ca. 1 Tag verschiebt.
Nach etwa 1460 Jahren würde alles aber wieder wieder am "richtigen" Tag angelangt sein.
Laut römischer Überlieferung soll im Jahr 139 AD eine Sothisperiode begonnen haben.
Die Ägyptologie mutmaßte nun dass die Ägypter schon seit alters her immer nach der
Sothisperiode rechneten und dass diese iregndwann mit mit dem Beginn einer solchen
am 1. Tag des Monat Thot angefangen haben muss.
Als mögliche Daten wurden gehandelt:
-1321
-2781
-4241
-5701

In diese Datierung wurden nun sorgfältig die Daten aus der Liste Manethos und aus anderen
Quellen eingebunden.
Das Problem dabei war nur dass es kaum gesicherte Sothisdatierungen gab
(ganze 5 Stück sind mir bekannt)
Die meisten bErechnungen beruhen auf dem Eber Papyrus, der aber von einem jahr mit 360
Tagen ausgeht und damit als Grundlage eines Sothisjahres mit 365 Jahren völlig unbrauchbar ist.
Aber die Ägyptologen störte das nicht.
Über die Sothisdatierung wurde die Amarna Korrespondenz ( Echnaton mit Mittani Königen)
datiert. Bzw mit dieser Datierung wurde das Mitanni Reich gewissermassen erst erzeugt!!!!
hätte man Echnaton im -7. Jahrhundet v.Chr datiert (wo dieser hingehört) dann wäre jedem klar gewesen
dass die Mitanni, die plötzlich als "Geisterreich" genau wie die Hethiter aus dem nichts auftaucht.
Umgekehrt wurden dann auch die Asyrische Chronologie an den nun erfundenen Mitanni und Hethitern
geeicht. Dabei wird gerne unterschlagen dass diese auch über die ägyptische Sothisdatierung ihre
"absolut" Daten erlangten.
Das Ergebnis war ein Konstrukt dass sich zwar gegenseitig prima ergänzte, aber archäologisch
jeder Grundlage entbehrt.

Daher müssen in der Ägyptischen Geschichte alle Ereignisse im Abstand einigen Jahrhundeten
auch in gleicher Form 3 x Auftauchen. Und da ganze Dynastien 3 mal Auftauchen,
allerdings oft mit anderen Namen ( die Pharaonen hatten ja meist etliche Namen, welche sie auch
zuweilen wechselten)
Daher kommen wir zu dem Ergebnis dass der Unzahl an Pharaonen nur eine Bescheidene
Anzahl von Gräbern und auch Mumien gegenüber steht. Ein Herrscher verdreifacht,
durch eine falsche Chronologie kann ja nur ein einziges mal beerdigt worden sein.

Glaube ist Aberglaube

kadesch Offline



Beiträge: 2.705

14.08.2007 16:56
Auswirkungen der neuen Chronologie antworten

Auswirkungen der neuen Chronologie

Eine der Auswirkungen der falschen Chronologie betrifft ganz konkret den Bereich Religion.
Wenn die ägyptische Chronologie falsch ist, dann istt auch der ganze Rest falsch.
Wenn wir Beispielsweise die ägyptische 18.Dynastie vom -15. Jahrhundert vor Chr.
ins -7. Jahrhundert v.Chr verbringen, und die 19. Dynastie ins -6. Jahrhundert v.Chr
bringt das die gesamte Biblische Datierung zu Fall.
Dann fallen die Babylonische Verschleppung und der Exodus zu einem Ereignis zusammen.
Dann kann uns auch die Nennung von Chabiru in den Armarna Texten Echnatons nicht
mehr Irritieren, denn diese sind dann die Hebräer. Und die Erwähnung des Stadtstaates Sumuru
verblüfft uns nicht merh, denn dies ist Samaria.
Gegen diese neue Chronologie müssen also zwangsläufig alle Bibelfundamentalistischen
Kräfte Sturm laufen. Denn es kann ja nicht sein was nicht Wahr sein darf.
Und da hilft es wenig wenn Historiker wie Immanuel Velikovksy der selbst Gläubiger Jude
war die ägyptische Chronologie ändert, aber die jüdische unangetastet beibehält.
Das führte letztlich dazu dass er sich selbst in Widersprüche verwickelte.

Letzlich muss Anhand der Archäologie unter Berücksichtigung der neuen Chronologie
überlegt werden was von der israelischen und judäischen Geschichte als Wahrer Kern
übrig bleibt. Vermutlich werden wir uns von einem Erez Israel und König David und Salomon,
verabschieden müssen und diese in den Bereich der Mythologie verweisen.

ich wurde durch meine Arbeit an der neuen Chronologie sowohl von jüdischer als
auch von christlich fundamentalistischer Seite stark angegriffen.
Ich kann es ja verstehen, denn die Leute kleben ja gewissermassen am Buchstaben.
Und einen Standpunkt aufgeben bedeutet alles aufzugeben da ja dann erwiesen
wäre dass die Bibel Chronologisch unrichtig ist. Und das wird nicht akzeptiert.


Glaube ist Aberglaube

kadesch Offline



Beiträge: 2.705

15.08.2007 09:16
#18 Das dunkle Zeitalter Griechenlands antworten

Dunkles Zeitalter Griechenlands?

Schlägt man bei Wikipedia nach zum Begriff dunkles Zeitalter, wird die Konfusion
der derzeitigen Chronologie schnell fassbar.

Zwischen dem ende der Mykenischen Zeit -1200 v.chr und dem archaischen Griechentum
-800 v.Chr wird eine "dunkle Epoche" angeführt.
Angeblich gibt es aus dieser Zeit keine archäologischen Funde, keine Schriftstücke,
keine neuen Entwicklungen, und sogar ein dramatischer Bevölkerungsrückgang
wird vermutet. Dies ist allerdings nur der falschen Chronologie geschuldet.
Wenn man die "dunkle Zeit" von 400 jahren auf 2 - 3 Generationen also maximal
50 - 75 Jahre dann erscheint diese Zeit plötzlich nicht mehr so dunkel.
Dann verteilen sich die Funde nicht über einen künstlich gestreckten 4 - 5 mal
so langen Zeitraum. So tauchen am Anfang der archaischen Zeit plötzlich wieder genau
die gleichen Keramiktypen, Waffen, Malereien usw. wieder auf die man schon am
Ende der Mykenischen Zeit kannte. Quasi aus einem 400 jährigen Dornröschen Schlaf
erwacht.
Vergleicht man die Kulturstufen untereinander stellt man zur großen Überaschung fest,
dass Beispielsweise auf dem Balkan die Uhren ganz anders gelaufen sind aus in Italien.
Während man die Minoische und Mykenische Kultur über Ägypten datierte,
die Italische Kultur und speziell die Etruskische aber aus der römischen Geschichts -
Schreibung datierte fällte uns eiens deutlich ins Auge.
Während die Mykenische Kultur schon -1600v.Chr in voller Blüte steht, findet sich
Luftlinie wenige hundert Kilometer Italien noch auf einem Kupfersteinzeit Niveau.
Während in Mykene stolze Burgen und Städte gebaut werden, begnügt man sich
(angeblich)in Italien mit primitiven Pfahlbauten, und einer primitiven Kultur.
Diese wird Terramare Kultur genannt.Diese sollen angeblich gegen -1200 aufgegeben
wroden sein.
Danach soll die eigentliche Einwanderung der Indogermanischen Italiker erfolgt sein.
Zeitgleich sollen auch die Dorer und ander Indogermanischen Stämme nach
Griechenland eingedrungens ein.
Die Archäologie spricht indessen eine andere Sprache.
In Ausgrabungsschichten in Greichenland wurden Mykenische Funde im selben
Fundhorizont mit Archaischen Funden. Obwohl diese doch mindestens 400 jahre
auseinander liegen sollten.
Interessanter Weise beschreibt der im -7.Jahrhundert lebende Homer den Trojanischen
Krieg, der ja zu dieser Zeit schon ca. 400 - 500 jahre Zurück liegen soll.
Aber die Art und Weise wie er die Gegebenheiten schildert, und auch Digne des täglichen
Lebens, zeigt sich dass er zeitlich viel näher an den Geschehnissen liegen muss.
Der Trojanische Krieg ist am Ende der Spätbronze Zeit anzusiedeln.
Eisen und Stahl sind schon bekannt, und schon im allgemein in Gebrauch aber noch sehr
Teuer und Kostbar. Zwar kennt die Mykenische Kultur auch Eisen und Stahl, aber
die Verwendung ist noch sehr sporadisch.
Um beim Thema Trojanischer Krieg( ca. -1200 v.Chr) zu bleiben.
Der römische Dichter Vergil, schrieb auf Basis der Erzählungen Homers das
Buch "Aenais" in der das Leben des Prinzen Aeneas von Troja erzählt wird.
Dieser flieht mit seinem Sohn und wenigen Überlebenden Trojanern nach Italien
und findet dort bereits die Etruskische Kultur vor.
Die Etruskische Kultur entstand aber erst um -1000v.Chr und es dauerte einige Zeit
bis sie auf die von Vergil beschriebene Stufe kam.
Wie kann aber ein Überlebender Trojaner des -12. Jahrhunderts auf Etrusker
des -10. oder besser auf die des -9. Jahrhunderts treffen.
Da die Etruskische Kultur über die römische datiert wird, und nicht so extrem den
chronologischen Verzerrungen der Ägyptischen Kultur ausgesetzt ist, denke ich dass die
Datierungen der Etrusker etwas näher an der Realität sind.
Zumindest würde es die Mykenische Kultur um mehrere jahrhunderte näher zu uns
bringen. Fest steht dass die Verbringung der Ägyptischen 18./ 19 Dynastie
ins -8. jahrhundert v.Chr nicht an der mykenischen Kultur scheitert, da man diese
Ebenfalls ins -8. Jahrhundert unterbringen kann, ohne auch nur etwas an Substanz
zu verlieren.

Glaube ist Aberglaube

kadesch Offline



Beiträge: 2.705

15.08.2007 09:54
#19 Mythos ewiges Rom antworten

Mythos Rom

Wer nun denkt dass wir mit der römischen Geschichte sicheren Boden betreten,
der wird schnell eines besseren belehrt.
Das angebliche Gründungsdatum von Rom -753 v.chr ist völlig aus der Luft gegriffen.
Mit diesem Kustgriff wollte die Römer ihre Stadt nur älter als Athen machen.
Der Archäologische Befund Roms spricht eine andere Sprache.
Nach dem 2. Weltkrieg hat man in groß angelegten Ausgrabungen einige interessante
Erfahrungen gemacht. Nicht deutet auf ein so frühes Gründungsdatum hin,
sogar eine verbringung s ins -5. jahrhundert ist problematisch.
Falls Rom überhaupt vor dem-5. jahrhudnert existierte, muss es ein völlig
unbedeutendes Nest gewesen sein. Erst im späten -4. Jahrhundert wird
langsam Rom als Stadt greifbar, und selbst dann noch wesentlich bescheidener
als uns die Römer die ewige Stadt anpreisen möchten.
Das wirft allerdings einige Probleme mit der überlieferten römischen Geschichte
auf. Rom führt ja jahrhunderte Lang ununterbrochen Kriege.
Erst mit den unmittelbaren Nachbarn, den Sabinern und Etruskern, dann
lange Kämpfe mit Samnitischen Stämmen bis es die Oberhand gewinnt
und Italien beherrscht.
Merkwürdigerwiese muss Rom sämtliche Eroberungen und Kriege in
Italien doppelt machen. Gebiete die angeblich seit 200 - 300 jahren unter der Herrschaft
Roms gewesen sein sollen, müssen erst wieder Unterworfen werden.
Auch die punischen Kriege mit den Karthagern und die Kriege mit den Griechen
habe den leisen Verdacht dass da ein gehöriges Stück Seemannsgarn gesponnen wurde.
Wirklich greifbar wird die römische Geschichte erst im späten -2. jahrhundert,
nach den Reformen des Marius und den Kriegen des Cäsar.
ich plädiere jedenfalls auch aus der römischen Geschichte 2-3 Jahrhunderte zu steichen.

Glaube ist Aberglaube

kadesch Offline



Beiträge: 2.705

16.08.2007 11:35
#20 Problematiken in der Neuordnung der Ägyptischen Geschichte. antworten

Problematiken in der Neuordnung der Ägyptischen Geschichte.

1. Es gibt keine einzige echte fortlaufende Dynastienfolge
2. Die verschiedenen Dynastienfolgen weisen kaum Gemeinsamkeiten auf
3. Es ist nicht klar ob wirklich alle Pharaonen die in Listen auftauchen
auch wirklich Herrscher über ganz Ägypten waren. Bei einigen wird vermutet dass
sie nur Lokale Fürsten waren.
4. Da die Pharaonen oft ihre Namen änderten können diese Namen oft nicht eindeutig
einem bekannten Pharao zugeordnet werden.
5. Es gibt viel zu wenige Gräber bzw. es gibt in den Listen zu viele Pharaonen
die nichts oder nur sehr wenig hinterlassen haben.
6. Es wurden schon in der Antike die Dystielisten gefälscht, Namen getilgt.
7. Die heute akzeptierte Reihenfolge ist in vielen Punkten Willkürlich
da die Abfolge oft unklar ist
8. Die Regierungszeiten wurden oft gestreckt, bzw können nicht verifiziert werden

Das ganze gleicht einem Puzzle spiel bei dem man die Menge der Teile und das
fertige Bild nicht kennt.

Glaube ist Aberglaube

kadesch Offline



Beiträge: 2.705

16.08.2007 12:23
#21 neues zu C14 antworten

wer sich mal im Thema C14 - Radiocarbon Datierung einlesen will
sollte mal folgendes Buch lesen "C14 Crash"
Hier ein link zu einer PDF Datei des Buches
http://www.paf.li/c14crash.pdf

Glaube ist Aberglaube

kadesch Offline



Beiträge: 2.705

30.08.2007 15:25
#22 RE: neues zu C14 antworten
Doppelte Pharaonen:
Mentuhotep IV (Neb-taui-Re)- Ahmose (Neb-pehti-Re)
Sesostris I (Cheper-ka-Re)- Thutmosis I ( Aa-cheper-ka-Re)
Sesostris II (Cha-cheper-Re)- Thutmosis II (Aa-cheper-en-Re)
Amenemhet III (Ni-maat-Re) - Amenophis III (Neb-maat-Re)
Amenemhet IV (Maa-cheru-Re)- Amenophis IV (Nefer-cheperu-Re, wa-en-Re)
Ramses II ( User-maat-Re)- Necho II (Uhem-ib-Re)
Siptah ( Sechaj-en-Re meri-Amun, Ach-en-Re, setep-en-Re)- Psametich III (Anch-ka-en-Re)
Tausret (1. Sat-Re 2. Meri-Amun) Dareios I - (1. Setut-Re ; 2. Meri-imen-Re)
Sethnacht (User-chau-Re setep-en-Re meri-Amun) - Alexander d. Gr (Meri-amun Setep-en-re)
Ramses III (User-maat-Re meri-Amun) - Philip III (Meri-amun Setep-en-re)
Ramses IV (User-maat-Re setep-en-Amun) - Alexander IV (Haa-ib-re Setep-en-amun)
Ramses VI (Neb-maat-Re meri-Amun) - Ptolemaios I. (Meri amun; Setep-en-Re)
Psusennes I (Aa-cheper-Re Setep-en-amun) - Pedibastet (User-maat-re Setep-en-amun)
Amenemope (User-maat-Re Meri-amun Setep-en-amun-)- Scheschonq V. (User-maat-re Meri-amun)
Takelot I. (User-maat-re Setep-en-re) - Takelot III. (User-maat-re Setep-en-re)
Osorkon II. (User-maat-re Setep-en-amun) - Rudamun (User-maat-re Setep-en-amun)

schade dass die Darstellung etwas mies ausfällt, aber ich hoffe es ist einigermassen lesbar.
ich habe jetzt nur die ausgewählt die zu 99% passen und auch die Thronnamen identisch oder wenigstens
nahezu identsich sind.

Glaube ist Aberglaube

Ahriman Offline



Beiträge: 1.493

18.10.2007 19:35
#23 RE: neue Chronologie des Altertums antworten

Zitat von Kadesch
Zur Bearbeitung von Hartgestein ist ein Material notwendig
was härter ist als dieses. Denn man kann etwas sehr hartes nur mit etwas noch härterem
bearbeiten.

Nö. Denk mal daran, was fließendes Wasser mit Hartgestein alles anstellt, wenn man ihm Zeit läßt. Und Laser sind auch nicht "hart".
Oder die Figuren auf der Osterinsel. Die hatten dort auch keinen Stahl.
Wie die Ägypter das schafften weiß man heute sehr genau. Versuche mal, seriöse Bücher zu dem Thema zu lesen.

_____________________________________
Glaubst du noch oder denkst du schon?

kadesch Offline



Beiträge: 2.705

19.10.2007 12:35
#24 RE: neue Chronologie des Altertums antworten

Tja ..wie sollen die Ägypter denn mit Wasserkraft geschnitten haben
Diese Technologie war ja noch nicht bekannt. Aussderdem benötigt man dafür
hohen Druck und das würde eine komplexe Technologie vorraussetzen die es noch nicht mal Ansatzweise gab.
Von Laser will ich erst garnicht reden...
Das klingt mir alles zu sehr nach Erich von Däniken
Und auf den Osterinseln die Riesenköpfe sind nicht aus Hartgestein.
Soso wie haben denn die Ägypter denn hartgestein ohne Stahl bearbeitet.
Und mit bearbeitet meine ich nicht nur den Groben Zuschnitt sondern auch das
hineinschneiden von Hyroglyphen in Granit und Porphyr und Diorit oder Rosenquarz.
Wer mir das vorführen kann dem geb ich einen aus.
Mit Bronzewerkzeugen (sogar mit gehärteter Bronze ) lässt sich da nichts machen.
Ausserdem wurden ja stählerne Werkzeuge in den Pyramiden gefunden.

PS: ich lese seriöse Bücher...aber Bücher in denen Laser in Vorzeiten propagiert werden, fallen bei mir
unter die Rubrik Fantasy

Glaube ist Aberglaube

Ahriman Offline



Beiträge: 1.493

19.10.2007 23:37
#25 RE: neue Chronologie des Altertums antworten

In Antwort auf:
Tja ..wie sollen die Ägypter denn mit Wasserkraft geschnitten haben

Den Einwand habe ich erwartet - ich habe es ja auch drauf angelegt, daß das kommen sollte.
Ich habe nicht behauptet, die Ägypter hätten Hochdruckgeräte oder Laser gehabt. Ich habe nur deine Behauptung widerlegt, daß man mit weichen Sachen nichts Hartes bearbeiten könne.
Wie die Ägypter es machten, weiß ich nicht mehr, habe ich mir nicht gemerkt. Wie die Osterinsel-Leute ganz ohne Metalle ihre Figuren machten, kannst du bei Thor Heyerdahl nachlesen in seinem Buch "Kon Tiki". Man hat es ihm nämlich gezeigt, die Leute dort wußten noch, wie das geht.
Übrigens bin auch ich der Meinung, das Däniken und Charroux clevere Scharlatane sind.

_____________________________________
Glaubst du noch oder denkst du schon?

 Sprung  
________________________________________

"Ich bin völlig anderer Meinung als Sie. Aber ich werde mein Leben dafür einsetzen,
dass Sie sie sagen dürfen!" (Voltaire)

"Habe den Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen!" (Immanuel Kant)

________________________________________

=> "Der selbstbestimmte Mensch"

... Platz für Verlinkungsaustausche ...

VORSICHT! Vertrauensunwürdige Werbung!

Xobor Erstelle ein eigenes Forum mit Xobor