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Religionsforum
Atheismus vs. Religionen  

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Dieses Thema hat 35 Antworten
und wurde 1.735 mal aufgerufen
 Christliche Kultur und Politik
Seiten 1 | 2
Benjamin Offline



Beiträge: 105

26.09.2007 14:29
#26 RE: Christliche Moral und Tierschutz antworten

In Antwort auf:
Wenn eine religiös bestimmte Ethik einen erkennbaren Vorteil bringen würde gegenüber irgendeiner anderen,
anders oder gar nicht religiös, d.h. ethisches Verhalten dort wo sie vorherrscht verbreiteter wäre als anderswo,
dann müsste sich das doch aufzeigen lassen. Zumindest in dem Bereich, der von der Untersuchung abgedeckt
wurde, scheint aber die Tendenz andersrum zu sein...


Wenn eine Religion in einem Gebiet vorherrscht dann nicht unbedingt eine von dieser Religion bestimmte Ethik. Da spielen ja immer noch kulturelle Unterschiede mit. Und die haben unter Umständen mit der Religion nichts zu tun.

In Antwort auf:
Und wie ist es, wenn der Mensch von sich aus keine Ethik aufbauen kann, mit den Anhängern 'falscher' Religionen?
Können die das auch nicht, oder hilft ihnen Gott freundlicherweise, obwohl sie an einen anderen glauben?


Hehe, das ist ein Hinterhalt. Wenn ich jetzt sage, die Anhänger falscher Religionen können keine Ethik aufbauen, dann bin ich der große Buh Mann. Aber: Auch die Anhänger des Christentums können keine gute Ethik aufbauen sondern alleine Gott. Und diese Ethik wirkt dann in den Anhängern des Christentums. Vielleicht läßt Gott auch in anderen Menschen Seine Ethik wirken, das ist Sein Geschäft, nichts meins. Meine Sache ist es, das umzusetzen, was ich als ethisch richtig erkene. Und zwar aus der Liebe zu Gott, nicht aus irgendwelchen intellektuell hochtrabenden Gründen, die unter einer Radikalkritik zusammenfallen würden...

Du spielst sicher auf meine Signatur an. Da steh ja auch nur verirren, nicht, daß es gar nicht zu einer Ethik kommt. Aber dieses Verirren ist doch allüberall gegeben. Das zu erreichende Ziel kann immer wieder in Frage gestellt werden, und die Ethik an sich ist in Frage gestellt. Und man denkt immer weiter nach und stellt immer größere Gedankengebäude auf, und hat doch nocht nicht alles gefaßt. Wird man auch nie, weil man einfach nicht alle Eventualitäten erfassen kann...
So war nach 1945 klar, daß es nie wieder Krieg geben sollte. In den 90er Jahren war dann auf einmal "Nie wieder Auschwitz" gegen "nie wieder Krieg" ns Spiel gebracht worden. Man wird einfach keine Kriterien finden. Besser ist: Beten, in sich gehen, hören, was Gott einem sagt,und dann durchführen. Und dabei immer im Auge behalten, daß man Dinge nicht aus Prinzip tut, sondern um konkret zu helfen. Okay, jetzt bau ich schon selbst an ner Ethik, die in sich stürzen wird...

Jedenfalls gibt es keinen Grund, keine Basis für eine allgemeine, religionsfreie und ideologiefreie Ethik. Denn für den Nichtanhänger der bestimmten Ideologie oder Religion sind die Ziele derselben nicht verfolgenswert. Entweder man verläßt sich auf Gott, welchen auch immer und ist dann entweder gerettet oder eben nicht, oder man verläßt sich auf etwas schwammiges Allgemeines und kommt aus dem Diskutieren nicht mehr heraus.


Gottes Segen
De Benny

..................................................
Abgesehen vom Heiligen Geist, abgesehen vom Glauben an das Evangelium , wird der Mensch sich in der Bibel genauso verirren wie in den Versuchen, die Ethik auf Gewissen, Vernunft, natürliche Ordnung, Nützlichkeit und dergleichen zu begründen.
Edmund Schlink

qilin Offline




Beiträge: 3.552

26.09.2007 15:05
#27 RE: Christliche Moral und Tierschutz antworten

Hallo Benjamin,

In Antwort auf:
Wenn eine Religion in einem Gebiet vorherrscht dann nicht unbedingt eine von dieser Religion bestimmte Ethik. Da spielen ja immer noch kulturelle Unterschiede mit. Und die haben unter Umständen mit der Religion nichts zu tun.
Unter Umständen wohl nicht - aber wenn das gar keinen Einfluss hätte, was wäre dann der 'Vorteil' der religionsbestimmten Ethik, wenn sie sich nicht mal dort durchsetzen kann?


In Antwort auf:
Hehe, das ist ein Hinterhalt. Wenn ich jetzt sage, die Anhänger falscher Religionen können keine Ethik aufbauen, dann bin ich der große Buh Mann. Aber: Auch die Anhänger des Christentums können keine gute Ethik aufbauen sondern alleine Gott. Und diese Ethik wirkt dann in den Anhängern des Christentums. Vielleicht läßt Gott auch in anderen Menschen Seine Ethik wirken, das ist Sein Geschäft, nichts meins. Meine Sache ist es, das umzusetzen, was ich als ethisch richtig erkene.
Nö, das war gar nicht als Hinterhalt gemeint, und Deine Signatur hatte ich auch nicht im Auge - aber wenn das so ist wie Du schreibst, dann sind wir wieder bei demselben Problem wie oben: wenn Gott allein eine gute Ethik aufbauen kann und die auch freigebig verteilt - was bringt mich dann dazu, aus dem unübersehbaren Spektrum eine bestimmte Religion 'auszuwählen' bzw. bei ihr zu bleiben - außer der Überzeugung, ihn dort besser lieben zu können (oder die - vielleicht unterbewusste - Hoffnung, als 'Rechtgläubiger' doch ein besseres Plätzchen im Himmel zu bekommen )? Ich erinnere mich da an meine erste Begegnung mit der Mystik vor vielen Jahren - da flog mir (im wahrsten Sinn des Wortes) der Spruch des islamischen Mystikers Rumi zu: 'Wer Gott liebt, der hat keine andere Religion außer Gott.'

In Antwort auf:
Jedenfalls gibt es keinen Grund, keine Basis für eine allgemeine, religionsfreie und ideologiefreie Ethik. Denn für den Nichtanhänger der bestimmten Ideologie oder Religion sind die Ziele derselben nicht verfolgenswert. Entweder man verläßt sich auf Gott, welchen auch immer und ist dann entweder gerettet oder eben nicht, oder man verläßt sich auf etwas schwammiges Allgemeines und kommt aus dem Diskutieren nicht mehr heraus.
Das sehe ich nur zum Teil so - gerade in den Hauptfragen und Grundlagen der Ethik sind die meisten Religionen und Nichtreligionen ziemlich einig, ob sie einen Gott haben oder nicht. Der ewigen Diskussion über Schwammiges entgeht man bestenfalls als Fundamentalist - gleichgültig welcher Provenienz...

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Nichts bedarf so sehr der Reform
wie die Meinungen anderer Leute. [Mark Twain]

() qilin

Fenris Offline

Freidenker

Beiträge: 1.345

26.09.2007 15:40
#28 RE: Christliche Moral und Tierschutz antworten
Zitat von Tao-Ho
Nur so am Rande glauben einige Wissenschaftler (insbesondere Jane Goodall) das auch
Schimpansen eine (Natur-) Religion haben.


Was in Anbetracht ihrer "Glaubenssituation" nicht wirklich verwundert.

When the famed scientist began her studies with African chimps forty years ago, most of her peers were agnostic or claimed to be atheists. The Big Bang theory left little room for inspired spiritual exploration. But the strong spiritual foundation created by Goodall\\'s grandmother allowed her to confidently refute popular scientific beliefs and choose a scientific road including faith, hope and God.

http://www.partnershipforlearning.org/ar...?ArticleID=2159

In Antwort auf:
Schimpansen eine (Natur-) Religion haben....und sooo moralisch geht es bei den Schimpansen
auch nicht gerade zu


In einer (Natur)-Religion habe unsere Massstäbe von Moral auch nichts zu suchen, weil eine solche das Töten und getöten werden einschliessen müsste, zwangsläufig.

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*Das Tier taugt zu allem, was es soll, vollkommen. Der Mensch zu nichts recht, als was er lernt, liebt und übt. (Johann Heinrich Pestalozzi 1746-1827)*

Tao-Ho Offline

Zennois


Beiträge: 5.365

26.09.2007 16:32
#29 RE: Christliche Moral und Tierschutz antworten

Hallo Fenris,

ich habe nie was anderes behauptet.

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So wie die Lotosblume lieblich und unbefleckt aus dem Schlamm sich erhebt...
() Tao-Ho

Fenris Offline

Freidenker

Beiträge: 1.345

26.09.2007 16:58
#30 RE: Christliche Moral und Tierschutz antworten

Zitat von Tao-Ho
..ich habe nie was anderes behauptet.

Hab ich weder gesagt noch gedacht liebe Tao-Ho.....



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*Das Tier taugt zu allem, was es soll, vollkommen. Der Mensch zu nichts recht, als was er lernt, liebt und übt. (Johann Heinrich Pestalozzi 1746-1827)*

Lukrez Offline




Beiträge: 5.513

26.09.2007 20:58
#31 RE: Christliche Moral und Tierschutz antworten

In Antwort auf:
Und dann frag ich mich in diesem Zusammenhang noch etwas: Wenn der Altruismus angeboren ist, warum kommt er nicht voll zum Zuge? Du sagst, es kommt auf die Erziehung an. Aber woher kommt eine Erziehung, die das Fortschreiten des Altruismus hindert?

Der angeborene Altruismus bezog sich zuerst nur auf die eigene Sippe, den eigenen Stamm.
Durch kulturelle Errungenschaft (somit auch Erziehung) weitete sich dieser Bezug immer mehr aus und letztlich betrachtet der moderne und aufgeklärte Mensch ja die ganze Menschheit als seinen Stamm.
Der nicht gläubige Mensch, welcher keine gottähnliche Ausnahmestellung mehr beansprucht, wird diesen eventuell sogar noch auf andere Lebewesen ausdehnen.

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Wenn du es nicht wagst, den Sinnen zu trauen, stürzen die Pfeiler des Lebens ein.
De nihilo nihil. Aus Nichts wird nichts.
Zu soviel Unheil hat schon die Religion die Menschen verleitet.
(Lukrez)

Benjamin Offline



Beiträge: 105

26.09.2007 21:12
#32 RE: Christliche Moral und Tierschutz antworten

Dann mal gutes Gelingen

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Abgesehen vom Heiligen Geist, abgesehen vom Glauben an das Evangelium , wird der Mensch sich in der Bibel genauso verirren wie in den Versuchen, die Ethik auf Gewissen, Vernunft, natürliche Ordnung, Nützlichkeit und dergleichen zu begründen.
Edmund Schlink

Bruder Spaghettus ( gelöscht )
Beiträge:

28.09.2007 16:13
#33 RE: Christliche Moral und Tierschutz antworten

Hab hier gerade noch mal was zum Thema Motivation von Bush gefunden:

Dieser Präsident hat sich in den Kopf gesetzt, den Mittleren Osten umzuformen. Er glaubt wirklich daran. Ich hab immer gedacht, Henry Kissinger war ein Desaster. Er log wie andere Leute atmen, und das war in der Öffentlichkeit unmöglich. Aber wenn Kissinger jetzt noch da wäre, dann wäre ich erleichtert, denn ich wüsste, dass der Wahnsinn an irgendeinen Öl-Deal gekoppelt wäre. Aber in diesem Fall, ist es anders. George W. Bush denkt, dass er Gottes Arbeit tut. http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,508353,00.html

samantha Offline



Beiträge: 16

25.10.2007 12:42
#34 RE: Christliche Moral und Tierschutz antworten

Hallo Zusammen

Doch hier macht sich ein Gläubiger für die "niederen" Kreaturen stark machen!!
Es ist nicht war, das das Christentum Tierverachtend ist. Einige der möchtegern Christen vielleicht.

Die Bibel hat viele Stellen die das Beweisen eine davon: " Dann sprach Gott: Siehe, ich richte einen Bund auf mit euch und euren Nachkommen und mit allen lebenden Wesen, die bei euch sind." Gen. 9,9.

Ich selbst bin sehr gläubig und liebe Tiere über alles. Artgerechte Haltun von Nutztieren finde ich zum Beispiel enorm wichtig. Tierquäler sollten meiner Meinung nach viel härter bestraft werden.
Bin zwar keine Vegetarierin aber esse extrem wenig Fleisch und wenn dann nur vom Biohof (Betreiber kennen wir persönlich). Tier sind wertvolle Geschöpf von Gott erschaffen genau so wie wir. Er lieb alles was er erschaffen hat, denn Gott sah das es gut war. Er hat Menschen und Tiere gesegnet.

Es gibt sogar eine Kirchliche Seite, die sich dem Tierschutz widment: AKUT, Aktion Kirche und Tiere.

Liebe Grüsse
Samantha

Nieselpriem ( Gast )
Beiträge:

25.10.2007 18:00
#35 RE: Christliche Moral und Tierschutz antworten

Für alle, die mal wieder richtig ablachen wollen, empfehle ich das Vegan-Forum. Ich bin da selbst auch angemeldet, poste aber nix, da man dort als oller Aasfresser sofort den Mund verboten bekommt. Ist wirklich lesenswert. Aber bitte nichts dabei trinken. Tastaturen sind so schwer zu reinigen.

89 ( Gast )
Beiträge:

25.10.2007 19:17
#36 RE: Christliche Moral und Tierschutz antworten

Zitat von Nieselpriem
Aber bitte nichts dabei trinken. Tastaturen sind so schwer zu reinigen.
Zuuu spät.... schon krass:

"Am 3. Juli 1976, stürmte die Polizei sein Appartment und fand sowohl Säcke voll Menschenfleisch im Gefrier- schrank als auch einen Topf auf dem Herd, in dem gerade Karotten, Kartoffeln und die Hand eines vermissten, 4-jährigen Mädchens zu bereitet wurden.

Sei tapfer und verzweifle nicht an der Menschheit, denn Du musst die boesen Traeume schadlos ueberstehen, bleib am Leben und lass die anderen gehen."

Ich guck mir auf der Site nichts mehr an. Am meisten haben mich die Sprüche der guten Frau am Ende (od. war's 'n Mann?...wahrscheinlich ein Neutrum...)angewiedert.

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"Ich bin völlig anderer Meinung als Sie. Aber ich werde mein Leben dafür einsetzen,
dass Sie sie sagen dürfen!" (Voltaire)

"Habe den Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen!" (Immanuel Kant)

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=> "Der selbstbestimmte Mensch"

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