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Religionsforum
Atheismus vs. Religionen  

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Dieses Thema hat 78 Antworten
und wurde 2.455 mal aufgerufen
 Atheismus/Agnostizismus
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hauptschüler Offline



Beiträge: 101

19.09.2007 03:46
was überzeugt zum atheismus? antworten

ich frage mich wie man ein atheist wird?bin dankbar für alles

tschüßi!!!

Gysi Offline

Atheist


Beiträge: 16.127

19.09.2007 07:11
#2 RE: was überzeugt zum atheismus? antworten

In Antwort auf:
ich frage mich wie man ein atheist wird?bin dankbar für alles
Die Liebe zur Wahrheit treibt einen dazu. Hatten wir das nicht schon mal gehabt?

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"Ich bin vom Glauben zum Wissen konvertiert!" (Hamed Abdel-Samad)

Tao-Ho Offline

Zennois


Beiträge: 5.365

19.09.2007 07:28
#3 RE: was überzeugt zum atheismus? antworten

Hallo Gysi,

man sollte hauptschüler nicht verschweigen, das auch Menschen Atheisten werden,
weil sie von den existierenden Religionsgemeinschaften enttäuscht wurden und
einfach ausgestiegen sind.

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So wie die Lotosblume lieblich und unbefleckt aus dem Schlamm sich erhebt...
() Tao-Ho

Bruder Spaghettus ( gelöscht )
Beiträge:

19.09.2007 08:01
#4 RE: was überzeugt zum atheismus? antworten

Das dürfte aber die klare Minderheit sein. Die meisten, die von ihren Religionsgemeinschaften enttäuscht sind, suchen sich neue oder betreiben ihren Glauben privat weiter.

Wenn Atheismus jetzt deutlich im Vormarsch ist, liegt das wohl in erster Linie wirklich daran, dass inzwischen andere Wahrheiten erkannt wurden als die der unterschiedlichen Glaubensrichtungen.

qilin Offline




Beiträge: 3.552

19.09.2007 10:18
#5 RE: was überzeugt zum atheismus? antworten

In Antwort auf:
ich frage mich wie man ein atheist wird?bin dankbar für alles
Komische Frage - ist doch ganz einfach - man hört auf, an Gott zu glauben.
Wenn man nie an einen geglaubt hat, braucht man's nicht zu werden - dann
ist man schon einer...

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Nichts bedarf so sehr der Reform
wie die Meinungen anderer Leute. [Mark Twain]

() qilin

Tao-Ho Offline

Zennois


Beiträge: 5.365

19.09.2007 10:29
#6 RE: was überzeugt zum atheismus? antworten

Nun, lieber qilin. Ich denke das hauptschüler dabei eher gemeint hat
warum jemand Atheist wird. (will ja mal hoffen, dass er weiss was
ein Atheist ist)

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() Tao-Ho

Casmiel Offline

Diabolist


Beiträge: 712

19.09.2007 14:43
#7 RE: was überzeugt zum atheismus? antworten

Bis darauf dass noch keiner die Wahrheit gefunden hat bringen glaube ich die meisten Gläubigen viele begründete Zweifel und logische Argumente dazu, Atheisten zu werden.

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Erleuchtung erlangt man nicht, indem man sich dem Licht hingibt, sondern indem man die Dunkelheit ergründet (C.G. Jung)

hauptschüler Offline



Beiträge: 101

19.09.2007 17:07
#8 RE: was überzeugt zum atheismus? antworten

was überzeugt den so stark das es keinen gott gibt?

Bruder Spaghettus ( gelöscht )
Beiträge:

19.09.2007 17:29
#9 RE: was überzeugt zum atheismus? antworten

Umgekehrt, was überzeugt denn so stark, dass man noch an einen Gott glauben muss.

Es gibt einfach für die Beantwortung der allermeisten Fragen bessere Erklärungen als ihn.

Selbst wenn man dazu einen Gott bräuchte, solche wie Allah, Jahve usw. wären das ganz bestimmt nicht. Die sind einfach so was von angepisst, solche Tyrannen und Pfuscher, nichts haben sie wirklich ordentlich hinbekommen, wer will schon was mit solchen Loosern zu tun haben?

hauptschüler Offline



Beiträge: 101

19.09.2007 17:30
#10 RE: was überzeugt zum atheismus? antworten

frage beantworten bitte

Bruder Spaghettus ( gelöscht )
Beiträge:

19.09.2007 18:03
#11 RE: was überzeugt zum atheismus? antworten

war doch perfekt, die antwort.

Benjamin Offline



Beiträge: 105

19.09.2007 18:59
#12 RE: was überzeugt zum atheismus? antworten

Ich antworte mal aus meiner christlichen Perspektive: Mich hat die Feindesliebe überzeugt. Die hab ich bisher sonst nirgends gefunden, als im Christentum. Dem am nächsten kommt das Judentum, und dann kommt lange lange nix...

Das hat mich überzeugt, im Inneren fühle ich, das ist richtig und führt zu mehr Frieden und deshalb bin ich überzeugt von meinem Glauben. Das heißt aber nicht, daß ich den Glauben sonst nicht hätte...

Gottes Segen
De Benny

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Abgesehen vom Heiligen Geist, abgesehen vom Glauben an das Evangelium , wird der Mensch sich in der Bibel genauso verirren wie in den Versuchen, die Ethik auf Gewissen, Vernunft, natürliche Ordnung, Nützlichkeit und dergleichen zu begründen.
Edmund Schlink

Gysi Offline

Atheist


Beiträge: 16.127

19.09.2007 19:13
#13 was überzeugt zum atheismus? antworten

In Antwort auf:
Mich hat die Feindesliebe überzeugt. Die hab ich bisher sonst nirgends gefunden, als im Christentum. (...) und deshalb bin ich überzeugt von meinem Glauben.
Die Nächstenliebe kann man auch gut finden, ohne seinen ersten Protagonisten gleich zu einem Gott zu erheben. Wie sieht es mit deiner Liebe zur Wahrheit aus?

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Bruder Spaghettus ( gelöscht )
Beiträge:

19.09.2007 19:58
#14 RE: was überzeugt zum atheismus? antworten
In Antwort auf:
Mich hat die Feindesliebe überzeugt.

Wo findest du die?
Selbst wenn die Inhalt der christlichen Lehre wäre, wäre sie völlig undurchsetzbar und damit nur ein dummes Ideal. Feinde die man liebt sind keine Feinde mehr, höchstens Gegner. Auch aus dieser Sicht ein Unding.

Am albernsten ist es aber von Feindesliebe zu reden, wenn man für die gleich zeitig die härteste denkbare Strafe hat: ewige Folter in der Hölle.
Es wird auch dir nicht entgangen sein, dass die erst im NT durch Jesus ausgebaut wurde. Ich finde, damit schlägt er alle Grausamkeiten des AT um Längen, denn schließlich ist dort die Qual wenigstens endlich.

Aber schön, dass du dich als Atheist siehst, auch wenn ich nicht verstehe, warum.
Lukrez Offline




Beiträge: 5.548

19.09.2007 20:00
#15 RE: was überzeugt zum atheismus? antworten
Es gibt zwei Typen von Menschen:
Die einen beobachten, die anderen glauben.
Erstere werden recht schnell den ihnen eigeimpften Glauben verlieren.
Mir ging es so - ich habe schon sehr früh den Glauben durch beobachtung der Natur verloren.
Einem kritischen hinterfragen können alle Götter der verschiedenen Religionen niemals standhalten, was allerdings die Existenz eines Gottes an und für sich nicht gänzlich ausschließt.
Wir können über Gott/Götter nichts wissen - folglich ist die Gottesfrage sowieso nur eine unerhebliche Spielerei des denkens.
In Antwort auf:
Ich antworte mal aus meiner christlichen Perspektive: Mich hat die Feindesliebe überzeugt.

Man kann einen Feind achten, aber niemals lieben.
Das ist nichts als eine schwärmerische Selbsttäuschung.

__________________________________________________
Wenn du es nicht wagst, den Sinnen zu trauen, stürzen die Pfeiler des Lebens ein.
De nihilo nihil. Aus Nichts wird nichts.
Zu soviel Unheil hat schon die Religion die Menschen verleitet.
(Lukrez)

89 ( Gast )
Beiträge:

19.09.2007 20:25
#16 RE: was überzeugt zum atheismus? antworten

Zitat von Benjamin
Ich antworte mal aus meiner christlichen Perspektive: Mich hat die Feindesliebe überzeugt. Die hab ich bisher sonst nirgends gefunden
Nicht umsonst haben gleich 3 User genau auf diesen Satz geantwortet. Da es aus menschlicher Perspektive schlicht Unsinn ist, die Feinde zu lieben. Nicht umsonst sind sie Feinde.
Man kann sie in Ruhe lassen (friedliche Koexistenz), lästert hinterm Rücken (was gut tut und entspannt, auch wenn's niemand zugibt), grübelt im Geheimen, wie sie zu wiederlegen sind od. eventuell zu besiegen wären, wünscht ihnen insgeheim alles Schlechte aber ansonsten liebt man sie nicht, dann wären es keine Feinde. (....schon allein darin liegt der Widersinn des Christentums).

Ich liebe Menschen, die ich mag.

Benjamin Offline



Beiträge: 105

19.09.2007 20:29
#17 RE: was überzeugt zum atheismus? antworten

@ Gysi:
Ich sprach von Feindesliebe, nicht von Nächstenliebe. Die Nächstenliebe gibt es auch in anderen Religionen, wobei sie wohl selten so weit gefaßt wird, wie bei Jesus, der auch den Samaritaner als Nächsten bezeichnet, was damals wohl etwas anstößig war... Die Frage ob Jesus Gott ist oder nicht, nun ja. Ich glaub dran, aus verschiedenen Gründen. Ihn herabzustufen zum Propheten oder Wanderprediger mag zwar heutzutage (und auch damals) angenehmer kolingen, aber die Art Seines Handelns erscheinen mir so einzigartig, daß ich nicht glauben kann, ein Mensch hätte das durchziehen können. Außerdem bin ich da ja nicht als erster drauf gekommen... Was hat das mit der Wahrheitsliebe zu tun?
@Bruder Spaghettus:
Wo hab ich denn als Strafe für meine Feinde Folter in der Hölle? Hab ich bisher nicht mit gedroht, wenn ich mich recht entsinne. Ich hab über die Hölle auch gar keine Verfügungsgewalt. Wenn ich einen Feind habe, der mich töten will, und ich liebe ihn, dann will er mich ja immer noch töten. Ergo ist er mein Feind. Wenn Du mit dem Terminus Gegner besser klar kommst, bitte. Für mich beinhaltet Feind eine grundsätzliche Ablehnung, während ein Gegner auch ein Freund sein kann, der meinetwegen beim Fußball mein Gegner ist, aber wir mögen uns. Ein Feind ist mir übel gesonnen, auch wenn ich ihm gegenüber anders drauf bin. Vielleicht kann man sagen: Ich handle ihm gegenüber als Gegner, er mir gegenüber als Feind...?
@Lukrez:
Du unterstellst mir scheinbar mangelnde Kritikfähigkeit, als ob ich die Welt nicht beobachten würde. Du irrst, ich beobachte. Nur hab ich andere Deutungsschemen als Du. Das ist dann aber weder gut noch schlecht. Einfach anders. Du sagst, wir können über Gott nichts wissen, ich sage: Wir haben Offenbarungen, und wenn Gott sich offenbart, dann können wir dem schon glauben Oder er verarscht uns, aber wenn Er so drauf ist, dann haben wir eh verloren...
Einer Hinterfragung standhalten kann Gott, denke ich, nur kann wohl der menschliche Verstand nicht mithalten und steigt irgendwann aus. Da der Verstand aber dann am Ende zusammenfaßt, beschreibt er sich selbst als Sieger. Kennt man doch aus der Geschichte, das Niederlagen in Siege umgeschrieben werden. Wenn der Verstand also kapitulieren muß, bringt er irgend nen Grund hervor, warum er jetzt gewonnen hat...

Ich halte die Feindesliebe nicht für eine Selbsttäuschung. Warum auch? Achtung geht nicht weit genug. Achtung ist distanziert. Was Jesus meint ist eine Beziehung zum Gegenüber. Diese Beziehung wird über kurz oder lang auch den Haß auf der Gegenseite abbauen, so daß er dann kein Feind mehr ist...


Was ich abr nicht vrstehe: Warum sollte ich mich als Atheist bezeichnen? Tue ich nicht. Oder dar ich als Christ hier im Atheisten Forum gar nicht schrieben? Dann möchte ich mich hiermit entschudligen. Ich fühlte mich von der Frage von Bruder Spaghettus angesprochen, was so überzeugend ist, an einen Gott zu glauben, deshalb hab ich geschrieben...

Gottes Segen
De Benny

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Edmund Schlink

Lukrez Offline




Beiträge: 5.548

19.09.2007 20:30
#18 RE: was überzeugt zum atheismus? antworten

Aber seine Feinde zu achten gebietet eigentlich schon der Verstand.
Nur ein Gott kann vollständige Vernichtung fordern.

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(Lukrez)

Benjamin Offline



Beiträge: 105

19.09.2007 20:40
#19 RE: was überzeugt zum atheismus? antworten

Ein Gott wird das wohl nicht fordern. Das würde er selbst tun. Oder wie war das mit der Sintflut? ;)

Gottes Segen
De Benny

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Edmund Schlink

Gysi Offline

Atheist


Beiträge: 16.127

19.09.2007 20:41
#20 was überzeugt zum atheismus? antworten

In Antwort auf:
Ich sprach von Feindesliebe, nicht von Nächstenliebe.
Wen du liebst, der ist nicht dein Feind, muss ich Lukrez und BS Recht geben. Außerdem dient es dir zum Schutz, deine Feinde besser nicht zu mögen... Du kannst sie versuchen zu verstehen. Mit ihnen in Verhandlungen treten. Die Beziehungen so gestalten, dass die Feinde eines Tages keine Feinde mehr sind. Was kann man, was will man mehr?
In Antwort auf:
Was hat das mit der Wahrheitsliebe zu tun?
Du sagsest, die Feindesliebe Jesus' hatte dich zum christlichen Glauben und Gottglauben gebracht. Und ich sagte, die Nächstenliebe fände ich auch gut. Allerdings ein wenig Differenzierungswürdig. Und ich glaube nicht an Gott. Ich frage dich, warum glaubst du an den Christengott, wenn du an die Feindesliebe glaubst? Suchst du die Wahrheit? Oder liebst du deinen Wunsch nach einer Gottesexistenz mehr als die Wahrheit?

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qilin Offline




Beiträge: 3.552

19.09.2007 20:50
#21 RE: was überzeugt zum atheismus? antworten
In Antwort auf:
Oder dar ich als Christ hier im Atheisten Forum gar nicht schrieben?
Also eigentlich soll's ja kein Atheisten- sondern ein Dialog-Forum sein - und ohne Dialoggegner - pardon, -partner gibt's nur einen Monolog...

Ich weiß nicht was das mit 'Liebe' übersetzte Wort im Aramäischen genau bedeutet, aber in anderer Form kenne ich das ebenso aus dem
Buddhismus - nicht als Gebot eines Gottes, sondern als Versuch einer rationalen Aussage -
In Antwort auf:
Dhammapada 5
Noch nie in dieser Welt
hat Hass gestillt den Hass.
Nur liebende Güte stillt den Hass
- das ist ein ewiges Gesetz.

oder
In Antwort auf:
M21 - Kakacûpama-Sutta
Wenn euch, ihr Mönche, Räuber und Mörder mit einer Baumsäge Gelenke und Glieder abtrennten, so würde, wer da in Zorn geriete,
nicht meine Weisung erfüllen. Da habt ihr euch nun, meine Mönche, wohl zu üben: 'Nicht soll unser Gemüt verstört werden, kein
böser Laut unserem Munde entfahren, freundlich und mitleidig wollen wir bleiben, liebevollen Gemütes, ohne heimliche Tücke;
und jene Person werden wir mit liebevollem Gemüte durchstrahlen: von ihr ausgehend werden wir dann die ganze Welt mit
liebevollem Gemüte, mit weitem, tiefem, unbeschränktem, von Grimm und Groll geklärtem, durchstrahlen': also habt ihr euch,
meine Mönche, wohl zu üben.

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() qilin

Lukrez Offline




Beiträge: 5.548

19.09.2007 20:54
#22 RE: was überzeugt zum atheismus? antworten

In Antwort auf:
Dhammapada 5
Noch nie in dieser Welt
hat Hass gestillt den Hass.
Nur liebende Güte stillt den Hass
- das ist ein ewiges Gesetz.

Das überfordert wohl schon den Intellekt vieler Christen.
Man hat es halt gerne schwärmerisch und einfach - was in diesem Fall aber eindeutig verkehrt ist!

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(Lukrez)

Benjamin Offline



Beiträge: 105

19.09.2007 21:19
#23 RE: was überzeugt zum atheismus? antworten

Wieso, ich find das Dhammapada 5 einfach und gut. Ist von Geist her wohl das selbe, wie die Feindesliebe.

@Gysi:
Es dient vielleicht meinem Schutz, daß ich die Feinde nicht mag, aber diesen Schutz hab ich ja nicht nötig mit meinem Gottesglauben. Wenn der Feind mich töten mach ich einen auf Jesus, steht von den Toten auf und bin im Himmel, so einfach geht das! Okay, ist ein bißchen platt, aber im Grunde so gemeint. Wenn ich im Leben Angst haben muß, meine Mitmenschen, auch wenn sie meine Feinde sind, nicht mögen kann, aus Angst vor einer Übervorteilung, dann bin ich gefangen, dann fehlt was an dem Leben. Lieber ein kurzes Leben in Liebe als ein langes, aangsterfülltes Leben... mu aber jeder selbst wissen, und ja, auch ich krieg das nicht immer hin mit der Feindesliebe, aber es ist das Ziel, die Richtung, in die wir gehen sollen.

Ja, ich suche die Wahrheit, wobei ich mich in der Hinsicht beim Christentum dem Ziel nahe sehe. Wenn immer ich mal in andere Religionen reingeschaut hab, das passierte selten und wahrscheinlich zu oberflächlich, fand ich das alles nicht so prickelnd. Im Christentum fühl ich mich woh, obwohl ich keine Antwort auf die Theodizee Frage habe, obwohl ich nicht weiß wie das mit dem Endgericht und der Hölle alles paßt, und obwohl ich Probleme habe mit so mancher Bibelstelle. Aber ich hab das Vertrauen zu Gott, und das reicht ja. Vertrauen heißt auf griechisch pistis, und das wird oft auch mit "Glauben" übersetzt. Insofern wähne ich mich auf dem richtigen Weg...

Früher war mir die Gottexistenz egal, ich dachte, hauptsache ne gute Ethik: Jetzt seh ich das etwas anders. Die Ethik verneine ich nicht, aber eine Ethik kann nur von einer Autorität gesetzt werden, und die ist für mich Gott. Obwohl es wahrscheinlich so ist, daß ich Gott da auch einige Dinge uterjubel, die ich selbst für gut halte. Ich bin vom Christentum überzeugt, wegen der absoluten Vorrangstellung der Liebe, jedenfalls verstehe ich das Christentum so. Aber deshalb bin ich nicht Christ geworden, ich wurde halt so erzogen. Ich ging Sonntags zwar nicht in die Kirche und meie Eltern waren auch nicht übermäßig gläubig, aber irgenwo kriegt man das doch mit in der Erziehung, wenn man in den 80ern aufm Land aufwächst. Bei mir war's jedenfalls so. Richtig an der Existenz Gottes gezweifelt hab ich nicht, abzüglich der was wäre wenn Gedankenspiele, die nicht wirklich mit einer Krise einhergehen...

So, ich glaub jetzt hab ich alles beantwortet, was ich beantowrten wollte/konnte. Ich muß mich im Forum erst einleben...

Gottes Segen
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Edmund Schlink

Lukrez Offline




Beiträge: 5.548

19.09.2007 21:40
#24 RE: was überzeugt zum atheismus? antworten

Zitate zur christlichen Nächsten - und Feindesliebe:

Ich habe gesehen, wie ein kleiner Junge, sechs oder sieben Jahre alt, dreimal mit der Reitpeitsche über seinen nackten bloßen Kopf geschlagen wurde, ehe ich dazwischentreten konnte, weil er mir ein Glas Wasser gereicht hatte, das nicht ganz sauber war. Und solche Handlungen werden von Leuten ausgeführt und verteidigt, die vorgeben, ihren Nächsten wie sich selbst zu lieben, welche an Gott glauben und welche beten, daß sein Wille auf Erden geschehe!
(Charles Darwin 1809-1882)

"Richtet nicht!" sagen sie, aber sie schicken alles in die Hölle, was ihnen im Wege steht.
(Friedrich Nietzsche)

Seine Feinde zu lieben ist also ein unmögliches Gebot. Man kann es sich versagen, dem, der einem schadet, Böses zu tun; aber die Liebe ist eine Regung des Herzens, die nur in uns erwacht angesichts eines Gegenstandes, den wir als vorteilhaft für uns ansehen.
Die Christen mögen doch aufhören, uns die Vergebung des Unrechts als ein Gebot zu rühmen, das nur von einem Gott habe ausgehen können und das die Göttlichkeit seiner Moral beweise! Pythagoras hatte lange vor dem Messias gesagt, man räche sich an seinen Feinden nur, indem man sich bemüht, sie zu Freunden zu machen; und Sokrates sagte im "Kriton", daß es keinem Menschen gestattet sei, sich mit einem neuen Unrecht für ein erhaltenes Unrecht zu rächen.

(Paul Thiry D'Holbach)

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(Lukrez)

hauptschüler Offline



Beiträge: 101

19.09.2007 23:31
#25 RE: was überzeugt zum atheismus? antworten

was gehtn mit der antwort?dreht euch schon wieder im kreis.hihihihi

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"Ich bin völlig anderer Meinung als Sie. Aber ich werde mein Leben dafür einsetzen,
dass Sie sie sagen dürfen!" (Voltaire)

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