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Religionsforum
Atheismus vs. Religionen  

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Dieses Thema hat 6 Antworten
und wurde 360 mal aufgerufen
 Christentum
Bruder Spaghettus ( gelöscht )
Beiträge:

19.09.2007 19:53
#1 RE: was ist gotteslästerung laut christentum? antworten

In Antwort auf:
Jesus gab es, klar.

Und mit Sicherheit nicht nur einen. Wanderprediger waren damals in wie heute Popstars. Gabs wie Sand am Meer. Da muss einfach auch einer mal Jesus geheißen haben.

Dass es den Jesus aus der Bibel nur annähernd so wie dort beschrieben gab, also selbst wenn man die Wunder weg lässt, bezweifle ich schon. Das weder sein Geburtsjahr noch sein Geburtstag stimmen, ist schon lange klar. Auch mit seinem Tod scheint nicht alles zu stimmen. Die Kreuzigung wurde z.B. in den Apostelbriefen nie erwähnt, die taucht erst 100 Jahre später in den Evangelien auf. Wenn Anfang und Ende schon nicht stimmig sind, warum soll dann der Rest als Tatsache akzeptiert werden?

Gysi Offline

Atheist


Beiträge: 16.062

19.09.2007 20:04
#2 was ist gotteslästerung laut christentum? antworten
In Antwort auf:
Wenn Anfang und Ende schon nicht stimmig sind, warum soll dann der Rest als Tatsache akzeptiert werden?
Ich weiß nicht, wieviel akzeptiert werden kann. Ich hätte gerne die anderen 70 Evangelien gelesen. Das Thomas-Evangelium ist schon schön antichristlich. Oder antipaulinisch. Aber dieser Jesus wird schon eine tolle Nummer gewesen sein. Kein Zauberer, das nicht. Aber warum soll es sowas nicht gegeben haben? Diese Ungereimtheiten, das Nichterwähnen der Kreuzigung in den Briefen, gut. Aber so 'ne heiße Nummer mit Ambitionen auf den Königsjob sprang da doch bestimmt herum. Über 70 Evangelien, die zeugen schon von einer erklecklichen Aufmerksamkeit... Ach so, sie zeugen von mehreren Personen?

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"Ich bin vom Glauben zum Wissen konvertiert!" (Hamed Abdel-Samad)

SnookerRI Offline

Soul-Societist


Beiträge: 5.462

19.09.2007 20:28
#3 RE: was ist gotteslästerung laut christentum? antworten

In Antwort auf:
Die Kreuzigung wurde z.B. in den Apostelbriefen nie erwähnt, die taucht erst 100 Jahre später in den Evangelien auf.


Das ist nicht richtig

Hebräer 6:6
Galater 2:20; 3:1
2.Korinther 13:4
1.korinther 2:2, 8
Römer 6:4-6





In Memory of Soul-Society

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Wir wissen nur so viel, wie wir fragen (Wessel Gansfort, 1419-1489)

Bruder Spaghettus ( gelöscht )
Beiträge:

20.09.2007 10:51
#4 RE: was ist gotteslästerung laut christentum? antworten
In Antwort auf:
Das ist nicht richtig

Hebräer 6:6
Galater 2:20; 3:1
2.Korinther 13:4
1.korinther 2:2, 8
Römer 6:4-6


Oops,da hab ich wohl was falsch verstanden. Hab extra noch mal dort nachgelesen, wo ich es her habe:

Die Geschichte, die das Evangelium des Markus erzählt, taucht erst gegen Ende des ersten Jahrhunderts auf. Gleichwohl ist es eine eigenartige Tatsache, dass wir ihr nirgendwo begegnen, wenn wir nach ihr in der neutestamentlichen Briefliteratur suchen. Selbst in Schriften, die später verfasst wurden und von denen einige erst aus der zweiten Hälfte des 2. Jahrhunderts stammen, fehlen sie.

Später wird in etwa ausgeführt, dass das "Christentum" nicht zentral entstand, also als Ursprung eines konkreten Anlasses bzw. Figur, sondern weit verbreitet und gefächert war. Es bildete sich aus den verschiedenen Strömungen der Religionsphilosophie und Kultur der damaligen Zeit, Strömungen, die eines gemeinsamen Schnittpunktes oder einer gemeinsamen Gründergestalt entbehrten.


Das hatte ich auf Kreuzigung und Apostelbriefe bezogen.
Sind diese Aussagen nun einfach falsch oder habe ich sie falsch interpretiert? Geht es da vielleicht eher um die Auferstehung? Kommt die in den Apostelbriefen vor?

Weiter geht es dort:

Wenn wir allein auf die Briefe des frühesten Christentums angewiesen wären, d.h. auf die des Paulus und er übrigen neutestamentlichen Briefschreiber, würden wir schwerlich irgendwelche Ähnlichkeiten mit den in den Evangelien stammenden Vorstellungen in das, was Paulus und die anderen über ihren Christus Jesus mitteilen, hineienlesen, könnten wir nicht einmal sagen, dass diese Gestalt - als Objekt ihrer Verehrung - ein Mensch war, der vor kurzem in Palästina lebte und von den römischen Machthabern mit Hilfe eindes feindseligen jüdischen Establishments getötet wurde.
Erst durch das Markusevangelium wären diese unterschiedlichen Strömungen durch die Personifikation auf Jesus von Nazareth zusammengeführt worden.

Das "Christus" und die Opferung für die Sünden der Menschen wäre demnach bereits auf eine Vorwelt, eine spezielle Ebene der Götterwelt bezogen gewesen und nicht als tatsächliches gerade passiertes Ereignis zu verstehen.

Wird dieser "Christus" in den Apostelbriefen auch irgendwo mit Namen genannt? Dann wäre diese These wohl wiederlegt.

kursiv gesetzte Zitate aus: Earl Doherty "Das Jesus-Puzzle"
SnookerRI Offline

Soul-Societist


Beiträge: 5.462

20.09.2007 17:08
#5 RE: was ist gotteslästerung laut christentum? antworten

In Antwort auf:
Das hatte ich auf Kreuzigung und Apostelbriefe bezogen.
Sind diese Aussagen nun einfach falsch oder habe ich sie falsch interpretiert? Geht es da vielleicht eher um die Auferstehung? Kommt die in den Apostelbriefen vor?



Ich weiß nicht inwieweit und vor allem welche Quellen Doherty für seine Vermutungen einsetzt. Dass über die Zeit der Niederschrift der Evangelien sowie der anderen Schriften des NT Uneinigkeit herrscht, und sich je nachdem, die verschiedenesten Möglichkeiten und Interpretationen ergeben, ist wohl bekannt. Mag daher rühren, dass das Urchristentum nach dem bericht der bibel grade mal 2-3 Generationen nach christus fortbestand und sich schon gegen ende des ersten Jahrhundert bis Mitte des zweiten Jahrunderts mannigfaltige Abspaltungen bildeten. Da läge es dann nahe, diese als Strömungen zu bezeichnen, die dann im weiteren Verlauf der Geschichte schließlich als ein sog. chrsitentum im Herrschaftsgebiet Rom Staatsreligion wurden.

Von der Auferstehung an sich wird in den Apostelbriefen 20 Mal geschrieben, Hauptsächlich in 1 Korinther 15, dem Paradekapitel zur Auferstehung.

In Antwort auf:
Wird dieser "Christus" in den Apostelbriefen auch irgendwo mit Namen genannt? Dann wäre diese These wohl wiederlegt.
Allein im Römerbrief 17 mal.
1. korinther elf Mal
2. thessalonicher neun Mal
usw.
Auch der Apostel Petrus erwähnt den christus mit Namen Jesus insgesamt elf Mal in seinen beiden Briefen.

In Antwort auf:
Das "Christus" und die Opferung für die Sünden der Menschen wäre demnach bereits auf eine Vorwelt, eine spezielle Ebene der Götterwelt bezogen gewesen und nicht als tatsächliches gerade passiertes Ereignis zu verstehen.
Solche und ähnliche Vermutungen sind wahrlich nichts neues: Damit hatten sogar die ersten Christen schon zu tun, wie man aus 1. Korinther 15 erfährt.


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Bruder Spaghettus ( gelöscht )
Beiträge:

20.09.2007 17:38
#6 RE: was ist gotteslästerung laut christentum? antworten
In Antwort auf:
Mag daher rühren, dass das Urchristentum nach dem bericht der bibel grade mal 2-3 Generationen nach christus fortbestand und sich schon gegen ende des ersten Jahrhundert bis Mitte des zweiten Jahrunderts mannigfaltige Abspaltungen bildeten. Da läge es dann nahe, diese als Strömungen zu bezeichnen, die dann im weiteren Verlauf der Geschichte schließlich als ein sog. chrsitentum im Herrschaftsgebiet Rom Staatsreligion wurden.

Ich vermute nicht, dass er das meinte. Denn die Zeit die du hier schilderst, in der das Urchristentum zerfiel, ist ja die, in der das Evangelium entstand in dem nach Doherty die sich an unterschiedlichen Stellen unterschiedliche entwickelten Lehren durch die Gestallt Jesu Christi zusammengefasst worden. Ich habe ihn eher so verstanden, dass Christentum hätte sich nicht in Bezug auf einen persönlichen Christus an einem konkreten Ort entwickelt, sondern über einen längeren Zeitraum in unterschiedlicher Weise an unterschiedlichen Orten. Diese sich unabhängig entwickelten jüdischen Strömungen wären dann erst mit der Schaffung Christi zusammengefasst und auf eine Person konzentriert worden.

In Antwort auf:
Solche und ähnliche Vermutungen sind wahrlich nichts neues: Damit hatten sogar die ersten Christen schon zu tun, wie man aus 1. Korinther 15 erfährt.

Für mich waren die schon neu. Mit dem was ich online unter 1.Korinther 15 gefunden habe, kann ich auch nicht viel anfangen. Hast du da irgendwo ne Nummer verwechselt?

Ansonsten aber meine Hochachtung. Kennst du die Bibel wirklich so gut um solche Angaben gleich bei der Hand zu haben oder hast du eine Methode der Onlinforschung die ich noch nicht kenne?
Jedenfalls halte ich nach deinen Antworten die Theorie von Doherty nicht mehr für allzu wahrscheinlich. Aber schön lesen tut´s sich.
SnookerRI Offline

Soul-Societist


Beiträge: 5.462

20.09.2007 18:07
#7 RE: was ist gotteslästerung laut christentum? antworten

In Antwort auf:
Ich vermute nicht, dass er das meinte. Denn die Zeit die du hier schilderst, in der das Urchristentum zerfiel, ist ja die, in der das Evangelium entstand in dem nach Doherty die sich an unterschiedlichen Stellen unterschiedliche entwickelten Lehren durch die Gestallt Jesu Christi zusammengefasst worden. Ich habe ihn eher so verstanden, dass Christentum hätte sich nicht in Bezug auf einen persönlichen Christus an einem konkreten Ort entwickelt, sondern über einen längeren Zeitraum in unterschiedlicher Weise an unterschiedlichen Orten. Diese sich unabhängig entwickelten jüdischen Strömungen wären dann erst mit der Schaffung Christi zusammengefasst und auf eine Person konzentriert worden.
Ja, genau das meinte ich auch mit den unterschiedlichen Datierungen der Evangelien. Ich werd mich nochmal genauer mit diesem speziellen Punkt befassen, um auch vermehrt ausserbiblsiche Quellen anführen zu können.

In Antwort auf:
Für mich waren die schon neu. Mit dem was ich online unter 1.Korinther 15 gefunden habe, kann ich auch nicht viel anfangen. Hast du da irgendwo ne Nummer verwechselt?


Ich wills jetzt nicht komplett reinstellen, aber hier die Verse, die von der Auferstehung sprechen: 12, 13, 21, 42
Stichwort "auferweckt" 1. Kor. 6:14; 15:4, 12-17, 20, 29, 32, 35, 42-44, 52

Hoffe, das hilft dir weiter

Lg, ralf

In Antwort auf:
Kennst du die Bibel wirklich so gut um solche Angaben gleich bei der Hand zu haben oder hast du eine Methode der Onlinforschung die ich noch nicht kenne?
Das wär schön, wenn ich die Bibel nach 4 jahren so gründlich - ja fast auswendig - kennen würde. Ich glaub auch nicht, dass ich alles behalten könnte. Ist aber keine Schande. Man muss sich nur zu helfen wissen. Und Technik hilft: Hab die Bibel und andere Schriften auf CD mit Schlagwortsuche. Ich weiß nicht wie weit da die Online-Anbieter sind...


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