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Religionsforum
Atheismus vs. Religionen  

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Für Säkularismus und Religionskritik!


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Dieses Thema hat 122 Antworten
und wurde 3.922 mal aufgerufen
 Antireligiöse Politik und Kultur
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Bruder Spaghettus ( gelöscht )
Beiträge:

24.09.2007 20:07
#51 RE: Petition gegen Religionsunterricht antworten

Zitat von Benjamin
Toleranz gegen Intolerante ist eben nicht das Ende der Toleranz, sondern der Anfang.

Wieso? Von selbst erledigen sich die Intoleranten jedenfalls nicht.

In Antwort auf:
Die Wangentheorie hat sich eben nicht durchgesetzt. Genausowenig wie das Christentum. Aber: Das ist alles in Arbeit, mach Dir mal keine Sorgen.
Warum sollte ich? Wo siehst du denn das Christentum auf dem Vormarsch? In Mitteleuropa jedenfalls nicht, selbst in den USA ist der Trend umgekehrt.

In Antwort auf:
In der Anfangszeit gab es ein enormes Wachstum des Christentums, und das, obwohl sie die Wangentheorie befolgten, befolgen mußten
So, so. Glaub ich dir einfach nicht. Weder, dass die Wangentheorie wirklich mal gängige Praxis war, noch dass das Christentum vor seiner Mission per Schwert und Dekret ein enormes Wachstum hatte.
Richtig los ging es doch erst mit dem Kriegstreiber und Tyrannen Konstantin.

In Antwort auf:
Mir ist auch nichts bekannt von christlichen Aufständen gegen die römischen Machthaber.
Schlechte Infos halt. Ich habe sogar von christlichen Terrorkommandos gehört, die u.a. als Brandstifter Roms gelten. Das Märchen von Nero und seinem Harfenliedwunsch haben die Christen wahrscheinlich nur erfunden, genau so wie sie den Gewaltherrscher Konstantin hochstilisiert haben.

In Antwort auf:
Ich glaube nicht, daß es Ziel des konfessionellen Religionsunterricht sein sollte, Zweifel zu nähren.
Das ist mir völlig klar. Gerade in dem Alter, in dem die Erwachsenen noch als Hüter der Wahrheit für die Knirpse gelten, ist es ja am leichtesten ihnen völlig unlogische Lehren als Wahrheit zu verkaufen.
Ich wäre gern bereit, bis zum 14 Lebensjahr ausschließlich den Eltern die weltanschauliche Unterrichtung zu überlassen. Ab dann aber im voller Konsequenz. Gerade zu zweifeln ist das Wichtigste, was gelehrt werden muss.

In Antwort auf:
Sicher, aber soll man den Kindern gleich am Anfang, am Besten in der ersten Klasse erst mal ne gehörige Portion Zweifel verpassen?
Die fangen von selbst an zu zweifeln. Es kommt nur darauf an sie zu lehren, das auch methodisch zu machen. Nicht in der ersten Klasse. Aber unbewiesene ewige Wahrheiten gehören dort ebensowenig hin. Genau wie z.B. Schulgottesdienste.

In Antwort auf:
Der Religionsunterricht wie ich ihn verstehe hat aber das Ziel, die Religion zu lehren, Werte zu vermitteln
Nicht nur du, es ist auch der offizielle Lehrauftrag von Reli, zu Gott zu führen.

In Antwort auf:
Der Religionsunterricht ist eine Selbstbeschneidung des Staates, um nicht wieder aus den Fugenn zu geraten.
Das siehst nun wohl wirklich nur du so. Na gut, paar andere Gläubige vielleicht auch.
Ist aber schon durch die Praxis widerlegt. Ich erinnere gern noch mal an die Statistik über den Zusammenhang von Religiosität und Moral in heutigen Industriestaaten. Je mehr Religion, je schlechter die Moral war da die klare Aussage. Hast du die gar nicht gelesen oder ignorierst du die einfach?

In Antwort auf:
Gab es in der DDR einen Religionsunterricht? Habt Ihr selbst einen Unterricht erlebt? Oder beschränkt sich Eure Kritik nur auf nachplappern?
Für mich ist plappern einfaches Daherreden von Behauptungen, ohne die irgendwie zu hinterlegen. Das kommt eigentlich sehr viel mehr von dir als von uns.
Religionsunterricht gab es in meiner Schulzeit nicht, wohl aber freiwillige Christenlehre beim Pfarrer. Aber du wirst uns doch nicht für so lernunfähig halten, dass wir nach weit über 10 Jahren Reli und vor allem bei der Diskussion, die es in allen Ostländern dazu gegeben hat, nicht genug Wissen darüber hätten? Um zu wissen ob ein Brötchen schmeckt, muss ich doch auch nicht Bäcker lernen.





aussätziger Ungläubige Offline




Beiträge: 33

24.09.2007 20:18
#52 RE: Petition gegen Religionsunterricht antworten

Diese Petition hat meine volle Unterstützung!
In Zeiten,in denen Politiker öffentlich Kruzifixe an allen Schulen fordern reicht bloses Kopfschütteln wohl nicht mehr aus.
Da ist mehr Gegenwind im Namen der Aufklärung gefordert.

Tomarik Offline



Beiträge: 56

24.09.2007 20:32
#53 RE: Petition gegen Religionsunterricht antworten

Ethische Werte und Moral gehören für mich zwingend in den Schulunterricht. Nicht zuletzt weil auch ich den Religionsunterricht durchaus auch als sehr kritikfähig erlebt habe und meistens überaus interessante Diskussionen zustande kamen. Von Indoktrination habe ich da auch nie etwas zu spüren bekommen. (In meiner Erinnerung kommt mir mein Reli-lehrer sogar weitaus toleranter gegenüber anderen Weltanschauungen vor als so mancher Atheist hier im Forum )
Darüber hinaus halte ich religiöse Bildung für eine Grundvoraussetzung dafür, die Geschichte zu verstehen und damit letztlich die Welt, in der wir heute leben.

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Wissenschaft ohne Religion ist lahm, Religion ohne Wissenschaft ist blind.
(Albert Einstein)

qilin Offline




Beiträge: 3.552

24.09.2007 20:45
#54 RE: Petition gegen Religionsunterricht antworten

In Antwort auf:
So, so. Glaub ich dir einfach nicht. Weder, dass die Wangentheorie wirklich mal gängige Praxis war, noch dass das Christentum vor seiner Mission per Schwert und Dekret ein enormes Wachstum hatte.
Richtig los ging es doch erst mit dem Kriegstreiber und Tyrannen Konstantin.
Gerade weil er das war (und kein Idiot), hat er das Christentum protegiert.
Wäre dieses nicht bereits eine bedeutende Macht gewesen, hätte er den Teufel getan...

In Antwort auf:
Schlechte Infos halt. Ich habe sogar von christlichen Terrorkommandos gehört, die u.a. als Brandstifter Roms gelten. Das Märchen von Nero und seinem Harfenliedwunsch haben die Christen wahrscheinlich nur erfunden, genau so wie sie den Gewaltherrscher Konstantin hochstilisiert haben.
Dass Nero im 'christlichen Abendland' schlechte Presse hatte, ist klar. Einfach 'die Christen' als 'Terroristen' zu denunzieren,
ist trotzdem Käse.

In Antwort auf:
Die fangen von selbst an zu zweifeln. Es kommt nur darauf an sie zu lehren, das auch methodisch zu machen. Nicht in der ersten Klasse. Aber unbewiesene ewige Wahrheiten gehören dort ebensowenig hin. Genau wie z.B. Schulgottesdienste.
Dem Vernehmen nach zweifeln sie an allen unbewiesenen Wahrheiten - besonders jenen der jeweiligen Eltern...
Sie darin zu unterstützen, das methodisch zu machen, ist sicher verdienstvoll.

In Antwort auf:
Nicht nur du, es ist auch der offizielle Lehrauftrag von Reli, zu Gott zu führen.
Trotzdem gibt es Reli-Lehrer, die Schüler zu Leuten schicken, deren Glauben sie nicht goutieren. Gibt's das bei Atheisten auch?

___________________________
Nichts bedarf so sehr der Reform
wie die Meinungen anderer Leute. [Mark Twain]

() qilin

aussätziger Ungläubige Offline




Beiträge: 33

24.09.2007 21:12
#55 RE: Petition gegen Religionsunterricht antworten

Zitat von Tomarik
Ethische Werte und Moral gehören für mich zwingend in den Schulunterricht.


Da stimme ich voll und ganz zu.
Das legetemiert aber noch lange keinen Relegionsunterricht,
sondern verdeutlicht einmal mehr den Glauben, Moral und Religion wären eine untrennbare Einheit.
Will heissen: Ohne (die "richtige") Religion keine Moral!

Die Fundis gehen halt noch einen Schritt weiter und sagen:
Wer nicht an (unseren) Gott glaubt ist ,ist kein richtiger Mensch und damit unwert!

In Antwort auf:

Darüber hinaus halte ich religiöse Bildung für eine Grundvoraussetzung dafür, die Geschichte zu verstehen und damit letztlich die Welt, in der wir heute leben.


Wenn du das "religios" wegläßt sind wir uns einig.

Benjamin Offline



Beiträge: 105

24.09.2007 21:16
#56 RE: Petition gegen Religionsunterricht antworten

Ich möchte mich hiermit entschuldigen für die Unterstellung, manche wüßten über den Religionsunterricht nicht Bescheid, da sie ihn nicht aus eigener Anschauung kennen. Daß Meine Beiträge als hintergrundloses daherplappern empfunden werden tut mir Leid. Ich bemühe mich, in Zukunft fundierter zu schreiben.

Bis dann
De Benny

..................................................
Abgesehen vom Heiligen Geist, abgesehen vom Glauben an das Evangelium , wird der Mensch sich in der Bibel genauso verirren wie in den Versuchen, die Ethik auf Gewissen, Vernunft, natürliche Ordnung, Nützlichkeit und dergleichen zu begründen.
Edmund Schlink

Tomarik Offline



Beiträge: 56

24.09.2007 21:32
#57 RE: Petition gegen Religionsunterricht antworten

Zitat von aussätziger Ungläubige
Zitat von Tomarik
Ethische Werte und Moral gehören für mich zwingend in den Schulunterricht.

Da stimme ich voll und ganz zu.
Das legetemiert aber noch lange keinen Relegionsunterricht,
sondern verdeutlicht einmal mehr den Glauben, Moral und Religion wären eine untrennbare Einheit.
Will heissen: Ohne (die "richtige") Religion keine Moral!

Da ich von ethischen Werten und Moral gesprochen habe und nicht von Religion beweist es mir vor allem, wie befangen Du meinen Beitrag liest...

Zitat von aussätziger Ungläubige
Die Fundis gehen halt noch einen Schritt weiter und sagen:
Wer nicht an (unseren) Gott glaubt ist ,ist kein richtiger Mensch und damit unwert!


Von ideologisierendem Relionsunerricht sind wir schon seit langem weit entfernt... nicht mal quilin kann sich daran noch erinnern *gg*

Zitat von aussätziger Ungläubige
In Antwort auf:

Darüber hinaus halte ich religiöse Bildung für eine Grundvoraussetzung dafür, die Geschichte zu verstehen und damit letztlich die Welt, in der wir heute leben.

Wenn du das "religios" wegläßt sind wir uns einig.



Ich halte es für unmöglich eine religiös geprägte Kultur (und das war in Europa nun mal einige Jahrhunderte so) zu verstehen, ohne über die entsprechende religiöse Bildung zu verfügen. Daß man daran auch glauben muß, sagt ja keiner

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Wissenschaft ohne Religion ist lahm, Religion ohne Wissenschaft ist blind.
(Albert Einstein)

Lukrez Offline




Beiträge: 5.548

24.09.2007 22:10
#58 RE: Petition gegen Religionsunterricht antworten

Ethische Werte und Moral gehören auch für mich in den Schulunterricht.
Dazu gehört Wissen über Religionen sowie auch Werte - und Moralkritik.
Nicht richtig finde ich allerdings die religiöse Indoktrination in der Grundschule!
Hier werden die Kinder (habe da eigene Erfahrung!) ganz bewusst in eine bestimmte Denkrichtung gezwängt und freies Denken aberzogen.
Solcher Erziehung sollte an Schulen kein Platz geboten werden.

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Wenn du es nicht wagst, den Sinnen zu trauen, stürzen die Pfeiler des Lebens ein.
De nihilo nihil. Aus Nichts wird nichts.
Zu soviel Unheil hat schon die Religion die Menschen verleitet.
(Lukrez)

aussätziger Ungläubige Offline




Beiträge: 33

24.09.2007 22:15
#59 RE: Petition gegen Religionsunterricht antworten

Zitat von Tomarik

Von ideologisierendem Relionsunerricht sind wir schon seit langem weit entfernt... nicht mal quilin kann sich daran noch erinnern *gg*


Untericht,Bildung und Erziehung unterliegen aber auch stetem Wandel.
Und es wird immer hörbarer aus bestimmten Kreisen auch in Deutschland wider mehr Religiösität gefordert,
im Zusammenhang mit dem Aufruf:Zurück zu alten Werten.

Ich bin halt der befangenen Meinung,das es eher vorwärts mit der Aufklärung gehen muss.
Und da sehe ich den real exestierenden Relegionsuntericht über Gott+Kirchen nicht als Motor.


Zitat von Tomarik


Ich halte es für unmöglich eine religiös geprägte Kultur (und das war in Europa nun mal einige Jahrhunderte so) zu verstehen, ohne über die entsprechende religiöse Bildung zu verfügen. Daß man daran auch glauben muß, sagt ja keiner



Deine Definition von "religöser Bildung" kann ich tatsächlich nicht ganz verstehen.
Nur ein Religiöser kann Religion verstehen?

Casmiel Offline

Diabolist


Beiträge: 712

24.09.2007 23:00
#60 RE: Petition gegen Religionsunterricht antworten
In Antwort auf:

Untericht,Bildung und Erziehung unterliegen aber auch stetem Wandel.
Und es wird immer hörbarer aus bestimmten Kreisen auch in Deutschland wider mehr Religiösität gefordert,
im Zusammenhang mit dem Aufruf:Zurück zu alten Werten.


Es wird immer irgendwelche Leute geben die mehr Religiösität fordern. Egal was du machst und wie du es machst solche Menschen wird es immer geben

In Antwort auf:

Ich bin halt der befangenen Meinung,das es eher vorwärts mit der Aufklärung gehen muss.


Wenn du das bist...

In Antwort auf:
Und da sehe ich den real exestierenden Relegionsuntericht über Gott+Kirchen nicht als Motor.


... solltest du Jugendlichen aber auch Zugang zum Religionsunterricht geben. Ich bin selbst noch in der Schule (Oberstufe) und in unserem Religionsunterricht konfrontieren wir viel mehr die Ansichten von Religionen. Wir diskutieren momentan z.B über das Thema "Atheismus - Gottesglaube". Wir lesen Texte von d'Holbach (der dir ja bekannt sein sollte) und auch anderen atheistischen Autoren und konfrontieren sie mit religiösen Schriften (wie z.B von Tillich). Man lernt beide Seiten kennen und kann durchaus für seine Überzeugung eintreten ! Der Religionsunterricht ist auch nicht kirchlich gebunden, selbst von den Seiten der Religionslehrer ist oft Kirchenkritik zu hören. Aber wir setzen uns gemeinsam in der Klasse damit auseinander. Wenn du den Menschen die Freiheit geben willst zu entscheiden dann sollte man den Schülern auch die Entscheidung lassen zwischen Religions- und Philosophieunterricht.

In Antwort auf:

Deine Definition von "religöser Bildung" kann ich tatsächlich nicht ganz verstehen.
Nur ein Religiöser kann Religion verstehen?



So hat er das aber garnicht gesagt. Er sagt dass es wichtig für das Verständnis unserer Kultur ist Informationen über die prägende Religion zu erhalten, um die Zusammenhänge klarer zu erkennen. Völlig wertneutral

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Erleuchtung erlangt man nicht, indem man sich dem Licht hingibt, sondern indem man die Dunkelheit ergründet (C.G. Jung)

Bruder Spaghettus ( gelöscht )
Beiträge:

24.09.2007 23:03
#61 RE: Petition gegen Religionsunterricht antworten

Zitat von qilin
Gerade weil er das war (und kein Idiot), hat er das Christentum protegiert.

Könnte sein. Könnte aber auch sein, er brauchte nur was, was seine Soldaten motiviert. Dazu war die Schriften des AT doch bestens geeignet. Oder um zu unterscheiden in Gute und Böse, oder um dem Aberglauben zu huldigen oder sonst was. So eindeutig war sein Bekenntnis zu Christentum doch gar nicht. Vielleicht wollte er mit der Gleichsetzung von christlicher und heidnischen Religionen einfach nur die Christen auch mit unter seinen Hut bekommen, auch wenn es noch nicht so viele waren.

In Antwort auf:
Einfach 'die Christen' als 'Terroristen' zu denunzieren, ist trotzdem Käse.

Nee, einfach nicht. Habe ich von Lukrez: Die Urchristen waren aber längst nicht so harmlos und friedlich wie man das heute zu glauben machen versucht. Teilweise agierten sie ähnlich einer Al-Qaida der Antike und es gibt Vermutungen, dass der Brand von Rom doch eventuell von christlichen Fanatikern ausgelöst wurde. http://www.religionsforum-wogeheichhin.d...wahre-Kern.html

Hier wird das auch nicht anders gesehen, nur nicht so konkret benannt: http://www.humanist.de/geschichte/nero.h...and%20von%20Rom

Tomarik Offline



Beiträge: 56

24.09.2007 23:14
#62 RE: Petition gegen Religionsunterricht antworten

Zitat von Casmiel
In Antwort auf:

[quote]
Deine Definition von "religöser Bildung" kann ich tatsächlich nicht ganz verstehen.
Nur ein Religiöser kann Religion verstehen?


So hat er das aber garnicht gesagt. Er sagt dass es wichtig für das Verständnis unserer Kultur ist Informationen über die prägende Religion zu erhalten, um die Zusammenhänge klarer zu erkennen. Völlig wertneutral


danke Casmiel

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Lukrez Offline




Beiträge: 5.548

24.09.2007 23:32
#63 RE: Petition gegen Religionsunterricht antworten

Was man wohl vor allem im Religionsunterricht lernt:
Tricksen und Täuschen!
Kaum ein Religionslehrer interessiert sich für die ehrliche Meinung der Schüler.
Für gute Noten muss man also tricksen und täuschen.
Man erzählt ihm das, was er gerne hören möchte.

Also ich musste (beser sollte ) beispielsweise jeden Sonntag in die Kirche und dann im Unterricht die Sonntagspredigt wiedergeben...
Das war unser Ritual im Religionsunterricht.
Wir mussten sogar im Zweifelsfall Zeugen für den Besuch der Messe benennen.
(Fällt mir nur ein Ausdruck von Thomas Bernhard dazu ein: "Katholisch-Nationalsozialistisch")
Ich habe da tatsächlich einiges gelernt - war aber wohl nicht im Sinne der Religionslehrer.

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(Lukrez)

Casmiel Offline

Diabolist


Beiträge: 712

24.09.2007 23:34
#64 RE: Petition gegen Religionsunterricht antworten
In Antwort auf:

Also ich musste (beser sollte ) beispielsweise jeden Sonntag in die Kirche und dann im Unterricht die Sonntagspredigt wiedergeben...
Das war unser Ritual im Religionsunterricht.
Wir mussten sogar im Zweifelsfall Zeugen für den Besuch der Messe benennen.
(Fällt mir nur ein Ausdruck von Thomas Bernhard dazu ein: "Katholisch-Nationalsozialistisch")
Ich habe da tatsächlich einiges gelernt - war aber wohl nicht im Sinne der Religionslehrer.


Wie lang ist das her ?

In Antwort auf:
Was man wohl vor allem im Religionsunterricht lernt:
Tricksen und Täuschen!
Kaum ein Religionslehrer interessiert sich für die ehrliche Meinung der Schüler.
Für gute Noten muss man also tricksen und täuschen.
Man erzählt ihm das, was er gerne hören möchte.


Bodenlose Behauptung. Ein Freund von mir hat mir einer atheistischen Stellungnahme in der Abiturpfrüfung eine eins bekommen
Das Wort "kaum" musst du mir in dem Kontext auch erstmal beweisen weil es an unserer Schule keinen Reli-Lehrer gibt der das so harsch durchzieht wie du es hier gesagt hast

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Lukrez Offline




Beiträge: 5.548

24.09.2007 23:44
#65 RE: Petition gegen Religionsunterricht antworten
In Antwort auf:
Bodenlose Behauptung. Ein Freund von mir hat mir einer atheistischen Stellungnahme in der Abiturpfrüfung eine eins bekommen
Das Wort "kaum" musst du mir in dem Kontext auch erstmal beweisen weil es an unserer Schule keinen Reli-Lehrer gibt der das so harsch durchzieht wie du es hier gesagt hast

Was wisst ihr Jungspunde vom Religionsunterricht meiner Generation...
Übrigens hatte ich dann zum Vergleich später einen evangelischen Lehrer.
Der war dann "evangelisch-stalinistisch" - was fast eine Untertreibung darstellt.
Wenigstens wurde ich dadurch schnell von jeglicher Religion geheilt.
So war das damals:
http://www.epoche-3.de/alltag.php

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(Lukrez)

aussätziger Ungläubige Offline




Beiträge: 33

24.09.2007 23:53
#66 RE: Petition gegen Religionsunterricht antworten
Zitat von Tomarik
Zitat von Casmiel
In Antwort auf:

[quote]
Deine Definition von "religöser Bildung" kann ich tatsächlich nicht ganz verstehen.
Nur ein Religiöser kann Religion verstehen?


So hat er das aber garnicht gesagt. Er sagt dass es wichtig für das Verständnis unserer Kultur ist Informationen über die prägende Religion zu erhalten, um die Zusammenhänge klarer zu erkennen. Völlig wertneutral

danke Casmiel

Okay ist jetzt klar.Danke!
Solche Begriffe wie "religöse Bildung" sind für mich oft interpretationsbedürftig.


Zitat von Tomarik

... solltest du Jugendlichen aber auch Zugang zum Religionsunterricht geben. Ich bin selbst noch in der Schule (Oberstufe) und in unserem Religionsunterricht konfrontieren wir viel mehr die Ansichten von Religionen. Wir diskutieren momentan z.B über das Thema "Atheismus - Gottesglaube". Wir lesen Texte von d'Holbach (der dir ja bekannt sein sollte) und auch anderen atheistischen Autoren und konfrontieren sie mit religiösen Schriften (wie z.B von Tillich). Man lernt beide Seiten kennen und kann durchaus für seine Überzeugung eintreten ! Der Religionsunterricht ist auch nicht kirchlich gebunden, selbst von den Seiten der Religionslehrer ist oft Kirchenkritik zu hören. Aber wir setzen uns gemeinsam in der Klasse damit auseinander. Wenn du den Menschen die Freiheit geben willst zu entscheiden dann sollte man den Schülern auch die Entscheidung lassen zwischen Religions- und Philosophieunterricht.



In der Petition wird angeprangert,dass der Religionsuntericht in der Praxis eben mehrheitlich weniger zum Dialog als vielmehr zur Abgrenzung und Trennung der Konfessionen führt.
http://itc.napier.ac.uk/e-Petition/bunde...?PetitionID=518
Daher meine Zustimmung zur Petition und zur Ablehnung des Religionsunterichts.
Falls eure beiden Erfahrungen repräsentativ für den gesamten Religionsuntericht sind,habe ich tatsächlich keine Einwände zu dieser Art des Unterichts.
Offensichtlich fassen viele Religionsuntericht aber anders auf.
Casmiel Offline

Diabolist


Beiträge: 712

25.09.2007 02:19
#67 RE: Petition gegen Religionsunterricht antworten
In Antwort auf:

Was wisst ihr Jungspunde vom Religionsunterricht meiner Generation...


Deshalb hab ich ja gefragt wie lang deine Schulzeit schon her ist ;)
Es hat sich einiges im Religionsunterricht getan

In Antwort auf:

In der Petition wird angeprangert,dass der Religionsuntericht in der Praxis eben mehrheitlich weniger zum Dialog als vielmehr zur Abgrenzung und Trennung der Konfessionen führt.


Allerdings werden keine Quellen genannt und keine Belege angeführt. Meine Eigenerfahrung, die Erfahrung anderer User und die Erfahrungen meiner Freunde von anderen Schulen aus der Umgebung sprechen eine andere Sprache...
Was ich unterstützen würde wäre ein einheitlicher Religionsunterricht für alle Konfessionen. Damit nicht nach evangelisch und katholisch, oder muslimisch und christlich getrennt wird.

In Antwort auf:
Offensichtlich fassen viele Religionsuntericht aber anders auf.


Ganz genau und 99 % dieser Vertreter sind ~50 Jahre alt und haben nicht den blassesten Schimmer wie der Religionsunterricht an den Schulen geführt wird. (Behaupte ich jetzt mal ganz frech )

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Bruder Spaghettus ( gelöscht )
Beiträge:

25.09.2007 07:02
#68 RE: Petition gegen Religionsunterricht antworten
Zitat von Casmiel
Wie lang ist das her ?

In Antwort auf:
Es hat sich einiges im Religionsunterricht getan
Hier und dort sicher. Aber wenn du damit behaupten willst, der Religionsunterricht wäre überall nur vergleichende Weltanschauung, liegst du einfach falsch. Ich hatte schon mal einen Auszug von ner Pressemitteilung zum Reliunterricht bei uns eingesetzt. Nun stell ich doch mal alles rein:

Nächste Woche beginnt das neue Schuljahr und für viele Eltern stellt sich die Frage: "Schicke ich mein Kind zum
Religionsunterricht oder nicht?" Noch gibt es dieses Angebot an unseren Schulen. Es ist in unserer Welt der Computer,Handys und Fernsehprogramme schwer geworden Kinder zu erziehen. Ich denke, unsere Kinder brauchen mehr als das,mehr als Nahrung und Kleidung, es genügt auch nicht, sie mit Pisa-Effizienzen auszustatten. Klare
Orientierungsangebote sind in unserer Zeit für Heranwachsende besonders notwendig. Kinder suchen Antworten auf
ihre Fragen, auch auf die Frage nach Gott. Diese Frage ist so alt wie die Menschheit. Religionsunterricht kann
Orientierung geben. Gott wird immer ein Geheimnis bleiben, aber durch Fragen kann man ihm näher kommen. Der
Religionsunterricht soll ein Ort der Ermutigung sein. Vertrauen zu Gott ist Vertrauen in das Leben. Gemeinsam suchen wir nach tragfähigen Antworten auf unsere Fragen nach dem Ursprung allen Seins. Warum gibt es verschiedene
Religionen? Wer war Jesus? Hat Beten einen Sinn? Das Fach ist mehr als ein Lernen über Religion. Alle Sinne sollen
sich öffnen, wir singen und malen, denn rechtes Hören und Sehen will auch gelernt sein. Hier werden auch die weltweit sozialen Probleme verarbeitet, hier soll Verantwortung geweckt werden für diese, unsere Welt. Nicht zuletzt steht Religion auch für Ethik und Moral. Die zehn Gebote und die Texte der Bibel bilden das Gewissen aus. Über Jahrtausende hat die Menschheit diese Gebote anerkannt, heute sind sie uns kaum noch bekannt. Wie kann man weltanschaulich neutral über Schuld und Gewissen, Strafe und Vergebung reden? Da muss eigentlich Gott vorkommen. Und wie soll ein atheistisch geprägter Lehrer authentisch über Gott reden? Der weltanschaulich neutrale Staat kann keine verbindlichen Werte schaffen. Sogar unseren Politikern fehlen moralische Regeln. Die Täuschung des Wählers gehört zu ihrem Handwerkszeug. Verlieren wir noch ein Wort über unseren Müll, über unseren Luxus auf Kosten anderer? Wissen die, die unsere Gesellschaft anführen, dass politische und wirtschaftliche Macht auch mit Verantwortung zu tun hat undnicht nur mit Profit? Was ist mir persönlich wichtig? Wofür setze ich mich ein?

Kinder brauchen uns Erwachsene,unsere Deutlichkeit, Menschen, die an etwas glauben. Lust am Leben, Ehrfurcht vor Gott, Dankbarkeit und eine gewisse Demut, das sind Grundhaltungen, die unsere Kinder lernen müssen, aus denen sie Kraft und Mut zum Leben bekommen. Wenn wir unsere Kinder so erziehen, dann müssen wir uns um die Zukunft keine Sorgen machen. Und so lade ich Sie herzlich ein, Ihr Kind zum Religionsunterricht zu schicken. Marianne Stechbart, Religionslehrerin, Lychen

Der Text ist von 2005.

Noch wichtiger, wenn man um Sinn und Unsinn des Reli diskutiert, ist aber nicht die, örtlich sicher stark unterschiedliche Praxis, sondern der gesetzliche Auftrag. Und der sieht nun mal eben die Erziehung zu Gott vor. Genau das muss weg.

Was der Reliunterricht, den du beschreibst, leistet, kann LER genau so gut. Auch von dieser Warte her hat Reli nur Sinn, wenn er eben im Unterschied zu LER eine klare Hinwendung zu Gott anstrebt. Sonst ist er einfach überflüssig.

klick LER
89 ( Gast )
Beiträge:

25.09.2007 07:53
#69 RE: Petition gegen Religionsunterricht antworten

Zitat von Lukrez

Also ich musste (beser sollte ) beispielsweise jeden Sonntag in die Kirche und dann im Unterricht die Sonntagspredigt wiedergeben...
Wir mussten sogar im Zweifelsfall Zeugen für den Besuch der Messe benennen.




Bist du im Bibelgürtel von Massachusetts zur Schule gegangen? Ist ja gruslig.....

qilin Offline




Beiträge: 3.552

25.09.2007 10:43
#70 RE: Petition gegen Religionsunterricht antworten

In Antwort auf:
Die Urchristen waren aber längst nicht so harmlos und friedlich wie man das heute zu glauben machen versucht. Teilweise agierten sie ähnlich einer Al-Qaida der Antike und es gibt Vermutungen, dass der Brand von Rom doch eventuell von christlichen Fanatikern ausgelöst wurde.
Also die Darstellung hier entspricht halbwegs meinem Wissensstand - natürlich wäre es nicht unmöglich, dass christliche
Fanatiker das Feuer gelegt oder nachträglich absichtlich genährt haben - trotzdem bleibt es reine Vermutung, ebenso
wie der phantasievolle Vergleich mit der Al-Qaida und "Dre Zeitpunkt de Brandausbruches deutet jedenfalls darauf hin"...
Nach ebendieser Quelle gab es im Jahre 64 in Rom bereits 3.000 'amtsbekannte' Christen, und die haben sich in den
folgenden 250 Jahren kräftig vermehrt, wie man hier sieht:
Zitat von Deschner
In Wirklichkeit hatte Maxentius (römischer Kaiser 306–312), die Christenverfolgung einstellen lassen, das Edikt des Galerius (S. 205), das den Christen 311 bedingte Religionsfreiheit gewährte, übernommen, peinlich genau beachtet, in Rom und Afrika noch überboten. Bischof Optatus von Mileve nennt ihn korrekt den Befreier der Kirche. Zwar verbannte er Roms Oberhirten Eusebius und dessen Nachfolger Marcellus, aber nur wegen blutigem Streit nach unklaren Wahlen: »eine reine Polizeimaßnahme« (Ziegler). Die römische Christengemeinde bekam durch ihn – dies war mehr, als das Edikt vorschrieb und ist um so bemerkenswerter, als sich Maxentius am Tempelgut vergriffen haben soll – die konfiszierten Kirchengüter (einschließlich der Grundstücke) zurück, sie erhielt neue Begräbnisstätten, die Möglichkeit ungestörter Ausübung des Gottesdienstes und freier Bischofswahl. Dieselbe tolerante Religionspolitik befolgte Maxentius gegenüber den afrikanischen Christen. [Karlheinz Deschner: Kriminalgeschichte des Christentums: Erster Band: Die Frühzeit. Karlheinz Deschner: Kriminalgeschichte des Christentums, S. 365
(vgl. Deschner Bd. 1, S. 218 ff.)]

Das Christentum war also z.Z. Konstantins ein Machtfaktor und nicht irgendeine exotische Mini-Sekte. Dass der selbst
in der christlichen Geschichtsschreibung gut wegkommt und Nero schlecht - nun, niemand hat behauptet, dass die
besonders objektiv wäre...

___________________________
Nichts bedarf so sehr der Reform
wie die Meinungen anderer Leute. [Mark Twain]

() qilin

Bruder Spaghettus ( gelöscht )
Beiträge:

25.09.2007 11:47
#71 RE: Petition gegen Religionsunterricht antworten

In Antwort auf:
Also die Darstellung hier entspricht halbwegs meinem Wissensstand

Das ist genau die Quelle, auf die auch ich hingewiesen habe. Ist doch dort ganz klar zu lesen, dass es bereits extremistische christlich Gruppen gab. Die dann auch als Terroristen zu bezeichnen, wenn sie tatsächlich solche Methoden angewendet haben, ist doch wirklich nicht weit hergeholt.

Zumal dort klar steht, dass etliche moderne Historiker davon ausgehen, dass christliche Fanatiker die Johannesoffenbarung als Aufruf zur Brandstiftung genommen und entsprechend gehandelt haben.

Vielleicht waren die Christen in der Zeit Konstantins wirklich schon zahlreich. Ich bezweifle aber weiterhin, sie wären dass durch die Wangenpraxis geworden. Die Drohung mit der Hölle war da wohl mindestens eben so hilfreich.

Insgesamt halte ich es aber für eindeutig erwiesen, die Verbreitung die das Christentum jetzt hat ist Folge der Zwangsmissionierung. Sowohl in Europa als auch anderswo.

Casmiel Offline

Diabolist


Beiträge: 712

25.09.2007 12:16
#72 RE: Petition gegen Religionsunterricht antworten

In Antwort auf:
Auszug von ner Pressemitteilung zum Reliunterricht bei uns eingesetzt


Der Auszug wie er da steht ist selbstverständlich indiskutabel. Aber warum abschaffen wenn man auch reformieren kann ?
Übrigens ist der Religionsunterricht nach wie vor Ländersache, also kann man ihn nicht bundesweit verallgemeinern.
Also ich hab mir mal die Mühe gemacht meine Freunde von möglichst verschiedenen Schulformen gefragt wie der Religionsunterricht bei ihnen abläuft.
Unter ihnen war nur einer wo noch christlich bibel- und kirchentreuer Unterricht gelehrt wurde und das ging da wohl auch jedem so ziemlich am Arsch vorbei. Dieser indoktrinierende Unterricht, dieser manipulierende Unterricht findet heutzutage doch gar kein Gehör mehr bei der Jugend. Das hat man in NRW bereits größtenteils erkannt und der Unterricht sieht dementsprechend anders aus. Und was soll ich sagen, der Unterricht kommt sehr gut an - Ich würde es als einen großen Verlust empfinden wenn ich ihn nicht mehr hätte

Was mich am LER noch ein wenig verwirrt ist, dass gesagt wird LER sei nicht wertneutral - Was kann ich mir darunter vorstellen ?
Ansonsten hört sich das Konzept erstmal ganz in Ordnung an

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qilin Offline




Beiträge: 3.552

25.09.2007 12:45
#73 RE: Petition gegen Religionsunterricht antworten
In Antwort auf:
Das ist genau die Quelle, auf die auch ich hingewiesen habe. Ist doch dort ganz klar zu lesen, dass es bereits extremistische christlich Gruppen gab. Die dann auch als Terroristen zu bezeichnen, wenn sie tatsächlich solche Methoden angewendet haben, ist doch wirklich nicht weit hergeholt.
Dass es solche 'extremistischen Gruppen' gab, steht dort - worauf stützt sich diese Vermutung?
Falls die solche Methoden angewandt haben sollten - wofür jeglicher Beweis fehlt - dann wäre
es nicht weit hergeholt, sie als Terroristen zu bezeichnen. Solange das Alles in der Luft hängt,
ist es aber nichts als üble Nachrede - gut dass die Urchristen schon lange tot sind und keine
Verleumdungsklage mehr einreichen können...

In Antwort auf:
Zumal dort klar steht, dass etliche moderne Historiker davon ausgehen, dass christliche Fanatiker die Johannesoffenbarung als Aufruf zur Brandstiftung genommen und entsprechend gehandelt haben.
Zwischen 'christliche Fanatiker haben' und 'ein Fanatiker könnte' besteht IMHO doch ein ziemlicher
Unterschied...

In Antwort auf:
Insgesamt halte ich es aber für eindeutig erwiesen, die Verbreitung die das Christentum jetzt hat ist Folge der Zwangsmissionierung. Sowohl in Europa als auch anderswo.
Das stelle ich nicht in Abrede, hat aber mit der Frage hier herzlich wenig zu tun.

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Nichts bedarf so sehr der Reform
wie die Meinungen anderer Leute. [Mark Twain]

() qilin

Fenris Offline

Freidenker

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25.09.2007 13:21
#74 RE: Petition gegen Religionsunterricht antworten
Zitat von qilin
...hat aber mit der Frage hier herzlich wenig zu tun.


Hör zu, wenn ich ständig daran erinnert werden will, dass ich irgendwo falsch bin, dann gehe ich auf ein Amt! Das hier ist eine Forum und kein Nachschlagewerk und wenns mal ganz aus dem Ruder lief wurde immer schon korrigiert. Langsam entwickelt sich das aber zum Dialogkiller..........

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*Das Tier taugt zu allem, was es soll, vollkommen. Der Mensch zu nichts recht, als was er lernt, liebt und übt. (Johann Heinrich Pestalozzi 1746-1827)*

Bruder Spaghettus ( gelöscht )
Beiträge:

25.09.2007 13:38
#75 RE: Petition gegen Religionsunterricht antworten
In Antwort auf:
Was mich am LER noch ein wenig verwirrt ist, dass gesagt wird LER sei nicht wertneutral - Was kann ich mir darunter vorstellen ?

LER ist weltanschaulich neutral, aber nicht wertneutral.
Damit ist gemeint, es wird keine weltanschauliche Position vermittelt, aber doch Werte. Vor allem natürlich die Werte des Grundgesetzes. Zu welcher weltanschaulichen Position sich die Werte dann finden, bleibt dem einzelnen überlassen.

Ein solcher Unterricht wie LER würde doch den Religionsunterricht, den du meinst, unnötig werden lassen. Deshalb sollte in Brandenburg auch nur der stattfinden. Wenn die Kirchen hier aber dagegen Sturm gelaufen sind kann das doch nur heißen, die hatten anderen Religionsunterricht im Sinn. Zunächst haben sie es mit Argumentation und dem Volkswillen versucht, sind aber bei beidem gescheitert. Dann kam das Grundgesetz, das Reliunterricht vorschreiben würde. Es gibt aber auch Ausnahmen, und unter die wäre Brandenburg gefallen. Die Kirchen haben geklagt und später wurde mit dem Land der jetzige Kompromiss geschlossen. Was mich immer noch sehr stört.
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