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Religionsforum
Atheismus vs. Religionen  

Der substanzielle  Dialog
 
"Je suis Charlie!"
Für Säkularismus und Religionskritik!


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Dieses Thema hat 198 Antworten
und wurde 5.402 mal aufgerufen
 Atheismus/Agnostizismus
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Gysi Offline

Atheist


Beiträge: 16.129

01.10.2007 10:44
Kurz und lapidar... antworten

"Beten heißt darum zu bitten, dass die Gesetze des Universums wegen eines einzigen, eingestandenermaßen unwürdigen Bittstellers außer Kraft gesetzt werden." (Ambrose Bierce)

"Leidet ein Mensch an einer Wahnvorstellung, so nennt man es Geisteskrankheit. Leiden viele Menschen an einer Wahnvorstellung, dann nennt man es Religion." (Robert M. Pirsig)

"Alle Religionen sind gleich: Religion, das sind vor allem Schuldgefühle mit unterschiedlichen Feitertagen." (Cathy Ladman)

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"Ich bin vom Glauben zum Wissen konvertiert!" (Hamed Abdel-Samad)

Casmiel Offline

Diabolist


Beiträge: 712

01.10.2007 13:21
#2 RE: Kurz und lapidar... antworten
In Antwort auf:
"Beten heißt darum zu bitten, dass die Gesetze des Universums wegen eines einzigen, eingestandenermaßen unwürdigen Bittstellers außer Kraft gesetzt werden." (Ambrose Bierce)


Sehr schönes Zitat und ist sogar mit der allgemeinen Anschauung von Magie zu vereinbaren !

Auszug aus Codex Thaumaturgica von A.M. Gruner:

Ist die Trägheit der Realität so groß, daß es nicht nur extrem unwahrscheinlich, sondern fast unmöglich ist, dass ein Zauber sie wandelt, wird sie sich nicht wandeln. Jemand, der in seinem weihrauchverhangenen Zimmerchen darauf wartet, dass ein Scheck über eine Millionen DM hereinflattert, wir wahrscheinlich laaaaange warten müssen; [...] Das Universum ist unendlich, dass heißt mehr als bloß groß, sondern sehr, sehr, sehr groß. Man muss schon sehr laut schreien - und selbst wenn man der Meisterzauberer und Adept des siebten Ringes aller Zauberer des Planeten Klabuu ist - damit etwas so Großes einen so kleinen Floh hört.

In Antwort auf:

"Alle Religionen sind gleich: Religion, das sind vor allem Schuldgefühle mit unterschiedlichen Feitertagen." (Cathy Ladman)


Das mit den Schuldgefühlen halte ich für falsch. Das mag vielleicht auf den christlichen Glauben passen aber bestimmt nicht auf alle

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Erleuchtung erlangt man nicht, indem man sich dem Licht hingibt, sondern indem man die Dunkelheit ergründet (C.G. Jung)

SnookerRI Offline

Soul-Societist


Beiträge: 5.475

01.10.2007 13:33
#3 RE: Kurz und lapidar... antworten
Gysi, ist das deine neue Methode des Dialogs?


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Wohl gibt es zwei Arten von Freunden und es sind diese: Käufliche und Unbezahlbare

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Wir wissen nur so viel, wie wir fragen (Wessel Gansfort, 1419-1489)

Gysi Offline

Atheist


Beiträge: 16.129

01.10.2007 13:42
#4  Kurz und lapidar... antworten

In Antwort auf:
Gysi, ist das deine neue Methode des Dialogs?
Du hältst die Staffel in deiner Hand, Snooker. Es liegt an dir, was du daraus machst.

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SnookerRI Offline

Soul-Societist


Beiträge: 5.475

01.10.2007 13:50
#5 RE: Kurz und lapidar... antworten

In Antwort auf:
Du hältst die Staffel in deiner Hand, Snooker. Es liegt an dir, was du daraus machst.


You trotzdem befürchte ich, nicht auf dieser Spur mitfahren zu wollen. Wollte nur kurz nachfragen, wie du selbst zu den zitaten stehst, was du mit ihnen ausdrücken willst. Und ich glaube nicht, dass ich hier ungestraft Atheisten als wahnsinnige bezeichnen dürfte


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Bruder Spaghettus ( gelöscht )
Beiträge:

01.10.2007 14:02
#6 RE: Kurz und lapidar... antworten

In Antwort auf:
Und ich glaube nicht, dass ich hier ungestraft Atheisten als wahnsinnige bezeichnen dürfte

Das würde auch nicht zu dir passen. Zu uns auch nicht, Gläubige als Wahnsinnige zu bezeichnen. Deshalb hat das auch keiner gemacht. Den Atheismus oder die Religion selbst als Wahn zu bezeichnen, ist aber voll mit dem in Übereinstimmung, nach dem wir uns schon lange richten: Anschauungen dürfen in allen Punkten und mit allen Mitteln angegriffen werden, nicht aber die, die die Anschauungen tragen.

89 ( Gast )
Beiträge:

01.10.2007 14:07
#7 RE: Kurz und lapidar... antworten

Zitat von SnookerRI
Wollte nur kurz nachfragen, wie du selbst zu den zitaten stehst, was du mit ihnen ausdrücken willst.
Das kannst du dir doch an allen 10 Fingern abzählen.
In Antwort auf:
"Leidet ein Mensch an einer Wahnvorstellung, so nennt man es Geisteskrankheit. Leiden viele Menschen an einer Wahnvorstellung, dann nennt man es Religion." (Robert M. Pirsig)
Diesen Ausspruch halte ich für überzogen, da man daraus den Schluss ziehen müsste, die gesamte Menschheitsgeschichte basiert auf Wahnvorstellungen, da die Geschichte nun mal religiös geprägt ist.
Ist mir zu krass (ja, selbst mir.....)

qilin Offline




Beiträge: 3.552

01.10.2007 14:22
#8 RE: Kurz und lapidar... antworten
Griffige Schlagworte, ohne Zweifel, nur -
Religion ganz allgemein auf 'Wahnvorstellungen' und 'Schuldgefühle' zu reduzieren
scheint mir auch nicht sehr konstruktiv für einen 'substanziellen Dialog'...

___________________________
Nichts bedarf so sehr der Reform
wie die Meinungen anderer Leute. [Mark Twain]

() qilin

Fenris Offline

Freidenker

Beiträge: 1.345

01.10.2007 15:17
#9 RE: Kurz und lapidar... antworten

Zitat von 89
die gesamte Menschheitsgeschichte basiert auf Wahnvorstellungen, da die Geschichte nun mal religiös geprägt ist.


Für viele der religiös Geprägten, basiert die Menschheitsgeschichte auf einer Wahnvorstellung.

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*Das Tier taugt zu allem, was es soll, vollkommen. Der Mensch zu nichts recht, als was er lernt, liebt und übt. (Johann Heinrich Pestalozzi 1746-1827)*

89 ( Gast )
Beiträge:

01.10.2007 15:58
#10 RE: Kurz und lapidar... antworten

..das war jetzt aber aus 'm Zusammenhang gerissen, lieber Fenris

SnookerRI Offline

Soul-Societist


Beiträge: 5.475

01.10.2007 16:10
#11 RE: Kurz und lapidar... antworten

In Antwort auf:
Deshalb hat das auch keiner gemacht.
Sieh an, das muss dann an den viel zitierten "unterschiedlichen lesarten liegen. Wenn Pirsig meint, gläubige litten unter Wahnvorstellungen, dann heißt das aber eben nichts anderes als, dass sie wahnsinnig sind.
Erkläre mir bitte, wie man unter einer solchen Vorraussetzung einen konstruktiven, substanziellen Dialog führen will. Für mich klang der Satz einfach sehr abgedroschen, ohne jede objektivität und Differenzierung; dann muss man sich auch nicht wundern, wenn es mit dem Verständnis zwischen Atheisten und Gläubigen nun mal nicht klappt


In Antwort auf:
Anschauungen dürfen in allen Punkten und mit allen Mitteln angegriffen werden
Ich hoffe, du meinst die Mittel des Dialogs, die natürlich in ihrem vollem Umfang ausgeschöpft werden sollen, dafür sind wir ja hier


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Fenris Offline

Freidenker

Beiträge: 1.345

01.10.2007 16:36
#12 RE: Kurz und lapidar... antworten

Zitat von 89
..das war jetzt aber aus 'm Zusammenhang gerissen,


hab mich lediglich bemüht, nicht vom thema, kurz und lapidar, abzuschweifen.

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welfen2002 Offline



Beiträge: 2.706

01.10.2007 18:06
#13 RE: Kurz und lapidar... antworten

Zitat von Bruder Spaghettus
In Antwort auf:
Und ich glaube nicht, dass ich hier ungestraft Atheisten als wahnsinnige bezeichnen dürfte

Das würde auch nicht zu dir passen. Zu uns auch nicht, Gläubige als Wahnsinnige zu bezeichnen. Deshalb hat das auch keiner gemacht. Den Atheismus oder die Religion selbst als Wahn zu bezeichnen, ist aber voll mit dem in Übereinstimmung, nach dem wir uns schon lange richten: Anschauungen dürfen in allen Punkten und mit allen Mitteln angegriffen werden, nicht aber die, die die Anschauungen tragen.
Aus unterschiedlichen Kreisen wird aber auf jedenfall Diskutiert, ob "Religion krank macht"! Rein medizinisch kann ich das nicht beurteilen (bin kein Psychologe), aber wenn man "religion krank" sucht, ist das nicht ein vollkommen unbekanntes Thema.

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Taqiyya bitte nicht mit Tequila verwechseln, kommt auch nicht aus Mexiko!

Gysi Offline

Atheist


Beiträge: 16.129

01.10.2007 18:54
#14  Kurz und lapidar... antworten
In Antwort auf:
Wollte nur kurz nachfragen, wie du selbst zu den zitaten stehst, was du mit ihnen ausdrücken willst. Und ich glaube nicht, dass ich hier ungestraft Atheisten als wahnsinnige bezeichnen dürfte
Ích gebe zu, dass die Antwort jetzt haarig wird. Ich habe Schwierigkeiten mit ihr. Das Zitat von Robert M. Pirsig halte ich nicht für überzogen. Sigmund Freud selbst bezeichnete Religion als eine Kollektivneurose. Da stellt sich dann die Frage: Wann fängt Neurose an? Und es stellt sich natürlich die Frage, ob diese hoch angesehenen Koryphäen überhaupt Recht haben. Erstens mal: Ich halte dich für eine sehr intelligenten Menschen mit hoher Sozialkompetenz und für null wahnsinnig! Aber was ist das? Ich habe in den 90ern mal einen Christen gekannt, der behauptete, in seiner einsamen Stube Kontakt mit Jesus gehabt zu haben... Er wirkte völlig und immer normal. Immer mit Bibel in der Hand, aber sonst? Ich weiß auch nicht genau, was das ist. Richard Dawkins stellt ja fest, dass frühkindliche Prägungen ohne Sinn und Verstand ablaufen, sondern nach den Notwendigkeiten des Überlebenskampfes. Das Kind lernt schnell, dass es Sinn macht, den Erwachsenen zu gehorchen, um keinen Ärger zu bekommen. So schluckt es alles, ohne Sinn und Verstand - aber es hat eben doch seinen Sinn => den des Überlebens! Und was das Kind schluckt, das sitzt oft ein Leben lang. Also gut => So gesehen hat 89 recht: Das Zitat ist provakativ, überzogen und soll nur der Diskussion dienen.

PS.: Natürlich dürftest du Atheisten als "Wahnsinnige" bezeichnen, ich hätte da nichts gegen. Du solltest das dann nur begründen.

Gysi

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Bruder Spaghettus ( gelöscht )
Beiträge:

01.10.2007 19:19
#15 RE: Kurz und lapidar... antworten

In Antwort auf:
Sieh an, das muss dann an den viel zitierten "unterschiedlichen lesarten liegen.
Für mich ist das wirklich die Religion im Fadenkreuz, nicht die Religiösen. Ich verstehe aber auch, dass du das anders siehst, kann man sicher tun.

In Antwort auf:
Ich hoffe, du meinst die Mittel des Dialogs,...
Erst wollte ich "selbstverständlich" antworten.
Hab mir aber überlegt, was du wohl dazu zählst. Wenn alles vermieden werden soll, was jemand in seiner Diskussionsbereitschaft beeinträchtigen könnte, sage ich mal nein. Religiöse und weltanschauliche Gefühle sind für mich nicht mehr oder weniger schützenswert als andere auch. Wenn sich jemand z.B. durch Satire verletzt fühlt, wäre das für mich kein Grund, die sein zu lassen.

89 ( Gast )
Beiträge:

01.10.2007 19:36
#16 RE: Kurz und lapidar... antworten

In Antwort auf:
Das Zitat ist provakativ, überzogen und soll nur der Diskussion dienen.
Aber welcher und wie soll es dienen wenn es überzogen ist?
Ich bin nun nicht gerade ein zarter Verteidiger der Religion, welcher auch immer. Meiner festen Überzeugung nach ist die eigentliche Ursache der Entstehung der Religionen die simple Angst des Menschen vor dem Tod und die damit zusammenhängende Erkenntnis der Endlichkeit des Seins.

Nun könnte man aus diesem Denkfehler auf Wahnsinn schließen, das wäre aber zu einfach.

Die Aussagen von Pirsig, Landman etc. sind polemisch,( wogegen ich nichts habe, ich bin es selbst oft), aber was mich abstößt, ist die absolute Pauschalisierung und die fehlende Differenzierung.
Atheisten (vermeindlich im Besitz der vollen Erkenntnis), sollten vielleicht nicht nur vom hohen Ross der gepachteten Wahrheit urteilen, und das wird hier mit der Idensität eines Fallbeiles getan.

Vor allen sind Gläubige angesprochen, nicht nur die Sache an sich.
Es geht um Snooker, Banda, mum1 usw., usw..

Die Zitate sind in meinen Augen 'atheistische Rummelplatzparolen', an denen ich mich vor wenigen Jahren auch noch geweitet hätte, nur, ich denke, das Leben ist nicht so simple, und die Religionen sind es auch nicht, leider Gottes.

SnookerRI Offline

Soul-Societist


Beiträge: 5.475

01.10.2007 19:44
#17 RE: Kurz und lapidar... antworten

Zitat von Gysi
Das Kind lernt schnell, dass es Sinn macht, den Erwachsenen zu gehorchen, um keinen Ärger zu bekommen. So schluckt es alles, ohne Sinn und Verstand - aber es hat eben doch seinen Sinn => den des Überlebens! Und was das Kind schluckt, das sitzt oft ein Leben lang.
Ich verstehe deine Sorge um eine frühkindliche, ewigwährende Kettung an irgendwelche Glaubendogmen. Mal angesehen davon, dass man ebensogut von atheistischer Indoktrination sprechen kann (s. Erziehungsmuster in der ehem. DDR), bedeutet die Erziehung des kindes aber noch lange nicht, dass es die ihm nahe gelegten Grundsätze niemals hinterfragen könnte. Und tatsächlich passiert das ja gerade in der Pubertät, bzw. der Schlussphase dieser. Da machen schon mal "Kinder" schlussendlich ganz das gegenteil von dem, was dem Beispiel der Eltern entsprach. Mag sein, dass es auch Fälle gibt, wo diese Kritik der Kinder unterdrückt wird. Das ist dann aber im Einzelfall zu überprüfen und kann nicht pauschal nur auf Gläubige angewendet werden.

Koryphäen wie Dawkins oder Freud haben die Auswirkungen ganz bestimmter religiöser Muster gesehen, und daraus ihre persönlichen Schlüsse gezogen. Dass sie zuweilen pauschalisieren, mag in der Natur der sache liegen. Wichtig ist, dass man, wenn man sich schon aktiv mit dem thema befasst, die Folgen religiöser Erziehung im einzelnen Fall betrachtet. Dass nämlich religiöse Erziehung zu einem Schuss in den Ofen werden kannwird ja gar nicht bestritten. Dass das aber immer der fall sein muss, kann auch nicht stimmen. Wenn doch, sollte man sich mit den Vorschlägen von "OPA" befassen. Nein, so einfach ist es denn leider doch nicht.



In Antwort auf:
Wenn alles vermieden werden soll, was jemand in seiner Diskussionsbereitschaft beeinträchtigen könnte, sage ich mal nein.
Die Holzhammer methode mag zwar mächtig sein, führt aber eben oft nicht zum Ziel des Atheismus, nämlichen Religiösen ihren Glauben auszutreiben. Hernach fürhrst du das beispile der Satire an. Welche neue Erkenntnis erhielten wir aus der Sache mit den Islam-Karrikaturen, als diese, dass Fundamentalismus gesellscahftsschädigend ist? Haben sich die Adressaten durch idese Aktion in Hinblick auf eine Zuwendung zum Atheismus irgendwie beeindrucken lassen?

Ich persönlich habe nichts gegen Satire, im Gegenteil. Dennoch sollte man ergebnisorientiert diskutieren. Und am Ende soll immer ein friedliches Miteinander stehen, nicht der Krieg - ob in Wort oder Tat. Das bedeutet keinesfalls, sich alles gefallen lassen zu müssen, aus Angst vor den verletzen religiösen Gefühlen. Dennoch gibt es nicht nur einen Weg zum Erfolg.


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Gysi Offline

Atheist


Beiträge: 16.129

01.10.2007 19:48
#18  Kurz und lapidar... antworten

In Antwort auf:
Die Aussagen von Pirsig, Landman etc. sind polemisch,( wogegen ich nichts habe, ich bin es selbst oft), aber was mich abstößt, ist die absolute Pauschalisierung und die fehlende Differenzierung.
Es ist ein Satz der überzeugenden logischen Ableitung. Für die Differenzierung haben wir zu sorgen. Richtige Gedankenstränge zu verbieten, wäre der falsche Weg. Oder? Ich diffamiere Snooker, Banda und Mum nicht! Hier geht es um offene Diskussion über die Religion! Die die einen als das Heil der Menschen und die andere als ihr Gift bezeichnen! Da muss man sich schon mal was gefallen lassen. Die Atheisten mussten sich hier auch oft gefallen lassen, als unspritistische, seelenlose Roboter eingestuft zu werden. Regt uns das auf? Mich jedenfalls nicht.

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89 ( Gast )
Beiträge:

01.10.2007 20:11
#19 RE: Kurz und lapidar... antworten

In Antwort auf:
Die Atheisten mussten sich hier auch oft gefallen lassen, als unspritistische, seelenlose Roboter eingestuft zu werden. Regt uns das auf? Mich jedenfalls nicht.
Mich auch nicht und die meisten Gläubigen urteilen auch nicht so, wenn sie ihren Intellekt nicht an der Kanzel abgegeben haben.

Die richtigen Gedankenstränge verbieten will auch niemand, nur könnte man dann die tollsten Verhaltensmuster als Denkanregung verwenden, und sagen: 'hört sich erst mal Scheiße und diskriminierend an, aber lasst uns mal darüber reden....' oder so ähnlich. Und dann ist immer noch die Frage, wer urteilt über falsch und richtig..

Gysi Offline

Atheist


Beiträge: 16.129

01.10.2007 20:29
#20 Kurz und lapidar... antworten
In Antwort auf:
und sagen: 'hört sich erst mal Scheiße und diskriminierend an, aber lasst uns mal darüber reden....'
Also, Freud bezeichnete Religion als "kollektive Neurose". Damit ist der Gottgläubige nicht als wahnsinnig diffamiert, denn der Neurotiker ist nicht wahnsinnig. Vor meinen Augen ist ein Gottgläubiger auch nicht neurotisch. Für mich ist aber auch der ehemalige Nazi oder der ehemalige Stalinist kein Mensch, der für alle Zeiten aus der Gemeischaft der Zivilisierten ausgeschlossen zu sein hat. Ich halte es mit Bruder Spaghettus, dass wir hier keine MENSCHEN angreifen, wenn wir ihre Religion in Bausch und Bogen verdammen! Ich fühle für Snooker, Mum und etliche andere großen Respekt und große Sympathie! Soweit man sich elektronisch kennen kann. Aber das geht mehr, als man gemeinhin glaubt, denke ich.

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89 ( Gast )
Beiträge:

01.10.2007 20:59
#21 RE: Kurz und lapidar... antworten
In Antwort auf:
Für mich ist aber auch der ehemalige Nazi oder der ehemalige Stalinist kein Mensch
Wobei noch zu hinterfragen wäre, warum er zum 'Nichtmenschen' geworden ist, aber das ist ein anderes Thema.

Wie erwähnt, liegt es mir fern, die Religionen oder Gläubigen zu verteitigen, das können die selbst am besten.
Mich hat nur das zitieren eines 'Pauschalurteils' zum Zweck einer Diskussion befremdet.

Aber Leute, die sich angesprochen fühlen, werden schon damit umzugehen wissen.
89 ( Gast )
Beiträge:

01.10.2007 21:25
#22 RE: Kurz und lapidar... antworten

In Antwort auf:
Die Holzhammer methode mag zwar mächtig sein, führt aber eben oft nicht zum Ziel des Atheismus, nämlichen Religiösen ihren Glauben auszutreiben.
Mit dieser Methode kann man wahrscheinlich überhaupt nichts austreiben, weder den Glauben, noch den Unglauben noch sonstige Überzeugungen.
In Antwort auf:
Mal angesehen davon, dass man ebensogut von atheistischer Indoktrination sprechen kann (s. Erziehungsmuster in der ehem. DDR), bedeutet die Erziehung des kindes aber noch lange nicht, dass es die ihm nahe gelegten Grundsätze niemals hinterfragen könnte.

Hmm...ich will jetzt nicht für B.S. sprechen, aber du siehst an unseren Beispielen....deine These ist richtig. Hinterfragt hat jeder und immer auf seine eigene Art und Weise wahrscheinlich.

Gysi Offline

Atheist


Beiträge: 16.129

02.10.2007 07:50
#23 Kurz und lapidar... antworten
In Antwort auf:
Wobei noch zu hinterfragen wäre, warum er zum 'Nichtmenschen' geworden ist,
Argumente, die Hitlers, Stalins oder Maos Werdegang erklären, muss man auch vorsichtig anbringen, um nicht durch den Rost der political correctness zu rasseln... Könnte ja sein, dass man diese Herren entschuldigen will... Jahrhundertverbrecher bleibt Jahrhundertverbrecher, das will man sich doch nicht nehmen lassen! Aber auch die psychologisch erklärenden Argumente dürfen - im rechtigen Threadkontext - nicht unterschlagen werden. Hier geht es um Religionsverhaftung. Und die Gruppendynamik der seelischen Religionsbesetzung muss auch offen diskutiert werden können. Und eines stimmt doch: Wenn nur ein Einzelner bestimmte religiöse Rituale lebte, würde ihn der Rest der Menschengruppe doch mit für ihn unfreundlichen Gedanken anschauen. Wenn es jedoch viele tun, dann muss das - vor den Gefühlen der Masse - doch wohl schon o.k. sein. Das aber ist ein Mechanismus des Herdentriebes und hat mit wahrer Gotteserkenntnis nichts zu tun! Ich empfehle allen Mitdiskutanten ein dickeres Fell. Empfindlichkeit zeugt nicht unbedingt von Glaubenssicherheit. Das gilt auch für die Atheisten. Gegen Verletztung schützt das innere Richtigsein und das überzeugende Gegenargument. Es täte der Diskussion nicht gut, wenn wir uns ständig bremsen müssten, weil sein Verlauf durch die ständige Befürchtung, man könnte den anderen ja verletzen, beherrscht wäre. Wer sich vertraut in der Form, des Respektes der Partner sicher sein zu können, sollte sich die Offenheit erlauben können.

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Bruder Spaghettus ( gelöscht )
Beiträge:

02.10.2007 08:44
#24 RE: Kurz und lapidar... antworten

In Antwort auf:
Die Holzhammer methode mag zwar mächtig sein, führt aber eben oft nicht zum Ziel des Atheismus, nämlichen Religiösen ihren Glauben auszutreiben.

Du gehst davon aus, dass es um Stärkung des Atheimus geht. Geht es mir eigentlich nicht. Eher um Schwächung des religiösen Einflusses in der Gesellschaft. Auch wenn das am Ende sicher auf das Selbe rausläuft ist das für mich ein anderer Ansatz. Warum ich dann doch hier auch direkt religiöse Fragen diskutiere und nicht nur ihre Auswirkungen, hab ich schon geschildert.
In Antwort auf:
Welche neue Erkenntnis erhielten wir aus der Sache mit den Islam-Karrikaturen, als diese, dass Fundamentalismus gesellscahftsschädigend ist? Haben sich die Adressaten durch idese Aktion in Hinblick auf eine Zuwendung zum Atheismus irgendwie beeindrucken lassen?
Nein, das nicht. Aber die Gesellschaft ist dadurch auf ein Problem aufmerksam geworden, das es bis dahin lange verdrängt hat. Ich stehe voll und ganz hinter der Karikaturenaktion.

In Antwort auf:
Mal angesehen davon, dass man ebensogut von atheistischer Indoktrination sprechen kann

Atheistische Indoktrination wäre für mich, wenn man Kindern einbleut, dass es keinen Gott gibt. Das war, zumindest in meiner Kindheit nicht so. Gott war einfach kein Thema in Kindergarten und Schule, jedenfalls nicht in der Kindheit. Das Erziehungsmuster war nicht atheistisch, sondern stalinistisch bzw. "realsozialistisch".

In Antwort auf:
Mich hat nur das zitieren eines 'Pauschalurteils' zum Zweck einer Diskussion befremdet.

Na, das Ziel ist doch aber voll und ganz erreicht! Ist doch ein gängiges Mittel durch provokante Aussagen Reaktionen hervorzurufen. Ich bin eher enttäuscht, wenn nun wegen dieser Sache Gysis Motivation in Frage gestellt wird. So lange wie wir hier schon zusammen sind, sollte das nicht passieren.

SnookerRI Offline

Soul-Societist


Beiträge: 5.475

02.10.2007 09:36
#25 RE: Kurz und lapidar... antworten

In Antwort auf:
Geht es mir eigentlich nicht. Eher um Schwächung des religiösen Einflusses in der Gesellschaft. Auch wenn das am Ende sicher auf das Selbe rausläuft ist das für mich ein anderer Ansatz. Warum ich dann doch hier auch direkt religiöse Fragen diskutiere und nicht nur ihre Auswirkungen, hab ich schon geschildert.[/quote Wir haben uns ja schon des öfteren über unsere Motivation bezüglich dieses Konzeptes unterhalten. Athesimus hat sicher viele Gesichter, von denen auch hier die meisten zu sehen sind. Ob die Formulierung, die ich hinsichtlich der atheistischen Zielsetzung gewählt habe, grundsätzlich richtig ist, wäre auch noch zu klären. Für mich stellt es sich jedenfalls so dar.

[quote]Eher um Schwächung des religiösen Einflusses in der Gesellschaft
Vielleicht sollte es uns viel weniger darum gehen, die jeweilige andere Seite schwächen zu wollen, bzw. ihren Einfluss zu mindern. Du hast ja selbst schon bemerkt, dass dies ein sehr langwieriges, beschwerliches Vorhaben ist. Letztendlich kann man noch so geschickt und logisch argumentieren, - das gilt für beide Seiten - wenn aber das herz nicht erreicht wird, wird das Ergebnis mager ausfallen. Man kann dann entweder die Schuld dafür dem anderen zuschieben, und ihm Diskussionsunwilligkeit vorwerfen, oder die allgemeine Taktik ändern, das Problem von einer ganz anderen Seite aus angehen. Das RF existiert gerade mal 2 Jahre, und doch halte ich es bei der Menge an Foren, die zu diesen theman beinahe wie Pilze aus dem Boden schießen momentan für den besten Ansatz, und seine Belegschaft für eine der fähigsten, die ich kennengelernt habe. Dennoch erwarte ich hier keine Wunder. Dialog ist mühselig und fängt unbedingt mit gegenseitigem Verständnis an. Wir sind noch in dieser Verständnisfindung und wir sollten uns hüten, den dritten vor dem zweiten Schritt zu tun.

In Antwort auf:
Aber die Gesellschaft ist dadurch auf ein Problem aufmerksam geworden, das es bis dahin lange verdrängt hat. Ich stehe voll und ganz hinter der Karikaturenaktion.

Welche tatsächlich neuen Schlüsse hat denn die Gesellschaft deiner Meinung nach aus dieser Aktion gezogen? Dass es islamistischen, christlichen, atheistischen Fundamentalismus gibt, war ja schon vorher bekannt. Auch was die verdrängung betrifft: Es ist nicht so, dass jetzt weniger verdrängt würde; die Art und Weise hat sich geändert. Und manche streben nun sogar den Weg der fundamentlistischen Antwort an, nach dem Motto: "Was die können..." hab ich real und auch in anderen Foren schon so gelesen und gehört.

Da schlackern mir dann die Ohren und dann weiß ich nicht, ob es solche Aktionen tatsächlich braucht, und inwieweit sei konstruktive Ansätze bieten.

In Antwort auf:
wenn man Kindern einbleut, dass es keinen Gott gibt.[...]Gott war einfach kein Thema in Kindergarten und Schule, jedenfalls nicht in der Kindheit.[...]


Auch das führt letztendlich aufs gleiche hinaus. Worüber Kinder nichts erleben, existiert für sie zunächst mal nicht. Wenn man von Anfang an die Möglichkeit eines Gottes ausschließt(ist ja kein thema) muss man den Kindern gar nicht sagen, dass es keinen Gott gibt. Indoktrination ist das dann aber trotzdem, oder nicht?

In Antwort auf:
Ich bin eher enttäuscht, wenn nun wegen dieser Sache Gysis Motivation in Frage gestellt wird. So lange wie wir hier schon zusammen sind, sollte das nicht passieren.
Zweifeln soll man ja immer. Lerne ich ja jeden Tag von den Atheisten hier. Insofern darf ich dann natürlich gysis Motivation infrage stellen. (Tut er ja auch in meinem Falle). Vor allem, weil ich von ihm bisher ganz andere Ansätze gewohnt war, weswegen ich auch zunächst nicht auf die Zitate einging, sondern direkt nach seiner Intention fragte. Ich war schon sehr überrascht, das muss ich zugeben. Ich halte Gysi auch nicht für stoisch unbeweglich, als dass er seine meinung zu bestimmten Themen nicht auch noch verfeinern oder ganz abändern könnte. Schließlich ist er ja als Atheist ein freier Mensch.

In Antwort auf:
Ist doch ein gängiges Mittel durch provokante Aussagen Reaktionen hervorzurufen.
Wenn man ausser den Reaktionen nichts anderes erreichen will, reicht ein provokantes Pauschalurteil mit Sicherheit voll und ganz aus


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