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Religionsforum
Atheismus vs. Religionen  

Der substanzielle  Dialog
 
"Je suis Charlie!"
Für Säkularismus und Religionskritik!


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Dieses Thema hat 10 Antworten
und wurde 916 mal aufgerufen
 Atheismus/Agnostizismus
roneunzig Offline

Mitglied

Beiträge: 6

27.11.2005 18:15
was ist meine religion? antworten
hallo allerseits,

wer kann mir meine religion sagen?

[PS:
die ausdrucksweise von mir ist tw. ziemlich derb, was tod und leiden, schicksal und dergleichen angeht. Ich bin mir bewußt, daß damit üble ereignisse abgerufen / in erinnerung gebracht werden können - es geht mir dabei aber darum meine Überzeugung ohne Hehl darzustellen. Mit Ihnen oder Ihrer Geschichte hat das rein gar nichts zu tun.]

apopos atheismus ..
als "atheist" bezeichne ich mich eigentlich meistens, wenn's um religion geht, .. aber
irgendwie stimmt das immer nich':

ich bin - oder halte mich - eigentlich für mehr oder weniger "religiös", auch wenn ich nicht
an den überlieferten christengott glaube, oder an überhaupt einen "gott", .. es sei denn an
die allumfassende "natur":

ich hatte christlichen reli-unterricht in der schule, eher atheistischen Elterneinfluß bzw.
volkstümlich-religiös mit Zit.: "Jesulein", "Herrgöttchen" und derlei, was immer nich' sich
ganz ernstgemeint anhörte, eher, wie man sprichwörter im passenden moment verwendet; und war - außer zu sightseeing-zwecken nur ca. dreimal in der kirche, als kind; und weiß nicht, ob ich überhaupt getauft bin, was ich irgenwie klasse find', das nichmal zu wissen ..

vor diesem hintergrund glaube ich:

o .., daß, wenn man in der bibel "Gott" durch "Natur" ersetzt, die bibel noch mehr
weisheit über mensch + welt enthält.
o .., "Natur" (und damit meine ich nicht die "Natur", wenn man "ins Grüne" fährt oder
die "Natur", die "nicht Technik" oder "nicht künstlich" ist, sondern die "Natur von Allem",
also "Alles ist Natur", ausnahmslos alles)
"Natur", also, glaube ich, ist "barmherzig", indem man zB ohnmächtig wird, bevor ein
Schmerz - sagen wir .. 'unmenschlich' wird. Oder auch zB indem schlimme Situationen einem als
Betroffenem oft nicht ganz so schlimm bzw anders vorkommen, als wenn man sie als Beobachter
mitkriegt (sei es das elend anderer menschen, oder beim kochen in den finger geschnitten)
o "Natur" - i.o.beschriebenen Sinne - ist "allwissend" und "allgegenwärtig" (also im
christensinne durchaus "göttlich") - so fühle ich mich auch christlichen werten "was du nich'
willst .. - was aber auch einfach nur soziale notwendigkeit sein kann - usw. oder auch den
zehn geboten verbunden oder geistesverwandt.
o Evolution hat uns zu dem gemacht, was wir als menschen, als organismen sind,
einschließlich unseres sozialen Verhaltens und wohl auch unserer religiösen "überzeugungen"
bzw wertmaßstäben bzw letzter zuflucht in not, einsamkeit, grenzsituationen, ohnmacht (i.ütr.S.)
o Wenn es "Gott" gibt, dann nur in uns, in jedem von uns, nicht irgendwo da draußen ..
da wir aber produkt der Werdung durch Evolution sind, ist "Gott" hier wieder "Natur".
Wir sind "Natur" (ob wir deshalb "Gott" sind oder nicht, oder wenn, dann alle oder was auch
immer, .. darum geht es nicht, denn - wie gesagt - nach meinem dafürhalten sind wir eben nicht
"Gott", sondern wir sind "Natur", oder wir sind alle "Natur", oder jeder einzelne, oderoder ..
das klingt dann schon ganz anders, nicht anmaßend, blasphemisch, größenwahnsinnig, sondern ..
natürlich und einleuchtend)
o der tod ist - glaube ich - "Erlösung" (von den Wirren des Lebens, irgendwelchem
Leiden, oder nüchtern der "Anstrengung - die auch schön ist / sein kann - zu leben")
Außerdem glaube ich, daß der Tod ein Leben für sich ist .. in den paar sekunden unseres organischen
todes spielen sich bestimmt sachen ab .. daß die "Zeit" aufhört zu "sein", also ein hauch von
"Ewigkeit" uns 'hochleben' läßt (vorausgesetzt, man hat sich seine fünf Sinne nich' völlig
zugekifft, geraucht, gesoffen, gefixt usw.; bzw das Gehirn wird nich gewaltsam von einem meteoriten,
26-tonner, Intercity o.ä. instantan zerschmettert)
[Warnung! - damit hier kein Mißverständnis aufkommt, .. erstrebenswert ist der Tod im Normalfall
(auch im Unnormalfall) nicht. Er ist Folge des Lebens, unter Umständen sein vielleicht krönender Abschluß,
auf natürliche Weise .. erzwingen kann man da nichts - also: schön tapfer bleiben!!]
diesen ganzen kram mit "licht am tunnelende", "engelerscheinungen", "halben Indianern" usw. halte
ich für ein biochemisches Leeren der Festplatte.
An Wiedergeburt (s.u.) glaub' ich nicht.

was ich eher nicht glaube:

x der buddhismus sagt mir auf anhieb sehr zu, .. freiheit des glaubens, karma, nirwana,
yin und yang, chaos und ständiges Werden, shiva, krishna, dieses rad der acht wahrheiten, weiß ich, was alles .. aber letztlich
find' ich mich hier nicht wieder. Warum genau kann ich nicht genau sagen, .. vielleicht ist er
mir zu nebulös "alles ist alles und alles ist leiden" (von dem nur der brahma im nirwana erlöst
wird ..) oder "alles ist nichts" oder "alles is' eh egal" oder so ähnlich .. also .. als lebenseinstellung
hat er viel für sich (bzw stimme ich mit überein), aber ist das eine 'konkrete' "religion"?
x im hinduismus ist mir zuviel Leiden. Von Kasten will ich mal gar nix wissen.
x ich glaube nicht an die "Auferstehung" .. nach dem Tod sind wir organisches material:
ich glaube: im tod geben wir der Landschaft ihren "Staub" (+ christl.: "Asche" - wieder die
verwandtschaft ..) zurück bzw ihren Stoff, ihre Moleküle, ihre "Erde" zurück, ganz, wie kompostierendes Laub (wobei der Baum weiterlebt - bei uns 'lebt'. die 'Menschheit' weiter)

soweit meine religion, die vielleicht auch philosophisch ist bzw eine mischung ..
alle meine Äußerungen - hier oben - zu bestehenden religionen sind nicht extrinsisch angenommen
oder von mir abgelehnt, sondern an meiner - mir innewohnendenden - intrinsischen Vorstellung
(Religion?, die ich gerne gewußt hätte bzw eine bezeichnung dafür) zur erläuterung verglichen. [also: <<nochmal lesen!>> , wer das bis hierhin falsch aufgenommen hat, an den Wörtern geklebt hat, statt zu versuchen, meine aussage zwischen den zeilen zu begreifen ;-) ]

nun gibt es "Naturreligion", "Naturphilosophie", "Pantheismus", .. ein "Deist" bin ich
jedenfalls mit Sicherheit nicht! .. "Naturreligion" und "Naturphilosophie" treffen ersten nich'
ganz meinen Begriff von "Natur", .. zweitens haben sie etwas okkult-mystisch-heidnisch-anrüchiges
.. und für einen Heiden ahlte ich mich auch nicht, für einen mystiker schon gar nicht, dazu bin
ich denn doch viel zu sehr realist.
vielleicht bin ich "Pantheist", .. "Gott ist in allem" (in Allem), "Alles ist Natur", .. das passt
schon irgendwie, .. aber das ist nur ein Aspekt von Natur, daß - natürlich - bei meinem Natur-Verständnis -
alles "Natur" ist, nicht der Inhalt meiner Überzeugung .. nicht das Wesentliche.
Auch find' ich Religion nicht soooooo wichtig.... der Mensch ist auch ein Gewohnheitstier und von
Fall zu Fall an die Situationen gebunden (wie sehr?) in denen er sich befindet. Wir tragen
das Erbe der Neanderthaler in uns, da kommt "Religion" oder Glaubensbekenntnisse nich' immer gegen an!

dann, .. religion hat für mich noch einen üblen beigeschmack von "Trost" in der not, einsamkeit, ohnmacht
usw. also ein "Nestchen" in das man sich verkriechen kann! Ein Abgeben der Verantwortung, ein "Gott is'
schuld!" oder ein "Schicksal!" Schön, wenn man wirklich bös vom Schicksal gebeutelt is', daß irgendein
"Glauben" einem Halt bieten kann (oftmals ein gerade noch rechtzeitig gefundener "Glaube", der einen
vor dem Wahnsinn der Realität rettet, eine Bekehrung in letzter Minute) - vielleicht geht es
mir auch einmal so - aber ich habe (fast) keine Angst vor Schicksal, Leiden und Tod (weil ich, -
wie gesagt an die "Barmherzigkeit der "Natur" glaube) .. naja theoretisch nicht ..
.. und, wer fragt: <<warum tut gott uns dieses / soviel Leiden an?>>, der hat "Gott" nicht richtig verstanden: "NATUR" ist eben nicht nur "barmherzig", sondern auch "gewaltig" (!!) (und hat nicht des Menschen Wohl 'im Sinne', sondern ist so, wie "Natur" eben ist - .. das verstanden zu haben ist schon eine kleine "Erlösung").

also:
ich bin kein "buddhist"
kein "deist"
schon gar kein "hindu"
"christ" nur verwandt in werdegang, moralvorstellung, nicht im "Gottes-Bild" (das das
christentum durchaus hat, auch wenn es nich' darf .. )
vielleicht "Pantheist"
aber auch kein "atheist"

oder bin ich was, was es noch nich' gibt? .. ein "christlich geprägter Natur-religiöser"? .. ein "Evolutions-Christ"? .. ein "evolutionärer Pantheist"? .. :)
.. oder doch 'nur' ein "christlich geprägter, pantheistischer Atheist"? .. :[

gibt es hier theologen? pfarrer? studierte? kompetente amateure :)? .. die mein kleines 'Problem' verstehen?

grüß

roneunzig

PPs:
bitte nur kompetente antworten
oder 'ernstgemeinter' Erfahrungsaustausch - will sagen - KEIN smalltalk hier, bitte!
Meine klare Frage will eine möglichst klare Antwort, kein "ja, hallo, hier sowieso, usw." (bis keiner mehr weiß, worum ursprünglich der thread ging)
Es geht hier um eine Bezeichnung für meine Konfession, nich' um Gottund die Welt ..
DANKE!

Bauchtanzkaiser Offline

Mitglied

Beiträge: 206

28.11.2005 03:41
#2 RE: was ist meine religion? antworten

Zunächst einmal kann ich gar nicht nachvollziehen, warum du so dringend einen Begriff für deine Weltanschauung brauchst. Interessieren würde es mich aber. Da du aber nicht nach deinen Motiven, sondern nach einer Bezeichnung gefragt hast, möchte ich das nur nebenbei erwähnen. Wenn es dir nicht allzu sehr in den "Small-Talk" abrutscht, dann wäre ich dir für eine kurze Antwort sehr verbunden.
Weiters möchte ich darauf hinweisen, dass Definitionen reine Willkür sind. Wenn du dich in keiner Bezeichnung wiederfindest, steht es dir frei, dir ein eigenes Wort auszudenken. Einen praktischen Nutzen hätte das aber nicht, da du dann jedem Hanswurst, der dich fragt, wieder erklären müsstest, was der Begriff eigentlich bedeutet. Ausdrücken will ich damit nur, dass ich das Finden eines passenden, bereits bestehenden Begriffs für nicht allzu wichtig erachte. Aber du siehst das wohl anders, sonst fragtest du ja nicht, also flugs zum Thema:

Ich denke, dass du mit einem einzigen Begriff nicht alle Aspekte deiner Weltsicht erfassen können wirst. Du solltest nach einem Ausdruck suchen, der mit möglichst wenigen Wörtern möglichst viele dieser Aspekte beschreibt.
Meines Erachtens kann man dich zum Einen schon einmal (so banal es klingen mag) als Naturalisten bezeichnen, denn es sieht so aus, als ob du mit Metaphysik und Übernatürlichem nicht besonders viel am Hut hättest. Das geht aus deinem Naturbegriff allerdings nicht hundertprozentig hervor, denn "Natur ist alles" kann sowohl "mein Naturbegriff beinhaltet auch das 'Übernatürliche'" als auch "das 'Übernatürliche' gibt es nicht, denn alles ist natürlichen Ursprungs" bedeuten (hier gehe ich von der herkömmlichen Begriffsunterscheidung von natürlich und übernatürlich aus, sonst wären ja beide Aussagen äquivalent). Für mich sehen deine Aussagen deutlich eher nach letzterem Standpunkt aus, aber ganz sicher sein kann ich mir nicht. Hier bitte ich um Aufklärung.
Zum Anderen finde ich, dass der Begriff "Pantheist", wie du schon richtig sagst, ebenfalls einen großen Teil deiner Weltsicht enthält. Auch wenn du "Natur" nicht personifizierst, so zeigen deine Aussagen doch eine große Wertschätzung für das Dasein und Sosein (bitte nicht existenzialistisch verstehen) der Welt. Man könnte sagen, du "verehrst" oder "verherrlichst" die Natur, allerdings eher wie ein staunendes Kind (nicht negativ zu verstehen) als wie ein demütiger Priester. Pantheismus beinhaltet auch das, sonst wäre es in der Tat, wie Schopenhauer einst kritisierte, lediglich eine verschleiernde Worthülse für den Atheismus/Aspiritismus.
Schließlich würde ich dich auch als einen Humanisten bezeichnen, da du viele der "christlichen" Werte anerkennst. Damit meinst du, wenn ich dich richtig verstehe, speziell die Werte, die sich um zwischenmenschliches und soziales Verhalten drehen, und auch wenn du sie speziell aus dem Christentum beziehst, so sind doch gerade diese Werte keineswegs ein christliches Monopol, sondern ergeben sich aus sozialen und letztlich weltlichen Gründen, weshalb man sie in vielen Religionen und Kulturen vorfinden kann. Da sie im Wesentlichen menschliches Zusammenleben zum möglichst großen Vorteil Aller regeln, bezeichnet man solche Werte ungeachtet ihrer Herkunft als humanistische Werte.
Fassen wir also zusammen: die Beschaffenheit und Grenzen der Realität siehst du am ehesten als Naturalist, die Bewertung dieser Realität vollziehst du als Pantheist und dein moralisches Verhalten innerhalb der Realität entspricht dem eines Humanisten. Urteile ich nach der Gewichtung dieser Aspekte in deinem Eingangsbeitrag, so halte ich die Bezeichnung "naturalistisch-humanistischer Pantheist" für sinnvoll. Du kannst die Begriffe aber auch umordnen, wenn es dich glücklich macht .

Robin87 Offline



Beiträge: 1.848

28.11.2005 18:22
#3 RE: was ist meine religion? antworten
Und was ist mit Geist, Seeligkeit? Kann das deine sogenannte "Natur" auch bieten? Der wahre Gott, der in der Bibel erwähnt wird ist mein und der wahre Gott, andere Götzen sind nur blödsinn, an dir kann man sehen wie die Ostasiatischen Religionen und der Islam entstanden ist, nämlich durch: "Ich denke, also muss es so sein".



"Gott ist raffiniert, aber nicht bösartig." (Albert Einstein)

roneunzig Offline

Mitglied

Beiträge: 6

28.11.2005 21:02
#4 RE: was ist meine religion? antworten
@Bauchtanzkaiser:
warum 'dringend' ein Begriff?
Es geht mir nicht in erster Linie um das richtige Wort / Bezeichnung / Ausdruck / Begriff, sondern überhaupt mal erst darum, ob jemand meine Religion kennt, wiedererkennt, ob es für meine Weltsicht bereits eine philosophische bzw religiöse Richtungsbezeichnung gibt, ob es jemand zuordnen kann .. wenn nicht in bestehende Richtung oder Strömung, dann vielleicht synthesiv oder näherungsweise.
Aus dem ganz naiven Grund, aus dem vielleicht jemand der zB. Buddhist, oder Wohnungsturner, oder einMenschenfreund oder zum Fotografen berufen ist, aber es nicht weiß, plötzlich erfährt, daß es für seine Einstellung oder Betätigung sogar einen Namen gibt, eine Gemeinschaft, die man treffen kann oder Wettbewerbe zB. - Ich versteh' nicht, wie man nciht verstehen kann, daß jemand sich wundert, ob es für seine Denkrichtung vielleicht bereits einen Namen gibt (oder eben eine Richtungsbezeichnung zB)
Außerdem hab' ich bereits einige Gründe genannt, zB., zu wissen, was ich alles nicht bin ("Atheist", "Buddhist", "Mystiker", usw.) legt doch die Frage nahe, was ich denn dann wohl wohl sein könnte. Dann, .. so 'dringend' isses auch wieder nich' .. einfach ganz normales Interesse.

"Naturalist" klingt schonmal sehr interessant, aber das bin ich glaub' ich auch nicht, .. denn erstens bin ich dafür zuwenig streng Realist, auch kein Materialist, und ich glaube durchaus, daß es Phänomene gibt, die Menschen sich (noch) nicht erklären können, ohne daß diese Phänomene deswegen 'übernatürlich' (für den Menschen - ja, aber nicht an sich und überhaupt) oder sonstwie okkult-mystisch oder göttlich/teuflisch sein müssen. Das heißt aber auch nicht, daß alles irgendwie (prinzipiell) erklärbar oder rational begründbar sein muß - das is' glaub' ich auch nich' so wichtig (sollen sich die Deterministen mit ihren Gegnern drum zanken, ob das Universum schwarz oder weiß, ja oder nein, gut oder schlecht, dialektisch, chaotisch oder geordnet, symmetrisch oder was auch immer ist - all derlei sind menschliche Kategorien - Natur ist sich selbst.). Anders gesagt: Wenn es für uns Menschen 'übernatürliche' Phänomene tatsächlich gibt, dann ist auch das letztlich auf die "Natur von Allem" zurückzuführen und sei es nur auf unsere menschliche beschränkte Wahrnehmung oder Denken, gewachsen im Laufe der Evolution an natürlichen Gegebenheiten.
Auch bin ich durchaus - sogar sehr - für Metaphysik (bzw dafür, sie zu betreiben), denn wo Wissenschaft nicht weiterkommt, stellt Metaphysik die 'letzten Fragen' nach Sein, Welt und des Menschen Stellung oder Situation darin usw.
"Naturalist" bin ich also auch nicht, obwohl sehr sehr vieles, wenn nicht alles, auf das Wirken von Evolution zurückzuführen doch schon ziemlich naturalistisch klingt .. ausschließen kann ich das also auch nicht (daß ich "naturalistisch" zumindest angahaucht bin)
Anderes Beispiel: Wenn jemand mir erzählt, er kann aus seinem Körper 'aufsteigen', während er liegt, kann ich ohne weiteres glauben, (obwohl das ja eher als 'übernatürliches' Phänomen einzuordnen wäre) .. nur, wie man ein solches Erlebnis deutet, ohne es entweder als okkult-mystisch zu verklären, aber auch nicht als 'Einbildung' oder 'psychologische Verwirrung', oder als 'Fehler auf der Festplatte' (sprich:"Dachschaden") schlicht abzuqualifizieren, .. wie man dies also richtig deutet ist dabei die Frage: Ich würde zunächst mal sagen, daß solche Berichte nicht 'gelogen' sind. Dann würde ich mich fragen, wie es zustande kommen kann, neurologisch zB. Letztlich würde ich mangels einer lückenlosen wissenschaftlichen Erklärung einfach feststellen, daß im Traum allerlei möglich ist und uns wirklich erscheint, was uns im Wachzustand mehr als befremden würde. Ich bin also auch kein richtiger "Realist" - nur soweit die Logik des Wirklichen und offensichtlichen es erzwingt .. eine Art Alltags-Realist, wenn es darum geht, sein Leben zu organisieren oder den Alltag zu meistern oder richtig zu verstehen. Ich halte mich also durchaus an Tatsachen, wobei reine Realität nich' des Pudels letztes Ei is'.

Ja, da erinnerst mich daran, warum ich ausgeschlossen hab', daß ich "Pantheist" bin. Denn Pantheisten personifizieren "Gott" als universelles 'Wesen' oder auch Planet Erde als "Gaia". Das liegt mir fern. obwohl es sonst ganz gut passen würde. Tatsächlich staune ich, daß alles, überhaupt etwas existiert. Nun bin ich nicht über jedes Hälmchen, daß unter meinen Schritten knickt entsetzt - denn da 'is' ja Gott drin' - oder jede Ameise, .. auch Mücken werden von mir nicht geschont und wenn ich müßte, würde ich auch selber töten und schlachten, um zu essen, bzw bereit sein, es zu lernen, bevor ich Vegetarier würde. Sondern da bin ich dann wieder Realist. Und ich bin eben nicht "Gott", der in allem und jedem ist, sondern eben selber auch nur "Natur", die alles ist.

Ja, .. der "Humanismus" ist mir schon öfter angenehm aufgefallen, da find' ich mich auch ganz gut drin wieder, .. nur aber nich' so streng, daß ich Walldorf-Schulen für das einzig Wahre halte - ganz im Gegenteil .. man kann's auch übertreiben mit dem guten Willen.

Toll! .. Das hast Du unterm Strich super analysiert .. Ich hätte jetzt mich als "naturalistisch angehauchten, nicht personifizierenden Pantheisten" oder besser ".. Pannaturisten" 'klassifiziert' :) .. das deckt sich fast völlig mit Deiner Analyse.

Du hast mich insgesamt aber in dem Verdacht bestärkt , daß meine Sicht der Dinge sich eher nicht auf einzwei Begriffe zusammenstauchen läßt (denn "Humanist" und "Alltags-Realist" sind ja auch noch 'mit drin'), und ich werde es aufgeben nach einem Schlagwort zu suchen oder einer Konfassionsgemeinschaft zugehörig zu sein zu vermuten (die ich nur nicht kenne) und weiterhin "konfessionslos" oder besser noch gar nix ausfüllen, wenn irgendwo nach "Religion: ?" gefragt is.
Imemrhin weiß ich jetzt wieder ein bißchen besser, 'was ich bin' :) Thx und grüße roneunzig

roneunzig Offline

Mitglied

Beiträge: 6

28.11.2005 21:14
#5 RE: was ist meine religion? antworten
@Robin87:
(hört sich an, als sei ich Dir irgendwie auf den Fuß getreten, wie Du das formulierst, mit "sogenannt" und "an dir kann man sehen", und "blödsinn" .. Hey! Hab' nur ' ne einfache Frage gestellt. Und, daß "was ich denke auch so sein muß" ist aus meinem Beitrag - find' ich nicht 'rauszuhören, .. eher, daß ich's selber nich' genau weiß und noch suchte - das hast Du hineingelesen. Keineswegs ist meine Sicht der Dinge für Dich verbindlich :] )
Geist, Seeligkeit sind in der Natur des Menschen. Und, daß die Natur von Allem, die Natur des Universums, Die Natur von allem, was ist "allgegenwärtig ist, das kannst Du ruhig zugestehen, oder nicht?

roneunzig

PS:
außerdem bist Du vom Thema abgekommen, und ich kann jetzt schon sehen, wie dieser thread zu einem Zank um die 'einzig richtige' Religion - die Du zweifellos hast - verkommt. Ich werde dann nicht mehr hier sein.

Bauchtanzkaiser Offline

Mitglied

Beiträge: 206

28.11.2005 22:50
#6 RE: was ist meine religion? antworten
Nun, es hat mich einfach mal interessiert, warum du dir überhaupt Gedanken um eine Bezeichnung machst, weil ich selbst immer wieder kopfschüttelnd beobachte, wie sich Leute um Definitionen streiten, ohne die Beliebigkeit ihrer Argumente zu erkennen. Aber, wie du sagst, es geht dir ja nicht um die Definition im Einzelnen, sondern um die Frage, ob deine Einstellung überhaupt schon einmal unter einer bestimmten Begriffsbezeichnung subsummiert worden ist, und das kann ich nun nachvollziehen, wenngleich ich persönlich kein besonderes Interesse für diese Frage aufbringen könnte .

Ich möchte noch auf einige weitere Punkte eingehen, die du erwähnt hast. Zum Beispiel mag es vielleicht sein, dass du die Existenz von Übernatürlichem oder vielleicht besser Übersinnlichem nicht positiv ausschließt, aber das tut ja auch längst nicht jeder, der sich selbst Naturalist nennt. Vielleicht könnte man den Begriff in deinem Fall stehen lassen, wenn man ein "skeptisch" davorsetzt. Du schreibst ja, dass du im Alltag durchaus von naturalistischen Prinzipien ausgehst, einfach weil du die schon hinreichend kennst. Und wenn du irgendwo ein Phänomen entdeckst, das du nicht sofort erklären kannst, dann suchst du ja auch erstmal in der (Natur-)Wissenschaft (z. B. Neurologie) nach einer möglichen Antwort. Und wenn du da keine findest, dann spekulierst du nicht weiter herum, sondern gibst dich damit zufrieden, dass es so ist, wie es ist. Das alles ist ja im Wesentlichen genau die skeptische wissenschaftliche Methode, die den modernen Naturalismus und die moderne Naturwissenschaft überhaupt begründet. Der einzige Unterschied ist, dass der Naturwissenschaftler sich nicht mit "Es ist so" zufriedengeben wird, sondern so lange an seiner Theorie feilen wird, bis sie die fragliche Beobachtung erklären kann (oder bis ihm ein Philosoph klar macht, dass es da eine prinzipielle Erklärungsunmöglichkeit gibt ). Ich denke also, dass du mit "skeptischer Naturalist" ganz gut fahren können wirst.
Zur Metaphysik möchte ich pedantischerweise sagen, dass es zwei unterschiedliche Kategorien metaphysischer Fragestellungen gibt. Manche Fragen wie "Was ist der Sinn des Lebens?" sind als Fragen an die Welt ungefähr so sinnvoll wie die Frage "Hast du Hunger?" an einen Tisch oder "Wo bist du?" an die Zahl pi. Solche Fragen, denen Unkenntnis über die Grenzen von Sprache und/oder Erkenntnis zu Grunde liegt, werdem kaum dort sinnvoll weiterführen, wo die Wissenschaft, wie du sagst, nicht weiter kommt. Und die andere Kategorie metaphysischer Fragen, die, über die man sinnvoll reden kann, fallen in das Gebiet der Philosophie und damit wiederum unter die Wissenschaft (Geisteswissenschaft ist entgegen mancher Behauptung auch Wissenschaft ). Du siehst: die Metaphysik führt nicht dort weiter, wo die Wissenschaft aufhört. Das war jetzt aber nur eine kleine Korinthenkackerei von mir, ich habe schon verstanden, was du mir sagen wolltest .
Den Begriff "Pannaturismus" finde ich übrigens großartig und wunderbar passend. Außerdem ist er schön präzise. Behalte den auf jeden Fall bei. Ich möchte nur noch einmal betonen, dass "Pantheismus" nicht zwingend eine Personifikation beschreibt und auch keine übertriebene Rücksicht auf jedes Lebewesen und jeden Stein impliziert. Das sind dann schon eher Animisten, die sowas vertreten.
Und was die Waldorfschulen angeht: die sind nicht vom Humanismus, sondern von der Anthroposophie geprägt, einer kruden pseudophilosophisch verschleierten Mischreligion aus Christentum, Buddhismus und New-Age-Mystizismus. Ich wäre auch ehrlich gesagt verwundert gewesen, wenn du dich für eine Institution wie die Waldorf-Schule hättest erwärmen können .
Schließlich möchte ich dir raten, dich nicht von Robins Intoleranz verschrecken zu lassen und seinen Hijack-Versuch des Threads hier gar nicht ernst zu nehmen. Er ist hier im Forum dafür bekannt, dass er sein biblizistisches Weltbild nicht einmal auf hypothetischer Basis verlassen kann und demzufolge Argumente nicht nur nicht versteht/verstehen will, sondern auch bei jeder Gelegenheit Missionierungsversuche startet. Es wäre schade, wenn du dich dadurch von weiteren Diskussionen in diesem Forum verjagen ließest, denn dein Standpunkt könnte manche einseitige Argumentation bereichern. Das klingt jetzt ein wenig a****kriecherisch, ist aber nicht so gemeint .

Robin87 Offline



Beiträge: 1.848

29.11.2005 00:07
#7 RE: was ist meine religion? antworten

Versuch mal den Gott der Bibel als Herrscher über die Natur zu sehen.




"Gott ist raffiniert, aber nicht bösartig." (Albert Einstein)

roneunzig Offline

Mitglied

Beiträge: 6

29.11.2005 13:50
#8 RE: was ist meine religion? antworten
@Robin87
ja, schon .. das dachte ich auch lange zeit .. aber "Gott als irgendwas sehen" findet erstmal in unserem Kopf statt, und der is' nunmal selber "Natur", d.h. - logisch betrachtet - hat die Natur, die uns gemacht hat irgendwie auch dafür gesorgt, daß es vielleicht vorteilhaft ist, eine Gottesvorstellung zu haben, und sei es 'nur', damit der Verstand (ebenfalls natürlich im Laufe der Evolution uns zuteil geworden) sich damit abfindet, daß der Mensch nicht alles verstehen kann.
Auch zeigen sich in den Mechanismen der Evolution Vorgänge / Prozesse / Beispiele dafür, wie die Natur scheinbar "Lösungen" findet, um fortzuschreiten in der Entwicklung zB. des Lebens, der Organismen (ich sage "scheinbar", denn ich würde der Natur da nich' unbedingt 'ne 'Absicht', einen 'Zweck' unterstellen - sie ist einfach so, daß sie wird, und, daß was 'technisch' möglich und machbar ist auch eintrifft oder geschieht, so wie die Keime in der Wüste zu einer Oase aufblühen, wenn Regen fällt). Solche Beispiele aus der Entwicklung des Lebens, die über Zwischenstufen (die aber zu dem Zeitpunkt ebenso fertig sind, wie das was daraus wird) .. über Zwischenstufen immer komplexere Organismen hervorbringt, .. solche Beispiele erwecken stark den Eindruck von 'Intelligenz', - irgendwie der Natur bzw der Evolution innewohnenden natürlichen Intelligenz. Also etwas, das man üblicherweise als besondere, außergewöhnliche Fähigkeit des Menschen allein bisher (bis vor der wissenschaftlichen Beschäftigung mit Evolution) betrachtete, das war plötzlich schon vor dem Menschen da - logisch eigentlich, daß, wenn wir zu Intelligenz fähig sind, daß diese "Intelligenz" schon in irgendeiner Form vorher da gewesen sein sollte.
So sehe ich es mit allem, was der Mensch sich 'ausdenkt', da gehören für mich auch Glaubensbekenntnis, Weltsicht, Gottesbild oder Gottesverständnis dazu ..
So gesehen , übrigens, ist Natur, die "Natur von allem", das "Wesen von Welt", außer "allmächtig" und "allgegenwärtig" auch noch "allwissend" ..
Ach, .. und noch .. ich kann durchaus einen Begriff, wie "Schöpfer" auch mal selber benutzen, denn dies alles zusammengenommen ist für mich durchaus eine Art "Schöpfung" - wie gesagt, der christlichen Vorstellung fühl' ich mich durchaus verwandt bzw bin von ihr mitgeprägt -, .. nur - ich betrachte es etwas nüchterner und sage eben lieber nicht "Schöpfung", sondern "Natur" oder "geworden durch Evolution" oder so. Da meine ich fast dasselbe, wie ein Christ. Nur - ich glaub' nich' an "Jungfrauen-Geburt", nich' an "Auferstehung" (für mich sind das Nahtod-Erfahrungen in den letzten Sekunden des Lebens) und nich' an "Wunder", die den Naturgesetzen widersprechen.

Also, .. für mich ist Die Natur selbst "Herrscher über die Natur" könnte man sagen ..

roneunzig Offline

Mitglied

Beiträge: 6

29.11.2005 14:28
#9 RE: was ist meine religion? antworten
@Bauchtanzkaiser
Nein, nein, .. daß etwas "so ist, wie es ist" ist eher nicht meine Grundhaltung unerklärlichen Phänomenen gegenüber (ok, im Alltag macht es wenig Sinn, sich andauernd zu fragen, warum, wie genau und ob überhaupt, .. das geht man eher mit Tatsachen um), aber sonst versuch ich schon, den Dingen auf den Grund zu gehen und knoble (grüble?) auch mal an neuen Erklärungen für Phänomene, die sich nicht auf Anhieb erklären lassen. Das kann das "Wesen des Seins" ebenso betreffen, wie die derzeitige volkswirtschaftliche Lage oder meinen Plan für die Zukunft.
<<Manche Fragen wie "Was ist der Sinn des Lebens?" sind als Fragen an die Welt ungefähr so sinnvoll wie die Frage "Hast du Hunger?" an einen Tisch oder "Wo bist du?" an die Zahl pi.>>
HAHA - das seh' ich auch so, .. wer (noch) keinen Sinn hat, der kann sich einen aussuchen :) .. mich interessiert da auch mehr die Frage nach Sein, Welt, Gesamtuniversum, .. wo reine Naturwissenschaft nich' hinkommt ..
<<[..] nicht einmal auf hypothetischer Basis verlassen kann>> Haha, das is' gut, ja, .. vielleicht kann man ihn da packen, und ihn selbst ein bißchen missionieren hehe .. :] (vielleicht, so daß er ein "hypothetischer Biblizist" wird *gig*)
Stw.:"Pannaturismus" .. ja, schon, nur das klingt auch wieder so nach "FKK", irgendwie, .. und zurück ins Steinzeitalter, ..auch derlei liegt mir (theoretisch und als 'Geisteshaltung' fern, praktisch hab' ich kein Problem mit) fern. Diese ganzen "Ismen" sind einem eh' nich' geheuer, veralten zunehmends - find' ich.
Wenn ich zB "Pantheist", oder "naturreligiös" oder "Epikureer" oder was auch immer ziemlich genau 'gewesen wär, dann hätte ich es halt gern gewußt, denn dann hätte ich leichter über den religiösen Teil meiner Weltsicht sprechen können - mit einer klaren Zuordnung, .. aber ich hatte mich eh' schon dran gewöhnt, daß ich 'nix genaues bin', dabei bleibts dann jetzt einfach, wie gesagt.
thk für die Blumen roneunzig

Robin87 Offline



Beiträge: 1.848

29.11.2005 16:34
#10 RE: was ist meine religion? antworten

Du glaubst, dass deine sogenannte "Natur" weder allwissend noch allmächtig noch allgegenwärtig sei. Aber einige Post dadrüber schreibst du dass "Natur" barmherzig wär? wie soll es barmherzig sein wenn sie alles Leben auslöschen würde und nicht mal wissen würde was auf Erden geschehe? Und wenn ja, wie soll es dann die anderen Planeten am anderen Ende des Universums erschaffen haben? Bist du dir da sicher dass du an die Natur glaubst ist es nicht eher der Teufel, das was du als Natur bezeichnests?




"Gott ist raffiniert, aber nicht bösartig." (Albert Einstein)

Bauchtanzkaiser Offline

Mitglied

Beiträge: 206

29.11.2005 18:11
#11 RE: was ist meine religion? antworten
Sag, Robin, wo hast du denken gelernt? Oder lesen? Du bist eigentlich der lebende Gegenbeweis gegen roneunzigs These, die Natur sei barmherzig. Die Natur muss ein ziemliches Arschloch sein, wenn sie uns durch dich mit so viel geballtem Schwachsinn bewirft.

roneunzig:
Freut mich, dass meine Einschätzung, was deine Suche nach Erklärungen betrifft, falsch gewesen ist. Deine Aussage, "Natur ist sich selbst", und dass andere sich über ihr genaues Wesen streiten mögen, hatte den Anstoß dazu gegeben.
Was Robin angeht, so fürchte ich, dass er nicht einmal versteht, was mit "hypothetisch" gemeint ist (Hinweis, Robin: das hat weder mit Hypotheken noch mit Hypotenusen etwas zu tun, und auch der Teufel ist nicht gemeint, obschon das ja im ersten Augenblick nahe zu liegen scheint ). Bei dem wäre jede Missionierung vergebens.

«« Robin Hood
 Sprung  
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"Ich bin völlig anderer Meinung als Sie. Aber ich werde mein Leben dafür einsetzen,
dass Sie sie sagen dürfen!" (Voltaire)

"Habe den Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen!" (Immanuel Kant)

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