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Religionsforum
Atheismus vs. Religionen  

Der substanzielle  Dialog
 
"Je suis Charlie!"
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Dieses Thema hat 30 Antworten
und wurde 1.862 mal aufgerufen
 Christentum
Seiten 1 | 2
SnookerRI Offline

Soul-Societist


Beiträge: 5.810

28.04.2008 21:34
#26 RE: Erwählung oder Freier Wille? antworten

In Antwort auf:
Der Mensch und seine Umstände sind also in jedem Falle vorgegeben!
Damit sprichst du jeden Verbrecher von seiner Verantwortung frei. Alles sei fremd- und vorherbestimmt. Ist das wirklöich in deinem Sinne? Das wäre ungeheuerlich.

Du weißt, dass nicht alle Gläubigen dem zustimmen. Es wundert mich überhaupt, dass du eine solche Aussage

In Antwort auf:
Und diese muss dann auch Gott genau so gewollt haben!


überhaupt aussprechen kannst.


In Memory of Soul-Society

Wohl gibt es zwei Arten von Freunden und es sind diese: Käufliche und Unbezahlbare

Wo Wahrheit ist, ist Bescheidenheit (K.H.Deschner)

Wir wissen nur so viel, wie wir fragen (Wessel Gansfort, 1419-1489)

Lukrez Offline




Beiträge: 5.550

28.04.2008 21:59
#27 RE: Erwählung oder Freier Wille? antworten
In Antwort auf:
Damit sprichst du jeden Verbrecher von seiner Verantwortung frei. Alles sei fremd- und vorherbestimmt. Ist das wirklöich in deinem Sinne? Das wäre ungeheuerlich.

Eigentlich hatte ich hier im Forum den Unterschied zwischen Schuld und Verantwortung schon genau dargelegt.
In einem hast du natürlich recht:
Sünde oder Schuld ist bei mir nicht.
Was Verantwortung durchaus nicht ausschließt!
Das Individuum ist - wenn auch vollkommen schuldlos - der Urheber seiner Taten.
Ja - ich bin ungeheuerlich!
Bevor ich mich eingehend mit dem Thema beschäftigt hatte war ich auch ein unbedingter Befürworter der Willensfreiheit - heute ist das für mich absolut nicht mehr nachvollziehbar.
In Antwort auf:
Und diese muss dann auch Gott genau so gewollt haben!

Und als gläubiger Christ müsstest du das dann auch gutheißen!
Gott müsste die Welt genau so gewollt haben.

Der Cartesianismus hat sich doch wirklich allzusehr in allen Köpfen festgefressen:
"Cogito ergo sum"
Dieses Ich - von dem Descartes als Basis ausgeht - ist so nicht existent!
Das sollte sich wirklich langsam herumgesprochen haben...

»Wir kennen nur allein die Existenz unsrer Empfindungen, Vorstellungen und Gedanken. Es denkt, sollte man sagen, so wie man sagt es blitzt. Zu sagen cogito ist schon zuviel, sobald man es durch ich denke übersetzt.«
(Lichtenberg)

»Ich denke oder ich spreche heißt doch nichts andres als: ich habe in den lokalisierten Bewegungserinnerungen die Wiederkehr von Sinneseindrücken, oder – auf die kürzeste Form gebracht –: ich habe Erinnerungen. (Ich mache darauf aufmerksam, daß auch dieser Satz, wie alles eben, wieder eine Tautologie enthält; denn ich heißt ja wieder selbst nichts als ein Etwas, das Erinnerungen hat.)«
(Mauthner)

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Wenn du es nicht wagst, den Sinnen zu trauen, stürzen die Pfeiler des Lebens ein.
De nihilo nihil. Aus Nichts wird nichts.
Zu soviel Unheil hat schon die Religion die Menschen verleitet.
(Lukrez)

SnookerRI Offline

Soul-Societist


Beiträge: 5.810

28.04.2008 22:30
#28 RE: Erwählung oder Freier Wille? antworten

In Antwort auf:
Das Individuum ist - wenn auch vollkommen schuldlos - der Urheber seiner Taten.
Das Urheber"recht" sieht sich unter anderem in Verantwortlichkeiten begründet.

Es stimmt, du hast hier schon desöfteren deine Meinung zum Unterschied zwischen Schuld, Sünde einerseits und Verantwortung andererseits kundgetan. Wie es scheint, besteht da noch Diskussionsbedarf. Selbst wenn wir deine Meinung aufgreifen, steht immer noch die Verantwortung im Raum, die jemand für seine Taten zu tragen hat, und damit auch die Konsequenzen. Und spätestens dort treffen sich dann beide Ansichten wieder, denn Konsequenzen aus Handlungen gibt es wohl unbestritten in jedem Fall.

In Antwort auf:
Ja - ich bin ungeheuerlich!

Yap, ungeheuerlich interessant, in deinen Ansichten...

In Antwort auf:
Und als gläubiger Christ müsstest du das dann auch gutheißen!
Gott müsste die Welt genau so gewollt haben.

Ich weiß ja um dein Bild von Gläubigen, dass es sehr eindeutig und allgemeinumfassend ist. Ich kann dir nur immer wieder sagen, dass nicht jeder Gläubige diesem Bild entspricht, und es im Gespräch mit einem Einzelnen darauf ankommt, den Standpunkt dieses Vertreters festzustellen und anzuerkennen. Ansonsten darf es dich nicht Wunder nehmen, wenn der angestrebte Dialog scheitert.

In Antwort auf:
Gott müsste die Welt genau so gewollt haben.
Hätte er das, müsste er wohl kaum von seinem Einschreiten berichten lassen, wie es in der Offenbahrung festgehalten wurde. Aber auch deises Thema ist hier schon mehrfach ausdiskutiert worden.


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Lukrez Offline




Beiträge: 5.550

28.04.2008 22:48
#29 RE: Erwählung oder Freier Wille? antworten

In Antwort auf:
Selbst wenn wir deine Meinung aufgreifen, steht immer noch die Verantwortung im Raum, die jemand für seine Taten zu tragen hat, und damit auch die Konsequenzen. Und spätestens dort treffen sich dann beide Ansichten wieder, denn Konsequenzen aus Handlungen gibt es wohl unbestritten in jedem Fall.

Alles entstammt einem evolutionären Prozess:
Persönlichkeitsgefühl, Verantwortung.
Evolution ist aber ohne Konsequenzen nicht zu haben!
Ohne Konsequenzen kann es keinerlei Entwicklung geben - die Konsequenzen sind der Antriebsmotor der Evolution.
Nicht zu strafen wäre also reinste Dummheit.

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(Lukrez)

SnookerRI Offline

Soul-Societist


Beiträge: 5.810

29.04.2008 13:31
#30 RE: Erwählung oder Freier Wille? antworten
In Antwort auf:
die Konsequenzen sind der Antriebsmotor der Evolution.
Nicht zu strafen wäre also reinste Dummheit.
Ich nehme an, du meinst hier nicht die biologische Evolution?

Ist der mensch für dich nun einzig und allein für die Tat oder auch für die Motive der Tat verantwortlich?


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Lukrez Offline




Beiträge: 5.550

30.04.2008 20:55
#31 RE: Erwählung oder Freier Wille? antworten

In Antwort auf:
Ich nehme an, du meinst hier nicht die biologische Evolution?


Evolution in jedem möglichen Fall - also auch die biologische Evolution!
Der Unterschied zwischen Motiv und Tat macht eigentlich keinen Sinn.
Jede Tat hat doch (bei fehlender Willensfreiheit) ihre Ursachen.
Ein mit tatsächlichen Willensfreiheit ausgestatteter Mensch bräuchte natürlich keinerlei Ursache zu einer Tat - er braucht also auch kein Motiv!
Klar - für den Christen ist schon der böse Gedanke einer bösen Tat gleichzusetzen.

Ansonsten: Die Gedanken sind (noch) frei.
Ohne die Tat selbst wird bisher keiner zur Verantwortung gezogen.
Man könnte da allerdings Befürchtungen haben.
Angenommen, die Hirnforschung könnte die Veranlagung zum Mord in der Gehirnstruktur genau feststellen.
Also beispielsweise so:
Dieser Mensch wird mit 95% Wahrscheinlichkeit in seiner Lebenszeit mehrere Menschen ermorden.
Dürfte man dann diesen Menschen schon präventiv aus dem Verkehr ziehen?
Die Problematik der Verantwortung stellt sich hier also lediglich der Gesellschaft und interessanterweise dem eventuellen Täter erst mal überhaupt nicht!

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