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Dieses Thema hat 9 Antworten
und wurde 1.080 mal aufgerufen
 Hinduismus, Buddhismus und Taoismus
Shylock ( Gast )
Beiträge:

13.12.2007 21:23
Der blaue Berg Antworten
Hat zufälliger weise jemand das Gedicht vom blauen Berg?
Mein Sensei widmete vor ein paar Jahren wärend Ango das Kusen eines ganzen Sesshins auf die Interpretation dieses Gedichtes
Leider habe ich es mir damals nich aufgeschrieben und ich weiss auch nicht mehr von wem es ist...
Suche es wirklich dringend da ich es jemandem schicken möchte...
qilin Offline




Beiträge: 3.552

14.12.2007 06:46
#2 RE: Der blaue Berg Antworten
Hallo Shylock,

Sensei? - 'Der blaue Berg' oder 'Die blauen Berge' ist ein recht häufiger Ausdruck im Zen und kommt darum recht häufig in Gedichten vor.
Hier zwei ganz alte von Meistern die mir viel bedeuten, Yoka Genkaku und der Laie P'ang (jap. Ho) - letzteres im Kontext.
Eines habe ich noch dunkel in Erinnerung von Dogen - es fällt mir aber weder der Text ein noch die Stelle ein wo es stehen könnte...


Der blaue Berg am Saum des Meeres bewegt sich nicht,
Doch der Geist des Vogels auf den Wellen
Entkommt
Und folgt der Strömung des Flusses.

Yung-chia Hsüan-chüeh [665-713]


Am Beginn der Chen-yüan-Zeit der T'ang-Dynastie [785 u.Z.] besuchte der Laie den Ch'an-Meister Shih-t'ou.
Er fragte ihn: "Wer ist der Mensch, der nicht mit den 10.000 dharmas geht?" Der Meister hielt ihm den Mund zu,
und die Erkenntnis traf P'ang wie ein Blitz. [Er blieb einige Zeit bei Shih-t'ou und] Der fragte ihn [später]:
"Seit du mich kennst, was hast du die ganze Zeit getrieben?" Der Laie antwortete: "Wenn du mich fragst was ich
den ganzen Tage mache, kann ich meinen Mund nicht auftun." "Gerade weil ich weiß daß du so bist, frage ich
dich jetzt", sagte Shih-t'ou. Darauf legte der Laie diesen Vers vor:

In meinem täglichen Leben ist nichts
Als was mir jeweils von selbst zufällt.
Nichts ergreifend oder zurückweisend
Gibt es kein Hindernis, keine Trennung.
Ich habe kein anderes Ehrengewand
Als der blauen Berge strahlende Klarheit.
Meine wunderbare magische Kraft
Liegt im Wasserholen und Holzhacken.

Der Meister pflichtete ihm bei und fragte: "Wirst du jetzt die schwarze Robe anlegen oder weiter Weiß tragen4?"
Der Laie antwortete: "Ich will ungebunden bleiben", und er rasierte sich weder den Kopf noch färbte er seine Kleidung.

___________________________
Nichts bedarf so sehr der Reform
wie die Meinungen anderer Leute. [Mark Twain]

() qilin

Shylock ( Gast )
Beiträge:

14.12.2007 11:15
#3 RE: Der blaue Berg Antworten

Hallo Qilin,
Danke für die schnelle Antwort

In Antwort auf:
Sensei?

Ja Sensei Sag nur Du kennst diesen Ausdruck nicht...
In Antwort auf:
'Der blaue Berg' oder 'Die blauen Berge' ist ein recht häufiger Ausdruck im Zen und kommt darum recht häufig in Gedichten vor.

Ja das habe ich auch heraus gefunden, desshalb bahe ich hier um Hilfe gebeten.

Leider ist es nicht unter Deinen Beiden. Ihc mag mich dunkel daran erinnersn dass er (mein Sensei) das Wort Ruhe verwendet hat, als er das Gedichz zitierte (was auf Dein erstes hindeuten würde). Ich glaube ,ich zu erinnern dass er sagte :" Der Blaue Berg ist ruhig..."

Tao-Ho Offline

Zennois


Beiträge: 5.365

14.12.2007 12:31
#4 RE: Der blaue Berg Antworten

Hallo Shylock,

vielleicht ist mir gerade klar geworden was Du gemeint haben könntest.

Ein Meister hat einmal gesagt: Im Erwachen fällt weisser Schnee
auf Bildern sind blaue Berge


Lies bitte einmal hier, ob ich auf dem richtigen Weg bin.

Sicher weiss qilin was ein Sensei ist, wo er doch selber
einer ist (auch, wenn er das nicht gerne hört oder zugibt).

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So wie die Lotosblume lieblich und unbefleckt aus dem Schlamm sich erhebt...
() Tao-Ho

Shylock ( Gast )
Beiträge:

14.12.2007 13:10
#5 RE: Der blaue Berg Antworten

Tao-Ho

Nein das war es leider auch nicht
Es war ganz sicher ein Gedicht, das weiss ich noch.
Hmmm...


Hätte nicht gedacht dass das so schwierig sein könnte

qilin Offline




Beiträge: 3.552

14.12.2007 15:55
#6 RE: Der blaue Berg Antworten

Ein guter Freund von mir ist seit über 20 Jahren in einem japanischen Zen-Kloster
und Professor an einer Rinzai-Uni, werde ihn mal fragen - hatte sowieso vor,
ihm zu schreiben...

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Nichts bedarf so sehr der Reform
wie die Meinungen anderer Leute. [Mark Twain]

() qilin

Tao-Ho Offline

Zennois


Beiträge: 5.365

14.12.2007 16:03
#7 RE: Der blaue Berg Antworten

Hallo Shylock,

schade, ich hätte Dir gerne geholfen. Ich suche mal weiter.

Hallo qilin. Schreib auch liebe Grüsse von mir.

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() Tao-Ho

Shylock ( Gast )
Beiträge:

14.12.2007 17:14
#8 RE: Der blaue Berg Antworten

Zitat von qillin
Ein guter Freund von mir ist seit über 20 Jahren in einem japanischen Zen-Kloster
und Professor an einer Rinzai-Uni, werde ihn mal fragen - hatte sowieso vor,
ihm zu schreiben...


Danke

Zitat von Tao-Ho
schade, ich hätte Dir gerne geholfen. Ich suche mal weiter.

Auch Dir ein liches Dankeschön

qilin Offline




Beiträge: 3.552

15.12.2007 07:38
#9 RE: Der blaue Berg Antworten

Hallo Shylock,

wegen der Zeitverschiebung ist die Antwort aus Kyoto schon da - ich übersetze mal -

In Antwort auf:
Wie Du weißt ist 'Blaue Berge' ein sehr gängiges Bild in der chinesischen Poesie,
so wie der Helle Mond. Hier ein paar Zeilen die mir gerade in den Sinn kommen,
obwohl vielleicht nicht die, auf die sie fixiert ist (ich erinnere daran, dass das
übliche kanji für 'blau' ein ganzes Spektrum zwischen Grün und Blau abdeckt):
[vgl. Hekiganroku]

Die blauen Berge sind von Natur aus unbeweglich,
die weißen Wolken kommen und gehen von selbst.

Blaue Berge sind nur blaue Berge,
Weiße Wolken sind nur weiße Wolken.

Blaue Berge und grüne Flüsse sind so wie immer,
der helle Mond und der reine Wind wie aus einem Haus.

Blaue Berge und grüne Flüsse unter den Strohsandalen,
der helle Mond und der reine Wind über dem Wanderstab.

Vor mir grünes Wasser;
hinter mir blaue Berge.

Die Blauen Berge erhellen das Goldene Haus.

___________________________
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wie die Meinungen anderer Leute. [Mark Twain]

() qilin

qilin Offline




Beiträge: 3.552

19.12.2007 06:03
#10 RE: Der blaue Berg Antworten
Noch eines habe ich gerade gefunden - ebenfalls uralt, von Nan-yang Hui-chung (?675 - 775),
einem hassu des 6. Patriarchen - wohl auch nicht das was Du suchst, aber mir scheint's recht aussagekräftig

Nirgends in den blauen Bergen
ist ein Ort
nicht zur Übung geeignet.

Hundert Blumen blühen im Frühling
und im Herbst scheint der Herbstmond.
Der Sommer hält eine frische Brise bereit
und der Winter bringt weißen Schnee.

Verharre in Gleichmut
und lass’ deinen Geist an nichts haften.
So wirst du die Jahreszeiten erfahren
in all ihrer Schönheit.

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() qilin

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