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Atheismus vs. Religionen  


Der substanzielle  Dialog 

Für (echten) Säkularismus und freie Religionskritik!

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Dieses Thema hat 97 Antworten
und wurde 3.256 mal aufgerufen
 Christliche Kultur und Politik
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Regens Küchl ( Gast )
Beiträge:

15.10.2008 05:39
#26 RE: Die 10 Gebote und das deutsche Recht antworten

*DRÜCK* *ZERR* *TRET* Na Los ! - Jetzt einigt euch doch endlich ! Zeit wirds !


euer ergebener

Regens Küchl

maleachi 89 ( Gast )
Beiträge:

15.10.2008 07:59
#27 RE: Die 10 Gebote und das deutsche Recht antworten

In Antwort auf:
Jetzt einigt euch doch endlich ! Zeit wirds !

Worüber denn? Eine Einigung, in wessen Sinne auch immer, ist gar nicht das Ziel. Wenn, dann kann man maximal eine Position der friedlichen Koexistenz verschiedener Positionen erreichen. Gewinnen wird hier keiner.
In Antwort auf:
Wenn Gläubige auf dieser Argumentationsschiene fahren, wird schnell versucht, ihnen daraus einen Strick zu drehen.
Das kann es doch nicht sein - oder?


Das sollte es nicht sein. Nur kann man auch 'unter dem Strick drehen' verstehen, eventuell schlagkräftigere Argumente anzubringen oder eingehender 'Beweise' zu liefern.

Das die 10 Gebote nicht einhergehen mit den grundsätzlichen Inhalten des deutschen Rechts, dessen war ich mir eigentlich schon voher bewusst. Aber wie wir hier sehen, ist es wie immer eine Sache der Auslegung und Deutung.

qilin Offline




Beiträge: 3.552

15.10.2008 09:56
#28 RE: Die 10 Gebote und das deutsche Recht antworten

Zitat von Snooker
In Antwort auf:
Das wäre ein unbestreitbar eindeutiges Statement.
Unbestreitbar eindeutig für dich womöglich. Aber ob Kritiker anderen Schlages das ebenso sähen, wage ich zu bezweifeln, und dieser Zweifel kommt nicht von ungefähr...

In Antwort auf:
In Antwort auf:
Von einem Beleg sehe ich hier gar nichts - bestenfalls eine Deutung, die Deine Meinung stützen soll.
Nee - ist klar, dass du das nicht so siehst. Natürlich treffen da unsere Ansichten mal wieder aufeinander.
Hier geht es nicht um Geschmäcker, Meinungen und Ansichten, sondern um 'eindeutige Statements' und 'Belege'.
Dass Eph.6 kein Beleg ist, aus dem Deine Deutung zweifelsfrei hervorginge, steht ja wohl außer Frage -
und dass jemand hier oder sonstwo den Satz "Ihr Eltern, liebt eure Kinder!" für nicht eindeutig halten könnte -
da stellst Du - wieder mal - die intellektuelle Redlichkeit der 'Gegenseite' pauschal in Frage.


In Antwort auf:
Inwiefern lenke ich denn ab? Habe ich nicht ausdrücklich in der Vergangenheitsform geschrieben? ich verstehe deinen Einwand nicht...
Ganz einfach - ob in der Vergangenheit oder der Gegenwart, die Todesstrafe für Häresie ist sachlich
nicht zu begründen - es ist eine Glaubensfrage.


In Antwort auf:
Auch, dass das nicht so dein Geschmack ist, ist klar; qilin, das weiß ich. Ich würde es gerade deshalb begrüßen, wenn wir wir mal auf der sachlichen Ebene bleiben könnten und persönliche Geschmäcker und Vorlieben aussen vor ließen.
Gern - wenn Du aufhörst, Deine Glaubenswahrheiten als objektive Fakten darzustellen. Das ist nämlich
das primäre Hindernis für eine Auseinandersetzung auf sachlicher Ebene - und nicht eine eingestreute
Bemerkung, dass irgendwas 'nicht nach meinem Geschmack' ist.


Zitat von BS
Nur deshalb nicht, weil du wohl die Möglichkeit, die theologische Sicht verbietet einfach die Erkenntnis eben dieser Beliebigkeit, nicht zulässt.
Das ist genau dasselbe in Grün, was Du den 'Atheisten' vorwirfst, dass sie 'nicht anders könnten' etc.
Haben die dann nicht das Recht so wie Du zu antworten "Na kommt das denn von ungefähr?
Schneide ich mir das etwa aus dem Finger..."
Warum soll sich BS Dein 'Argument' nicht zu eigen machen


In Antwort auf:
Ich habe den Eindruck, als wolle man hier mit Gewalt eine Einigung erzielen, obwohl das kaum möglich sein wird
Nein, niemand hier will mit Gewalt irgendwas [hoffe ich zumindest ] - allerdings wollen [vermutlich] Alle
Meinungen als Meinungen deklariert sehen und Fakten als Fakten...

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Nichts bedarf so sehr der Reform
wie die Meinungen anderer Leute. [Mark Twain]

() qilin

Bruder Spaghettus ( gelöscht )
Beiträge:

15.10.2008 13:06
#29 RE: Die 10 Gebote und das deutsche Recht antworten

In dem anderen Forum, ist keine religiöses, kam auf meinen Beitrag u.a. dies

In Antwort auf:
Anzumerken wäre noch, dass die 10 Gebote ursprünglich ganz sicherlich keine Gestze waren. Das kommt sicher davon, dass diese Aufzeichnungen von Leuten missbraucht wurden, die damit ihre Ziele verfolgen wollten.

Schaut man sich die Übersetzungen an (was ich persönlich nicht kann) So steht da nie: "Du sollst nicht …", sondern: "Du wirst nicht …"

Gemeint war: "Wenn du unserem Glauben angehörst, wirst du nicht dieses oder jenes tun."

Es ist schlichtweg töricht, in den 10 Geboten das göttliche Werk einer Judikativen zu sehen. Das wurde erst viel später von sehr weltlichen Kräften daraus gemacht.


Davon habe ich noch nichts gehört. Weiß jemand von euch mehr dazu?

qilin Offline




Beiträge: 3.552

15.10.2008 13:26
#30 RE: Die 10 Gebote und das deutsche Recht antworten
Die Version mit "Du wirst nicht..." habe ich auch schon gesehen;
habe die Buber/Rosenzweig-Übersetzung jetzt nicht bei der Hand,
aber wenn ich mich recht erinnere, steht dort "Morde nicht; buhle
nicht..."
etc. Den [unausgesprochenen] Hintergrund 'wenn du zu
uns gehörst' kann man dazudenken - aber auch die 'noachidischen
Gesetze' für Nichtjuden sagen ja Ähnliches aus...

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wie die Meinungen anderer Leute. [Mark Twain]

() qilin

Tao-Ho Offline

Zennois


Beiträge: 5.365

15.10.2008 14:25
#31 RE: Die 10 Gebote und das deutsche Recht antworten

Hier sind die zehn Gebote laut Buber:

ICH bin dein Gott, der ich dich führte aus dem Land Ägypten, aus dem Haus der Dienstbarkeit.

Nicht sei dir andere Gottheit mir ins Angesicht. Nicht mache dir Schnitzgebild, - und alle Gestalt,
die im Himmel oben, die auf Erden unten, die im Wasser unter der Erde ist, neige dich ihnen nicht,
diene ihnen nicht, denn ICH dein Gott bin ein eifernder Gottherr, zuordnend Fehl von Vätern ihnen
an Söhnen, am dritten und vierten Glied, denen die mich hassen, aber Huld tuend ins tausendste
denen die mich lieben, denen, die meine Gebote wahren.

Trage nicht SEINEN deines Gottes Namen auf das Wahnhafte. Denn nicht straffrei läßt ER ihn,
der seinen Namen auf das Wahnhafte trägt.

Gedenke des Tags der Feier, ihn zu heiligen. Ein Tagsechst diene und mache all deine Arbeit,
aber der siebente Tag ist Feier IHM, deinem Gott: nicht mache allerart Arbeit, du, dein Sohn,
deine Tochter, dein Dienstknecht, deine Magd, dein Tier, und dein Gastsasse in deinen Toren.
Denn ein Tagsechst machte ER den Himmel und die Erde, das Meer und alles, was in ihnen ist,
am siebenten Tag aber ruhte er, darum segnete er den Tag der Feier, er hat ihn geheiligt.

Ehre deinen Vater und deine Mutter, damit sie längern deine Tage auf dem Ackerboden, den ER
dein Gott dir gibt.

Morde nicht.

Buhle nicht.

Stiehl nicht.

Aussage nicht gegen deinen Genossen als Lügenzeugen.

Begehre nicht das Haus deines Genossen, begehre nicht das Weib deines Genossen, seinen Knecht,
seine Magd, seinen Ochsen, seinen Esel, noch allirgend, was deines Genossen ist.


War hoffentlich hilfreich.

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So wie die Lotosblume lieblich und unbefleckt aus dem Schlamm sich erhebt...
() Tao-Ho

Regens Küchl ( Gast )
Beiträge:

15.10.2008 14:44
#32 RE: Die 10 Gebote und das deutsche Recht antworten

Zitat von Bruder Spaghettus

In Antwort auf:
Anzumerken wäre noch, dass die 10 Gebote ursprünglich ganz sicherlich keine Gestze waren. Das kommt sicher davon, dass diese Aufzeichnungen von Leuten missbraucht wurden, die damit ihre Ziele verfolgen wollten.
Schaut man sich die Übersetzungen an (was ich persönlich nicht kann) So steht da nie: "Du sollst nicht …", sondern: "Du wirst nicht …"
Gemeint war: "Wenn du unserem Glauben angehörst, wirst du nicht dieses oder jenes tun."
Es ist schlichtweg töricht, in den 10 Geboten das göttliche Werk einer Judikativen zu sehen. Das wurde erst viel später von sehr weltlichen Kräften daraus gemacht.



Dazu fällt mir auf Anhieb Folgendes Ein : Ihr wisst doch sicher alle was die erste Untat war die wohl eindeutig durch ein Gebot (Das erste und Bedeutendste) zustande kam.
Moses kam gerade erst mit den frischen Tontafeln vom Berge Sinai heruntergestiegen, da sah Er einen Teil seines Volkes das GOLDENE KALB anbeten. Sofort gab Er den Befehl diese Volksgenossen auf der Stelle niederzumetzeln :" Ein jeder töte seinen Vater, seinen Bruder und seinen Freund!"
(In den Moses-Verfilmungen wird diese Szene gern ein bisschen "verschönt", damit Moses und Mittäter nicht ganz so wiederlich dastehen. Religionslehrer und Pfarrer schweigen sich darüber auch ganz gerne aus!)
Es war also ein Massenmord im eigenen Lager von eigenen Leuten an eigenen Leuten.
Bemerkenswert ist dass Moses Befehl so prompt und glatt befolgt wurde. Dies allein steht im Grossen Wiederspruch zu dem oben zitierten Text. Auf eine freundliche Empfehlung hin würde wohl nicht so leicht Wer seine Verwandten und Freunde erschlagen !

Die Story soll wohl auch an sich klarstellen wie beinhart die "Gesetzestafeln" eingehalten werden sollen. Die Aussagekraft eines "rechtmässigen" Massenmordes im eigenen Lager ist ja auch sehr prägend.

Ich habe bedauerlicherweise noch nie eine theologisch fundierte Erläuterung gelesen oder gehört WARUM dieser Massenmord an den eigenen Volksgenossen eigentlich Gut und Edel war. (Nach Meinung von Christen muss Ers ja wohl gewesen sein!)

Snooker und Angelo haben so ziemlich dieselbe Begründung parat WARUM der Mord und Völkermord(Stichwort Kanaaiter), wenigstes in den biblischen Fällen, an nichtjüdischen Polytheisten (wie mir) ganz in Ordnung, ja unbedingt erforderlich war.
Die Links die Ich im Kleinkinderniveau-Thread gesetzt habe sind ja die von Angelo wärmstens empfohlenen.

@ Bitte Snooker, da das Thema gerade passt würde Ich gerne deine hochgeschätzte Meinung\Deutung lesen WARUM es empfehlenswert und OK von Moses war den Befehl zum niedermetzeln an den Kalbanbetern zu geben.
Angelo liest hier ja nicht mit, sonst würde Ich ihn ebenso darum bitten.


euer ergebener

Regens Küchl

Bruder Spaghettus ( gelöscht )
Beiträge:

15.10.2008 14:44
#33 RE: Die 10 Gebote und das deutsche Recht antworten
@ Tao Ho

Mir gings jetzt eher darum, dass durch die Änderung der ursprünglichen Aussage von "du wirst" in "du sollst" die Sachen von einer Vorhersage zu einer Forderung wurde.

Die 10 Gebote selbst werden ja durchaus unterschiedlich auf die Zahl 10 passend gemacht. Aber darum gehts mir nicht so.
Bruder Spaghettus ( gelöscht )
Beiträge:

15.10.2008 14:49
#34 RE: Die 10 Gebote und das deutsche Recht antworten

In Antwort auf:
Bemerkenswert ist dass Moses Befehl so prompt und glatt befolgt wurde. Dies allein steht im Grossen Wiederspruch zu dem oben zitierten Text.
Das könnte stimmen.
Aber hat sich in so kurzer Zeit die göttliche Anweisung schon so in den Leuten manifestiert, dass sie das sofortige widerspruchslose Losschlagen damit begründen lässt? Vielleicht haben die einfach ihrem Führer gehorcht und vielleicht gabs eh schon Streit und deshalb sogar noch ganz gern?

Tao-Ho Offline

Zennois


Beiträge: 5.365

15.10.2008 15:29
#35 RE: Die 10 Gebote und das deutsche Recht antworten

Ach so. Ich dachte Du suchst diese Form der 10 Gebote.

In Antwort auf:
Mir gings jetzt eher darum, dass durch die Änderung der ursprünglichen Aussage von "du wirst" in "du sollst" die Sachen von einer Vorhersage zu einer Forderung wurde

Richtig, aber wie schaut es dann mit der eigentlichen Form der 10 Gebote aus?
Werden da auch Drohungen ausgestossen, wenn man sich nicht an die Gebote hält?

Ich rede nachher mal mit qilin. Ist ja auch interessant das mal von der Seite
des Grundgesetzes aus zu betrachten, finde ich.

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() Tao-Ho

qilin Offline




Beiträge: 3.552

15.10.2008 16:09
#36 RE: Die 10 Gebote und das deutsche Recht antworten
In Antwort auf:
Richtig, aber wie schaut es dann mit der eigentlichen Form der 10 Gebote aus?
Werden da auch Drohungen ausgestossen, wenn man sich nicht an die Gebote hält?

Hm - die getreueste Übersetzung zu der ich Zugang habe, hast Du ja oben gepostet
- "Du wirst" ist vermutlich eine von mehreren Bedeutungen die man 'reinlegen kann;
wäre sie ein-eindeutig richtig, hätten die meisten Übersetzer falsch übersetzt -
absichtlich oder unabsichtlich...
Außerdem sind die noachidischen Gebote wie gesagt weitgehend gleichlautend.

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() qilin

SnookerRI Offline

Soul-Societist


Beiträge: 5.948

15.10.2008 16:45
#37 RE: Die 10 Gebote und das deutsche Recht antworten
In Antwort auf:
Dass Eph.6 kein Beleg ist, aus dem Deine Deutung zweifelsfrei hervorginge, steht ja wohl außer Frage -
Ach so? Schade, dass das für dich schon feststeht...Kein Wunder, dass du dann mit meiner Argumentation Probleme hast... Mich wundert das - wie schon oft erwähnt nicht.

In Antwort auf:
und dass jemand hier oder sonstwo den Satz "Ihr Eltern, liebt eure Kinder!" für nicht eindeutig halten könnte -
da stellst Du - wieder mal - die intellektuelle Redlichkeit der 'Gegenseite' pauschal in Frage.


Von wegen pauschal, mein Lieber. Damit unterstellst du mir ja mal wieder, Behauptungen einfach so aus der Luft zu greifen. Das ist kein feiner Schachzug von dir. Es gibt Dinge, die sind in der Bibel noch wortwörtlicher geklärt als der hiesige Streitpunkt. Bsp. Nächstenliebe. Trotzdem wird darauf rumgehackt. Frag mal Lukrez. Und das dient nur als ein Beispiel Es muss einfach alles, was in der Bibel steht schlechtgeredet werden. Das bestätigt sich doch hier immer wieder. Nicht, dass ich damit nicht rechnen würde
In Antwort auf:

Ganz einfach - ob in der Vergangenheit oder der Gegenwart, die Todesstrafe für Häresie ist sachlich
nicht zu begründen - es ist eine Glaubensfrage.
Nach deinem Ermessen nicht. Hat das irgendeinen Anspruch auf Allgemeingültigkeit? Ich meine, du tust doch genau das, was du mir unterstellkst... es ist ganz einfach nicht sachlich zu erklären; es ist ohne Frage kein Beleg für deine Deutung Was soll ich denn jetzt davon halten,

In Antwort auf:
Gern - wenn Du aufhörst, Deine Glaubenswahrheiten als objektive Fakten darzustellen. Das ist nämlich
das primäre Hindernis für eine Auseinandersetzung auf sachlicher Ebene - und nicht eine eingestreute
Bemerkung, dass irgendwas 'nicht nach meinem Geschmack' ist.

Zu einem primären Hindernis kommt es dann, wenn du mir weiterhin vorwirfst, ich würde meine momentanen Erkenntisse als objektive Wahrheiten hinstellen. Ich habe dich jetzt schon mehrfach darauf hingewiesen, dass das Bibelstudium ein Prozess ist. Kannst oder willst du das nicht verstehen? Soll ich aufhören meine Meinung zu sagen, damit du nicht mehr länger den Eindruck hast, ich würde das tun, was du mir vorwirfst?

Gerade innerhalb dieses Themas habe ich von verschiedenen Auffassungen der zehn Gebote gesprochen, und explizit BS´s Auffassung kritisiert. Wenn du mir das verbieten willst - und danach sieht es ja aus, denn sonst könntest du mir kaum mit solch abstrusen Vorwürfen kommen - dann ist es hier weit gekommen.

In Antwort auf:
allerdings wollen [vermutlich] Alle
Meinungen als Meinungen deklariert sehen und Fakten als Fakten...
Was für dich ein Fakt ist, muss für andere noch lange nicht so sein und umgekehrt. In dem Fall sollten wir uns vllt auf die Umschreibung von Meinungen beschränken.


In Memory of Soul-Society

Wohl gibt es zwei Arten von Freunden und es sind diese: Käufliche und Unbezahlbare

Wo Wahrheit ist, ist Bescheidenheit (K.H.Deschner)

Wir wissen nur so viel, wie wir fragen (Wessel Gansfort, 1419-1489)

Tao-Ho Offline

Zennois


Beiträge: 5.365

15.10.2008 17:06
#38 RE: Die 10 Gebote und das deutsche Recht antworten

In Antwort auf:
Was für dich ein Fakt ist, muss für andere noch lange nicht so sein und umgekehrt. In dem Fall sollten wir uns vllt auf die Umschreibung von Meinungen beschränken

Reicht mir persönlich bei diesem Thread nicht so ganz aus. Es geht hier
darum die zehn Gebote mit dem deutschen Recht zu vergleichen. Nach dem
deutschen Recht ist Lynchmord ein Verbrechen. Nach dem deutschen Recht
darf niemand umgebracht werden, weil er an einen Nicht-Abrahamischen-Gott
glaubt. Immerhin haben wir in Deutschland die Religionsfreiheit.

Ergo sind Teile der zehn Gebote absolut gesetzeswidrig und sollten evtl.
mal verboten werden.

Oder sollte man dieses verstaubte Zeug mal neu übersetzen? Ginge ja auch.

Gott würde übrigens nicht nur wegen der zehn Gebote einige Prozesse vor
deutscher Gerichtsbarkeit verlieren. Schaut nicht gut aus für den alten
Mann.

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() Tao-Ho

Xeres Offline




Beiträge: 2.587

15.10.2008 17:23
#39 RE: Die 10 Gebote und das deutsche Recht antworten

In Antwort auf:
Ergo sind Teile der zehn Gebote absolut gesetzeswidrig und sollten evtl. mal verboten werden.
Was gegen bestehende Gesetze verstößt, ist doch per Definition verboten... Oder was willst du verbieten?

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Tao-Ho Offline

Zennois


Beiträge: 5.365

15.10.2008 17:52
#40 RE: Die 10 Gebote und das deutsche Recht antworten

In Antwort auf:
Was gegen bestehende Gesetze verstößt, ist doch per Definition verboten... Oder was willst du verbieten?

Da hatte ich mich, glaube ich, deutlich ausgedrückt. Ich will Teile der zehn
Gebote verbieten. Das erste Gebot ist gegen das Gesetz (Religionsfreiheit).
Ergo gehört es wegreduziert. Warum eigentlich nicht? Stört es Dich so sehr,
wenn wir nur noch 9 oder 8 Gebote haben?

Die Juden haben auch nur 7 Gebote und das von angeblich demselben Gott.
Da soll man doch auch mit weniger als 10 Geboten auskommen können.

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() Tao-Ho

Xeres Offline




Beiträge: 2.587

15.10.2008 18:37
#41 RE: Die 10 Gebote und das deutsche Recht antworten

In Antwort auf:
Stört es Dich so sehr, wenn wir nur noch 9 oder 8 Gebote haben?
Wir haben Gebote? Ich frage mich, was du da verbieten willst. Den Teil wegen verstoß gegen die Religionsfreiheit aus den Bibeln streichen lassen, was gegen die Religionsfreiheit verstoßen würde?

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SnookerRI Offline

Soul-Societist


Beiträge: 5.948

15.10.2008 18:55
#42 RE: Die 10 Gebote und das deutsche Recht antworten

In Antwort auf:
Es geht hier
darum die zehn Gebote mit dem deutschen Recht zu vergleichen.
Was, wie ich eingangs erwähnte, schwierig wird, wenn man Zeit, Kutur und Adressat unberücksichtigt lässt. Aber auch das stößt ja hier bekanntlich auf taube Ohren.

Zitat von Xeres
Den Teil wegen verstoß gegen die Religionsfreiheit aus den Bibeln streichen lassen, was gegen die Religionsfreiheit verstoßen würde?


Interessanter Einwand!


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maleachi 89 ( Gast )
Beiträge:

15.10.2008 19:31
#43 RE: Die 10 Gebote und das deutsche Recht antworten
Zitat von Tao-Ho
Ich will Teile der zehn
Gebote verbieten.

Wie?..........wie willst du denn das anstellen? Mit Verlaub, wem sollen die den verboten werden? Oder soll ihre Publikation verboten werden oder soll gesagt werden, die Gebote entsprechen nicht mehr dem heutigen Zeit-und Gesetzesgefühl, also löscht sie aus dem Bewusstsein, nicht nur des Christentums, sondern auch der Geschichte?
Und vor allen Dingen, wer soll denn hier wem was verbieten?
In Antwort auf:
Ergo gehört es wegreduziert

Sind das demokratisch-
agnostizistische Denkansätze, um missliebige (für den Menschen ansich völlig hintergründige) 'Verhaltensregeln per Dekret' zu verbieten??
In Deutschland darf man zu recht in der Öffentlichkeit nicht 'Heil Hitler' brüllen. Soll die Aufforderung ;Du sollst keinen Gott neben mir haben' in die gleiche Kategorie eingestuft werden?
In Antwort auf:
Da soll man doch auch mit weniger als 10 Geboten auskommen können
Wer spricht denn hier ein Urteil über Qualität und Quantität? Und wer darf in Grundsätzen und Geboten überhaupt ermessen, welche Religion, wieviel, weshalb, aus welchem Beweggrund, warum, wieso, in welcher Geschichte begründet, in welcher Deutung verhaftet, und überhaupt Gebote erstellt werden dürfen? Sind es die, die an der Macht sind, oder sich eine intellektuelle Überlegenheit anmaßen?
qilin Offline




Beiträge: 3.552

15.10.2008 20:37
#44 RE: Die 10 Gebote und das deutsche Recht antworten
Zitat von Snooker
Ach so? Schade, dass das für dich schon feststeht...Kein Wunder, dass du dann mit meiner Argumentation Probleme hast... Mich wundert das - wie schon oft erwähnt nicht.
OK, dann kläre mich mal über Deine Argumentation auf - Du hast behauptet, der Text wäre ein Beleg für die Aufforderung, seine Kinder zu ehren.
Wo genau liegt denn nun das Argument dabei? Muss ich irgendwie übersehen haben...


In Antwort auf:
Von wegen pauschal, mein Lieber. Damit unterstellst du mir ja mal wieder, Behauptungen einfach so aus der Luft zu greifen. Das ist kein feiner Schachzug von dir. Es gibt Dinge, die sind in der Bibel noch wortwörtlicher geklärt als der hiesige Streitpunkt. Bsp. Nächstenliebe. Trotzdem wird darauf rumgehackt. Frag mal Lukrez. Und das dient nur als ein Beispiel Es muss einfach alles, was in der Bibel steht schlechtgeredet werden.
Das sind zwei ganz verschiedene Dinge. Niemand, auch nicht de Gaertner, Opa oder 'Regens Küchl', behauptet dass das Liebesgebot nicht in der
Bibel stünde
oder nicht eindeutig wäre - was schlechtgemacht wird, sind Widersprüche im Text und im Verhalten der Christen.


In Antwort auf:
Nach deinem Ermessen nicht. Hat das irgendeinen Anspruch auf Allgemeingültigkeit? Ich meine, du tust doch genau das, was du mir unterstellkst... es ist ganz einfach nicht sachlich zu erklären; es ist ohne Frage kein Beleg für deine Deutung Was soll ich denn jetzt davon halten,
Das ist ganz Dir überlassen. Wenn es sachlich erklärbar ist, dann tu' das bitte - aber nicht mit der Wischiwaschi-Antwort von dem ach so häufigen
'Kindesmissbrauch und Menschenopfer' - das war z.B. bei dem angesprochenen goldenen Kalb und dem darauffolgenden Massenmord nicht der Fall.


In Antwort auf:
Zu einem primären Hindernis kommt es dann, wenn du mir weiterhin vorwirfst, ich würde meine momentanen Erkenntisse als objektive Wahrheiten hinstellen.
Muss ich jetzt aufzählen wie oft Du behauptet hast, dies oder jenes würde sicher oder sicher nie geschehen, dies sei Fakt und jenes definitiv
unrichtig
- und wie oft es dabei um tatsächlich belegbare Fakten ging? Das kann JedeR Interessierte sehr schnell selbst feststellen.


In Antwort auf:
Was für dich ein Fakt ist, muss für andere noch lange nicht so sein und umgekehrt.
Ein Fakt ist für mich z.B., dass Lynchjustiz in Deutschland verboten ist; kein Fakt ist dagegen eine Behauptung, die sich aus der Aussage eines
angeblich unfehlbaren Buches angeblich schließen lässt, ohne wirklich Argumente dafür zu bringen. Für Dich mag das ja anders sein...

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() qilin

Bruder Spaghettus ( gelöscht )
Beiträge:

15.10.2008 20:40
#45 RE: Die 10 Gebote und das deutsche Recht antworten
In Antwort auf:
Was, wie ich eingangs erwähnte, schwierig wird, wenn man Zeit, Kutur und Adressat unberücksichtigt lässt. Aber auch das stößt ja hier bekanntlich auf taube Ohren.

Was aber dringend notwendig ist, weil Leute, wie z.B. die liebe Frau von der Leyen, doch steif und fest behaupten, das Grundgesetz wäre von den 10 Geboten inspiriert und fasse diese zusammen.

Das ist einfach Unsinn.

Ich kann auch nicht verstehen, wieso die Zeit, Kultur und der Adressat berücksichtig werden sollte für die 10 Gebote, bei denen wir von dem Text ausgehen, der heute als der gültige gelehrt wird. Der Text, die Zeit und die Kultur, an die die sich dann richten, ist eindeutig die heutige.

Recht geben kann ich dir allerdings in so weit, als Regeln die unter bestimmten Umständen bei bestimmten Adressaten vor 3000 Jahren vielleicht sinnvoll waren, heute nicht mehr Gültigkeit haben dürfen.
Tao-Ho Offline

Zennois


Beiträge: 5.365

15.10.2008 21:34
#46 RE: Die 10 Gebote und das deutsche Recht antworten
In Antwort auf:
Den Teil wegen verstoß gegen die Religionsfreiheit aus den Bibeln streichen lassen, was gegen die Religionsfreiheit verstoßen würde?

Du lachst vielleicht, lieber Xeres. Aber was ist denn daran so schlimm, dass man sich
darüber so aufregen müsste? An der Bibel wurde so oft schon rumgepuzzelt, dass es
darauf nicht mehr ankommt.

In Antwort auf:
Mit Verlaub, wem sollen die den verboten werden? Oder soll ihre Publikation verboten werden oder soll gesagt werden, die Gebote entsprechen nicht mehr dem heutigen Zeit-und Gesetzesgefühl, also löscht sie aus dem Bewusstsein, nicht nur des Christentums, sondern auch der Geschichte?

*SEUFZ* Dann soll man es wenigstens mit den Worten lehren: "Vorsicht, verstösst teilweise gegen
das geltende Grundgesetz." Auf den Zigarettenpackungen stehen ja auch Warnhinweise. Und was
Fundis so anrichten - da sollte zumindest auf der Bibel ein Warnhinweis stehen.

Ich stelle mir das so vor: "VORSICHT! Kann teilweise das Gehirn ausser Funktion setzen!" oder so
ähnlich.

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() Tao-Ho

Xeres Offline




Beiträge: 2.587

15.10.2008 22:15
#47 RE: Die 10 Gebote und das deutsche Recht antworten

Zitat von Tao-Ho
Du lachst vielleicht, lieber Xeres. Aber was ist denn daran so schlimm, dass man sich darüber so aufregen müsste? An der Bibel wurde so oft schon rumgepuzzelt, dass es darauf nicht mehr ankommt.
Du möchtest sinnloser und unnötiger weise in die Religions-, Glaubens- und Pressefreiheit eingreifen um deine persönlichen Ansichten durch zu bringen? DAS ist eindeutig und ohne jeden Zweifel gegen das Grundgesetz gerichtet.

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Galaxy Zoo, where you can help astronomers explore the Universe

Bruder Spaghettus ( gelöscht )
Beiträge:

15.10.2008 23:17
#48 RE: Die 10 Gebote und das deutsche Recht antworten
In Antwort auf:
Und wer darf in Grundsätzen und Geboten überhaupt ermessen, welche Religion, wieviel, weshalb, aus welchem Beweggrund, warum, wieso, in welcher Geschichte begründet, in welcher Deutung verhaftet, und überhaupt Gebote erstellt werden dürfen?

Jeder. Einfach jeder. Nur weil irgend etwas sich Religion nennt ergibt sich doch daraus noch nicht der mindeste Anspruch auf Toleranz oder gar Respekt.

Auch ich finde, Tao Ho überzieht hier. Aber nur, wenn die Gebote als Regelung ausschließlich für die jeweiligen Gläubigen verstanden werden.

Ansonsten ist für mich die Bibel ein Buch, das ohne den Schutz der Religionsfreiheit ganz zweifellos auf den Index der jugendgefährdenten Schriften gehört. Deinen Vergleich mit dem Verbot des "Heil Hitler" und des totalitären "Du sollst keinen Gott haben neben mir" finde ich längst nicht so absurd wie du. Ich finde, wenn es den öffentlichen Raum betrifft, das "Du sollst..." sogar noch sehr viel mehr und stärker zu hinterfragen, auch in Richtung Verbot, als das eher alberne "Heil Hitler".
Regens Küchl ( Gast )
Beiträge:

16.10.2008 01:48
#49 RE: Die 10 Gebote und das deutsche Recht antworten

@ Huhu Snooker . Bitte vergiss nicht meine Frage ausführlich zu Beantworten warum der Massenmord an den Anbetern des GOLDENEN KALBES EINFACH GOLDIG war !


euer ergebener

Regens Küchl

Tao-Ho Offline

Zennois


Beiträge: 5.365

16.10.2008 05:17
#50 RE: Die 10 Gebote und das deutsche Recht antworten

In Antwort auf:
Ansonsten ist für mich die Bibel ein Buch, das ohne den Schutz der Religionsfreiheit ganz zweifellos auf den Index der jugendgefährdenten Schriften gehört

Eben - und um mehr geht es auch der überziehenden Tao-Ho nicht.
In Antwort auf:
Ich finde, wenn es den öffentlichen Raum betrifft, das "Du sollst..." sogar noch sehr viel mehr und stärker zu hinterfragen, auch in Richtung Verbot, als das eher alberne "Heil Hitler".

Beides gehört in meinen Augen zu gleichen Teilen hinterfragt.

Mir ist klar, dass man die Bibel ganz sicher nicht umschreiben wird.
Aber den Menschen sollte klar gemacht werden was die zehn Gebote
alles so nettes beinhalten und wie veraltet diese Gebote sind und
was für Gräueltaten alles wegen dieser netten Gebote schon passiert
sind.

Ich habe im Laufe diverser Arbeiten gelernt wie wichtig es oft
sein kann auch mal zu überziehen, damit die Menschen endlich mal zu
überlegen anfangen.

Im Religionsunterricht wird ganz sicher nicht gelehrt zwischen
den 10 Geboten und dem deutschen Recht zu vergleichen. Wäre doch
auch mal ein Anfang den Kindern mal die Wahrheit zu sagen?
Denn, lieber Bruder Spaghettus: Den Reliunterricht wirst Du nicht
abschaffen können.

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() Tao-Ho

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 Sprung  
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"Ich bin völlig anderer Meinung als Sie. Aber ich werde mein Leben dafür einsetzen,
dass Sie sie sagen dürfen!" (Voltaire)

"Habe den Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen!" (Immanuel Kant)

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=> "Die Ewigkeit gibt es ohne Gott!"

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