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Religionsforum
Atheismus vs. Religionen  

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"Je suis Charlie!"
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Dieses Thema hat 119 Antworten
und wurde 4.144 mal aufgerufen
 Islam
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Reinecke ( gelöscht )
Beiträge:

14.01.2008 21:48
#101 RE: Die Ungerechtigkeit im Leugnen antworten

Jetzt ersetzen wir also die Debatte wahlweise durch Kant oder ein Bibel-Studium; ist ja eh alles gesagt...

Relix Offline

Wertekiller


Beiträge: 3.480

14.01.2008 21:51
#102 RE: Die Ungerechtigkeit im Leugnen antworten

In Antwort auf:
Seit Kants "Kritik der reinen Vernunft" sind solche Fragen eigentlich hinfällig!
Die Leute sollten sich mehr mit guter Philosophie beschäftigen...


Endet auch nicht zwangsläufig im Atheismus! Meine Mutter ist der größte Kant-Fan, den man sich vorstellen kann und trotzdem gläubig...

Vielleicht bin ich nur Agnostiker, weil ich die Vorstellung von einer Welt ohne höhere Wesen und ohne Sinn ein wenig langweilig finde, aber vernünftig bleibt's trotzdem...außerdem lebt der (wahre) Agnostiker sowieso als Atheist.

______________________________________________
"Philosophie besteht aus Fragen, die niemals beantwortet werden können. Religion besteht aus Antworten, die niemals hinterfragt werden dürfen."
-Anonym

Lukrez Offline




Beiträge: 5.550

14.01.2008 21:53
#103 RE: Die Ungerechtigkeit im Leugnen antworten

Nein!
Die Frage ist:
Hat die Beantwortung der Frage überhaupt irgendeinen Sinn?

Und die Antwort lautet definitiv: Nein!
Ob dieser nicht erfahrbare Gott existiert kann überhaupt keine Rolle spielen.

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Wenn du es nicht wagst, den Sinnen zu trauen, stürzen die Pfeiler des Lebens ein.
De nihilo nihil. Aus Nichts wird nichts.
Zu soviel Unheil hat schon die Religion die Menschen verleitet.
(Lukrez)

Lukrez Offline




Beiträge: 5.550

14.01.2008 22:14
#104 RE: Die Ungerechtigkeit im Leugnen antworten

Ach ja - dann kam ja noch Kants leicht zu durchschauender Taschenspielertrick:
Heine in seinem Buch „Über Deutschland“ dazu:
„Ihr meint, wir könnten jetzt nach Hause gehen? Bei Leibe! Es wird noch ein Stück aufgeführt. Nach der Tragödie kommt die Farce. Immanuel Kant hat den Himmel gestürmt, die ganze Besatzung über die Klinge springen lassen, der Oberherr der Welt schwimmt unbewiesen in seinem Blute, es gibt jetzt keine Allbarmherzigkeit mehr, keine himmlische Vatergüte... Das röchelt, das stöhnt – und der alte Lampe (Kants Diener) steht dabei mit seinem Regenschirm unterm Arm, als betrübter Zuschauer, und Angstschweiß und Tränen rinnen ihm vom Gesicht. Da erbarmt sich Immanuel Kant und zeigt, daß er nicht bloß ein großer Philosoph, sondern auch ein guter Mensch ist, und er überlegt, und halb gutmütig und halb ironisch spricht er: der alte Lampe muß einen Gott haben, sonst kann der arme Mensch nicht glücklich sein. Der Mensch soll aber auf der Welt glücklich sein, das sagt die praktische Vernunft. Meinetwegen, so mag auch die praktische Vernunft die Existenz Gottes verbürgen. Wie mit einem Zauberstäbchen belebte er daher wieder den Leichnam des Theismus, den er zuvor getötet.

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(Lukrez)

Bruder Spaghettus ( gelöscht )
Beiträge:

14.01.2008 22:53
#105 RE: Die Ungerechtigkeit im Leugnen antworten

In Antwort auf:
Tut mir leid, aber für mich sind die beiden Aussagen "Gott existiert" und "Gott existiert nicht" erstmal gleichwertig, da beide absolut unbeweisbar

Dann hältst du nichts von wissenschaftlicher Herangehensweise an Existenzfragen? Von Ockhams Rasiermesser?
Alles andere ist reine Phantasie. Die kann jeder entwickeln, wie er möchte, er darf nur nicht anfangen, sie als Wahrheit auszugeben.

Banda Offline



Beiträge: 403

15.01.2008 00:10
#106 RE: Die Ungerechtigkeit im Leugnen antworten
Ich würde ja mit Tom und Banda diskutieren und ich kicke sicher
niemanden aus dem Forum raus (würde ich auch nicht, wenn ich es
dürfte). Aber, die beiden wollen doch gar nicht diskutieren.

Wird sich schon alles finden. Bussele *ganzdollknuddel*

Antwort
Würde gern mit Tom über Jesus dikutieren, über die Existenz von Jesu vor aller Schöpfung (Paulus)
Über die Geburt durch Maria ,(über die auch Lukas und Sure 19,22 u.Sure 21 ,94 berichten ) nach den christlichen Schriften ihm Zusammenhang mit den Propheten der Torah oder AT.

3.Sure 80 Vervollkommned euch in der Schrift die ihr ja kennt.
qilin Offline




Beiträge: 3.552

15.01.2008 06:00
#107 RE: Die Ungerechtigkeit im Leugnen antworten

Zitat von Banda
Würde gern mit Tom über Jesus dikutieren, über die Existenz von Jesu vor aller Schöpfung (Paulus)
Über die Geburt durch Maria ,(über die auch Lukas und Sure 19,22 u.Sure 21 ,94 berichten )
nach den christlichen Schriften ihm Zusammenhang mit den Propheten der Torah oder AT.
Das hast m.E. weder Du noch Tom bisher gemacht (nämlich diskutiert), sondern Euch
gegenseitig (und allen Anderen) nur Bibel- und Koranverse wie nasse Handtücher um
die Ohren geklatscht. Dass die jetzt langsam die Geduld verlieren und für die Müllkippe
plädieren (und das ist keine Zensur!) ist wenig verwunderlich

Die Diskussion um 'Gott vs. Nicht-Gott' sollte vielleicht irgendwoandershin verschoben
werden - das ist ja ein (wenn nicht das) Zentralthema des ganzen Forums...

___________________________
Nichts bedarf so sehr der Reform
wie die Meinungen anderer Leute. [Mark Twain]

() qilin

Nostro Offline



Beiträge: 3

15.01.2008 15:41
#108 RE: Die Ungerechtigkeit im Leugnen antworten

Hallöle,

bin neue hier und eigentlich auch schon Weg!

Bevor man sich mit dem Islam auseinandersetzt sollten fundamentale Fragen beantwortet werden wie:

-Der Ursprung des Islam
-Das Wesen des Islam
-Entwicklung innerhalb des Islam
-Glaubensgrundsätze und Praktiken des Islam
-Islam und Errettung
-Sünde
-vergebung ect..

Und vor allem kann Allah nicht Gott des AT sein weil:

Wenn die Moslems über Christen reden dann meinen sie:
Christen glauben an drei Gottheiten, und die Dreieinigkeit setzt sich zusammen aus Gott, Maria und Jesus.

Der Tod Christi wäre ein unwürdiges Ende seines Lebens gewesen, und es ist nicht nötig, eine Vergebung für Sünden bereitzustellen.
Muslime lehnen die Lehre von Jesu Sühne für unsere Sünden ab. Dies tun sie zunächst aus historischen Gründen. Wenn Jesus das Kreuz überlebt hat, wie die Muslime glauben, dann konnte er sein Leben nicht als Sühneopfer geben.

Der Islam betont die absolute Unabhängigkeit Gottes. Er tut, was immer er will, und wenn Gott
vergeben möchte, dann vergibt er einfach.

Drittens braucht die Menschheit kein Sühneopfer. Die gängige Überzeugung ist, dass gute Taten (zum
Beispiel Gebete, Fasten und Geben von Almosen) die Sünden eines Menschen sühnen können.
Selbst wenn diese guten Taten nicht ausreichen sollten: »Gott ist barmherzig«, und deshalb hoffen die Muslime, dass Gott am Letzten Tag über ihre Verfehlungen hinwegsehen wird.

Die Bibel ist nicht zuverlässig, sie wurde in ihrer ursprünglichen Form verändert.
Der Koran verweist gelegentlich auf die heiligen Bücher der Juden und Christen und bezeichnet
diese Menschen als die »Menschen aus dem Buch«. Muslime betrachten Koran und Islam als Fortsetzung und Erfüllung vorheriger Offenbarungen, und deshalb meinen sie, dass alle vorangegangenen Propheten und heiligen Bücher grundsätzlich dieselbe Botschaft wie der Koran verkünden.

Es ist jedenfalls offensichtlich, dass große Unterschiede bestehen und dass die Muslime davon ausgehen, dass diese Diskrepanzen im Laufe der Jahrhunderte durch Veränderungen der Bibel vonseiten der Christen und Juden hervorgerufen worden seien. Muslime behaupten gelegentlich, dass solche Annahmen auf dem Koran basieren. Ebenso behaupten sie auf der Basis des Koran, dass die dem Koran vorangegangenen Schriften mit dem Erscheinen des Koran außer Kraft gesetzt worden seien.

Wie dem auch sei, der Koran lehrt jedenfalls nicht, dass die vorangegangenen Schriften der Juden und Christen buchstäblich unzuverlässig oder außer Kraft gesetzt seien. Der Koran unterstützt die Existenz, Gültigkeit, Integrität und universelle Bedeutung dieser Schriften. Er fordert eindringlich dazu
auf, diesen Schriften Glauben zu schenken, und behauptet sogar, dass er selbst sie bestätigt (Sure
5,43-52; 70-72). Tatsächlich sagt der Koran Mohamed, dass er, sollte er selbst Zweifel hegen, sich an
Juden und Christen und ihre Schriften wenden solle (Sure 10,95).


Eine Menge von alten Manuskripten der Bibel in ihren Originalsprachen und Übersetzungen – Manuskripte, die bis weit vor die Ära des Islam zurückdatiert werden können – bezeugen in hohem Maße die Erhaltung und Integrität des biblischen Textes.
Der Muslim ist nicht in der Lage, eine unveränderte Bibel zu produzieren und Beweismaterial für die
so genannten Korruptionen und Veränderungen zusammenzutragen. Selbst wenn eine Gruppe von
Ungläubigen den Plan gehabt hätte, nach der Zeit Mohammeds Veränderungen an der Bibel vorzunehmen, wäre dies ein unmöglicher Versuch gewesen hinsichtlich der großen Anzahl von erhältlichen griechischen und hebräischen Schriften und des Ausmaßes ihrer weltweiten Verbreitung. Eine völlige Unterdrückung dieser griechischen und hebräischen Schriften wäre unmöglich gewesen.

Ein anderes Argument, das man oft hört, ist, dass das christliche Evangelium nicht das ursprüngliche
Evangelium ist, das durch Jesus gegeben wurde. Muslime behaupten, Jesus hätte das »Injil« (das
Evangelium) bei seiner Himmelfahrt mit in den Himmel genommen, und da die Christen ja vier
Evangelien haben, können diese ja nicht das Original Evangelium sein. Die vier Evangelien, die heute
erhältlich sind, stellen bestenfalls unzuverlässige christliche Traditionen dar, die sich manchmal sogar
widersprechen. Des Weiteren meint der Muslim, dass die Evangelienberichte – da sie ja hauptsächlich erzählen – minderwertiger als der Koran sind, denn sie betrachten die direkte Rede Gottes als
höchste Form der Inspiration – und die Geschichten von Jesus als sekundäre Form von Inspiration. Aber wie schon erwähnt: Der Koran behauptet weder, dass das »Injil« buchstäblich unzuverlässig ist, noch besagt er, dass das Original-Evangelium mit in den Himmel genommen wurde.

Argumente gegen das Evangelium

Der Islam steht und fällt mit der Annahme, dass Mohammed der letzte Prophet war, der die endgültige
Offenbarung Gottes zu den Menschen brachte. Von der Ablehnung der Lehren von der Dreieinigkeit,
des Sühneopfers und der Gottheit Christi einmal abgesehen, wurden immer wieder ernsthafte Versuche unternommen, Christen davon zu überzeugen, dass sie Mohammed annehmen müssen. Eine Art, wie das versucht wird, ist, gegen das Evangelium zu argumentieren, indem entweder versucht wird zu zeigen: 1) dass das Evangelium von Barnabas das einzige authentisch zuverlässige Evangelium ist oder 2) dass unsere Schriften Prophetien enthalten, die das Kommen Mohammeds betreffen oder 3) dass die Botschaft von Jesus nur für die Menschen aus Israel bestimmt war.

Nostro

kadesch Offline



Beiträge: 2.705

15.01.2008 16:06
#109 RE: Die Ungerechtigkeit im Leugnen antworten
Auch der Islam wurde merhfach umgeschrieben, und nur noch wenig des
Ursprünglichen Quran ist noch im Orginal vorhanden.
Der Islam geht in erster Linie auf christliche und jüdische Quellen zurück.
Ich habe mittlerweile den Verdacht dass Mohammed eine rein Fiktive Figur ist.
Und dass beispielsweise sein Schwiegersohn Ali vieleicht aus der Überlieferung
einer Realen Person entstanden sein könnte. Und diese Figur kann
nur Arius gewesen sein.
Ich habe schon an früherer Stelle auf die frappierende Inhaltliche Ähnlichkeit
des frühen Islam mit den Lehren des Arianismus hingewiesen.
Inhaltlich ist der Quran vollgestopft mit herätischen christlichen Lehren
welche sich von der katholischen und der orthodoxen Lehre stark unterscheiden.
Jesus ist in dieser Lehre ein Prophet aber nicht Wesensgleich mit Gott.

Glaube ist Aberglaube

Tao-Ho Offline

Zennois


Beiträge: 5.365

15.01.2008 16:15
#110 RE: Die Ungerechtigkeit im Leugnen antworten

Auch ein Hallo, bevor Du aus was für einem Grund wieder weg bist.
Vielleicht hast Du ja vorher noch die Zeit einige Fragen zu beantworten.

1) Wie kommst Du drauf, dass wir uns mit dem Islam und dem Koran befassen
ohne zumindest Grundkenntnisse zu haben?

2) Was willst Du mit Deinem Posting aussagen, bzw. auf was willst Du
eigentlich hinaus damit?

Wäre wirklich nett, wenn Du das noch schnell beantwortest, bevor Du wieder
weg bist. Danke.

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So wie die Lotosblume lieblich und unbefleckt aus dem Schlamm sich erhebt...
() Tao-Ho

Nostro Offline



Beiträge: 3

15.01.2008 16:43
#111 RE: Die Ungerechtigkeit im Leugnen antworten
Mohamed hat wirklich existiert!
Der Beweis liegt in der Geschichtenbücher. Er war nicht Fiktiv. Allein die Tatsache, dass er in Mekka seinne Glauben verteidigen wollte/konnte/musste und die Flucht nach Medina mit Glück gelang ist es Beweis genug.

Dort fing er an Allah in einen ganz andern Form an den Manne zu bringen!

Nostro
Nostro Offline



Beiträge: 3

15.01.2008 16:44
#112 RE: Die Ungerechtigkeit im Leugnen antworten

Hallo Tao, werde auf dich nochmal zurück kommen.
Muss leider Weg.

Ciao
Nostro

mum1 Offline

T'ien-shen-mu

Beiträge: 2.323

15.01.2008 17:40
#113 RE: Die Ungerechtigkeit im Leugnen antworten

Hallo Nostro, bevor du dich hier herabläst und den Usern die Unanfechtbarkeit des Islam anhand christlicher Beispiele erläuterst, solltest du dringend noch einmal eine Nachhilfestunde in Sachen Christentum nehmen. Mit unwahren Behauptungen und schlecht recherchierten Halbwahrheiten wirst du kein Bein auf den Boden kriegen....


Nur ein Beispiel: Kein Evangelium kommt von Jesus oder Gott selbst. Davon ist nicht ein einziger Christ überzeugt. Und es gibt neben den 4 in die Bibel aufgenommenen Evangelien noch weitere... Ausserdem Besteht die Bibel aus mehreren Teilen. Diese beeinhalten unter anderem sog. Geschehensberichte, Prophezeiungen und Offenbahrungen. Mit dem Islam verhält es sich ganz genauso, nur mit dem Unterschied das wir die Offenbahrungen, mittels Koran, von den Geschehensberichten und Prophezeiungen, Hadithe/Sunna, trennen. Alle diese Teile sind aber sehr wohl im Laufe der Zeit ``verändert``, teilweise gelöscht oder wieder dazu gedichtet, worden.

Ein Moslem der seine Religion und dessen Geschichte intensiv studiert hat, sollte das auf jeden Fall wissen. Einem Christen daher den Vorwurf zu machen seine Bibel wäre verfälscht ist unangebracht. Denn dem Islam sind ebenfalls keinerlei unveränderte Urschriften zurück geblieben. Weshalb du nicht mit ruhigem Gewissen behaupten kannst der Islam/Koran sei unverfälscht.


Auf den Rest deines Postings habe ich keine Lust einzugehen, weil er vor Fehlern, in christlicher und muslimischer Sicht, nur so strotzt.

Tao-Ho Offline

Zennois


Beiträge: 5.365

15.01.2008 18:06
#114 RE: Die Ungerechtigkeit im Leugnen antworten
In Antwort auf:
Auf den Rest deines Postings habe ich keine Lust einzugehen, weil er vor Fehlern, in christlicher und muslimischer Sicht, nur so strotzt.

Ist schon klar, aber wir sollten doch zumindest so fair sein
und eine Gelegenheit lassen diese Dinge von Nestro selbst
richtig stellen lassen.

Sind ja noch einige Fragen mehr offen.

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So wie die Lotosblume lieblich und unbefleckt aus dem Schlamm sich erhebt...
() Tao-Ho

kadesch Offline



Beiträge: 2.705

15.01.2008 19:25
#115 RE: Die Ungerechtigkeit im Leugnen antworten

ach dann ist die Angelbliche Fluch von Josef und Maria und Jesus nach Ägypten
vor den Häschern des Herodes sicher auch ein Beweis dass Jesus gelebt hat.
Es gibt aber definitiv keinen Beweis für die Existenz von Mohammed.

Glaube ist Aberglaube

Reinecke ( gelöscht )
Beiträge:

15.01.2008 19:25
#116 RE: Die Ungerechtigkeit im Leugnen antworten
In Antwort auf:
B.S. fragte: Dann hältst du nichts von wissenschaftlicher Herangehensweise an Existenzfragen?

Eine Aussage, die nicht empirisch überprüfbar und damit falsifizierbar ist halte ich nicht für wissenschaftlich; und die Existenz-Gottes-ja-nein-Aussagen sind dies nicht. insofern muss ich wohl sagen: Nö, halt ich nichts von.

Da Du es erwähnst, hier ein Zitat aus Wikipedia über Ockhams Rasiermesser:
In Antwort auf:
Wiki sagt: Die bekannteste Formulierung besagt, dass „Entitäten nicht über das Notwendige hinaus vermehrt werden dürfen“ (lat. Entia non sunt multiplicanda praeter necessitatem oder sine necessitate). Sie wurde 1654 vom Philosophen Johannes Clauberg (1622–1665) geprägt. Vereinfacht ausgedrückt bedeutet das:

Von mehreren Theorien, die die gleichen Sachverhalte erklären, ist die einfachste allen anderen vorzuziehen.
Eine Theorie ist im Aufbau der inneren Zusammenhänge möglichst einfach zu gestalten.



Hier liegt schon eine Krux: Was ist einfach, was komplex? Die Erklärung "Gott will es" scheint so viel simpler als das ganze Relativitäts-Evolutions-Mathematik-Wissenschafts-Ding, was in seiner Gänze kein Mensch verstehen kann.

Ja, ich weiß ob der logischen Probleme, die aus der Existenz Gottes erwachsen...

In Antwort auf:
Wiki sagt: Das Ockhamsche Sparsamkeitsprinzip fordert, dass man in Hypothesen nicht mehr Annahmen einführt, als tatsächlich benötigt werden, um einen bestimmten Sachverhalt zu beschreiben und empirisch nachprüfbare Voraussagen zu treffen. Ein Hintergedanke ist dabei auch, dass Hypothesen mit wenigen Annahmen einfacher zu falsifizieren sind als komplexere Hypothesen.


Hier steht das mit der empirischen Prüfung; die gibts hier nicht, daher finde ich das Rasiermesser auch nicht passend.

Ich muss übrigens betonen, dass es hier um die Grundlegende Frage geht: Gibt es Gott (bzw. eine andere höhere personifizierte Mcht, oder auch mehrere). Konkrete Religionen haben ein sehr viel genaueres Gottesbild, dass in Details durchaus der Empirie offen ist (z.B. das mit der "Gnade"; empirisch betrachtet sehe ich davon nicht viel...). Aber ein allmächtiges, allwissendes Wesen nachweisen, über das ich keine weiteren Aussagen kenne? Kommt Wissenschaft nicht mit...

Äh, B.S., mich würde eine Diskussion über die Folgen von Weltanschauung, Religion und Moral reizen. Du hast irgendwo was über universale Ethik gesagt; wie begründet man die ohne Gott (also äußeren Zwang)? Wie leitet man die her? Anhand wssenschaftliche Kriterien? Solche Fragen mit konkreten Folgen (Was heißt richtiges Handeln?) finde ich viel interessanter als Spekulationen über einen unsichtbaren Mann auf einer Wolke. ;)

Übrigens einen meinen Liblingssätze aus den Büchern von Pratchett, Stewart und Cohen (die eine wunderbare Kurzfasung eines naturalistischen Weltbildes bieten; plus ne Scheibenweltstory ;)):

Jede Religions ist wahr; wenn man für Wahrheit einen bestimmten Wert annimmt.

In Antwort auf:
Lukrez sagt: Ob dieser nicht erfahrbare Gott existiert kann überhaupt keine Rolle spielen.

Ah, bester Lukrez, interessieren würde mich diese Existenzfrage weiterhin, auch wenn sie keine direkte Folgen hat. Nur aus Neugier, und um dem Herren mal meine Meinung zu geigen, wenns ihn denn gibt...
Bruder Spaghettus ( gelöscht )
Beiträge:

15.01.2008 20:25
#117 RE: Die Ungerechtigkeit im Leugnen antworten

In Antwort auf:
Eine Aussage, die nicht empirisch überprüfbar und damit falsifizierbar ist halte ich nicht für wissenschaftlich; und die Existenz-Gottes-ja-nein-Aussagen sind dies nicht.

Wieso wäre der Gott der Bibel nicht empirisch, also erfahrungsmäßig, zu fassen? Wieso soll er nicht, z.B. anhand der ihm gegebenen Eigenschaften wie allmächtig und allgütig zu widerlegen sein?

Warum soll Ockhams Rasiermesser nicht anwendbar sein?
Beispiel: Alles hat eine Ursache. Also muss auch der Urknall einen Ursache haben. Diese Ursache ist Gott, der als einziges keine Ursache braucht.
Einfach eine Position zu viel. Wenn die Eigenschaft, keine Ursache zu brauchen möglich ist, kann man auch einfach eine Stufe vorher aufhören und sie dem Urknall zubilligen. Und so hat das Rasiermesser Gott weggeschnippelt.

Xeres Offline




Beiträge: 2.587

15.01.2008 20:37
#118 RE: Die Ungerechtigkeit im Leugnen antworten

In Antwort auf:
Hier liegt schon eine Krux: Was ist einfach, was komplex? Die Erklärung "Gott will es" scheint so viel simpler als das ganze Relativitäts-Evolutions-Mathematik-Wissenschafts-Ding, was in seiner Gänze kein Mensch verstehen kann.
Das ganze Relativitäts-Evolutions-Mathematik-Wissenschafts-Ding, wie du es so schön nennst, kann vielleicht nicht komplett in allen Details überblickt werden, aber es liefert brauchbare Erklärungen für unseren Alltag - und damit eine einfache weil -zumindest potentiell- verstehbare Angelegenheit. Dagegen ist "Gott will es" von Natur aus nicht verstehbar und wirft in seiner Folge mehr Fragen auf, als er ursprünglich klärt - das ist die unnötige Komplexität.

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Lukrez Offline




Beiträge: 5.550

15.01.2008 22:49
#119 RE: Die Ungerechtigkeit im Leugnen antworten
In Antwort auf:
Ah, bester Lukrez, interessieren würde mich diese Existenzfrage weiterhin, auch wenn sie keine direkte Folgen hat. Nur aus Neugier, und um dem Herren mal meine Meinung zu geigen, wenns ihn denn gibt...

Aber er ist doch nicht erkennbar!
Du kannst ihm deine Meinung solange geigen wie du möchtest.
Sich mit der Gottesfrage (Existenzfrage) überhaupt zu beschäftigen ist reine Zeitverschwendung!
Man muss sich dem Leben zuwenden und nicht irgendwelchen eingebildeten Göttern.
Buddha hatte das übrigens klar erkannt - im Gleichnis mit dem vergifteten Pfeil beispielsweise.
In Antwort auf:
Wie begründet man die Ethik ohne Gott?

Mit Gott lässt sie sich keinesfalls begründen - das führte zu reiner Beliebigkeit.
Wenn Gott es beispielsweise gut fände kleine Kinder zu schlachten?
Eine Begründung mit Gott ist zweifellos ein Holzweg.
Darüber haben sich kluge Menschen den Kopf zerbrochen - Kant beispielsweise mit seinem "Kategorischen Imperativ."
Das ist allerdings auch nur eine Krücke und kann nicht überzeugen.
Letztendlich kann Ethik allenfalls aus Erfahrungen abgeleitet werden - das trifft ja auch beispielsweise auf die Menschenrechte zu.
Haben sich die Menschenrechte bewährt?
In unserer Gesellschaft zumindest ohne Zweifel ja!

Einen guten Ansatz bietet Hume:
So wie man ohne andere nicht wüßte, ob man schön ist, so könne man ohne andere auch nicht wissen, ob man gut handle.

Für Hume hatte die Ethik auch eine hedonistische Grundlage.

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(Lukrez)

Reinecke ( gelöscht )
Beiträge:

16.01.2008 09:12
#120 RE: Die Ungerechtigkeit im Leugnen antworten
In Antwort auf:
B.S. schrieb: Wieso wäre der Gott der Bibel nicht empirisch, also erfahrungsmäßig, zu fassen? Wieso soll er nicht, z.B. anhand der ihm gegebenen Eigenschaften wie allmächtig und allgütig zu widerlegen sein?

Eben nicht den Gott der Bibel; irgendein Horrorgeschöpf, dass sich sogar das mit der Gnade schenkt.
In Antwort auf:
Ich zitier mir selbst: Ich muss übrigens betonen, dass es hier um die Grundlegende Frage geht: Gibt es Gott (bzw. eine andere höhere personifizierte Mcht, oder auch mehrere). Konkrete Religionen haben ein sehr viel genaueres Gottesbild, dass in Details durchaus der Empirie offen ist (z.B. das mit der "Gnade"; empirisch betrachtet sehe ich davon nicht viel...). Aber ein allmächtiges, allwissendes Wesen nachweisen, über das ich keine weiteren Aussagen kenne? Kommt Wissenschaft nicht mit...


In Antwort auf:
Lukrez schrieb: Du kannst ihm deine Meinung solange geigen wie du möchtest.
Sich mit der Gottesfrage (Existenzfrage) überhaupt zu beschäftigen ist reine Zeitverschwendung!
Man muss sich dem Leben zuwenden und nicht irgendwelchen eingebildeten Göttern.


Mein Stichwort war Neugier, nicht Sinn; im Prinzip hast Du ja recht, das es Spekulation (meinethalben auch Sophisterei) ist, über Fragen nachzudenken, die sich meinem eigenen Bekunden einem wissenschaftlichen Beweis entziehen, aber hey, als ob immer alles einen Sinn haben muss...
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