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Religionsforum
Atheismus vs. Religionen  


Der substanzielle  Dialog 

Für (echten) Säkularismus und freie Religionskritik!


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Dieses Thema hat 17 Antworten
und wurde 1.322 mal aufgerufen
 Lagerhalle
Lukrez Offline




Beiträge: 5.551

13.01.2008 21:29
Verweiblichung der deutschen Sprache Antworten
Mir ist die deutsche Sprachverhuntzung duch die geforderte PC von Vertretern der "Frankfurter Schule" schon immer ein Dorn im Auge gewesen.
Meines Wissens gibt es sowas auch nur in Deutschland und sonst nirgendwo:
http://www.focus.de/wissen/bildung/sprac...aid_233137.html

Die Verweiblichung der deutschen Sprache trägt nicht zur Gleichstellung der Geschlechter bei, sondern fördert den Sexismus, kritisieren jetzt immer mehr Wissenschaftler...
Die Fixierung auf männliche und weibliche Bezeichnungen hat erst die Trennung geschaffen, die sie eigentlich beseitigen wollte, bemängelt Klein. „Früher wäre es mir nicht im Traum eingefallen, Frauen nicht einzubeziehen“, beklagt er. Wenn jetzt beispielsweise von Politikern die Rede ist, liegt der Gedanke nahe, dass möglicherweise doch keine Frauen gemeint sein könnten.


Was wohl alles definitiv zutrifft!
Hat schon mal jemand den Begriff "VerbrecherInnen", "RäuberInnen", "SozialschmarotzerInnen oder "Blödfrauen" gehört oder gelesen?
Sehr negativ besetzte Begriffe werden fast niemals in eine verweiblichte Form gebracht.
Also weg mit diesem Blödsinn!

__________________________________________________
Wenn du es nicht wagst, den Sinnen zu trauen, stürzen die Pfeiler des Lebens ein.
De nihilo nihil. Aus Nichts wird nichts.
Zu soviel Unheil hat schon die Religion die Menschen verleitet.
(Lukrez)

Bruder Spaghettus ( gelöscht )
Beiträge:

13.01.2008 21:57
#2 RE: Verweiblichung der deutschen Sprache Antworten

Auch weg mit der Schreiberei mit dem großen I.
Rechtschreibkonform was das allerdings noch nie.

Reinecke ( gelöscht )
Beiträge:

14.01.2008 10:30
#3 RE: Verweiblichung der deutschen Sprache Antworten

Dann verwenden wir doch einfach nur noch die weibliche Form. Aber lasst mich raten, das ist Euch auch nicht recht, gelle?

Zum großen I: War immer nur eine Notlösung, schon da man sie nicht sprechen kann (nur als Abkürzung für "Lehrerinnen und Lehrer). ob das "rechtschreibkonform" ist kann einem auch zienmlich egal sein: An die Rechtschreibung muss sich, außerhalb von Schule und Verwaltung, niemand halten. Wär ja auch noch schöner!

Also, ich fände eine geschlechtergerechte Sprache wünschenswert, weiss aber nicht, wie die aussehen sol und wie man dahin kommt. Denn die Behauptung, ohne das große I oder ähnliches hätte die männliche Form beide Bedeutunginhalte ist schlicht falsch.

Bruder Spaghettus ( gelöscht )
Beiträge:

14.01.2008 13:15
#4 RE: Verweiblichung der deutschen Sprache Antworten

In Antwort auf:
Denn die Behauptung, ohne das große I oder ähnliches hätte die männliche Form beide Bedeutunginhalte ist schlicht falsch.
Was auch wieder nur eine Behauptung ohne auch nur den Ansatz des Versuchs eines Nachweises ist.

Aber gerade dazu wurde dir eigentlich zugestimmt. Nämlich auf´s Jetzt bezogen. Dadurch, dass sich diese Trennung erst mal angedacht wurde, dann ungeschickt und sprachlich unbrauchbar umgesetzt, ist es jetzt wirklich so, es ist nicht mehr klar ob da beide Geschlechter oder nur eins gemeint ist. Vorher war es das.

Sprache entwickelt sich nun mal. Unsere hat sich so entwickelt, dass meist das männliche als Überbegriff für beide Geschlechter verwendet wird. Wenn sich die gesellschaftlichen Umstände ändern, wird sich auch das ändern. Aber künstlich durch Änderung von Begriffen eine gesellschaftliche Änderung herbeizuführen, ist einfach albern und musste scheitern.

Mich würde deine Meinung interessieren, warum ausschließlich bei positiv oder neutral besetzten Begriffen die Verweiblichung betrieben wurde.

Reinecke ( gelöscht )
Beiträge:

14.01.2008 14:12
#5 Sprache & so Antworten

"schlicht falsch" war ne eher persönliche Aussage: Ich würde es nicht soverstehen, bzw. fehlt mir dann die Unterscheidbarkeit (zwischen gemischten und rein männlichen Gruppen); hätte ich aber nicht so ausschließlich formulieren sollen.

In Antwort auf:
B.S. schrieb: Sprache entwickelt sich nun mal. Unsere hat sich so entwickelt, dass meist das männliche als Überbegriff für beide Geschlechter verwendet wird. Wenn sich die gesellschaftlichen Umstände ändern, wird sich auch das ändern. Aber künstlich durch Änderung von Begriffen eine gesellschaftliche Änderung herbeizuführen, ist einfach albern und musste scheitern.

Ich verstehe und verstand diese Sprachgeschichte als Versuch, durch eine Änderung des Sprachgebrauchs das Bewusstsein und damit die Gesellschaft zu verändern. Und eines muss man der ganzen Sache lassen: Es hat Fragen nach Emanzipation und Gleichberechtigung auf die Tagesordnung gebracht und viele Menschen zum nachdenken angeregt. Ich würde sagen, auch wenn es sich nciht als Normalität durchsetzte wars ein großer Erfolg.

Ich verwende das große I höchstens in solchen Zusammenhängen, wo man aufs Detail guckt; ne öff. Rede oder Stellungnahme ist was anderes als ein privater Diskussionsbeitrag in irgendwelchen Foren...

kadesch Offline



Beiträge: 2.705

14.01.2008 14:29
#6 RE: Sprache & so Antworten
die Waldin
die Bachin
die Flussin
die Sommerin
die Winterin
die Frühlingin
die Herbstin
...
klingt lustig...
mein Lieblingswort aber ist .....Efrauzipiert...statt Emanzipiert...
weitere Beispiele:
Fraudarine
Frauko
Frauschaftssportart
Frauigfaltig
Frauequin
...
ich könnte noch etliche Beispiele Nennen, wenn ich welche wüßte...

Glaube ist Aberglaube

Relix Offline

Wertekiller


Beiträge: 3.480

14.01.2008 22:01
#7 RE: Verweiblichung der deutschen Sprache Antworten
In Antwort auf:
Dann verwenden wir doch einfach nur noch die weibliche Form. Aber lasst mich raten, das ist Euch auch nicht recht, gelle?


Außer das wir die deutsche Sprache damit endgültig in den Abgrund der schieren Hässlichkeit stürzen und alle monströs umlernen müssten, ist es mir prinzipiell egal...

In Antwort auf:
Denn die Behauptung, ohne das große I oder ähnliches hätte die männliche Form beide Bedeutunginhalte ist schlicht falsch.


Irgendwo muss ja auch schluss sein!
Die sprachliche Emanzipation treibt ihre Auswüchse ja in sagenhafte Höhen...wie man am Beispiel eines ehemaligen Deutschlehrers sieht, der konsequent jedes "man" in den Schularbeiten durchgestrichen (und als Fehler gewertet !) hat, weil es sexistisch ist... Das haben nichteinmal meine Mitschülerinnen verstanden...

Zugunsten der Gleichberechtigung die Deutsche Sprache verkrüppeln, das kann sicher nicht der Weg sein!

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"Philosophie besteht aus Fragen, die niemals beantwortet werden können. Religion besteht aus Antworten, die niemals hinterfragt werden dürfen."
-Anonym

Reinecke ( gelöscht )
Beiträge:

14.01.2008 22:11
#8 RE: Verweiblichung der deutschen Sprache Antworten
In Antwort auf:
Relix schrieb: Die sprachliche Emanzipation treibt ihre Auswüchse ja in sagenhafte Höhen...wie man am Beispiel eines ehemaligen Deutschlehrers sieht, der konsequent jedes "man" in den Schularbeiten durchgestrichen (und als Fehler gewertet !) hat, weil es sexistisch ist... Das haben nichteinmal meine Mitschülerinnen verstanden...

Das hätte auch die Schulaufsicht nicht verstanden (zumindest in Berlin, aber ich denken auch in anderen Bundesländern). Wie ich oben sagte, die deutsche Rechtschreibung ist nur an zwei Stellen verbindlich (nach Gesetzen & Verodnungen): In der Verwaltung (d.h. Beamte etc. müssen so schreiben, wie der Staat das vorschreibt) und in der SCHULE (sprich Lehrer müssen so schreiben UND KORRIGIEREN wie der Staat das vorschreibt).

Also, wenn der von Dir erwähnte Lehrer nicht in Teufels Küche (disziplinarrechtlich gesehen) gelandet ist weiß ich auch nicht weiter. Wobei: Beamtete Lehrer wird man als Schule bzw. Kultusminister nur wieder los, wenn die kleine Kinder fressen, insofern ist "Teufels Küche" ev. nicht so unangenehm...

EDIT:
In Antwort auf:
Relix schrieb: Zugunsten der Gleichberechtigung die Deutsche Sprache verkrüppeln, das kann sicher nicht der Weg sein!

Sprache entwickelt sich weiter, obs den Menschen gefällt oder nicht. Und: Mir sind Menschen und ihre Emanzipation wichtiger als Grammatik und ihr Schutz.
Relix Offline

Wertekiller


Beiträge: 3.480

15.01.2008 19:13
#9 RE: Verweiblichung der deutschen Sprache Antworten

In Antwort auf:
Mir sind Menschen und ihre Emanzipation wichtiger


Als Schriftsteller kann ich nur sagen: Scheiß drauf.

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-Anonym

qilin Offline




Beiträge: 3.552

15.01.2008 19:28
#10 RE: Verweiblichung der deutschen Sprache Antworten

Nun, wenn man, um als Schriftsteller zu gelten, drauf scheißen muss - ich tu's nicht

___________________________
Nichts bedarf so sehr der Reform
wie die Meinungen anderer Leute. [Mark Twain]

() qilin

Reinecke ( gelöscht )
Beiträge:

15.01.2008 19:31
#11 RE: Verweiblichung der deutschen Sprache Antworten

Ähh, Relix, Dein(e) Beruf(ung) als Schriftsteller in allen Ehren (und ich liebe Bücher mit einer "schönen Sprache", gar keine Frage), aber auf die Emanzipation (Befreiung) des Menschen zu scheißen sagt auch einiges aus...

Relix Offline

Wertekiller


Beiträge: 3.480

15.01.2008 19:33
#12 RE: Verweiblichung der deutschen Sprache Antworten

In Antwort auf:
aber auf die Emanzipation (Befreiung) des Menschen zu scheißen sagt auch einiges aus...


Nur auf die Emanzipation in der Sprache. Die hat da wirklich nichts verloren.

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-Anonym

Reinecke ( gelöscht )
Beiträge:

15.01.2008 19:43
#13 RE: Verweiblichung der deutschen Sprache Antworten

Sprache schafft Bewusstsein; Bewusstsein verändert Realität; in der Realität zeigt sich die Emanzipation.

Ist halt die Frage, wie wichtig einem Ästhetik ist... ;)

Bruder Spaghettus ( gelöscht )
Beiträge:

15.01.2008 19:59
#14 RE: Verweiblichung der deutschen Sprache Antworten

War das jetzt aus der Bibel, oder woher stammt dieser Glaubensgrundsatz?

Reinecke ( gelöscht )
Beiträge:

15.01.2008 20:09
#15 RE: Verweiblichung der deutschen Sprache Antworten

Meinst Du mir: Ist natürlich aus dem Brandneuen Testament, dass ich zum Jahr 2000 auf den Markt werfen wollte, was aber leider nicht geklappt hat...

Lukrez Offline




Beiträge: 5.551

15.01.2008 23:35
#16 RE: Verweiblichung der deutschen Sprache Antworten

In Antwort auf:
War das jetzt aus der Bibel, oder woher stammt dieser Glaubensgrundsatz?

Das ist reinste "Frankfurter Schule"!
(Adorno, Marcuse und Konsorten.)
Aber der Vergleich mit der Bibel ist vollkommen richtig.
Luther hat damit ja auch die deutsche Hochsprache praktisch erst "erfunden".
Die Frankfurter haben das Denken in Deutschland mittels ihrer erlangten "Begriffshoheit" in eine andauernde Sackgasse geführt.
(Darum hatte ich ja auch den Artikel im Focus angegeben.)

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(Lukrez)

Trollinger ( gelöscht )
Beiträge:

23.03.2010 11:01
#17 RE: Verweiblichung der deutschen Sprache Antworten

Zitat

Hat schon mal jemand den Begriff "VerbrecherInnen", "RäuberInnen", "SozialschmarotzerInnen oder "Blödfrauen" gehört oder gelesen?

Sehr negativ besetzte Begriffe werden fast niemals in eine verweiblichte Form gebracht.

Also weg mit diesem Blödsinn!




Wie recht du hast.

Ja, diese Marotte à la "Einwohnerinnen und Einwohner" ist echt dooooooooooooof ....

FSMQueen of damned Offline

Pasta-Farina


Beiträge: 3.326

23.03.2010 18:19
#18 RE: Verweiblichung der deutschen Sprache Antworten

Mich irritierte die "BesucherInnentoilette" in einer Behörde total, weil daran ein männliches T-Männel klebte.

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