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Religionsforum
Atheismus vs. Religionen  

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Dieses Thema hat 22 Antworten
und wurde 1.347 mal aufgerufen
 Atheismus/Agnostizismus
Pamuk Offline

Drachentöter


Beiträge: 850

04.02.2008 20:50
Atheismus = Gleichgültigkeit? antworten
Hallo!
Ich bin auf ein Zitat von Elie Wiesel gestoßen, welches mich schon öfters zum Nachdenken angeregt hat:

"Das Gegenteil von Liebe ist nicht Hass, sondern Gleichgültigkeit. Das Gegenteil von Leben ist nicht Tod, sondern die Gefühllosigkeit."

Da ich mir in letzer Zeit auch sehr viele Gedanken über G'ttesbeweise und die Fundamente verschiedenster Weltanschauungen mache kam mir der Gedanke ob man dieses Zitat nicht auch auf den Atheismus ableiten kann?!
Klar, Wiesel spricht hier nicht von Religionen, aber trotzdem könnte man auf den Gedanken kommen der Atheismus sei lediglich eine Gleichgültigkeit gegenüber g'ttlichen Werten, welche eventuell durch verschiedensten Momente im Leben wie z.B. Enttäuschungen in Bezug auf G'tt hervorgerufen wurden.
Viele Atheisten bezeichnen ihre Kindheit als prägend, so wie Gysi in seinem Buch ja auch von einem enttäuschenden Religionsunterricht spricht. Kann es sein, dass der Atheismus gar nicht mal die pure Abneigung/Ablehnung aller g'tttlichen Ideen sondern lediglich eine Gleichgültigkeit ist?

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Lukrez Offline




Beiträge: 5.550

04.02.2008 21:03
#2 RE: Atheismus = Gleichgültigkeit? antworten
In Antwort auf:
Kann es sein, dass der Atheismus gar nicht mal die pure Abneigung/Ablehnung aller g'tttlichen Ideen sondern lediglich eine Gleichgültigkeit ist?

Wäre ich gleichgültig, so hätte ich wie viele andere Menschen die religiösen Traditionen zumindest oberflächlich übernommen und würde brav zu Weihnachten in die Christmette pilgern.
Nein - ich lehne tatsächlich angeblich göttliche Ideen prinzipiell ab!
Es kann keine erkennbaren göttlichen Ideen geben, da alles religiöse im menschlichen Gehirn "erbrütet" wurde.
Die Gleichgültigen - ich kenne sehr viele, es ist garantiert die Mehrheit - bleiben brav Kirchenmitglied und kümmern oder interessieren sich ansonsten praktisch nicht für religöse Dinge.
Ein Atheist muss sich zumindest ersteinmal einige grundlegende Gedanken Machen!
In Antwort auf:
"Das Gegenteil von Liebe ist nicht Hass, sondern Gleichgültigkeit. Das Gegenteil von Leben ist nicht Tod, sondern die Gefühllosigkeit."

Dieser Satz ist sowieso prinzipiell falsch!
Leben ist Stoffwechsel und Stoffwechsel braucht keine Gefühle.
Darum lebt selbst eine Blaualge.
Leben ist prinzipiell nicht gleichgültig, da es ja dem Stoffwechsel immer unterworfen bleibt.

Der Mensch hat zwar keinen freien Willen - einen Willen hat er allerdings unbedingt durch seine bloße Existenz.
Der Wille ist weder frei noch unfrei - er ist einfach existent.

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Wenn du es nicht wagst, den Sinnen zu trauen, stürzen die Pfeiler des Lebens ein.
De nihilo nihil. Aus Nichts wird nichts.
Zu soviel Unheil hat schon die Religion die Menschen verleitet.
(Lukrez)

Bruder Spaghettus ( gelöscht )
Beiträge:

04.02.2008 21:16
#3 RE: Atheismus = Gleichgültigkeit? antworten

Mensch, Pamuk, lies auch mal was anderes.
Den Regenkönig von Saul Below z.B. oder "Felix Krull" vom ollen Mann, irgendwas wo das Leben pulsiert und nicht das Gegrübel oberste Tugend ist.

maleachi 89 ( Gast )
Beiträge:

04.02.2008 21:48
#4 RE: Atheismus = Gleichgültigkeit? antworten

Zitat von Bruder Spaghettus
Mensch, Pamuk, lies auch mal was anderes.
Den Regenkönig von Saul Below z.B. .
Da würd ' ich eher 'Herzog ' empfehlen, aber egal.

Die Frage von Pamuk erledigt sich schon in Bezug auf dieses Forum hin, die Atheisten sind doch alles andere als gleichgültig, eher das Gegenteil. Warum sie da sind, wo sie sind, ist 'ne andere Frage, würde es aber nicht unbedingt auf Gleichgültigkeit zurück führen, sicherlich manchmal auch.
In Antwort auf:
Das Gegenteil von Leben ist nicht Tod, sondern die Gefühllosigkeit."
Noch mit so viel Emotionen wird man den Tod nicht 'lebendiger' machen. Es ist nicht gefühllos, den als solchen zu nehmen, was er ist, absterbende Masse.

Pamuk Offline

Drachentöter


Beiträge: 850

04.02.2008 22:00
#5 RE: Atheismus = Gleichgültigkeit? antworten

In Antwort auf:
Noch mit so viel Emotionen wird man den Tod nicht 'lebendiger' machen. Es ist nicht gefühllos, den als solchen zu nehmen, was er ist, absterbende Masse.


Ich denke er meint damit nicht den physischen Tod.

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Lukrez Offline




Beiträge: 5.550

04.02.2008 22:16
#6 RE: Atheismus = Gleichgültigkeit? antworten

Meint er einen "metaphysischen" Tod?

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(Lukrez)

Pamuk Offline

Drachentöter


Beiträge: 850

04.02.2008 22:18
#7 RE: Atheismus = Gleichgültigkeit? antworten

So in etwa...den emotionalen Tod.

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Tao-Ho Offline

Zennois


Beiträge: 5.365

05.02.2008 05:52
#8 RE: Atheismus = Gleichgültigkeit? antworten

Dann sind aber nicht Atheisten gemeint. Sicher wird es auch gefühlsarme Atheisten geben, so wie
unter jeder Glaubens- bzw. Nichtglaubens-Gruppe. Aber Atheismus bedeutet eher ein gutes Miteinander,
weil man ja glaubt (sorry) nur dieses eine Leben zu haben.
Immerhin waren es zum grossen Teil Atheisten, die sich für Ethik und Humanismus eingesetzt haben.

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So wie die Lotosblume lieblich und unbefleckt aus dem Schlamm sich erhebt...
() Tao-Ho

qilin Offline




Beiträge: 3.552

05.02.2008 07:10
#9 RE: Atheismus = Gleichgültigkeit? antworten
In Antwort auf:
"Das Gegenteil von Liebe ist nicht Hass, sondern Gleichgültigkeit. Das Gegenteil von Leben ist nicht Tod, sondern die Gefühllosigkeit."

Da ich mir in letzer Zeit auch sehr viele Gedanken über G'ttesbeweise und die Fundamente verschiedenster Weltanschauungen mache
kam mir der Gedanke ob man dieses Zitat nicht auch auf den Atheismus ableiten kann?!
Klar, Wiesel spricht hier nicht von Religionen, aber trotzdem könnte man auf den Gedanken kommen der Atheismus sei lediglich eine
Gleichgültigkeit gegenüber g'ttlichen Werten
Also wenn ich die Existenz eines Gottes ablehne, dann bin ich göttlichen Werten gegenüber sicherlich gleichgültig -
was nicht bedeuten muss, dass ich nicht dieselben Werte hochhalten kann - sie aber eben nicht als 'göttlich' sehe.
Das als 'Gefühllosigkeit' zu bezeichnen scheint mir einigermaßen einäugig...

Das Zitat von Wiesel bezieht sich m.E. auf die menschliche Befindlichkeit; weniger auf den naturwiss. Lebensbegriff.

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Nichts bedarf so sehr der Reform
wie die Meinungen anderer Leute. [Mark Twain]

() qilin

Bruder Spaghettus ( gelöscht )
Beiträge:

05.02.2008 08:51
#10 RE: Atheismus = Gleichgültigkeit? antworten

In Antwort auf:
Da würd ' ich eher 'Herzog ' empfehlen, aber egal.

Mir gings um die "Gier nach Leben", die im Regenkönig so gut verabreicht wird.

Bruder Spaghettus ( gelöscht )
Beiträge:

05.02.2008 08:55
#11 RE: Atheismus = Gleichgültigkeit? antworten

Hab auf der Seite, die TaoHo bei den Witzen verlinkt hat, ne prima Definition gefunden:

Und was ist ein Atheist?
Jemand der weiß, dass er nix glaubt!

qilin Offline




Beiträge: 3.552

05.02.2008 10:55
#12 RE: Atheismus = Gleichgültigkeit? antworten

In Antwort auf:
was ist ein Atheist?
Jemand der weiß, dass er nix glaubt!
Hmm - ist dann ein Gläubiger jemand der weiß, dass er was glaubt?
Und was ist dann einer der glaubt, dass er was [oder nix] glaubt?

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() qilin

Fenris Offline

Freidenker

Beiträge: 1.345

05.02.2008 11:09
#13 RE: Atheismus = Gleichgültigkeit? antworten

Zitat von qilin
Und was ist dann einer der glaubt, dass er was [oder nix] glaubt?


Das wäre dann der wahre Gläubige, da er nix weiss.

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*Das Tier taugt zu allem, was es soll, vollkommen. Der Mensch zu nichts recht, als was er lernt, liebt und übt. (Johann Heinrich Pestalozzi 1746-1827)*

qilin Offline




Beiträge: 3.552

05.02.2008 11:30
#14 RE: Atheismus = Gleichgültigkeit? antworten
Gott in der Höh' sei Preis und Ehr' - ich bin gerettet!!!

Da ich glaube nix zu glauben (so ganz sicher kann man's ja nicht wissen)
gehöre ich zu den Wahren Gläubigen...

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() qilin

Bruder Spaghettus ( gelöscht )
Beiträge:

05.02.2008 11:45
#15 RE: Atheismus = Gleichgültigkeit? antworten
Ist doch völlig Wurscht, was die anderen dann sind.
Für Atheisten hats doch hin. Jedenfalls wenn man von der entsprechenden Bedeutung von Glauben ausgeht.
Magda Offline



Beiträge: 46

05.02.2008 19:17
#16 RE: Atheismus = Gleichgültigkeit? antworten

Hallo,

nach soviel guten Ideen wie bei dem Zitat:
"Das Gegenteil von Liebe ist nicht Hass, sondern Gleichgültigkeit. Das Gegenteil von Leben ist nicht Tod, sondern die Gefühllosigkeit."
sah alles so gut aus für eine Diskussion, bevor sie wieder im alten Fahrwasser baden ging.

Danke, dass Ihre Eure Meinungen so offen zeigt. Diese brachten mir ein ungelöstes Problem aus der Schulzeit in Erinnerung. Das war als meine Verwandten über den Tod meiner Großmutter weinten. Ich verstand das nicht. Sie kam ja täglich, war ja normal aber die anderen sahen das offensichtlich nicht und ich traute mich nichts zu fragen. Dabei hätte ich so gerne gewusst, wie es geht, durch die Wand gehen. Ihre Freundin, mit der sie kam und ging, die konnte das. Das kam mir besonders vor, weil ich das nicht konnte. Es war ja die Wand da. Da kam ich nicht durch. Damals jedenfalls.

Kinder haben einen anderen Zugang zum natürlichen Erleben. Erst durch die Erziehung wird durch irgend ein Denkmuster die eigene Wahrnehmung - so fern vorhanden - blockiert. Vielleicht “glaubt” ihr nicht an die Seele / an die Energie bei anderen Auswirkungen, von Wind, von Steinen, von Pflanzen. Kaum je einer lernt die Wahrnehmung in dieser Weise. Mir bereitet jedenfalls ein abgerissener Baum ebenso Schmerz wie ich ihn empfinde wenn ein Mensch verletzt ist. Ich halte es für leichtsinnig, dass Menschen Rasen mähen, an Sträuchern rumschneiden und die Wolke von hasserfüllten Schmerz nicht wahrnehmen, in damit erzeugt und aufrecht erhalten wird. In der müssen wir uns dann aufhalten und sie aufsaugen wie einen Schwamm.

Es fehlt sicher viel zur Erforschung solcher Gefühle. Wir können Strom messen, aber ihn nicht sehen. Trotzdem wirkt er. Eine Bekannte stürzte auf der Wiese und brach sich das Bein. Sie hat nicht sehen können, dass da wer lag. Man darf nicht auf Lebewesen rumsteigen. Das bringt Unglück.

Die Beispiele wollte ich zeigen, dass bei den Menschen Fähigkeiten zur Wahrnehmung fehlen oder in ihrer Ausformung unterbrochen werden. Die öffentliche Meinung hat den Vorrang. Sie enthält aber keinerlei Informationen für diese Vorkommen. Irgendwelche Phantasien wird jedoch geglaubt.

Über die Informationen komme ich auch auf den Atheismus oder den Gottesglauben zu. Hier stammen die Informationen aus einem Buch. Kritik entzweit. Wissen verbindet. Nie wurden die Schriften überprüft, von denen sich angeblich jeder die Meinung bildete. Wäre etwa das praktische Prüfen angesagt? Es ist alles vorhanden ohne etwas Besonderes.
Warum sagt jeder nur nach - statt selbst zu prüfen. Sehen und lesen reicht.

Die alten Schriften sind nichts weiter als Ideen zur Rechtsprechung. Allerdings einer Hervorragenden, die derzeit nicht Vergleichbares in Religion oder Gesetzgebung zu bieten hat. Bitte sagt mir, ist es zuviel verlangt, dass Leute sich um ordentliche Bildung kümmern?
Das Wissen ist da - es wäre zu lernen ...

"Das Gegenteil von Liebe ist nicht Hass, sondern Gleichgültigkeit.
Das Gegenteil von Leben ist nicht Tod, sondern die Gefühllosigkeit."
Um es nach meiner Erfahrung anzuwenden:
Halten die Atheisten etwa die Christen und umgekehrt? Eine Gleichgültigkeit - gegenüber aus alten Meinungen entstandenen Auffassungen würde sie ja beide umbringen, oder? Und der zweite Teil bestätigt es vielleicht auch:
Kann etwa wegen Gefühllosigkeit gegenüber den anderen Möglichkeiten die Vernunft nicht mehr weiter leben?

Mit freundlichen Grüßen
Magda

http://www.freenet-homepage.de/Auslegung

Bruder Spaghettus ( gelöscht )
Beiträge:

05.02.2008 19:28
#17 RE: Atheismus = Gleichgültigkeit? antworten

In Antwort auf:
Die Beispiele wollte ich zeigen, dass bei den Menschen Fähigkeiten zur Wahrnehmung fehlen oder in ihrer Ausformung unterbrochen werden.

Für mich sind sie eher der Hinweis auf heftige Wahrnehmungsstörungen.

Tao-Ho Offline

Zennois


Beiträge: 5.365

06.02.2008 06:39
#18 RE: Atheismus = Gleichgültigkeit? antworten

Also, liebe Magda. Ich finde, dass Du dringend einen Psychologen aufsuchen solltest.
Schon oft habe ich Dinge erleben können, die mit Logik nicht zu erklären waren. Viele
Bekannte haben dann genauso reagiert wie Du: "Das waren Geister."
Bei allem Respekt, einen Geist habe ich niemals dabei gesehen. Sicher lassen sich meine
Erlebnisse irgendwann wissenschaftlich erklären, nur eben jetzt nicht.

Das sich jemand ein Bein bricht ist schlimm. Ihn dann noch zu verhöhnen und ihm eines zu
erzählen, dass er auf jemanden getreten ist und darum sein Bein hin ist, ist echt herbe.
Wenn ich das gewesen wäre...

Ich glaube sicher an viele Dinge, so habe ich z. B. eine gute Freundin, die Dinge fühlen kann,
bevor sie passieren. Aber auch sie kann sicher keine Geister sehen.

Im tibetanischen Buddhismus gibt es für Geister eine gute Erklärung. Geister sind übriggebliebene
Energieen, die sich noch nicht aufgelöst haben. Kann man mit den elektrischen Strömen in der Luft
vergleichen, die nach einem Gewitter noch vorhanden sind.

In Antwort auf:
Wir können Strom messen, aber ihn nicht sehen. Trotzdem wirkt er.

... wäre damit erklärt. Elektrostatische Strömungen sind im Gewitter normal - Geister sehen nicht.

Unsere Gedanken sind elektrischen Ströme, die nach dem Tode eben noch eine Weile rumgeistern.
Das hat mit Oma aber nichts zu tun. Eher mit einem unbekannten Faktor innerhalb der Neurologie.

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So wie die Lotosblume lieblich und unbefleckt aus dem Schlamm sich erhebt...
() Tao-Ho

Magda Offline



Beiträge: 46

06.02.2008 08:54
#19 RE: Atheismus = Gleichgültigkeit? antworten

In Antwort auf:
Wenn ich das gewesen wäre...

...arme Tao Hao.
Leider ist so was mehr Leuten passiert - weil ihnen eben ein paar Dinge fehlen.
Kann ich aber dann nichts machen und sage endgültig Tschüss

Magda Offline



Beiträge: 46

06.02.2008 09:14
#20 RE: Atheismus = Gleichgültigkeit? antworten

Hallo Tao Hao,

In Antwort auf:
Also, liebe Magda. Ich finde, dass Du dringend einen Psychologen aufsuchen solltest.
Schon oft habe ich Dinge erleben können, die mit Logik nicht zu erklären waren.

Vielleicht solltest Du es tun, ich befürchte nur, von derlei Dingen weiß er genausowenig wie Du. Die meisten studieren Psychologie weil sie mit ihren Problemen selber nicht zurecht kommen. Darüber nehme ich an, es ist eine feige Ausrede, mit der mir jeder kommt, der zu faul zum Denken ist.

Aber lassen wir das - wichtiger wäre das Erforschen der anderen Dinge. Wegen so einem kleinen Hinweis auf meine Vorstellungswelt bläht Ihr Euch auf! Das was ich von Euch erwartet hätte, wäre logisches Denken zu den alten Schriften gewesen.
Da war Eure Reaktion Null. Dabei hätte es nichts weiter als Sehen gebraucht.
Ich habe Fakten geliefert - nichts weiter. Fakten in der Textforschung.
Denen soll man nachgehen. Nicht Wirbel machen und auch keine Beleidigungen verbreiten.

Ich schrieb von den anderen Möglichkeiten an die alten Vorstellungen heranzugehen. Schafft Ihr nicht, gell

Fenris Offline

Freidenker

Beiträge: 1.345

06.02.2008 09:24
#21 RE: Atheismus = Gleichgültigkeit? antworten
Zitat von Magda
dass bei den Menschen Fähigkeiten zur Wahrnehmung fehlen oder in ihrer Ausformung unterbrochen werden. Die öffentliche Meinung hat den Vorrang. Sie enthält aber keinerlei Informationen für diese Vorkommen. Irgendwelche Phantasien wird jedoch geglaubt.

Es ist immer amüsant, wenn Leute vorgeben in ihren Erkenntnissen und Wahrnehmungen die wahre Welt zu sehen um dann mit Beispielen wie dem unsichtbaren Strom dies zu untermauern.

Spielt doch keine Rolle, ob man jetzt an einen gängigen Gott oder an eine Geisterwelt glaubt, die wiederum nur von Auserwählten, auch ein Lieblingsbegriff der Religionen, wahrgenommen werden kann. Alles basiert auf der vermessenen Idee, der Mensch müsse auf Biegen und Brechen einfach etwas besonders sein. Losgelöst von allem bisher Bekanntem, um ein Vielfaches grösser als die biologischen Daten aufzeigen, ein Wesen, das sich in verschiedenen Welten und Bewusstseinsformen bewegt, bewegen kann und man es einfach nur erkennen muss. Das sich auch ein solches Erkennen nicht nachweisen lässt sei sekundär.

Der Kernpunkt bleibt aber auch hier unbeantwortet, wozu dieses Geist-Mensch-Geist Spiel eigentlich? Vor der Geburt schwirrt die Seele, der Geist (oder was auch immer) irgendwo herum, wird dann für ein paar Augenblicke Mensch, der das natürlich nicht mitbekommt, und kehrt nach dem Tod wieder ins (N)Irgendwo zurück. Wem oder was würde so was dienen ausser dem Menschen in seiner verzweifelten Flucht vor dem (endgültigen) Tod?
Wie erklären z.B. die Anhänger von Reinkarnationsprozessen eigentlich das Bevölkerungswachstum? Aber auch dies ein unwichtiges Detail.
Es gibt weder für Übersinnliches, Geister, andere Dimensionen oder Götter den geringsten Hinweis geschweige denn Beweis.
Ich bin kein gleichgültiger Mensch im Gegensatz zu der anderen Seite.

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*Das Tier taugt zu allem, was es soll, vollkommen. Der Mensch zu nichts recht, als was er lernt, liebt und übt. (Johann Heinrich Pestalozzi 1746-1827)*

qilin Offline




Beiträge: 3.552

06.02.2008 09:35
#22 RE: Atheismus = Gleichgültigkeit? antworten

Zitat von Magda
Ich schrieb von den anderen Möglichkeiten an die alten Vorstellungen heranzugehen. Schafft Ihr nicht, gell
Nö - phantasievolle Spielchen mit irgendwelchen Nebenbedeutungen sind keine Fakten,
und mit logischem Denken haben sie wenig zu tun. Andere Möglichkeiten sind sie zweifellos -
nur, auch dass die Welt wirklich genauso erschaffen wurde wie's wortwörtlich in der Genesis
steht - oder dass der Himmel rosarot ist - ist eine 'andere Möglichkeit'...

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Nichts bedarf so sehr der Reform
wie die Meinungen anderer Leute. [Mark Twain]

() qilin

Tao-Ho Offline

Zennois


Beiträge: 5.365

06.02.2008 17:50
#23 RE: Atheismus = Gleichgültigkeit? antworten

Zitat von Magda
Ich schrieb von den anderen Möglichkeiten an die alten Vorstellungen heranzugehen. Schafft Ihr nicht, gell

Du ja wohl offensichtlich auch nicht, denn ich habe Dir zumindest einen Denkanstoss gegeben,
immerhin habe ich den tibetanischen Buddhismus und seine Sichtweise zum Thema gepostet.

Beleidigend bin ich sicher nicht dabei geworden.

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() Tao-Ho

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