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Atheismus vs. Religionen  


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Dieses Thema hat 156 Antworten
und wurde 6.940 mal aufgerufen
 Christentum
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SnookerRI Online

Soul-Societist


Beiträge: 8.217

13.02.2008 09:52
#51 RE: Warum lässt Gott Leiden zu? Antworten

In Antwort auf:
Sollte sich irgendeine „höhere Macht“ bemerkbar machen hätte ich kein Problem diese zu akzeptieren, würde also die Realität nicht verdrängen,
hmmh ist das nicht schon eher agnostisch?

Ich meine dem Atheisten, ist es doch egal, ob es einen Gott gibt oder nicht. Jedenfalls spielt Gott in seinem Leben so oder so keine Rolle.

Aber du scheinst ja dein ganz persönliches Verständnis von Atheismus zu haben
Wäre für mich sehr aufschlussreich zu erfahren, wie die anderen Athesiten den begriff und seine Wirkung beschreiben würden.

In Antwort auf:
Ebenso gut könnte man den Gläubigen unterstellen, dass sie einen Gott, der in keiner Art und Weise ihrem Gedankenkonstrukt von Gott entspricht, akzeptieren würden sollte sich ein solcher denn offenbaren.
Natürlich kann man das. Inwieweit das dann im Einzelfall auf den Gläubigen zutrifft, wird sich dann erst zeigen...


In Memory of Soul-Society

Wohl gibt es zwei Arten von Freunden und es sind diese: Käufliche und Unbezahlbare

Wo Wahrheit ist, ist Bescheidenheit (K.H.Deschner)

Wir wissen nur so viel, wie wir fragen (Wessel Gansfort, 1419-1489)

SnookerRI Online

Soul-Societist


Beiträge: 8.217

13.02.2008 10:01
#52 RE: Warum lässt Gott Leiden zu? Antworten

In Antwort auf:
Musste er doch vorher wissen, dass das in die Hose geht.
Nur wenn unter Allwissenheit auch Vorherbestimmung verstanden wird. Tatsächlich gibt es "christliche" Verständnisse, die genau das aussagen wollen.


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Christian D! ( Gast )
Beiträge:

13.02.2008 10:27
#53 RE: Warum lässt Gott Leiden zu? Antworten
Zitat von Joda
Die Zukunft sich ständig im Wandel befindet, junger Padawan!

Ich stell jetzt mal eine Theorie auf - davon ausgehend das Gott allwissend ist könnte man auch sagen das er bei Veränderungen weiß wie es weitergeht was als nächstes passieren wird wenn dieses und jenes nicht passieren/gemacht wird. So quasi eine Voransicht der Dinge die da kommen könnten.

Wobei natürlich die Frage aufkommt:
- Was haben wir davon?
Bruder Spaghettus ( gelöscht )
Beiträge:

13.02.2008 10:41
#54 RE: Warum lässt Gott Leiden zu? Antworten
In Antwort auf:
Aber wie du zu beginn so schön anführtest, gelten diese beiden Bedingugen für dich ja schon nicht. Entweder ist Gott das Eine oder das Andere. Aber nicht beides.

Wo hätte ich das behauptet? Es ging lediglich darum, ob unter diesen Voraussetzungen das Schlechte in der Welt erklärbar wäre. Du hast dafür nur eine einzige Möglichkeit gelten lassen, weil du nicht bereit bist, dein Gottesbild zu verändern. Die Erklärung die du gebracht hast, ist für mich unbefriedigend. Auch, weil ich es absolut nicht für gütig halte, nur um selbst fair zu sein andere unendliches Leid erleiden zu lassen obwohl Gott das ohne die geringste Mühe für sich selbst hätte tun können.
In Antwort auf:
Lukrez geht es nicht um die Frage, ob es einen Gott gibt, sondern inwieweit der mensch Schuld für sein handeln haben kann. Ich nehmen an, du hast seine beiträge mitverfolgt...
Habe ich, und verstanden, Lukrez unterscheidet zwischen Schuld und Haftung für diese Schuld. Aber darum ging es doch in deiner Behauptung gar nicht, sondern darum, Verantwortung auf Gott zu schieben. Das habe ich bei Lukrez nirgendwo gefunden, es sei denn als Argument in der Diskussion von Gottesbildern.
In Antwort auf:
Warum sagt ihr dann in dieser Diskussion immer wieder, dass Gott für das Böse verantwortlich ist? Mir ist klar, dass ihr euch bemüht, zu versuchen, mit Gläubigen auf einer Stufe zu dikutieren, aber offensichtlich müssen wir da noch einen weiten Weg gehen, bis wir uns auf eine Grundlage einigen können.
Weil wir zwischen Tatsachen und theoretischer Diskussion unterscheiden. Letztlich geht es doch nur darum, wie die Bibel ausgelegt wird. Wir haben aus ihr zweifellos ein anderes Gottesbild entnommen als du. Andere Gläubige wieder ein anderes und viele von denen sind von unserem Gottesbild gar nicht mal zu weit entfernt.
Warum sollte von den unendlich vielen Gottesbildern unseres unbedingt falsch sein und deins unbedingt richtig?
In Antwort auf:
Er ist ja für Gläubige nicht der Buhmann.

Ich denke nicht, dass du da pauschal für alle Gläubigen sprechen kannst. Für alle die, die an die Hölle glauben ist Gott doch ganz klar der Buhmann. Er entscheidet.

In Antwort auf:
Er hat sie - sowohl die ersten menschen wie auch seinen späteren Widersacher als vollkommene Geschöpfe erscahffen mit der Entscheidungsfreiheit, sich für oder gegen seine Souveränität zu entscheiden.
Natürlich hätte er auch Rboter erschaffen können, die stur ihr Programm abrufen.
Da würde mich mal interessieren, was du unter Souveränität verstehst? Die Wahl sich auf der einen Seite für Gott und das Paradies und auf der anderen gegen Gott und für die Hölle zu entscheiden? Eine Entscheidung, die von dem der sie ermöglicht nicht auch ohne Strafandrohung akzeptiert wird, hat nichts mit Gewährung von Souveränität zu tun.

In Antwort auf:
Ich meine dem Atheisten, ist es doch egal, ob es einen Gott gibt oder nicht. Jedenfalls spielt Gott in seinem Leben so oder so keine Rolle.

Aber du scheinst ja dein ganz persönliches Verständnis von Atheismus zu haben
Wäre für mich sehr aufschlussreich zu erfahren, wie die anderen Athesiten den begriff und seine Wirkung beschreiben würden.

Da gibt es auch sehr individuelle Vorstellungen. Manches dürfte sich aber klar mehrheitlich sagen lassen:
- Für Atheisten gibt es keinen Gott. Nicht weil ihnen die Vorstellung nicht passt, sondern weil sie keine Hinweise auf seine Existenz sehen oder einfach zur Erklärung der Vorgänge in der Welt keinen Gott brauchen.
- Atheistmus ist lediglich das Ablehnen einer Götterwelt. Mehr nicht. Vielleicht noch nicht einmal das, jedenfalls wenn man zwischen Atheismus und Antitheismus unterscheidet. Er ist keine Weltanschauung. Deshalb ist es weder sinnvoll, Atheismus als Ursache von Verbrechen zu sehen, noch als alleiniges Rezept zu deren Vermeidung. Lediglich aus der Formel mehr Atheismus = weniger Religion ließe sich eine bessere Gesellschaftsprognose ableiten, jedoch nicht aus dem Atheismus an sich.

Die Aussage, es ist ihnen egal ob es Götter gibt oder nicht passt jedenfalls nicht auf Atheisten. Mehr auf Epikuräer, der hat das so ähnlich gesehen und die Götter in eine Zwischenwelt geschickt, in der sie mit sich selbst beschäftigt und keinen Einfluss auf die Menschen genommen haben.

@ Reinicke

In Antwort auf:
(Vielleicht gehört dass für Dich zur Allmacht dazu?)
Ja, für mich gehört Allwissen zur Allmacht, aber schon als besonderes Merkmal.
Fenris Offline

Freidenker

Beiträge: 1.345

13.02.2008 10:49
#55 RE: Warum lässt Gott Leiden zu? Antworten

Zitat von SnookerRI
hmmh ist das nicht schon eher agnostisch?
Ich meine dem Atheisten, ist es doch egal, ob es einen Gott gibt oder nicht. Jedenfalls spielt Gott in seinem Leben so oder so keine Rolle.


Denke nicht, da der Begriff "höheres Wesen" für mich nicht zwingend tranzendenter Natur zu sei hat und beispielsweise auch von einem Ausserirdischen besetzt werden kann, dessen Fähigkeiten die unseren bei weitem übertreffen aber trotzdem nichts gottähnliches vorzuweisen hat. Wenn sich dieser (Alien) also zeigen (offenbaren) würde, dann wäre er ja Realität und diese lehne weder ich noch der Atheismus ab, im Gegenteil.
Würde also ein (der) bärtige Gott-Vater auftauchen respektive Realität werden, dann würde ich dies auch als Realität akzeptieren und nicht "verdrängen" nur um meinem Atheismus gerecht zu werden.


__________________________________________________
*Das Tier taugt zu allem, was es soll, vollkommen. Der Mensch zu nichts recht, als was er lernt, liebt und übt. (Johann Heinrich Pestalozzi 1746-1827)*

Pamuk Offline

Drachentöter


Beiträge: 850

13.02.2008 12:13
#56 RE: Warum lässt Gott Leiden zu? Antworten

Bei der ganzen Sache ist doch ein gravierender Widerspruch ganz klar zu erkennen...

Nehmen wir an Adam&Eva haben sich für den Satan(den es als "Person" eh nicht gibt) entschieden und G'tt hat sie verstoßen damit die Menschen beweisen können, dass ihre "satanische" Ordnung besser ist als sein Gesetz.

Warum gab G'tt dann trotzdem Gebote an die Menschheit und reagierte zornig wenn diese nicht befolgt wurden?
Denken wir doch nur an Noah oder die Geschichte am Sinai....

________________________
...

maleachi 89 ( Gast )
Beiträge:

13.02.2008 13:58
#57 RE: Warum lässt Gott Leiden zu? Antworten

In Antwort auf:
Wir schieben keinem Gott was in die Schuhe, wir kommen fantastisch ohne den aus. Wir versuchen nur zu zeigen, wie widersprüchlich euer Gottesbild, auch in den einzelnen individuellen Fassungen, ist.
Wir lassen uns nur auf eurer Gottesbild ein, nur hier in der Diskussion. Sonst beschäftigt uns das überhaupt nicht.

Ich frage mich aber, warum? Was bewegt euch, über für euch völlig unrelevante Themen soviel Energie zu investieren. Es muss ja alles erst mal gedacht werden, der vermeindliche Gegner darf nicht unterschätzt werden und im Grunde könntet ihr auch über den psychologischen Wert od. Unwert von 'Hänsel und Gretel' referieren.
Wozu eigentlich diese Mühe? Um den anderen bloß zu stellen, sich seiner selbst zu vergewissern oder warum gibts hier ellenlange Threads über Themen, deren Sinnlosigkeit ihr nicht müde wertet zu betonen?
In Antwort auf:
Der Gott in der Bibel verhält sich bestenfalls schizoprän. Er ist
ekelerregend machtgeil, ändert seine Meinung wie ich meine Unterhosen und ist alles andere als
ein fairer Geschäftspartner.
Gott ist doch kein Partner, mit dem man Geschäfte nach dem Motto 'fair feels good' treibt. Er hat uns geschaffen und ich habe zumindest nicht mit meinen leiblichen Erzeugern verhandelt, ob ich denn ab und zu mal etwas ungezogen sein kann, nein es mussten Normen und Verhaltensregeln berherzigt werden. So ist es auch im größeren Stil mit Gott.
In Antwort auf:
Wir hatten schon oft die Frage, warum Gott so viel Leid zulässt, wenn er doch allmächtig und
allwissend ist.
Die Frage kann auch aus einem anderem Blickwinkel gestellt werden, man könnte auch fragen 'mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?' Die Frage nach dem Sinn des Leides wird vom Leidenden selbst gestellt, genauso wie vom leidenden und sterbenden Gott am Kreuz...
Es kommt also eine Antwort nach der Leidensfrage, nur die Antwort kommt aus einer völlig anderen und ungewünschten Ecke, es ist das Mitleiden Gottes, was nicht für möglich gehalten wird. Da bekommt das Ganze etwas sehr persönliches und radikales, den der Tod ist die persönlichste Sache, die es gibt.
Jesus ist nicht für abstrakte Zahlen gestorben, sondern für jeden einzelnen.

Bruder Spaghettus ( gelöscht )
Beiträge:

13.02.2008 14:24
#58 RE: Warum lässt Gott Leiden zu? Antworten

In Antwort auf:
Ich frage mich aber, warum? Was bewegt euch, über für euch völlig unrelevante Themen soviel Energie zu investieren.

Ich dachte, das ist klar.

Wir wollen den substanziellen Dialog führen. Wir wollen nicht nur Kirchen- sondern auch Religionskritik. Und das halt an der Wurzel. Aber eben nicht mit Mitteln des Verbotes, der Abschiebung oder wie auch immer, sondern durch inhaltliche Auseinandersetzung.

Christian D! ( Gast )
Beiträge:

13.02.2008 14:32
#59 RE: Warum lässt Gott Leiden zu? Antworten

Zitat von maleachi
Ich frage mich aber, warum? Was bewegt euch, über für euch völlig unrelevante Themen soviel Energie zu investieren.

Frage an dich: Warum hast du es denn schon auf 208 Beiträge geschaft? Du bist doch auch hier weil du über das Thema Religion diskutieren willst.

qilin Offline




Beiträge: 3.552

13.02.2008 14:34
#60 RE: Warum lässt Gott Leiden zu? Antworten

Hi Maleachi,

In Antwort auf:
Ich frage mich aber, warum? Was bewegt euch, über für euch völlig unrelevante Themen soviel Energie zu investieren
Nun, ich denke die Frage ist nun mal interessant, den eigenen Standpunkt zu verteidigen ebenso,
und die Meinung "Alles alter Käse - ich hab's verstanden und gelöst, und jetzt kann ich's ja Euch
Schwachmaten erzählen"
nicht sehr glaubwürdig - ganz gleich aus welcher Richtung....


In Antwort auf:
Gott ist doch kein Partner, mit dem man Geschäfte nach dem Motto 'fair feels good' treibt. Er hat uns geschaffen
Aber in vielen hl. Schriften wird dieser Eindruck erweckt, und das nicht ganz zu Unrecht - es ist
ja die Haltung der 'kleinen Leute', die sich nicht mit Theologie und Mystik abgeben - "Ich tu' was
in den Geboten steht, und dafür komm' ich ins Paradies..."
Die bedingungslose Gottesliebe einer
Rabía [frühislamische Sufi-Mystikerin] ist den Meisten unbegreiflich...

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Nichts bedarf so sehr der Reform
wie die Meinungen anderer Leute. [Mark Twain]

() qilin

Xeres Offline




Beiträge: 2.587

13.02.2008 14:59
#61 RE: Warum lässt Gott Leiden zu? Antworten

Zitat von Fenris
Denke nicht, da der Begriff "höheres Wesen" für mich nicht zwingend tranzendenter Natur zu sei hat und beispielsweise auch von einem Ausserirdischen besetzt werden kann, dessen Fähigkeiten die unseren bei weitem übertreffen aber trotzdem nichts gottähnliches vorzuweisen hat.
"Jede ausreichend weit entwickelte Technologie ist von Zauberei nicht zu unterscheiden." Wer sagte das doch gleich?

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Reinecke ( gelöscht )
Beiträge:

13.02.2008 15:09
#62 RE: Warum lässt Gott Leiden zu? Antworten

In Antwort auf:
"Jede ausreichend weit entwickelte Technologie ist von Zauberei nicht zu unterscheiden."

Müsste Isaac Asimov gewesen sein. Oder war das von ihm: "Wenn man Technik noch von Magie unterscheiden kann, so ist sie noch nicht ausreiched entwickelt."

Pratchett, Cohen und Stewart formulieren dass um: "Jede ausreichend entwickelte Magie ist von Technik nicht mehr zu unterscheiden."

Fenris Offline

Freidenker

Beiträge: 1.345

13.02.2008 15:15
#63 RE: Warum lässt Gott Leiden zu? Antworten
Zitat von Xeres
"Jede ausreichend weit entwickelte Technologie ist von Zauberei nicht zu unterscheiden." Wer sagte das doch gleich?


"Jede hinreichend fortschrittliche Technologie ist von Magie nicht zu unterscheiden.“
Arthur C. Clarke

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qilin Offline




Beiträge: 3.552

13.02.2008 15:20
#64 RE: Warum lässt Gott Leiden zu? Antworten

Ich dachte auch an Asimov - im 'Tausendjahresplan' glaube ich.

___________________________
Nichts bedarf so sehr der Reform
wie die Meinungen anderer Leute. [Mark Twain]

() qilin

maleachi 89 ( Gast )
Beiträge:

13.02.2008 15:21
#65 RE: Warum lässt Gott Leiden zu? Antworten

Zitat von Bruder Spaghettus
Wir wollen nicht nur Kirchen- sondern auch Religionskritik. Und das halt an der Wurzel. Aber eben nicht mit Mitteln des Verbotes, der Abschiebung oder wie auch immer, sondern durch inhaltliche Auseinandersetzung.
Jetzt muss ich noch mal nachhaken und einfältig fragen, mit was für einem Ziel? Bis der letzte Gläubige 'gefällt' ist? Die Welt im heren Glanz des Atheismus erstrahlt? Begebt ihr euch da nicht auf ein Niveau, was ihr für euch selbst als unterirdisch empfindet?
Ich will jetzt nicht vom Gott/Leid Thema ablenken, das kam mir nur mal so ein in diesem Zusammenhang.
In Antwort auf:
Frage an dich: Warum hast du es denn schon auf 208 Beiträge geschaft? Du bist doch auch hier weil du über das Thema Religion diskutieren willst.
Nur hat für mich dieses Thema einen ganz anderen Stellenwert, da ich, wenn man so will, ein Vertreter deren bin, aber Atheisten oder auch meinetwegen Agnostiker nicht aufhören, darauf hinzuweisen: 'im Grunde ist 's Blödsinn, dieses Geschwafel von, über oder auch mit Gott.
In Antwort auf:
Nun, ich denke die Frage ist nun mal interessant, den eigenen Standpunkt zu verteidigen ebenso
Das leuchtet mir noch am ehesten ein, Vermittlung des eigenen Standpunktes, ohne ständig Geringschätzung der Gegenseite zu äußern, aber wahrscheinlich gehört das dazu.
In Antwort auf:
Die bedingungslose Gottesliebe einer
Rabía [frühislamische Sufi-Mystikerin] ist den Meisten unbegreiflich...
Zitat: 'Nach der sufischen Überzeugung kann der Mensch als wahrer Diener Gottes die Freiheit erlangen, die ihm ermöglicht, die Stufen der Vollkommenheit empor zu steigen. Das Ziel des sufischen Weges ist es, dass der Mensch durch Gottes Liebe und Annäherung die Vollkommenheit erreicht, die ein Mensch als Gottes Diener (abd) erreichen kann.'

Das kann man unbesehen ins Christentum exportieren.
Ich weiß, du wolltest nur ein Beispiel geben, und es passt.
Dann wiederrum stellt sich aber auch die Frage, sind 'schlichte' Gemüter besser geeignet, an Gott zu glauben, ihm zu dienen und, um mal wieder die Kurve zu kriegen, auch Leid zu ertragen? Niedrigeren IQ wird den Gläubigen ja schon von Dawkins unterstellt und auch in der Diskussion hier kommt oft ein unfassbares Kopfschütteln zum Ausdruck seitens der 'Aufklärer'. Folgerichtig wäre, man muss nur dämlich genug sein, um der perfekte Mensch für den Glauben zu sein, oder ebend im Geiste arm, dann erträgt man auch alles Leid der Welt.

Fenris Offline

Freidenker

Beiträge: 1.345

13.02.2008 15:33
#66 RE: Warum lässt Gott Leiden zu? Antworten

Zitat von qilin
Ich dachte auch an Asimov - im 'Tausendjahresplan' glaube ich.


Nop, definitiv Clarke's drittes Gesetz.

Asimov hat die asimovschen Robotergesetzte definiert.


__________________________________________________
*Das Tier taugt zu allem, was es soll, vollkommen. Der Mensch zu nichts recht, als was er lernt, liebt und übt. (Johann Heinrich Pestalozzi 1746-1827)*

maleachi 89 ( Gast )
Beiträge:

13.02.2008 15:41
#67 RE: Warum lässt Gott Leiden zu? Antworten

In Antwort auf:
Asimov hat die asimovschen Robotergesetzte definiert.
Bamm, zakkk, greischhhh...die Robotergesetze passen wie die Faust auf 's 'leidende' Auge Gottes.

qilin Offline




Beiträge: 3.552

13.02.2008 15:42
#68 RE: Warum lässt Gott Leiden zu? Antworten

In Antwort auf:
Zitat: 'Nach der sufischen Überzeugung kann der Mensch als wahrer Diener Gottes die Freiheit erlangen, die ihm ermöglicht, die Stufen der Vollkommenheit empor zu steigen. Das Ziel des sufischen Weges ist es, dass der Mensch durch Gottes Liebe und Annäherung die Vollkommenheit erreicht, die ein Mensch als Gottes Diener (abd) erreichen kann.'
Das meinte ich eigentlich weniger als die Geschichte, wo sie mit finsterm Gesicht,
in einer Hand eine brennende Fackel und in der anderen einen Eimer Wasser, durch
das Dorf marschierte. Als irgendjemand sie fragte, was sie denn vorhätte damit,
antwortete sie: "Ich will Wasser in die Hölle gießen und Feuer ans Paradies legen,
damit diese beiden Schleier verschwinden und niemand mehr Gott aus Furcht vor
der Hölle oder in Hoffnung aufs Paradies anbete, sondern allein aus Liebe zu ihm."

___________________________
Nichts bedarf so sehr der Reform
wie die Meinungen anderer Leute. [Mark Twain]

() qilin

Christian D! ( Gast )
Beiträge:

13.02.2008 15:47
#69 RE: Warum lässt Gott Leiden zu? Antworten

Da kennst du aber nicht alle Agnostiker. Ich finde diese Themen sehr interessant und befasse mich immer gern damit, ein Freund von mir ist angehender Theologe - von dem bekomme ich heute z. B. ein kopiertes Buch zum Thema Dreieinigkeit und Dogmatik.

maleachi 89 ( Gast )
Beiträge:

13.02.2008 16:02
#70 RE: Warum lässt Gott Leiden zu? Antworten

Diese Geschichte kannte ich nicht, qilin, hört sich aber gut an, etwas ursprünglich (um das Wort 'naiv' zu vermeiden) vielleicht, aber das hat was. Eventuell bräuchte das Christentum auch hin und wieder so jemanden, der mit Wasser und Feuer bewaffnet, umhergeht und den Philistern dieser Religion den Schleier wegbläst.

In Antwort auf:
Ich finde diese Themen sehr interessant und befasse mich immer gern damit
Das wird den meisten so gehen und ist auch für mich ein Grund, hier zu sein.
In Antwort auf:
ein kopiertes Buch zum Thema Dreieinigkeit und Dogmatik.
Interessantes Thema, bei dem ich aber wahrscheinlich sogar mit Snooker nicht überein kommen würde.

Tao-Ho Offline

Zennois


Beiträge: 5.365

13.02.2008 18:24
#71 RE: Warum lässt Gott Leiden zu? Antworten

Zitat von Snooker
Das werden wir sehen, wenn alle Religionen abgeschafft wurden, und auch der Letzte Gläubige massiv angegriffen wird...

Es waren in der Vergangenheit immer die Agnostiker oder Atheisten, welche massiv angegriffen wurden
und zwar von den Religionen.
Zitat von Snooker
Er hat sie - sowohl die ersten menschen wie auch seinen späteren Widersacher als vollkommene Geschöpfe erscahffen mit der Entscheidungsfreiheit, sich für oder gegen seine Souveränität zu entscheiden.

... um sie gepflegt abstrafen zu können, wenn ihm die Entscheidung nicht in den Kram passt. Und das nennst
Du fair?
Das mit dem Lehrling hast Du falsch verstanden. Ich meinte nur, dass ich niemanden leiden lasse, nur weil
ich Frust habe. Wenn Gott frustig ist, nur weil wir nicht so wollen wie er es geplant hat, dann ist das
nun mal ein pupertäres Verhalten.

Ich kann auch nur bestätigen, was Fenris sagt: Es gibt auch Leiden ohne zutun vom Menschen. Wenn jemand z. B.
Multiple Sklerose hat leidet er sehr und kein Mensch hat Schuld.
Zitat von maleachi
Ich frage mich aber, warum? Was bewegt euch, über für euch völlig unrelevante Themen soviel Energie zu investieren.

Was mich betrifft kann ich dazu sagen: Weil mich die Sichtweise der ZJ diesbezüglich interessiert und ich nur
Verständnis entwickeln kann, wenn ich genug weiss. Erst dann kann ich bestehende Vorurteile abbauen und verstehen
warum ZJ so reagieren wie sie es diesbezüglich oft tun. Wie Du weisst habe ich auch Beruflich mit diesen Menschen
zu tun und muss auch auf sie eingehen können.

Bis jetzt sind noch sehr viele Fragen offen. Weil ich aber zu müde bin (war ein Hammertag mit Spreizhose für ein
Säugling und gebrochenem Zeh usw.) frage ich morgen früh weiter.

----------------------------------------------------------------------------------------------------
So wie die Lotosblume lieblich und unbefleckt aus dem Schlamm sich erhebt...
() Tao-Ho

Christian D! ( Gast )
Beiträge:

13.02.2008 18:28
#72 RE: Warum lässt Gott Leiden zu? Antworten
@ maleachi

Man muss ja nicht nur Dinge lesen mit denen man einverstnaden ist - es ist viel interessanter Dinge zu "erforschen" die man nicht mag - gerade weil man sie nicht mag (mit mögen beziehe ich mich nicht daruaf das es jemanden etwa langweilt, sondern das man es ablehnt, ja sogar hasst).
Nehmen wir doch mal so manchen Hobby Islamkritiker - wieviele haben den Koran überhaut je gelesen, oder Scientology, man mag den "Verein" nicht aber denkt nicht darüb er nach warum.
Bruder Spaghettus ( gelöscht )
Beiträge:

13.02.2008 19:35
#73 RE: Warum lässt Gott Leiden zu? Antworten

In Antwort auf:
Jetzt muss ich noch mal nachhaken und einfältig fragen, mit was für einem Ziel? Bis der letzte Gläubige 'gefällt' ist?
Ist nicht schon deine Wortwahl eine Unterstellung? Werden Gläubige "gefällt" wenn ihre Glaubensgrundsätze hinterfragt werden?

Für Christen ist es selbstverständlich zu missionieren. Wir bewegen uns weit unter dieser Stufe wenn wir das machen, was wir hier tun. Wollt ihr uns das Recht absprechen, die Anschauung, die wir für die richtige erachten, vertreten zu dürfen auch indem wir versuchen die Schwächen anderer Anschauungen aufzuzeigen?

Ich will nicht diskutieren, bis der letzte Gläubige "gefällt" ist. Es ist mir wirklich egal, wenn der Glauben in irgendeiner Form ewig überlebt. Aber nur als Privatsache, ohne jegliche gesamtgesellschaftliche Auswirkungen. Dies möchte ich wirklich komplett beseitigt sehen.

Pamuk Offline

Drachentöter


Beiträge: 850

13.02.2008 20:24
#74 RE: Warum lässt Gott Leiden zu? Antworten

Ich habe übrigens auch was zum Thema geschrieben

________________________
...

maleachi 89 ( Gast )
Beiträge:

13.02.2008 20:56
#75 RE: Warum lässt Gott Leiden zu? Antworten

Mit Ignoranz muss man hier ab und zu leben lernen..

Zitat von Pamuk
Warum gab G'tt dann trotzdem Gebote an die Menschheit und reagierte zornig wenn diese nicht befolgt wurden?
Sollte er er seine eigene Schöpfung überschätzt haben? Eher nicht, er hat Geduld.

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"Ich bin völlig anderer Meinung als Sie. Aber ich werde mein Leben dafür einsetzen,
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