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Religionsforum
Atheismus vs. Religionen  


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Dieses Thema hat 156 Antworten
und wurde 7.004 mal aufgerufen
 Christentum
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SnookerRI Offline

Soul-Societist


Beiträge: 8.325

15.02.2008 09:31
#101 RE: Warum lässt Gott Leiden zu? Antworten

In Antwort auf:
Und an einen Gott zu glauben im Sinne von " Ich kann zwar nicht sicher sagen dass es dich gibt aber ich vertraue dir"....ist das nicht kindisch ?
Natürlich... deswegen sagt das ja auch kein Gläubiger. Für einen Gläubigen existiert Gott, er hat die Beweise überprüft und kommt zu dem Schluss dass es Gott in der beschriebenen Form gibt.

In Antwort auf:
Du aber vertraust auf jemanden von dem du nur glauben kannst dass er überhaupt existiert.......wie passt das zusammen ?
Siehe oben...

In Antwort auf:
Einfache Fragen zu diesen Dingen beantwortest du in der Regel damit , dass du sie entwederauf deinen Standpunkt reduzierst, was die Flexibilität vermissen lässt die du bei anderen so gerne sehen würdest, oder du ignoriest sie konsequent.
Würde eine Antwort (und ich habe darauf geantwortet) irgendetwas an deiner Beurteilung mir gegenüber ändern? Wohl kaum. Auch für Lukrez werden ich ein Ignoranter Vollidiot bleiben, solange ich gläubig bin. Der Standpunkt eines Gläubigen kann euch nur lächerlich erscheinen. Das hat dann aber nichts mehr mit Ignoranz des Gläubigen zu tun.

In Antwort auf:
Was ist das für ein Gott der endlose Liebe verströmt......für die die ihm gelegen kommen ?
Oder meinst du für die, die seine Liebe annehmen?

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Fenris Offline

Freidenker

Beiträge: 1.345

15.02.2008 09:31
#102 RE: Warum lässt Gott Leiden zu? Antworten

Zitat von SnookerRI
Immer wieder interessant. Es ist doch klar dass es für Atheisten keinen Gott gibt.
Etwas anderes setze ich ihm auch nicht vor die Nase.

Wirklich nicht? Meiner Meinung nach tust Du dies eben doch wenn ich lese
In Antwort auf:
Die Entscheidung, sich gegen Gott zu wenden, zieht ebenso Konsequenzen nach sich, wie die Entscheidung für Gott.

Wenn es einen Gott gibt, der dem christlichen muster entspricht, werdet ihr euch gegen seine Souveränität entscheiden,

Ja, es gibt einen Gott baer ich möchte trotzdem nichts mit ihm zu tun haben.

Das sind alles Aussagen, die den Atheisten als jemanden darstellen, der bewusst einen existierenden Gott ablehnt. Sich gegen ihn zu entscheiden……sich gegen seine Souveränität entscheiden……..nichts mit ihm zu tun haben……

Das zeigt doch eindeutig, dass Du Dein Weltbild (Gott existiert) auch über den Atheisten stülpst und dann daraus folgerst ergo, der Atheist lehnt Gott (obwohl existent) einfach ab.

Das heisst nichts anderes, als Du und ich sitzen auf einer Wiese, am Horizont schwebt zufällig Gott vorbei worauf ich sage, mit dem Kerl will ich, weil ich ja Atheist bin, nichts zu tun haben.
Damit unterstellst Du mir, dass ich, obwohl ich das gleiche sehe wie Du, dieses verneine sprich die Realität verdränge.

Verstehst Du meinen Punkt jetzt?



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*Das Tier taugt zu allem, was es soll, vollkommen. Der Mensch zu nichts recht, als was er lernt, liebt und übt. (Johann Heinrich Pestalozzi 1746-1827)*

Bruder Spaghettus ( gelöscht )
Beiträge:

15.02.2008 09:33
#103 RE: Warum lässt Gott Leiden zu? Antworten

In Antwort auf:
Hier am Niederrhein möchte ein Atheist definitiv nichts mit Gott zu tun haben

Wenn´s um den Gott Abrahams geht, möchte ich mit dem auch nichts zu tun haben. Aber ich würde seine Existenz akzeptieren, womit ich wohl ziemlich klar keine Atheist mehr wäre, sondern zum Antitheist geworden bin.
Wenn sich aber mal ein Gott offenbaren sollte, muss es ja nicht gerade der sein. Vielleicht kommt da sogar ein ganz annehmbarer Typ zum Vorschein? Dann könnte ich mich durchaus mit dem arrangieren, womit ich dann zum Theisten geworden wäre.

Huch, sind schon alberne Gedankenspielchen, gelle.

Christian D! ( Gast )
Beiträge:

15.02.2008 09:36
#104 RE: Warum lässt Gott Leiden zu? Antworten

@ Fenris

Du musst genauer lesen!

In Antwort auf:
Wenn es einen Gott gibt, der dem christlichen muster entspricht,

Christian D! ( Gast )
Beiträge:

15.02.2008 09:38
#105 RE: Warum lässt Gott Leiden zu? Antworten

Zitat von BS
Vielleicht kommt da sogar ein ganz annehmbarer Typ zum Vorschein?

...Der einen schönen Garten in der Vorstadt hat in dem ein Biervulkan steht und dich jeden Morgen mit zwei erhobenen Nudeln grüßt?

SnookerRI Offline

Soul-Societist


Beiträge: 8.325

15.02.2008 09:44
#106 RE: Warum lässt Gott Leiden zu? Antworten

In Antwort auf:
Gott ist eine Leerformel - also beliebig zu füllen.
Für dich stellt es sich bestimmt so dar.
In Antwort auf:
(Die Vielzahl der Religionen zeigt ja den regen Gebrauch dieser Freiheit gut auf!)Sie mag auch nur aufzeigen, dass nicht alle Menschen mit den gleichen Beweggründen an diesen Begriff herangehen. Ein Gott beruft sich hierzulande in aller Regel auf eine heilige Schrift, die aber wiederum nur ein Gottesbild als das einzige zulässt.
Wie wandte vanini es an: Sage mir, was du glaubt, und ich sage dir, wer du bist...

[quote]Deshalb lohnt ein Streit mit Snooker oder anderen über ihr Gottesbild überhaupt nicht!

Wem gehts denn hier um Streit? Dass sich Atheismus und Theismus diametral gegenüberstehen ist ja keine Erkenntnis aus jüngster Zeit. Es kann in solchen Diskussuionen einzig und allein um das Verständnis des jeweils anderen Standpunkts gehen. Eine rein sachliche Aufarbeiteung. Die meisten haben das auch verstanden und setzen es so um...

In Antwort auf:
Allerdings ordnen Gläubige Menschen dieser Beliebigkeit immer einen Großteil der Realität unter - Realitätsverweigerung muss man das nennen.


Ebenso wie Atheisten ihre Realität nicht verweigern, verweigern Gläubige die ihrige nicht. BS sagte das ganz richtig. Es sind unterschiedliche (subjektive) Realitäten.

In Antwort auf:
Bei Snooker ist das sehr gut im Beharren auf der angeblichen Schuld der Menschen an allem Leid zu erkennen.
Verzeih bitte, aber du wusstest im Vorraus, dass hier auch theisten mit ihren Anschauungen mitposten. Theisten ändern ihren Standpunkt nicht einfach mal so, nur weil er dir nicht passt.

In Antwort auf:
Mich ödet gerade diese Aussage des Christentums eigentlich am meisten an.
Und dann auch noch diese Opfertodgeschichte...
Ein solcher Gott wäre zweifellos ein Totalversager.
Das wissen wir Lukrez. Dennoch scheinst du dich an diesen Anödungen zu erfreuen. Sonst würdest du ja nicht immer und immer wieder darauf anspringen. Muss ja für dich doch einen Sinn haben.

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Fenris Offline

Freidenker

Beiträge: 1.345

15.02.2008 09:45
#107 RE: Warum lässt Gott Leiden zu? Antworten
Zitat von Christian D!
Du musst genauer lesen!
In Antwort auf:
Wenn es einen Gott gibt, der dem christlichen muster entspricht,


Wirklich?

Wenn es einen Gott gibt, der dem christlichen muster entspricht, werdet ihr euch gegen seine Souveränität entscheiden,

Es geht um das bewusste verdrängen einer Realität, Atheismus lehnt nicht einen möglichen Gott (wenn es einen gibt, der....)
ab, das ist der springende Punkt.

6 Setzen....


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SnookerRI Offline

Soul-Societist


Beiträge: 8.325

15.02.2008 09:50
#108 RE: Warum lässt Gott Leiden zu? Antworten

In Antwort auf:
Damit unterstellst Du mir, dass ich, obwohl ich das gleiche sehe wie Du, dieses verneine sprich die Realität verdränge.

Verstehst Du meinen Punkt jetzt?
Vielleicht?

Wie gesagt geht es nicht darum, die Existenz zu verneinen. Sondern um die Auswirkungen... Christian hat da schon Recht: Ich sagte: Wenn es ein Gott nach dem christl. Muster ist... werdet ihr ihn insofern ablehnen, als dass ihr seinen Führung nicht vertrauen werdet.

Noch mal: es geht nicht um die Existenz. Die Realität verweigert ihr dadurch nicht.

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SnookerRI Offline

Soul-Societist


Beiträge: 8.325

15.02.2008 09:56
#109 RE: Warum lässt Gott Leiden zu? Antworten

In Antwort auf:
Aber ich würde seine Existenz akzeptieren, womit ich wohl ziemlich klar keine Atheist mehr wäre, sondern zum Antitheist geworden bin.
Hmmh, also gibt es für dich dann nur noch die Möglichkeit entweder für oder gegen ihn.

Ok, ich muss das nur wissen, BS! Ich hab, wie gesagt, schon mit Atheisten geredet, denen es völlig egal war, wie dieser Gott dann aussieht, denn sie hatten sich für ein Leben ohne Gott entschieden...

In Antwort auf:
Huch, sind schon alberne Gedankenspielchen, gelle.
Yo krass ist aber auch, dass wir über 2 Jahre brauchten um das mal direkt zur Sprache zu bringen...

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Fenris Offline

Freidenker

Beiträge: 1.345

15.02.2008 09:56
#110 RE: Warum lässt Gott Leiden zu? Antworten

Zitat von SnookerRI
Vielleicht?

Vielleicht musst Du mal genau lesen, was Du geschrieben hast......?

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SnookerRI Offline

Soul-Societist


Beiträge: 8.325

15.02.2008 10:15
#111 RE: Warum lässt Gott Leiden zu? Antworten

In Antwort auf:
Vielleicht musst Du mal genau lesen, was Du geschrieben hast......?
So oft wie ich mich in den letzten beiden tage selbst zitiert habe, um dir meinen Standpunkt zu erklären, wird das wohl kaum das Problem sein...

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Fenris Offline

Freidenker

Beiträge: 1.345

15.02.2008 10:34
#112 RE: Warum lässt Gott Leiden zu? Antworten
Zitat von SnookerRI
Wie gesagt geht es nicht darum, die Existenz zu verneinen. Sondern um die Auswirkungen...


Um die Auswirkungen? Du wechselst nun einfach das Thema...über die Auswirkung haben wir, Du und ich, nicht diskutiert, sondern darüber, dass Du den Atheisten die Ablehung der (auch wenn nur vermeintlichen) Existenz Gottes vorhälst...

Zur Erinnerung
In Antwort auf:
Die Entscheidung, sich gegen Gott zu wenden
Wenn es einen Gott gibt, ....., werdet ihr euch gegen seine Souveränität entscheiden
Ja, es gibt einen Gott baer ich möchte trotzdem nichts mit ihm zu tun haben


Dazu hast Du bisher keine konkrete Stellung bezogen....

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DeGaertner Offline



Beiträge: 1.194

15.02.2008 20:38
#113 RE: Warum lässt Gott Leiden zu? Antworten

In Antwort auf:
Natürlich... deswegen sagt das ja auch kein Gläubiger. Für einen Gläubigen existiert Gott, er hat die Beweise überprüft und kommt zu dem Schluss dass es Gott in der beschriebenen Form gibt.


Welche Beweise genau meinst du nochmal ?
Die Beweise, die für dich ausreichend sind? Zu denen haben wohl nur sehr wenige Menschen Zugang.
Es kann zwar jeder ne Bibel kaufen, aber so ein helles Köpfchen um die Bibel so zulesen wie du sie liest hat doch nicht jeder.
Und so ist das Gottesbild eines jeden doch nur sein eigenes subjektives.
Wenn man aber so viel Grips braucht um zu verstehen was ist dann mit all den hohlen Nüssen....hat Gott sie vergessen?

Aber es gibt ja nicht nur Gläubige, es gibt ja auch noch Leichtgläubige....

atz

Und hütet euch vor den leuchtenden Augen der Missionare, die vorgeben euch die Wahrheit zu bringen ....
denn das Leuchten könnte auch die Sonne sein , die durch die hohle Birne scheint !!

Relix Offline

Wertekiller


Beiträge: 3.480

15.02.2008 21:24
#114 RE: Warum lässt Gott Leiden zu? Antworten

In Antwort auf:
Dass sich Atheismus und Theismus diametral gegenüberstehen ist ja keine Erkenntnis aus jüngster Zeit.


Dem Atheismus steht wenigstens nur der Theismus gegenüber, dem Theismus selbst nebenbei auch noch der Theismus selbst gegenüber - nämlich der der anderen. Wer verkündet, dass nur sein Gott existent ist und alle anderen Quatsch, hat grundsätzlich ein Problem.

In Antwort auf:
Ebenso wie Atheisten ihre Realität nicht verweigern, verweigern Gläubige die ihrige nicht.


Ein Gläubiger unterscheidet sich allerdings viel radikaler in seiner Realität als ein Atheist von einem anderen Atheisten (oder Agnostiker) - der Gläubige unterscheidet sich meist radikaler vom Gläubigen als vom Atheisten! Das Problem bei subjektiven Realitäten ist ja, dass wir alle noch immer in ein und derselben, leider nur theoretisch objektiven Realität aufhalten und wenn du für Quatsch eintrittst, ich, wenn auch nicht direkt, möglicherweise darunter leiden muss - genau wie du unter meiner "Realität" leiden musst. Würde jeder in seinem seperaten Knusperhäuschen sitzen, wär's kein Problem...aber so...hmmm

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"Philosophie besteht aus Fragen, die niemals beantwortet werden können. Religion besteht aus Antworten, die niemals hinterfragt werden dürfen."
-Anonym

Relix Offline

Wertekiller


Beiträge: 3.480

15.02.2008 21:43
#115 RE: Warum lässt Gott Leiden zu? Antworten
In Antwort auf:
Wenn es ein Gott nach dem christl. Muster ist... werdet ihr ihn insofern ablehnen, als dass ihr seinen Führung nicht vertrauen werdet.


Wenn es ein Gott nach christlichem Muster ist, dann werd' ich ihm nicht nur vertrauen, sondern auswandern - mit der Nichtexistenz bin ich allerdings nicht zufrieden. Soll dieser allmächtige Gott, wenn er doch so freundlich ist, eine seperate Welt, ohne Gott vorkommen - upps, hat er wohl ja schon...nämlich unsere! Kein einziger wissenschaftlich fundierter Beweis für irgendetwas Göttliches! Aber das brauchen die Gläubigen auch nicht, nicht war? Egal wo, egal wie weit die Menschen voneinander leben, durch Ozeane, Berge und Wüsten getrennt - sie glauben alle an höhere Wesen - und alle an unterschiedliche! Würde ein Welt ohne Gott (od. Götter) existieren, wären die Unterschiede zu unserer kaum bis nicht vorhanden, denn die Menschen würden genauso glauben wie sonst auch! Das der Mensch sich Götter zusammenphantasiert, kann auch der strikteste Gläubige nicht verneinen, müsste er doch dann Abermillionen von ihnen annerkennen - nein, er bleibt lieber bei seinem einzig wahren, der sich ihm - und einigen anderen Menschen - offenbart hat. Alle anderen sind verirrt, wollen die Wahrheit nicht erkennen, glauben was sie wollen, bla, bla, bla!
Das Deutlichste am Quatsch der Religion war mir immer bei dem Gedanken am Deutlichsten: Wenn du in einer anderen "Kultur" geboren worden wärst, würdest du eine völlig andere Meinung haben, aber diese mit derselben Imbrunst verteidigen! Du würdest von "Beweisen" sprechen, meinen, die anderen Menschen leugnen deine "Realität" und könntest deine Position sogar noch mit festerem Glauben verteidigen, als du es jetzt tust.

Doch nicht nur du. Ich. Jeder von uns. Jeder von uns ist ein potentieller Fanatiker für jeden Glauben, jede Ideologie, nur durch den Zufall (oder vom Schicksal, wenn du so willst) zu unserem jetzigen Zustand geführt. Doch für mich ist das kein Problem - sondern der Grund, warum ich Agnostiker bin. Habe ich Recht? Keine Ahnung? Hast du recht? Keine Ahnung? Kann überhaupt irgendjemand Recht haben - keine Ahnung. Ich weiß, dass ich nichts weiß - und ist das einzige, das ich weiß. Wer von göttlichen Warheiten spricht, von Offenbarungen, gar von "Beweisen", sollte sich immer bewusst sein, dass man problemlos auf der Gegenseite stehen könnte und gerade diese "Beweise" zerlegen. ALLES ist nur Theorie - und somit für die Realität bedenklich ungeeignet.

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maleachi 89 ( Gast )
Beiträge:

15.02.2008 23:52
#116 RE: Warum lässt Gott Leiden zu? Antworten

In Antwort auf:
ALLES ist nur Theorie - und somit für die Realität bedenklich ungeeignet.
Alles? Wie begründest du dann dein Dasein überhaupt?

Christian D! ( Gast )
Beiträge:

16.02.2008 09:08
#117 RE: Warum lässt Gott Leiden zu? Antworten

Zitat von maleachi
Wie begründest du dann dein Dasein überhaupt?

Weist du, die Eltern von Relix haben sich mal ganz doll lieb gehabt und dann...

Aber du meinst die Existenz der Menschheit an sich. Für ihn, wie für mich ist die Vorstellung von einem Gott geschaffen worden zu sein prinzipel nicht unmöglich, eben so gut können wir auch von Affen abstammen, vielleicht gibt es auch noch eine Dritte Variante die noch keiner kennt...

Bruder Spaghettus ( gelöscht )
Beiträge:

16.02.2008 11:17
#118 RE: Warum lässt Gott Leiden zu? Antworten

Wozu musst du dein Dasein begründen? Verstehe ich nicht. Ist ne völlig sinn- und nutzlose Suche nach dem Sinn des Daseins (falls du überhaupt davon gesprochen hast)
Wer sich selbst genügt, wer Freude am hier und heute hat dafür keine eingeimpften Selbstzweifel oder Schuldgefühle, stellt sich die Frage überhaupt nicht. Sinn kann es doch nur geben, wenn eine Absicht, ein Ziel hinter allem steckt. Ist also nur was für Gläubige, denn die Evolution kennt kein Ziel, sie macht einfach.

maleachi 89 ( Gast )
Beiträge:

16.02.2008 17:42
#119 RE: Warum lässt Gott Leiden zu? Antworten

In Antwort auf:
Ist ne völlig sinn- und nutzlose Suche nach dem Sinn des Daseins (falls du überhaupt davon gesprochen hast)
Die Daseinsfrage hat sich aber doch fast jeder in der ein oder anderen Form schon gestellt, aber nicht in dem Sinne, wie du vielleicht vermutest, das krampfhaft ein Alibi unseres Lebens gefunden werden muss.
Das ergibt sich von selbst oder gar nicht.
In Antwort auf:
Wer sich selbst genügt, wer Freude am hier und heute hat dafür keine eingeimpften Selbstzweifel oder Schuldgefühle, stellt sich die Frage überhaupt nicht.
Ich genüge in einer Hinsicht mir selbst, lebe aber nicht im luftleeren Raum und habe eine Verantwortung dem Schöpfer gegenüber. Da wirst du die Nase rümpfen, aber so vernichtend, destruktiv und selbstzweifelnd ist das gar nicht. Die Schuldgefühle brauchen auch nicht eingeimpft zu werden, sie lilegen in der Natur der Dinge, und da spreche ich nur von mir.
In Antwort auf:
Sinn kann es doch nur geben, wenn eine Absicht, ein Ziel hinter allem steckt. Ist also nur was für Gläubige, denn die Evolution kennt kein Ziel, sie macht einfach.
Dann ist das Ganze also 'sinnlos'? Und als Bestandteil der Evolution macht ihr einfach?

Bruder Spaghettus ( gelöscht )
Beiträge:

16.02.2008 18:04
#120 RE: Warum lässt Gott Leiden zu? Antworten

In Antwort auf:
Dann ist das Ganze also 'sinnlos'? Und als Bestandteil der Evolution macht ihr einfach?

Richtig, was sonst?

Ich hoffe du schlussfolgerst jetzt nicht, wir machen uns deshalb auch nichts aus Ethik. Im Gegenteil. Ich halte unsere Ethik sogar für deutlich höher angebunden als eure Moral. Die beruht auf Geboten eurer Götter, unsere Ethik ist erworben aus eigener Einsicht.
Wenn also einer nur macht, weil er muss, der andere weil er verstanden hat, dass es so besser läuft, welcher wird wohl die Umsetzung ernster nehmen?

Lukrez Offline




Beiträge: 5.551

16.02.2008 20:25
#121 RE: Warum lässt Gott Leiden zu? Antworten

Wieso soll die Welt als Resultat einer göttlichen Spielerei denn mehr Sinn machen?
Ich würde diesen Fall als ausgesprochen trostlos empfinden!
Die Welt ist für mich in diesem Zustand nur deshalb akzeptabel, weil sie keinen eigentlichen Sinn hat.
Als Produkt eines personifizierten höheren Wesens wäre die Welt für mich unerträglich.
Mir könnte eine Religion mit einem Schöpfergott also keinerlei Trost bieten - sogar ganz im Gegenteil.
Die Gnostiker waren sich ja dieses Dilemmas wohl bewusst und sahen im alttestamentlichen Schöpfergott einen bösartigen Demiurgen am Werk.

__________________________________________________
Wenn du es nicht wagst, den Sinnen zu trauen, stürzen die Pfeiler des Lebens ein.
De nihilo nihil. Aus Nichts wird nichts.
Zu soviel Unheil hat schon die Religion die Menschen verleitet.
(Lukrez)

maleachi 89 ( Gast )
Beiträge:

16.02.2008 20:43
#122 RE: Warum lässt Gott Leiden zu? Antworten

In Antwort auf:
Ich halte unsere Ethik sogar für deutlich höher angebunden als eure Moral.
Das mag in der Hinsicht stimmen, wenn du in eurer Hinsicht von Ethik sprichst und bei 'uns' von Moral, das sind, meiner Meinung nach, zwei verschiedene Dinge. Die Moral beinhaltet die Verhaltensnorm innerhalb einer Gesellschaft, die gegeben oder üblich ist. Bei der Ethik ist das Ende noch nicht abzusehen und die Diskussion hin offen. Da schlussfolgere ich, du unterstellst mir (ich rede jetzt mal nicht von uns), meine vermeindlich 'unumstößlichen' ethisch/moralischen Grundsätze sind in Stein gehauen von einem Gott, dessen größte Sorge es ist, mich unter seiner unflexiblen, starren, voreingenommenen Knute zu halten. Das ist nicht richtig. Ich habe einen von Gott gegebenen Verstand, Gefühle und einige sinnvolle Gebote, deren Übertretung in den meisten Fällen Ärger bringen würde, nur mal so auf's Alltägliche bezogen. Vielleicht nicht das 2. Gebot (du sollst dir kein Bild machen), aber der Rest schon.
In Antwort auf:
Die beruht auf Geboten eurer Götter, unsere Ethik ist erworben aus eigener Einsicht.
Laufe ich wie ein ferngesteuertes Wesen durch die Gegend, immer auf Abruf und ein offenes Ohr für die nächsten 'Befehle' des Herrn und Meisters? In gewisser Hinsicht tue ich das schon, nur ist mir, wie erwähnt, auch die gesamte Palette menschlicher Empfindungen gegeben, und das nicht durch Zufall, sondern es ist so gewollt. Auch der Wille, die Entscheidungsmöglichkeit ist mir gegeben. Und ich habe mich für das Konglomerat aus Lebenserfahrung, reine subjektive Erkenntnis und der Weisheit meines Gottes entschieden. Dies gehört alles zusammen und nicht nur für mich, sondern für viele Christen und das gehört auch zusammen und ist von Gott gewollt. Meiner kleinen, simplen, erfahrbaren Erkenntnis nach sind die blind-hörigen Fundis, die die christliche Botschaft wie ein Theaterstück Abend für Abend aufführen, nicht diejenigen, die Gott unbedingt zum besten gereichen.
Auch habe ich da eine zwiegespaltenes Verhältnis zur Mission, und die würde sich z.B. vielleicht auch vom Verständnis her sehr von der Auffassung Snookers unterscheiden, aber das Christentum ist so bunt, wie das Leben, oder auch so schwarz, je nachdem.
In Antwort auf:
Wenn also einer nur macht, weil er muss, der andere weil er verstanden hat, dass es so besser läuft, welcher wird wohl die Umsetzung ernster nehmen?
Ich hoffe, du nimmst mir ab, das ich nicht 'muss',....naja, irgendwie muss ich schon, nur nicht durch Zwang von außen oder freiwilligem Masochismus. Ich versuche aus eigener, gern vollzogener Einsicht, ein einigermaßen gottgefälliges Leben zu führen, was nicht nur so geführt wird, weil es ihm gefällt, sondern auch mir zusagt und ich darin einen Sinn sehe, wobei wir wieder am Anfang wären und der Kreis sich schließt.
Und wer sagt, das eine christliche Lebensweise kein Verständnis der Dinge vorraussetzt? Und warum soll eine ehrliche Auseinandersetzung mit dem Leben, dem Umfeld, den Dingen auf christlicher Basis die Ernsthaftigkeit fehlen? Weil es vor paar tausen Jahren mal Kreuzzüge gab, amerikanische Fundamentalisten das letzte bisschen Respekt vor dem Glauben um Gedeih und Verderb mit ihrer 'lebensfeindlichen' egoistischen Sicht der christlichen Botschaft verspielen oder eine 'Wasauchimmer-Partei' das christlich im Namen führt? Natürlich trägt das alles zur Diskretition bei und die Geschichte überhaupt hat ihren eigenen Anteil. Das alles ändert aber nichts an der ursprünglichen, lebensbejahenden Kraft des Evangeliums.

Relix Offline

Wertekiller


Beiträge: 3.480

16.02.2008 21:39
#123 RE: Warum lässt Gott Leiden zu? Antworten

In Antwort auf:
In gewisser Hinsicht tue ich das schon, nur ist mir, wie erwähnt, auch die gesamte Palette menschlicher Empfindungen gegeben, und das nicht durch Zufall, sondern es ist so gewollt. Und ich habe mich für das Konglomerat aus Lebenserfahrung, reine subjektive Erkenntnis und der Weisheit meines Gottes entschieden.


Immer diese Entscheidung... Vermittelt einerseits diesen Ja-Nein-Dualismus-Quatsch, der dem Menschen schon seit Uhrzeiten in den Knochen sitzt und andererseits einen Mangel an Realismus. Dein "Gott" hätte dich genausogut in einem streng hinduistischen Lebensraum auf die Welt kommen lassen können. Jesus würdest du kaum kennen noch dich dafür im Geringsten interessieren und du würdest dasselbe in anderer Couleur reden nur deinen persönlichen Sklavenhalter nicht mehr "Gott" sondern Vishnu oder sonstwie nennen. Dann würdest du Christentum vermutlich als schlichtweg falsch, d.h. erfunden bezeichnen - genau wie in deinen Augen der Hinduismus, so wie alle anderen, besonders polytheistischen Religion erfunden sind.

Hat dein Gott dir etwa einen Vorteil verschafft, indem er dich in einem Umfeld zur Welt hat kommen lassen, in dem "zufällig" deine Religion genau die (einzig) richtige ist - am Besten gleich von Geburt an vorgegeben. Natürlich kein Zufall, wie du behauptest - denn dein "Gott" scheint sehr ungerecht zu arbeiten, besonders da er dich eines Tages zu dir in den Himmel holt und dafür "belohnt", dass du der Religion, die direkt vor deiner Haustür agiert und von klein an dein Denken prägt, nicht entsagt hast.
Welch Leistung, für die dich eines Tages ein Zustand ewiger Glückseligkeit erwartet!
Und welch Schande, das der brave Hindu, der sich eigentlich genau wie du verhalten hat, dafür bestraft wird.
Das ist "göttliche Gerechtigkeit"...das ist "Entscheidung"

Aber natürlich hat das alles keinerlei Bedeutung...denn wir alle sitzen in dem kleinen Gefängnis unseres eigenen Geistes. Manche haben aber leider nichtmal ein Fenster, durch das sie nach draußen blicken können.

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maleachi 89 ( Gast )
Beiträge:

16.02.2008 22:02
#124 RE: Warum lässt Gott Leiden zu? Antworten

Das hatten wir schon mal,.... wäre, hätte, könnte,...haargenau das gleiche. Ich bin nicht im Lebensraum der Hindus geboren, sondern hier, jetzt und heute. Das vermuten, was wäre wenn, ist ziemlich fruchtlos und ich habe den Eindruck, deine Vorhänge

In Antwort auf:
Manche haben aber leider nichtmal ein Fenster, durch das sie nach draußen blicken können.
sind ständig zugezogen und die Rollos sind auch runter gelassen.

Bruder Spaghettus ( gelöscht )
Beiträge:

17.02.2008 08:44
#125 RE: Warum lässt Gott Leiden zu? Antworten

In Antwort auf:
Das mag in der Hinsicht stimmen, wenn du in eurer Hinsicht von Ethik sprichst und bei 'uns' von Moral, das sind, meiner Meinung nach, zwei verschiedene Dinge.
Genau in diesem Bewusstsein habe ich sie auch unterschiedlich verwendet.
In Antwort auf:
Da schlussfolgere ich, du unterstellst mir (ich rede jetzt mal nicht von uns), meine vermeindlich 'unumstößlichen' ethisch/moralischen Grundsätze sind in Stein gehauen von einem Gott, dessen größte Sorge es ist, mich unter seiner unflexiblen, starren, voreingenommenen Knute zu halten.
Ich hätte lieber andersrum geteilt und von Gläubigen (als abstrakter Begriff) und nicht von dir gesprochen. Mir ist schon klar, dass trotz aller göttlichen Ge- und Verbote keinen einziger Gläubiger wirklich vollständig sein Ich ausschaltet. Aber vom Grundsatz her bezweifle ich wirklich, ob bei Bibelgläubigen die Entwicklung einer Ethik möglich ist. Die haben nun mal in den 10 Geboten eine starre Moral als Gottes unveränderliches Wort. Da sind doch höchstens in exegetischen Feinheiten Abweichungen möglich.
In Antwort auf:
Ich hoffe, du nimmst mir ab, das ich nicht 'muss'
Nimms mir nicht übel, aber das nehme ich dir wirklich nicht ab. Es hat sich bei dir sicher so entwickelt, dass vieles was du "musst" auch dein eigener Wunsch ist und dir das deshalb nicht als müssen auffällt. Wenn dem aber nicht so wäre, müsstest du richtig. Jedenfalls, wenn du deinem Gott bzw. der Bibel folgen willst.
In Antwort auf:
Und wer sagt, das eine christliche Lebensweise kein Verständnis der Dinge vorraussetzt?
Die Bibel. Für sie ist Verständnis der Dinge doch eher Hindernis, denn "seelig sind die armen am Geiste".
In Antwort auf:
Und warum soll eine ehrliche Auseinandersetzung mit dem Leben, dem Umfeld, den Dingen auf christlicher Basis die Ernsthaftigkeit fehlen?

Natürlich geht das auch ernsthaft. Das streite ich nicht ab. Ich gehe nur davon aus, dass bei einer Basis, die ich nun mal für falsch halte, in der Gesamtheit auch nur was Falsches rauskommen kann, trotz aller Ernsthaftigkeit oder sogar gerade deswegen und auch, wenn in einzelnen Fragen durchaus von christlicher als auch atheistischer Basis gleiche Antworten erfolgen.
In Antwort auf:
Das alles ändert aber nichts an der ursprünglichen, lebensbejahenden Kraft des Evangeliums.
Dann hat es diese Kraft aber bisher kräftig versteckt. Gerade die, ich möchte wirklich fast sagen, Verbrechen auf sexuellem Gebiet, die Verklemmtheit und Verkümmertheit der Sinne, das Verderben der Freude am einfachen Genießen ist alles so weit weg von lebensbejahend, nee, da kann ich einfach nicht mitgehen. Eine Lehre die Bescheidenheit und Gehorsam im Diesseits predigt und die große Freude erst fürs Jenseits bereit hält, ist alles andere als lebensbejahend.

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"Ich bin völlig anderer Meinung als Sie. Aber ich werde mein Leben dafür einsetzen,
dass Sie sie sagen dürfen!" (Voltaire)

"Habe den Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen!" (Immanuel Kant)

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