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Atheismus vs. Religionen  


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Dieses Thema hat 156 Antworten
und wurde 7.008 mal aufgerufen
 Christentum
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qilin Offline




Beiträge: 3.552

22.02.2008 11:00
#151 RE: Warum lässt Gott Leiden zu? Antworten

Zitat von Vanion
Ich meinte nicht die Machtmaschine der Kirche, die ist ja auch nur ein
Teil der Machtmaschine Christentum und die läuft eben auch wenn jetzt
überspitzt gesagt alle nicht Kirchlich gebundenen Christen die Katholiken
ausrotten.
Hm - worin besteht denn nun diese ominöse 'Machtmaschine des Christentums
an sich
'? Das Einzige was bei den meisten christlichen Gruppierungen [nicht
mal bei allen] an Macht in Erscheinung tritt, ist der Hinweis auf Lohn oder
Strafe im Jenseits - "Wenn Du nicht tust was Jehova von dir will, dann wird
er's dir schon zeigen beim Jüngsten Gericht...!"
- aber diese Macht hört auf
zu existieren, wenn man nicht dran glaubt...
Dass 'Christen in ein Land gehen. Zeigen dort wie toll sie sind indem sie
Arbeitsplätze schaffen oder essen verteilen (oder ihre Macht herzeigen)
und die Leute da denken sich "Hui ich krieg sicher mehr Brot und Arbeit
wenn ich dem gleichen Gott nachbete".'
bedingt ja schon eine gewisse
Organisation - wenn's Einer allein tun wollte, würd's wohl kaum so
funktionieren. Und wenn's wider Erwarten doch funktionieren würde,
was wäre denn prinzipiell daran auszusetzen? Jedem Atheisten, Agnostiker,
Muslim, Scientologen, Zeugen Jehovas, Buddhisten etc. pp steht doch das
Gleiche offen - mit seiner persönlichen Wohltätigkeit Werbung für seine
Weltanschauung zu machen. Wenn's nur diese Art der Mission gäbe,
hätte die Welt weniger Probleme...

In Antwort auf:
Wie sollte denn ein in der Natur existierendes Paraodxa aussehen?
Das ein Vogel gleichzeitig losfliegt und sitzenbleibt? Das es gleichzeitig
Nacht und Tag ist? Das man exisiert und gleichzeitig nicht existiert?
Ich weiß nicht in welcher Dimension sowas möglich sein soll aber vorstellen
kann ich es mir bei aller Fantasie nicht.
Soo einfach ist es natürlich nicht - mir fiel gerade das Paradoxon der elektro-
magnetischen Strahlung ein - Licht verhält sich je nach Versuchsanordnung
einmal als Welle, einmal als Korpuskularstrahlung; zwei Dinge die einander
ausschließen - beides zugleich geht nicht...

In Antwort auf:
Im fall Christengott stimmt es auch das die Paradoxen ihm bereits in die Wiege
gelegt sind nur ihm zu sagen "Mein Gott ist alles was nicht erklärbar ist" ist
zum einen ein Fass ohne Boden und ein ziemlich billiger Trick seinen Gott
ewig zu machen. Zum anderen ist es eine ungefähr so genaue Aussage über
ihn wie die Berühmte 42 zu einem anderen Thema.
Dass ein Gott, wenn ich einen solchen annehme, paradoxe Eigenschaften
haben muss, hat eigentlich nichts zu tun mit einem immer weiter ins
Unerklärbare hinausgeschobenen 'Alibi-Gott', und auch nichts mit seiner
Ewigkeit oder zeitlichen Begrenzung. Um bei dem Beispiel mit dem Licht-
Paradox zu bleiben - beim Licht ist weder seine Existenz fraglich noch
ist es irgendwie übernatürlich - es verhält sich einfach nur paradox...


___________________________
Nichts bedarf so sehr der Reform
wie die Meinungen anderer Leute. [Mark Twain]

() qilin

Lukrez Offline




Beiträge: 5.551

25.02.2008 00:22
#152 RE: Warum lässt Gott Leiden zu? Antworten

In Antwort auf:
Und wenn ich hier auf der Seite der Verteidiger des Christentums stehe, hoffe ich, das die Differenzierung zwischen dem und Kirche auf der anderen Seite registriert wird.

So leicht kann man es sich allerdings nicht machen!
Ohne Zwangschristianisierung auch durch die allein seligmachende Kirche gäbe es wohl heutzutage kaum ein Christentum - freiwillig sind die Menschen fast niemals zu Christen geworden.
Die Religion der "Nächstenliebe" wurde über Jahrhunderte mit unglaublicher Brutalität verbreitet und konnte sich auch nur auf diese Weise wirklich festsetzen.
Und der Motor dieser ganzen Brutalität war ja letztendlich auch gerade diese "Nächstenliebe".
Man liebte den Nächsten so, dass man ihn um keinen Preis der ewigen Verdammnis übergeben wollte - lieber hat man ihn zu seiner eigenen "Errettung" noch auf dem Scheiterhaufen geröstet.
Was hat denn nun das Christentum so einzigartiges hervorgebracht?
Nüchtern betrachtet kann einem da eigentlich nichts einzigartiges dieser Religion einfallen - kein wirklich neuer Gedanke ist in dieser Religion enthalten.
Auch die Wissenschaften und die Philosophie wurden anfangs doch weit mehr behindert als gefördert - ganz ähnlich wie noch heute in der islamischen Welt.
Auch heute noch ist das Christentum oft eine Bremse der Wissenschaft - man schaue beispielsweise auf die scheinheilige Stammzellendebatte.
Wissenschaft und Philosophie kamen doch erst nach der Trennung von der Religion wieder richtig voran.



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Wenn du es nicht wagst, den Sinnen zu trauen, stürzen die Pfeiler des Lebens ein.
De nihilo nihil. Aus Nichts wird nichts.
Zu soviel Unheil hat schon die Religion die Menschen verleitet.
(Lukrez)

SnookerRI Offline

Soul-Societist


Beiträge: 8.325

25.02.2008 07:08
#153 RE: Warum lässt Gott Leiden zu? Antworten

In Antwort auf:
Ohne Zwangschristianisierung auch durch die allein seligmachende Kirche gäbe es wohl heutzutage kaum ein Christentum - freiwillig sind die Menschen fast niemals zu Christen geworden.
Deswegen unterscheidet sich ja auch das biblische Christetum vom kirchlichen Christentum. Du sprichst ja selbst von "einem Christentum" und Recht hast du : Gemäß der Form mögen sich die Kleriker auf Christus berufen, nicht aber hinsichtlich der praktischen Ausübung. Christus hat keine Kriege angezettelt, oder solche, die ihn nicht anhören wollten, unter Androhung von Folterstrafen zwangschristianisiert. Ich frage mich wie lange es noch dauern wird, bis auch die letzten anerkennen, dass die Kirche, wie sie sich seit dem dritten jahrhundert unserer Zeit gebärdet, nichts mit dem Christentum der Bibel zu tun hat.

In Antwort auf:
Und der Motor dieser ganzen Brutalität war ja letztendlich auch gerade diese "Nächstenliebe".
Warum ist das deiner Meinung nach so? Glaubst du wirklich, dass es den kirchen in irgendeiner Weise um die menschen ging? Es ging um deren Besitz: Ländereien, Bares, was auch immer. Hauptsache Reichtum, Ansehen, und Macht.

In Antwort auf:
lieber hat man ihn zu seiner eigenen "Errettung" noch auf dem Scheiterhaufen geröstet.
Das hat man ihnen vllt. so erzählt. Im Grunde ging es doch um die "Erettung" des kirchlichen Geldbeutels; Wem fiel wohl all das Hab und Gut dieser "verlorenen Sellen" zu?

In Antwort auf:
Was hat denn nun das Christentum so einzigartiges hervorgebracht?
Das Christentum, von dem du sprichst hat einzigartiges Leid, hervorgerbracht. Leid in seinen unzähligen Ausführungen. Nicht zuletzt deswegen wird das Weltreich der falschen Religion, von dem die Christenheit ungefähr ein Drittel ausmacht in der Offenbahrung derart hart verurteilt und letztendlich vernichtet werden. (was die Menschen ja auch wieder nicht wollen.)

Schade ist ausserdem, dass menschen, die noch in der lage sind, zwischen biblischen und kirchlichem Christentum zu unterscheiden, vorgeworfen wird, es sich "soo leicht" zu machen. Inwieweit kann es denn hier greifen, so undifferenziert an diesen Sachverhalt heranzugehen? Welchen Sinn hat das Ganze, wenn man nicht mal ansatzweise bereit ist, seine meinung zu überdenken, und immer wieder in alte Argumetationen zurückfällt, die schon lange ausdiskutiert sind?

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Wo Wahrheit ist, ist Bescheidenheit (K.H.Deschner)

Wir wissen nur so viel, wie wir fragen (Wessel Gansfort, 1419-1489)

Lukrez Offline




Beiträge: 5.551

25.02.2008 11:28
#154 RE: Warum lässt Gott Leiden zu? Antworten

In Antwort auf:
Das Christentum, von dem du sprichst hat einzigartiges Leid, hervorgerbracht. Leid in seinen unzähligen Ausführungen. Nicht zuletzt deswegen wird das Weltreich der falschen Religion, von dem die Christenheit ungefähr ein Drittel ausmacht in der Offenbahrung derart hart verurteilt und letztendlich vernichtet werden.

Warum hat dann Gott angeblich seinen Sohn zu uns geschickt und geopfert?
Er hätte es doch wissen können!
Der ganzen Menschheit wäre viel erspart geblieben.
Wie Nietzsche schon sagte: Es gab nur einen Christen - und der starb am Kreuz.
Und weiter: Ein solches Leben (wie es Jesus führte) ist noch immer möglich.
Dazu braucht es noch nichteinmal eine Religion!
Letztendlich ist es doch sogar die Religion, welche ein solches Leben recht zuverlässig verhindert.
Dass das Christentum zu einer eigenständigen Religion wurde ist doch gerade das Problem!
Viele an sich gute Ideen wurden durch die Übertragung in eine Religion pervertiert - selbst der Buddhismus ist davon nicht auszunehmen.
Gerade die Machthaber erkennen schnell den Nutzen der Religionen zur Ausschaltung der Eigenverantwortlichkeit der Menschen.
So wurde bei uns gwaltsam das Christentum durchgesetzt und in Japan eben gewaltsam der Buddhismus durchgesetzt.
Es kann keine Religion ohne Missbrauch geben - Religion schafft ja erst die Strukturen, welche dann geradezu zum Missbrauch einladen.
Hinter jede Weltanschauung ist zuerst einmal ein dickes Fragezeichen zu setzen - die Religionen bieten hier allerdings lediglich ein Ausrufungszeichen an.

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(Lukrez)

SnookerRI Offline

Soul-Societist


Beiträge: 8.325

25.02.2008 20:31
#155 RE: Warum lässt Gott Leiden zu? Antworten

In Antwort auf:
Warum hat dann Gott angeblich seinen Sohn zu uns geschickt und geopfert?
Er hätte es doch wissen können!
Das ändert doch nichts an der Botschaft?! Dass sich die Menschen im Allgemeinen nicht an das halten was ihnen geboten wird, ist doch nichts neues. Das kennt jeder Staat und muss hierzu nur auf die Kriminalhistorie verweisen. Warum sollte man aber einen mit positiven Auswirkungen besetzten Weg aufgeben, nur weil einige diesen Weg ablehnen?

In Antwort auf:
Und weiter: Ein solches Leben (wie es Jesus führte) ist noch immer möglich.
Dazu braucht es noch nichteinmal eine Religion!
Warum wollen denn das nicht alle Menschen? Ein Nachahmer Christi zu sein, lässt sich mit den gängigen, heute als erstrebenswert geltenden, Lebensweisen kaum vereinbaren. Entweder ein Leben nach christlichen Grundsätzen oder Reichtum, Ehre, Anerkennung und Ruhm. All das konnte und wollte jesus nicht vorweisen. Ein solches leben erscheint den Meisten daher gelinde gesagt als vertane Zeit.

In Antwort auf:
Letztendlich ist es doch sogar die Religion, welche ein solches Leben recht zuverlässig verhindert.
Für bestimmte religiöse Verständnisse trifft das sicher zu. Aber warum soll das auf alle zutreffen? Ich denke bei allem gebotenen Respekt nicht, dass du alle religiösen Ansichten kennst - respektive kennen willst. Insofern kannst du also nur von solchen sprechen, die dir bekannt sind, in Anbetracht der tatsache dass auch diese deine Kenntnis lediglich deiner persönlichen Interpretation entsprungen ist. Deshalb spreche ich auch in diesem Zusammenhang von unterschiedlichen Erfahrungsschemata.

In Antwort auf:
Dass das Christentum zu einer eigenständigen Religion wurde ist doch gerade das Problem!
Viele an sich gute Ideen wurden durch die Übertragung in eine Religion pervertiertGerade die Machthaber erkennen schnell den Nutzen der Religionen zur Ausschaltung der Eigenverantwortlichkeit der Menschen.
So wurde bei uns gwaltsam das Christentum durchgesetzt und in Japan eben gewaltsam der Buddhismus durchgesetzt.

Ist nicht gerade daran zu erkennen, dass der Machthunger und die habgier die eigentlichen Probleme in unserer Gesellscahft sind? Gäbe es keine Religionen fänden sich agnz schnell andere Ideologien, mit denen sich auf ähnliche Weise einander hinschlachten lässt. Einen Gott braucht es dafür nicht...

In Antwort auf:
Es kann keine Religion ohne Missbrauch geben - Religion schafft ja erst die Strukturen, welche dann geradezu zum Missbrauch einladen.
Auch das trifft wieder nur auf einige Ansichten zu. Ebenso lassen sich die verschiedenen politischen Strukturen nicht in Allem miteinander gleichsetzen. Interessanterweise kommt keiner auf die Idee, das zu versuchen. Inwieweit ist das denn bei Religionen - wenn man schon diesen Sammelbegriff gebrauchen möchte - anders?

In Antwort auf:
Hinter jede Weltanschauung ist zuerst einmal ein dickes Fragezeichen zu setzen - die Religionen bieten hier allerdings lediglich ein Ausrufungszeichen an.

Die Frage nach der Rechtmäßigkeit dessen, auf was die Menschen vertrauen, ist grundsätzlich immer zu stellen. Da kann gerade ich dir als Gläubiger unumwunden Recht geben. Sicherlich wirst du das speziell in meinem Fall bezweifeln. Immerhin bin ich ja kein Atheist

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maleachi 89 ( Gast )
Beiträge:

25.02.2008 20:42
#156 RE: Warum lässt Gott Leiden zu? Antworten

In Antwort auf:
So leicht kann man es sich allerdings nicht machen!

Ich drehe den Spieß mal um und behaupte, du machst es dir zu einfach. Du bist zwar fähig, aber nicht willens zwischen Kirche und der Philosophie des Christentums zu differenzieren. Es wird alles, genießbar oder ungenießbar, in den einen Topf geworfen, kräftig umgerührt und was beim Abschmecken rauskommt, ist klar, denn wenn man genießbare und ungenießbare Zutaten verwendet, ist das Ergebnis ungenießbar.
In Antwort auf:
Ohne Zwangschristianisierung auch durch die allein seligmachende Kirche gäbe es wohl heutzutage kaum ein Christentum - freiwillig sind die Menschen fast niemals zu Christen geworden.
Da vergisst du eines, einen Fakt, der nicht wahrgenommen werden will oder darf. Das ist die Bibel. Wird, das mit auflagenstärkste Buch der Welt, nur von Leuten gelesen, die die Knarre der Kirche im Rücken haben? Ist hier nicht auch der Wunsch nach Erkenntnis seiner selbst zu spüren, die Suche nach den Wurzeln?
Die vielen bekennenden Chrsten sollen alle ein Sklave oder Opfer der 'Zwangschristianisierung' sein? Das ist ein Vorwurf, bei dem man sich, ob seiner Obskurität, instinktiv weigert, zu antworten.
In Antwort auf:
Die Religion der "Nächstenliebe" wurde über Jahrhunderte mit unglaublicher Brutalität verbreitet und konnte sich auch nur auf diese Weise wirklich festsetzen.
Der Vorzeige-Atheist sieht sich gern in einem Konglomerat aus mustergültigen Eigenschaften, wie Weltoffenheit, unbedingte Wissenschaftsgläubigkeit, Offenheit gegenüber alles und jedem (ausgenommen dem Glauben), Lebensbejahung in jeder Form, oder auch Lebensverneinung (Sterbehilfe, Abtreibung), wenn es denn angebracht scheint.
Das alles hört sich gut an. Die Realitäten der menschlichen Geschichte sprechen eine andere Sprache. Es wird nicht gern gehört, und ich will die Zustände auch nicht in die Nähe des Idealtyps des Atheismus zuordnen, aber es gab Stalin und es gab Hitler und es gibt ein Nordkorea. Zeiten und Gegenden, die atheistisch dominiert worden und das ist nicht mit dem Hinweis auf 'Diktatur' wegzuwischen. Es wurde versucht, ohne Gott auszukommmen, und das ist gründlich in die Hose gegangen und geht es noch immer, und das auf Kosten derer, denen nicht mal die Wahl gelassen wurde, sondern die nur Opfer der Zustände sind.
Die irreparablen Fehlentwicklungen und inhumanen Sauerein, die im Namen des Christentums stattfanden, sind nciht weg zu reden. Aber es ist im Namen des Christentums geschehen, nicht durch dieses.
Ich lehne die kommunistische Theorie auch nicht vollkommen ab, weil Stalin und Konsorten ihm ein verbrecherisches Antlitz verpasst haben.
In Antwort auf:
Und der Motor dieser ganzen Brutalität war ja letztendlich auch gerade diese "Nächstenliebe".
Dann war es nicht Nächstenliebe, sondern vielleicht 'Nächstenhass', oder 'der Wille zur Macht', Egoismus, oder auch ganz einfach menschlicher Defätismus.
Die Mutlosigkeit, die aus den eigenen krankhaften Fehldeutungen einer im Kern positivsten Botschaft erwächst, führt zu verbrecherischen Konsequenzen.
Das andauernde, verbitterte Aneinanderreihen von brutalen Defiziten der christlichen Kirche hilft nicht wirklich weiter. Diese werden von aufrichtigen Christen auch nicht bestritten, und nicht wenige sind selbst über die Klinge gesprungen und Opfer des zweckdienlichen, machterhaltenden 'Systems' der Kirche geworden.
Die hundertprozentige Umsetzung einer Idee oder Überzeugung oder Botschaft wird niemals gelingen, weil diese von Menschen versucht wird und scheitern und Fehler sind menschlich und liegen in ihm selbst.
Im Gottvertrauen kann nun ein Gläubiger versuchen das Beste daraus zu machen, immer in der Gewissheit seiner Unzulänglichkeit, aber auch der Vergebung.
In Antwort auf:
kein wirklich neuer Gedanke ist in dieser Religion enthalten.

Was verstehst du unter 'neuen Gedanken'? Wo sollen die herkommen? Gibt es Gedanken, die noch nie gedacht wurden?
Das Christentum ist vielleicht keine Religion 'neuer Gedanken', aber es hat sicher die vielen positiven, schon 'gedachten', auf den Punkt gebracht. Niemand hat so radikal die simpelsten, menschlichsten und grundlegensten Gedanken verkündet. Nur sind sie so simpel, menschlich und grundlegend, das sie den Kern des Menschseins selbst berühren. Und das kann einschränkend sein und ist deshalb oft genug unbequem.
In Antwort auf:
Auch die Wissenschaften und die Philosophie wurden anfangs doch weit mehr behindert als gefördert
Das ist richtig. Naturwissenschaft und neue philosophische Gedanken wurden und werden unter Herbeiziehung von interpretierten angeblichen Dogmen ignoriert, behindert und in Abrede gestellt. Den größten Fehler macht, meiner Ansicht nach, die Theologie selbst. Sie will sich selbst zur Wissenschaft machen, wird aber nie mit den Naturwissenschaften konkurrieren können, denn das ist eine völlig andere Baustelle. Kurz hole ich da noch mal Kierkegaard zu Hilfe, der gesagt hat:

"Was nötig sein wird, ist Komik und persönlicher Mut. Komik, um zu zeigen, wie lächerlich der Einwurf ist, da er, wie sehr die Naturwissenschaft auch naturwissenschaftlich Recht hat, den springenden Punkt in der Religion verfehlt, und persönlich Mut, um es zu wagen, Gott mehrzu fürchten als die Menschen."

Die Kreationiosten heutzutage negieren einfach das Meiste, was auch immer nur im entferntesten an ihren Grenzen kratzen könnte (zu den Ausnahmen würde ich z.B. Wilder-Smith zählen). Aber ansonsten sind sie starr, unbeweglich (verharren in ihrem Fundament, die Füße im Beton....) und können überhaupt nicht die geistig-weitgreifende Größe der eigenen Botschaft erkennen oder fassen. Sie machen sich mit ihrer Sichtweise nur selbst klein. Erst recht, wenn man liest, das der Kreationistenführer in den Staaten jeden Tag Gott dankt, dass es einen R. Dawkins gibt.
Wenn man diesen nötig hat, um sich selbst zu bestätigen, kann was nicht richtig laufen.
In Antwort auf:
Auch heute noch ist das Christentum oft eine Bremse der Wissenschaft - man schaue beispielsweise auf die scheinheilige Stammzellendebatte.
Wobei sicherlich der christlichen Sichtweise Scheinheiligkeit unterstellt wird.
Aber unbedingte Wissenschaftsgläubigkeit und blindes Vertrauen in die Wissenschaft kennzeichnen atheistisches Denken. Was möglich ist, muss durchgespielt werden, um es dann auf den Weg zu bringen. Ethische Bedenken werden als Luftblase hinweggefegt, denn der 'Break even point' muss überwunden werden,....es muss sich lohnen, um welchen Preis auch immer.

maleachi 89 ( Gast )
Beiträge:

25.02.2008 20:59
#157 RE: Warum lässt Gott Leiden zu? Antworten
In Antwort auf:
Wie Nietzsche schon sagte: Es gab nur einen Christen - und der starb am Kreuz.
Ja klar, er war Gottes Sohn und wer kann so sein wie Gott?
In Antwort auf:
die Religionen bieten hier allerdings lediglich ein Ausrufungszeichen an.

Die bieten, je nach Verständnis, maximal einen Punkt an.
Tu es oder lass' es.
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