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Religionsforum
Atheismus vs. Religionen  


Der substanzielle  Dialog 

Für (echten) Säkularismus und freie Religionskritik!


Wir trauern um Samuel Paty


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Dieses Thema hat 124 Antworten
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 Lagerhalle
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Titan Offline

Ex-Thetan

Beiträge: 1.223

28.03.2008 17:14
#101 RE: wie entstand der Gott der Religionen eigentlich???? Antworten

Zum Beispiel diese Herrschaften hier.
http://www.karl-leisner-jugend.de/Katech...gen_Jehovas.htm
Die Karl Leiner Jugend ist ein katholischer Jugendverband.

Gnostiker Offline



Beiträge: 57

28.03.2008 17:15
#102 RE: wie entstand der Gott der Religionen eigentlich???? Antworten

@ Fenris

Du weichst schon wieder vom Thema ab und polemisierst anstatt zu diskutieren.

Gysi Offline

Atheist


Beiträge: 18.952

28.03.2008 17:38
#103 wie entstand der Gott der Religionen eigentlich???? Antworten

In Antwort auf:
Na, und ich bin froh, auch mal mit einem Anhänger der marxistischen Ersatzreligion diskutieren zu dürfen.
Der Marxismus ist eine philosophische Weltanschauung, die kritisierbar ist, ihre Fehler hat und von den meisten aber nicht so recht verstanden wird. Er ersetzt kein politisches Programm. Eine "Religion" war der Stalinismus, der den Marxismus zu seinen Zwecken missbrauchte. Marx sagte zu den Verehrern, die er schon zu seinen Lebzeiten hatte: "Ich bin kein Marxist." Und nu' komms' du!
In Antwort auf:
Ich hätte da mal eine Frage: Was ist eigentlich "antisemitisch"?
Deine Alternativantworten hierzu verstehe ich nicht.

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"Ich bin vom Glauben zum Wissen konvertiert!" (Hamed Abdel-Samad)

SnookerRI Offline

Soul-Societist


Beiträge: 8.325

28.03.2008 18:00
#104 RE: wie entstand der Gott der Religionen eigentlich???? Antworten

Oje... wenn es nach deren Meinung ginge, wären alle Organisationen die Informationen und Wissen egal zu welchen Themen verbreiten, gnostischer Natur.




In Memory of Soul-Society

Wohl gibt es zwei Arten von Freunden und es sind diese: Käufliche und Unbezahlbare

Wo Wahrheit ist, ist Bescheidenheit (K.H.Deschner)

Wir wissen nur so viel, wie wir fragen (Wessel Gansfort, 1419-1489)

Gnostiker Offline



Beiträge: 57

28.03.2008 18:29
#105 RE: wie entstand der Gott der Religionen eigentlich???? Antworten

In Antwort auf:
Der Marxismus ist eine philosophische Weltanschauung, die kritisierbar ist, ihre Fehler hat und von den meisten aber nicht so recht verstanden wird.


Wenn Du selbst zugibst, dass der Marxismus fehlerhaft ist, warum beschäftigst Du dich dann damit?

Der Marxismus kann dem Kapitalismus niemals etwas anhaben, da er das Wesen des Kapitalismus falsch beurteilt. Der Marxismus führt immer nur zurück vom Privatkapitalismus in den Staatskapitalismus. Aber das können wir an dieser Stelle wohl nicht ausdiskutieren, denn es würde wieder einmal zu weit vom Thema dieses Threads abführen.

Hier geht es um Götter und Religionen. Was es damit grundsätzlich auf sich hat, habe ich weiter oben kurz beschrieben. Um eine Verbindung zwischen Marxismus und Religion herzustellen, führe ich die Diskussion mal folgendermaßen weiter:

Es wird immer wieder gesagt, dass der Mensch sich ändern müsse. Er soll ethischer, moralischer, sozialer, verantwortlicher, liebevoller, intelligenter, aber viel weniger egoistisch, rücksichtslos, gewinnorientiert, geizig, oder was auch immer sein. Wenn diese „große Herausforderung“ von allen Menschen erfüllt sei, so lehren uns alle berufsmäßigen Besserwisser, dann, ja dann endlich haben wir das „große Ziel“ erreicht und können uns sogleich an den Wiederaufbau des Paradieses heranmachen. Die „schöne heile Welt“ der Besserwisser. Diese beginnt in unserem Kulturkreis mit der römisch-katholischen Kirche und endet noch nicht einmal mit Karl Marx. Doch während der Marxismus in seiner offenen Zurschaustellung von sinnloser Gewalt, zur Erreichung eines Zieles, das von vornherein auf diesem Irrweg niemals erreicht werden konnte und auch gar nicht erst erreicht werden sollte, wenigstens das eigentliche Ziel als solches klar definierte, verfolgt die römisch-katholische Kirche noch immer ein Ziel, das sie vorsätzlich falsch interpretiert, um dieses Ziel erst gar nicht zu erreichen, damit sie sich selbst als längst überholte Machtstruktur erhalten kann.

Das vorgebliche Ziel des Kommunismus:

Das Recht des Menschen auf seinen vollen Arbeitsertrag.

Das missbrauchte Ziel der römisch-katholischen Kirche:

Das „Himmelreich auf Erden“.

Die einfache Wahrheit dahinter ist, dass beide Ziele ein und das Selbe sind und sich ganz ohne Blutvergießen, ohne Moralpredigten und sogar ohne jegliche Anstrengung von selbst verwirklichen, wenn man nur bereit ist, die richtigen Schalter umzulegen. Alles Weitere entwickelt sich dann eigendynamisch, aber genau davor fürchten sich die berufsmäßigen Besserwisser und impfen ihrem Fußvolk daher immer wieder ein, dass sie es sich bloß nicht zu leicht machen sollen. Der leichte Weg kann ja schließlich immer nur der „verderbte Weg“ sein, ansonsten wären wir Besserwisser ja überflüssig und das kann nun mal nicht sein, weil es nicht sein darf. Nebenbei bemerkt: Alle berufsmäßigen Besserwisser ernähren sich immer direkt oder indirekt von Kapitaleinkommen. Der unbändige Ehrgeiz, den man als Berufsbesserwisser dabei entwickelt, im alljährlichen, jetzt schon 400Milliarden€ großen Abfallhaufen zu wühlen, um etwas daraus mitgehen zu lassen, was offenbar keiner mehr braucht, ist schon gewaltig, und wird auch mit der exponentiell ansteigenden Größe dieses Abfallhaufens keinesfalls kleiner, denn das Einzige, was noch schneller wächst, als der Abfallhaufen, ist die Anzahl seiner Verwerter.

Eine ganz besondere Spezies unter diesen Abfallverwertern sind die so genannten Politiker. Zur besseren Unterscheidung sind sie sogar farblich gekennzeichnet:

Schwarz: Was soll an der Abfallverwertung anstößig sein? Abfall ist immer, Abfall muss sein!
Rot: Wir bemühen uns redlich, dass der Abfallhaufen nicht zu groß wird und wenn alle dabei mithelfen, werden auch die Bedürftigen unter euch weitestgehend von der Pflicht entbunden, an der Vergrößerung des Abfallhaufens mitzuwirken.

Gelb: Hände weg vom Abfallhaufen! Gehört alles uns!

Grün: Wir haben zwar längst begriffen, dass es ohne Zinsabfall auch gar keinen anderen Abfall mehr geben würde, aber keiner kann von uns erwarten, dass wir arbeitslos werden.

Ganz rot: Wenn wir die Hälfte vom Abfallhaufen wieder unter das Volk verteilen, merkt bestimmt keiner, dass wir die andere Hälfte dann ganz für uns haben. Und wenn es dann soweit ist, gibt sich das Volk bestimmt auch mit einem Drittel zufrieden.

Soviel zur wohlgeordneten Welt der „hohen Politik“. Auch und gerade hier scheint es dringend angebracht, die Damen und Herren Politiker mal an eine etwas andere und deutlich erweiterte Perspektive zu gewöhnen: Wir lassen den ganzen Zinsabfall einfach mal weg und dann müssen sich die Kinderchen auch nicht mehr darum streiten. Ganz nebenbei lösen sich damit auch alle anderen Gegenwartsprobleme weitestgehend in Luft auf, oder werden zumindest zu Problemchen degradiert, die man mit etwas Intelligenz dann auch noch auflösen kann. Vor der Beseitigung des Zinsabfalls brauchen wir aber gar nicht erst zu hoffen, dass sich irgendetwas zum Besseren wenden kann, allenfalls kann der ein oder andere den immer weiter ausgefeilten Illusionen erliegen.

So kann man sich beispielsweise einreden, es sei ein Problem, dass wir den Ländern der „dritten Welt“ nicht genug Entwicklungshilfe zahlen können. Von „können“ kann hier allerdings keine Rede sein, wir wollen es einfach nicht! Wenn wir einfach nur wollten, dann könnten wir die Entwicklungshilfe auch ganz einstellen und die „dritte Welt“ hätte dennoch den 30fachen Nutzen davon und würde sich ganz von selbst innerhalb kürzester Zeit zumindest zur „zweiten Welt“ mausern. Dazu wäre es lediglich mal wieder erforderlich, den allgemeinen Zinsabfall zu beseitigen, denn die reinen Zinszahlungen der „dritten Welt“ an die „erste Welt“ übertreffen die gesamte Entwicklungshilfe etwa um den Faktor 30! Wohlgemerkt, damit sind nicht etwa Tilgungsraten gemeint, sondern nur die reinen Zinsen und Verzugszinsen, die heute in der Regel nur noch mit der Modeerscheinung Neuverschuldung zu „begleichen“ sind. Wer finanziert also hier wen? Die oberste Grundregel im Kapitalismus lautet stets, dass die Armen gefälligst die Reichen zu finanzieren haben. Und wenn die Armen dabei schön brav sind, so bekommen sie immerhin 3,3% als mildtätige Hilfe wieder zurück.

Dabei legt die „erste Welt“ auf gar keinen Fall gesteigerten Wert darauf, dass die Armen in der „dritten Welt“ auch wirklich so lieb zueinander sind, wie sie vorgeblich sein sollten. In einer Zinswirtschaft kann man sich den Frieden nicht lange leisten, in einer globalen Zinswirtschaft aber immerhin schon etwas länger, wenn man nicht nur die „Segnungen der Zinswirtschaft“, sondern auch die „Segnungen des Krieges“ exportiert. Dafür müssen die „armen Schlucker“ in der „dritten Welt“ einfach nur „schön brav“ sein, aber natürlich nur uns gegenüber und zwar in dreierlei Beziehung:

1. Zinsen zahlen,

2. zusätzliche Kredite für Kriegswaffen aller Art aufnehmen,

3. die Kriegswaffen auch verbrauchen (Umsatz muss sein!) und noch mehr Kredite aufnehmen und die Zinsen dafür zahlen.

Damit haben wir das Geheimnis also gelüftet, wie man als Exportweltmeister auch den Krieg exportiert und sich damit den Ärger vom Hals hält. Fragt sich nur, wie lange diese elegante Strategie noch funktioniert. Früher oder später ist damit jedenfalls Schluss. Zu dieser Strategie gehört natürlich auch, dass man immer nur die alten oder ausgemusterten Kriegswaffen möglichst auf Kredit an die „armen Schlucker“ verkauft und die ganz modernen und zur ultimativen Abschreckung tauglichen Waffen für sich behält, diese aber möglichst nicht benutzt. Es sei denn für „Atomwaffentests“, die den tieferen Sinn haben, diese Abschreckung auch zu verdeutlichen, wobei zumindest ein paar irreversible Umweltschäden bestehen bleiben sollten, um die Abschreckung durch Verbreitung in den Medien zu erhalten. Die an die „armen Schlucker“ auf Kredit verkauften alten Kriegswaffen sollen dagegen möglichst auch benutzt werden, um möglichst viel Sachkapital zu zerstören, welches dann mit weiteren Krediten wieder aufgebaut werden kann. Für die reichen Investoren aus der „ersten Welt“ hat das dann den weiteren Vorteil, sich einigermaßen glaubhaft als „Friedensengel“ einer „Friedensmacht“ beweisen zu können, wobei ja auch die „Friedensmacht“ bekanntlich ihre eigenen schönen Waffen nur noch im alleräußersten Notfall einsetzt und die ganz modernen unter diesen „schönen Waffen“ nur noch zur Abschreckung in Schuss hält.

Soviel zur Friedenspolitik der Abschreckung. Das komplementäre Prinzip dazu ist die Friedenspolitik der „Vergebung“. Die erste Strategie gibt immer dem anderen die Schuld, verwehrt ihm aber gleichzeitig durch potente Abschreckung die Möglichkeit, den Konflikt sofort in Gewalt ausarten zu lassen. Die zweite Strategie sucht die „Schuld“ bei sich selbst und gibt damit dem anderen die Möglichkeit, seinen „Teil der Schuld“ ebenfalls zu erkennen. Beide Strategien sind natürlich nichts anderes, als rein symbolische Handlungen, die den endgültigen gewaltsamen Konflikt nur in die Zukunft verschieben können, denn die jeweiligen Kontostände aller Beteiligten haben sich dadurch ja nicht geändert! Im Falle der ersten Strategie fließen lediglich „kleinere Ausgleichszahlungen“, allerdings letztlich immer in genau die falsche Richtung, wenn die „Ausgleichszahlungen“ wie immer mit Zinsgeldkrediten erfolgen, selbst wenn diese als „Zeichen des Entgegenkommens“ dann „zinsgünstig“ sein sollten. Die zweite Strategie der „Vergebung“ ist hauptsächlich die Strategie der Kirche und allgemein der dazugehörigen Religion (also der geistigen Verblendung), wenn in der entsprechenden Kultur eine Trennung zwischen Staat und Kirche besteht. Besteht diese Trennung nicht, so kommt es immer sofort zu gewaltsamen Konflikten, da die Strategie der Abschreckung und die Strategie der Vergebung sich grundsätzlich gegenseitig widersprechen und sich nur dann zur Aufschiebung eines Konfliktes ergänzen, sobald die jeweilige Entscheidungsbefugnis über beide Strategien nicht in einer Hand ist. Es besteht sogar in einigen Fällen die Chance, Gras über die Sache wachsen zu lassen und damit allein durch die herausgeholte Zeit den Konflikt „beizulegen“ (= ins Unterbewusstsein verschieben). Besteht jedoch keine Trennung zwischen Kirche und Staat, gibt es praktisch einen Kurzschuss zwischen der Strategie der Abschreckung und der Strategie der Vergebung. Damit ist die Chance vertan, auch mal allein durch die Zeit eine Wunde „beizulegen“, die der Tanz um das Zinsgeld zuvor aufgerissen hat.

Aber genau wie bei der müßigen Frage, ob denn nun Gold oder Papiergeld das „geeignete“ Zinsgeld ist, ist es natürlich eine ebenso müßige Frage, ob sich der ganze Aufwand überhaupt lohnt, durch Abschreckung und Vergebung gelegentlich einen Konflikt „beizulegen“, oder ob man den Konflikt gleich gewaltsam austrägt. Denn die Konfliktbewältigung durch „Vergessen“ impliziert auch immer Gewöhnung und Gleichgültigkeit. Somit entsteht langfristig die Grundeinstellung, sich mit der eigentlichen Problemursache gar nicht mehr beschäftigen zu müssen. In der Realität ist genau das ja auch passiert. Wir bauen solange Atomraketen und klopfen gleichzeitig fromme Sprüche, bis es endgültig zu spät ist. Auf die eigentlich nahe liegende Idee, sich doch endlich mal mit der tatsächlichen Problemursache zu beschäftigen, kommt indes keiner mehr.

Dieses Problem aller Probleme heißt Geldkapitalismus und alle originalen Heiligen Schriften wurden nur aus diesem einzigen Grund verfasst: Wie können wir ihn wieder aus der Welt schaffen, ohne auf das Stadium der "Arbeitsameise" zurückzufallen, sondern Mensch zu sein und zu bleiben. Aber nicht ein unbewusster Mensch, der in seiner selbstverschuldeten Zaubermatrix aus Himmel und Hölle dahinvegetiert und sich zurückentwickelt, sondern ein bewusster und wissender Mensch, der mit sich selbst im Einklang ist, die Welt durchschaut und sich weiterentwickelt.

Die einzige Antwort auf diese existentielle Frage liefert uns die endgültige Erklärung des dreifaltigen Gottes!

Gysi Offline

Atheist


Beiträge: 18.952

28.03.2008 18:53
#106 wie entstand der Gott der Religionen eigentlich???? Antworten
In Antwort auf:
Wenn Du selbst zugibst, dass der Marxismus fehlerhaft ist, warum beschäftigst Du dich dann damit?
Weil's mir Spaß macht.
In Antwort auf:
Der Marxismus kann dem Kapitalismus niemals etwas anhaben,
Der Kapitalismus des 20. Jahrhunderts war nicht mehr der des 19. Der des 21. hat sich dem allerdings wieder angenähert. Der Kapitalismus ist das ungesteuerte Naturgesetz des Handels und der Kapitalkonzentration. Kapitalismus ist das Ausleben der Macht der Kapitalisten als Egoisten. Dagegen setzte Marx seine Idee der "Dikatur des Proletariats". Die "Diktatur" der Gemeinschaft ("Kommune") über das Kapital. Aber bitteschön in einer Organisationsstruktur, die der Produktionseffektivität und vor allem den Menschen nicht schadet! Die freie Kapitalbewegung eines "Nachtwächterstaates" verelendet das Proletariat. Siehste heute ja wieder: Die Armut-Reichtumsschere klafft auseinander. Dagegen brauchen wir eine politische Steuerung. Weswegen heißen Steuern Steuern? Weil sie die Makroökonomie zu Gunsten der Gemeinschaftsinteressen steuern, richtig! Darum geht's in der marxistischen Theorie: Die wilden Kapitalbewegungen zu zähmen und den Gemeinschaftsinteressen zu unterwerfen. That's all. Die Wirtschaft ist nicht für's Kapitalverwertungsinteresse geschaffen worden, sondern um die materiellen Bedürfnisse seiner Produzenten zu befriedigen.
Für den Stalinismus konnte Marx nix.

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"Ich bin vom Glauben zum Wissen konvertiert!" (Hamed Abdel-Samad)

Lukrez Offline




Beiträge: 5.551

28.03.2008 19:23
#107 RE: wie entstand der Gott der Religionen eigentlich???? Antworten

In Antwort auf:
Der Marxismus kann dem Kapitalismus niemals etwas anhaben, da er das Wesen des Kapitalismus falsch beurteilt. Der Marxismus führt immer nur zurück vom Privatkapitalismus in den Staatskapitalismus.

Du machst dir Gedanken - und das ist sicherlich auch lobenswert.
Mit manchen Ansätzen liegst du auch gar nicht unbedingt daneben.
Du meint allerdings die ultimative Lösung gefunden zu haben - hältst du alle anderen für so beschränkt?
Fang doch erstmal mit überschaubaren und nachvollziehbaren Argumenten hier in der Diskussion an - deine große "Erleuchtungsweisheit" wird hier wohl kaum einer verstehen oder irgendwie nachvollziehen können.

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Wenn du es nicht wagst, den Sinnen zu trauen, stürzen die Pfeiler des Lebens ein.
De nihilo nihil. Aus Nichts wird nichts.
Zu soviel Unheil hat schon die Religion die Menschen verleitet.
(Lukrez)

Gnostiker Offline



Beiträge: 57

28.03.2008 20:12
#108 RE: wie entstand der Gott der Religionen eigentlich???? Antworten

In Antwort auf:
Weil's mir Spaß macht.


Es ist doch immer wieder erstaunlich, wie man auch noch Spaß daran haben kann, sich mit grundsätzlich fehlerhaften Ideologien zu beschäftigen. In diesem Fall besteht der Denkfehler darin, etwas "regeln" zu wollen, was sich grundsätzlich nicht regeln lässt und durch die "Diktatur des Proletariats" schon gar nicht. Eine Diktatur bleibt eine Diktatur.

Aber kommen wir mal wieder zum Thema: Götter und Religionen.

Der Sozialismus ganz allgemein (unabhängig davon, ob man zur Tarnung noch irgendein Adjektiv davor setzt) beruht immer auf diktatorischer Planwirtschaft und ist damit a priori menschenverachtend. Darüber hinaus sind zentralistische Planwirtschaft und Geldwirtschaft natürliche Gegensätze, die sich grundsätzlich gegenseitig ausschließen. Liquides Geld führt immer zu persönlichen Geldersparnissen und damit zu individuellen Freiheiten, die in einer zetralistischen Planwirtschaft unerwünscht sind. Auf der anderen Seite erhält liquides Geld seinen Tauschwert immer nur durch den freien Tausch gegen Waren, die marktwirtschaftlich gehandelt werden. In einer Planwirtschaft hat das Geld also gar keinen bestimmbaren Wert, ganz egal, um welche Art von Geld es sich dabei handelt. Deswegen benutzten die alten Ägypter auch kein liquides Geld, schon gar nicht aus Gold.

Verzichtet man jedoch auf Geld, so kommt man über den kulturellen Entwicklungsstand der alten Ägypter kaum hinaus. Für das 21.Jahrhundert ist das also völlig undenkbar.

Was hat das nun mit Göttern und Religion zu tun? Ganz einfach: Der Ursozialismus war nur durch die religiöse Verblendung der Untertanen ("Arbeitsameisen") mit den altägyptischen Göttern möglich, denn ohne liquides Geld kann eine arbeitsteilige Kultur (mit deutlich mehr als 150 Menschen) sonst nicht bestehen, bzw. zusammengehalten werden. Die Religion hat dabei immer zwei Aufgaben zu erfüllen:

1. Die Formulierung eines kulturellen Zieles (sozialistischer Plan).

2. Die religiöse Verblendung der Untertanen zur Erreichung des Plans.

Nach dem "Auszug der Israeliten aus Ägypten", also dem Beginn der Geldwirtschaft, wurde diese Vorgehensweise als unsinnig und unmenschlich erkannt. Es ist unsinnig, etwas planen zu wollen, was sich durch das freie Spiel der Kräfte von Angebot und Nachfrage weitaus effektiver von selbst regelt und es ist unmenschlich, freie Menschen durch die Vorprogrammierung ihres Unterbewusstseins mit Göttern zu sozialistischen "Arbeitsameisen" zu degradieren.

Das neue Problem, das sich die Israeliten dabei einhandelten, war allerdings der Gott Jahwe (Archetyp: Investor), den später die katholische Kirche auch noch zum Archetyp "a priori entschuldigter / gewissenloser Investor" umfunktionierte und der bis heute zu einer religiösen Verblendung des kollektiv Unbewussten geführt hat, die eine Befreiung der Marktwirtschaft vom Kapitalismus als "undenkbar" erscheinen lässt, obwohl diese aus heutiger Sicht bereits eine technische Trivialität darstellt.

Gnostiker Offline



Beiträge: 57

28.03.2008 20:28
#109 RE: wie entstand der Gott der Religionen eigentlich???? Antworten
In Antwort auf:
Du meint allerdings die ultimative Lösung gefunden zu haben - hältst du alle anderen für so beschränkt?


Die "ultimative Lösung" fand bereits der Prophet Jesus von Nazareth heraus. Nichts anderes versuche ich hier zu erklären.

"Beschränkt" ist allenfalls derjenige, der glaubt, dass Jesus einen solch tiefen Eindruck in der Geschichte der halbwegs zivilisierten Menschheit gemacht haben könnte, wenn er nichts weiter gewesen wäre, als der moralisierende Wanderprediger, zu dem ihn die "heilige katholische Kirche" degradierte.
Gysi Offline

Atheist


Beiträge: 18.952

28.03.2008 20:39
#110 wie entstand der Gott der Religionen eigentlich???? Antworten
In Antwort auf:
Es ist doch immer wieder erstaunlich, wie man auch noch Spaß daran haben kann, sich mit grundsätzlich fehlerhaften Ideologien zu beschäftigen. In diesem Fall besteht der Denkfehler darin, etwas "regeln" zu wollen, was sich grundsätzlich nicht regeln lässt und durch die "Diktatur des Proletariats" schon gar nicht.
Die Wirtschaft musst du regeln! Wozu haben wir denn eine Wirtschaftpolitik? Die ganze Makroökonomie musst du als einen Gemeinschaftskörper verstehen, der den Körper (Produktionsmittel), die einzelnen Organe (Kapital), das Fleisch (Arbeiter), das Blut, den Puls (die Produktionsenergie) aber auch einen Kopf braucht! Und dieser Kopf ist die zentrale Steuerung einer Nation, vieler Nationen. Ein kopfloser Kapitalismus würde binnen kurzer Zeit sich selbst erledigen! Nicht nur die Produzenten, die Arbeiter! Von den "Selbstheilungskräften des Marktes" redet doch nur noch die FDP! So funktioniert die Wirtschaft aber nicht! Regeln musst du alles, um es in die richtigen Bahnen zu bringen! Du musst den Zinssatz regeln, das Geldvolumen. Du musst sparsam produzieren und gemäß der Marktanalysen das Richtige. Du musst die Kosten planen, den Betriebsmitteleinsatz. Du musst alles planen! Die planlose "freie" Wirtschaft ist ein Ammenmärchen! Du musst aber auch gemäß der Bedürfnisse die Produkte auf dem Markt anbieten. Und nicht die Nachfrage produktionsorientiert steuern. Du hast immer die DDR vor Augen, wenn du von Marx redest. Er kannte die DDR aber nicht!

Du beißt dich an dem Begriff der "Diktatur des Proletariats" fest. Marx war ein Philosoph und als einen solchen musst du ihn auch lesen. Er hatte mit dem "Kapital" (und den anderen Werken) kein politisches Programm für das 21. Jahrhundert geschrieben! Er definierte die Herrschaft des Kapitals als die Diktatur eines neuen "Geldadels" und der müsste man die "Diktatur des Proletariats" entgegensetzen. => Gemeinschaft (Kommune) gegen Egoismus. DAS ist damit gemeint! Die "Diktatur des Proletariats" hatte es in den sogenannten real existent gewesenen "sozialistischen" Staaten nie gegeben! Eine rotfaschistische Elite hatte ihre Macht als eine "Diktatur des Proletariats" etikettiert! Schmeiße bitte die real gewesene Politik, die sich "kommunistisch" nannte, nicht mit der Philosophie eines der größten deutschprachigen Denker durcheinander!

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"Ich bin vom Glauben zum Wissen konvertiert!" (Hamed Abdel-Samad)

Gysi Offline

Atheist


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28.03.2008 20:57
#111  wie entstand der Gott der Religionen eigentlich???? Antworten
In Antwort auf:
Die "ultimative Lösung" fand bereits der Prophet Jesus von Nazareth heraus.
Meinst du seine Theorie der "Nächstenliebe"? Sparsam und sehr allgemein gehalten, knapp beschrieben. Aber sie ist gut! Für viele Fälle bedarf sie eine näheren Definition und Interpretation. Das räumst du sicher auch ein. Besonders die "Feindesliebe". Die führte doch zu vielen Missverständnissen. Also, ich kann mit der Nächstenliebe schon eine Menge anfangen. Aber... sie war nie Jesus' Erfindung. Von der Nächstenliebe stand schon in den vedischen Schriften was geschrieben. Der Mensch kommt eben irgendwann darauf, dass es besser ist, perspektivenverschränkend gemeinsam was zu tun, produktiv zu sein - statt sich immer und immer wieder von Generation zu Generation gegenseitig die Köpfe einzuschlagen! Da kommen kluge Menschen auch ohne göttliche Einflüsterung schon von alleine drauf!
Wer aber so laut wie du, Gnostiker, den Stein der Weisen preist, von dem du meinst, ihn gefunden zu haben - und alles andere, was große, kluge Menschen mit Einsatz von Jahrzehnten ihres Lebens erdacht und niedergeschrieben haben, anspuckst und mit großer Verachtung niedermachst - scheinst du mir nicht von Nächstenliebe beseelt zu sein. Du siehst nicht die MENSCHEN, die du schätzen, lieben und von denen du lernen kannst. Du siehst nur deinen GOTT, dem du willfährig sein willst, um deines Platzes im Himmel Willen... Du denkst doch gar nicht an die MENSCHEN um dich herum!
Ich sage ja immer, dass die Vergöttlichung Jesus' die Nächstenliebe zerstört. In deiner Verkniffenheit und Arroganz wirkst du nicht liebenswert, Gnostiker. Hast du dir darüber schon mal Gedanken gemacht?

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"Ich bin vom Glauben zum Wissen konvertiert!" (Hamed Abdel-Samad)

Relix Offline

Wertekiller


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28.03.2008 21:29
#112 RE: wie entstand der Gott der Religionen eigentlich???? Antworten

In Antwort auf:
Du siehst nur deinen GOTT, dem du willfährig sein willst, um deines Platzes im Himmel Willen...


Das glaub' ich nicht. Er scheint mir zu clever zu sein, um diesen Unsinn selbst zu glauben. Er kann's gut verkaufen, aber das ist schon alles.

In Antwort auf:
Du denkst doch gar nicht an die MENSCHEN um dich herum!


Ich meine, das er das schon tut. Wenn er tatsächlich beschlossen hat, seine selbstgemachte Religion unters Volk zu bringen, dann ist er ganz und gar am Menschen interessiert, und zwar daran, es zu unterdrücken. Wer will das nicht: Geld, Macht, Ruhm - ist im Endeffekt sowieso alles dasselbe.
Ich kann das nicht glauben - einerseits ist Gott oder "Investor" lediglich ein schädlicher Archetyp, der den Menschen ins Hirn gepflanzt wurde, um sie zu unterdrücken und andererseits soll es tatsächlich - auch noch einen dreifaltigen, was ja wirklich eine der absurdesten Erfindungen der katholischen Kirche ist - Gott geben und der hochstilisierte Jesus Christus sein Prophet/Sohn oder was auch immer sein? Nein, das widerspricht sich doch (für mich) ganz gewaltig. Da will jemand nur die Christen von ihrer alten Religion trennen - aber ohne ihnen ihre "christliche Identität" zu rauben - und in eine eigene einschleusen.

Man sieht es ja schon an dem Bruch: Einerseits diese durchaus wahren und gut formulierten Gedanken innerhalb seines Monologs und dann urplötzlich die Lösung. Nach der Art: Hier alle die schrecklichen Probleme, die keiner lösen konnte und die völlig unlösbar scheinen - doch ICH, ICH ALLEIN kann das alles lösen.
Das kann nur Berechnung sein - denn wenn nicht, dann...

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"Philosophie besteht aus Fragen, die niemals beantwortet werden können. Religion besteht aus Antworten, die niemals hinterfragt werden dürfen."
-Anonym

Gnostiker Offline



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28.03.2008 21:46
#113 RE: wie entstand der Gott der Religionen eigentlich???? Antworten
In Antwort auf:
Die Wirtschaft musst du regeln! Wozu haben wir denn eine Wirtschaftpolitik?


Na ja, es hat eben noch nie einen Sozialisten gegeben, der an Wahrheit oder Gerechtigkeit interessiert gewesen wäre, sondern in seinem tiefsten Inneren immer nur daran, sich zum "Führer der Revolution" zu machen.

In Antwort auf:
Von den "Selbstheilungskräften des Marktes" redet doch nur noch die FDP!


Und was ist der tiefste innere Wunsch des "Liberalen"? Gott zu spielen!


„Ich glaube – und hoffe – auch, dass Politik und Wirtschaft in der Zukunft nicht mehr so wichtig sein werden wie in der Vergangenheit. Die Zeit wird kommen, wo die Mehrzahl unserer gegenwärtigen Kontroversen auf diesen Gebieten uns ebenso trivial oder bedeutungslos vorkommen werden wie die theologischen Debatten, an welche die besten Köpfe des Mittelalters ihre Kräfte verschwendeten. Politik und Wirtschaft befassen sich mit Macht und Wohlstand, und weder dem einen noch dem anderen sollte das Hauptinteresse oder gar das ausschließliche Interesse erwachsener, reifer Menschen gelten.“

Arthur C. Clarke, aus dem Vorwort zu „Profile der Zukunft“.


„Die Beseitigung des arbeitslosen Einkommens, des sogenannten Mehrwertes, auch Zins und Rente genannt, ist das unmittelbare wirtschaftliche Ziel aller sozialistischen Bestrebungen. Zur Erreichung dieses Zieles wird allgemein der Kommunismus, die Verstaatlichung der Gütererzeugung mit all ihren Folgen, verlangt, und mir ist nur ein einziger Sozialist bekannt - P. J. Proudhon -, dessen Untersuchungen über das Wesen des Kapitals ihm auch eine andere Lösung der Aufgabe möglich erscheinen ließen. Die Forderung einer allgemeinen Verstaatlichung sämtlicher Erzeugung wird mit der Natur, d. h. mit den Eigenschaften der Produktionsmittel begründet. Man sagt es harmlos, wie man Selbstverständlichkeiten auszusprechen pflegt, daß der Besitz der Produktionsmittel dem Kapitalisten bei den Lohnverhandlungen den Arbeitern gegenüber unter allen Umständen ein Übergewicht verschaffen muß, dessen Ausdruck eben der Mehrwert oder Kapitalzins ist und immer sein wird. Man kann es sich einfach nicht vorstellen, daß das heute auf Seiten des Besitzes liegende Übergewicht einfach dadurch auf die Besitzlosen (Arbeiter) übergehen kann, daß man den Besitzenden neben jedes Haus, jede Fabrik noch ein Haus, noch eine Fabrik baut.
Der den Sozialisten von P. J. Proudhon bereits vor fünfzig Jahren gezeigte Weg, das Kapital mit unverdrossener, fleißiger, scharfsinniger und ungehemmter Arbeit bewußt anzugreifen und zur Strecke zu bringen, ist ihnen heute unverständlicher noch als damals. Man hat Proudhon zwar nicht ganz vergessen, aber niemand hat ihn recht verstanden. Sonst gäbe es heute kein Kapital mehr. Weil Proudhon sich im Wege (Tauschbanken) irrte, glaubte man überhaupt seiner Lehre nicht mehr - wohl der beste Beweis, daß man sie nie wirklich begriffen hatte. Man läßt eine Sache nicht fahren, die man einmal als richtig erkannt hat; man läßt sich von Fehlschlägen nicht entmutigen. Warum es der Marxschen Lehre vom Kapital gelang, die Proudhonsche Lehre zu verdrängen und die sozialistische Bewegung zur Alleinherrschaft zu bringen? Warum spricht man in allen Zeitungen der Welt von Marx und seiner Lehre? Einer meinte, das läge an der Hoffnungslosigkeit und entsprechenden Harmlosigkeit der Marxschen Lehre. Kein Kapitalist fürchte diese Lehre, wie auch kein Kapitalist die christliche Lehre fürchtet. Es wäre geradezu vorteilhaft für das Kapital, möglichst viel und breit von Marx und Christus zu reden. Marx würde ja dem Kapital niemals etwas anhaben können, weil er die Natur des Kapitals falsch beurteilt. Bei Proudhon dagegen, da heißt es aufpassen. Besser ist es, ihn totzuschweigen. Er ist ein gefährlicher Bursch, denn es ist einfach unbestreitbar, was er sagt, daß, wenn die Arbeiter ungestört, ungehemmt, ununterbrochen arbeiten dürften, das Kapital bald in einer Kapital-Überproduktion (nicht mit Warenüberproduktion zu verwechseln) ersticken würde. Das, was Proudhon zur Bekämpfung des Kapitals empfiehlt, kann heute unmittelbar in Angriff genommen werden, ist also gefährlich. Spricht doch das Marxsche Programm selber von der gewaltigen Produktionskraft des mit den neuzeitlichen Werkzeugen ausgerüsteten, modernen, geschulten Arbeiters. Marx kann mit dieser gewaltigen Produktionskraft durchaus nichts anfangen; in den Händen Proudhons wird sie zu einer Waffe allererster Ordnung gegen das Kapital. Darum redet viel und breit von Marx, so wird man Proudhon vielleicht ganz vergessen.“

Was Silvio Gesell noch nicht wusste: Jesus von Nazareth war bereits zu der gleichen Lösung gekommen, wie er!


Der Gott des alten Testamentes wurde erfunden, um die Menschheit aus dem Ursozialismus zu befreien und Jesus erfand den dreifaltigen Gott, um die Menschheit von der Erbsünde (=Privatkapitalismus) zu befreien. In beiden Fällen ging es noch nie darum, die Götter anzubeten, sondern sie zu erklären. Seit der Erfindung des Geldkreislaufs sind Götter nur noch Trivialitäten! Götter sind nichts anderes, als Lösungsworte eines Kreuzworträtsels. Jeder, der das „Rätsel Jahwe“ = Investor oder das „Rätsel Elohim“ = Geldkapitalismus gelöst hatte, konnte sich entweder damit herumärgern, es allen zu erklären, die das sowieso nicht wissen wollten, oder er konnte die gewonnene Erkenntnis dazu ausnutzen, sich selbst zu einem Zinsgewinnler zu machen. Für diejenigen, die sich nichts anderes vorstellen konnten, als das haben zu wollen, was es schon gab, bot der Glaube aller Zinsverlierer an den Gott des alten Testamentes zumindest noch diesen Vorteil. Genau deswegen hatte der Tempel im alten Jerusalem, an dessen letzter verbliebener Mauer die Gläubigen sich noch heute die Köpfe stoßen, nur die Aufgabe, Zinsgeld zu verleihen.

(Logion 2) Jesus sagte: Der Suchende soll nicht aufhören zu suchen, bis er findet. Und wenn er findet, wird er in Erschütterung geraten; und (wenn) er erschüttert ist, wird er in Verwunderung geraten, und er wird König über das All werden.

Nach der endgültigen Auferstehung wird der unbewusste Mensch zunächst erschüttert sein: Er verliert endgültig seinen Glauben an Gott. Als bewusster Mensch hat er nun seinen Gott erkannt. Der Wissende braucht nicht mehr zu glauben. Dann wird der bewusste Mensch verwundert sein: Nach der Verwirklichung der idealen Ökonomie erkennt er plötzlich seine Mitmenschen und sie erkennen ihn. Im Kapitalismus mussten sich die unbewussten Menschen voneinander abgrenzen, um wirtschaftlich erfolgreich zu sein, bzw. um überhaupt überleben zu können. Was die unbewussten Menschen zueinander sagten und was sie dann tatsächlich machten (oder machen mussten), um im Kapitalismus zu überleben, waren zwei verschiedene Dinge, die sich auch vollkommen widersprechen konnten. Daher erkannten sich die unbewussten Menschen nicht mehr. Sie brauchten damals zumindest den unbedingten Glauben an das Prinzip der Nächstenliebe, um im Kapitalismus noch einigermaßen menschlich miteinander umgehen zu können. Nach der endgültigen Auferstehung ist der bewusste Mensch sich dann nicht nur selber bewusst, sondern auch seiner Mitmenschen. In der idealen Ökonomie sind Wort und Tat automatisch synchron, weil genau das jetzt zugleich einen wirtschaftlichen Vorteil bedeutet. Auch die Nächstenliebe erfordert keinen Glauben mehr, sie ist selbstverständlich. Daraus ergeben sich ungeahnte Synergieeffekte für den bewussten Menschen, die ihm als unbewusster Mensch noch unvorstellbar waren und ihn nun zum „König über das All“ machen.

(Logion 15) Jesus sagte: Wenn ihr den seht, der nicht von einer Frau geboren ist, werft euch auf euer Antlitz nieder, betet ihn an. Jener ist euer Vater.

Hier schimmert eine gehörige Portion Ironie hindurch. Als vollständig auferstandenem Menschen muss es Jesus die allerletzten Nerven gekostet haben, sich mit der übersteigerten Religiosität seiner Jünger herumzuschlagen. Mit Beten ist die Welt nun mal nicht zu retten. Was bedeutet es aber, „nicht von einer Frau geboren“ zu sein? Nach einiger Suche findet man die Lösung in einem leider nur fragmentarisch erhaltenen Nag-Hammadi-Text:

Der Dialog des Erlösers / Wiederaufnahme des Gesprächs

Der Herr sagte: Was immer aus der Wahrheit geboren ist, stirbt nicht. Was immer aus einer Frau geboren ist, stirbt.

Ein religiös Verblendeter könnte hieraus wieder irgendeinen frauenfeindlichen Unsinn spinnen. Aber natürlich geht es hier nicht darum, dass Frauen das genaue Gegenteil von Wahrheit sind, sondern dass in einer wahren (=gerechten) Marktwirtschaft alle „nur“ wirtschaftlichen Unternehmungen dauerhaft lebensfähig sind, da sie aus urzinsfreien Krediten finanziert werden, während in einer kapitalistischen Marktwirtschaft alle realwirtschaftlichen Unternehmungen prinzipbedingt früher oder später „sterben“. Alles, was eine Kultur ausmacht und womit sie sich weiterentwickelt, kann nur aus gespartem Geld entstehen. Wenn alle Menschen in einer Kultur ausschließlich „von der Hand in den Mund“ leben, haben sie gar keine Kultur. Erst wenn ein Teil von dem, was sie sich erarbeiten, gespart wird, können aus diesen Ersparnissen neue realwirtschaftliche Unternehmungen gebildet werden, die die Kultur voranbringen. Aus der

Summe aller Ersparnisse = „Mutter der Kultur“

bildet sich ein Kreditangebot = „Vater der Kultur“,

das die Kreditnachfrage = „Sohn der Kultur“

des Realkapitals = „Brüder und Schwestern“

befriedigt!

Wird aber ein Geld mit parasitärer Wertaufbewahrungsfunktion (Zinsgeld) verwendet, werden die Geldersparnisse zu Finanzkapital. Jetzt ist das Realkapital, aus dem jegliche Wertschöpfung erarbeitet wird, dazu gezwungen, eine zusätzliche Rendite zu erwirtschaften, um dem Finanzkapital die Liquiditätsverzichtsprämie zahlen zu können, damit es überhaupt erst zum Kreditangebot wird. Damit das Realkapital rentabel bleibt, muss es knapp gehalten werden, denn nur aus der Knappheit (Mangel) kann es den „großen Investoren“ den Liquiditätsverzicht bezahlen. Der „Vater“ herrscht über den „Sohn“, das Hirngespinst Gott herrscht über den unbewussten Menschen – von Krieg zu Krieg. „Aus der Frau geboren“ bedeutet also „aus dem Finanzkapital geboren“. Erst auf dem jetzt erreichten Abstraktionsniveau wird das Thomas-Evangelium wirklich verständlich. Sehen wir uns das Logion 105 an:

(Logion 105) Jesus sagte: Wer den Vater und die Mutter kennen wird, er wird „Sohn der Hure“ genannt werden.

Wohl aus purer Verzweiflung hat ein „moderner Besserwisser“ die folgende Version von Logion 105 veröffentlicht, die nicht mehr mit dem bei Nag Hammadi gefundenen koptischen Text übereinstimmt. Ein sehr gutes Beispiel für eine gegenständliche Fehlinterpretation:

(105) Jesus sprach: Wer den Vater und die Mutter kennt, kann der Sohn einer Hure genannt werden?

Das Fragezeichen gehört da nicht hin! Solange man noch keine blasse Ahnung hat, worum es in der Heiligen Schrift tatsächlich geht, nämlich grundsätzlich immer um Makroökonomie, sollte man voreilige Interpretationsversuche besser unterlassen. Nicht von ungefähr folgt auf Logion 105 das Logion 106, welches mit dem vorhergehenden in einem logischen Sinnzusammenhang steht:

(Logion 106) Jesus sagte: Wenn ihr die zwei (zu) einem macht, werdet ihr Söhne des Menschen werden. Und wenn ihr sagt: „Berg, hebe dich hinweg!“, wird er sich umdrehen.

„Die zwei“ (Vater und Mutter) werden „zu einem gemacht“ (Vater), wenn das Kreditangebot nicht mehr um die Liquiditätsverzichtsprämie vermindert aus der Summe aller Ersparnisse hervorgeht! Nur in diesem Fall gibt es gar kein Finanzkapital (Hure) mehr. Die Rentabilitätshürde (Berg) ist aufgehoben und damit verschwindet auch die Knappheit des Realkapitals (und damit die Knappheit von Arbeitsplätzen).

(Logion 55) Jesus sagte: Wer nicht seinen Vater haßt und seine Mutter, wird mir nicht Jünger sein können. Und (wer) seine Brüder (nicht) haßt und seine Schwestern (und nicht) sein Kreuz trägt wie ich, wird meiner nicht würdig sein.

Erweisen wir uns zunächst einmal als „würdig“, Logion 55 zu erklären. Worum ging es Jesus? Um die endgültige Beseitigung des Kapitalismus. Solange also das Kreditangebot und die Summe aller Ersparnisse nicht „zu einem gemacht“ sind, befindet man sich noch im Kapitalismus und wenn man ihn nicht hasst, wird man ihn nie beseitigen können. Alle bereits bestehenden realwirtschaftlichen Unternehmungen (Brüder und Schwestern) müssen rentabel sein und sind damit umso kapitalistischer, je höher ihr Eigenkapitalanteil ist.

(Logion 99) Die Jünger sagten zu ihm: „Deine Brüder und deine Mutter stehen draußen.“ Er sagte zu ihnen: „Diese hier, die den Willen meines Vaters tun, sind meine Brüder und meine Mutter. Sie sind es, die in das Königreich meines Vaters eingehen werden.“

Im „Königreich des Vaters“ (ideale Ökonomie) besteht der „Wille des Vaters“ (Intention des Kreditgebers) nicht darin, sein Geld auf Kosten der Mehrarbeit des Kreditnehmers zu vermehren, sondern allein darin, es zu erhalten. Denken wir an das Tonscherben-Geld im ptolemäischen Ägypten. Dieses wurde automatisch zinsfrei verliehen, es musste nicht „in Liebe gegeben“ und „im Glauben empfangen“ werden! Genau das war der fatale Denkfehler, den alle selbsternannten „Heiligen“ und auch alle Gnostiker nach Jesus von Nazareth noch machten:

Die Verwirklichung des Himmels auf Erden hat absolut nichts mit der „Güte“ des einzelnen Menschen zu tun!

Eine Zivilisation aus lauter unbewussten Menschen, die noch immer an eine Hypothese Gott glauben müssen, um die „Güte“ zu besitzen, sich gegenseitig zinslose Zinsgeldkredite zu geben ("Garten – Eden – Modell", sowie erste Urchristen-Gemeinden), ist niemals überlebensfähig. Eine solche Zivilisation muss unweigerlich mitgekoppelt in den Privatkapitalismus (Erbsünde) kippen. Ein Mensch, der in Regelkreisen denken kann, würde gar nicht erst auf die (völlig absurde!) Idee kommen, ein Gesellschaftsmodell zu entwerfen, das prinzipbedingt mit positiver Rückkopplung aus dem Ruder laufen muss, wenn die „Güte“ der einzelnen Menschen nachlässt. Das ist – mit Verlaub – Irrsinn! Wie der Poet Ronnie James Dio schon sagte:

Love can be seen as the answer,
Die Liebe kann als Antwort gesehen werden,

but nobody bleeds for the dancer
aber niemand blutet für die Tänzerin

So it´s on and on and on
Darum ist es wieder und wieder und wieder…

It´s Heaven and Hell
Es ist Himmel und Hölle

Die „Tänzerin“ ist das Geld! „Sie“ tanzt durch die ganze Volkswirtschaft und hält damit nicht nur alle Kulturmenschen am Leben, sondern bewirkt gleichzeitig den kulturellen Fortschritt. Aber dafür erwartet die Tänzerin eine Belohnung, von allein bewegt sie sich nicht. Damit sie ihren Tanz aufführt, müssen die Menschen für sie „bluten“. Aber bluten sollen gefälligst diejenigen, die sie festhalten wollen!

(Logion 101) (Jesus sagte): Wer seinen Vater nicht haßt und seine Mutter wie ich, wird mir nicht [Jünger] sein können. Und wer [seinen Vater nicht] liebt und seine Mutter wie ich, wird mir nicht [Jünger] sein können. Denn meine Mutter [...], aber [meine] wahre [Mutter] gab mir das Leben.

Hier darf man jetzt spekulieren, was ursprünglich in der eckigen Klammer gestanden haben mag, das „unanständig“ genug war, um es besser unkenntlich zu machen. Die „wahre Mutter“ ist eine Geldersparnis, die kontinuierlich an Wert verliert (Tonscherben-Geld), wenn sie nicht verliehen wird. Der Kreditgeber (Vater) muss also für sie „bluten“, solange er sie festhält. Erst wenn er einen Kreditnehmer (Sohn) findet, der sie sinnvoll nutzen kann, behält sie ihren Wert. Die „unanständige Mutter“ (Finanzkapital) hat das jedoch nicht nötig, sie behält ihren Wert (Zinsgeld) auch ohne Verleih und daher muss der Kreditnehmer (Sohn) umso mehr „bluten“, während der Kreditgeber (Vater) am Ende gar nicht mehr arbeiten muss. Er ernährt sich allein vom „Blut“ des Sohnes! Damit haben wir nicht nur die Metapher „Sohn des lebendigen Vaters“ geklärt, sondern ganz nebenbei auch noch den Vampir-Mythos.

(Logion 113) Seine Jünger sagten zu ihm: „Das Königreich, an welchem Tag wird es kommen?“ (Jesus sagte): „Es wird nicht kommen, wenn man Ausschau nach ihm hält. Man wird nicht sagen: „Siehe hier oder siehe dort“, sondern das Königreich des Vaters ist ausgebreitet über die Erde, und die Menschen sehen es nicht.“

Fool, fool!
You've got to bleed for the dancer!
Fool, fool!
Look for the answer!
Fool, fool, fool!

(BLACK SABBATH, 1980 - die wahre prophetische Musik der Moderne)

Das braucht wohl nicht mehr übersetzt zu werden. Solange man noch an den „Vater im Himmel“ glaubt, kann das „Königreich des Vaters“ nicht verwirklicht werden. Der Gottesglaube und der Kapitalismus bedingen sich gegenseitig. Hören wir also endlich auf mit dem „Gotteswahn“ und beenden damit auch die systemische Ungerechtigkeit des Kapitalismus. Verwirklichen wir den

Himmel auf Erden (= Nachfrage auf Angebot)

im Namen des Vaters = des Kreditangebotes

und des Sohnes = der Kreditnachfrage

und des heiligen Geistes = des umlaufgesicherten Geldes.

Das Erstaunliche daran ist noch nicht einmal die Tatsache, dass der Himmel auf Erden allein durch die Verwendung von umlaufgesichertem Geld möglich wird, sondern die Gleichsetzung von „heiliger Geist“ mit „umlaufgesichertem Geld“. Die Bedeutung von „heilig“ ist tatsächlich nichts anderes, als „gesichert“ und „Geist“ bedeutet tatsächlich nichts anderes, als „Geldumlauf“!

Spruch 109: Wie Jesus das Wasser der Taufe vollendet hat, so goß er den Tod weg. Deswegen steigen wir zwar hinunter in das Wasser, wir gehen aber nicht hinunter in den Tod, damit wir nicht ausgegossen werden in den Geist der Welt. Wenn er weht, läßt er den Winter entstehen; wenn der Heilige Geist weht, wird es Sommer.

Der Zinsgeldumlauf lässt „den Winter entstehen“, mit umlaufgesichertem Geld „wird es Sommer“.

Im Gegensatz zum Thomas-Evangelium ist das Philippusevangelium nicht konsistent. Das Thomas-Evangelium erhebt den im Nachhinein betrachtet berechtigten Anspruch, die authentischen Worte von Jesus (114 Logien) wiederzugeben. Das Philippusevangelium besteht aus einer Sammlung von 127 Sprüchen, die diesen Anspruch nicht mehr erheben und wahrscheinlich von verschiedenen Autoren stammen, die sich bei der Formulierung des jeweiligen Spruches in unterschiedlichen Stadien der Auferstehung befanden. Im Nachhinein kann man in allen Gleichnissen das Wort „Geist“ durch „Zinsgeldumlauf“ und die Worte „Heiliger Geist“ durch „umlaufgesichertes Geld“ ersetzen. Der Sinn bleibt derselbe, obwohl die Autoren der Sprüche im Philippusevangelium noch nicht erleuchtet waren! Sie sahen im Heiligen Geist noch immer eine geistige Kraft des auferstandenen Menschen und nicht eine besondere Art von Geld, das ganz automatisch jedem Kulturmenschen sogar die Erleuchtung verschafft, ohne dass er überhaupt wissen muss, was die Erbsünde ist!

Genau das war wiederum das Problem des dritten Erleuchteten (nach Jesus und Thomas) in der bekannten Geschichte. Er erfand ganz unabhängig von der Heiligen Schrift das umlaufgesicherte Geld, kam aber nicht auf den Zusammenhang mit der Erbsünde. Es war ihm bewusst, dass er den Schlüssel in Händen hielt, die Welt vom Kapitalismus zu befreien und damit gleichzeitig von allen „Zivilisationsproblemen“, die sich überhaupt thematisieren lassen. Silvio Gesell sah sogar den zweiten Weltkrieg voraus, kam aber nicht auf die einfache Gleichung "Privatkapitalismus = Erbsünde" und konnte deshalb den Krieg auch nicht verhindern. Wer bereits erleuchtet ist, braucht über die Heilige Schrift nicht mehr weiter nachzudenken. Das hängt mit der so genannten Allokation zwischen Kreditangebot und Kreditnachfrage zusammen, die letztlich erst den kulturellen Fortschritt bewirkt und nur mit konstruktiv umlaufgesichertem Geld optimal funktioniert. Diesen wichtigen Zusammenhang kann man unbewussten Menschen aber erst dann begreiflich machen, wenn man zuvor die Heilige Schrift erklärt hat, um sie aus ihrer religiösen Verblendung zu befreien.

Mit der Einführung von umlaufgesichertem Geld wird Machtausübung eliminiert. Religion und Machtpolitik werden obsolet, es gibt keinen Stillstand mehr. Praktisch alles, was das menschliche Zusammenleben betrifft, regelt sich dann von selbst. Unmoral und unethisches oder ungerechtes Verhalten werden stets einen wirtschaftlichen Nachteil bedeuten. Umgekehrt wird moralisches, ethisches und gerechtes Verhalten immer zu wirtschaftlichem Erfolg führen. Damit wird auch die Rechtswissenschaft weitestgehend obsolet. Es wird keine systemische Ungerechtigkeit mehr geben, aus der Kriminalität, Terror und Krieg erwachsen.

Spruch 38: Die Verirrten, die der Geist zeugt, pflegen auch durch ihn in die Irre zu gehen. Deswegen entzündet sich und erlischt das Feuer durch denselben Hauch.

Nicht nur die Theologie, sondern sogar unsere gesamte Geisteswissenschaft, nichts anderes, als ein gigantischer Cargo-Kult, der aus der gegenständlichen Fehlinterpretation der originalen Heiligen Schrift erwachen ist. Das ist nicht weiter verwunderlich, denn solange etwas so Elementares, wie die zwischenmenschliche Regelfunktion Geld nicht als professionelles Tauschmittel, sondern nur in der Form eines Ausbeutungsmittels existiert, welches systemische Ungerechtigkeit erzeugt, müssen sich zwangsläufig verschiedene Geisteswissenschaften herausbilden, um zumindest teilweise eine ausgleichende Gerechtigkeit herbeizuführen. Auf der anderen Seite erkennt man das Geld schon gar nicht mehr als elementarste zwischenmenschliche Beziehung, da es in der Form von Zinsgeld letztlich immer genauso viel wieder zerstören muss, wie es zuvor aufgebaut hat. Genau diesen Sachverhalt erfahren wir im Spruch 38 des Philippusevangeliums. Da wir jetzt wissen, dass der Geist der Zinsgeldumlauf ist, brauchen wir uns nicht mehr zu wundern, dass wir „durch ihn in die Irre gehen“. Mit der Verwendung von Zinsgeld „entzündet sich und erlischt“ das kulturelle Leben (der Fortschritt) aufgrund der systemischen Ungerechtigkeit der Liquiditätsverzichtsprämie.

Spruch 33: Der „Vater“ und der „Sohn“ sind einfache Namen; der „Heilige Geist“ ist ein doppelter Name. Sie sind nämlich an allen Orten. Sie sind oben, sie sind unten, sie sind im Verborgenen, sie sind in den offenbaren (Dingen). Der Heilige Geist ist in dem Offenbaren: Er ist unten. Er ist in dem Verborgenen: Er ist oben.

Dieses erstaunliche Gleichnis muss absolut unverständlich bleiben, wenn man alles bisher in diesem Buch Gesagte noch nicht kennt. Kennt man es, so beseitigt der Spruch 33 des Philippusevangeliums die allerletzten Zweifel:

„Kreditangebot“ und „Kreditnachfrage“ haben einfache Funktionen; das „umlaufgesicherte Geld“ hat eine doppelte Funktion. Zusammen bestimmen sie die Makroökonomie. Sie bestehen als Anspruch, sie sind liquide, sie werden nachgefragt und sie werden angeboten. Das umlaufgesicherte Geld wird immer angeboten, wenn es liquide ist und es wird immer nachgefragt, wenn es als Anspruch besteht.

Die Bezeichnungen „oben“ und „unten“ sind von der ursprünglichen Metaphorik der Genesis abgeleitet. Sie beziehen sich auf das „Wasser über der Feste“ und das „Wasser unter der Feste“. Das „Geld oben“ ist langfristig verliehen, bzw. angelegt und ist damit nicht mehr liquide, sondern stellt einen Anspruch auf Geld (Guthaben) dar. Das „Geld unten“ ist das (noch) nicht angelegte und damit liquide Geld. Ist das Geld umlaufgesichert, ist es kein Wertaufbewahrungsmittel mehr, sondern ein professionelles Tauschmittel und ein Zwischenwertspeicher ohne Kapitaleigenschaft. Es ist daher sinnvoll, nicht mehr die Metapher Wasser = Reichtum zu verwenden. Umlaufgesichertes Geld hat eine physikalische Dimension, die erst im 20.Jahrhundert durch die Formulierung der Quantentheorie bekannt wurde (Energie*Zeit = "Wirkung"). Die Bezeichnung „Heiliger Geist“ könnte gar nicht mehr passender sein! Aufgrund dieser besonderen Eigenschaft wird umlaufgesichertes Geld immer vom Kreditgeber angeboten, wenn es liquide ist und es wird immer von einem Kreditnehmer nachgefragt, nachdem es von einem Kreditgeber langfristig angelegt wurde. Das ist die Voraussetzung zur Verwirklichung der idealen Ökonomie.

Spruch 83: Adam entstand aus zwei Jungfrauen: aus dem Geist und der jungfräulichen Erde. Deswegen wurde Christus aus einer Jungfrau geboren, damit er den Fehltritt, der am Anfang geschehen war, wieder in Ordnung bringe.

Hier haben wir also das „große Mysterium“ der Jungfrauengeburt. Vor allem an dieser gegenständlichen Fehlinterpretation der Heiligen Schrift wird deutlich, wie verblendet man sein muss, um tatsächlich daran zu glauben, das „Wunder der jungfräulichen Geburt“ sei dadurch entstanden, dass „der Heilige Geist die Jungfrau Maria überschattete“. Man mag vielleicht einwenden, das sei gegenüber Opferritualen und Steinigungen ein vergleichsweise „harmloser“ Aberglaube, doch das täuscht. Sexuelle Zwangsneurosen sind letztlich die Ursache für alle Arten von Sexualverbrechen. In einer Zivilisation bestimmen die Regeln des Zusammenlebens das Leben des Einzelnen. Wenn also das Zusammenleben einer sehr großen Anzahl von unbewussten Menschen mit religiösen Wahnvorstellungen durchdrungen ist, die die natürlichen sexuellen Bedürfnisse des „Säugetiers Mensch“ aus dem Gleichgewicht bringen, wird es immer einen gewissen Prozentsatz von potenziellen Sexualstraftätern geben, die kaum noch geheilt werden können. Gerade weil religiöse Wahnvorstellungen immer auf einer tieferen Wahrheit beruhen, bleiben sie solange im kollektiven Unbewussten und beeinflussen auf subtile Weise vor allem das Verhalten von schwachen Menschen, bis die tiefere Wahrheit hinter dem Aberglauben erklärt und verstanden ist.

In Spruch 83 steht der „jungfräuliche Geist“ für das umlaufende Zinsgeld im Garten Eden vor der Erbsünde. Die „jungfräuliche Erde“ sind alle realwirtschaftlichen Unternehmungen, die vor dem Beginn des Privatkapitalismus (Erbsünde) „nur“ wirtschaftlich, aber noch nicht rentabel sein mussten. Jesus von Nazareth war der erste bewusste Mensch in der bekannten Geschichte, der sich aus eigener Kraft aus der religiösen Verblendung befreite, den Wirkmechanismus des Kapitalismus durchschaute und sich ein umlaufgesichertes Geld vorstellen konnte, das nicht mehr durch Zinsgeld aus dem Umlauf gedrängt werden kann. Nicht nur im ptolemäischen Ägypten, sondern bereits einige Jahrhunderte vorher in Babylon, hatte man umlaufgesichertes Geld benutzt, das durch den Gegenwert von Getreide gedeckt war. Man war sich aber gar nicht darüber bewusst, warum die Ökonomie überhaupt nach diesem Prinzip funktionieren konnte. Sobald dann jemand auf die „tolle Idee“ kam, doch lieber „schöne Goldmünzen“ zu benutzen, brach die Ökonomie zwangsläufig wieder zusammen und man versank auch wieder in religiöser Verblendung.

Umlaufgesichertes Geld wird prinzipbedingt ohne Liquiditätsverzichtsprämie verliehen und kann daher niemals „vom bösen Urzins befleckt“ werden. Da Jesus der erste war, der das Funktionsprinzip des umlaufgesicherten Geldes intellektuell durchschaut hatte, kann man durchaus sagen, dass „Christus aus einer Jungfrau geboren“ wurde. Deshalb galt Jesus auch als „erleuchtet“. Die Auferstehung, also das Erkennen der Erbsünde und des tatsächlichen Namen von Jahwe ist nur der erste Schritt. Solange man aber noch nicht weiß, wie die systemische Ungerechtigkeit in einer arbeitsteiligen Zivilisation technisch beseitigt werden kann, wird die Mehrheit aller Menschen immer wieder in religiöser Verblendung versinken.

Diese „Erleuchtung“ betraf immerhin eine Technik, die erst zu Beginn des zwanzigsten Jahrhunderts von Silvio Gesell wissenschaftlich exakt formuliert (und von John Maynard Keynes nur noch neidvoll anerkannt) werden konnte. Allein aufgrund dieser enormen Erkenntnis wurde aus dem einfachen Menschen Jesus von Nazareth der „Christus“, der also „aus dieser Jungfrau (der Idee des umlaufgesicherten Geldes) geboren“ wurde.
Gysi Offline

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28.03.2008 22:07
#114  wie entstand der Gott der Religionen eigentlich???? Antworten
In Antwort auf:
Na ja, es hat eben noch nie einen Sozialisten gegeben, der an Wahrheit oder Gerechtigkeit interessiert gewesen wäre, sondern in seinem tiefsten Inneren immer nur daran, sich zum "Führer der Revolution" zu machen.
Na, du weißt mal wieder Bescheid... Nach solchen HANEBÜCHNEN Pauschalverunglimpfungen ganzer Bevölkerungsgruppen hast du den Schneid, das Wort "Gerechtigkeit" in den Mund zu nehmen? Oder willst du uns nur verarschen?

PS.: Quantität ersetzt nicht die Qualität. Meinst du, hier ist irgendeiner, der das Zeugs da liest? Als Antwort auf meine Beiträge taugt das nicht!
Na, wir sind sowieso schon lange vom Thread-Thema weg...

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Relix Offline

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28.03.2008 22:28
#115 RE: wie entstand der Gott der Religionen eigentlich???? Antworten

Ich hab's gelesen. Interessant.

In Antwort auf:
Diese „Erleuchtung“ betraf immerhin eine Technik, die erst zu Beginn des zwanzigsten Jahrhunderts von Silvio Gesell wissenschaftlich exakt formuliert (und von John Maynard Keynes nur noch neidvoll anerkannt) werden konnte.


Nur eine Frage: War Silvio Gesell deiner Meinung nach die Reinkarnation von Jesus Christus?

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Gnostiker Offline



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28.03.2008 22:36
#116 RE: wie entstand der Gott der Religionen eigentlich???? Antworten

In Antwort auf:
Nur eine Frage: War Silvio Gesell deiner Meinung nach die Reinkarnation von Jesus Christus?


Es existiert eine (relativ manisch geschriebene) englische Internet-Seite, auf der das behauptet wird. Davon ist aber meiner Meinung nach nicht viel zu halten.

Relix Offline

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28.03.2008 22:51
#117 RE: wie entstand der Gott der Religionen eigentlich???? Antworten

Weißt du, Gnostiker, lassen wir das.

Das hier ist kein bisschen Diskussion und wer auch immer deine absurden Theorien lesen will, kann das auch woanders tun: http://forum.erkenntnis.org/showthread.php?t=1851

In diesem Forum schließt du damit ab, "futurefreak":
An Hugo Chavez und Konsorten glaube ich nicht wirklich. Genauso wenig, wie der Katholik sich eingestehen will, dass sein Gottesbild ein Hirngespinst ist, das den Kapitalismus erst begründet, will sich der Sozialist eingestehen, dass Karl Marx nichts weiter war, als ein geschickter Betrüger, der im Grunde noch wesentlich schlimmer war, als Adolf Hitler. Es hat noch nie einen marxistisch geprägten Sozialisten gegeben, der wirklich am "Wohl des Volkes" interessiert gewesen wäre, sondern immer nur daran, sich zum "Führer der Revolution" aufzuspielen.

Was aber die Freiwirtschaft angeht, so muss sie einfach nur die Barriere überwinden, offen in den Massenmedien diskutiert zu werden. Ab diesem Zeitpunkt kann es keinen Weg zurück mehr geben, denn man kann nun einmal nicht gegen sie argumentieren.


Das soll 2008 passieren. Ganz massiv. Aber wo ist das? Keine Spur zu sehen...

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Gnostiker Offline



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28.03.2008 23:04
#118 RE: wie entstand der Gott der Religionen eigentlich???? Antworten

In Antwort auf:
Das soll 2008 passieren. Ganz massiv. Aber wo ist das? Keine Spur zu sehen...



Erstens ist das Jahr 2008 noch nicht vorbei, zweitens wäre es auch nicht tragisch, wenn der Durchbruch erst 2010 erfolgt und drittens kannst Du ja schon mal versuchen, dagegen zu argumentieren.

Relix Offline

Wertekiller


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28.03.2008 23:28
#119 RE: wie entstand der Gott der Religionen eigentlich???? Antworten

In Antwort auf:
Erstens ist das Jahr 2008 noch nicht vorbei, zweitens wäre es auch nicht tragisch, wenn der Durchbruch erst 2010 erfolgt und drittens kannst Du ja schon mal versuchen, dagegen zu argumentieren.


Eine wichtige Regel bei der Gründung einer Religion: Niemals die Apokalypse zu nahe rücken - sodass du sie noch erleben könntest! Grundsätzlich gar keine fixen Daten geben, denn das kann einem immer auf den Kopf fallen.

Gnostiker, deine Theorien gut und schön, aber du solltest endlich von deinem Standpunkt des "Wissens" runterkommen. Das ist nämlich pure Religion - denn selbst wenn diese behauptet, nur zu "glauben", so handelt sie 100% so als ob sie "wissen" würde. Du nennst es gleich beim Namen, aber es ändert nichts: Es ist Ideologie, die man so schlucken muss und nicht anzweifeln.
Ganz abgesehen davon: Wenn das alles sowieso zwischen 2008 und 2010 passiert, wieso bist du dann hier?
Wieso missionierst du/oder klärst auf in Foren?

Ich muss sagen, ich habe meine Meinung geändert. Ziemlich schnell, aber doch. Du glaubst wohl wirklich daran.
Das mag verwundern, aber ich kenne das, wenn auch nicht in der ausgeprägten Form, die du durchmachst.
Die eigenen Theorien bezüglich des Kosmos, der Welt und was auch immer selbst hochzustilisieren, weil man selbst darauf gekommen ist! Man sieht wie alle Dinge passen und wie wunderbar intelligent man doch ist, dass man die "Wahrheit" erkannt hat. Ich war kurz davor, religiös zu werden. Religiöser meiner eigenen Religion - doch ich habe mich dagegen entschieden. Ich bin nicht allwissend, habe den "heiligen Gral der Erkenntnis" nicht gefunden! Die "Wahrheit" ist nicht einfach, die "Wahrheit" ist nicht banal, denn es gibt die Wahrheit schlicht und einfach nicht! Wer einmal im Luftschloss sitzt, egal ob selbst erbaut oder nicht, sieht die Welt nur noch durch den Filter - Zufälle werden zu Beweisen, ja sogar zu Schicksal, göttlicher Fügung, was auch immer, nur damit es in das eigene System passt...
Aber so ist die Welt nicht. Die Menschen erkennen nicht die Welt und schließen dann auf ihre "Theorien" - sie erkennen die "Theorien" und schließen dann auf die Welt - und was die Welt auch tut, sie wird immer ins System der Theorie passen, solange der Mensch es so will.

Mag sein, dass ich deine Einstellung nicht ändern kann. Ich werde auch ganz sicher nicht über deine "Wahrheit" debattieren, denn für mich spielt sie keine Rolle - denn, so Leid es mir tut, ich habe meine eigene "Wahrheit" bereits gefunden und sehe die Welt nur noch durch ihren Filter, der lautet: Es gibt keine Wahrheit.

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Gnostiker Offline



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29.03.2008 00:27
#120 RE: wie entstand der Gott der Religionen eigentlich???? Antworten

In Antwort auf:
Ganz abgesehen davon: Wenn das alles sowieso zwischen 2008 und 2010 passiert, wieso bist du dann hier?
Wieso missionierst du/oder klärst auf in Foren?



Ich missioniere nicht und in Internet-Foren schon gar nicht. Foren sind für mich psychologische Studien und zugleich Kommunikationstraining. Interessante Spielereien - sozusagen.

Das Ganze entstand aus dem interessanten Paradoxon, dass man ständig gegen eine (völlig irrationale) Wand des absoluten Unverständnisses anredet, wenn man einem "Normalbürger" etwas im Grunde so Einfaches wie konstruktiv umlaufgesichertes Geld erklären will.

Aus der spontanen Idee, dies könnte mit der Religion zusammenhängen, konnte ich dann in relativ kurzer Zeit die Heilige Schrift entschlüsseln, weil ich mit diesem Ansatz wohl "zufällig" genau die richtigen Fragen an sie gestellt hatte.

Bei dem, was sich daraus noch entwickelt, mache ich mir keinen Stress. Als Entwicklungsingenieur habe ich noch andere Dinge zu tun. Und irgendeine Religion zu begründen ist nun wirklich das Allerletzte, womit ich meine Zeit vertrödeln will. Mal ganz davon abgesehen, dass ich die Religion ja gerade wegerklärt habe.

Xeres Offline




Beiträge: 2.587

29.03.2008 01:07
#121 RE: wie entstand der Gott der Religionen eigentlich???? Antworten

In Antwort auf:
Aus der spontanen Idee, dies könnte mit der Religion zusammenhängen, konnte ich dann in relativ kurzer Zeit die Heilige Schrift entschlüsseln, weil ich mit diesem Ansatz wohl "zufällig" genau die richtigen Fragen an sie gestellt hatte.
Oder, weil man dergleichen in beliebige Schriften hineininterpretieren kann. Wenn man beliebige Begriffe mit anderen ersetzt, kann man genauso aus Rotkäppchen auf die selben, vorgefertigten Ergebnisse kommen. Das ist nun keine Kunst.

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freily Offline




Beiträge: 121

29.03.2008 03:35
#122 RE: wie entstand der Gott der Religionen eigentlich???? Antworten

Zitat von Xeres
Oder, weil man dergleichen in beliebige Schriften hineininterpretieren kann.
Aber nur, wenn man den egoistischen Weg beschreiten will.
Etwas irgendwo hinein zu interpretieren ist ein Ausdruck der Selbstsucht die, die eigene Bestätigung sucht.

freily®©

Vanion Offline

Atheist


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29.03.2008 09:12
#123 RE: wie entstand der Gott der Religionen eigentlich???? Antworten

<Etwas irgendwo hinein zu interpretieren ist ein Ausdruck der Selbstsucht die, die eigene Bestätigung sucht.<

Da Interpretation die einzige Form Menschlicher Wahrnehmung ist sind in dem fall alle Menschen
selbstsüchtig und suchen Bestätigung.
Ein hoch auf den Egoismus

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contra principia negantem disputari non potest
http://de.wikipedia.org/wiki/Contra_prin...tari_non_potest

Gnostiker Offline



Beiträge: 57

29.03.2008 11:17
#124 RE: wie entstand der Gott der Religionen eigentlich???? Antworten

In Antwort auf:
Ein hoch auf den Egoismus


Exakt. Es gibt keine Moral, die Intelligenz ersetzen könnte!

"Die größte Tragödie in der Geschichte der Menschheit ist wohl die, dass die Moral von der Religion mit Beschlag belegt wurde."

Arthur C. Clarke

"Wer es vorzieht, seinen eigenen Kopf etwas anzustrengen, statt fremde Köpfe einzuschlagen, der studiere das Geldwesen."

Silvio Gesell

Gnostiker Offline



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29.03.2008 11:23
#125 RE: wie entstand der Gott der Religionen eigentlich???? Antworten

In Antwort auf:
Oder, weil man dergleichen in beliebige Schriften hineininterpretieren kann. Wenn man beliebige Begriffe mit anderen ersetzt, kann man genauso aus Rotkäppchen auf die selben, vorgefertigten Ergebnisse kommen. Das ist nun keine Kunst.




Nur kein Neid. Du kannst dich ja gern an "Rotkäppchen" versuchen. Aber in bezweifle, dass Du damit allzu viel Interesse hervorrufen wirst.

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