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Atheismus vs. Religionen  


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Dieses Thema hat 74 Antworten
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 Baha'i-Religion, Sannyasins (Bhagwan)
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Benedikt Offline




Beiträge: 17

13.12.2018 17:42
#51 RE: Neale Donald Walsch antworten

Zitat von Gysi im Beitrag #49
Dass du den Weg über die (religiöse) "Spiritualität" suchst. Was meinst du damit? Tiefenmeditation?


Unter spirituellem Glauben verstehe ich einen vorurteilslosen, suchenden, sich entwickelnden Glauben ohne festgelegte Grundsätze, ausser dem Einen, dass alles Eins ist.
Meditieren ist sicher die beste Methode um dies zu Erfahren, ersetzt meiner Meinung nach aber nicht die bewusste Auseinandersetzung mit dem Wissen der Welt.

Perquestavolta Offline



Beiträge: 3.738

13.12.2018 17:55
#52 RE: Neale Donald Walsch antworten

[quote="Benedikt"|p3213766]

Unter spirituellem Glauben verstehe ich einen vorurteilslosen, suchenden, sich entwickelnden Glauben ohne festgelegte Grundsätze, ausser dem Einen, dass alles Eins ist.


Zitat Benedikt:
Ein Tier lebt im Moment, eingebettet in die Einheit der Natur.
Ein Tier weiss was für sein Leben nötig und was gefährlich ist, aber es hat keine Moral von Gut und Böse.
Der Mensch ist, durch seinen Unterscheidenden Verstand, aus der Einheit mit der Natur herausgefallen und dadurch in seinem innersten Wesen heimatlos geworden.
Die ersten kulturellen Handlungen der frühen Menschen waren sich durch Rituale wieder in diese Einheit zurückzubinden.


Schade dass ich mich jetzt zurückhalten muss. Aber du hast offensichtlich selbst ziemlich jede Menge unsinniger Vorurteile und noch mehr festgelegte Grundsätze von der selben fragwürdigen Qualität.
Ich überlass es aber gerne meinen atheistischen Mitstreitern selber, sich dazu ihr eigenes Bild vom Ganzen zu machen.

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Religion vergiftet die Welt

Gysi Offline

Atheist


Beiträge: 16.911

13.12.2018 17:57
#53  Neale Donald Walsch antworten

Zitat von Benedikt
Glauben ohne festgelegte Grundsätze, ausser dem Einen, dass alles Eins ist.

Alles ist Eins. Und aus vielen, vielen Verschiedenheiten zusammengesetzt. "Glaubensbedingungen" sollte man nicht eingehen, meine ich. Man darf ruhig vor dem Faszinosium der Existenz stehen, seine Augen aufreißen und - erst mal - sagen: Ich weiß nix! Und zum "Glauben" gehört auch der Zweifel. Ich selber möchte nicht glauben, sondern wissen. Natürlich "glaube" ich trotzdem - letztendlich. Nämlich an die Wissenschaft und ihrem Erkenntnispfad.

Zitat
Meditieren ist sicher die beste Methode um dies zu Erfahren, ersetzt meiner Meinung nach aber nicht die bewusste Auseinandersetzung mit dem Wissen der Welt.

Dem zweiten Teil dieses Satzes stimme ich zu. Dem ersten nicht. Nichts gegen Meditation. Als Konzentrationsübung. Aber ansonsten wird ihre Wirkung überschätzt. Meditierst du?

Zitat
Ein Tier weiss was für sein Leben nötig und was gefährlich ist, aber es hat keine Moral von Gut und Böse.

Oh doch, hat es! Die Differenz zwischen Tier und Mensch ist geringer als du meinst.

Was ist denn "Gut und Böse"? Das sind menschliche Wertungen, um unser gesellschaftliches Leben zu stemmen! Und auch Tiere kennen ihr eigenes Sozialverhalten.

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"Ich bin vom Glauben zum Wissen konvertiert!" (Hamed Abdel-Samad)

Benedikt Offline




Beiträge: 17

13.12.2018 20:51
#54 RE: Neale Donald Walsch antworten

Zitat von Gysi im Beitrag #53
Natürlich "glaube" ich trotzdem - letztendlich. Nämlich an die Wissenschaft und ihrem Erkenntnispfad.


Das hast du aber schön gesagt, 😉 ich hätte es nicht besser schreiben können.

Zitat von Gysi im Beitrag #53
Oh doch, hat es! Die Differenz zwischen Tier und Mensch ist geringer als du meinst. Was ist denn "Gut und Böse"? Das sind menschliche Wertungen, um unser gesellschaftliches Leben zu stemmen! Und auch Tiere kennen ihr eigenes Sozialverhalten.


Natürlich hast du Recht die Grenzen zwischen Mensch und Tier sind fliessend, aber graduell eben doch erheblich.
Es gab viele Versuche ein Merkmal zu finden das nur beim Menschen vorkommt aber letztlich sind die Ansätze immer auch schon beim Tier vorhanden.
Meiner Meinung nach ist (wen wunderts) die Religion der grosse Unterschied.
Natürlich hat man auch schon bei Elefanten Trauer und Gedächtnisstätten beobachtet, aber die Jenseitsvorstellungen und Rituale der frühen Menschen kann ich mir nur bei einem Wesen mit komplexen ich-Bewusstsein vorstellen das nicht akzeptieren kann, dass eben dieses Ich mit dem Tod verschwinden sollte.

Perquestavolta Offline



Beiträge: 3.738

13.12.2018 23:01
#55 RE: Neale Donald Walsch antworten

Zitat von Benedikt im Beitrag #54


die Grenzen zwischen Mensch und Tier sind fliessend, aber graduell eben doch erheblich.
Es gab viele Versuche ein Merkmal zu finden das nur beim Menschen vorkommt aber letztlich sind die Ansätze immer auch schon beim Tier vorhanden.
Meiner Meinung nach ist (wen wunderts) die Religion der grosse Unterschied.
Diesbezüglich sind die Tiere wirklich deutlich schlauer.

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Religion vergiftet die Welt

Benedikt Offline




Beiträge: 17

14.12.2018 06:45
#56 RE: Neale Donald Walsch antworten

Zitat von Perquestavolta im Beitrag #55
Diesbezüglich sind die Tiere wirklich deutlich schlauer.

Ach je, wieso sind wir nicht Tiere geblieben sondern Menschen geworden? Wir hätten uns soviele Sorgen sparen können.
Aber Spass beiseite, Tier sind natürlich nicht schlauer. Sinnsuche ist für ihren ausgeglichenen Geisteshaushalt einfach nicht nötig.
Sie leben noch verschmolzen mit der Natur (Paradies) und sind nicht von der Natur umzingelt wie wir Menschen.

Perquestavolta Offline



Beiträge: 3.738

14.12.2018 08:32
#57 RE: Neale Donald Walsch antworten

Zitat von Benedikt im Beitrag #56
Zitat von Perquestavolta im Beitrag #55
Diesbezüglich sind die Tiere wirklich deutlich schlauer.

Ach je, wieso sind wir nicht Tiere geblieben sondern Menschen geworden? Wir hätten uns soviele Sorgen sparen können.


Dann bist du also willentlich Mensch geworden? Weil du dir keine Sorgen ersparen wolltest?


Zitat von Benedikt im Beitrag #56

Aber Spass beiseite, Tier sind natürlich nicht schlauer. Sinnsuche ist für ihren ausgeglichenen Geisteshaushalt einfach nicht nötig.


Ziemlich merkwürdig dein Vergleich. Warum betrachtest du die Sache nicht mal anders herum?

DU behauptest da nämlich, dass der Geisteshaushalt eines Menschen ohne Religion/Glaube unausgeglichen ist und daher überhaupt keinen Sinn hat... und nimmst dich diesbezüglich selbst zum Maßstab.


Zitat von Benedikt im Beitrag #56

Sie leben noch verschmolzen mit der Natur (Paradies) und sind nicht von der Natur umzingelt wie wir Menschen.
Ich möchte dir keine Vorträge darüber halten in welche total falschen und irrigen Vorstellungen du lebst, Benedikt. Nicht nur deshalb, weil ich da ohnehin nur gegen eine kahle Wand reden würde, sondern auch einem vollkommen Realitätsblinden, dessen eigener Geisteshaushalt viel zu unausgeglichen ist, um noch über den Tellerrand der eigenen Vorurteile und falschen Grundsätze mal hinaus zu denken, etwas zu erklären versuchte, was er gar nicht verstehen kann.

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Gysi Offline

Atheist


Beiträge: 16.911

14.12.2018 09:40
#58 Neale Donald Walsch antworten

Zitat von Benedikt
Meiner Meinung nach ist (wen wunderts) die Religion der grosse Unterschied.

Religion ist Spekulation über die wirkende Umwelt. Religion ist die Philosophie der Ahnungslosen. Spekulieren Tiere? Bestimmt! Wir wissen aber nicht genau, wie. Weil die nicht so eine differenzierte Sprache haben wie wir! Und aus der hat sich auch erst das differenziertere Denken entwickelt. Machen sich die Kühe keine Gedanken über den Verbleib der älteren Kühe, die auf dem Schlachthof gelandet sind? Ich denke schon. Will sagen: Auch die Tiere machen sich Gedanken über das Wohin und Woher! Das sind doch die großen Fragen der Menschheit. Die Tiere können sie nur nicht so kommunizieren wie wir. Darum bleiben ihre Gedanken noch früher auf dem Weg (zur Erkenntnis) stecken als bei uns. Na gut, wir haben einen Kilo Grütze im Schädel, das ist mehr als bei einer Kuh. Aber du weißt, was ich sagen will.

Zitat
Sie (die Tiere) leben noch verschmolzen mit der Natur (Paradies) und sind nicht von der Natur umzingelt wie wir Menschen.

Die Natur mit ihrem "Prinzip des Fressens oder Gefressenwerdens" würde ich nicht "Paradies" nennen...

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Perquestavolta Offline



Beiträge: 3.738

14.12.2018 09:59
#59 RE: Neale Donald Walsch antworten

Tiere werden von schrecklichen Parasiten, von Hunger, von Klimaanomalien, hungrigen anderen Tieren und auch noch von der übelsten Naturkatastrophe, uns Menschen heimgesucht. Unsere Vorfahren hatten ehemals mit den genau selben Problemen zu kämpfen.

Um in aller Selbstzufriedenheit einfach mal zu behaupten, die Natur sein ein Paradies, muss man entweder ein total-Ignorant sein, oder ein ziemlich doofer abartiger Egozentriker, der sich geistig für besonders spirituell hält, wenn er sich von der Wirklichkeit solche ganz einfachen eigenen Erklärungsmodelle zusammenbastelt, die seiner eigenen Geistes-haushaltlichen Ausgeglichenheit am allerdienlichsten sind.

Für unser Vorfahren war "Placebo" eine durchaus sinnvolle Erfindung der Evolution. Heutzutage gibt es wirksamere Heilmittel gegen Schlangenbisse, Infektionen, Parasiten und den ganzen unangenehmen Nebenwirkungen des Alterns. Ist zwar noch alles nicht ganz perfekt, aber die Entwicklungs-Richtung stimmt schon mal. Diese Schwierigkeiten sind seit jeher die Triebfeder der Evolution.

Und genau aus diesem Grund müssen wir schnellsten begreifen lernen, dass die Natur auch unsere eigenen Lebensgrundlage bildet, der wir als Einzelne zwar nichts anhaben können, aber in der Summe von mehreren Milliarden, so durcheinander bringen können, dass wir am Ende uns selber gegenseitig aufessen müssen.

Und das heißt, dass unsere spirituellen "Vereinfachungen" überhaupt nichts taugen und dass sie sogar äußerst kontraproduktiv sind, um das Problem Menschheit und Natur noch rechtzeitig in den Griff zu kriegen.

Ich weis, dass auch viele Atheisten den Ernst der Lage überhaupt nicht bewusst ist und sie sich auch lieber mit falschen Glaubensbekenntnissen wie dem evolutionären Humanismus ihren Geisteshaushalt im Gleichgewicht halten.

Der Mensch ist im einzelnen ein irrationaler Ignorant, ein opportunistischer Wolf und ein überaus wählerisches Raubtier, das auch noch 99% der Ressourcen dafür verschwendet, sich selbst und seinen Artgenossen zu imponieren. Die Natur ist kein Paradies, sondern eine gefährliche Arena des Überlebenswettbewerbes der Gene. Tiere sind in diesem Überlebenswettbewerb die weitaus klügeren.

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Gysi Offline

Atheist


Beiträge: 16.911

14.12.2018 10:17
#60 Neale Donald Walsch antworten

Zitat von Benedikt
Um in aller Selbstzufriedenheit einfach mal zu behaupten, die Natur sein ein Paradies, muss man entweder ein total-Ignorant sein, oder ein ziemlich doofer abartiger Egozentriker, der sich geistig für besonders spirituell hält, wenn er sich von der Wirklichkeit solche ganz einfachen eigenen Erklärungsmodelle zusammenbastelt, die seiner eigenen Geistes-haushaltlichen Ausgeglichenheit am allerdienlichsten sind.

Nein, Benedikt ist nicht "doof", er ist in einem religiösen Menschenbild verhaftet, das nicht dem modernen Stand der Biologie entspricht. Aber wer sich in anerzogenen Weltbildern bewegt, ist nicht "doof", weil diese Bilder falsch sind! (Ich kann mich noch dran erinnern, wie wir an der Bremer Uni in den 70ern das Menschenbild schön scharf vom Tier abgegrenzt hatten. Ebenso wie Benedikt jetzt. Und wir waren als eine marxistische Uni verschrien! Marx sah den Menschen eben als ebenso besonders an. Die Tierethik oder sowas gab es damals nicht! In den letzten 40 Jahren hat sich das Wissen um das Verhältnis zwischen Mensch und Tier nun mal sehr vermehrt.)

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Reklov Offline




Beiträge: 4.397

14.12.2018 11:51
#61 RE: Neale Donald Walsch antworten

Zitat
Machen sich die Kühe keine Gedanken über den Verbleib der älteren Kühe, die auf dem Schlachthof gelandet sind? Ich denke schon. Will sagen: Auch die Tiere machen sich Gedanken über das Wohin und Woher!

Gysi,

... solches magst Du zwar denken, aber dagegen steht (m)eine andere Betrachtungsweise:

Könnten z.B. Kühe über den Verbleib ihrer im Schlachthof gelandeten Artgenossen in unserem Sinne "nachdenken", würden sie sofort einen gemeinsamen Ausbruch von den so paradiesisch anmutenden Weideflächen "organisieren" - oder zumindest die Leute heftigst attackieren, welche sie von dort zum Schlachthof bringen wollen. Da sie aber nicht einmal den dazu verwendeten LKW richtig "einordnen" können, lassen sie sich leicht zu diesem hinführen.
Wie zu lesen war, geht den Kühen erst dann "ein Licht auf", aber auch nur instinktiv, wenn sie im Schlachthof den Blutgeruch ihrer Artgenossen wahrnehmen, was hier und da ja zu heftigstem Sträuben führt. Wie man weiß, bleibt der Mensch, mit Hilfe seiner techn. Mittel, am Ende der Stärkere.

Auf einer Bergwanderung in der Schweiz konnte ich einst beobachten, wie mehrere Kühe einen großen, schwarz weiß gefleckten Hund entschlossen davon jagten, der sich ihrer Herde (nur neugierig?) nähern wollte. Dieser zog dann auch vor den Hörnern propmt den Schwanz ein und suchte das Weite.

Dass sich aber ein Tier sogar "Gedanken" über das WOHER und WOHIN macht, muss also vorläufig noch (D)eine reine Vermutung bleiben.

Gruß von Reklov

Reklov Offline




Beiträge: 4.397

14.12.2018 12:18
#62 RE: Neale Donald Walsch antworten

Zitat
Für unser Vorfahren war "Placebo" eine durchaus sinnvolle Erfindung der Evolution. Heutzutage gibt es wirksamere Heilmittel gegen Schlangenbisse, Infektionen, Parasiten und den ganzen unangenehmen Nebenwirkungen des Alterns. Ist zwar noch alles nicht ganz perfekt, aber die Entwicklungs-Richtung stimmt schon mal. Diese Schwierigkeiten sind seit jeher die Triebfeder der Evolution.

Perquestavolta,

... die Evolution "erfindet" nichts. - Menschen, Tiere und Pflanzen leben ihr darin entwickeltes "Programm". Das biologische Programm des Menschen ermöglicht ihm, mittels seiner Erkenntnisfähigkeit, Zusammenhänge so zu erkennen, dass er immer weitere Verbesserungen seiner Werke und seines Daseins anstrebt.
Manche Tiere jagen zwar mit höchst ausgeklügelten Jagdstrategien, alleine oder in der Gruppe, - ihren Beutetieren aber eine Falle zu stellen, wie es z.B. mit einer Bären- oder Schlingenfalle möglich ist, übersteigt jegliche ihrer bisher entwickelten Anlagen. So müssen sie ihrer Beute stets "auflauern". Das wird sich wohl auch in Zukunft nicht groß ändern.
Eine Spinne webt zwar ihr Netz und wartet dann "inaktiv" ab - aber eben nicht 5 nebeneindander, was ja ihre Fangquote ordentlich erhöhen würde.

Gruß von Reklov

Perquestavolta Offline



Beiträge: 3.738

14.12.2018 12:35
#63 RE: Neale Donald Walsch antworten

Zitat von Gysi im Beitrag #60

Zitat von Benedikt
Um in aller Selbstzufriedenheit einfach mal zu behaupten, die Natur sein ein Paradies, muss man entweder ein total-Ignorant sein, oder ein ziemlich doofer abartiger Egozentriker, der sich geistig für besonders spirituell hält, wenn er sich von der Wirklichkeit solche ganz einfachen eigenen Erklärungsmodelle zusammenbastelt, die seiner eigenen Geistes-haushaltlichen Ausgeglichenheit am allerdienlichsten sind.
Nein, Benedikt ist nicht "doof", er ist in einem religiösen Menschenbild verhaftet, das nicht dem modernen Stand der Biologie entspricht. Aber wer sich in anerzogenen Weltbildern bewegt, ist nicht "doof", weil diese Bilder falsch sind! (Ich kann mich noch dran erinnern, wie wir an der Bremer Uni in den 70ern das Menschenbild schön scharf vom Tier abgegrenzt hatten. Ebenso wie Benedikt jetzt. Und wir waren als eine marxistische Uni verschrien! Marx sah den Menschen eben als ebenso besonders an. Die Tierethik oder sowas gab es damals nicht! In den letzten 40 Jahren hat sich das Wissen um das Verhältnis zwischen Mensch und Tier nun mal sehr vermehrt.)




Ich sage nicht das Benedikt doof ist, sondern, dass da überhaupt nichts mehr zu retten ist. Tiere vom Menschen abzugrenzen, braucht nicht mehr Verstand, als den von Hirschen, um sich von Zebras und Wölfen oder Wildschweinen zu unterscheiden. Das Problem bei der ganzen Sache ist nämlich, dass sich die jeweiligen anderen Parteien auch für die lebenswertere Gattung halten und im Ernstfall die anderen Gruppen fressen. Und in diesem Zusammenhang müsste man heutzutage auch Marx und Engels in "eine Geschlossene" einweisen.

Wir haben diesbezüglich auch noch ganz andere Probleme und die sich überhaupt nicht mit einem evolutionären Humanismus lösen lassen. Was einfach nur daran liegt, dass auch die Evolution unserer Gehirne von noch ganz anderen Faktoren... als den damals noch etwas schwierigeren Lebensbedingungen konditioniert wurde und welche heute in den meisten Gegenden unserer westlich zivilen Breiten- und und Längengraden dieser Welt weitgehendst ausgerottet worden sind. Auch die Evolution unseres Körper ist viel besser an jene Lebensbedingungen angepasst, als wir in der "Nahrungskette" noch viel weiter unten standen.

Deswegen auch mal ganz klar eine deutliche Ansage, dass solche Behauptungen, die menschlich biologische Evolution wäre so gut wie abgeschlossen, weil es da nichts mehr zu verbessern gibt, einfach nur Schwachsinn sind, der vielleicht in den 70igern des letzten Jahrhundert, als gerade mal etwas mehr als 3 Milliarden von unserer Gattung sich hier auf dem Planeten als die Krone der Schöpfung wähnten, noch irgendwie zu entschuldigen gewesen ist.

Jemand der die Evolution als etwas zu erklären versucht, was aus etwas Einfachem immer Komplexeres hervor bringt, darf seinen UNI-Professoren aus den 70igern gerne mal den berühmten Vogel zeigen. Es gibt heutzutage ganze Bibliotheken voll Bücher die eindeutig belegen, dass man es schon in den 70igern des letzten Jh. eigentlich besser wissen hätte müssen.

Und ich sage auch genau deswegen nicht, dass Benedikt doof ist, sondern nur dass es da nichts mehr zu retten gibt, weil viel zu viele UNI-Studenten aus den 70igern frei herum laufen, die man eigentlich mit Engels und Marx in die selbe Geschlossene sperren müsste.

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Benedikt Offline




Beiträge: 17

14.12.2018 12:50
#64 RE: Neale Donald Walsch antworten

Zitat von Gysi im Beitrag #58
Die Natur mit ihrem "Prinzip des Fressens oder Gefressenwerdens" würde ich nicht "Paradies" nennen...


Ich meinte damit natürlich nicht das in der Bibel wortwörtlich beschriebene Paradies sondern im übertragen Sinn den Unbewussten Zustand ohne kompexes Ich-Bewusstsein.
Ich finde die Geschichte der Verstossung von Adam und Eva aus dem Paradies ist eine gute Metapher für die Bewusstwerdung des Menschen.

Ich wollte damit beileibe nicht behaupten die Tiere hätte kein hartes Leben, auch liegt mir nichts ferner als Tiere geringzuschätzen, aus jedem Tier schaut mich „Gott“ an.
Die Natur ist kein Ponyhof und war es nie, aber sie hat uns hervorgebracht und wir werden immer zu ihr gehören.
Für mich gehören kulturelle Handlungen ganz klar zu einem erwachenden Bewusstsein.
Aber was ist Kultur?
Vielleicht sind Walgesänge auch Kultur? Wir wissen es nicht.
Ich möchte auch nicht unbdingt eine Grenze zwischen Mensch und Tier setzen, sondern die Konsequenzen erwachenden Selbstbewusstseins zur Diskussion stellen.

Gysi Offline

Atheist


Beiträge: 16.911

14.12.2018 12:56
#65 Neale Donald Walsch antworten

Zitat von Perquestavolta
Und in diesem Zusammenhang müsste man heutzutage auch Marx und Engels in "eine Geschlossene" einweisen. (...) weil viel zu viele UNI-Studenten aus den 70igern frei herum laufen, die man eigentlich mit Engels und Marx in die selbe Geschlossene sperren müsste.

Wer bleibt dann übrig für die Freiheit? Du?

Unter Stalin und Mao war das ebenso: "Wer nicht denkt wie ich - der muss doch WAHNSINNIG sein!"... Und - flupp! - waren sie in 'ner Klapse...

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Gysi Offline

Atheist


Beiträge: 16.911

14.12.2018 13:17
#66 Neale Donald Walsch antworten

Zitat von Benedikt
sondern im übertragen Sinn den Unbewussten Zustand ohne kompexes Ich-Bewusstsein.

Was ist denn das? Dein Fötus-Zustand? Warum "Paradies"? Ich erinnere mich an eine werdende Mutter, die paffte und soff. Das Kind hatte jahrelang mit Entwicklungsrückständen zu kämpfen.

Zitat
aus jedem Tier schaut mich „Gott“ an.

Und aus jedem Benedikt, Gysi und Perquestavolta auch! Da ist nichts "Göttliches", das ist doch eine aus den Fingern gesogene Selbstaufwertung...

Zitat
Aber was ist Kultur?

Alles, was nicht direkt natürlich produziert ist. Also die menschliche Produktion auf jeden Fall. Unser Sprachgebrauch fasst den Begriff allerdings etwas enger.

Zitat
Ich möchte auch nicht unbdingt eine Grenze zwischen Mensch und Tier setzen, sondern die Konsequenzen erwachenden Selbstbewusstseins zur Diskussion stellen.

- Relativierung den (anderen) Tieren gegenüber.
- Die Schranken unserer eigenen Wahr-Nehmung erkennend. Wir nehmen nur wahr, gefiltert durch unsere Sinne. Aber die Dinge können wir nicht "an sich" erfassen.
- Wir dürfen uns mit diesen Beschränkungen begnügen. Sie gehören zu unserer Realität, und die zu erkennen, macht (auch) glücklich. Finde ich.
- Brauchen wir einen Zirkelschluss zu was Höherem? Um uns selber höher zu machen? Wir brauchen ein geschlossenes Weltbild. Aber keinen heiligen Schauer, wenn wir in den Spiegel schauen. Wir brauchen keinen Gott.

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Perquestavolta Offline



Beiträge: 3.738

14.12.2018 17:31
#67 RE: Neale Donald Walsch antworten

Zitat von Gysi im Beitrag #65

Zitat von Perquestavolta
Und in diesem Zusammenhang müsste man heutzutage auch Marx und Engels in "eine Geschlossene" einweisen. (...) weil viel zu viele UNI-Studenten aus den 70igern frei herum laufen, die man eigentlich mit Engels und Marx in die selbe Geschlossene sperren müsste.
Wer bleibt dann übrig für die Freiheit? Du?

Unter Stalin und Mao war das ebenso: "Wer nicht denkt wie ich - der muss doch WAHNSINNIG sein!"... Und - flupp! waren sie in 'ner Klapse...



Ideologischer Idealismus funktioniert nun mal nicht. Bei allem Respekt für Marx und Engels, deren wissenschaftliches Aufarbeitung der damaligen Gesellschaftsverhältnisse über jeden Zweifel erhaben sind.


Ideologischer Idealismus mag in der Theorie noch so perfekt sein, aber der einzelne Mensch ist nun mal eine irrationales Gewohnheitsvieh, dazu ein sehr opportunistischer Wolf und auch noch sehr anfällig für Schwarmdummheit. Der Ideologische Idealismus schafft also selbst immer das Machtvakuum in dem sich die WAHNSINNIGen überhaupt erst etablieren können.

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Perquestavolta Offline



Beiträge: 3.738

14.12.2018 17:41
#68 RE: Neale Donald Walsch antworten

Zitat von Reklov im Beitrag #62


... die Evolution "erfindet" nichts. - Menschen, Tiere und Pflanzen leben ihr darin entwickeltes "Programm". Das biologische Programm des Menschen ermöglicht ihm, mittels seiner Erkenntnisfähigkeit, Zusammenhänge so zu erkennen, dass er immer weitere Verbesserungen seiner Werke und seines Daseins anstrebt.


Evolutionstheorie für Dumme: https://www.amazon.de/Evolution-f%C3%BCr...s/dp/3527708529

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Gysi Offline

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14.12.2018 18:18
#69 Neale Donald Walsch antworten

Zitat von Perquestavolta
Ideologischer Idealismus

1. Marx und Engels waren keine "Ideologischen Idealisten", das waren deren selbsternannten Apologeten. Marx selber sagte: "Ich bin kein Marxist!"

2. Die beiden sind nicht über jede Kritik erhaben. Sie gehen in ihren Theorien von Parametern aus, die zum Teil einfach grundlegend falsch sind. Jedenfalls weiß man das heute. Engels z.B. vermutete vor den ersten Klassenbildungen die "Urgesellschaft", die er irgendwie als "paradiesisch" idealisiert. ("Das Kapital" ist topp. Jedoch ist auch das "Manifest" grundlegend kritikwürdig!)

3. Aber bleiben wir mal beim Thema: Stampf' doch nicht alles als würdig für die "Geschlossene" nieder, was nicht deiner Denkart entspricht! Woher diese anhaltend überzogene Aggressivität? Gegen alle, auch gegen die Neuuser. Nutzen kann sie der Diskussion jedenfalls nicht.

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Reklov Offline




Beiträge: 4.397

17.12.2018 21:35
#70 RE: Neale Donald Walsch antworten

Zitat
Evolutionstheorie für Dumme:

Perquestavolta,

... wie Evolution funktioniert(e) - von der Ur-Zelle bis zum Menschen, kann heute jeder Interessierte überall nachlesen.
Interessant, weil nicht beantwortbar, bleibt aber z.B. die Frage, ob der Mensch (oder manches Tier) schon sozusagen "fertig entwickelt" ist, oder, ob die Entwicklung (geistig und körperlich) noch zu unvorstellbaren Stufen fortschreiten wird?

Gruß von Reklov

Gysi Offline

Atheist


Beiträge: 16.911

18.12.2018 10:14
#71 Neale Donald Walsch antworten

Zitat von Reklov
Interessant, weil nicht beantwortbar, bleibt aber z.B. die Frage, ob der Mensch (oder manches Tier) schon sozusagen "fertig entwickelt" ist, oder, ob die Entwicklung (geistig und körperlich) noch zu unvorstellbaren Stufen fortschreiten wird?

"Alles fließt..." (Heraklit)

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Perquestavolta Offline



Beiträge: 3.738

18.12.2018 11:33
#72 RE: Neale Donald Walsch antworten

Zitat von Reklov im Beitrag #70

Zitat
Evolutionstheorie für Dumme:

... wie Evolution funktioniert(e) - von der Ur-Zelle bis zum Menschen, kann heute jeder Interessierte überall nachlesen.

Können tut man schon, aber bei dir funktioniert ganz offensichtlich das Verstehen nicht. Es gibt keine fertige Evolution. Es gibt auch keine Ziel-gerichtete Evolution.


Zitat von Reklov im Beitrag #70

Interessant, weil nicht beantwortbar, bleibt aber z.B. die Frage, ob der Mensch (oder manches Tier) schon sozusagen "fertig entwickelt" ist, oder, ob die Entwicklung (geistig und körperlich) noch zu unvorstellbaren Stufen fortschreiten wird?



Ich sagte schon, dass bei dir "Nachlesen" nichts nützt, weil bei dir ganz offensichtlich das Verstehen nicht funktioniert. Auch bei uns Menschen gibt es besser angepasste. Du gehörst zu der anderen Kategorie.

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Reklov Offline




Beiträge: 4.397

18.12.2018 12:06
#73 RE: Neale Donald Walsch antworten

Zitat
Können tut man schon, aber bei dir funktioniert ganz offensichtlich das Verstehen nicht. Es gibt keine fertige Evolution. Es gibt auch keine Ziel-gerichtete Evolution.

Wenn ein Lebewesen nicht neuen Reizen ausgesetzt wird, erfährt es auch keine Evolution. Auf unserer Erde leben zu Lande und zu Wasser Exemplare (Tiere und Pflanzen), die sich seit ca. 500 Millionen Jahren nicht verändert haben, nicht verändern mussten.

Fossilfunde deuten an, dass die Nautiliden vor 450 Millionen Jahren sehr vielfältig waren. Davon sind heute noch sechs Arten übrig, zu denen die sog. Perlboote gehören. Leider sind alle sechs Arten akut bedroht. Deren Evolution ist also durchaus "stehen geblieben" - und wenn sie eines Tages gar nicht mehr existieren, bleiben sie lediglich in wissenschaftlichen Zeilen vermerkt. Ob nun aber, Deiner Meinung nach, eine Evolution weder "fertig" noch "zielgerichtet" ist, wird beim Verglühen unserer Sonne nun auch keine so bedeutende Frage mehr darstellen!
Auch auf solches solltest Du Dein "Verstehen" richten!

Gruß von Reklov 

Perquestavolta Offline



Beiträge: 3.738

18.12.2018 14:24
#74 RE: Neale Donald Walsch antworten

Zitat von Reklov im Beitrag #73

Zitat
Können tut man schon, aber bei dir funktioniert ganz offensichtlich das Verstehen nicht. Es gibt keine fertige Evolution. Es gibt auch keine Ziel-gerichtete Evolution.
Wenn ein Lebewesen nicht neuen Reizen ausgesetzt wird, erfährt es auch keine Evolution. Auf unserer Erde leben zu Lande und zu Wasser Exemplare (Tiere und Pflanzen), die sich seit ca. 500 Millionen Jahren nicht verändert haben, nicht verändern mussten.

Fossilfunde deuten an, dass die Nautiliden vor 450 Millionen Jahren sehr vielfältig waren. Davon sind heute noch sechs Arten übrig, zu denen die sog. Perlboote gehören. Leider sind alle sechs Arten akut bedroht. Deren Evolution ist also durchaus "stehen geblieben" - und wenn sie eines Tages gar nicht mehr existieren, bleiben sie lediglich in wissenschaftlichen Zeilen vermerkt. Ob nun aber, Deiner Meinung nach, eine Evolution weder "fertig" noch "zielgerichtet" ist, wird beim Verglühen unserer Sonne nun auch keine so bedeutende Frage mehr darstellen!
Auch auf solches solltest Du Dein "Verstehen" richten!




Ich sagte schon Reklov, dass Evolution kein Ziel kennt und dass auch die bestens Angepassten irgendwann aussterben, wenn sich die Rahmenbedingungen ihrer Lebensumstände an welche sie bestens angepasst sind, drastisch ändern,.
Dir fehlt jeglicher Realitäts-Sinn und somit jegliche Verstehensgrundlage, um sogenannte "nichtlinerare" Dynamiken und Prozesse in der Natur nachvollziehen zu können.

Da wir Menschen als einzelne nicht alle Erfahrungen selbst machen müssen und auch über Generationen zurück auf Erfahrungswissen Anderer zugreifen können, um gegen Hunger Durst, Kälte, Hitze, Steinschlag, Lawinen usw. usf. zu bestehen... und uns somit inzw. auch unsere Nahrung ohne jegliches Eigenrisiko beschaffen können ,,,,,sogar die abschreckenden Atombomben haben letztendlich nur dazu beigetragen, dass auch unsere Nachbarn keine Lust mehr haben über uns herzufallen..

Aber das heißt nicht, dass wir nun die Natur komplett im Griff haben.. In Gegenteil.. Gerade die ganz bösartigen Mikroben sind sehr einfache Organismen und bei denen es die Evolution deswegen auch besonders einfach hat. Auch die Sonne hustet immer wieder mal sehr heftig und bläst dabei sogenannte Sonnenwinde auch in Richtung unserer Erde. Diese Sonnenwinde bestehen hauptsächlich aus elektrisch sehrstark geladenen Teilchen, welche unser hochtechnisierten Zivilisation über mehrere Jahre "den Strom" abschalten können.. Nur haben wir aber inzwischen überhaupt keine Infrastrukturen mehr, um auch ohne Strom zurecht zu kommen. Was das noch ganz nebenbei bedeuten würde, wenn es über mehrere Jahre hinweg, kaum noch Futter für uns gibt, kann sich jeder selber ausmalen.

Innerhalb der nächsten 2 Jahrzehnte wird es Milliarden Klimaflüchtlinge geben, die sich alle in gemäßigteren Breitengraden niederlassen wollen und welche aber heute schon zu den am dichtesten besiedelten Gegenden der Welt gehören. Auch diese Breitengrade werden dann vom "Starkregen" und solchen Orkanen heimgesucht werden, wie sie von einem zum nächsten nie ein lebender Mensch jemals erlebt haben wird.

Kein Sorge Reklov.. die Evolution wird es schon wieder regeln. Für alle die, die sich heute lieber mit solch einfachen Welterklärungen wie Gott zufrieden geben, wird es kein Zukunft geben, Reklov. Wenn es ums nur mehr ums nackte überleben geht.. und die Chancen dafür stehen nicht schlecht.. dann braucht niemand Leute um sich, die außer beten und singen nichts können.

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Reklov Offline




Beiträge: 4.397

19.12.2018 15:20
#75 RE: Neale Donald Walsch antworten

Zitat
Innerhalb der nächsten 2 Jahrzehnte wird es Milliarden Klimaflüchtlinge geben, die sich alle in gemäßigteren Breitengraden niederlassen wollen und welche aber heute schon zu den am dichtesten besiedelten Gegenden der Welt gehören. Auch diese Breitengrade werden dann vom "Starkregen" und solchen Orkanen heimgesucht werden, wie sie von einem zum nächsten nie ein lebender Mensch jemals erlebt haben wird.

Perquestavolta,

... es gibt aber auch bereits jetzt "Lichtblicke"! Die Zukunft gehört, nicht nur meiner Meinung nach, dem Wasserstoff und seinen erstaunlichen, völlig sauberen Verwendungsmöglichkeiten! - Toyota und Honda haben jetzt schon Auto-Modelle auf der Straße, die mit Wasserstoff an die 500 km fahren können. Auch das bekannte Risiko bei Wasserstofftanks wurde gelöst.

In Frankreich hat z.B. ein Ingenieur kleine Wasserstoff-Batterien entwickelt, die sein speziell konstruiertes Fahhrad-Modell mühelos antreiben und zwar weiter, als jedes E-Bike es kann. Sein Brennzellen-Fahrrad-Modell wird z.Z. von der franz. Post getestet!
Was diese Entwicklung absichtlich blockiert, sind die Entscheidungen der Öl-Multis und der ganzen riesigen Industrie-Verflechtung, welche von der bisherigen Benzin/Diesel Antriebstechnik abhängig ist und auch das große Heer der Kraftstoff-Konsumenten davon abhängig gemacht hat. Dieses einträgliche Geschäft wollen sich die betagten Indusstrie-Bosse nun nicht so schnell vermiesen lassen - versuchen also, eine saubere Lösung der nächsten Generation zu überlassen.

In Deutschland gibt es viel zu wenig entsprechende Tankstellen. Dies soll sich aber ändern.
2018 liefern wir im Schnitt alle zwei Wochen eine Wasserstoff-Tankstelle. 2019 sollen es dann 100 öffentliche Wasserstoff-Stationen für Pkw sein.
Das Auftanken eines Wasserstoff-Autos geht übrigens ruck zuck!
Wasserstoff-Technik könnte der von mir so bezeichnete "Lichtblick" sein. Das Problem der Sozialverträglichkeit eines so gewaltigen Technologie-Wechsels, ein damit einhergehender politischer Wille, sowie die verständliche Blockade mancher Industriezweige spielen auch hier eine entscheidende Rolle.

Wasserstoff kann, wie es ein franz. Forscher in seinem innovativen Betrieb zeigte, sogar zu einer Scheibe komprimiert werden, die nur einen Radius von 30cm und eine Dicke von 1cm hat. Und das völlig gefahrlos, denn nicht mal die Flamme eines Bunsenbrenners konnte der Scheibe etwas anhaben!

Die Kosten entsprechen der Betankung mit konventionellen Kraftstoffen. Ein Kilogramm Wasserstoff wird an der Tankstelle mit 9,50 Euro berechnet. Vier bis fünf Kilogramm fasst die Tankfüllung eines typischen Wasserstoff-Fahrzeugs, 400-500 Kilometer weit kann ein H2-Fahrzeug damit kommen.

Die Wasserstoffherstellung kann mit Hilfe von Wind- und Sonnenenergie erfolgen, sogar als großer Vorrat gespeichert werden!

Wie man Wasserstoff aus Wasser gewinnen kann:
Wasser wird mit Hilfe von Strom in seine Bestandteile Wasserstoff und Sauerstoff zerlegt. Leitet man Gleichstrom durch das Wasser, bildet sich an der positiv geladenen Anode Sauerstoff, während an der negativ geladenen Kathode Wasserstoff entweicht.
(Diese Zeilen sind mehr für user gedacht, die sich nicht so gut darin auskennen!)

Die Geschichte der Brennstoffzelle begann schon im Jahr 1838, als der deutschstämmige Physiker Christian Friedrich Schönbein erstmals aus Wasserstoff und Sauerstoff elektrische Energie erzeugte. Das in der Brennstoffzelle verwendete Platin machte die Sache allerdings sehr teuer, wurde später hauptsächlich in der Raumfahrt-Technik verwendet. - So setzte sich der Benzin-Verbrennungmotor durch. Dessen umweltschädliche Folgen kamen dann aber erst mit dem Aufkommen der Massen-Produktion immer mehr zur Wirkung. -

Nun schlägt auch die Stunde des großen Widerstandes von Umweltverbänden, die hoffentlich einen Umbruch voranschieben können! - In Stuttgart soll es z.B. nächstes Jahr Diesel-Fahrverbote geben.

Ich würde also an Deiner Stelle nicht alles gleich so "düster" sehen, denn immer noch gilt auch: Wo Not ist, da naht auch Hilfe!

Zitat
Kein Sorge Reklov.. die Evolution wird es schon wieder regeln. Für alle die, die sich heute lieber mit solch einfachen Welterklärungen wie Gott zufrieden geben, wird es kein Zukunft geben, Reklov. Wenn es ums nur mehr ums nackte überleben geht.. und die Chancen dafür stehen nicht schlecht.. dann braucht niemand Leute um sich, die außer beten und singen nichts können.

Wenn diese denn wenigstens beim Singen auch den richtigen Ton treffen würden/könnten!

Gruß von Reklov

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