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Religionsforum
Atheismus vs. Religionen  


Der substanzielle  Dialog 

Für (echten) Säkularismus und freie Religionskritik!


Wir trauern um die Opfer des islamistischen
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Dieses Thema hat 12 Antworten
und wurde 1.591 mal aufgerufen
 Lagerhalle
Tao-Ho Offline

Zennois


Beiträge: 5.365

16.04.2008 11:48
Sexualität und Religionen Antworten

Hallo Ihr´s,

weil ich nicht so recht wusste wohin mit meinem neuen Thread, stelle ich ihn
einfach mal in die Lagerhalle rein.

Mir sind bei unserer Onanie-Diskussion einige Sachen durch den Kopf gegangen.
Sind Atheisten wirklich perverse Sexmonster, nur weil sie solche Dinge wie z. B.
Homosexualität und Onanie nicht verteufeln? (neee, nicht wirklich)

Sind Christen wirklich innerhalb ihrer Sexualität wirklich glücklicher, auch
wenn sie sich selber beschneiden? (seufz, kann ich nicht wirklich glauben, denn
es gibt auch homosexuelle Menschen unter Christen, Zeugen Jehovas, Moslems usw.)

Hier ist schon mal ein Artikel, welchen ich beim googeln gefunden habe.

Warum soll man eine vorhandene Homosexualität nicht ausleben dürfen? Nur weil es
mal Einem nicht gepasst hat? Ich meine: Es gibt Homosexualität und Onanie auch unter
Tieren. Bonoboäffchen z. B. machen, damit wieder Ruhe im Rudel herrscht und kein
Kleinkrieg beginnt, Sex miteinander (und dieses "make Love - not War" funktioniert
prima).
Kommen die nun alle in die Hölle (oder nicht ins Paradies)?

Aber, warum sollten sich Partner nicht auch beim Sex ausleben dürfen (im sog. normalen
Rahmen) nur weil beide dasselbe Geschlecht haben? (guckst Du hier)

Auch der Oralverkehr wird häufig von sehr puritanisch lebenden Menschen abgelehnt.
Hm, ich weiss nicht - was soll daran schlimm sein?

Nun übergebe ich mal das Wort an Euch. Bin echt gespannt wer nun moralisch einwandfreier
lebt: Der Atheist - welcher sich ausleben darf, oder der Christ - welcher nix, aber auch
gar nix feines machen sollte.

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So wie die Lotosblume lieblich und unbefleckt aus dem Schlamm sich erhebt...
() Tao-Ho

Gysi Offline

Atheist


Beiträge: 19.047

16.04.2008 13:17
#2 Sexualität und Religionen Antworten

In Antwort auf:
Bin echt gespannt wer nun moralisch einwandfreier
lebt: Der Atheist - welcher sich ausleben darf, oder der Christ - welcher nix, aber auch
gar nix feines machen sollte.
Die Grenzen meiner Lustbefriedigung setzen nur der Partner, die Partnerin, und ich selbst. "Was du nicht willst, das man dir tu, das füg' auch keinem andern zu!" Das ist meine Verhaltensmaxime, meine Moral und zu weiten Teilen unser aller Gesetz, und die gilt nicht nur für den Sex! Sex ist eine Geschichte, die geht nur den beiden Betroffenen etwas an. Es sei denn, Dritte können zu Schaden kommen. Ich meine Inzest, AIDS usf.

PS.: Aber den Thread kann man doch unter "Christentum" setzen. Betrifft auch den Islam. Aber mit dem Thema haben wir uns doch schon herumgeschlagen, als vom Islam in diesen Breitengraden noch nicht die Rede war...

_____________________________________________
"Ich bin vom Glauben zum Wissen konvertiert!" (Hamed Abdel-Samad)

qilin Offline




Beiträge: 3.552

16.04.2008 14:43
#3 RE: Sexualität und Religionen Antworten
Hallo Tao-Ho!
In Antwort auf:
Sind Atheisten wirklich perverse Sexmonster...
Sind Christen wirklich innerhalb ihrer Sexualität wirklich glücklicher

Das dürfte wohl eine rhetorische Frage sein
Und der M. Hirschfeld war ja auch so ein Schweinigel,
der sicherlich schon in der Hölle brutzelt...
Aber zu dem Thema kann ich Dir ein Buch sehr empfehlen -
weiß nur nicht genau wo's in der Bibliothek steht:
B. Dessau/B. Kanitscheider: 'Von Lust und Freude'.
Kanitscheider ist ein interessanter Mensch - ich kannte
ihn, als er noch ein kleiner Assistent hier war

___________________________
Nichts bedarf so sehr der Reform
wie die Meinungen anderer Leute. [Mark Twain]

() qilin

Reinecke ( gelöscht )
Beiträge:

16.04.2008 18:30
#4 RE: Sexualität und Religionen Antworten

In Antwort auf:
Tao-Ho schrieb: Sind Christen wirklich innerhalb ihrer Sexualität wirklich glücklicher, auch
wenn sie sich selber beschneiden?


Kann ich mir nicht vorstellen; es gibt wohl repräsentative Umfragen, dass Verheiratete "glücklicher" sind als Nichtverheiratete, was man mE aber genauso gut damit erklären kann, dass eine funktionierende Beziehung glücklich macht. Und da religiöse Menschen eher häufiger heiraten als nichtreligiöse...

In Antwort auf:
Gysi schrieb: "Was du nicht willst, das man dir tu, das füg' auch keinem andern zu!"


Nur um der Haarspalterei Willen: Nö, find ich beim Sex nicht; wenn ich nicht auf Oralverkehr stehe, mein partner schon, kann ich dem doch einen blasen. Ich will jetzt gar nicht von SM und so'nem Kram anfangen; wie gesagt, Haarspalterei...

Und zu der Frage, ob Atheisten perverse Sexmonster sind: In den Augen so mancher Gläuiger sicher, aber seit wann haben die was zu sagen???

Lukrez Offline




Beiträge: 5.551

16.04.2008 19:32
#5 RE: Sexualität und Religionen Antworten

Religion muss nicht unbedingt ein Problem für die Sexualität sein.
Gerade in katholischen Kreisen wird oft wild herumgeschnaxelt.
Haben etwa die Bayern ein Problem mit ihrer Sexualität?
Mir sind da auch so berüchtigte Bibelkreise aus meiner Jugendzeit bekannt.
Auch Luther sagte ja: "Glaube fest und sündige wacker"!
Wer sich strikt an religiöse Verbote hält ist halt selber schuld und hat tatsächlich ein Problem...
Aber wer tut das schon!

Kürzlich habe ich einen Bericht über die berüchtigte Kommune 1 gelesen.
In der Volksmeinung bekannt für wilden Sex querbeet - wahr war das alles nicht!
Nach Zeitzeugen gabs dort tote Hose - in jedem katholischen Dorf war in dieser Beziehung wohl mehr los.

__________________________________________________
Wenn du es nicht wagst, den Sinnen zu trauen, stürzen die Pfeiler des Lebens ein.
De nihilo nihil. Aus Nichts wird nichts.
Zu soviel Unheil hat schon die Religion die Menschen verleitet.
(Lukrez)

Gysi Offline

Atheist


Beiträge: 19.047

16.04.2008 19:34
#6  Sexualität und Religionen Antworten

In Antwort auf:
Und zu der Frage, ob Atheisten perverse Sexmonster sind: In den Augen so mancher Gläuiger sicher, aber seit wann haben die was zu sagen???
Ich glaube eher, dass so mancher, der sich dem Christsein verpflichtet fühlt, in Sachen Sex die Atheisten bisweilen beneiden... Nur zugeben würden sie es nicht... Ich kenne aber auch Christen, die genau so locker mit den anderen Geschlecht umgehen können. Locker aber anständig. Das sind jedoch keine Katholiken oder Baptisten!

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"Ich bin vom Glauben zum Wissen konvertiert!" (Hamed Abdel-Samad)

Reinecke ( gelöscht )
Beiträge:

21.04.2008 19:21
#7 RE: Sexualität und Religionen Antworten
In Antwort auf:
Lukrez schrieb: Religion muss nicht unbedingt ein Problem für die Sexualität sein.
Gerade in katholischen Kreisen wird oft wild herumgeschnaxelt.



Die Katholiken haben da ja auch ihren ganz eigenen Trick: Sündigen, beichten und ein paar Vaterunser beten, dann ist alles in Butter. Stimmt wohl nicht immer, aber hinreichend häufig.

In Antwort auf:
Lukrez zitierte: Luther sagte ja: "Glaube fest und sündige wacker"!


Und auch die Evangelen können damit umgehen:

In Antwort auf:
Wikipedia sagt: Luther setzte (mit Berufung auf Paulus) dagegen, dass die Rechtfertigung allein durch Christus geschehen sei und dem Christen allein durch den empfangenden Glauben, nicht durch eigenes Tun zuteil werde (Röm 3,28).


Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Rechtfertigung_%28Theologie%29

In Antwort auf:
Lukrez sagte: Wer sich strikt an religiöse Verbote hält ist halt selber schuld und hat tatsächlich ein Problem...
Aber wer tut das schon!



Leider zuviele, was die ganze religiöse Sittlichkeitsgeschichte so belastend macht.

Übrigens, zur Kommune 1: Ich würde mal vermuten, das "Schlimme" war nicht, dass da Sex praktiziert wurde, sondern dass das offen geschah und darüber geredet wurde...
kadesch Offline



Beiträge: 2.705

21.04.2008 19:47
#8 RE: Sexualität und Religionen Antworten

ich empfehle das Buch:

Kosher Sex

http://www.amazon.de/Kosher-Sex-Shmuley-...h/dp/0385494661

dann kann nix mehr schief gehen!!!!

Glaube ist Aberglaube


Mit diesem Beitrag wurden folgende Inhalte verknüpft
Tao-Ho Offline

Zennois


Beiträge: 5.365

21.04.2008 20:54
#9 RE: Sexualität und Religionen Antworten

Genial - wo holst Du das immer her, lieber kadesch.

Hm, sicher gibt es perverse und sog. normale innerhalb jeder
Glaubens- , bzw. Nichtglaubensgemeinschaft.

Aber, wer ist nun normaler? Die Gläubigen oder doch die Ungläubigen?

Tja, von den sog. Ungläubigen bin ich jedenfalls noch nie dumm angemacht
worden, wenn ich mal wieder als Lack und Lederbewaffnete Gothicqueen durch
die Nächte gewandelt bin... Als wenn das Outfit was über den Sexualtrieb
erzählen würde.

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So wie die Lotosblume lieblich und unbefleckt aus dem Schlamm sich erhebt...
() Tao-Ho

kadesch Offline



Beiträge: 2.705

21.04.2008 22:38
#10 RE: Sexualität und Religionen Antworten
ich hab Shmuley Boteach mal im Fernsehen gesehen und ich fand das irgendwie Cool.
Für Nichtgläubige mag das ganze etwas befremdlich oder gar heiter wirken,
aber er meint das völlig Ernst.
Ich meine das jetzt nicht negativ, aber hier sieht man sehr deutlich wie
groß die Unterschiede zwischen Nichtgläubigen und Gläubigen sind.
Es ist eine völlig andere Welt.
Aber es ist auch nicht vergleichbar mit der Sexualfeindlicheit der christlichen Kirchen.
Sex ist für einen Gläubigen Juden schon etwas von G"tt gegebenes, und wird auch genossen.
Aber eben mit gewissen Auflagen und Regeln.
Ob man es jetzt für gut oder schlecht hält bleibt jedem selbst überlassen.
Auf jedem Fall ist es nicht so verlogen wie die Bigotterie die mit dem Thema Sex im Christentum umgegangen wird.

Glaube ist Aberglaube

Tao-Ho Offline

Zennois


Beiträge: 5.365

22.04.2008 12:40
#11 RE: Sexualität und Religionen Antworten

Lieber Kadesch,

befremdlich ist dieser koschere Sex wirklich nicht. Finde ich wirklich
süss, diese Idee. Der Talmut gibt ja vor, wie man liebevoll mit seiner
Frau umgehen muss (oder stand es woanders?).

Es sind aber nicht nur Christen, die bigott mit Sexualität umgehen. Gerade
junge und männliche Moslems sind oftmals darauf aus einfach nur ihren Trieb
loswerden zu können. Was Frau dabei denkt ist egal. Entweder sie macht
unverheiratet mit und ist eine Hure oder sie wird verheiratet und hat es
einfach dann zu machen, wenn ihr Mann es will und wie es ihr Mann will...

Sogar einige buddhistische Richtungen kann man nicht ausklammern. Auch wenn
die dritte Regel für Laien besagt, dass man Sexualität nicht mißbrauchen soll.
Was tun einige Meister? Sie vögeln jede Schülerin, wenn sie nicht bei drei
auf dem Baum ist... Gerade mein Lieblingsbeispiel Ole brüstet sich ja immer
wieder damit, jede Schülerin ins Bett kriegen zu können...

Ich nenne sowas Missbrauch von Schutzbefohlenen, aber das steht auf einem
anderen Blatt.

Früher gab es auch in Zenklöstern ein Zöllibat, was dazu führte, dass Meister
ihre Lieblingsschüler schminkten und mit ihnen Beziehungen anfingen, also auch
ein Missbrauch von Schutzbefohlenen.
War einer der Gründe, warum man dieses Zöllibat aufgehoben hat.

Soll eigentlich heissen, wenn beide wollen (was eine gewisse körperliche Reife
voraussetzt) können beide auch machen was ihnen Spass macht (wenn sie keinen
Dritten dabei verletzen).
Wurscht ist dabei, ob es sich um Homosexualität handelt und sogar ein Sado-Maso
Verhältnis ist erlaubt.
Verboten ist alles, wobei das Einverständnis des Partners fehlt. Bei Kindern oder
Tieren z. B. Aber das ist ohnehin eckelhaft...


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() Tao-Ho

kadesch Offline



Beiträge: 2.705

22.04.2008 14:50
#12 RE: Sexualität und Religionen Antworten

sehe ich auch so..

Glaube ist Aberglaube

Dunkeld Offline



Beiträge: 154

16.06.2013 09:16
#13 RE: Sexualität und Religionen Antworten

Ein Thema mit Potential!

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