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Atheismus vs. Religionen  


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Für (echten) Säkularismus und freie Religionskritik!


Wir trauern um die Opfer des islamistischen
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Dieses Thema hat 53 Antworten
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 Lagerhalle
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SnookerRI Offline

Soul-Societist


Beiträge: 8.325

03.06.2008 19:58
#26 RE: Ressourcenkonflikte Antworten

In Antwort auf:
M.W. ist Pinker ein Psychologe, kein Prophet...
In welchem Maße relativiert das seine Aussage, bezüglich der Gewaltbereitschaft in unserer Epoche und in Zukunft? Die steht im Raum, sei er nun Psychologe oder sonst irgendwas. Immerhin wird der text ja oft zitiert, um der Meinung, die Menschen schritten vom Schlechten zum Schlimmeren voran, ein Kontra zu geben.

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Wohl gibt es zwei Arten von Freunden und es sind diese: Käufliche und Unbezahlbare

Wo Wahrheit ist, ist Bescheidenheit (K.H.Deschner)

Wir wissen nur so viel, wie wir fragen (Wessel Gansfort, 1419-1489)

Bruder Spaghettus ( gelöscht )
Beiträge:

03.06.2008 20:35
#27 RE: Ressourcenkonflikte Antworten

Das ist doch wirklich klar. Propheten sollten unfehlbar sein, sonst sind sie halt keine oder falsche.
Bei allen anderen handelt es sich nur um ihre Meinung. Die kann sich durch neue Fakten bei den Leuten selbst ändern, von Anfang an falsch gewesen sein oder es nach den neuen Fakten werden.

qilin Offline




Beiträge: 3.552

04.06.2008 14:49
#28 RE: Ressourcenkonflikte Antworten

Zitat von Snooker
In welchem Maße relativiert das seine Aussage, bezüglich der Gewaltbereitschaft in unserer Epoche und in Zukunft?
Hat er irgendwann mal etwas über Gewalt in der Zukunft verlauten lassen?
Ich weiß nur dass er Vergangenheit und Gegenwart verglichen hat...

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Nichts bedarf so sehr der Reform
wie die Meinungen anderer Leute. [Mark Twain]

() qilin

Kaelis Ra Offline




Beiträge: 13

04.06.2008 16:09
#29 RE: Ressourcenkonflikte Antworten

Man darf Gewalt nicht nur auf die rein physische Form reduzieren.
Die Psychische sollte nicht unterschätzt werden und
ist in unserer Gesellschaft weit verbreitet.
Es reicht meistens ein (manchmal banaler) Anlass oder eine Extremsituation,
damit eigentlich friedfertige Menschen gewalttätig werden.




Exercitatio artem parat

qilin Offline




Beiträge: 3.552

04.06.2008 16:44
#30 RE: Ressourcenkonflikte Antworten

Hallo Kaelis Ra,

das stimmt schon - nur hier geht es primär um physische Gewalt -
dass sich jemand psychisch um Ressourcen prügelt, dürfte doch eher
erst in fernerer Zukunft der Fall sein...

Interessant ist das Argument aber allemal, wenn es um die Vergleiche
von Pinker geht - ich kann mir kaum vorstellen, dass es 'früher mal'
weniger psychische Gewalt gegeben hätte, wenn ich an die familiäre
Gewalt, die Verbreitung der Sklaverei, die Art der Kriegführung denke...

___________________________
Nichts bedarf so sehr der Reform
wie die Meinungen anderer Leute. [Mark Twain]

() qilin

Kaelis Ra Offline




Beiträge: 13

04.06.2008 17:21
#31 RE: Ressourcenkonflikte Antworten

Sicherlich beinhaltet psychische Gewalt von Staaten heute nicht
sich mit Telekinese a la Jedi zu bekriegen (auch wenn`s interessant wäre),
aber dafür mit Propaganda/Drohungen/etc. oder Atomwaffen,
die zum Teil nicht einmal zum Kampfeinsatz taugen, sondern reine Machtdemonstration und Abschreckung sind.

Manche Staaten mobben sich auch mit Wirtschaftsbeschlüssen
und wischen sich gerne Gegenseitig eine, beispielsweise beim EU<>USA "Bananenkrieg".
Allerdings können Bevormundungen u.Ä. auch zu physischer Gewalt führen
und sollten deshalb nicht unterschätzt werden, ein Staat,
der sich ständig bei der Ressourcenverteilung benachteiligt und provoziert fühlt,
könnte auf dumme Gedanken kommen.

Exercitatio artem parat

Lukrez Offline




Beiträge: 5.551

05.06.2008 22:16
#32 RE: Ressourcenkonflikte Antworten

In Antwort auf:
Oh, nach Steven Pinker leben wir doch schon jetzt in der freidlichsten Epoche der Menschheitsgeschichte. Gehen seine Mutmaßungen nun doch nicht weit genug, oder woher kommen diese beiden Ansichten? Das würde mich mal interessieren.

Das mit der friedlichsten Epoche dürfte durchaus zutreffen - kann sich aber schnell ändern!
Womit wir dann wieder bei den zukünftigen Ressourcenkonflikten wären.
Einen Vorgeschmack darauf bekommen wir in einigen Ländern ja schon heute geboten.
Und eines sollte klar sein:
Es gibt keinen Weg zurück!
Wir können bei heutiger Bevölkerungszahl nicht mehr wie unsere Vorväter wirtschaften.
Intensive Landwirtschaft benötigt aber enorme Energiemengen sowohl zur Produktion von Nahrungsmitteln, als auch besonders zu deren Verteilung!
Beispiel:
Ein Containerschiff der Emma-Mærsk-Klasse verbraucht 14.380 Liter Brennstoff pro Stunde!
Großangelegte Pläne zur Nahrungsverteilung um den Welthunger der Zukunft zu stoppen dürften somit wirkungslos verpuffen.
Was die negativen Auswirkungen des Klimawandels noch drastisch erhöhen wird - Massenwanderungen sind somit kaum zu verhindern und werden den Druck auf die angestammten Bevölkerungen der noch fruchtbaren Zonen dramatisch erhöhen.

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Wenn du es nicht wagst, den Sinnen zu trauen, stürzen die Pfeiler des Lebens ein.
De nihilo nihil. Aus Nichts wird nichts.
Zu soviel Unheil hat schon die Religion die Menschen verleitet.
(Lukrez)

Kaelis Ra Offline




Beiträge: 13

06.06.2008 12:53
#33 RE: Ressourcenkonflikte Antworten

Es ist noch nicht sicher, ob wir wirklich auf eine unvermeidbare Katastrophe zusteuern.
Noch existieren Möglichkeiten die Krisen einzudämmen und so globale Auswirkungen zu Minimieren.

In Antwort auf:
Wir können bei heutiger Bevölkerungszahl nicht mehr wie unsere Vorväter wirtschaften.


Machen wir ja auch schon längst nicht mehr, auf gleichen Agrarflächen kann immer mehr Ertrag erzielt werden
und die Effektivität lässt sich noch weiter steigern.
Die Energie wird dagegen schon mehr ein Problem werden und
ist zurzeit der Wahrscheinlichste Auslöser für eine Katastrophe.
Aber auch in dem Bereich sind Fortschritte möglich, zum Beispiel durch
Wasserstoff als Antrieb oder Atom- und Fusionskraft.

Ganz so hoffnungslos, wie du es darstellst, sieht es um die Menschheit noch nicht aus.
Aber du hast damit Recht, dass wir in Zukunft mit mehr Problemen zu kämpfen haben.

Exercitatio artem parat

Don't Panic Offline




Beiträge: 438

06.06.2008 14:38
#34 RE: Ressourcenkonflikte Antworten
Das Problem mit Wasserstoff ist, dass der erst mal erzeugt werden muss bevor er als Energieträger genutzt werden kann. Großtechnisch wird er aus Kohlenwasserstoffen (und zwar vornehmlich aus Erdgas) gewonnen. Die Elektrolyse von Wasser ist hingegen viel zu energieaufwendig, um wirklich rentabel zu sein. Wasserstoff kann man im Endeffekt nicht zur Energiegewinnung nutzen.
Fusionskraft dauert, wenns denn überhaupt klappt, noch ein paar Jahrzehnte. Und man müsste schon sehr viele neue Atomkraftwerke bauen, um alle konventionellen Kraftwerke ersetzen zu können. Deutschland gewinnt immerhin weit über 80% seiner Energie aus fossilen Brennstoffen und in den meisten anderen Ländern (v.a. in Drittweltländern) liegt der Prozentsatz noch weitaus höher. Der Energiemangel wird definitiv zu einem riesen Problem werden...
Lukrez Offline




Beiträge: 5.551

06.06.2008 23:10
#35 RE: Ressourcenkonflikte Antworten
In Antwort auf:
Das Problem mit Wasserstoff ist, dass der erst mal erzeugt werden muss bevor er als Energieträger genutzt werden kann.

Schwarzenegger hat übrigens seinen Hummer auf Wasserstoffantrieb umgestellt!
Und McCartney hat sich zur Rettung der Welt extra ein Hybridauto aus Japan einfliegen lassen...
Es geht also voran mit dem Umweltschutz!

Die Wasserstofftechnik benötigt noch weitaus mehr Energie und ist also keine Lösung - eher sogar ein Problem.
Eine wirtschaftliche Nutzung der Kernfusion ist lediglich ein Wunschtraum - wenn überhaupt realisierbar, so werden die Kosten astronomisch sein!
Weder die Industrieländer und schon gar nicht die armen Länder werden sich das leisten können.
Und radioaktiven Abfall gibt es bei der Fusion die Masse!
(Ganz entgegen der verbreiteten Meinung!)
Zwar nicht der Brennstoff - allerdings wird die Reaktorhülle durch die Strahlug hoch radioaktiv und muss wegen Versprödung andauernd erneuert werden.
Und auch die intensivere Landwirtschaft ist doch gerade das Problem und nicht die Lösung!
Beispielseise durch Überdüngung von Gewässern und Meeren, Pestiziden, Abtragung des Bodens durch Erosion sowie den hohen Energieinsatz.)
In Antwort auf:
Fusionskraft dauert, wenns denn überhaupt klappt, noch ein paar Jahrzehnte. Und man müsste schon sehr viele neue Atomkraftwerke bauen, um alle konventionellen Kraftwerke ersetzen zu können.

Das würde nicht reichen!
Wir müssen ja nicht nur den Strom erzeugen - woher kommen beispielsweise die 14.380 Liter Brennstoff, welche ein einziges Containerschiff in der Stunde Verheizt?
Man stelle sich nur die Anbaufläch bei einem Ersatz durch Rapsöl vor!

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(Lukrez)

Lukrez Offline




Beiträge: 5.551

07.06.2008 00:07
#36 RE: Ressourcenkonflikte Antworten

Und hier der bedeutendste amerikanische "Umweltschützer":
http://www.spiegel.de/auto/aktuell/0,1518,324693,00.html
Weiter so... kann man da nur sagen!

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(Lukrez)

Xeres Offline




Beiträge: 2.587

07.06.2008 11:41
#37 RE: Ressourcenkonflikte Antworten

In Antwort auf:
Eine wirtschaftliche Nutzung der Kernfusion ist lediglich ein Wunschtraum - wenn überhaupt realisierbar, so werden die Kosten astronomisch sein!
Weder die Industrieländer und schon gar nicht die armen Länder werden sich das leisten können.

Um diese Fragen zu klären, werden ja bereits diverse Testreaktoren geplant, beispielsweise der ITER. Ersten Studien zufolge ist durchaus möglich, das ganze auch Preiswert zu betreiben.
http://www.ipp.mpg.de/ippcms/de/presse/pi/02_06_pi.html

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Tao-Ho Offline

Zennois


Beiträge: 5.365

07.06.2008 13:42
#38 RE: Ressourcenkonflikte Antworten

Es geht hier aber nicht nur um Energie und deren Nutzung. Wir haben auch ein Problem damit,
wenn der Kohlkopf mal wieder einige Cent teurer geworden ist (oder der Mietraum und so weiter).

Hier in Tirol ist Wohnraum knapp und daher die Mieten sehr teuer. Was passiert? Klar: Die
ganzen Ausländer nehmen einem den Wohnraum weg und sind nicht gut angesehen.

Das Obst und Gemüse wird auch immer teurer. Was passiert? Arme Leute (z. B. Menschen, wo nur
Papa Lohn nach Hause bringt) können sich eine gesunde und ausgewogene Ernährung nicht mehr so
einfach leisten. Einen Garten zu haben ist in Tirol so teuer, dass ich den Balkon umfunktioniert
habe und dort habe ich nun einen Garten mit Tomaten, Zuchini und einigen Paprika. Sowas wie
Kräuter zieh ich eh in der Küche und so kann man sich etwas leisten. Aber einen Balkon hat auch
nicht jeder.

Usw. usw. usw.

Wie gesagt: Es geht nicht nur um die Energieversorgung.

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() Tao-Ho

Reinecke ( gelöscht )
Beiträge:

07.06.2008 19:08
#39 RE: Ressourcenkonflikte Antworten

In Antwort auf:
Don't Panic schrieb: Das Problem mit Wasserstoff (...)


Die gesamt heute in Ansätzen vorhande Wasserstofftechnologie ist eine reine Form der Speicherung und späteren Wiederverfügbarmachung von Energie; die muss erst mal irgendwo gewonnen werden, das ist richtig. Gerade regenerative Ernergiequellen (Solar, Erdwärme) sind aber unbedingt auf eine solche Technologie angewiesen, wenn sie jemals nicht nur Strom erzeugen, sondern z.B. Autos antreiben sollen.

Lukrez Offline




Beiträge: 5.551

07.06.2008 21:17
#40 RE: Ressourcenkonflikte Antworten

Würde jeder Erdbewohner soviel verbrauchen wie ein US-Bürger, so wäre der Gesamtverbrauch sechsmal so hoch wie heute. Die Erdölreserven wären in acht Jahren erschöpft, die von Erdgas in zwölf Jahren.

Willkommen in der Energiekrise:
http://www.energiekrise.de/

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(Lukrez)

Lukrez Offline




Beiträge: 5.551

11.06.2008 22:03
#41 RE: Ressourcenkonflikte Antworten

Der Traum von der rettenden Kernfusion ist wohl schon heute ausgeträumt.
Explodierende Kosten für den geplanten Fusionsreaktor ITER:
http://www.heise.de/newsticker/Explodier.../meldung/109336
Ob allerdings die Fusion tatsächlich zur Energieerzeugung genutzt werden kann oder doch beispielsweise mehr Energie benötigt, als damit erzeugt werden kann, ist noch nicht abzusehen.

ITER ist sowas wie die Wunderwaffe zum Weltkriegsende um die Leute bei der Stange halten zu können und der Realität nicht ins Auge blicken zu müssen...

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(Lukrez)

Xeres Offline




Beiträge: 2.587

11.06.2008 23:34
#42 RE: Ressourcenkonflikte Antworten

Ich würde mir da noch keine zu großen Sorgen machen, welches internationale Milliardenprojekt hatte schonmal einen perfekten Finanzplan der nicht nachgebessert werden musste? Der von dir zitierte Satz ist ja gerade das, was herausgefunden werden soll, und das wird man ohne einen fertigen Reaktor gar nicht aussagen können... Nichts desto trotz wird die Fusionstechnologie nicht so schnell zur Verfügung stehen, dass man sich keine anderen Gedanken machen sollte.

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Tao-Ho Offline

Zennois


Beiträge: 5.365

12.06.2008 09:41
#43 RE: Ressourcenkonflikte Antworten

*Räusper* Nicht nur Strom (Energie) ist ein Problem. Wasser, Essen, Wohnung, ALLES ist begrenzt.
(O.K. - Wasser gibt es zumindest hier in rauhen Mengen)

Aber ist es nicht eine Schande, dass Essen weggeworfen wird, nur um den Preis künstlich hoch
zu halten und die Bauern kriegen Daumenschrauben angelegt, nur damit sie mitmachen?

Kleines Beispiel eines künstlich herbeigeführten Ressourcenkonfliktes:

Es gibt gewisse Handelsketten, die wollen ihre Regale bis Ladenschluss voll haben. Daher
kaufen sie beim Bäcker das Brot nur auf Kommission.

Das Brot was nicht verkauft werden konnte wird dem Bäcker zurückgegeben. Der schmeisst es
oftmals weg (geht ja nicht alles an die Tafel oder sonst welche Organisationen).

Da er rechnen kann und sich ein Geschäft rechnen muss verteuert er das Brot, um noch auf
seine Kosten zu kommen. Darum will er auch immer weniger fürs Mehl zahlen. (Was ja angeblich
für diese Teuerung verantwortlich ist)

Der Bauer ist das letzte Glied dieser Reihe und denkt: "Warum soll ich mich mit Weizen plagen,
wenn ich eh kein Geld dafür kriege?"

Der Bauer hat ja auch seine Kosten. Und das geht immer weiter so und das mit jedem Produkt, was
der Bauer herstellt.

Geschimpft wird aber auf Biosprit und Co., weil da Getreide (zumeist eh Rapps) zu Brennstoffen
umgewandelt werden. (... und wie soll sich das auf den Brotpreis auswirken???)

Das eigentliche Problem beim Biosprit ist nicht das Brot, sondern dass er viel mehr Schadstoffe
beim Verbennen entwickelt, als alles andere.

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() Tao-Ho

qilin Offline




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12.06.2008 09:56
#44 RE: Ressourcenkonflikte Antworten

In Antwort auf:
Das Brot was nicht verkauft werden konnte wird dem Bäcker zurückgegeben. Der schmeisst es
oftmals weg (geht ja nicht alles an die Tafel oder sonst welche Organisationen).

Gerade heute habe ich in den Morgennachrichten ein Interview mit dem Organisator der 'Tafel' in
einer größeren Stadt gehört - dort werden Lebensmittel [nicht nur Brot] von zehn Supermärkten
täglich abgeholt und an Bedürftige verteilt. Brauchen könnten sie durchaus mehr, es gibt auch
viel mehr als zehn Supermärkte dort - nur haben sie weder das Personal noch die Fahrzeuge, um
das machen zu können...

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() qilin

Tao-Ho Offline

Zennois


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12.06.2008 11:11
#45 RE: Ressourcenkonflikte Antworten

Trotzdem bleibt das Brot teuer, lieber qilin. Für die meisten Rentner unerschwinglich.
Sollen die alle gleich zur Tafel gehen? So wie die meisten armen Menschen?

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() Tao-Ho

qilin Offline




Beiträge: 3.552

12.06.2008 13:23
#46 RE: Ressourcenkonflikte Antworten

Also dass Brot für die meisten Rentner unerschwinglich ist, glaub' ich nicht.
Aber darum ging's ja nicht, sondern darum, dass die Tafel noch viel mehr tun
könnte und auch wollte, ihnen aber die Mittel fehlen...

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() qilin

Tao-Ho Offline

Zennois


Beiträge: 5.365

12.06.2008 15:42
#47 RE: Ressourcenkonflikte Antworten

In Antwort auf:
Also dass Brot für die meisten Rentner unerschwinglich ist, glaub' ich nicht.

Eine Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung zeigt, dass schon heute die Mehrheit
der Rentner mit weniger als 1000 Euro im Monat auskommen muss (62 %). Drei von zehn Befragten
leben sogar von weniger als 600 Euro im Monat. Der Osten schneidet auch bei den Zahlen des DIW
deutlich schlechter ab als der Westen. In Thüringen müssen vier von fünf Rentnern (82 %) mit
weniger als 1000 Euro auskommen, es folgen Mecklenburg Vorpommern (73 %) und Sachsen Anhalt (69 %).

Ist nicht gerade rosig mit weniger als 1000 Euro auskommen zu müssen, obwohl man das ganze Leben
lang gearbeitet hat. Und was ist mit den vielen Frauen die bis zur Rente nur sog. Geringverdienerjobs
gehabt haben, weil sie alleine ihre Kinder gross gezogen haben? Sieht es für die auch rosig aus mit
der Rente?

Ausserdem haben Deutsche arme Kinder, die oft nur in der sog. Arche satt werden. Was die wohl davon
halten, dass Brot weggeschmissen wird, nur um den Preis hoch zu halten?

Hat eben alles zwei Seiten, lieber qilin.

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() Tao-Ho

qilin Offline




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12.06.2008 15:58
#48 RE: Ressourcenkonflikte Antworten
Hallo meine Liebe,

ich hab' ja auch nicht behauptet dass die Lage der Rentner rosig ist, oder
dass ich das Wegschmeißen für unbedenklich halte - nur bezweifelt, dass
"Brot für die meisten Rentner unerschwinglich ist". Auch heute noch ist
Brot ein relativ billiges Lebensmittel, und nach dem was hier steht, wird es
nicht weggeschmissen, um den Preis hochzuhalten, sondern der Preis ist
deswegen relativ hoch, weil so viel weggeschmissen wird...

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Tao-Ho Offline

Zennois


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12.06.2008 16:22
#49 RE: Ressourcenkonflikte Antworten
In Antwort auf:
Brot ein relativ billiges Lebensmittel, und nach dem was hier steht, wird es
nicht weggeschmissen, um den Preis hochzuhalten, sondern der Preis ist
deswegen relativ hoch, weil so viel weggeschmissen wird...

Was meinst Du wie egal das den armen Leuten ist, qilin. Dann sollen
die eben nicht soviel wegschmeissen.

Und jetzt bin ich ganz pervers und lade Dich mal in ein Weiberforum ein, indem
wir nicht nur Rezepte austauschen. Nein, wir diskutieren auch Preise und die Erhöhungen.

Weiberforum

Und hier ist noch ein kleiner Link zu aktuellen Preisen bei HUST-darfichnichtsagen: löschen wenn nicht erlaubt

Ist das billig, lieber qilin? Wie soll man da auskommen, wenn man unter 1000 Euro Rente hat?

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() Tao-Ho

qilin Offline




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12.06.2008 20:17
#50 RE: Ressourcenkonflikte Antworten

Zitat von Tao-Ho
Und hier ist noch ein kleiner Link zu aktuellen Preisen
Also ich habe schnell durchgesehen - außer Kidney-Bohnen, Ananans-Scheiben,
Mineralwasser und Mehl ist dort Alles teurer als Brot - wer sich das also nicht
leisten kann, muss längst verhungert sein...

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() qilin

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"Ich bin völlig anderer Meinung als Sie. Aber ich werde mein Leben dafür einsetzen,
dass Sie sie sagen dürfen!" (Voltaire)

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