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Religionsforum
Atheismus vs. Religionen  


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Dieses Thema hat 17 Antworten
und wurde 973 mal aufgerufen
 Judentum
kadesch Offline



Beiträge: 2.705

23.05.2008 13:41
Ist der Pabst von allen guten Geistern verlassen? Antworten
hab einen Beitrag im Spiegel gefunden über das Umstrittene Karfreitags Gebet
der katholiken für die Juden...

Da geht mir echt der Hut hoch....
http://www.spiegel.de/politik/deutschlan...,554908,00.html

Zitat:
Es geht um nicht weniger als um die Heilsfrage, um die Sicherung der Ewigkeit, die der religiöse Mensch anstrebt: "Werde ich nach dem Tod das ewige Leben haben oder nicht?" Und der Papst sagt indirekt: Nein, ihr Juden werdet es nicht haben. Nicht, so lange ihr nicht an Jesus Christus glaubt. Er sagt dies ungeachtet der Erkenntnis seines Vorgängers und vieler anderer, wonach der mit Israel geschlossene Bund "von Gott nie gekündigt" worden sei. Juden bedürfen nach dieser Auffassung keiner Mission durch Christen, denn sie sind längst bei Gott.

Hat der Papst irgendwie leichte Probleme mit der Sauerstoffversorgung seines Gehirns?
An dieser Stelle sollte man noch mal klar machen dass das Judentum GARNICHTS mit dem Christentum zu tun hat.
Und das Christentum, insbesondere der katholische Klerus endlich aufhören soll mit so einem Schwachsinn.
Von mir aus können die ja an den ganzen christlichen Schmus glauben, aber der Papst geht mir auf den Tuches mit seiner
Überheblichen und Anmaßenden Verlautbarungen.

Glaube ist Aberglaube

qilin Offline




Beiträge: 3.552

23.05.2008 13:52
#2 RE: Ist der Pabst von allen guten Geistern verlassen? Antworten

Hallo Kadesch,

da bist Du nicht allein - auch in der KK ist die Sache äußerst zwiespältig aufgenommen worden.
Gerade vor ein paar Tagen erst habe ich das letzte Heft von 'Religionen unterwegs', hg. von der
'Kontaktstelle für Weltreligionen' der Österr. Bischofskonferenz, in der Hand gehabt. Darin schreibt
Hans H. Henrix vom 'Päpstl. Rat für die Einheit der Christen' aus diesem Anlass einen engagierten
Artikel über den 'nie gekündigten Bund Gottes mit Israel als Grund christlicher Identität'...

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Nichts bedarf so sehr der Reform
wie die Meinungen anderer Leute. [Mark Twain]

() qilin

kadesch Offline



Beiträge: 2.705

23.05.2008 13:55
#3 RE: Ist der Pabst von allen guten Geistern verlassen? Antworten

Ich fordere Gerechtigkeit für alle,
der Papst soll auch noch für Muslime, Hindus, usw. die Messe lesen lassen.
die wollen doch auch in den Himmel ;-)

Glaube ist Aberglaube

Bruder Spaghettus ( gelöscht )
Beiträge:

23.05.2008 14:30
#4 RE: Ist der Pabst von allen guten Geistern verlassen? Antworten

Was scheert es euch eigentlich, was der Papst so von sich gibt?
Lasst den Opa doch ruhig palavern, der zählt doch nichts.

kadesch Offline



Beiträge: 2.705

23.05.2008 14:49
#5 RE: Ist der Pabst von allen guten Geistern verlassen? Antworten

im Prinzip haste ja Recht, aber ich finde es trotzdem blöd.

Glaube ist Aberglaube

qilin Offline




Beiträge: 3.552

23.05.2008 15:06
#6 RE: Ist der Pabst von allen guten Geistern verlassen? Antworten

Hm, BS - wenn ich es so sehe dann frag' ich mich
wozu wir überhaupt hier über Religion palavern -
hat uns doch eigentlich gar nichts zu sagen...

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() qilin

Bruder Spaghettus ( gelöscht )
Beiträge:

24.05.2008 12:27
#7 RE: Ist der Pabst von allen guten Geistern verlassen? Antworten

Du hast den wesentlichen Unterschied übersehen: Wir zählen.

qilin Offline




Beiträge: 3.552

24.05.2008 13:53
#8 RE: Ist der Pabst von allen guten Geistern verlassen? Antworten
Genau das meinte ich ja - was hat dann uns diese Null zu sagen?

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() qilin

Tao-Ho Offline

Zennois


Beiträge: 5.365

25.05.2008 10:23
#9 RE: Ist der Pabst von allen guten Geistern verlassen? Antworten

Hmmmmm, *grübelgrübel* - fein wäre der Satz: "Ich ziehe mich aus dem Amt zurück und
bestimme vorher, dass es niemals mehr wieder sowas wie einen Papst geben darf."

TRÄUM, wäre das fein - ein Problem weniger...

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() Tao-Ho

qilin Offline




Beiträge: 3.552

25.05.2008 17:35
#10 RE: Ist der Pabst von allen guten Geistern verlassen? Antworten
Hmmmmm, *grübelgrübel* - inwiefern könnte, was eine solche Null von sich gibt, für uns erleuchtete Wissende
überhaupt
für eine Bedeutung haben - ein Problem sein oder auch eins aus der Welt schaffen - wir wissen doch
- und er glaubt ja nur...

P.S. Übrigens - der Dalai Lama hat schon mehrfach verlauten lassen, dass es ohne weiteres möglich wäre,
dass er der letzte in dieser Reihe ist...

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() qilin

Tao-Ho Offline

Zennois


Beiträge: 5.365

26.05.2008 10:09
#11 RE: Ist der Pabst von allen guten Geistern verlassen? Antworten

In Antwort auf:
P.S. Übrigens - der Dalai Lama hat schon mehrfach verlauten lassen, dass es ohne weiteres möglich wäre,
dass er der letzte in dieser Reihe ist...

Da auch der Dalai Lama alt ist, werden wir in einigen Jahren mal sehen...

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() Tao-Ho

qilin Offline




Beiträge: 3.552

26.05.2008 10:18
#12 RE: Ist der Pabst von allen guten Geistern verlassen? Antworten

Ooch, der ist doch noch jung - gerade mal zehn Jährchen älter als ich...
Er hat allerdings ein Problem, das ihm das 'endgültige' Abtreten erleichtern dürfte
im Vergleich zum Papst: dem droht keine chinesische 'Gegenpapst-Reinkarnation'

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() qilin

Fuente Offline



Beiträge: 78

13.06.2008 01:19
#13 RE: Ist der Pabst von allen guten Geistern verlassen? Antworten

Ich versuche mal den Hintergrund zu erklären:
Seit der Liturgiereform Anfang 1975 gibt es eine Karfreitagsfürbitte für die Juden, die nie als anstößig empfunden wurde.(ich stell sie Morgen zum Vergleich rein, komme im Moment nicht ran)
Davor wurde "für die ungläubigen Juden"gebetet. Mit der Wiederzulassung der tridentinischen Liturgie als außerordentlicher Ritus im letzten Jahr wollte man das so nicht stehen lassen und hat nur für diesen Sonderfall die umstrittene neue Karfreitagsfürbitte eingefügt, die lautet:

"Lasst uns beten auch für die Juden, dass Gott, unser Herr, ihre Herzen erleuchte, damit sie Jesus Christus als den Heiland aller Menschen erkennen.
[Lasset uns beten. Beuget die Knie. Erhebet euch.]
Allmächtiger ewiger Gott, der Du willst, dass alle Menschen gerettet werden und zur Erkenntnis der Wahrheit gelangen. Gewähre gnädig, dass, indem die Heidenvölker in Deine Kirche eintreten, ganz Israel gerettet werde. Durch Christus unseren Herrn."

Dazu ist zu sagen:
Wegen einer Fürbitte ändert sich nicht die Lehre der Kirche, die lautet:

"4. Bei ihrer Besinnung auf das Geheimnis der Kirche gedenkt die Heilige Synode des Bandes, wodurch das Volk des Neuen Bundes mit dem Stamme Abrahams geistlich verbunden ist.
So anerkennt die Kirche Christi, daß nach dem Heilsgeheimnis Gottes die Anfänge ihres Glaubens und ihrer Erwählung sich schon bei den Patriarchen, bei Moses und den Propheten finden.
Sie bekennt, daß alle Christgläubigen als Söhne Abrahams dem Glauben nach (6) in der Berufung dieses Patriarchen eingeschlossen sind und daß in dem Auszug des erwählten Volkes aus dem Lande der Knechtschaft das Heil der Kirche geheimnisvoll vorgebildet ist. Deshalb kann die Kirche auch nicht vergessen, daß sie durch jenes Volk, mit dem Gott aus unsagbarem Erbarmen den Alten Bund geschlossen hat, die Offenbarung des Alten Testamentes empfing und genährt wird von der Wurzel des guten Ölbaums, in den die Heiden als wilde Schößlinge eingepfropft sind (7). Denn die Kirche glaubt, daß Christus, unser Friede, Juden und Heiden durch das Kreuz versöhnt und beide in sich vereinigt hat (8). Die Kirche hat auch stets die Worte des Apostels Paulus vor Augen, der von seinen Stammverwandten sagt, daß "ihnen die Annahme an Sohnes Statt und die Herrlichkeit, der Bund und das Gesetz, der Gottesdienst und die Verheißungen gehören wie auch die Väter und daß aus ihnen Christus dem Fleische nach stammt" (Röm 9,4-5), der Sohn der Jungfrau Maria.
Auch hält sie sich gegenwärtig, daß aus dem jüdischen Volk die Apostel stammen, die Grundfesten und Säulen der Kirche, sowie die meisten jener ersten Jünger, die das Evangelium Christi der Welt verkündet haben.
Wie die Schrift bezeugt, hat Jerusalem die Zeit seiner Heimsuchung nicht erkannt (9), und ein großer Teil der Juden hat das Evangelium nicht angenommen, ja nicht wenige haben sich seiner Ausbreitung widersetzt (10). Nichtsdestoweniger sind die Juden nach dem Zeugnis der Apostel immer noch von Gott geliebt um der Väter willen; sind doch seine Gnadengaben und seine Berufung unwiderruflich (11). Mit den Propheten und mit demselben Apostel erwartet die Kirche den Tag, der nur Gott bekannt ist, an dem alle Völker mit einer Stimme den Herrn anrufen und ihm "Schulter an Schulter dienen" (Soph 3,9) (12).
Da also das Christen und Juden gemeinsame geistliche Erbe so reich ist, will die Heilige Synode die gegenseitige Kenntnis und Achtung fördern, die vor allem die Frucht biblischer und theologischer Studien sowie des brüderlichen Gespräches ist.
Obgleich die jüdischen Obrigkeiten mit ihren Anhängern auf den Tod Christi gedrungen haben (13), kann man dennoch die Ereignisse seines Leidens weder allen damals lebenden Juden ohne Unterschied noch den heutigen Juden zur Last legen.
Gewiß ist die Kirche das neue Volk Gottes, trotzdem darf man die Juden nicht als von Gott verworfen oder verflucht darstellen, als wäre dies aus der Heiligen Schrift zu folgern. Darum sollen alle dafür Sorge tragen, daß niemand in der Katechese oder bei der Predigt des Gotteswortes etwas lehre, das mit der evangelischen Wahrheit und dem Geiste Christi nicht im Einklang steht.
Im Bewußtsein des Erbes, das sie mit den Juden gemeinsam hat, beklagt die Kirche, die alle VerfoIgungen gegen irgendwelche Menschen verwirft, nicht aus politischen Gründen, sondern auf Antrieb der religiösen Liebe des Evangeliums alle Haßausbrüche, Verfolgungen und Manifestationen des Antisemitismus, die sich zu irgendeiner Zeit und von irgend jemandem gegen die Juden gerichtet haben. Auch hat ja Christus, wie die Kirche immer gelehrt hat und lehrt, in Freiheit, um der Sünden aller Menschen willen, sein Leiden und seinen Tod aus unendlicher Liebe auf sich genommen, damit alle das Heil erlangen. So ist es die Aufgabe der Predigt der Kirche, das Kreuz Christi als Zeichen der universalen Liebe Gottes und als Quelle aller Gnaden zu verkünden." (Erklärung Nostra aetate)

"6. Diejenigen endlich, die das Evangelium noch nicht empfangen haben, sind auf das Gottesvolk auf verschiedene Weise hingeordnet32. In erster Linie jenes Volk, dem der Bund und die Verheißungen gegeben worden sind und aus dem Christus dem Fleische nach geboren ist (vgl. Röm 9,4-5), dieses seiner Erwählung nach um der Väter willen so teure Volk: die Gaben und Berufung Gottes nämlich sind ohne Reue" (Lumen Gentium).

Es ist nicht Lehre der katholischen Kirche, dass Nichtchristen nicht in den Himmel kommen können.

" Wer nämlich das Evangelium Christi und seine Kirche ohne Schuld nicht kennt, Gott aber aus ehrlichem Herzen sucht, seinen im Anruf des Gewissens erkannten Willen unter dem Einfluß der Gnade in der Tat zu erfüllen trachtet, kann das ewige Heil erlangen33. Die göttliche Vorsehung verweigert auch denen das zum Heil Notwendige nicht, die ohne Schuld noch nicht zur ausdrücklichen Anerkennung Gottes gekommen sind, jedoch, nicht ohne die göttliche Gnade, ein rechtes Leben zu führen sich bemühen. Was sich nämlich an Gutem und Wahrem bei ihnen findet, wird von der Kirche als Vorbereitung für die Frohbotschaft"

Die Verkündigung von Jesus Christus ist Aufgabe der Kirche, niemand muss den christlichen Glauben annehmen. Die Fürbitte sagt nicht explezit, das Juden nicht "Gerettet" werden können.Das "ganz Israel gerettet" bezieht sich auf das Bild vom himlischen Jerusalem, wo alle Völker zusammen und zu Gott kommen.

Ich finde die Fürbitte unglücklich formuliert, zumal es für einen Laien wirklich aussieht, wie wenn das Heil nur durch Bekehrung erreicht werden kann. Man hätte besser die Fürbitte der Liturgie von 1975 übernommen. Nichtsdestotrotz ändert sie nichts an der Lehre der Kirche bezüglich andere Religionen. Für den Dialog ist ist unglücklich.

Gruß Fuente

Tao-Ho Offline

Zennois


Beiträge: 5.365

13.06.2008 09:00
#14 RE: Ist der Pabst von allen guten Geistern verlassen? Antworten

Guten Morgen fuente,

In Antwort auf:
Denn die Kirche glaubt, daß Christus, unser Friede, Juden und Heiden durch das Kreuz versöhnt und beide in sich vereinigt hat

Soll im Klartext bitte was heissen? Es sind momentan viele Schüler hier unterwegs - von daher
bitte ich Dich, dass Du Dich ein wenig klarer ausdrückst, damit jeder Dich versteht.
In Antwort auf:
und ein großer Teil der Juden hat das Evangelium nicht angenommen, ja nicht wenige haben sich seiner Ausbreitung widersetzt

Ach, und das ist ein Grund sie durch ein solches "Gebet" zu beleidigen? Warum soll ein Jude konvertieren?
Hat er denn kein Recht auf seinen Glauben? Oder ist er "falsch"?
In Antwort auf:
Gewiß ist die Kirche das neue Volk Gottes

Sag das bitte mal einem Zeugen Jehovas. Seiner Meinung nach seit IHR Babylon, die Grosse Hure...
In Antwort auf:
Darum sollen alle dafür Sorge tragen, daß niemand in der Katechese oder bei der Predigt des Gotteswortes etwas lehre, das mit der evangelischen Wahrheit und dem Geiste Christi nicht im Einklang steht.

Öhm, wird tagtäglich in jeder kathlolischen Kirche gemacht. Die KK hält sich nicht an das, was
sie predigt.
In Antwort auf:
wie wenn das Heil nur durch Bekehrung erreicht werden kann

Wird nicht nur in der KK gepredigt.

Was Juden davon halten kannst Du ja oben lesen. Der Papst geht ihnen allmälich auf den Tuches.
(Mir auch - dafür braucht man kein Jude sein)

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So wie die Lotosblume lieblich und unbefleckt aus dem Schlamm sich erhebt...
() Tao-Ho

kadesch Offline



Beiträge: 2.705

13.06.2008 15:23
#15 RE: Ist der Pabst von allen guten Geistern verlassen? Antworten

Amen!!!!

Glaube ist Aberglaube

Fuente Offline



Beiträge: 78

13.06.2008 18:41
#16 RE: Ist der Pabst von allen guten Geistern verlassen? Antworten
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Denn die Kirche glaubt, daß Christus, unser Friede, Juden und Heiden durch das Kreuz versöhnt und beide in sich vereinigt hat
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"Soll im Klartext bitte was heissen? Es sind momentan viele Schüler hier unterwegs - von daher
bitte ich Dich, dass Du Dich ein wenig klarer ausdrückst, damit jeder Dich versteht."

Das war ein Zitat aus einem Konzilsdekret, daher auch diese schwer verständliche Sprache.
Zum Inhalt: Judentum und Heidentum wurden ja vorchristlich als antagonistischer entgegengesetzt verstanden.
(Heiliges Volk Gottes vs. Sünder) Jude wird man durch eine jüdische Mutter, Konvertiten(aus dem Heidentum) werden im AT als "fromme Proselyten" bezeichnet, die durch ihre Bekehrung zwar Anteil am Heil haben, aber nicht Juden im engeren Sinn sind. So heist es z.B. in Apg 10,45:
"Die gläubig gewordenen Juden, die mit Petrus gekommen waren, konnten es nicht fassen, dass auch auf die Heiden die Gabe des Heiligen Geistes ausgegossen wurde."
Das macht diesen Gegensatz deutlich. Durch Jesus gibt es diese Trennung nicht mehr. Er nimmt alle an und vereinigt sie.Er nimmt die bekehrten Heiden mit hinein in den Bund des Volkes Israel mit Gott. Ich hoffe das ist verständlich.Er macht keine Unterschiede mehr zwischen den Volk des Bundes und den Heiden.Keiner wird bevorzugt oder benachteiligt.

"und ein großer Teil der Juden hat das Evangelium nicht angenommen, ja nicht wenige haben sich seiner Ausbreitung widersetzt
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Ach, und das ist ein Grund sie durch ein solches "Gebet" zu beleidigen? Warum soll ein Jude konvertieren?
Hat er denn kein Recht auf seinen Glauben? Oder ist er "falsch"? "

Das ist wiederum ein Konzilstext der das Verhältnis zum Judentum darstellt,er hat keinen konkreten Bezug zur Fürbitte. Was da steht ist eine Tatsache, es wird aber in keinster weise gewertet.Man kann das nicht aus dem Kontext ziehen.Diene Kritik bezieht sich auf deine Interpretation des Textes, wenn du die Erklärung ganz ließt, wirst du sehen das sie sehr positiv zum Judentum steht.Ich habe diese Texte eingestellt um die Lehre der Kirche bzgl. des Judentums darzustellen, die durch die Fürbitte missinterpretiert werden kann.Jeder hat das Recht auf seinen Glauben, niemand muss Christ werden. Wir haben einen Missionsauftrag, das heisst aber nicht das deshalb andere Religionen automatisch schlecht sind.

"Gewiß ist die Kirche das neue Volk Gottes
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Sag das bitte mal einem Zeugen Jehovas. Seiner Meinung nach seit IHR Babylon, die Grosse Hure..."

Es wäre schön wenn du die Sachen nicht aus dem Zusammenhang reißt, weil im Nachsatz heist es in etwa, das der Bund Israels nie gelöst wurde. Auch wenn die Zeugen es anders sehen, haben wir das Recht auf unseren Glauben uns sie auf den ihren, was war ist wird sich im Reich Gottes zeigen. Argumentativ auf diese Aussage zu antworten würde den Rahmen des Themas sprengen, ich bin aber gern bereit in einem anderen Thread dazu Stellung zu nehmen.

"Darum sollen alle dafür Sorge tragen, daß niemand in der Katechese oder bei der Predigt des Gotteswortes etwas lehre, das mit der evangelischen Wahrheit und dem Geiste Christi nicht im Einklang steht.
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Öhm, wird tagtäglich in jeder kathlolischen Kirche gemacht. Die KK hält sich nicht an das, was
sie predigt."

Was hat das mit der Fürbitte zu tun, mach nen neuen Thread auf, bring Beispiele und ich geh drauf ein.

"wie wenn das Heil nur durch Bekehrung erreicht werden kann
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Wird nicht nur in der KK gepredigt."
Wie gesagt auf den Kontext kommt es an.
Die römisch-katholische Kirche lehrt nicht, das Nichtchristen nicht das Heil erlangen können. Siehe die Zitate oben, bei Bedarf mehr.

Gruß Fuente
Leibele Offline

Yehudi - Lo Zioini


Beiträge: 64

15.06.2008 17:57
#17 RE: Ist der Pabst von allen guten Geistern verlassen? Antworten

Zitat: "Denn die Kirche glaubt, daß Christus, unser Friede, Juden und Heiden durch das Kreuz versöhnt und beide in sich vereinigt hat."

Um Missverständnissen vorzubeugen, gleich vorweg eines: Mir ist es völlig einerlei, was Christen in ihren Kirchen beten. Ich gehöre nicht zu denjenigen, die sich darüber aufregen. Dazu erscheint mir dies nicht wichtig genug. Dennoch muss dieser obige Anspruch doch zumindest etwas in einem historischen Kontext beleuchtet werden und wenn ich die Geschichte der letzten 1700 Jahre auch nur ansatzweise Revue passieren lasse, kann ich nun wahrlich nicht feststellen, dass die Kirche, ihre Institutionen oder ihre Gläubigen mit versöhnlichen Taten auf Juden zugegangen wären und dies gilt wohl für das gesamte christliche Europa. Die Vertreibungen, Pogrome, Autodafés, Scheiterhaufen, Folterungen, Zwangskonvertierungen, Kinderdiebstahl und was da sonst noch an "guten Taten der christlichen Nächstenliebe" aufzuzählen wären, ziehen sich ohne Ausnahme wie eine rote Blutspur durch alle Länder des "christlich-zivilisierten Abendlandes". Ich denke, daran muss man eigentlich nicht extra erinnern, doch im Zusammenhang mit obigem Zitat war das meiner Meinung mal wieder notwendig geworden.

Weiter wird von "Fuente" geschrieben, dass Konvertiten im AT (wie er als Christ die hebräische Bibel nennt) als "fromme Proselyten" bezeichnet würden, um uns dies dann anhand eines Zitates aus dem sogenannten NT zu belegen. Zur Klarstellung: Menschen, die zum Judentum konvertierten oder konvertieren werden als Gerej HaTzedek - als die gerechten Fremden - bezeichnet und sind in jeglicher Hinsicht einem geborenen Juden gleichgestellt und auch im "engeren Sinn" (Begriff von Fuente) Juden. Abraham war der erste Ger Tzedek, seine Frau und unsere anderen "Stammmütter" (Rivka, Lea und Rachel) waren genauso Konvertiten wie die Urgroßmutter König Davids, die Moabiterin Ruth sowie Onkelos, Avtalion und Shemaya, die Eltern Rabbi Akivas oder zahlreiche andere rabbinische Authoritäten, um nur einige bedeutende Beispiele "frommer Proselyten" zu benennen. Das ganze Volk Jisrael wurde nicht durch Geburt jüdisch, sondern durch die Offenbarung und die Annahme der Torah am Berg Sinai! Ich frage mich bei solchen mit einem gewissen Beigeschmack behafteten Formulierungen wie "aber nicht Juden im engeren Sinn sind" immer wieder, was damit wirklich bezweckt werden soll? Naja, vielleicht weiß derjenige es wirklich nicht besser?!

Das institutionalisierte Christentum wollte immer die Trennung zwischen Heiden einerseits und Juden andererseits gewaltsam auflösen. Heutzutage sind die Mittel subtiler geworden, doch das Ziel bleibt ewig das gleiche: Missionierung. Man würde dem Nazarener unrecht tun, würde man behaupten, dass er die Trennung zwischen dem Volke G-ttes und den Heiden aufheben wollte. Dies alleine ist jedoch nicht entscheidend, denn Fakt ist, dass der Bund zwischen G-tt und dem jüdischen Volk - wie im AT durch Sein Wort verheißen - niemals aufgelöst werden wird. Er hat Sein Wort nicht gebrochen und Er wird es auch in Zukunft nicht tun.



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http://www.jewsagainstzionism.com
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kadesch Offline



Beiträge: 2.705

16.06.2008 08:26
#18 RE: Ist der Pabst von allen guten Geistern verlassen? Antworten

Mir fehlt in dieser Beziehung ein wenig von Leibeles Gelassenheit.
Ich rege mich (vermutlich völlig unnötig) über dieses Gebet auf.
Auch wenn es mir egal sein müsste was in den kath. Kirchen gepredigt und gebetet wird.
Es ist weniger das Gebet als solches sondern die Scheinheiligkeit mit der die kat. Kirche
zwar einserseits den Dialog (aus schlechtem Gewissen!!!! ) mit dem Judentum sucht,
aber zugleich dem Judentum seine Legitimation absprechen will.
Aber was mich am meisten ärgert ist die Tatsache dass sich in der kath. Kirche so wenig Widerstand
aus den eigenen Reihen zeigt. Es muss doch auch dort eine Menge Menschen geben die zu einem echten Dialog
bereit sind. Ich denke der einzige echte Feind des Judentums ist nicht der Antisemitismus von wenigen, sondern
die Gleichgültigkeit von vielen.

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