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Dieses Thema hat 5 Antworten
und wurde 1.085 mal aufgerufen
 Hinduismus, Buddhismus und Taoismus
contra Offline



Beiträge: 109

14.06.2008 19:38
Konfuzius Antworten

Hallo
ich sollte ein Referat über Konfuzius halten und habe schon sehr viel über ihn erfahren würde aber gern von euch wissen was ihr über ihn (ja ich weiß dass ihr ihn nicht persönlich kanntet) wisst.
Kritik wäre auch ssehr erwünscht weil, das mein Lehrer vom mir erwartet.

Hier das was ich bis jetzt geschrieben habe ( nervt nicht rum wenn Zahlen und so weiter nicht mit eurem wissen übereinstimen!(zum leben des Konfuzius)

Konfuzius
Konfuzius lebte im Jahre 551 v. Chr. Bis in das Jahr 479 v. Chr. Erst im Jahre 500 v. Chr. begann die Karriere des Konfuzius. Zuerst wurde er zum Bauminister schließlich zum Justizminister in Lu ernannt. Danach wurde er stellvertretender Kanzler. Ab dem Jahre 497 v. Chr. beginnt er eine lange Wanderschaft, durch verschiedene Fürstentümer des Reiches. Seine Wanderschaft dauert 13 Jahre. Die Zeit in dem er seine Wanderschaft verbringt wird auch Zeitalter der streitenden Reiche genannt. Darauf möchte ich aber jetzt nicht weiter eingehen.
Konfuzius möchte mit seinen Lehren einen Weg aufzeigen der die Errettung aus dem politischen sowie dem moralischen Sumpf ermöglicht. Er selbst bezeichnete die Tradition des Altertums als die hellere Zukunft und als den guten Weg. Für Konfuzius ist dies der einzig richtige und der einzig wahre Weg, der dadurch auch noch möglich ist. Ein wichtiger Faktor seiner Lehren bezeichnet das unermüdliche Lernen, um mehr zu erfahren und sich fortzubilden → Charakterbildung. Es ist das
praktische Ziel des Konfuzius. Konfuzius, sagt von sich aus, dass er kein neuer Erschaffer von diesem ist, sondern nur die Tradition des Altertums vertritt, wie sie die alten großen Herrscher Yao, Shun und Yü befolgt hatten.

Konfuzianismus

Die grundlegenden Tugenden des Konfuzianismus lauten:
Menschlichkeit
Rechtschaffenheit
Schicklichkeit
Weisheit
Loyalität

Diese werden in den fundamentalen Beziehungen verdeutlicht:
Herrscher und Staatsdiener
Vater und Sohn
älterer und jüngerer Bruder
Ehemann und Ehefrau
Freund und Freund

Die Grundlage des Staates gründet auf der Moral jedes einzelnen und seiner zentralen Rolle in der Familie. Nach Konfuzius ist ein Herrscher erst ein wahrer Herrscher der sein Reich allein durch sein moralisches Vorbild regiert.
Aus dem Buch der „Großen Lehre“ nimmt mensch den Zusammenhang des moralischen Zusammenhänge:

„Wenn man sein Land regieren will, musz man als erstes seine Familie in Ordnung halten. Wenn man seine Familie in Ordnung halten will, musz man als erstes seinen Charakter bilden. Wenn man seinen Charakter bilden will, musz man als erstes das rechte Herz haben. Will man das rechte Herz haben, dann musz man als erstes aufrichtig denken. Will man aufrichtig denken, dann musz man als erstes zur Einsicht gelangen.“

Das rechte Denken wird durch das konfuzianische Programm für Klarstellung und Ordnung definiert.
Das Ideal welchem jeder folgen sollte ist der „Edle“, der „Weise“. Dadurch wird der Erziehung, welche Geist und Herz umfasst besondere Bedeutung zugemessen.

maleachi 89 ( Gast )
Beiträge:

14.06.2008 21:56
#2 RE: Konfuzius Antworten

In Antwort auf:
Hallo
ich sollte ein Referat über Konfuzius halten
Langsam kommt man sich vor wie auf der Side "Hausaufgabenhilfe".
In Antwort auf:
Die grundlegenden Tugenden des Konfuzianismus lauten:
Menschlichkeit
Rechtschaffenheit
Schicklichkeit
Weisheit
Loyalität
Ich hatte immer den Eindruck, bei Konfuzius steht die Moral an erster Stelle, aber diese umfasst ja den Rest.

contra Offline



Beiträge: 109

14.06.2008 22:05
#3 RE: Konfuzius Antworten

hui naja mehr oder weniger

ihr alle seid (zumindest der große teil) sehr intelligente Menschen die mehr Lebenserfahrung als ich haben und deshalb frage ich euch einfach.

Tao-Ho Offline

Zennois


Beiträge: 5.365

15.06.2008 12:01
#4 RE: Konfuzius Antworten

Eigentlich ist qilin bei uns zweien der Belesenere in dieser Sache. Ich versuche trotzdem mal zu
antworten. qilin kann ja nachher ein wenig ausbessern.

Der Konfuzianismus ist eine philosophische Geisteshaltung. Eine Einsicht in die Lehren des Konfuze
kann man in seinen fünf Büchern finden, die man bis Heute kaufen kann:

1) Yijing, das Buch der Wandlungen
2) Shijing, das Buch der Lieder
3) Shujing, das Buch der Geschichte
4) Liji, das Buch der Riten
5)Chunqiu, die Frühlings- und Herbstannalen

Die grösste Tugend im Konfuzianismus ist das sog. "Jen" (die Güte / Liebe / Tugend). Soll eigentlich
nichts anderes bedeuten als das Gute und Alte: "Was Du nicht willst das man Dir tut...."

Unschön beim Konfuzianismus ist, dass jeder seinen Platz hat (von Geburt an) und diesen (bis zum Tod)
nicht mehr verlassen sollte.

Soll heissen: Bist Du als Sohn eines Bauern geboren worden, musst Du Bauer werden, ob es Dir
passt oder nicht.

Aus den Tugenden des Konfuzianismus ergeben sich automatisch drei Pflichten. Loyalität, Verehrung der Eltern
und Ahnen und Wahrung von Anstand und Sitte. Sie sind in den hierarchischen fünf Beziehungen in der Familie,
der Gemeinschaft und im Staatswesen zu erfüllen. Je mehr sich der Mensch als Teil eines großen Ganzen begreift,
desto stärker sieht er sich auch als Teil der Unendlichkeit – und desto größer die Harmonie des Universums.

So, jetzt lass ich mal qilin verbessern, bevor ich weiterposte.

----------------------------------------------------------------------------------------------------
So wie die Lotosblume lieblich und unbefleckt aus dem Schlamm sich erhebt...
() Tao-Ho

Regens Küchl ( Gast )
Beiträge:

15.06.2008 15:15
#5 RE: Konfuzius Antworten

Das grosse Chinesische Reich bedeutet(e) für den Osten das was das Römische Reich für den Westen.
Es herrschte über den Grossteil der ihnen bekannten Welt, bzw war darin gefürchtet und wohlbekannt.
Vergleichbar wäre nur noch das ferne Reich der Inkas von dem jetzt aber nicht die Rede sein soll.
Zwischen Römern und Chinesen lebte vor allem das wilde unzugängliche kriegerische Volk der Parther und verhinderte dass sich Römer und Chinesen begegneten.(Daher der Begriff Apartheid) China hielt sich also für einzigartig. Das chinesische Weltbild war dass die Welt eine Quadratische Flache Scheibe sei, mit China in der Mitte.(Daher der Begriff "Das Reich der Mitte")
Aber China ahnte dass es sich als Reich nicht endlos ausdehnen durfte, da ein zu grosses Reich einmal nicht mehr zu regieren möglich ist und an allen Ecken und Enden auseinanderbricht bzw sich teilt, ins Chaos fällt, sodann relativ schutzlos Barbaren ausgeliefert ist. Dieses alles geschah ja auch tatsächlich mit dem Römischen Reich auf der anderen Seite der welt.
China baute daher die Mauer, sich abzugrenzen. Wenn es Heere oder Flotten zu anderen Völkern ausschickte erpresste es nur Schutzgeld bzw brachte Beute heim. Koloniale Ausdehnung und Besiedlung wurde nicht betrieben.
Das chinesische Volk hinter der Mauer war aber ungeheuer Zahlreich. Es musste ein geeigneter Staatsapparat her, der funktioniert und auch angenommen wird. Die Innenpolitik für die man sich entschied war ungeheuer autoritär und gewalttätig. Der rechtlose schwächere hatte an seinem Platz zu bleiben und dem höhergestellten bedingungslos zu dienen.
Für diese Menschenverachtende Staatsmacht war der Konfuzianismus die benötigte philosophische Unterlegung.
Im Konfuzianismus hat z.b. der Vater das Recht den Sohn wegen blossen Ungehorsams auf der Stelle zu töten.
Muss jemand angeklagt vor Gericht erscheinen, hat er in Ketten vor seinen Richtern zu Knien und diese um eine möglichst schwere Bestrafung anzuwinseln.Egal ob er nun Unschuldig sei oder nicht.
Im Konfuzianismus feierte das Fusseinbinden bzw Fussbrechen an weiblichen jungen Chinesinnen seine Blütezeit. Diese wurden von den Eltern zumeist schon als Babys an Notgeile Vogelnestfresser versprochen.
Der Konfuzianismus schiebt all solchen Dingen nun die Philosophische Moral ein bzw unter.
"Du sollst dich nicht nur von deinem Herrn in den Dreck treten lassen. Nein, es soll dir auch noch das Herz erfreuen, denn alles andere wäre ja höchlichst unmoralisch und verworfen!" sagt Konfuzius sinngemäss.

Ähnlich wie als im christlichen Westen im Mittelalter die Kirche dem Adel einen gefallen tun wollte und erklärte: Christus habe sich nie um die armen gekümmert. Oder wie die Kirche feststellte dass jede Autorität von Gott kommt. Daher darf der Lehnsherr seinen Leibeigenen foltern, der Schiffskapitän an Bord Todesurteile vollstrecken.Alles mit Göttlichem Freipass.

Das Gute am Konfuzianismus ist dass er funktioniert. Der Staat selbst kann durch ihn gross und stark werden.
Es entsteht eine gewisse Ordnung, auch wenn höchstens die höchsten Beamten dabei glücklich sind.

Das Interessante ist dass der Westen den Konfuzianismus als mildtätige schüchtern verhaltende unerschöpflich weise Philosophie betrachtet.
Wo er doch hauptsächlich eher das Gegenteil ist.


euer ergebener

Regens Küchl

qilin Offline




Beiträge: 3.552

15.06.2008 17:55
#6 RE: Konfuzius Antworten

Da hab' ich wenig zu verbessern - weder bei contra noch bei Tao-Ho.
Von den fünf Klassikern hat K'ung-tzû allerdings bestenfalls einen, den
letzten, selbst geschrieben - die anderen hat er angeblich überarbeitet.
Sein bei Wikipedia angeführtes Treffen mit Lao-tzû hat nie stattgefunden -
dieser lebte, wenn er überhaupt historisch ist, mindestens 100 Jahre später.
Zu seinen Lebzeiten war er nicht sonderlich erfolgreich, erst Schüler und
Enkelschüler haben seine Lehre bekanntgemacht. Dass er streng konservativ
war und sich auf irgendwelche sagenhafte Könige des Altertums berief, die
mit großer Sicherheit nie existiert haben, ist klar - ebenso wie dass das antike
China kein Hort von Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit war. Immerhin
hat K'ung-tzû für die damalige Gesellschaft einigermaßen vernünftige und
menschliche Grundsätze aufgestellt - allerdings wurden die (und werden z.T.
bis heute) als 'himmlische Wahrheit' buchstabengetreu geglaubt, ähnlich wie
bei religiösen Fundamentalisten. Das hat im Lauf der Jahrhunderte zweifellos
zum Niedergang der chinesischen Kultur und Zivilisation mit beigetragen.
Dass er - ebenso wie Lao-tzû - inzwischen im chinesischen 'Pantheon' ein
warmes Plätzchen gefunden hat, sei nur am Rande vermerkt...

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Nichts bedarf so sehr der Reform
wie die Meinungen anderer Leute. [Mark Twain]

() qilin

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