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Atheismus vs. Religionen  


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Für (echten) Säkularismus und freie Religionskritik!


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Dieses Thema hat 10 Antworten
und wurde 579 mal aufgerufen
 Christliche Kultur und Politik
Bruder Spaghettus ( gelöscht )
Beiträge:

27.06.2008 13:55
Heimkinder - Schuften im Namen des Herrn Antworten

Hab hier was gefunden, was gut zum Thema "Ohne Kirche keine verbindlichen Werte" passt:

.............Es war eine schwarze Pädagogik voller Zucht- und Ordnungsvorstellungen mit verheerenden Folgen. Hunderttausende wurden in geschlossene Heime gesteckt. Es waren keine Kriminellen, sondern oft nur Kinder von alleinerziehenden Müttern, Kinder, die wegen Kleinigkeiten aufgefallen waren und nicht in die konservative Gesellschaft der 50er und 60er Jahre passten.........Die Kirchen, vor allem die katholischen Orden, haben in dieser Zeit die Heimerziehung mit ihren Vorstellungen entscheidend geprägt. Uneheliche Kinder etwa galten damals als „Kinder der Sünde“, als wertlose Geschöpfe. Da könnte man als Kirche lauter und deutlicher selbstkritisch drauf eingehen.
http://www.tagesspiegel.de/politik/deuts...;art122,2559052



"Bete und arbeite" - noch bis in die 1970er Jahre hinein sah so der Alltag vieler Kinder und Jugendlicher in kirchlichen Erziehungsheimen aus. Erst vor kurzem haben Heimkinder ihr jahrzehntelanges Schweigen gebrochen und fordern jetzt Entschädigung für eine leidvolle Kindheit.
http://www.3sat.de/3sat.php?http://www.3...1729/index.html

Tao-Ho Offline

Zennois


Beiträge: 5.365

27.06.2008 14:34
#2 RE: Heimkinder - Schuften im Namen des Herrn Antworten

Dazu mag ich folgenden Link setzen: http://www.schlaege.com/

Ist ein echt gruseliges Thema. Zum was die alles so im Namen
Gottes getan haben.

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So wie die Lotosblume lieblich und unbefleckt aus dem Schlamm sich erhebt...
() Tao-Ho

qilin Offline




Beiträge: 3.552

27.06.2008 14:37
#3 RE: Heimkinder - Schuften im Namen des Herrn Antworten

"Bedauerliche Einzelfälle" - Blödsinn. Diese 'Magdalenenheime' gab's jahrzehntelang
auf breiter Basis - da hatten wir hier ja auch schon mal einen thread dazu...

___________________________
Nichts bedarf so sehr der Reform
wie die Meinungen anderer Leute. [Mark Twain]

() qilin

maleachi 89 ( Gast )
Beiträge:

27.06.2008 16:55
#4 RE: Heimkinder - Schuften im Namen des Herrn Antworten

Nicht nur im Namen des Herrn wurde geprügelt oder gedemütigt.

Meine Frau musste große Teile ihrer Kindheit in einem real-sozialistischem, stock-atheistischem Kinderheim in der unreligiösen DDR, im ungläubigen Brandenburg zubringen.
Und was sie davon zu berichten weiß, ist ebenfalls nicht gerade menschenfreundlich, ganz im Gegenteil. Die Sache verfolgt sie bis heute, doch von den Verantwortlichen ist der Großteil nicht mehr am Leben.
Von körperlichen Züchtigungen, über stundenlanges 'in der Ecke' stehen bis hin zu dauernten mentalen Demütigungen war alles vorhanden.
Schon die uniformartige Kleidung der Kinder damals (so eine Art grau-schmuddliger Trainingsanzug), ließ sie stigmatisiert erscheinen und überall sofort als 'die' Heimkinder erkennen.

Bruder Spaghettus ( gelöscht )
Beiträge:

15.09.2008 22:50
#5 Diakonie gibt Misshandlung in Kinderheimen zu Antworten

Übergriffe seien in manchen Einrichtungen keine seltene Ausnahme gewesen. Missbrauchsfälle in Heimen, die sich in den Jahren von 1950 bis 1970 ereigneten, sorgen nicht nur in der evangelischen Kirche für Aufsehen.

http://www.netzeitung.de/vermischtes/1155097.html

Tao-Ho Offline

Zennois


Beiträge: 5.365

16.09.2008 05:24
#6 RE: Diakonie gibt Misshandlung in Kinderheimen zu Antworten

Ist doch echt krank, wie die Kirchen Kinder, die ihnen anvertraut wurden, erzogen haben.
Noch schlimmer ist allerdings, dass die heute Erwachsenen schwere Traumata davontragen mussten,
um jetzt für einige Groschen (mehr wird die Kirche nicht rausrücken - egal welche) kämpfen zu
müssen.

Die Täter sitzen immer noch fein im Warmen. Und die Schäfchen der Täter singen: Heilig, heilig...

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So wie die Lotosblume lieblich und unbefleckt aus dem Schlamm sich erhebt...
() Tao-Ho

qilin Offline




Beiträge: 3.552

16.09.2008 07:24
#7 RE: Heimkinder - Schuften im Namen des Herrn Antworten

Hallo Maleachi,

ich denke die Tendenz zum Machtmissbrauch gibt's bei allen Menschen, ob religiös oder nicht.
Allerdings sind Leute, die sich einer wie immer gearteten absoluten Wahrheit verpflichtet fühlen
da natürlich besonders gefährdet - für die gilt immer das Argument des 'kleineren Übels'...

___________________________
Nichts bedarf so sehr der Reform
wie die Meinungen anderer Leute. [Mark Twain]

() qilin

maleachi 89 ( Gast )
Beiträge:

18.09.2008 17:20
#8 RE: Heimkinder - Schuften im Namen des Herrn Antworten

In Antwort auf:
ich denke die Tendenz zum Machtmissbrauch gibt's bei allen Menschen, ob religiös oder nicht.

Klar doch und in der DDR waren Menschen aus eventuell nicht so ideologisch 'scheinbar gefestigten' Familien eh' verdächtig angesehen. Sollte es ein Kind nicht aus eigener Kraft schaffen, problematischen Verhältnissen zu entkommen (wie auch, als Kind....), so war es in einem Kinderheim gebrandmarkt und der Willkür, diesmal nicht der glaubensbekloppten Nonnen oder so was ausgesetzt, sondern schlicht und einfach dem Staat, denn es waren staatliche Kinderheime, wie man sich denken kann, und ich glaube, es gab dort fast noch weniger Wege dem zu entkommen, wie in einem bundesdeutschen. Jedoch ist man als Kind wahrscheinlich in jedem System erst mal der Willkür oder des Wohlwollens 'Erwachsener' ausgesetzt.

Das Schlimme ist nur der jeweils vorhandene ideologische Hintergrund, in einem katholischem Heim ist 's die vorgeblich vermittelte göttliche ''Liebe'', in der Zone war es der ''reale "Sozialismus"'', beides ist Scheiße und demütigt Menschen. (Was sie oftmals ihr Leben lang prägt und anhängt).

maleachi 89 ( Gast )
Beiträge:

18.09.2008 19:58
#9 RE: Diakonie gibt Misshandlung in Kinderheimen zu Antworten

In Antwort auf:
Die Täter sitzen immer noch fein im Warmen. Und die Schäfchen der Täter singen: Heilig, heilig...


Oder insgeheim 'Völker hört die Signale....' oder noch besser 'Das Lied vom Vaterland'...Kostprobe...?

"Jeder darf am Tisch des Lebens weilen,
Jedem Ehre, dem Verdienst gebührt!
Unser Stalin schrieb 's mit goldnen Zeilen,
Das Gesetz, das seinen Namen führt.
Diese Worte, strahlend wie Kristalle,
Bleiben stehn, dem Feinde zum Verdruß,
Unzerstörbar steht das Recht für alle:
Recht auf Arbeit, Bildung und Genuß!"

Bruder Spaghettus ( gelöscht )
Beiträge:

30.09.2009 20:31
#10 RE: Heimkinder - Schuften im Namen des Herrn Antworten

Auch heute gehts nicht immer ganz koscher in kirchlichen Heimen zu:


Heimleiterin soll Behinderte gequält haben

Der Verdacht wiegt schwer: Weil sie für einen Lehrfilm eine behinderte Frau über eine halbe Stunde lang drangsaliert haben soll, ist die Leiterin des St. Josefs-Stifts im unterfränkischen Eisingen fristlos entlassen worden. Inzwischen ermittelt die Staatsanwaltschaft gegen die Frau.

http://www.spiegel.de/panorama/justiz/0,1518,650671,00.html

Könnte sicher auch in nichtkirchlichen Einrichtungen vorkommen. Aber wenn man sich der besonderen christlich motivierten "Nächsen-Liebe" verschrieben hat wiegt so was auch besonders.

FSMQueen of damned Offline

Pasta-Farina


Beiträge: 3.326

01.10.2009 16:18
#11 RE: Heimkinder - Schuften im Namen des Herrn Antworten

Sie denken, sie können sich alles erlauben - weil es ja angeblich keiner wagt, die Allmacht der Kirche anzurühren :(. Widerlich, sowas. Einen ähnlichen Fall gab vor ein paar Wochen es in Russland. Dort konnte schon ein "unzüchtiger Blick" dazu führen, dass die Mädchen einer Nonnenschule nichts zu essen bekamen, in der Ecke stehen mussten oder geschlagen wurden.

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