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Religionsforum
Atheismus vs. Religionen  


Der substanzielle  Dialog 

Für (echten) Säkularismus und freie Religionskritik!

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Dieses Thema hat 8 Antworten
und wurde 801 mal aufgerufen
 Atheismus/Agnostizismus
Qtipie Offline




Beiträge: 761

02.07.2008 18:56
Gottesbeweis Nr. 34 Antworten

Satz a) Der Atheist glaubt an Nichts.
Satz b) Wer an Nichts glaubt, dem kann man nichts glauben.
Satz c) Wer lügt, dem glaubt man nichts.

Aus a) und b) und c) folgt: Der Atheist lügt.

Ergo: (Umkehrung des Satzes): Ein Gott-Bejaher sagt die Wahrheit.

Also gibt es Gott.

Es ist Ihnen gestattet, sich zu verneigen.




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http://danielaexe.homepage24.de

Fuente Offline



Beiträge: 78

02.07.2008 19:23
#2 RE: Gottesbeweis Nr. 34 Antworten

Ohne Atheist zu sein, will ich trotzdem drauf eingehen:
"Satz a) Der Atheist glaubt an Nichts."

Der Satz ist falsch weil er doch an etwas glaubt,und wenn er nur mit Descartes glaubt, das er ist, weil er denkt.
Zuerst müsste man hier einmal "Nichts" und "glaubt" definieren.

"Satz b) Wer an Nichts glaubt, dem kann man nichts glauben."

Glauben wird hier in zwei Bedeutungen verwandt, einmal etwas annehmen, ohne es im wissenschaftlichen Sinn zu wissen und einmal in der Bedeutung
jemandem zu glauben, sprich zu vertrauen. Daher ist ist die Schlussfolgerung logisch falsch. Ich gehe zwar davon aus, dass es niemanden gibt, der nicht etwas glaubt (und wenn er an die Liebe glaubt, für die es auch keine Beweise gibt)trotzdem würde ich ggf. einer solchen hypothetischen Person Glauben schenken, ihr vertrauen, wenn mir das von ihr gesagt schlüssig vorkommt.

"Satz c) Wer lügt, dem glaubt man nichts."

Das ist ein alter Spruch, er nützt dir aber nichts zur Belegung deiner These, weil der vorhergehende Schritt schon falsch war. Ausserdem ist "Lüge" vielschichtig. Um jemanden nicht mehr zu glauben muss schon etwas heftiges vorgefallen sein.

"Ergo: (Umkehrung des Satzes): Ein Gott-Bejaher sagt die Wahrheit."

Nur weil einer lügt (wollen wir es jetzt mal annehmen es wäre so) muss der, der das Gegenteil behautet nicht automatisch die Wahrheit sprechen. Die Wahrheit kann auch dazwischen oder ganz wo anders liegen.
q.e.d. Dieser Gottesbeweis ist mit Anwendung der Vernunft und Logik nicht zu halten.


Qtipie Offline




Beiträge: 761

02.07.2008 19:37
#3 RE: Gottesbeweis Nr. 34 Antworten

Ja, issja gut, war nicht so ernst gemeint...



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Qtipie Offline




Beiträge: 761

03.07.2008 13:12
#4 RE: Gottesbeweis Nr. 34 Antworten

Kleine Umfrage: Was ist euer Lieblings-Gottesbeweis (bzw. -Widerlegung)



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Gysi Offline

Atheist


Beiträge: 17.454

03.07.2008 13:56
#5 Gottesbeweis Nr. 34 Antworten

In Antwort auf:
Kleine Umfrage: Was ist euer Lieblings-Gottesbeweis (bzw. -Widerlegung)
Der der "unendlichen Regression". (Sowas Gewaltiges wie das Universum muss doch ein Gott geschaffen haben! Aber: Wer hat Gott geschaffen? Offenbar etwas noch Komplizierteres. Und wer hat das erschaffen? Usw.)

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"Ich bin vom Glauben zum Wissen konvertiert!" (Hamed Abdel-Samad)

Fuente Offline



Beiträge: 78

03.07.2008 15:26
#6 RE: Gottesbeweis Nr. 34 Antworten

Gott ist ja ungeschaffen, eben der unbewegte Beweger. Da er ewig ist, hat er seinerseits niemanden der ihn erschaffen hat. Aber das Argument kennst du sicher schon. Ich gebe zu, man kann den unbewegten Beweger logisch nicht beweisen. Genauso wenig schlüssig ist aber auch die Theorie einiger Wissenschaftler, die einen Anfang generell leugnen, so nach dem Motto, wenn es keinen Rand (keine Begrenzung in der Zeit wie Anfang und Ende) gibt, brauchen wir auch keine Aussage darüber zu treffen was dieser Rand ist. Wenn man nicht belegen kann das es keine Begrenzung in der Zeit gibt, ist jede weitere darauf aufbauende Aussage Unsinn. Da hat man es sich wohl zu einfach gemacht. Dagegen wiederspricht die nicht unumstrittene Urknalltheorie ja nicht zwingend der Existenz eines Schöpfergottes.

Qtipie Offline




Beiträge: 761

03.07.2008 15:47
#7 RE: Gottesbeweis Nr. 34 Antworten
Wie seht ihr das:

Sind die beiden Fragen Wer erschuf Gott? und Was war vor dem Urknall? nicht irgendwie äquivalent?

Beim Urknall sagen die Wissenschaftler dann: Das kann man nicht wissen, weil es sich nicht erforschen lässt, und alle nicken vielsagend. Und bei Gott sagen die Wissenschaftler: Daran sieht man, dass es Gott nicht gibt, und nicken vielsagend.

Sollte man den Wissenschaftlern da noch allen Ernstes glauben

Man hätte ja auch einfach die Begriffe "Gott" und "Urknall" durch irgendwas anderes ersetzen können.
Frage 1: Wer erschuf das Mondhuhn? Frage 2: Was war vor dem Gameover?

Kommt der Sittenwaftler daher und sagt zu Frage 2: Das kann man nicht wissen, weil es sich nicht erforschen lässt, und alle nicken vielsagend. Und beim Mondhuhn sagen die Sittenwaftler: Daran sieht man, dass es Mondhühner nicht gibt.

Umfrage: Wer ist dafür, den Urknall als Gottesbeweis anzuerkennen
Lukrez Offline




Beiträge: 5.551

03.07.2008 20:15
#8 RE: Gottesbeweis Nr. 34 Antworten
In Antwort auf:
Wer ist dafür, den Urknall als Gottesbeweis anzuerkennen

Da komme ich wieder auf den Philosophen Mainländer zurück:
Der Urknall ist der Selbstmord Gottes - durch das zwingende Gesetz der sich steigernden Entropie geschlossener Systeme muss die Unordnung immer mehr zunehmen und sich jegliche Struktur letztlich auflösen.
Puff - das war es dann...

Mainländer:
1. Gott wollte das Nichtsein.
2. Sein Wesen war das Hindernis für den sofortigen Eintritt in das Nichtsein.
3. Das Wesen, die vorweltliche Einheit, mußte zerfallen in eine Welt der Vielheit, deren zunächst lebendige Teile nach dem Nichtsein streben.
4. In diesem Streben hindern sie sich gegenseitig und kämpfen.
5. Die ganze Welt hat das Ziel des Nichtseins - sie unterliegt der kontinuierlichen Schwächung von Lebenskraft.
6. Jedes Individuum wird durch Schwächung seiner Kraft zu einem Punkte gebracht, wo seine Vernichtung erfüllt wird - unweigerlich. Das von Gott einst gewollte Nichtsein - nihil negativum - ist erreicht.

Ich persönlich bevorzuge den unbewegten Beweger - ungeschaffen, unveränderlich und unvergänglich.
Wieso aber sollte man diesen Beweger Gott nennen?
Der unbewegte Beweger hat keinerlei Bewusstsein und ist somit durchaus kein Schöpfer.

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Wenn du es nicht wagst, den Sinnen zu trauen, stürzen die Pfeiler des Lebens ein.
De nihilo nihil. Aus Nichts wird nichts.
Zu soviel Unheil hat schon die Religion die Menschen verleitet.
(Lukrez)

Ahriman Offline



Beiträge: 1.493

23.07.2008 18:02
#9 RE: Gottesbeweis Nr. 34 Antworten

Qtipie: Ich bin Atheist. Ich glaube, daß morgen früh die Sonne aufgeht. Das ist schon mal mehr als nichts. Und das beweist, daß du nicht logisch denken kannst. Hast du das Nichts in deinem Kopf?
1. Qtipie sagt: Es gibt einen Gott.
2. Er hat Gott nie gesehen.
3. Qtipie lügt.

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Glaubst du noch oder denkst du schon?

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