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Atheismus vs. Religionen  

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Dieses Thema hat 40 Antworten
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 Atheismus/Agnostizismus
Seiten 1 | 2
Gysi Offline

Atheist


Beiträge: 16.022

27.01.2006 12:16
#26 Ewiges Leben ohne Gott antworten

In Antwort auf:
Deswegen mein Tenor: Lassen wir die Wissenschaft nur arbeiten
Klingt so, als ob es, nach deiner Auffassung, 1 : 1 steht...

Gysi
_______________________________
Die Menschheit befindet sich in der Vorgeschichte der Menschheit (Karl Marx)

SnookerRI Offline

Soul-Societist


Beiträge: 5.438

27.01.2006 12:53
#27 RE: Ewiges Leben ohne Gott antworten

In Antwort auf:
Klingt so, als ob es, nach deiner Auffassung, 1 : 1 steht...

Geht es dir etwa nicht so? ... Was wäre denn, wenn die Ergebnisse der Wissenschaft in Zukunft die Existenz eines Gottes befürworten würden.
Würdest du dich gegen diese Ergebnisse stellen, da eine Existenz Gottes für dich schlichtweg nicht in Frage kommt?

Meiner Meinung nach steht es 1:0 pro Gott. Diese meinung vertrete ich hier. Doch es bleibt meine Meinung, ich kann und will sie niemandem aufsetzen, ich kann und will sie nicht zum Absolut erklären wollen, wenn von unterschiedlichen Perspektiven geforscht wird.



De nihilo nihil (lukrez)

Gysi Offline

Atheist


Beiträge: 16.022

27.01.2006 13:19
#28 Können wir einen Gott schaffen wie wir ihn wollen? antworten
In Antwort auf:
Einen Gott, wie ihn sich die meisten vorstellen, darf es nicht geben können.
Kannst du einen Gott einfach so abschaffen, nur weil er dir nicht passt? Doch, das kannst du! Weil alle Götter potenzierte Geistesduplikate des menschlichen Geistes sind! Du wünschst dir einen Übervater. Und der hat natürlich lieb zu dir zu sein. Das hat nichts mit Forschung nach realen Gegebenheiten zu tun! Der Forscher muss sich auch die Opion aufhalten, Unangenehmes zu entdecken...

Dann stellst du ja folgende "essenzielle Fragen":

In Antwort auf:
Woher kommt der Mensch?, Warum existieren wir?, Wie ist er entstanden?, Wo geht er hin?, Was ist der Sinn dieses Lebens?, Werden alle Dinge so weiter gehen wie bisher?, Ist mit dem jetzigen leben alles vorbei?,
nach denen es, deiner Auffassung nach einen Gott geben muss. Das ist aber, wie wir schon lang und breit diskutiert haben, mitnichten so! Daher meine (wiederholte) Frage: Wie kommst du auf eine Existenz Gottes? Ist da nicht der WUNSCH der Vater des Gedankens - und nicht ein Fitzchen mehr?

Gysi
________________________________
Die Menschheit befindet sich in der Vorgeschichte der Menschheit (Karl Marx)

SnookerRI Offline

Soul-Societist


Beiträge: 5.438

27.01.2006 15:57
#29 RE: Können wir einen Gott schaffen wie wir ihn wollen? antworten

In Antwort auf:
Kannst du einen Gott einfach so abschaffen, nur weil er dir nicht passt?

Das muss ich gar nicht ... Es reicht, wenn ich nicht an ihn glaube...Natürlich habe ich auch in einigen Bereichen Verständnisschwierigkeiten, soll heißen, ich entdecke Unangenehmes.. Aber nur weil ich nicht sofort mit Fahrzeugen korrekt umgehen kann, sag ich nicht Fahrzeuge sind blöd. Nein Gysi, ich forsche weiter!


In Antwort auf:
nach denen es, deiner Auffassung nach einen Gott geben muss. Das ist aber, wie wir schon lang und breit diskutiert haben, mitnichten so!

Das ist dein Ergebnis deiner Forschung und deiner Diskussionsarbeit. Dagegen ist nichts einzuwenden. Nirgendwo habe ich behauptet, dass alle Menschen meine Meinung vertreten müssen, dass es aufgrund der gestellten fragen einen Gott geben muss. Da hast du mich wirklich falsch verstanden, oder ich habe mich falsch ausgedrückt... In jedem fall bin ich stets bemüht meinen eigenen Ansichten keine Absolution zu erteilen, da selbige im Relativ zur Ausgangssituation stehen; ebendieses bete ich schon seit einigen posts hier herunter.

In Antwort auf:
Daher meine (wiederholte) Frage: Wie kommst du auf eine Existenz Gottes? Ist da nicht der WUNSCH der Vater des Gedankens - und nicht ein Fitzchen mehr?

siehe das 4. post auf Seite 1 dieses Threads..
Gysi auf wiederholte Fragen kann es nur wiederholte Antworten geben, und das möchte ich dir, mir und den anderen Lesern ersparen... Einmal reicht doch vollkommen...

Was erwartest du? Ich bin mir völlig bewusst, dass ich dich niemals von der Existenz eines Gottes werde überzeugen können, ganz gleich was ich sage... Denn entweder wird mir unwissenschaftlichkeit und naivität vorgeworfen bzw. von vornherein so geurteilt. Ist das aber mein Ziel hier? Nein!

Es ist unmöglich, gegen ein Gottesbild zu argumentieren, dessen Träger sich nicht mit gegenargumenten befassen möchte..

Erinnerst du dich an unsere Diskussion bezüglich der Schöpfung? (ich kanns dir auch heraussuchen)
Du sagtest zum Schluss... "Nein Snooker, ich lese die genesis anders!" Damit war die Sache für dich erledigt.. Ok, das ist nicht weiter tragisch. Nur erschwert es sich mir daraufhin noch einen Sinn in weitergehenden Diskussionen zu sehen...

Ich bin gerade dabei mir dein Werk durchzulesen (das hätte ich schon früher machen sollen)... wahrscheinlich werde ich dich dann besser verstehen, was deine Abneigung bezüglich der "Gläubigen" angeht. Ich bin mir ziemlich sicher, dass wir viele Gemeinsamkeiten haben werden, die titel sind jedenfalls schon sehr "vielversprechend"



De nihilo nihil (lukrez)

Prometheus Offline




Beiträge: 392

27.01.2006 17:07
#30 RE: Können wir einen Gott schaffen wie wir ihn wollen? antworten
Ohne Frage ist Dein Gott eine zurechtgestutzte Patchwork-Gottheit. Aber ich gestehe Dir ohne Frage Deinen Glauben zu, weil jeder das Recht hat, sich seine Welt so einzurichten, wie sie ihm erträglicher erscheint. Vielleicht hält einfach nicht jeder die Realität aus.
Mit Religion habe ich sowieso immer nur dann wirklich große Probleme, wenn sie mit inhumanen und intoleranten, anti-emanzipatorischen Inhalten auf Missionierungskurs geht und versucht, uralte Definitionen von Gut und Böse als heutig zu verkaufen.
Ich denke auch, dass Religionen, wichtige soziale, ethische und historische Entwicklungen des Menschen behindern, aber vielen gibt sie Hoffnung und jeder hat das Recht auf seine Lebenslügen.

Was mich interessiert, ist Deine Suche nach dem "wirklichen Leben". Was bedeutet das? Ist Dir Dein jetziges nicht wirklich genug? Ist Deine Vorstellung nicht die uralte Hoffnung des geplagten Katholiken, der all die Schmerzen, Anstrengungen und sogar das Sterben nur ertragen kann, weil er glaubt das "wirkliche" Leben beginnt erst nach dem Tod. Ich finde es sehr traurig, wenn man sein jetziges, diesseitiges Leben als so vergeudet und schwer erträglich ansieht, dass man sich nur mit einer Hoffnung auf das Danach über Wasser hält.



"Überzeugungen sind gefährlichere Feinde der Wahrheit als Lügen." (Friedrich Nietzsche)

SnookerRI Offline

Soul-Societist


Beiträge: 5.438

27.01.2006 17:31
#31 RE: Können wir einen Gott schaffen wie wir ihn wollen? antworten

In Antwort auf:
Ohne Frage ist Dein Gott eine zurechtgestutzte Patchwork-Gottheit. Aber ich gestehe Dir ohne Frage Deinen Glauben zu, weil jeder das Recht hat, sich seine Welt so einzurichten, wie sie ihm erträglicher erscheint. Vielleicht hält einfach nicht jeder die Realität aus.

Ohne Frage Prometheus, ist dies Polemik der allerersten Güte, über die ich schon des öfteren schmunzeln konnte... Hätte nicht gedacht, dass du so etwas nötig hast...

In Antwort auf:
Ich denke auch, dass Religionen, wichtige soziale, ethische und historische Entwicklungen des Menschen behindern, aber vielen gibt sie Hoffnung und jeder hat das Recht auf seine Lebenslügen.

Das kannst du gerne so sehen. Trotzdem bringen uns Pauschalisierungen hier keinen Meter weiter, da solches immer einen faden Beigeschmak der Apathie hat...

In Antwort auf:
Was mich interessiert, ist Deine Suche nach dem "wirklichen Leben". Was bedeutet das? Ist Dir Dein jetziges nicht wirklich genug? Ist Deine Vorstellung nicht die uralte Hoffnung des geplagten Katholiken, der all die Schmerzen, Anstrengungen und sogar das Sterben nur ertragen kann, weil er glaubt das "wirkliche" Leben beginnt erst nach dem Tod. Ich finde es sehr traurig, wenn man sein jetziges, diesseitiges Leben als so vergeudet und schwer erträglich ansieht, dass man sich nur mit einer Hoffnung auf das Danach über Wasser hält.

Ich finde es sehr traurig, dass du anscheinend meine Ansichten nicht evaluiren möchtest. Wozu interessiert dich dann meine Vorstellung von einem wirklichen leben. Wenn ich das Leben tatsächlich so sähe, wie du es mir vorwirfst, wäre der Freitod die einzig logische Schlussfolgerung...
Nochmal: Ich bin weder katholisch, protestantisch oder sonst irgendetwas in der Richtung, mit all dem habe ich abgeschlossen; das müsstest du wissen, wenn du meine beiträge lesen würdest.

Unter dem wirklichen Leben verstehe ich "vollständige Perfektion" (Hyperbel) eine geistige und physische Vollkommenheit. Der Mensch hat die Anlagen dazu. Die Möglichkeit Erkenntnis aufzunehmen ist scheinbar unbegrenzt, nicht allein die Aufnahme von Wissen, sondern auch das Vermögen zu assozieren zählt dazu. Allein die Zeit reicht nicht aus diese Kapazitäten auszunutzen. Welchen Sinn hätte eine derartige Verschwendung von resourcen? Das ist eine der fragen, deren antwort mir die Evo schuldig blieb.



De nihilo nihil (lukrez)

Prometheus Offline




Beiträge: 392

27.01.2006 17:49
#32 RE: Können wir einen Gott schaffen wie wir ihn wollen? antworten
Zitat von SnookerRI

Ohne Frage Prometheus, ist dies Polemik der allerersten Güte, über die ich schon des öfteren schmunzeln konnte... Hätte nicht gedacht, dass du so etwas nötig hast...[/quote]

Ehrlich gesagt, kam es vielleicht polemisch rüber, aber es war nicht polemisch gemeint. Ich glaube tatsächlich, dass jeder das Recht hat sich seine äußere und innerliche Welt so zu gestalten, wie es ihm gefällt (solange es nicht auf Kosten eines anderen geht!).


[quote="SnookerRI"]
Ich finde es sehr traurig, dass du anscheinend meine Ansichten nicht evaluiren möchtest. Wozu interessiert dich dann meine Vorstellung von einem wirklichen leben. Wenn ich das Leben tatsächlich so sähe, wie du es mir vorwirfst, wäre der Freitod die einzig logische Schlussfolgerung...
Nochmal: Ich bin weder katholisch, protestantisch oder sonst irgendetwas in der Richtung, mit all dem habe ich abgeschlossen; das müsstest du wissen, wenn du meine beiträge lesen würdest.
Unter dem wirklichen Leben verstehe ich "vollständige Perfektion" (Hyperbel) eine geistige und physische Vollkommenheit. Der Mensch hat die Anlagen dazu. Die Möglichkeit Erkenntnis aufzunehmen ist scheinbar unbegrenzt, nicht allein die Aufnahme von Wissen, sondern auch das Vermögen zu assozieren zählt dazu. Allein die Zeit reicht nicht aus diese Kapazitäten auszunutzen. Welchen Sinn hätte eine derartige Verschwendung von resourcen? Das ist eine der fragen, deren antwort mir die Evo schuldig blieb.


Ich lese Deine Beiträge sehr aufmerksam und weiß nicht, warum Du glaubst, ich wolle Deine Ansichten nicht evaluieren. Das Gegenteil ist der Fall, vorallem angesichts der Tatsache, dass Deine Vorstellung des "wirklichen" Lebens, eine ganz interessante ist und tatsächlich anders als ich erwartet hätte.

Warum glaubst Du ein (christlicher/islamischer)Gott könnte den (individuellen - darauf scheint es Dir ja anzukommen, wenn Dich in diesem Zusammenhang die Evolution nicht befriedigt!) Menschen mehr perfektionieren, als z.B. die Entwicklungen des Transhumanismus? Ich denke, gerade das scheinbar unbegrenzte (genutzte und ungenutzte!) Potential ist der Pool aus dem sich die Evolution bedient. Allerdings geht es in der Evolution immer nur um Populationen und nie um Individuen (wobei man die Rolle von Individuen mit mutierten Genen nicht unterschätzen sollte!).


"Überzeugungen sind gefährlichere Feinde der Wahrheit als Lügen." (Friedrich Nietzsche)

SnookerRI Offline

Soul-Societist


Beiträge: 5.438

27.01.2006 20:13
#33 RE: Können wir einen Gott schaffen wie wir ihn wollen? antworten

In Antwort auf:
Ehrlich gesagt, kam es vielleicht polemisch rüber, aber es war nicht polemisch gemeint. Ich glaube tatsächlich, dass jeder das Recht hat sich seine äußere und innerliche Welt so zu gestalten, wie es ihm gefällt (solange es nicht auf Kosten eines anderen geht!).

Das war auch gar nicht das Problem. Eher kritisierte ich, das du so unverwandt von "lebenslügen" und einer nicht zu ertragenden realität für die Gläubigen (ohne die Droge Religion - opium fürs volk) Derartiges Pauschalisieren und "über einen kamm scheren" lässt uns auf dem Weg zur Erkenntnis im sumpf stecken.

In Antwort auf:
Warum glaubst Du ein (christlicher/islamischer)Gott könnte den (individuellen - darauf scheint es Dir ja anzukommen, wenn Dich in diesem Zusammenhang die Evolution nicht befriedigt!) Menschen mehr perfektionieren, als z.B. die Entwicklungen des Transhumanismus? Ich denke, gerade das scheinbar unbegrenzte (genutzte und ungenutzte!) Potential ist der Pool aus dem sich die Evolution bedient. Allerdings geht es in der Evolution immer nur um Populationen und nie um Individuen (wobei man die Rolle von Individuen mit mutierten Genen nicht unterschätzen sollte!).


Mir geht es, wenn ich von vollständiger Perfektion spreche, vor allem auch um die gesellschaftliche Perfektion, eine soziale Vollkommenheit. Ich betrachte den Menschen als Gesellschaftswesen, welches seine individuellen Ziele nur in Kooperation mit der Gesellschaft verwirklichen kann.
Nach meiner Auffassung ist der mensch ein ungeselliges Gesellschaftswesen. Dieses Oxymoron zu perfektionieren ist eine hauptaufgabe.

Der mensch wird dank des Fortschritts in Wissenschaft und Technik sicher in der Lage sein, Krankheiten zu überwinden, evtl. auch das Alter und den tod. Inwieweit das "Evolution" im klassischen Sinn genannt werden kann, müsste noch genauer determiniert werden.

Schau, wir sind technisch in der Lage, zum Mond zu fliegen, Treibstoffe zu raffinieren, Energie zu erzeugen.
Wir sind auch technisch in der lage, die Hungersnöte der ganzen Erde zu stillen aber wir verbrennen lieber tausende Tonnen Getreide, um den Preis stabil zu halten. In dem Sinne könnte man von prozessiver Evolution sprechen, in der der Wissenschaftliche Fortschritt nur einer Elite zuteil wird, die sich daraufhin als am besten angepasst erzeigt. Ich bin aber keine Freund dieser Argumentation...

Aller technischer Entwicklung zum Trotz scheint mir das gesellschaftliche Miteinander zu degenerieren und dies halte ich für besorgnis erregend.

Bietet auch diesbezüglich der Transhumanismus eine Stellungnahme?



De nihilo nihil (lukrez)

Bauchtanzkaiser Offline

Mitglied

Beiträge: 206

28.01.2006 01:39
#34 RE: Können wir einen Gott schaffen wie wir ihn wollen? antworten

In Antwort auf:
Welchen Sinn hätte eine derartige Verschwendung von resourcen? Das ist eine der fragen, deren antwort mir die Evo schuldig blieb.

Weitere Fragen, auf die die Evolutionstheorie keine Antworten hat:
"Sind Hunde besser?"
"Welche Nummer kauft der Wurf?"
"Hast du zwei?"
etc.

Das Universum nach dem "Sinn" zu fragen, könnte möglicherweise genauso "sinnvoll" sein, wie einen Stein zu fragen, ob er Hunger hat. Was spräche gegen diese Option?

SnookerRI Offline

Soul-Societist


Beiträge: 5.438

28.01.2006 13:11
#35 RE: Können wir einen Gott schaffen wie wir ihn wollen? antworten

In Antwort auf:
Weitere Fragen, auf die die Evolutionstheorie keine Antworten hat:
"Sind Hunde besser?"
"Welche Nummer kauft der Wurf?"
"Hast du zwei?"
etc.

Solche und ähnliche Fragen haben tatsächlich kein Sinn, weil sie in keinem Bezug zur Evo stehen... Die Frage nach dem vorhandenen, ungenutzen Resourcen dagegen schon...

gegen diese Option spräche das evolutionistische Prinzip, das alles was das Lebewesen nicht braucht, nicht entwickelt wird bzw. degeneriert. Man vermutete das ja beim Steißbein und beim Blinddarm ..., so wie bei den angeblich nachgewiesenen rudimentären Kiemen, während der Embryonalentwicklung ...(Haeckl)

De nihilo nihil (lukrez)

Bruder Spaghettus ( gelöscht )
Beiträge:

28.01.2006 16:41
#36 RE: Können wir einen Gott schaffen wie wir ihn wollen? antworten

Wenn wir noch nicht wissen, welche Bedeutung manche Organe oder Gehirnregionen haben bedeutet das doch aber nicht, dass sie keine haben oder hatten, sondern eben nur, dass wir das noch nicht wissen.

--------------------------------------------------
...was zu bezweifeln ist

Bauchtanzkaiser Offline

Mitglied

Beiträge: 206

28.01.2006 17:21
#37 RE: Können wir einen Gott schaffen wie wir ihn wollen? antworten
Ich sehe gerade, ich hatte deinen Beitrag einfach missverstanden. Vergiss meinen unsinnigen Beitrag bitte einfach .

SnookerRI Offline

Soul-Societist


Beiträge: 5.438

30.01.2006 18:14
#38 RE: Können wir einen Gott schaffen wie wir ihn wollen? antworten

In Antwort auf:
Wenn wir noch nicht wissen, welche Bedeutung manche Organe oder Gehirnregionen haben bedeutet das doch aber nicht, dass sie keine haben oder hatten, sondern eben nur, dass wir das noch nicht wissen.

Das ist ja genau das, was ich meine... Beim Blinddarm, Steißbein und konsorten ging man davon aus, dass sie keine Bedeutung für den menschlichen Organismus haben, und wollten dies mit der Evolution in einem Zusammenhang bringen... Wie wir jetzt wissen, haben solche scheinbar unnützen Merkmale des menschlichen Körpers sehr wohl einen wichtigen Nutzen...
Wer weiß, was bei allem Forschen noch herauskommt



De nihilo nihil (lukrez)

Bruder Spaghettus ( gelöscht )
Beiträge:

31.01.2006 06:23
#39 RE: Können wir einen Gott schaffen wie wir ihn wollen? antworten

In Antwort auf:
Welchen Sinn hätte eine derartige Verschwendung von resourcen? Das ist eine der fragen, deren antwort mir die Evo schuldig blieb.

Ich hatte das so verstanden, dass du hier die Evolution, zumindest teilweise, anzweifelst und göttliches Handeln siehst.

Wenn die Funktionen aber nur nicht bekannt sind, gibt es auch keine Verschwendung von Resourcen.

--------------------------------------------------
...was zu bezweifeln ist

SnookerRI Offline

Soul-Societist


Beiträge: 5.438

31.01.2006 18:13
#40 RE: Können wir einen Gott schaffen wie wir ihn wollen? antworten

In Antwort auf:
Ich hatte das so verstanden, dass du hier die Evolution, zumindest teilweise, anzweifelst und göttliches Handeln siehst.

Das tue ich zweifellos, und ich führte auch schon beispiele an warum ich dem momentanen Stand der Evo nicht akzeptieren kann.

Ich respektiere die Arbeit der Wissenschaft und schätze ihre Erfolge sehr, weiß aber zugleich auch, dass nicht alles Gold ist was glänzt...wie das beispiel eines Koreanischen Stammzellenforschers jüngst einmal mehr bewies.

In Antwort auf:
Wenn die Funktionen aber nur nicht bekannt sind, gibt es auch keine Verschwendung von Resourcen.

Das ist zwar richtig, aber das zukünftige Erkenntnisse hierin die Evo begünstigen ist nicht zu garantieren... Darum ging es mir ... Bei den Fakten zu bleiben.



De nihilo nihil (lukrez)

Prometheus Offline




Beiträge: 392

01.02.2006 11:17
#41 RE: Ressourcen und ihre Funktion antworten

@SnookerRI

Der Eindruck bezüglich ungenutzter Ressourcen z.B. des menschlichen Hirns, den Du hast, geht ja letztendlich auf Einstein zurück, der meinte, der Mensch würde nur 10% seiner geistigen Kapazität nutzen. Einstein hat diese Hypthese in den 40er Jahren des letzten Jahrhunderts als Physiker aufgestellt. Biologen heute könnten dazu schon eine etwas andere Ansicht vertreten. Ich arbeite als Krankenpfleger ja unter anderen mit Alzheimer-Patienten und es ist schon erstaunlich und erschreckend, wie schnell der menschliche Geist aufgrund degenerativer Prozesse im Hirn so gut wie völlig verlöscht und etwas übrigbleibt, was man nur nach seiner äußeren Form Mensch nennen kann.

Ungeachtet dessen, läßt sich die Hypothese der ungenutzten Ressorcen des menschlichen Hirns ganz problemlos mit der Evolution verbinden. Die Evolution bedient sich ja auch innerhalb ihres Wirkens in Flora und Fauna der überbordenden Fülle und nicht des Mangels. So läuft die soziale und kulturelle Evolution der Ideen analog zu der biologischen. Wenn also tatsächlich in den 40er Jahren des letzten Jahrunderts 90% der Hirnkapazität ungenutzt blieben, so gehören sie heute zum Versuchs-Feld der evolutionären Weiterentwicklung.

Allerdings halte ich die möglichen Ergebnisse des Transhumanismus für ein effektives Mittel, mit Hilfe von Hirn-Implantaten zu einer möglichen Erweiterung der kognitiven Fähigkeiten und des Gedächtnisses beizutragen.


"Überzeugungen sind gefährlichere Feinde der Wahrheit als Lügen." (Friedrich Nietzsche)

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"Ich bin völlig anderer Meinung als Sie. Aber ich werde mein Leben dafür einsetzen,
dass Sie sie sagen dürfen!" (Voltaire)

"Habe den Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen!" (Immanuel Kant)

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