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Dieses Thema hat 50 Antworten
und wurde 1.761 mal aufgerufen
 Philosophie und Wissenschaft
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Qtipie Offline




Beiträge: 761

12.12.2008 14:54
#26 RE: PHANTASIE UND REALITÄT Antworten

Dann sollten aber die Wissenschaftler stutzig werden. Wenn man etwas NIEMALS widerlegen kann, dann ist das ja so gut wie ein proof of principle....

Bruder Spaghettus ( gelöscht )
Beiträge:

12.12.2008 15:13
#27 RE: PHANTASIE UND REALITÄT Antworten

Überhautp nicht. Das gilt nur für falzifizierbare Thesen.
Das ist die Gottesthese nun mal nicht (jedenfalls die allgemeine).
Die personifizierten Götter halte ich schon längst für widerlegt.

qilin Offline




Beiträge: 3.552

12.12.2008 20:44
#28 RE: PHANTASIE UND REALITÄT Antworten

In Antwort auf:
Wenn man etwas NIEMALS widerlegen kann, dann ist das ja so gut wie ein proof of principle....

Das gilt dann aber ebenso für das Spaghettimonster, den Osterhasen, den Wolpertinger und den fliegenden Maulwurf ...

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Nichts bedarf so sehr der Reform
wie die Meinungen anderer Leute. [Mark Twain]

() qilin

Reinecke ( gelöscht )
Beiträge:

12.12.2008 20:49
#29 RE: PHANTASIE UND REALITÄT Antworten

Wenn eine Aussage nicht widerlegbar ist ist sie nicht (natur-)qwissenschaftlich.

widerlegbar = falsifizierbar.

http://de.wikipedia.org/wiki/Falsifizierung

Tao-Ho Offline

Zennois


Beiträge: 5.365

12.12.2008 21:47
#30 RE: PHANTASIE UND REALITÄT Antworten

In Antwort auf:
Wenn man etwas NIEMALS widerlegen kann, dann ist das ja so gut wie ein proof of principle

Cool, wusste ja schon immer, das der Weihnachtsmann doch wahr ist. FREU

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() Tao-Ho

Qtipie Offline




Beiträge: 761

15.12.2008 15:53
#31 RE: PHANTASIE UND REALITÄT Antworten
Ok, folgt dann nicht daraus, dass der Phantasie (des Menschen) nicht wissenschaftlich beizukommen ist? Dann gibt es also im Menschen (d.h. in der Natur) etwas, dass sich der Natur-Wissenschaft entzieht. Heisst das nicht im Umkehrschluss, dass die Naturwissenschaft keine vollständige Beschreibung/Verstehung der Natur ist? Wenn man also der Natur letztlich nicht komplett mit der Natur-Wissenschaft auf die Schliche kommen kann, wie dann? Naja, jedenfalls ist die Wissenschaft dann wohl nicht der letzte Schrei.
qilin Offline




Beiträge: 3.552

15.12.2008 16:44
#32 RE: PHANTASIE UND REALITÄT Antworten

Wie willst du mit Naturwissenschaft der Phantasie 'beikommen'
Eine wissenschaftliche Untersuchung anstellen, ob die Behauptung
richtig ist, dass es in 8.762 m Tiefe eine buntgefiederte Krake
mit fünf Armen gibt, die sich von Knackwürsten ernährt und gern
'La Paloma' singt
Nein, die Naturwissenschaft ist keine vollständige Beschreibung
der Natur - primär mal, weil wir zwangsläufig nicht die Natur zur
Gänze kennen...
Hast Du eine solche vollständige Beschreibung - dann nur damit

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() qilin

FSMQueen of damned Offline

Pasta-Farina


Beiträge: 3.326

15.12.2008 17:04
#33 RE: PHANTASIE UND REALITÄT Antworten

Die Naturwissenschaft ist von Menschen geschaffen, um die Natur in Schubladen ordnen zu können. Was nicht reinsortiert werden kann, fliegt einfach raus, also alles, was man als Mensch nicht mathematisch beweisen kann. Wobei der Weihnachtsmann mathematisch weder beweis- noch wiederlegbar wäre, ebenso wie qilins Krake, außer dass es doch recht schwer sein dürfte, in der Tiefe Federn zu haben

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Qtipie Offline




Beiträge: 761

15.12.2008 17:43
#34 RE: PHANTASIE UND REALITÄT Antworten

Schade nur, wenn dann einige Wissenschaftler fundamentalistisch werden und glauben, nur die Wissenschaft allein sei die einzig wahre Wahrheit...

FSMQueen of damned Offline

Pasta-Farina


Beiträge: 3.326

15.12.2008 17:56
#35 RE: PHANTASIE UND REALITÄT Antworten

Zitat von Qtipie
Schade nur, wenn dann einige Wissenschaftler fundamentalistisch werden und glauben, nur die Wissenschaft allein sei die einzig wahre Wahrheit...

Tja, die Wissenschaftler dürfen die Fehler der fanatischen Religiösen nicht ebenfalls machen, da stimme ich dir zu.

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Tao-Ho Offline

Zennois


Beiträge: 5.365

15.12.2008 18:02
#36 RE: PHANTASIE UND REALITÄT Antworten

Hallo,

wer sagt, das es die gefiederte Krake nicht evtl. doch gibt???

Ein Autor namens Kenneth Robeson hat in einem seiner Don Savage Romanen
einen ebensolchen und gefiederten Kraken auf´s genaueste beschrieben...

Und warum es den Weihnachtsmann gar nicht geben kann - darüber hat man mal
eine wissenschaftliche Abhandung geschrieben: Weihnachtsmann

Aber mir ist noch kein Wackelpudding-Gott begegnet...

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() Tao-Ho

FSMQueen of damned Offline

Pasta-Farina


Beiträge: 3.326

15.12.2008 18:12
#37 RE: PHANTASIE UND REALITÄT Antworten

Der Wackelpudding stammt von mir, seine Anhänger heißen "Wackler" *GG* (Webseite folgt bestimmt demnächst *G*)

Diese "wissenschaftliche" Abhandlung ist herrlich, muss ich sagen. Einfach genial.
"Nochmals zum Vergleich: das ist mehr als das vierfache Gewicht der Queen Elizabeth." An der Stelle musste ich erstmal sehr, sehr grübeln *G*

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Tao-Ho Offline

Zennois


Beiträge: 5.365

15.12.2008 18:15
#38 RE: PHANTASIE UND REALITÄT Antworten

LOL, neee, damit ist sicher nicht die Königin höchstselbst gemeint gewesen.

Aber cool, wenn die einen Wackelpudding anbeten. Der biegt sich wenigstens
nach wirklich allen Seiten...

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Reinecke ( gelöscht )
Beiträge:

15.12.2008 19:16
#39 RE: PHANTASIE UND REALITÄT Antworten

In Antwort auf:
Wobei der Weihnachtsmann mathematisch weder beweis- noch wiederlegbar wäre, ebenso wie qilins Krake, außer dass es doch recht schwer sein dürfte, in der Tiefe Federn zu haben


Wie geasgt, eine Aussage, die nicht falsifizierbar (=widerlegbar) ist, ist nicht naturwissenschaftlich, da sie nicht in Experimenten überprüfbar ist; und diese Korrektur des logischen Denkens durch Beobachtungen in der Natur (=Experiment) ist es, was Naturwissenschaften auszeichnet.

Die Geisteswissenschaften (besonders die statistisch arbeitenden wie zB Soziologie) versuchen, sich dem anzunähern; sie werden aber die Exaktheit und Objektivität der Naturwissenschaften nicht erreichen, eben weil das mit dem Experementieren bzw Beobachten viel schwieriger ist ("Trau keiner Statistik, die Du nicht selbst gefälschat hast", sag ich nur mit Churchill...).

Wobei Mathematik keine Naturwissenschaft ist, sich nicht des Experiments bedient und auch das mit der Falsifizierbarkeit nicht kennt. Immerhin IST eine mathematische entweder eineindeutig wahr oder eineindeutig falsch; wenn da was widerlegt wurde ist es widerlegt, nicht Wissenschaft...

Mathematik wird deshalb von den Naqturwissenschaftlern brutal-gemein als "Hilfswissenschaft" diskriminiert...

P.S.: Ob`s nun gefiederte Kraken gibt lass ich mal offen; aber dass es unter Wassern keine Federn gibt stimmt nicht.

http://de.wikipedia.org/wiki/Seefedern


Tao-Ho Offline

Zennois


Beiträge: 5.365

15.12.2008 19:37
#40 RE: PHANTASIE UND REALITÄT Antworten

Eins zu Null für die Phantasie... und dann auch noch der Beweis, das es den
Weihnachtsmann nicht geben kann.

Zur Seefeder hab ich noch ne Frage an Dich, Reinecke. Kennste schon die
Geschichte, wo ein Forscher ein ausgestopftes Schnabeltier ins Museum
geschickt hat und die Antwort lautete: Verarschen sie uns bitte nicht???

http://australien-journal.de/australien-...nabeltiere.html

Wenn es Gott gibt hat er entweder einen etwas schrägen Humor oder war
den Tag sturzbetrunken...

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() Tao-Ho

Lukrez Offline




Beiträge: 5.551

15.12.2008 22:43
#41 RE: PHANTASIE UND REALITÄT Antworten
In Antwort auf:
Wobei Mathematik keine Naturwissenschaft ist, sich nicht des Experiments bedient und auch das mit der Falsifizierbarkeit nicht kennt. Immerhin IST eine mathematische entweder eineindeutig wahr oder eineindeutig falsch; wenn da was widerlegt wurde ist es widerlegt, nicht Wissenschaft...

Mathmatik selbst hat mich eigentlich niemals interessiert.
Die Philosophie der Mathematik ist allerdings hochinteressant!
Da die Mathematik nicht herzuleiten ist, gibt es die unterschiedlichsten Auffassungen.
Den:
Realismus
Logizismus
Formalismus
Konventionalismus
Und noch viele andere Auffassungen mehr...
(Nachzulesen bei Wikipedia)

Es ist also vollkommen ungeklärt, ob die Mathematik überhaupt irgendetwas mit dieser Welt zu schaffen hat!

Noch ein schöner Spruch von Schopenhauer:
"Daß die niedrigste aller Tätigkeiten die arithmetische ist, wird dadurch belegt, daß sie die einzige ist, die auch durch eine Maschine ausgeführt werden kann. Nun läuft aber alle analysis finitorum et infinitorum im Grunde doch auf Rechnerei zurück. Danach bemesse man den 'mathematischen Tiefsinn'." Arthur Schopenhauer (1788-1860)

__________________________________________________
Wenn du es nicht wagst, den Sinnen zu trauen, stürzen die Pfeiler des Lebens ein.
De nihilo nihil. Aus Nichts wird nichts.
Zu soviel Unheil hat schon die Religion die Menschen verleitet.
(Lukrez)

qilin Offline




Beiträge: 3.552

16.12.2008 06:37
#42 RE: PHANTASIE UND REALITÄT Antworten

Noch ein schöner Spruch von Schopenhauer :
"Ein Mathematiker ist wie ein Mensch, der sich seine gesunden Beine absägt, um auf Krücken zu laufen."

[Man darf raten, wie objektiv er in diesem Punkt war ]

___________________________
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wie die Meinungen anderer Leute. [Mark Twain]

() qilin

FSMQueen of damned Offline

Pasta-Farina


Beiträge: 3.326

16.12.2008 08:34
#43 RE: PHANTASIE UND REALITÄT Antworten

Er hat doch Recht: Ich meine, wozu brauche ich als künftige Englisch- und Französischlehrerin an einem Gymnasium die Fähigkeit, abzuleiten und zu differenzieren? Ich muss led. addieren, subtrahieren, dividieren, multiplizieren können, dazu ein bisschen Mittelwert beherrschen und für den Alltag noch Prozentrechnung, wegen den Rabatten auf irgendwas :). Somit ist es für mich eine Wissenschaft, die mir nicht mal allzusehr hilft *GGG*

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blob Offline



Beiträge: 128

16.12.2008 09:05
#44 RE: PHANTASIE UND REALITÄT Antworten

Zitat von FSMQueen of damned
Er hat doch Recht: Ich meine, wozu brauche ich als künftige Englisch- und Französischlehrerin an einem Gymnasium die Fähigkeit, abzuleiten und zu differenzieren? Ich muss led. addieren, subtrahieren, dividieren, multiplizieren können, dazu ein bisschen Mittelwert beherrschen und für den Alltag noch Prozentrechnung, wegen den Rabatten auf irgendwas :). Somit ist es für mich eine Wissenschaft, die mir nicht mal allzusehr hilft *GGG*


so gesehen bräuchtest du fast gar nichts,was in der schule gelehrt wird.ich als zuzkünftiger psychologie-student brauche weder sprachen noch irgendwelche wissenschaft wie chemie oder mathe.was will man denn mit einer literarsichen erörterung anfangen?oder die problematik des mezzio gíorno?aber schule trichtert dir nun mal mit aller gewalt mehr oder weniger sinnloses wissen ein...auch ein grund,warum ich letztes jahr lieber auf eine fos gegangen wäre.

ich hätte nichts gegen eine reformation des schulsystems

qilin Offline




Beiträge: 3.552

16.12.2008 09:12
#45 RE: PHANTASIE UND REALITÄT Antworten

Jou - ich brauche auch keine höhere Mathematik und verstehe nicht viel davon -
das ändert aber nichts daran, dass die ganze moderne Technik und Wissenschaft
ohne diese Mathematik nicht möglich wäre. Zu Schopenhauers Zeiten war davon
allerdings noch nichts zu spüren, und auch einige Zeit später nicht - noch 1876
warnte der Physikprofessor Philipp von Jolly den jungen Max Planck, der sich für
theoretische Physik interessierte: "In dieser Wissenschaft ist schon fast alles
erforscht, und es gilt nur noch einige unbedeutende Lücken zu schließen."

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() qilin

FSMQueen of damned Offline

Pasta-Farina


Beiträge: 3.326

16.12.2008 09:12
#46 RE: PHANTASIE UND REALITÄT Antworten

Zitat von blob

so gesehen bräuchtest du fast gar nichts,was in der schule gelehrt wird.ich als zuzkünftiger psychologie-student brauche weder sprachen noch irgendwelche wissenschaft wie chemie oder mathe.was will man denn mit einer literarsichen erörterung anfangen?oder die problematik des mezzio gíorno?aber schule trichtert dir nun mal mit aller gewalt mehr oder weniger sinnloses wissen ein...auch ein grund,warum ich letztes jahr lieber auf eine fos gegangen wäre.
ich hätte nichts gegen eine reformation des schulsystems

Ist ja auch so, aber dagegen kann man nichts machen.


Aber zurück zu "PHANTASIE UND REALITÄT" *G*

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qilin Offline




Beiträge: 3.552

16.12.2008 14:30
#47 RE: PHANTASIE UND REALITÄT Antworten

Ich fürchte, das Thema 'brauchen wir Mathematik oder nicht' ist von dem 'PHANTASIE UND REALITÄT'
nur schwer zu trennen - auch für zukünftige Psychologiestudenten - etwa ein gewisses Maß an
Statistik und Wahrscheinlichkeitsrechnung dürfte sich nur in der Phantasie umgehen lassen...

Die Maxime "ich brauche nur das zu lernen, was ich später mal auch sicher benötige" ist gerade heute
bei der geforderten Flexibilität höchst zweifelhaft, war aber auch vor 50 Jahren schon nicht so ideal -
da liegt unser Schulsystem klar vor dem amerikanischen, wo fast alle Fächer Wahlfächer sind, die man
auch alle Jahre wechseln kann... Ich erinnere mich da an eine Gruppe von US-Austauschschülern, die
sechs Wochen bei uns an der Schule waren - eigentlich zum 'Verbessern ihrer Deutschkenntnisse' -
nur brachte kein einziger von ihnen auch nur einen Satz auf Deutsch zustande - wir haben die ganze
Zeit mit ihnen nur Englisch geredet; und in anderen Fächern war's kaum besser: einem 16jährigen von
der High School zuzusehen, wie er erst mal überlegen muss, bevor er eine Zahl durch 10 dividiert [!],
ist schon ein besonderes Erlebnis...

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() qilin

Qtipie Offline




Beiträge: 761

16.12.2008 15:56
#48 RE: PHANTASIE UND REALITÄT Antworten

Also mir kamen manche Sachen in der Mathematik phantastisch vor, und manches wie aus einer anderen Realität...

Reinecke ( gelöscht )
Beiträge:

16.12.2008 18:46
#49 RE: PHANTASIE UND REALITÄT Antworten
In Antwort auf:
Da die Mathematik nicht herzuleiten ist (...)


??? Was soll das denn heißen? Die in der Mathematik untersuchten Objekte sind erdachte Strukturen, die sich natürlich nicht herleiten lassen. Die Aussagen der Mathematik leiten sich sehr wohl aus diesen Grundlagen her, und die Mathematik ist da wohl eine der konsequentesten Wissenschaften, da sie sich praktisch ausschließlich auf diese Herleitungen verlässt (wie gesagt, keine Beobachtungen, keine Experimente, nur logisches Schlußfolgern).

In Antwort auf:
Es ist also vollkommen ungeklärt, ob die Mathematik überhaupt irgendetwas mit dieser Welt zu schaffen hat!


Nö, Mathe hat nichts mit der Realität gemein; es gibt nur eine Reihe zufällige, wenn auch verblüffende Parallelen...

(Dieser Meinung bin ich im Prinzip wirklich, auch wenns hier ironisierend ausgedrückt ist.)

Zu dem Schopenhauer-Zitat: Mathematik hat nichts mit Rechnen zu tun; nicht mehr, wenn man über das Abi hinaus ist.

EDIT & P.S.:
In Antwort auf:
Ich meine, wozu brauche ich als künftige Englisch- und Französischlehrerin an einem Gymnasium die Fähigkeit, abzuleiten und zu differenzieren?


Auch wenn ich Deinen Unmut nachvollziehen kann: Wozu braucht ein Mathe-Lehrer Englisch oder Goethe? Läuft halt uner Allgemeinbildung. Wobei einer meiner Mathe-Prof mal sagte, alles, was man in der Schule nach Dreisatz und Prozentrechnung lehrt, sei für die Praxis irrelevant, wenn man nicht gerade etwas Naturwissenschaftliches studieren will...

Ich finds im Großen und Ganzen dennoch richtig, der Jugend mehr als das beizubringen, was sie unbedingt wissen müssen. Ich häng wohl zu sehr an der guten alten Allgemeinbildung und dem Humboldtschen Bildungsideal und so...

FSMQueen of damned Offline

Pasta-Farina


Beiträge: 3.326

17.12.2008 09:48
#50 RE: PHANTASIE UND REALITÄT Antworten

Da könnten wir zwei uns jetzt streiten, weil ich meine, hunderte von Gründen anführen zu können, warum ein Jeder Englisch braucht, und auch als Unwissender von Goethe ist man Spott ausgesetzt. Aber ich werde niemals eine gepflegte Konversation über die dritte Ableitung von sinus x haben (wollen) *G*. Das Paradoxe an mir ist, dass ich Mathe zwar verstehe (die Theorie) aber die Aufgaben nicht rechnen kann.

Zitat von Qtipie
Also mir kamen manche Sachen in der Mathematik phantastisch vor, und manches wie aus einer anderen Realität...

Da liegt sehr viel Philosophie dahinter, gerade auch in solchen Grenzwelten, die selbst einen Nichtmathematiker zum Träumen einladen. Und zum Nachdenken über die Welt und das Universum. Deswegen verteufele ich die Mathematik nicht, aber man könnte wirklich diesen philosophischen Teil auch mal im Unterricht beleuchten und dafür im Grundkurs (wo zum Teil wirklich Leute sind, die eben keine Ahnung haben, es aber belegen müssen) etwas mehr von der schwereren Praxis rauslassen. Ich glaube, damit wären sehr Viele bedient :)

Zitat von qilin
Ich fürchte, das Thema 'brauchen wir Mathematik oder nicht' ist von dem 'PHANTASIE UND REALITÄT'
nur schwer zu trennen - auch für zukünftige Psychologiestudenten - etwa ein gewisses Maß an
Statistik und Wahrscheinlichkeitsrechnung dürfte sich nur in der Phantasie umgehen lassen...


Na gut, an der Stelle stimme ich dir vollkommen zu *GGG*, aber Statistik und Wahrscheinlichkeitsrechnung sind auch wesentlich praxisnäher als Analysis und Algebra. Und das stimmt, in der Psychologie muss man bestimmt auch ausrechnen können, wie weit der Patient von der Norm ist und wie man ihm helfen kann.

Zitat von qilin

Die Maxime "ich brauche nur das zu lernen, was ich später mal auch sicher benötige" ist gerade heute
bei der geforderten Flexibilität höchst zweifelhaft, war aber auch vor 50 Jahren schon nicht so ideal -
da liegt unser Schulsystem klar vor dem amerikanischen, wo fast alle Fächer Wahlfächer sind, die man
auch alle Jahre wechseln kann... Ich erinnere mich da an eine Gruppe von US-Austauschschülern, die
sechs Wochen bei uns an der Schule waren - eigentlich zum 'Verbessern ihrer Deutschkenntnisse' -
nur brachte kein einziger von ihnen auch nur einen Satz auf Deutsch zustande - wir haben die ganze
Zeit mit ihnen nur Englisch geredet; und in anderen Fächern war's kaum besser: einem 16jährigen von
der High School zuzusehen, wie er erst mal überlegen muss, bevor er eine Zahl durch 10 dividiert [!],
ist schon ein besonderes Erlebnis...

Das ist natürlich niederschmetternd, aber andererseits führt es dazu, dass brillante Sprachtalente sich mit Dingen rumschlagen müssen, die sie nicht verstehen. In Sachsen kann man z.B. nichts mehr abwählen, diese Schüler müssen sich bis zur 12 mit Chemie, Bio, Physik, Kunst, Musik quälen und bekommen ein wesentlich schlechteres Abi, was ihre Zukunftschancen stark einschränkt. Ich mag Bio und Physik, Chemie finde ich langweilig. Zack! Abgewählt... Das geht jetzt nicht mehr und das ist bestimmt nicht das, was du gewollt hättest, qilin. Denn das macht leider nicht flexibler sondern schränkt i.Gegenteil sehr stark ein. So hätte Sachsens beste Abiturientin 2008 einen um 0,3 schlechteren Durchschnitt gehabt, hätte das Mädel keine Fächer abwählen dürfen.

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"Ich bin völlig anderer Meinung als Sie. Aber ich werde mein Leben dafür einsetzen,
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