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Dieses Thema hat 234 Antworten
und wurde 13.026 mal aufgerufen
 Islam
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Imad ( Gast )
Beiträge:

24.02.2006 11:16
#51 RE: Über die Rolle der Frau im Islam antworten

Hallo Prometheus


Also eigentlich müsste ich das kennen, vielleicht kannst du mir ja sagen von wo du das hast oder ? und die Verse könntest du auch zeigen weil du es bist der das behauptest.

In Antwort auf:
alles schön und gut. Ich war im Libanon und verschiedenen anderen arabischen Ländern. All diese Dinge die Du schilderst sind so. Man sieht Frauen ohne Kopftuch usw. Man sieht aber auch vieles anderes. Weißt Du wie muslimische Männer denken und reden in den Teehäusern wenn eine Frau im Minirock oder ohne Kopftuch oder auch nur ohne Begleitung unterwegs sind?

Das hat nichts mit dem Islam zu tun sondern mit der Kultur, du willst also was über Libanon sagen, ich bin fast jedes Jahr dort und muss ehrlich sagen ich weis was die Männer im Cafe sagen wen eine Frau mit Minirock vorbei läuft nämlich genau das was ihr machen würdet *g*

In Antwort auf:
Ich habe all diese Kommentare gehört und auch daraus resultierende Handlungen mitbekommen. Für jede unverschleierte Frau gibt es 1000ende andere die in eben demselben Land unterdrückt und ausgeliefert sind. Und da sprechen wir von den "gemäßigten" Ländern. Was ist mir dem Iran,Irak,den ganzen Golfstaaten,Pakistan, Afghanistan, den muslimischen ehemaligen Sovietrepubliken???? Denkst Du das Du so einen Beitrag den Du hier schreibst dort auch nur ansatzweise öffentlich schreiben könntest?? Ich hatte mal einen Pakistanischen Arbeitskollegen der nur um mir zu beweisen wieviel macht er hat in Pakistan bei seiner Frau angerufen hat,die bei Ihren Eltern zu Besuch war, um Ihr zu befehlen sofort nach Hause zu gehen. Um 3 Stunden später dort anzurufen um zu beweisen das Sie unverzüglich seinem Befehl nachgekommen war. Was für ein Held. Die Krönung muslimischer männlicher Unterdrückung habe ich überings in Südostasien nämlich Thailand und Indonesien gefunden. Dort ist die ganze Kiste noch durch asiatische Diziplin und Opferbereitschaft zementiert. Ich fange an mich zu übergeben wenn ich etwas über die Freiheit der Frau im muslimischen Glauben höre. All dieses sage ich nicht vom hörensagen sondern aus Erlebnissen. Ich weiß das Beispiele keine Argumente sind aber so offensichtlich sichtbaren Dinge kann man doch auch durch 5 Frauen im Minirock nicht wegdiskutieren.


Das was du hier sagst hat nichts mit dem Islam zu tun man darf niemanden unterdrücken das ist strengstens verboten im Islam und wenn das mal jemand macht könnt ihr nicht den Islam die schuld geben sonder die Kultur.


Vanion Offline

Atheist


Beiträge: 1.568

24.02.2006 11:19
#52 RE: Über die Rolle der Frau im Islam antworten

<<Das was du hier sagst hat nichts mit dem Islam zu tun man darf niemanden unterdrücken das ist strengstens verboten im Islam und wenn das mal jemand macht könnt ihr nicht den Islam die schuld geben sonder die Kultur. >>

einer durch den koran geprägten (wenn nicht sogar darauf begründeten) kultur

Imad ( Gast )
Beiträge:

24.02.2006 11:30
#53 RE: Über die Rolle der Frau im Islam antworten

Der Koran verbietet Unterdrückung und jegliche Gewalt gegen unschuldige Menschen und der Koran sagt das Man und Frauen Gleichberechtigt sind, und das reicht eigentlich um zu beweisen das der Islam nichts damit zu tun hat.

Vanion Offline

Atheist


Beiträge: 1.568

24.02.2006 11:42
#54 RE: Über die Rolle der Frau im Islam antworten

Das recht mal nirgends hin.

Der Koran hat die Kulturen einiger Länder geprägt und nun soll er garnicht dran schuld sein wenn es da eben
anders läuft als in ihm drinsteht?

Was denkst du ist wichtiger, das was in einem Buch steht oder so wie es in der realiät gemacht wird (aufgrund des buches)?


Imad ( Gast )
Beiträge:

24.02.2006 11:49
#55 RE: Über die Rolle der Frau im Islam antworten

In Antwort auf:
Der Koran hat die Kulturen einiger Länder geprägt und nun soll er garnicht dran schuld sein wenn es da eben
anders läuft als in ihm drinsteht?

Die Kulturen dieser Länder waren 100000000 mal schlimmer als sie das jetzt sind da hatte eine Frau gar nichts zu sagen Babys die Mädchen waren wurden lebendig begraben usw wäre Mohammed (s.a.v) nicht den Koran offenbart worden wäre es jetzt immer noch so.

In Antwort auf:
Was denkst du ist wichtiger, das was in einem Buch steht oder so wie es in der realiät gemacht wird (aufgrund des buches)?


Wenn das was im Buch steht nicht gemacht wird dann hat es nichts mehr damit zu tun.

Vanion Offline

Atheist


Beiträge: 1.568

24.02.2006 11:55
#56 RE: Über die Rolle der Frau im Islam antworten
<<Die Kulturen dieser Länder waren 100000000 mal schlimmer als sie das jetzt sind da hatte eine Frau gar nichts zu sagen Babys die Mädchen waren wurden lebendig begraben usw wäre Mohammed (s.a.v) nicht den Koran offenbart worden wäre es jetzt immer noch so.<<

und woher hast du das? ich rede nicht nur vom stammland des islam sondern auch von persien z.b. wo es große kulturen mit eigenen religionen gab die nun komplett islamisch sind und ich denke nicht das du über die informiert bist.


<<Wenn das was im Buch steht nicht gemacht wird dann hat es nichts mehr damit zu tun.<<

wenn das buch aber das denken der menschen geprägt hat (da in islamischen ländern nur der koran
zählt wird das der fall sein) dann ist jede handlung mit dem buch und dem davon geprägtem denken verwoben.

außerdem können sogar die islamischen radikalen ihre handlungen (selbstmordattentate usw.) mit dem Koran belegen also scheinen sie auch zu machen was da drin steht.
Wenn du das nicht zählen lässt ist das dein persönliches ding.

Bruder Spaghettus ( gelöscht )
Beiträge:

24.02.2006 12:05
#57 RE: Über die Rolle der Frau im Islam antworten

Das hast du nun schon oft genug behauptet. Stell doch einfach mal genau so eine lange Liste von Zitaten aus dem Koran hier rein wie die mit den beiden jüdischen Sammlungen(die ich übrigens als evtl. Diskussionshilfe gar nicht so schlecht finde. Ich bin gespannt, ob du da in dem Umfang fündig wirst.

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...was zu bezweifeln ist

aly Offline



Beiträge: 49

24.02.2006 13:52
#58 RE: Über die Rolle der Frau im Islam antworten
Hier sind Versen aus dem Koran. Ich hoffe du kannst sie sehen und lesen.

Verschiedene Übersetzungen des letzten Teils des Verses 4:90:

...Darum, wenn sie sich von euch fernhalten und nicht gegen euch kämpfen, sondern euch Frieden bieten; dann hat Allah euch keinen Grund gegen sie gegeben.

...Wenn sie sich von euch fernhalten, nicht gegen euch kämpfen und euch Frieden anbieten, dürft ihr gegen sie nicht vorgehen.

...Und wenn sie euch meiden, nicht gegen euch kämpfen und euch den Salam anbieten, so hat ALLAH euch gegen sie keine (weitere) Möglichkeit eingeräumt.

...Wenn sie sich von euch fernhalten und nicht gegen euch kämpfen und euch Frieden anbieten, dann erlaubt euch Gott nicht, gegen sie vorzugehen.

Verschiedene Übersetzungen vom Vers 8:61:

Sind sie jedoch zum Frieden geneigt, so sei auch du ihm geneigt und vertraue auf Allah. Wahrlich, Er ist der Allhörende, der Allwissende.

Und wenn sie jedoch zum Frieden geneigt sind, so sei auch du ihm geneigt und vertraue auf Allah. Wahrlich, Er ist der Allhörende, der Allwissende.

Wenn sie zum Frieden neigen, entschließe du dich auch dafür, und verlaß dich auf Gott! Er ist es, Der alles hört und alles weiß.

Und sollten sie dem Salam zugeneigt sein, dann sei ihm ebenfalls zugeneigt und übe ALLAH gegenüber Tawakkul! ER ist gewiß Der Allhörende, Der Allwissende.

Und wenn sie sich dem Frieden zuneigen, dann neige auch du dich ihm zu und vertrau auf Gott. Er ist der, der alles hört und weiß.

verschiedene Übersetzungen vom Vers 25:63:

Die Diener des Gnadenreichen sind diejenigen, die in würdiger Weise auf Erden wandeln, und wenn die Unwissenden sie anreden, sprechen sie: "Frieden";

Und die Diener des Allerbarmers sind diejenigen, die sanftmütig auf der Erde schreiten; und wenn die Unwissenden sie anreden, sprechen sie friedlich (zu ihnen) ;

Die Diener des Barmherzigen sind die, die bescheiden auf der Erde umhergehen, und wenn die unwissenden törichten Ungläubigen sie unbotmäßig ansprechen, sagen: "Friede sei mit euch!"

Und die Diener Des Allgnade Erweisenden sind diejenigen, die auf der Erde in Bescheidenheit gehen, und wenn die Unwissenden sie belästigen, sagen sie: "Salam (sei mit euch)!".

Und die Diener des Erbarmers sind die, die demütig auf der Erde umhergehen und, wenn die Törichten sie anreden, sagen: »Frieden!«

Verschiedene Übersetzungen vom Vers 28:55

Und wenn sie eitles Gerede hören, so wenden sie sich davon ab und sprechen: "Für uns unsere Werke und für euch eure Werke. Friede sei mit euch! Wir suchen nicht die Unwissenden."

"Und wenn sie leeres Gerede hören, so wenden sie sich davon ab und sagen: ""Für uns (seien) unsere Taten und für euch (seien) eure Taten. Friede sei auf euch! Wir suchen keine Unwissenden."""

Wenn sie das sinnloses Gerede der Ungläubigen hören, wenden sie sich davon ab und sagen: "Wir haben unsere Werke und ihr habt eure. Friede sei mit euch! Wir wollen nicht mit Unwissenden verkehren."

Und wenn sie das Sinnlose hören, wenden sie sich davon ab und sagen: "Uns gehören unsere Handlungen und euch gehören eure Handlungen, Salam sei mit euch! WIR möchten keine Unwissenden sein."

Und wenn sie unbedachte Rede hören, wenden sie sich davon ab und sagen: »Wir haben unsere Werke und ihr habt eure Werke (zu verantworten). Friede sei über euch! Wir suchen nicht den Umgang mit den Törichten.« ´

Hier sind verschiedene Übersetzungen vom Vers 59:23:

Er ist Allah, außer Dem es keinen Gott gibt, der König, der Heilige, der Eigner des Friedens, der Gewährer von Sicherheit, der Beschützer, der Allmächtige, der Verbesserer, der Majestätische. Hoch erhaben ist Allah über all das, was sie anbeten!

Er ist Allah, außer Dem kein Gott ist; Er ist der Herrscher, der Einzig Heilige, der Friede, der Verleiher von Sicherheit, der Überwacher, der Erhabene, der Unterwerfer, der Majestätische. Gepriesen sei Allah über all das, was sie (Ihm) beigesellen.

Er ist Gott, Allah, außer Dem es keinen Herrn gibt. Er ist der Herrscher, der Heilige, der Herr des Friedens, der Sicherheit Gewährende, der Dominierende, der Allmächtige, der ?berwältigende, der Stolze. Erhaben ist Gott über allem, was sie Ihm beigesellen.

ER ist ALLAH, Derjenige, außer Dem es keine Gottheit gibt, Der Herrscher, Der absolut Reine, Der absolut Makellose, Der Sicherheit Gewährende, Der über alles Verfügende, Der Allwürdige, Der Allbezwingende, Der über allem Stehende. Subhanallah über das, was sie an Schirk betreiben.

Er ist Gott, außer dem es keinen Gott gibt, der König, der Heilige, der Inbegriff des Friedens, der Stifter der Sicherheit, der alles fest in der Hand hat, der Mächtige, der Gewaltige, der Stolze. Preis sei Gott! (Er ist erhaben) über das, was sie (Ihm) beigesellen

Bruder Spaghettus ( gelöscht )
Beiträge:

24.02.2006 15:23
#59 RE: Über die Rolle der Frau im Islam antworten

Ich habe vier Verse gelesen, die durch die vielen Übersetzungen natürlich nach mehr aussehen, die nicht unbedingt den Frieden zwingend erfordern, aber doch zumindest zur Duldung anderer auffordern. Das ist von der Anzahl und der Aussage her nicht viel zu den vielen Kriegs- und Tötungsaufforderugen die im Koran zu finden sind.

Aber eigentlich hatte ich Imad auf seine Äußerung

In Antwort auf:
Der Koran verbietet Unterdrückung und jegliche Gewalt gegen unschuldige Menschen und der Koran sagt das Man und Frauen Gleichberechtigt sind, und das reicht eigentlich um zu beweisen das der Islam nichts damit zu tun hat.
hin angesprochen und wollte von ihm Zitate zur Gleichberechtigung der Frau.

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...was zu bezweifeln ist

Imad ( Gast )
Beiträge:

24.02.2006 15:35
#60 RE: Über die Rolle der Frau im Islam antworten
Leider hab ich immer wenig Zeit aber ich werde dir Zitate schon aussuchen.

Prophet Muhammad (&#1589;) verkündete den Frauen während seines Prophetentums ihre Rechte in allen Angelegenheiten. Der große Prophet des Islam, gab den Frauen ihre menschliche Würde wieder und durch ihn erlangten sie Unabhängigkeit und Entscheidungsfreiheit für alle Zeiten. Märtyrer Morteza Mutahhari berichtet in einem seiner Bücher folgende authentische Überlieferung: Ein verschrecktes, beunruhigtes junges Mädchen trat vor den verehrten Propheten (&#1589;) und sagte:

"O Du Prophet Gottes! Durch meinen Vater.......
"Was stellte Dein Vater mit Dir an?".
"Mein Vater hat einen Neffen, welchem er mich, ohne dass er mich zuvor gefragt hätte, verlobte."
"Nun, nachdem er so handelte, widersetze Du Dich diesem nicht! Willige ein und sei die Frau Deines Vetters!"
"0 Du Prophet Gottes, ich habe jedoch meinen Vetter nicht gern! Wie kann ich die Frau eines jemanden werden, den ich nicht liebe?!"
"Nun, wenn Du ihn nicht liebst, so ist dagegen nichts auszurichten. Die Entscheidung liegt bei Dir! Gehe hin und wähle jemanden - nach Deinem Wunsche - zu Deinem Gatten."
"Zufälligerweise weiß ich jemanden, der mir lieb ist. Niemanden, außer ihn, liebe ich. Ich kann nicht die Frau eines anderen werden! Um mich von Dir, o Prophet, beraten zu lassen und diese Worte von Dir zu hören, kam ich zu Dir! Und allen Frauen verkünde ich, dass von nun an die Väter nicht mehr berechtigt sind, eine Entscheidung, lediglich nach ihrem eigenen Gutdünken und Willen, zu treffen und ihre Töchter einem jeden, der ihnen (den Vätern) beliebt, zu vermählen!"

Eine derartige Entscheidungsfreiheit, eine derartige Unabhängigkeit der Wahl, wurde der Frau durch den Islam geschenkt, etwas, das zu jener Zeit absolut unüblich war.

Der Gesandte Allahs (&#1589;) sagte: „Die besten Männer von Euch sind jene, die sich ihren Frauen und Töchtern gegenüber am besten verhalten.“

Prophet Muhammad (&#1589;) sprach: „Die Welt ist nur ein Übergang zum Ewigen Leben, und die beste Voraussetzung dazu ist eine gütige Frau.“

Der heilige Prophet (&#1589;) sagte einst: „Die Erde wird ihr Gesicht tragen, der Himmel wird einen Schatten auf sie werfen, und Gott wird ihr Unterhalt geben. Sie ist wie eine Blüte, der Segen Gottes wird mit jedem sein, der eine Tochter hat."

Der Islam versteht die Natur der Frau weder als niedriger als die des Mannes noch als der des Mannes identisch, analog beide Naturen dienen der gegenseitigen Ergänzung, sowohl im privaten Leben als auch in der Gesellschaft. Der Islam versteht eine Überlegenheit eines der Geschöpfe gegenüber den anderen nur in dessen Tugendhaftigkeit und Gottesfurcht. Die nach folgende Verse aus dem Quran belegen die obigen Sätze:

Wahrlich, die muslimischen Männer und die muslimischen Frauen, die gläubigen Männer und die gläubigen Frauen, die gehorsamen Männer und die gehorsamen Frauen, die wahrhaftigen Männer und die wahrhaftigen Frauen, die geduldigen Männer und die geduldigen Frauen, die demütigen Männer und die demütigen Frauen, die Männer, die Almosen geben, und die Frauen, die Almosen geben, die Männer, die fasten, und die Frauen, die fasten, die Männer, die ihre Keuschheit wahren, und die Frauen, die ihre Keuschheit wahren, die Männer, die Allahs häufig gedenken, und die Frauen, die (Allahs häufig) gedenken - Allah hat ihnen (allen) Vergebung und großen Lohn bereitet.
[Sura 33 Vers 35]

Diejenigen aber, die handeln, wie es recht ist - sei es Mann oder Frau - und dabei gläubig sind, werden ins Paradies eingehen und nicht im geringsten Unrecht erleiden.
[4:124]

Dem, der recht handelt - ob Mann oder Frau - und gläubig ist, werden Wir gewiss ein gutes Leben gewähren; und Wir werden gewiss solchen (Leuten) ihren Lohn nach der besten ihrer Taten bemessen.
[16:97]

Die gläubigen Männer und die gläubigen Frauen sind einer des anderen Freund. Sie gebieten das Gute und verwehren das Schlechte, verrichten das Gebet und entrichten die Zakat (Almosen) und gehorchen Gott und seinem Gesandten. Sie sind es, deren Gott sich erbarmen wird. Wahrlich, Gott ist allmächtig und allweise.
[Sura 9, Vers 71]

Seht, Ich lasse kein Werk der Wirkenden unter euch verloren gehen, sei es von Mann oder Frau; die einen von euch sind von den anderen.
[Sura 3 Vers 195]

Prometheus Offline




Beiträge: 392

24.02.2006 16:39
#61 RE: Über die Rolle der Frau im Islam antworten
Ich habe mir mal die Mühe gemacht einige Koranstellen herauszusuchen, die doch sehr deutlich machen, wie weit der Islam von einer gleichberechtigten Behandlung von Mann und Frau entfernt ist.


Eure Frauen sind euch ein Acker; so naht eurem Acker, wann und wie ihr wollt [...]
Qur-ân 2:224

Und wie die Frauen Pflichten haben, so haben sie auch Rechte, nach dem Brauch; doch haben die Männer einen gewissen Vorrang vor ihnen [...]
Qur-ân 2:229

Und ruft zwei unter euren Männern zu Zeugen auf; und wenn zwei Männer nicht (verfügbar) sind, dann einen Mann und zwei Frauen, die euch als Zeugen passend erscheinen, so dass, wenn eine der beiden irren sollte, die andere ihrem Gedächtnis zu Hilfe kommen kann.
Qur-ân 2:283

[...] dann heiratet Frauen, die euch genehm dünken, zwei oder drei oder vier; [...]
Qur-ân 4:4

Allah verordnet euch in Bezug auf eure Kinder: ein Knabe hat so viel als Anteil wie zwei Mädchen; sind aber (bloß) Mädchen da, und zwar mehr als zwei, dann sollen sie zwei Drittel seiner (des Verstorbenen) Erbschaft haben; ist´s nur eines, so hat es die Hälfte.
Qur-ân 4:11

Und wenn welche von euren Frauen Unziemliches begehen, dann ruft vier von euch als Zeugen gegen sie auf; bezeugen sie es, dann schließet sie in die Häuser ein, bis der Tod sie ereilt oder Allah ihnen einen Ausweg eröffnet.
Und wenn zwei Männer unter euch solches begehen, dann bestrafet sie beide. Wenn sie dann bereuen und sich bessern, so lasst sie für sich; wahrlich, Allah ist allverzeihend, barmherzig.
Qur-ân 4:16 und 4:17

Und wer von euch es sich nicht leisten kann, freie, gläubige Frauen zu heiraten: dann was eure Rechte besitzt, nämlich eure gläubigen Kriegsgefangenen.
Qur-ân 4:26

Die Männer sind den Frauen überlegen wegen dessen, was Allah den einen vor den andern gegeben hat, und weil sie von ihrem Vermögen (für die Frauen) auslegen. Die rechtschaffenen Frauen sind gehorsam und sorgsam in der Abwesenheit (ihrer Gatten), wie Allah für sie sorgte. Diejenigen aber, für deren Widerspenstigkeit ihr fürchtet, warnet sie, verbannt sie aus den Schlafgemächern und schlagt sie. Und so sie euch gehorchen, so suchet keinen Weg wider sie [...]
Qur-ân 4:35

[...]ausgenommen nur die Schwachen unter den Männern, Frauen und Kindern, die außerstande sind, einen Plan zu fassen oder einen Weg zu finden.
Qur-ân 4:98

Und wenn sie Brüder und Schwestern sind, dann sollen die männlichen (Erben) den Anteil von zwei weiblichen erhalten.
Qur-ân 4:177

Und wenn ihr krank oder auf einer Reise seid (und dabei unrein), oder wenn einer von euch vom Abtritt kommt, oder wenn ihr Frauen berührt habt [...]
Qur-ân 5:7

[...]und die ihre Sinnlichkeit im Zaum halten &#8211;
es sei denn mit ihren Gattinnen oder denen, die ihre Rechte besitzt, denn dann sind sie nicht zu tadeln[...]
Qur-ân 23:6-7

Und sprich zu den gläubigen Frauen, dass sie ihre Blicke zu Boden schlagen und ihre Keuschheit wahren sollen und dass sie ihre Reize nicht zur Schau tragen sollen, bis auf das, was davon sichtbar sein muss, und dass sie ihre Tücher über ihren Busen ziehen sollen und ihre Reize vor niemandem enthüllen als vor ihren Gatten, oder ihren Vätern, oder den Vätern ihrer Gatten, oder ihren Söhnen, oder den Söhnen ihrer Gatten, oder ihren Brüdern, oder den Söhnen ihrer Brüder, oder den Söhnen ihrer Schwestern, oder ihren Frauen, oder denen, die ihre Rechte besitzen, oder solchen von ihren männlichen Dienern, die keinen Geschlechtstrieb haben, und den Kindern, die von der Blöße der Frauen nichts wissen. Und sie sollen ihre Füße nicht zusammenschlagen, so dass bekannt wird, was sie von ihrem Zierat verbergen. Und bekehret euch zu Allah insgesamt, o ihr Gläubigen, auf dass ihr erfolgreich seiet.
Qur-ân 24:32

Und bleibt in euren Häusern und prunkt nicht wie in den Zeiten der Unwissenheit, und verrichtet das Gebet und zahlet die Zakât, und gehorchet Allah und Seinem Gesandten.
Qur-ân 33:34

O Prophet! sprich zu deinen Frauen und deinen Töchtern und zu den Frauen der Gläubigen, sie sollen ihre Tücher tief über sich ziehen.
Qur-ân 33:60

Koran online

Zur Sunna habe ich folgendes gefunden:

"In der Sunna wird die Frau zur Aurah. Aurah bedeutet Mangel, und bezieht sich hier auf die Geschlechtsteile. Während Aurah beim Mann den Teil zwischen Nabel und Knie meint, ist bei der Frau der ganze Körper Aurah. Al-Ahwazi (798/1169) schreibt: "Die Frau selbst ist eine Aurah, weil man sich für sie schämt, wenn sie sich zeigt, genau wie man sich schämt, wenn die Aurah zum Schein kommt..." Die Frau ist nicht nur Sexobjekt, sondern: "Die Frau als ganzes ist böse" (Charour 353). Sie muss - falls sie schön ist - ihr Gesicht verschleiern, um al-Fitna (Unruhe stiften) zu vermeiden (offenbar gerät der Mann angesichts weiblicher Schönheit außer Kontrolle). Hinzu kommt ihr "Mangel an Vernunft" (Buchari 293) und die Unfähigkeit, "sich eine richtige Meinung zu bilden", weswegen "sie weder Imam noch Quadi werden darf" (al-Manawi 7393)."

Quelle



\"Überzeugungen sind gefährlichere Feinde der Wahrheit als Lügen.\" (Friedrich Nietzsche)

Bruder Spaghettus ( gelöscht )
Beiträge:

24.02.2006 17:41
#62 RE: Über die Rolle der Frau im Islam antworten

@ Imad

Die kleine Geschichte gefällt mir. Immerhin auf einem Gebiet räumt sie auf. Aber, wenn ich das richtig verstanden habe, kommt das nicht aus dem Koran. Der ist aber nun mal das massgebende Werk.

Du wirst dir viel Arbeit machen müssen, um das frauenfeindliche Bild vom Koran, dass ich nach Prometheus´ Zitaten nun für nachgewiesen halte, zu revidieren.

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...was zu bezweifeln ist

Imad ( Gast )
Beiträge:

24.02.2006 18:26
#63 RE: Über die Rolle der Frau im Islam antworten

Als erstes würde ich gerne wissen von wo du die Übersetzung hast ?

Und dann will ich dich bitten die richtigen Verse Nummer an zu geben und dan sehen wir weiter hier kannst du den Koran von 5 Übersetzer Lesen http://www.nur-koran.de/korantext/abfrage.htm

Imad ( Gast )
Beiträge:

24.02.2006 18:43
#64 RE: Über die Rolle der Frau im Islam antworten
Ich würde dir raten eine Für Muslime und Islam sprechende Seiten zu finden ( http://www.nur-koran.de/korantext/abfrage.htm ) ,,,, weil die angegebene Seite von dir, ist eine Seite der Ahmadiyya Sekte, und sie sprechen nicht für die ganze islamische Welt,,,,

die ansichten von ihnen sind bissel Komisch, erst dann könnte ich auf deine antworten besser eingehen.

Prometheus Offline




Beiträge: 392

24.02.2006 20:59
#65 RE: Über die Rolle der Frau im Islam antworten
Zitat von Imad
Ich würde dir raten eine Für Muslime und Islam sprechende Seiten zu finden ( http://www.nur-koran.de/korantext/abfrage.htm ) ,,,, weil die angegebene Seite von dir, ist eine Seite der Ahmadiyya Sekte, und sie sprechen nicht für die ganze islamische Welt,,,,
die ansichten von ihnen sind bissel Komisch, erst dann könnte ich auf deine antworten besser eingehen.

Ehrlich gesagt, ist es mir ziemlich wurscht, ob die von mir angegebene Koran-Seite nur den Koran einer islamischen Sekte repräsentiert oder nicht. Es ist doch sehr interessant, wie viele Koran-Versionen es zu geben scheint. Tatsächlich kann ich mir auch kaum vorstellen, dass die unterschiedlichen Übersetzungen der von mir zitierten Stellen, plötzlich etwas völlig anderes aussagen. Du machst es Dir doch etwas einfach, bloß die Übersetzung für den Inhalt verantwortlich zu machen!



\"Überzeugungen sind gefährlichere Feinde der Wahrheit als Lügen.\" (Friedrich Nietzsche)

aly Offline



Beiträge: 49

24.02.2006 22:09
#66 RE: Über die Rolle der Frau im Islam antworten
@ Prometheus

Zwischen zwei Punkten gibt es nur eine Gerade, die diese verbindet.
Wenn eine zweite Gerade nicht in dieselbe Richtung zeigt wie diese, dann kommt man zu einem Zeipunkt, wo es gewaltige Unterschiede gibt.

Wer nicht auf dem richtigen Pfad läuft, gewinnt durch Fortlaufen nur noch mehr Entfernung.

Übersetzungen sind auch eine Anwendung dieses allgemeinen Gesetzes, deswegen sollte man sich doch Mühe geben, viel zu analysieren und das Wissen von den Leuten nachzufragen, die es tatsächlich haben.
Ja eine falsche Übersetzung kann die Meinung um 180 Grad ändern.
Im CNN wurde ein Wort des iranischen Präsidenten falsch übersetzt. Somit wurde der Ausdruck "Atomtechnologie" zu "Atomwaffen"!

Quelle:
Spiegel Online

Imad ( Gast )
Beiträge:

25.02.2006 00:36
#67 RE: Über die Rolle der Frau im Islam antworten

Hallo Prometheus

Es gibt viele Menschen die versuche den Koran vom Arabischen falsch zu Übersetzen, deshalb habe ich dir nur ein tipp gegeben wo du dir sicher sein kannst das es eine richtige Übersetzung gibt, und von dem richtigen Koran kommen die Verse die du dort aufgelistet hast ganz ganz anders rüber.

Prometheus Offline




Beiträge: 392

25.02.2006 08:35
#68 RE: Über die Rolle der Frau im Islam antworten
Zitat von Imad

...und von dem richtigen Koran kommen die Verse die du dort aufgelistet hast ganz ganz anders rüber.

Nun dann lass uns mal die selben Stellen in Deiner Übersetzung lesen...
Vermutlich muss sich die Frau in der von Dir favorisierten Übersetzung ebensowenig verschleiern, wie sie nur die Hälfte des Mannes erbt etc... Ich bin gespannt!


\"Überzeugungen sind gefährlichere Feinde der Wahrheit als Lügen.\" (Friedrich Nietzsche)

Prometheus Offline




Beiträge: 392

25.02.2006 09:34
#69 RE: Über die Rolle der Frau im Islam antworten
Okay, eigentlich nerven abkopierte Texte ja ganz enorm, aber um hier so etwas wie eine "Beweisführung" hinzubekommen, ist es nötig die unterschiedlichen Übersetzungen miteinander vergleichen zu können. Ich habe mir noch einmal die Mühe gemacht, einige der oben bereits zitierten Textstellen in den verschiedenen Übersetzungen herauszusuchen.

Am witzigsten ist dabei die Übersetzung von Azhar, der immer mit ganz vielen Klammern arbeitet, um die heftigen Aussagen des Koran abzumildern. Was auch interessant ist, ist der grundsätzliche Tenor der Übersetzungen, der meine Annahme, dass innerhalb des Korans die Unterlegenheit der Frau gegenüber dem Mann immer wieder thematisiert wird, bestätigt. Wenn man sich die islamischen Staaten heute ansieht und dabei insbesondere die Rolle der Frau innerhalb dieser Länder betrachtet, drängt sich doch ganz schnell der Eindruck auf, dass selbst die für uns anti-emanzipatorischste Übersetzung nicht an das Original herankommt.

Ich habe als Quelle, die von Imad genannte Website (Koran lesen) benutzt, die ja (wenn ich ihn richtig verstanden habe!) scheinbar Moslem-freundlich sein soll.

Hier also der Vergleich einiger Stellen (in Klammern der jeweilige Übersetzer):

Eure Frauen sind euch ein Acker; so naht eurem Acker, wann und wie ihr wollt
(Ahmadeyya)

Die Frauen sind euch ein Saatfeld. Geht zu (diesem) eurem Saatfeld, wo immer (annaa) ihr wollt!
(Rudi Paret)

Eure Frauen sind ein Saatfeld für euch; darum bestellt euer Saatfeld wie ihr wollt.
(M. A. Rassoul)

Eure Frauen sind für den Nachwuchs wie der Boden für die Saat. Naht euch ihnen wie ihr wollt.
(Azhar)

Eure Ehefrauen sind (wie) ein Einpflanzungsort für euch, so kommt zu eurem Einpflanzungsort, wie ihr wollt [...]
(Zaidan)

Eure Frauen sind für euch ein Saatfeld. Geht zu eurem Saatfeld, wo immer ihr wollt.
(Khoury)

Quran 2:223

Und wie die Frauen Pflichten haben, so haben sie auch Rechte, nach dem Brauch; doch haben die Männer einen gewissen Vorrang vor ihnen [...]
(Ahmadeyya)

Die Frauen haben (in der Behandlung von seiten der Männer) dasselbe zu beanspruchen, wozu sie (ihrerseits den Männern gegenüber) verpflichtet sind, (wobei) in rechtlicher Weise (zu verfahren ist). Und die Männer stehen (bei alledem) eine Stufe über ihnen.
(Rudi Paret)

Und den (Frauen) stehen die gleichen Rechte zu wie sie (die Männer) zur gütigen Ausübung über sie haben. Doch die Männer stehen eine Stufe über ihnen.
(M. A. Rassoul)

Die Frauen haben so viele Rechte wie sie Pflichten haben, gemäß dem Brauch. Die Ehemänner liegen eine Stufe höher bei den Pflichten (was Verantwortung, Aufrechterhaltung und Sorge für Ehe und Familie angeht).
(Azhar)

Und ihnen (den Ehefrauen) steht (den Ehemännern gegenüber) Gleiches zu, wie es ihnen obliegt nach dem Gebilligten, und den Ehemännern steht ihnen gegenüber eine Zusätzlichkeit zu.
(Zaidan)

Und sie haben Anspruch auf dasgleiche, was ihnen obliegt, und dies auf rechtliche Weise. Die Männer stehen eine Stufe über ihnen.
(Khoury)

Quran 2:228


Und ruft zwei unter euren Männern zu Zeugen auf; und wenn zwei Männer nicht (verfügbar) sind, dann einen Mann und zwei Frauen, die euch als Zeugen passend erscheinen, so daß, wenn eine der beiden irren sollte, die andere ihrem Gedächtnis zu Hilfe kommen kann.
(Ahmadeyya)

Und nehmt zwei Zeugen unter euren Männern! Wenn es nicht zwei Männer sein können, dann sollen es ein Mann und zwei Frauen sein, solche, die euch als Zeugen genehm sind, - (zwei Frauen) damit (für den Fall), daß die eine von ihnen sich irrt, die eine (die sich nicht irrt) die andere (die sich irrt, an den wahren Sachverhalt) erinnere.
(Rudi Paret)

Und lasset zwei Zeugen unter euren Männern es bezeugen, und wenn es keine zwei Männer gibt, dann (sollen es bezeugen) ein Mann und zwei Frauen von denen, die euch als Zeugen geeignet erscheinen, damit, wenn sich eine der beiden irrt, die andere von ihnen sie (daran) erinnert.
(M. A. Rassoul)

Nehmt als Zeugen zwei eurer Männer, sonst einen Mann und zwei Frauen, die ihr als Zeugen akzeptiert! Die beiden Frauen haben bei der Beweisführung gemeinsam Zeugnis abzulegen, damit die eine die andere erinnert oder korrigiert.
(Azhar)

Und lasst zwei Zeugen von euren Männern ihn (den Vertrag) bezeugen. Und sollten beide keine Männer sein, dann sollen sie ein Mann und zwei Frauen von den Zeugen sein, die ihr akzeptiert, denn sollte die eine von beiden (Frauen) sich irren, dann kann die eine die andere erinnern.
(Zaidan)

Und laßt zwei Zeugen aus den Reihen eurer Männer (es) bezeugen. Wenn es aber keine zwei Männer gibt, dann sollen es ein Mann und zwei Frauen sein aus den Reihen der Zeugen, mit denen ihr einverstanden seid, so daß, wenn eine der beiden sich irrt, die eine von ihnen die andere erinnern kann.
(Khoury)

Quran 2:282


[...] dann heiratet Frauen, die euch genehm dünken, zwei oder drei oder vier [...]
(Ahmadeyya)

[...] dann heiratet, was euch an Frauen gut ansteht, (ein jeder) zwei, drei oder vier. [...]
(Rudi Paret)

[...] so heiratet, was euch an Frauen gut ansteht, zwei, drei oder vier [...]
(M. A. Rassoul)

[...] Zwei, drei oder höchstens vier könnt ihr zugleich heiraten unter der Bedingung, sie alle gleich mit Gerechtigkeit zu behandeln. [...]
(Azhar)

[...] so heiratet diejenigen, die euch lieb sind von den (sonstigen) Frauen, zwei, drei oder vier. [...]
(Zaidan)

[...] dann heiratet, was euch an Frauen beliebt, zwei, drei oder vier.[...]
(Khoury)

Quran 4:3


Allah verordnet euch in bezug auf eure Kinder: ein Knabe hat so viel als Anteil wie zwei Mädchen; sind aber (bloß) Mädchen da, und zwar mehr als zwei, dann sollen sie zwei Drittel seiner (des Verstorbenen) Erbschaft haben; ist§s nur eines, so hat es die Hälfte.
(Ahmadeyya)

Allah verordnet euch hinsichtlich eurer Kinder: Auf eines männlichen Geschlechts kommt (bei der Erbteilung) gleichviel wie auf zwei weiblichen Geschlechts. Wenn es (ausschließlich) Frauen sind, (und zwar) mehr als zwei, stehen ihnen zwei Drittel der Hinterlassenschaft zu; wenn es (nur) eine ist, die Hälfte.
(Rudi Paret)

Allah schreibt euch hinsichtlich eurer Kinder vor: Auf eines männlichen Geschlechts kommt (bei der Erbteilung) gleichviel wie auf zwei weiblichen Geschlechts. Sind es aber (nur) Frauen, mehr als zwei, sollen sie zwei Drittel der Hinterlassenschaft erhalten. Ist es nur eine, soll sie die Hälfte haben.
(M. A. Rassoul)

Gott gebietet euch, die Erbschaft Seinen Weisungen gemäß unter eure Kinder und Eltern zu verteilen: der Sohn erhält doppelt so viel wie die Tochter. Sind es nur Töchter, zwei oder mehr, erhalten alle zusammen zwei Drittel; ist es eine einzige Tochter, bekommt sie die Hälfte.
(Azhar)

ALLAH gebietet euch hinsichtlich eurer Kinder, dem Kind männlichen Geschlechts das Gleiche (an Erbteilen) zu geben wie zwei Kindern weiblichen Geschlechts. Und sollten sie (die Kinder) nur Frauen und mehr als zwei sein, so bekommen sie Zweidrittel dessen, was man hinterlassen hat. Und sollte es sich nur um eine einzige Frau handeln, so bekommt sie die Hälfte.
(Zaidan)

Gott trägt euch in bezug auf eure Kinder (folgendes) auf: Einem männlichen Kind steht soviel wie der Anteil von zwei weiblichen zu; sind es nur Frauen, über zwei an der Zahl, so stehen ihnen zwei Drittel dessen, was er hinterläßt, zu; ist es nur eine, so steht ihr die Hälfte zu.
(Khoury)

Quran 4:11


Die Männer sind die Verantwortlichen über die Frauen, weil Allah die einen vor den andern ausgezeichnet hat und weil sie von ihrem Vermögen hingeben. Darum sind tugendhafte Frauen die Gehorsamen und die (ihrer Gatten) Geheimnisse mit Allahs Hilfe wahren. Und jene, von denen ihr Widerspenstigkeit befürchtet, ermahnt sie, laßt sie allein in den Betten und straft sie. Wenn sie euch dann gehorchen, so sucht keine Ausrede gegen sie [...]
(Ahmadeyya)

Die Männer stehen den Frauen in Verantwortung vor, weil Allah sie (von Natur vor diesen) ausgezeichnet hat und wegen der Ausgaben, die sie von ihrem Vermögen (als Morgengabe für die Frauen) gemacht haben. Und die rechtschaffenen Frauen sind (Allah) demütig ergeben und geben acht mit Allahs Hilfe auf das, was (den Außenstehenden) verborgen ist. Und wenn ihr fürchtet, daß (irgendwelche) Frauen sich auflehnen, dann vermahnt sie, meidet sie im Ehebett und schlagt sie! Wenn sie euch (daraufhin wieder) gehorchen, dann unternehmt (weiter) nichts gegen sie!
(Rudi Paret)

Die Männer stehen den Frauen in Verantwortung vor, weil Allah die einen vor den anderen ausgezeichnet hat und weil sie von ihrem Vermögen hingeben. Darum sind tugendhafte Frauen die Gehorsamen und diejenigen, die (ihrer Gatten) Geheimnisse mit Allahs Hilfe wahren. Und jene, deren Widerspenstigkeit ihr befürchtet: ermahnt sie, meidet sie im Ehebett und schlagt sie! Wenn sie euch dann gehorchen, so sucht gegen sie keine Ausrede.
(M. A. Rassoul)

Die Männer haben in voller Verantwortung für die Frauen aufzukommen, weil Gott den einen gegenüber den anderen Vorzüge gewährt hat und weil sie von ihrem Vermögen (das sie durch ihre Arbeit erworben haben) für die Familie ausgeben. Die guten Frauen sind gottergeben und verschweigen, was Gott zu verschweigen gebietet. Die Frauen, bei denen ihr fürchtet, sie könnten im Umgang unerträglich werden, müßt ihr beraten. Wenn das nichts nützt, dürft ihr euch von ihren Schlafstätten fernhalten; wenn das nichts nützt, dürft ihr sie (leicht) strafen (ohne sie zu erniedrigen). Haben sie sich gefügt, so dürft ihr nicht ungerecht sein.
(Azhar)

Die Ehemänner tragen Verantwortung den Ehefrauen gegenüber wegen dem, womit ALLAH die einen vor den anderen ausgezeichnet hat, und wegen dem, was sie von ihrem Vermögen ausgegeben haben. Die gottgefällig guttuenden Frauen sind (ALLAH gegenüber) ergeben und bewahren das vom Verborgenen (zwischen ihnen und ihren Ehemännern), was ALLAH zu bewahren auferlegt hat. Und diejenigen Ehefrauen, deren böswillige trotzige Auflehnung ihr fürchtet, diese sollt ihr (zunächst) ermahnen, dann in den Ehebetten meiden und (erst danach) einen (leichten) Klaps geben ! Und sollten sie wieder auf euch hören, dann unternehmt nichts mehr gegen sie!
(Zaidan)

Die Männer haben Vollmacht und Verantwortung gegenüber den Frauen, weil Gott die einen vor den anderen bevorzugt hat und weil sie von ihrem Vermögen (für die Frauen) ausgeben. Die rechtschaffenen Frauen sind demütig ergeben und bewahren das, was geheimgehalten werden soll, da Gott es geheimhält. Ermahnt diejenigen, von denen ihr Widerspenstigkeit befürchtet, und entfernt euch von ihnen in den Schlafgemächern und schlagt sie. Wenn sie euch gehorchen, dann wendet nichts Weiteres gegen sie an.
(Khoury)

Quran 4:34

Die anderen von mir weiter oben aufgeführten Textstellen lassen sich problemlos auf der Website nachschlagen.



\"Überzeugungen sind gefährlichere Feinde der Wahrheit als Lügen.\" (Friedrich Nietzsche)

lovejews Offline



Beiträge: 34

25.02.2006 10:48
#70 RE: Über die Rolle der Frau im Islam antworten

Moin Moin,
ich glaube das die Muslime in Deutschland zum Teil versuchen den Koran zu relativieren(zumindest nach außen) um nicht wieder und wieder als Intolerant und Unterdrückend usw. geoutet zu werden. Das gilt speziell für alle Bereiche die in unserem Kulturkreis als gefestigte Werte stehen, wie Gewaltverzicht, Gleichberechtigung, Dialog,Toleranz.In der Praxis sieht man aber im Umgang mit Ihnen oft das Denkmuster und Handlungsmuster, das im Hintergrund durchläuft. Es gibt ähnliche Dinge bei orthodoxen Christen die aus der Bibel entnehmen das die Frau sich geschlossen halten soll. Paulus hat den Korithern ja auch so einiges in Bezug auf Frauen gesagt. Der Kontext in dem diese Ausagen stehen, basiert aber auf dem Grund der Liebe als tragendes Element und nicht als Worthülse um die Männerherrschaft tatsächlich noch zu untermauern.Ich glaube das schwache Menschen diese Verse immer dazu benutzen um anderen zu beweisen das Ihre "Gott gegebene Dominanz" wemgegenüber auch immer, durch Gott autorisiert wurde.
Gruß

Ady Offline




Beiträge: 710

25.02.2006 13:45
#71 RE: Über die Rolle der Frau im Islam antworten
@ prometheus
ließ dir BITTE zu diesem vers (4:34) folgenden text in diesem link durch:
http://www.huda.de/zeitschrift/aktuellea...5ea071e505.html
hier steht auch was über deine andere frage..das mit den zeugen und so

Bruder Spaghettus ( gelöscht )
Beiträge:

25.02.2006 14:45
#72 RE: Über die Rolle der Frau im Islam antworten

@aly

In Antwort auf:
Zwischen zwei Punkten gibt es nur eine Gerade, die diese verbindet.

Die Gerade ist zwar die kürzeste Verbindung zwischen zwei Punkten, aber es gibt noch unendlich viel andere Möglichkeiten, von A nach B zu gelangen. Soviel zu Wert deiner Aussagen.

Mal ganz abgesehen davon, dass der kürzeste Weg selten auch der beste Weg ist.

@Prometheus
Danke für die Fleißarbeit. Hoffentlich war sie nicht umsonst. Für mich, und sicher auch für andere, war schon vorher klar, das sich an den Grundaussagen nichts ändern wird. Den Hardlinern aber wird trotzdem wieder was einfallen, um auch das wieder anzuzweifeln.

--------------------------------------------------
...was zu bezweifeln ist

Sehrazat Offline



Beiträge: 24

25.02.2006 15:00
#73 RE: Über die Rolle der Frau im Islam antworten
Hallo Zusammen.....

Ich bin neu hier im Forum,,, Und es interessant zu beobachten worum es hier eigentlich geht,,,

Nur ich habe immer noch schwioerigkeiten es genau zu verstehen,,,
Geht es darum den Islam als frauenfeindlich dar zu stellen,,, oder geht es wirklih dadrum den Islam zu verstehen,,,

Ich glaube eher es geht um vermutung eins,,,

denn die suren die hier aufgelistet werden, sagen nichts negatives aus.. imgegenteil es spricht eher für die frauen....

Und auch hier stimmen manche suren nummer nicht...unter diesen umständen kann man keine richtige diskussion führen...

In Antwort auf:
Eure Frauen sind euch ein Acker; so naht eurem Acker, wann und wie ihr wollt
(Ahmadeyya)


Diese sure auch mit den verschiedensten übersetzungen , sagt nichts schlimmes aus,,,

Im gegenteil...Es spricht für die Frauen,,,
Die Männer sollen zu den Frauen gehen und mit ihnen Geschlechtsverkehr haben,,,
Die Frau wird dadurch nicht benachteiligt , sondern verehrt,, denn der mann soll wissen , wenn er Lust nach sex hat, dann steht ihm die eigene frau zur verfügung... Und nicht x beliebige Frauen...

Was ja mittlerweile nicht mehr selbstverständlich ist,,, Würde jeder mann mal Zu der eigenen Frau gehen, dann würde die Welt auch ganz anders aussehen


In Antwort auf:
Und den (Frauen) stehen die gleichen Rechte zu wie sie (die Männer) zur gütigen Ausübung über sie haben. Doch die Männer stehen eine Stufe über ihnen.
(M. A. Rassoul)

diese sure spricht auch eher für die Frau....

aber davor will ich mal eins sagen,, Die genannten männer sind nicht einfach jeder mann,,,Hier ist die rede von Gottesergebenen,,
wenn ien Mann gottesergeben ist, dann verhält er sich auch ganz anders,,,zeigt der Frau respekt unsw,,

Hier wird dem mann die Verantwortung für seine Familie gegeben,, Mann und Frau haben gleiche Rechte, aber der Mann ist viel stärker und kan die familie besser schützen als die Frau,,, Un dimmer wieder muss ich sagen, ein gottesergebener Mann ist verdammt schlau,,,und weise,, ob man vielen von denen begegnet das weiss ich nicht...
Nur soll ich keiner einbilden das dies auf alle männer zutreffen,,denn das ist ein grosser Irrtum...

In Antwort auf:
Und ruft zwei unter euren Männern zu Zeugen auf; und wenn zwei Männer nicht (verfügbar) sind, dann einen Mann und zwei Frauen, die euch als Zeugen passend erscheinen, so daß, wenn eine der beiden irren sollte, die andere ihrem Gedächtnis zu Hilfe kommen kann.
(Ahmadeyya

auch hier gebe ich das beispiel mit den ergebene männern....
Frauen sind bekanntlich ziemlich anders als die männer , wir haben öfters eine andere wahrnehmung von allem,,und machen manchmal aus einer mücke einen elefanten,,,

In Antwort auf:
[...] dann heiratet Frauen, die euch genehm dünken, zwei oder drei oder vier [...]
(Ahmadeyya)

Unter der vorraussetzung, das der mann alle beide gleichberrechtigt behandeln kann und das jede der Frauen damit einverstanden sind... Ein guter Muslim kann uaf mehrere Frauen acht geben, aber eine Frau kann nicht zwei Männer bedienen,,,wir kommen mit einem schon schwer zu recht... aber wie gesagt ohne einverständniss der Frau läuft da garnichts...

In Antwort auf:
Allah verordnet euch in bezug auf eure Kinder: ein Knabe hat so viel als Anteil wie zwei Mädchen; sind aber (bloß) Mädchen da, und zwar mehr als zwei, dann sollen sie zwei Drittel seiner (des Verstorbenen) Erbschaft haben; ist§s nur eines, so hat es die Hälfte.
(Ahmadeyya)

Sehr verständlich ist auch diese Sure... Ein mann geht arbeiten und die Frau passt auf die das haushalt auf,,, Meisstens ist es der fall... deshalb braucht der Mann auch mehr an anteil,,Um die Familie zu versorgen zu können...

Und dieFrau kriegt sio oder so von ihrem Mann, der schon von seiner Familie aus mehr vererbt gekriegt hat..

Aberr im falle . das der Mann zu hau´se bleibt und die Frau für die Familie sorgen muss, gilt das Gesetz auch für die Frauen,,,

In Antwort auf:
Die Ehemänner tragen Verantwortung den Ehefrauen gegenüber wegen dem, womit ALLAH die einen vor den anderen ausgezeichnet hat, und wegen dem, was sie von ihrem Vermögen ausgegeben haben. Die gottgefällig guttuenden Frauen sind (ALLAH gegenüber) ergeben und bewahren das vom Verborgenen (zwischen ihnen und ihren Ehemännern), was ALLAH zu bewahren auferlegt hat. Und diejenigen Ehefrauen, deren böswillige trotzige Auflehnung ihr fürchtet, diese sollt ihr (zunächst) ermahnen, dann in den Ehebetten meiden und (erst danach) einen (leichten) Klaps geben ! Und sollten sie wieder auf euch hören, dann unternehmt nichts mehr gegen sie!
(Zaidan

DIESE SURE BESAGT NICHT SCHLIMMES AUS; WENN DIOCH DANN BITTE ICH UM AUFKLÄRUNG::::

iCH BIN EINE Muslima (elhamdulillah)

Ich empfinde das alles für ziemlich gerrecht,,,weil ich auch weiss was damit gemeint ist,,,ansonsten müsste ich doch als eine Muslima die erste sein die dagegen anwende hat...

Nur das ist halt so ein problem damit, ob man nun den slam verstehen will oder nicht,,,

Friede...

Imad ( Gast )
Beiträge:

25.02.2006 15:15
#74 RE: Über die Rolle der Frau im Islam antworten

4:3
Und wenn ihr fürchtet, in Sachen der (eurer Obhut anvertrauten weiblichen) Waisen nicht recht zu tun, dann heiratet, was euch an Frauen gut ansteht, (ein jeder) zwei, drei oder vier. Und wenn ihr fürchtet, (so viele) nicht gerecht zu behandeln, dann (nur) eine, oder was ihr (an Sklavinnen) besizt! So könnt ihr am ehesten vermeiden, unrecht zu tun.

Der Islam erlaubt die Mehrehe eines Mannes mit bis zu vier Frauen. Der Aspekt der dabei im Koran die größte Rolle spielt ist der der Versorgung: Und wenn ihr befürchtet, nicht gerecht hinsichtlich der Waisen zu handeln, dann heiratet, was euch an Frauen gut scheint, zwei drei oder vier. (4:3) Dieser Erlaubnis folgt dann der Rat: Wenn ihr aber befürchtet, nicht gerecht zu handeln, dann nur eine. Gerechtigkeit ist also eine unabdingbare Voraussetzung. In einem Ausspruch des Propheten heißt es, dass derjenige der zwei Frauen hat und eine vernachlässigt, am Jüngsten Tag mit nur einer Hälfte auferstehen wird.
Bei der Erlaubnis zur Polygamie handelt es sich eigentlich um eine Einschränkung, denn die vorislamischen Araber haben bis zu zehn und mehr Frauen geheiratet. Heute kann man sagen, dass Polygamie nur noch in wenigen Ländern häufiger vorkommt. In den meisten Gesellschaften wird es als sehr ungewöhnlich angesehen, dass ein Mann eine zweite Frau heiratet. Die Einehe ist zur Norm geworden und die Mehrehe ist die Ausnahme, die auch gesellschaftlich nicht sehr anerkannt ist. Sie wird häufig als Lösung für verschiedene Probleme angesehen, etwa wenn eine Frau unfruchtbar ist, der Mann sich aber Kinder wünscht und sich dennoch nicht von seiner Frau trennen will, oder auch zur Versorgung von Witwen und Waisen nach einem Krieg. (Bekannte muslimische Gelehrte haben übrigens festgehalten, dass in Ländern, wo die Mehrehe gesetzlich nicht erlaubt ist, Muslime sie auch nicht praktizieren sollten.)

4:11

Allah verordnet euch hinsichtlich eurer Kinder: Auf eines männlichen Geschlechts kommt (bei der Erbteilung) gleichviel wie auf zwei weiblichen Geschlechts. Wenn es (ausschließlich) Frauen sind, (und zwar) mehr als zwei, stehen ihnen zwei Drittel der Hinterlassenschaft zu; wenn es (nur) eine ist, die Hälfte. Und den beiden Eltern steht jedem ein Sechstel der Hinterlassenschaft zu, wenn der Erblasser Kinder hat. Wenn er jedoch keine Kinder hat und seine beiden Eltern ihn beerben, steht seiner Mutter ein Drittel zu. Und wenn er (in diesem Fall auch noch) Brüder hat, steht seiner Mutter ein Sechstel zu. (Das alles) nach (Berücksichtigung) einer (etwa) vom Erblasser getroffenen testamentarischen Verfügung oder einer (von ihm hinterlassenen) Schuld. - Ihr wißt nicht, wer von euren Vätern und Söhnen euch im Hinblick auf (den) Nutzen (den ihr von ihm habt) am nächsten steht. (Das gilt) als Verpflichtung von seiten Allahs. Allah weiß Bescheid und ist weise.

Im Koran heißt es: "Den Männern steht ein Teil von der Hinterlassenschaft ihrer Eltern und Verwandten zu, und ebenfalls den Frauen steht ein Teil von der Hinterlassenschaft ihrer Eltern und Verwandten zu, ob es wenig oder viel sei." (4:7) Grundlage für die unterschiedliche Behandlung der Frau in Erbangelegenheiten bildet der Koranvers 4:11: "Auf eines männlichen Geschlechts kommt bei der Erbteilung gleichviel wie auf zwei weiblichen Geschlechts." Dass die Frau "nur" die Hälfte des Anteils des Mannes bekommt, lässt sich damit erklären, dass der Mann allein dazu verpflichtet ist, für den Unterhalt der Familie aufzukommen (Koran 4:34); die Frau hingegen kann über ihren Erbanteil frei verfügen, ohne daß der Mann oder andere Familienangehörige einen Anspruch darauf erheben können (s. auch Frage 2 und 14).

4:34
Die Männer stehen den Frauen in Verantwortung vor, weil Allah sie (von Natur vor diesen) ausgezeichnet hat und wegen der Ausgaben, die sie von ihrem Vermögen (als Morgengabe für die Frauen) gemacht haben. Und die rechtschaffenen Frauen sind (Allah) demütig ergeben und geben acht mit Allahs Hilfe auf das, was (den Außenstehenden) verborgen ist. Und wenn ihr fürchtet, daß (irgendwelche) Frauen sich auflehnen, dann vermahnt sie, meidet sie im Ehebett und schlagt sie! Wenn sie euch (daraufhin wieder) gehorchen, dann unternehmt (weiter) nichts gegen sie! Allah ist erhaben und groß.

Ich möchte dir nun einem Beispiel zeigen, was man so alles aus einem Koranvers machen kann. Der Vers lautet auf arabisch: Ar-ridschâlu qauwamûna ’ala-n-nisâ bimâ faddalal-lahu ba’adahum ’ala ba’din. (4:34)

Und nun hören dir die verschiedene Übersetzungen an. Achte dabei auf die unterschiedlichen Implikationen, die sich für das Verhältnis der Geschlechter ergeben:

„Männer sind die Leiter (manager) der Angelegenheiten der Frauen, weil Allah die einen den anderen überlegen gemacht hat.“ (Maududi, aus dem Englischen).

“Die Männer stehen den Frauen in Verantwortung vor, weil Allah die einen vor den anderen ausgezeichnet hat.“ (Rassoul)

„Die Ehemänner tragen Verantwortung den Ehefrauen gegenüber wegen dem, womit Allah die einen vor den anderen ausgezeichnet hat.“ (Zaidan)

Das Wort qauwamûna wird hier ganz unterschiedlich übersetzt:

„Männer sind die Manager von Frauen“, „Die Männer stehen den Frauen in Verantwortung vor“ – das hört sich schon ganz anders an, und schließlich: „Die Ehemänner tragen Verantwortung den Ehefrauen gegenüber“. Während in den vorherigen Übersetzungen eine allgemeine Aussage über Frauen und Männer getroffen wird, geht es hier nur um die Beziehung zwischen Ehepartnern.

Die verschiedenen Übersetzungen zeigen zwei unterschiedliche Sichtweisen: In einem Fall wird den Männern eine Überlegenheit den Frauen gegenüber zu gesprochen, im anderen Fall werden sie mit einer Verantwortung beladen. Zwei völlig unterschiedliche Aussagen.
Der Vers geht weiter mit der Begründung: „weil Allah die einen vor den anderen ausgezeichnet hat.“ Hieraus wurde zumeist abgeleitet, dass Männer den Frauen überlegen sind, wie z.B. bei Maududi: „Allah hat die einen den anderen überlegen gemacht.“ Was dabei nicht berücksichtigt wird ist, dass der Koran an verschiedenen Stellen erwähnt, dass Menschen unterschiedliche Auszeichnungen erhalten: Und wünscht euch nicht das, womit Allah die einen von euch vor den anderen ausgezeichnet hat. Und dann wird von Männern und Frauen gesprochen: Den Männern kommt ein Anteil von dem zu, was sie verdient haben, und den Frauen kommt ein Anteil von dem zu, was sie verdient haben (4:32) Hier wird deutlich, dass Männer und Frauen Auszeichnungen von Gott bekommen haben. Man kann z.B. annehmen, dass die Auszeichnung der Frauen in der Fähigkeit liegt, Kinder zu bekommen, und die der Männer in ihrer größeren physischen Stärke. Welche Auszeichnungen das auch immer sind, jedenfalls können Frauen und Männer von Allah durch bestimmte Fähigkeiten und Vorzüge ausgezeichnet werden. Dieser Vers steht nur zwei Verse vor dem, um den es hier geht, und trotzdem wird er von denen, welche die Auszeichnungen nur bei den Männern sehen, nicht berücksichtigt.
Betrachten wir den Vers also noch einmal in einer Übersetzung, die die größte Plausibilität beanspruchen kann:

„Die Ehemänner tragen Verantwortung den Ehefrauen gegenüber wegen dem, auf der Grundlage dessen, womit Allah die einen vor den anderen ausgezeichnet hat, und wegen dem, was sie von ihrem Vermögen ausgeben.“
Um welche Verantwortung der Ehemänner ihren Frauen gegenüber geht es hier ?,

Dass es um die materielle Versorgung geht: „wegen dem, was sie von ihrem Vermögen ausgeben.“ Der Mann ist verpflichtet, sich um die Versorgung der Familie zu kümmern, denn die Frau ist die einzige, die schwanger werden und Kinder bekommen kann. Aus der Begabung zur Mutterschaft ergeben sich bestimmte Rechte, nämlich vor allem die Freistellung von der Beschaffung des Lebensunterhaltes. Dies ist die Aufgabe ihres Ehemannes. Die Pflicht zur materiellen Versorgung hat der Mann nur gegenüber seiner Ehefrau und ggf. weiblichen Verwandten, sie besteht nicht allen Frauen gegenüber. Deshalb ist die Übersetzung, die von Ehemännern und Ehefrauen spricht am zutreffendsten.

Und lasset zwei Zeugen unter euren Männern es bezeugen, und wenn es keine zwei Männer gibt, dann (sollen es bezeugen) ein Mann und zwei Frauen von denen, die euch als Zeugen geeignet erscheinen, damit, wenn sich eine der beiden irrt, die andere von ihnen sie (daran) erinnert.
(M. A. Rassoul)

Koranvers 2:282: "Und lasset zwei Zeugen unter euren Männern es bezeugen, und wenn es keine zwei Männer gibt, dann sollen es bezeugen ein Mann und zwei Frauen von denen, die euch als Zeugen geeignet erscheinen, damit, wenn sich die eine der beiden irrt, die andere von ihnen daran erinnert." Das Hinzuziehen einer weiteren Frau dient als Schutz vor einer falschen Zeugenaussage, die im Islam hart bestraft wird, sowie als zusätzliche Sicherheit. Außerdem fällt der oben zitierte Vers in die Thematik von Darlehensverträgen und sollte auch nur in solchen Fällen Anwendung finden. Dass viele Gelehrte dies auch auf andere Bereiche übertrugen, ist unter den Muslimen strittig. Denn es gibt durchaus auch Fälle, in denen der Sachverstand der Frau gefragt ist (wie z.B. beim Geburtsrecht). Aber auch in einem so wichtigen Bereich wie der Religionswissenschaft genügte die Zeugenaussage einer Frau für die Übernahme vieler Aussprüche des Propheten (s). Aischa, eine Frau des Propheten (s), beispielsweise ist die wichtigste Überlieferin von Prophetenaussprüchen überhaupt.


Prometheus Offline




Beiträge: 392

25.02.2006 16:48
#75 RE: Über die Rolle der Frau im Islam antworten
Es ist schon wirklich interessant, wie die Muslime hier im Forum die Suren so lange drehen, bis die Frauen fast (sic!!) gleichberechtigt erscheinen.

Ihr beide (Imad und Sehrazat) geht völlig unkritisch davon aus, dass die archaischen Rollenbilder des 6. Jahrhunderts immer noch denen von heute entsprechen, was aber eindeutig nicht der Fall ist, außer man bezieht sich auf das Afghanistan unter der Herrschaft der Taliban. Ihr stellt diese uralten Regeln überhaupt nicht in Frage und deshalb erkennt Ihr auch nicht, dass sie eben Mann und Frau auf unterschiedliche Stufen stellen, die eine Gleichberechtigung verhindern.

Was die Nummer der Suren angeht, bin ich etwas irritiert, weil ich sie einfach direkt übernommen habe, deshalb also keinen Einfluss darauf habe.

Ich will mal exemplarisch an einigen Beispielen die Problematik der von mir zitierten Suren darlegen:

Eure Frauen sind euch ein Acker; so naht eurem Acker, wann und wie ihr wollt
(Ahmadeyya)
Quran 2:223

Frauen sind reines Objekt, nicht mehr selbstständig entscheidende Subjekte (Menschen, Personen), sondern bloßer Acker, dem sich die Männer (die Subjekte), so oft und auf die von ihnen gewünschte Art nähern können. Es ist keinerlei Rede von den Wünschen der Frau, hier zählt nur der Wille des Mannes, dem sich die Frau zu fügen hat.

Und wie die Frauen Pflichten haben, so haben sie auch Rechte, nach dem Brauch; doch haben die Männer einen gewissen Vorrang vor ihnen [...]
(Ahmadeyya)
Quran 2:228

Für mich als Atheisten ist es absolut naiv anzunehmen, dass gläubige Männer zwangsläufig die besseren Menschen (Männer) sind. Zudem zementiert die obige Sure in einer islamisch geprägten Kultur die grundsätzliche Überlegenheit des Mannes über der Frau, ganz unabhängig, wie gläubig der Mann ist und wie mies er möglicherweise seine Frau behandelt. Die Unterlegenheit der Frau innerhalb einer Gesellschaft, wie auch die Annahme die Ehe sei der einzig akzeptable Lebensentwurf für Jedermann/Jederfrau ist ein reines historisch-sozial-kulturelles Konstrukt, dass nichts mit der heutigen Realität gemeinsam hat.

Und ruft zwei unter euren Männern zu Zeugen auf; und wenn zwei Männer nicht (verfügbar) sind, dann einen Mann und zwei Frauen, die euch als Zeugen passend erscheinen, so daß, wenn eine der beiden irren sollte, die andere ihrem Gedächtnis zu Hilfe kommen kann.
(Ahmadeyya)
Quran 2:282

Es erzählt viel über ihre verinnerlichten, islamischen Rollenbilder, wenn Sehrazat meint, dass Frauen ja grundsätzlich eine verschrobene und nicht sehr sachliche Wahrnehmung hätten, aber der Kern der Sure ist, dass Frauen grundsätzlich weniger kritischer Geist zu gestanden wird und man ihren Aussagen nicht wirklich trauen kann. Wo man in diesem Zusammenhang eine Gleichberechtigung erkennen will, ist mir ein Rätsel.

[...] dann heiratet Frauen, die euch genehm dünken, zwei oder drei oder vier [...]
(Ahmadeyya)
Quran 4:3

Mir ist völlig schleierhaft, warum ein Mann vier Ehefrauen haben darf, aber eine Frau nur einen Mann. Die Annahme, dass Frauen ja schließlich zu Hause sind und Männer das Geld erwirtschaften, kann sich nur noch auf eine vorindustrielle, zu tiefst patriarchale Gesellschaft beziehen, wo es Frauen eben nicht erlaubt war, das Haus zu verlassen, um die Familie zu ernähren.
Ähnlich ist es mit der Sure 4:11. Nur weil es im 6. Jahrhundert üblich war, dass Frauen zuhause bleiben mussten, während die Männer das Geld verdienten, hat doch die Ungleichbehandlung im Erbrecht heutzutage keinerlei Berechtigung mehr.

Die Männer sind die Verantwortlichen über die Frauen, weil Allah die einen vor den andern ausgezeichnet hat und weil sie von ihrem Vermögen hingeben. Darum sind tugendhafte Frauen die Gehorsamen und die (ihrer Gatten) Geheimnisse mit Allahs Hilfe wahren. Und jene, von denen ihr Widerspenstigkeit befürchtet, ermahnt sie, laßt sie allein in den Betten und straft sie. Wenn sie euch dann gehorchen, so sucht keine Ausrede gegen sie [...]
(Ahmadeyya)
Quran 4:34

Auch hier werden aus den Frauen reine Objekte für Männer. Frauen werden zu Kindern herabgewürdigt, die ihren Männer gehorchen müssen, weil sie ansonsten mit körperlicher Gewalt rechnen müssen. Auch hier wird die mittelalterliche Überlegenheitsvorstellung des Mannes über (seinen Besitz) die Frau religiös zementiert.

Grundsätzlich lässt sich feststellen ist, dass in allen von mir zitierten Suren die Frauen zu Objekten des Mannes werden. Die Männer sind den Frauen religiös begründet nicht nur überlegen, sondern sie dürfen diese Überlegenheit auch auf Kosten der Frau ausspielen, sie dürfen sie zum Sex zwingen wann und wo und wie sie es immer möchten und wenn ihnen die Frauen Widerstand entgegen bringen, ist den Männern erlaubt, diesen Widerstand mit körperlicher Gewalt zu brechen.

Auch im Zusammenhang mit den Rollenbildern innerhalb einer Gesellschaft ist der Koran zutiefst im Mittelalter verhaftet und verhindert auch auf dieser Ebene die Emanzipation des Individuums und den Eintritt der Muslime in die Postmoderne.


"Überzeugungen sind gefährlichere Feinde der Wahrheit als Lügen." (Friedrich Nietzsche)

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"Ich bin völlig anderer Meinung als Sie. Aber ich werde mein Leben dafür einsetzen,
dass Sie sie sagen dürfen!" (Voltaire)

"Habe den Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen!" (Immanuel Kant)

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