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Dieses Thema hat 15 Antworten
und wurde 644 mal aufgerufen
 Christliche Kultur und Politik
maleachi 89 ( Gast )
Beiträge:

11.07.2008 19:46
'Kinderarmut in Deutschland?' Antworten
Zitat von Reinecke
Wenn Du behaupten möchtest, es gäbe in Dtld. keine Armut, weil Dtld. ja ein reiches Land ist (hört sich etwas danach an, bitte richtig stellen, wenn nicht), würde ich das gerne ausdiskutieren, aber eher in einem anderen Thread (passt hier nciht richtig rein). Ich halte diese These für abwegig bis menschenfeindlich.

Es gibt Armut in Deutschland, mehr als uns recht sein kann und das nicht nur geistig, oft auch materiell.

Aber das Level, wo sich dies abspielt, ist sicher ein ganz anderes, als wie man es unter dem landläufigen Bild der Armut sieht oder vermutet.

Ich habe nicht ganz verstanden, wieso eine These, wonach es keine Armut in Deutschland geben soll, menschenfeindlich sein sollte.
Deutschland ist reich, das ist richtig und Armut gibt es trotzdem. Nur wollte ich das gar nicht in Abrede stellen, sondern auf die, denke ich, gesunde Eigenverantwortung von Eltern hinweisen, die sich nicht auf ein Gemeinwesen verlassen sollten. Sie haben zwar das Glück, in einem solchen zu leben, wo es Hilfen gibt, nur hört bei mir das Verständniss auf, wenn nach immer mehr geschriehen wird....

Mit was für einer Berechtigung, frage ich mich, tun das die Leute?
mum1 Offline

T'ien-shen-mu

Beiträge: 2.323

11.07.2008 20:32
#2 RE: 'Kinderarmut in Deutschland?' Antworten

Hmm, ich glaube du bringst gerade was durcheinander. Nämlich echte Kinderarmut und jamendern Eltern sie hätten nicht genug. Das sind zwei verschiedene Sachen, viele Leute jammern und rufen nach mehr, unabhängig von ihrer Tatsächlichen Situation.

Kinderarmut hat mit den Eltern erstmal weniger was zu tun. Ich meine das hier und auf der Site ist eigentlich alles was ich unter schlechtere Chancen verstehe bereits gesagt: http://www.kinder-armut.de/

In Antwort auf:
A. Die Fakten der Kinderarmut

14 % aller Kinder gelten offiziell als arm.
Das ALG II wurde am 01.01.2005 eingeführt. Es resultiert aus der Zusammenlegung von Arbeitslosenhilfe und Sozialhilfe und wird an bedürftige erwerbsfähige Menschen gezahlt, die keinen Anspruch auf Arbeitslosengeld I haben.
Seit der Einführung dieses ALG II hat sich die Zahl der auf Sozialhilfe oder Sozialgeld angewiesenen Kinder auf mehr als als 2,5 Millionen verdoppelt.
Heute ist jedes 6. Kind unter 7 Jahren auf Sozialhilfe angewiesen. Besonders betroffen sind Kinder aus Einwandererfamilien.
Die Folgen sind nicht nur finanzieller, sondern auch gesundheitlicher Art. So ist jedes 3. Kind schon bei seiner Einschulung therapiebedürftig.
Es wird geschätzt, dass 5,9 Millionen Kinder in Haushalten mit einem Jahreseinkommen der Eltern von bis zu 15.300 Euro leben. Das sind ca. 1/3 aller kindergeldberechtigten Kinder.
...

B. Die Auswirkungen der Armut auf die Kinder

Bei den sozial benachteiligten Kindern ist zu beobachten, dass sie

sich ungesünder ernähren.
sich weniger bewegen.
immer häufiger in isolierten Wohnvierteln unter sich bleiben.
keine guten Schulen besuchen.
nur mangelhafte Ausbildungsmöglichkeiten haben.
keine ausreichend soziale Unterstützung haben.
Es entwickeln sich "Armutskarrieren". Die fehlenden Bildungschancen führen dazu, dass wichtige Potenziale der Kinder und Jugendlichen verloren gehen. Das habe auch mittelfristig gravierende Folgen auf die volks-wirtschaftliche Leistung.
Jedes 3. Kind wies im Jahr 2004 bei seiner Einschulung therapiebedürftige Entwicklungsstörungen oder Verhaltensauffälligkeiten auf.
Jedes 4. Schulkind habe die Schule "ohne Beherrschung des Mindestmaßes an Kulturtechnik" verlassen, die selbst Hilfsarbeiten erfordern. Die Tendenz ist stark steigend.
Deutschland habe wegen seiner "Familienverarmung und Bildungsverarmung" in den Industrienationen eine negative Spitzenstellung.



maleachi 89 ( Gast )
Beiträge:

11.07.2008 21:16
#3 RE: 'Kinderarmut in Deutschland?' Antworten

In Antwort auf:
Hmm, ich glaube du bringst gerade was durcheinander.
Hmm, das denke ich nicht, wir reden nur aneinander vorbei.
Mir ging es (so blöd es klingt...) um die ideelle Verantworung der Eltern, die meiner Meinung nach, vernachlässigt wird, bzw. zu wenig hinterfragt wird. Alle möglichen Menschen sind am Elend Einzelner Schuld, die Lehrer, die die verpasste Kinderschule aufholen sollen, der Staat, der im großen Rahmen dafür zu sorgen hat, das es Herrn Müller genauso gut geht, wie Herrn Albrecht (Aldi...), die Medien, die gefälligst dafür zu sorgen haben, das die richtige Sommermärchenstimmung in Deutschland zu herrschen hat (damit man seine überkanditelten 'patriotischen' Emotionen mal ausleben kann)usw., usw.
Verstehe mich nicht falsch, ich meine nur, die Leute sollten mehr auf sich selbst achten, ohne immer eine Armutsvermutung im Rücken zu haben.
Das hört sich schlau an, ich weiß, aber so'n bisschen weiß ich auch, wovon ich rede. Das meine Jungs auf ein Gymi gehen, trotz fast armutsverdächtiger Verhältnisse, ist eine Seite an der Sache, die nicht zu unterschätzen ist.

Der gesamtgesellschaftliche Rahmen, in dem Armut entsteht mit den Hartz 4-Gesetzen und der unbewussten od. auch bewussten Ausgrenzung einzelner Bevölkerungsschichten soll gar nicht bestritten sein.
Aber Statistiken sind das eine, das Leben richtet sich manchmal nicht nach Statistiken und die 'prekären' (der Schöpfer dieses Wortunikums gehört geschlagen...) Bevölkerungsschichten werden eventuell auch unterschätzt.

maleachi 89 ( Gast )
Beiträge:

11.07.2008 21:44
#4 RE: 'Kinderarmut in Deutschland?' Antworten

In Antwort auf:
Bei den sozial benachteiligten Kindern ist zu beobachten, dass sie

* sich ungesünder ernähren.
* sich weniger bewegen.
* immer häufiger in isolierten Wohnvierteln unter sich bleiben.
* keine guten Schulen besuchen.
* nur mangelhafte Ausbildungsmöglichkeiten haben.
* keine ausreichend soziale Unterstützung haben.
*
Es entwickeln sich "Armutskarrieren".


Jetzt geh' die Punkte mal nacheinander durch.
1.Gesunde Ernährung ist nicht unbedingt und zwingend an Reichtum gekoppelt.
2.Das sich die Kinder weniger bewegen, daran ist auch der Staat oder das Umfeld schuld? Ist es nicht so, das die individuelle Sichtweise eines jeden Einzelnen, in dem Fall der der Eltern, die Misere ver- oder entschärft? Selbst wenn es solch' simple Aktionen sind, wie die Kids in den Wald zu jagen und denen den Gameboy zu entreißen? Natürlich ist das unbequemer, da man eventuell eigene Zeit und Hingabe opfern muss, trotz aller Misslichkeiten, die einen umgeben.
3.Isoliert kann man auch in einer Villensiedlung sein, da braucht es nicht den 'Neubaublock'.
4.Hm, weshalb dies so ist, und ob es überhaupt so ist....keine Ahnung, ehrlich. Wie erwähnt, ich habe andere Erfahrungen gemacht und das in Ost- wie Westdeutschland.
4. Das schließt sich wahrscheinlich nahtlos an die so schlechte Schulbildung an.
5.Und da sind wir wieder am Ausgangspunkt, die mangelnde Unterstützung durch's Gemeinwesen, die soziale Unterstützung.

Und nach wie vor, bleibt die Frage, aus welcher Motivation heraus, stellen Menschen Ansprüche an ein, mehr od. weniger, anonymes Staatsgebilde, welches sie zwar fordern, aber ansonsten oftmals verdammen.

mum1 Offline

T'ien-shen-mu

Beiträge: 2.323

12.07.2008 06:50
#5 RE: 'Kinderarmut in Deutschland?' Antworten

Ich verstehe sehr gut was du meinst. Bin da auch ganz deiner Meinung. Ich gehöre ja augenblicklich auch zu der sog. armen Schicht aber Ruhe mich nicht aus. Ich ergreife jede Gelegenheit meinen Kindern Zugang zu Dingen zu beschaffen die sie von allein (vom Staat) nicht bekommen. Ich förder wo ich nur kann, spare mir die Teure Musikschule regelrecht vom Mund ab, bin den katholiken beigetreten um meinen Kindern die bessere Schule ermöglichen zu können und vieles vieles mehr. Mann kann viel gegen die Chancenungleichheit tun, wobei das allein schon fast n Vollzeitjob ist, aber man kann sie bei größter Mühe nicht ganz wett machen. Dazu fehlt neben alle Tricks und kniffe einfach ein bissl Geld.

Ich wollte auch nicht die Eltern aus der Verantwortung nehmen, sondern habe selbstverständlich vorausgesetzt das alle Eltern von selbst alles in ihrer Macht stehende tun um ihren Kindern bestmögliche Chancen zu bieten. Und dann nur den Teil hinterfragt der nicht ausschliesslich in elterlichen Händen liegt.

Wenn die Eltern sich nicht bewegen, dann nützt auch die beste staatl. Unterstützung nicht. Ich sehe das jeden Tag.

mum1 Offline

T'ien-shen-mu

Beiträge: 2.323

12.07.2008 06:58
#6 RE: 'Kinderarmut in Deutschland?' Antworten

ZB warum kostet die Musikschule für eine 1 und 5 Jährige monatl jeweils 53 Euro? Warum kostet der sportverein für diese Kinder jeweils 12 Euro im Monat? Nur zwei kleine Beispiele die wesentlichen Wert für die spätere gesundheitliche und zwischenmenschliche Entwicklung und das schulische Vorankommen sind aber SAUTEUER und keine staatlichen Einrichtungen die das, (wenigstens etwas günstiger) anbieten würden.

Verstehst du jetzt was ich meine? Oder krieg ich mein Anliegen einfach nicht ordentlich rüber gebracht?


Oder altes leidiges Thema wo sind die Kitaplätze? Damit ich arbeiten und meinen Kindern selbst all diese Möglichkeiten bieten kann die sie brauchen?

Tao-Ho Offline

Zennois


Beiträge: 5.365

12.07.2008 07:31
#7 RE: 'Kinderarmut in Deutschland?' Antworten

Hallo maleachi.

lies Dir bitte folgenden Artikel genau durch: http://www.arte.tv/de/geschichte-gesells...ut/1747360.html
Nicht jeder ist so stark wie mum es ist. Vielen fehlt die Kraft ihre Kinder zu
leiten und die müssen irgendwie überleben.

Auch ich komme aus einer armen Familie und kann einiges berichten. Meine Mutter war
ständig überfordert und ich bin (bis ich in die Schule kam) von meiner damals noch
lebenden und nur um 9 Jahre älteren Schwester aufgezogen worden.

Und noch zwei Links zum durchlesen: Die Zeit und WDR

----------------------------------------------------------------------------------------------------
So wie die Lotosblume lieblich und unbefleckt aus dem Schlamm sich erhebt...
() Tao-Ho

maleachi 89 ( Gast )
Beiträge:

12.07.2008 10:12
#8 RE: 'Kinderarmut in Deutschland?' Antworten

Die Fakten, die du anführst, mum, sind leider alle allzu wahr. Aber warum eine Musikschule oder ein Sportverein so und soviel kostet, kann ich nicht beantworten. Da aber sich bei solchen Institutionen wohl niemand bereichert, wird es Gründe dafür geben, so übel es ist. Das Leben ist eh' scheißteuer.
Natürlich könnte es bessere Begleitumstände für das heranwachsen von Kindern geben, aber im Vergleich gesehen, ist es in Deutschland doch noch nicht so arg, wie von den Sozialverbänden angemahnt. Und von dem Jammern auf hohem Niveau will ich erst gar nicht anfangen. Zu unterscheiden wäre dann ja auch noch zwischen der relativen und absoluten Armut, obwohl diese Begriffe in Bezug auf Kinder natürlich so richtig Scheiße sind.
Interessant ist da eine Theorie von M. Seligmann... "Der Psychologe Martin Seligman stellte die These auf, dass die Armen unter erlernter Hilflosigkeit litten. Ihre Lebensumstände verleitet sie dazu, persönliche Entscheidungen als irrelevant wahrzunehmen. Laut Seligman betrachten Personen in einem Zustand der erlernten Hilflosigkeit Probleme als persönlich, generell oder permanent."
Da scheint mir einiges dran zu sein. Menschen die ob ihrer sozialen Situation in Fatalismus verfallen, können natürlich ihren Kindern nichts wertvolles vermittlen.

http://de.wikipedia.org/wiki/Martin_Seligman

Das es funktionieren kann, bei beherzter Eigeninitiative, und mit etwas Verstand, dafür bist du doch ein gutes Beispiel. Und ich lehne mich eigentlich auch nur deshalb so aus'n Fenster, weil ich solche Verhältnisse aus eigener Erfahrung zu Genüge kenne und auch die Menschen kenne, die sich zurücklehnen, auf staatliche Segnungen warten und unerfüllbare Forderungen stellen.
Die schicken mitunter ihre Kinder zur 'Tafel' um die paar überlagerten Joghurts abzufassen, weil sie selbst nicht aus dem Sessel mehr hoch kommen vor lauter Depression. Die Kids haben natürlich nicht mal was bekommen, da die Eltern sich ja ausweisen mussten, um etwas zu bekommen. Ich kenne dies aus eigener Anschauung, meine Frau hat mal eine Weile bei der Tafel gearbeitet und ich ab und zu da geholfen. Da haben sich mitunter Szenen abgespielt, die waren wirklich zum heulen.
Was ich damit nochmals sagen will, und ich wiederhole mich gern: Trotz aller wiedrigen Umstände sind in erster Linie die Menschen, sprich die Eltern gefordert, dann kommt eine Weile nichts und irgendwann das Gemeinwesen, meiner Meinung nach.

Hallo Tao-Ho,

die Links untermauern meine Bedenken oder meine These wiederrum aufs Beste. Es steht auch nichts neues drin, die geschilderten Verhältnisse sind existend und nicht wegzureden, ganz klar.
Aber wie ich darüber denke, siehe oben.

Interessant ist in diesem Zusammenhang der internationale Vergleich. Die USA sind bei den Industrienationen zwar führend mit über 20 %, was die Kinderarmut betrifft, haben aber trotzdem nahezu 7 mal mehr Kinderbetreuungseinrichtungen wie Deutschland.

http://www.arbeit-wirtschaft.at/servlet/...d=1188829131749

mum1 Offline

T'ien-shen-mu

Beiträge: 2.323

12.07.2008 21:45
#9 RE: 'Kinderarmut in Deutschland?' Antworten
In Antwort auf:
Die schicken mitunter ihre Kinder zur 'Tafel' um die paar überlagerten Joghurts abzufassen, weil sie selbst nicht aus dem Sessel mehr hoch kommen vor lauter Depression. Die Kids haben natürlich nicht mal was bekommen, da die Eltern sich ja ausweisen mussten, um etwas zu bekommen. Ich kenne dies aus eigener Anschauung, meine Frau hat mal eine Weile bei der Tafel gearbeitet und ich ab und zu da geholfen. Da haben sich mitunter Szenen abgespielt, die waren wirklich zum heulen.
Was ich damit nochmals sagen will, und ich wiederhole mich gern: Trotz aller wiedrigen Umstände sind in erster Linie die Menschen, sprich die Eltern gefordert, dann kommt eine Weile nichts und irgendwann das Gemeinwesen, meiner Meinung nach.



Und genau hier ist dann aber ein Teil der deutschen Kinderfeindlichkeit versteckt. Kinderarmut wird gar nicht richtig wahrgenommen sondern es wird das Problem zur Seite geschoben, mit dem Hinweis es ist Elternaufgabe. Ja klar ist es das, aber was ist mit den Kids dessen Eltern das schnurz ist? Wer kümmert sich um die? In D juckt das niemanden so richtig. Sind nich meine Kids also guck ich weg.

Ich denke das ist die Art Kinderfeindlichkeit die Tao Ho meinte.


In Antwort auf:
Das Leben ist eh' scheißteuer


Jup und ich finde es ne Sauerei das unmengen Geld für Förderungen an Kindern ausgegben werden, dessen Eltern das nicht mal wollen. Und dies, wegen dauernder Verweigerung, noch nicht mal Ergebnisse bringt. Während jemand wie ich, der fördern will, keine hilfe bekommt und sich noch nichtmal den nötigsten Förderunterricht leisten kann weil er mehr als die Hälfte des auf das Kind entfallenden Einkommens ausmacht.

Fazit ein kind muss gestört sein damit der Staat ein bisschen hilft. Ein kluges gesundes aufgewecktes Kind dagegen muss still und leise verdummen, weil für die ``Zukunft`` interessiert sich D nur wenn ``Sie`` Geld hat.
maleachi 89 ( Gast )
Beiträge:

14.07.2008 20:19
#10 RE: 'Kinderarmut in Deutschland?' Antworten
In Antwort auf:
Fazit ein kind muss gestört sein damit der Staat ein bisschen hilft.
Das kommt auf eigene Erfahrungswerte an, ich kann das nicht bestätigen (und im Endeffekt du sicher auch nicht).
Aus den Verhältnissen, woher ich meine Kinder in die 'deutsche Realität' entlassen muss oder erst mal entlasse, müsste es ihnen dann jetzt wesentlich schlechter gehen (nach deinem Fazit zu urteilen). Tut es aber nicht, wir müssen uns strecken, und das enorm, aber Benachteiligungen haben die Jungs (unabhängig von unserer finanziellen Situation) noch nie in krasser Form erleben müssen.
In Antwort auf:
Ein kluges gesundes aufgewecktes Kind dagegen muss still und leise verdummen, weil für die ``Zukunft`` interessiert sich D nur wenn ``Sie`` Geld hat.
Ähmm, nee, stimmt einfach so nicht, und ich bilde mir nicht ein, in irgendeiner sorgenfreien Zone zu leben.
In Antwort auf:
Sind nich meine Kids also guck ich weg.
Selbst das kannst du nicht so generell sehen.
Wenn auch vieles da im argen liegt, aber zumindest gibt es Hilfe, wie 'die Deutsche Kinderhilfe' od. die 'AWD-Stiftung' od. sogar (naja, das bringe ich nicht mit so gutem Gewissen zur Sprache..) die Mc'donalds-Kinderhilfe und da gebe es noch andere Beispiele, die natürlich oftmals auf privatem, uneigennützigen Handeln beruhen. Die caritativ-christlichen Vereinigungen traut man sich hier ja sowieso nicht anzuführen, da dann gleich wieder aus den gewohnten Kanälen der Schrei...: Hilfe Indoktrination....' kommt.
mum1 Offline

T'ien-shen-mu

Beiträge: 2.323

15.07.2008 21:40
#11 RE: 'Kinderarmut in Deutschland?' Antworten
In Antwort auf:

In Antwort auf:
Fazit ein kind muss gestört sein damit der Staat ein bisschen hilft.
Das kommt auf eigene Erfahrungswerte an, ich kann das nicht bestätigen (und im Endeffekt du sicher auch nicht)....


Doch erlebe das häufiger und gerade ganz aktuell.

In Antwort auf:
Aus den Verhältnissen, woher ich meine Kinder in die 'deutsche Realität' entlassen muss oder erst mal entlasse, müsste es ihnen dann jetzt wesentlich schlechter gehen (nach deinem Fazit zu urteilen). Tut es aber nicht, wir müssen uns strecken, und das enorm


Eben DU streckst dich enorm und kannst trotzdem nicht gleichwertige Verhältnisse schaffen. Mehr wollte ich auch nicht sagen.

In Antwort auf:
Benachteiligungen haben die Jungs (unabhängig von unserer finanziellen Situation) noch nie in krasser Form erleben müssen.


Dann hattet ihr Glück oder doch nicht so wenig wie die armen Kinder D´s.

In Antwort auf:
Ähmm, nee, stimmt einfach so nicht, und ich bilde mir nicht ein, in irgendeiner sorgenfreien Zone zu leben.



Die paar da zwischen die nicht weg gucken machen den Kohl auch nicht mehr fett. Dazu ist ´´das Kind´´ schon zu tief in den Brunnen gefallen. Nur wer mag es den jetzt wieder rausziehen?

Ich wiederhole es geht nicht um die jammernden Eltern sondern die Kinder. Die können sich nicht allein aus ihrer Lage befreien. Das müssen andere, die Gesellschat der Staat übernehmen, wenn die Eltern dazu nicht fähig sind. Die Kinder von heute sind die Gesellschaft von morgen. Wenn die den Bach runter geht dann haben wir morgen niemanden der uns versorgt. Und das werden sie müssen, wenn unsere Generation zu alt ist um selbst für sich zu sorgen.

Sollen die dann mit den Schultern zucken und sagen: Ist mir Egal, sind nicht meine Eltern?

Ich rede nicht von Rente, sondern davon das sie den Staat am laufen halten müssen. Wenn sie das nicht können haben alle verloren. Sie und wir.
Tao-Ho Offline

Zennois


Beiträge: 5.365

16.07.2008 07:39
#12 RE: 'Kinderarmut in Deutschland?' Antworten

In Antwort auf:
Ich rede nicht von Rente, sondern davon das sie den Staat am laufen halten müssen. Wenn sie das nicht können haben alle verloren. Sie und wir

Guter Aspekt, liebe mum. Und wie sollen sie für uns sorgen, wenn sie
selber nicht gelernt haben auf sich zu achten? Wie will ein Kind das
lernen, wenn es selber nichts zum Frühstück bekommt, weil die Eltern
zu beschäftigt mit sich selber sind und sie hungrig in die Schule
gehen müssen? Sie lernen schlecht und bleiben stecken. Solche Kinder
sind zumeist in den Hauptschulen zu finden und bekommen später schlechter
eine Ausbildung usw.

Link 1 Link 2

----------------------------------------------------------------------------------------------------
So wie die Lotosblume lieblich und unbefleckt aus dem Schlamm sich erhebt...
() Tao-Ho

mum1 Offline

T'ien-shen-mu

Beiträge: 2.323

16.07.2008 19:50
#13 RE: 'Kinderarmut in Deutschland?' Antworten

meine Rede..

Lammla Offline




Beiträge: 37

29.10.2008 18:26
#14 Kinderarmut in Deutschland? Antworten

Deutschland ist kein reiches sondern ein armes Land, weil
1. Deutschland sich nicht selbst ernähren kann, sondern auf Importe angewiesen ist
2. Deutschland ein Wirtschaftssystem hat, daß nur in Schulden und Chaos führt
3. Deutschland kaum Kindersegen hat und obendrein noch jede Menge abtreibt
4. Deutschland seinen Glauben, seine Tradition und seine Kultur auf den Misthaufen geworfen hat.
5. man in Deutschland nicht weiter in die Zukunft denkt als vielleicht 2 Jahre

Gysi Offline

Atheist


Beiträge: 18.855

29.10.2008 18:33
#15 Kinderarmut in Deutschland? Antworten
In Antwort auf:
1. Deutschland sich nicht selbst ernähren kann, sondern auf Importe angewiesen ist
Deutschland exportiert mehr als es importiert.
In Antwort auf:
2. Deutschland ein Wirtschaftssystem hat, daß nur in Schulden und Chaos führt
Wir haben nicht nur Schulden, wir haben eine relativ üppige Produktion (die du in Geldwerte umrechen kannst, die die Schuldenlast bei weitem übersteigen).
In Antwort auf:
3. Deutschland kaum Kindersegen hat und obendrein noch jede Menge abtreibt
Möchtest du viele Kinder, nur um der Zahl wegen? Ich möchte erziehungsbereite und -fähige Eltern in einer entsprechenden sozialen Umgebung, die ihre Kinder glücklich machen können!
In Antwort auf:
4. Deutschland seinen Glauben, seine Tradition und seine Kultur auf den Misthaufen geworfen hat.
Zu dieser Kultur gehören z.B. Demokratie, die (philosophische) Aufklärung und die Menschenrechte. Und du scheinst ja gegen diese Kulturwerte zu sein! (Wie du in einem anderen Thread geäußert hast)

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"Ich bin vom Glauben zum Wissen konvertiert!" (Hamed Abdel-Samad)

qilin Offline




Beiträge: 3.552

29.10.2008 19:08
#16 RE: Kinderarmut in Deutschland? Antworten

Wenn "Deutschland seinen Glauben, seine Tradition und seine Kultur auf den Misthaufen geworfen hat" -
was sind dann sein Glaube, seine Tradition, seine Kultur? Die die 'immer schon' da waren, die vor 2.000,
vor 1.000, vor 500, vor 300, 200, 100 oder 50 Jahren importiert wurden - oder welche sonst

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Nichts bedarf so sehr der Reform
wie die Meinungen anderer Leute. [Mark Twain]

() qilin

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"Ich bin völlig anderer Meinung als Sie. Aber ich werde mein Leben dafür einsetzen,
dass Sie sie sagen dürfen!" (Voltaire)

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