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Religionsforum
Atheismus vs. Religionen  


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Dieses Thema hat 56 Antworten
und wurde 1.985 mal aufgerufen
 Philosophie und Wissenschaft
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Bruder Spaghettus ( gelöscht )
Beiträge:

18.07.2008 14:15
#51 RE: Ist Religion faschistoid? Antworten

In Antwort auf:

Es geht nicht um Dein Gleichheits-Ideal als aufgeklärter, atheistisch denkender Mensch

Stimmt, es geht um angebliche Gleichbehandlung in der Bibel. Die gibts, wie du je selbst zugibst, nicht.
Wenn das aber gar nicht so schlimm ist, warum sollte dann ausgerechnet die Religion der Bibel Vorbild für Gleicheit sein und nicht eine der anderen Formen, die es schon lange vor der Bibel gab und die auch bereits Gleichheitsmodelle, wenn auch ähnlich unvollkommen wie die der Bibel, hatten? Die können das ganz genau so.

Also ist die Behauptung, ohne Religion keine Gleichheit Humbug.

Für mich ist sind übrigens wirklich Frankreich und England ein viel geeigneteres Beispiel für frühe demokratische Staaten als die USA.

Reinecke ( gelöscht )
Beiträge:

18.07.2008 14:17
#52 RE: Ist Religion faschistoid? Antworten

In Antwort auf:
Gysi schrieb: Aber der AUSSTIEG aus den Religionen wird bei ständig explodierend wachsendem Wissen ALTERNATIVLOS sein.


Ich habe irgendwo mal geschrieben, dass ich die Zukunft der heutigen Religionen dort sehe, wo auch frühere Religionen gelandet sind: In Geschichts- und Mythologie-Büchern. Die Storys aus Bibel, Thora und Koran, die Lehren von Buddha oder Konfuzius wird es auch weiterhin geben, sie gehören zum kulturellen Erbe der Menschheit und sind unbedingt erhaltenswert; aber sie wörtlich zu nehmen, ganze, in sich geschlossene Weltanschauungen darauf aufzubauen (und dabei alles zu ignorieren, was die Menschheit in der Zwischenzeit gelernt hat), das sollte der Vergangenheit angehören.

In Antwort auf:
Gysi schrieb: welchen Umfang das Wissen der Menschheit in 300 Jahren haben wird


Wenn der von Dir zitierte Typ recht hat ist das ganz einfach: 300/5=60, also wird das Wissen der Menschheit in 300 Jahren (2hoch60) x das heutge Wissen sein; ist doch klar...


Bruder Spaghettus ( gelöscht )
Beiträge:

18.07.2008 14:19
#53 RE: Ist Religion faschistoid? Antworten

In Antwort auf:
Das mag sicher sein; die alternative wäre... eine andere Religion gewesen

Sehe ich nicht so. Die Alternative wäre eine andere Lehre gewesen. Hätte aber genau so gut ein philosophische sein können.

In Antwort auf:
Religionen sind aus der Geschichte der Menschheit nicht wegzudenken, würde ich sagen.
Das mag sein, hat aber nichts mit dem Obigen zu tun.

Gysi Offline

Atheist


Beiträge: 18.863

18.07.2008 14:32
#54  Ist Religion faschistoid? Antworten

In Antwort auf:
Ich habe irgendwo mal geschrieben, dass ich die Zukunft der heutigen Religionen dort sehe, wo auch frühere Religionen gelandet sind: In Geschichts- und Mythologie-Büchern.
Das ist gut in die Zukunft extrapoliert. Klingt überzeugend.

_____________________________________________
"Ich bin vom Glauben zum Wissen konvertiert!" (Hamed Abdel-Samad)

Reinecke ( gelöscht )
Beiträge:

18.07.2008 14:36
#55 RE: Ist Religion faschistoid? Antworten
B.S., das ist doch albern; ich sage, die christliche Vorstellung der Gleichheit vor Gott sei der Ausgangspunkt gewesen, aus der sich (nach Jahrhunderten und massig Zwischenstatioen wohlgemerkt; z.B. um die Religionsfreiheit, sprich die Freiheit, Gott so zu verehren, wie man will) die moderne Vorstellungen entwickelt haben. Du kannst gerne wiederholen, dass in der Bibel nicht das Gleihheitsideal der heutigen Demokratie gilt, aber was hat das eine mit dem anderen zu tun?

"Gleichbehandlung" ist dann nochmal eine anderes Thema.


In Antwort auf:
B.S. schrieb: Wenn das aber gar nicht so schlimm ist, warum sollte dann ausgerechnet die Religion der Bibel Vorbild für Gleicheit sein und nicht eine der anderen Formen, die es schon lange vor der Bibel gab und die auch bereits Gleichheitsmodelle, wenn auch ähnlich unvollkommen wie die der Bibel, hatten?[/b]


Welche denn? In keiner antiken Gesellschaft (zumindest keiner mir bekannten) gab es diese chrstliche Vorstellung der bedingunglosen Gleichheit (wie gesagt der Gläubigen). Die Vorstellung, ein Sklave sei nicht nur ein Mensch, sondern von Gott auch genaus gewollt und akzeptiert wie ein freier Mensch oder gar ein angesehner Bürger wäre z.B. von den meisten Athenern verlacht worden, und die haben das mit der Gleichheit (der Bürger) fast bis zum Exzess getrieben.

Ich frage noch mal, aus welchen Ursprüngen sich den Deiner Meinung nach die Vorstellung von der Gleichheit des Menschen und universalen Menschenrechten entwickelt hat? So was entsteht doch nicht aus dem nichts.

EDIT
In Antwort auf:
B.S. schrieb: Für mich ist sind übrigens wirklich Frankreich und England ein viel geeigneteres Beispiel für frühe demokratische Staaten (...)


Ich sprach von Vorbild, nicht von geeigneten Beispielen. Und gerade für Frankreich gilt: Die französische Revolution ist ohne das amerikanische Vorbild nicht denkbar. Wer an die französische Revolution denkt denkt automatisch die US-amerikanische mit.

Und ähnliches ist es mE auch mit der Entwicklung der Gleichheitsvorstellungen: Man muss dieses christliche Konzept nicht mögen,und man muss nicht der Meinung sein, dass es adäquat für die heutige Gesellschaft ist. (Man muss natürlich auch nicht meinen mehr oer minder klugen Ausführengen glauben, schon richtig, aber:)Das alles hat aber mit der historischen Entwicklung nicht viel zu tun.

Wir stehen (in vielen Punkten) auf den Schultern von Riesen; das mögen gewalttätige, ungebildete Gesellen ohne Manieren sein, mit denen kein heutiger Mensch etwas zu tun haben will, aber hätte es sie nie gegeben, wir hüpften immer noch im Schlamm herum und suchten nach was zu Essen (z.B. Würmern ;)).
Bruder Spaghettus ( gelöscht )
Beiträge:

18.07.2008 15:18
#56 RE: Ist Religion faschistoid? Antworten

In Antwort auf:
B.S., das ist doch albern
Tolles Argument.

Lies dir einfach noch mal das durch
In Antwort auf:
Wenn das aber gar nicht so schlimm ist, warum sollte dann ausgerechnet die Religion der Bibel Vorbild für Gleicheit sein und nicht eine der anderen Formen, die es schon lange vor der Bibel gab und die auch bereits Gleichheitsmodelle, wenn auch ähnlich unvollkommen wie die der Bibel, hatten? Die können das ganz genau so

Vielleicht gelingt es dir beim zweiten Mal lesen zu erkennen, worum es geht und weniger pauschal zu urteilen.

In Antwort auf:
Welche denn?

Haste doch selber geschrieben
In Antwort auf:
Die attische Demokratie wird als Vorläufer und wichtiger Ideengeber für die moderne Demokratie gesehen


In Antwort auf:
In keiner antiken Gesellschaft (zumindest keiner mir bekannten) gab es diese chrstliche Vorstellung der bedingunglosen Gleichheit (wie gesagt der Gläubigen)
Was soll denn das nun wieder? Bedingungslose Gleichheit aber nur für einen Teil der Leute soll Vorbild sein? Das gabs auch schon, Gleichheit für alle Bürger der Städte. Wer nicht Bürger war, blieb halt draußen. Ich sehe noch immer keinen Moralgewinn durch monotheistische Religion. Eher Rückschritt.

So, und nun packe ich das Auto.
Bleib schön weiter fest im Glauben.

Reinecke ( gelöscht )
Beiträge:

18.07.2008 18:49
#57 RE: Ist Religion faschistoid? Antworten

Ich schrieb, dass gerade die attische Demokratie sehr weit ging, die politische Gleihheit unter den Bürgern zu verwirklichen; also unter einem politisch-sozialen Kollektiv, dass sich nach außen recht hermetisch abriegelte. Dass ist meilenweit von dem christlichen Idealbild entfernt (es geht mir wie gesagt um Ideen und Ideal, nicht um das, was das Christentum tatsächlich tat, als es an macht gewann); dort ist (oder sollte...) vor Gott jeder Mensch gleich sein... klar, solange er Gott (und die christlichen Dogmen) akzeptiert. Dass man da als Atheist (oder Andersgläubiger) nicht mit im Boot ist ist doch eine ganz andere Frage, nämlich die nach der Gleichheit auf politisch-sozialer Ebene. Die Vorstellung politischer Gleichheit ist natürlich älter, aber (wie gesagt) ich kenne keine Beispiele, wo aus der Forderung nach politischer Gleichheit der Bürger eine Forderung nach Gleichheit aller Menschen erwachsen wäre; und das eine Grundvoraussetzung für so etwas wie universale Menschenrecht.

In Antwort auf:
Bedingungslose Gleichheit aber nur für einen Teil der Leute soll Vorbild sein?


Heute? Nein, natürlich nicht. Vor 2000 Jahren? Aber ganz klar; weil (wie ich jetzt siebten mal schreibe) es dafür schlicht kein Vorbild gibt (wie gesagt, ich kenne zumindest keins).

In Antwort auf:
Wer nicht Bürger war, blieb halt draußen.


Der wurde es auch nie; Christ konnte jeder werden. Deshalb ist (bzw. kann sein) das eine der Ursprung einer Entwicklung, die zu universalen Menschenrechten führt; der griechischen Vorstellung wohnt dieser universalismus nicht inne: Alle Menschen sind nicht Bürger Athens, und sie können und werden auch nie Bürger Athens sein. Aber das Christentum hatte sehr wohl das Ziel, alle Menschen zu Christen zu machen.

Aber da ich merke, das ich ja doch immer nur das gleiche schreibe, Du aber meine Argumentation aber mit Vorsatz missverstehen willst erspar ich mir mal, das weiter zu treiben. Auch wenn "albern" zugegebenermaßen kein Argument ist, ich komme mir gerade schlicht veralbert vor. Naja, ist auch nur historisch voi Belang, das Thema...

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