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Atheismus vs. Religionen  


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Dieses Thema hat 130 Antworten
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 Christentum
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Qtipie Offline




Beiträge: 761

09.12.2008 14:47
#51 RE: Wissenschaft und Genesis, ist eine Harmonie möglich? Antworten
Wenn man die Bibel wortwörtlich nimmt, dann kann man es nicht in Einklang mit den wissenschaftlichen Erkenntnissen bringen, z.B. weil die Entstehung der Welt nach allem, was man heute weiß, von Null bis zum Menschen länger als 7 Erdumdrehungen (Tage) gedauert hat. Meine Meinung. War das der Kern Deiner Frage? Der Schöpfungsmythos sollte wohl damals den Fragen der Menschen nach dem Woher Antworten geben, so wie es heute auch die Wissenschaft versucht. Und doch ist bisher auch die Wissenschaft viele Antworten noch schuldig geblieben. Gott konnte z.B. nicht zweifelsfrei widerlegt werden. Wir wissen nicht, ob wir allein sind. Usw.


Die Liebe zu Gott wird sich umsetzen in die Tat für den Nächsten. (Mutter Theresa)
Reinecke ( gelöscht )
Beiträge:

09.12.2008 19:11
#52 RE: Wissenschaft und Genesis, ist eine Harmonie möglich? Antworten

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Was ist denn der Unterschied zwischen einem "Schöpfer" und einem "Gott der Religionen"?
Es gibt einige Gottesbilder in denen der Gott die Erde und das Leben darauf gemacht
hat. So ganz neu ist diese Idee nicht wirklich.
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Ich bin zwar nicht der gefragte, aber:

Ich denke mal, er will darauf hinaus, dass ein "Schöpfer" nicht ein "Gott der Religionen" sein muss, wenn der sich nach seiner Schöpfung zur Ruhe gesetzt hat (oder gibts ne Religion, die so was verehrt? Mir fällt keine ein, und bestimmt keine Weltreligion); auf der anderen Seite kannten viele Religionen Götter, die nicht für die Schöpfung verantwortlich zeichnen, zB diverse antiken Polytheismen (die Götter der Griechen, Römer, Germanen, Kelten etc.pp.).

P.S.: Diese Götter sind dann aber auch weder allwissend noch allmächtig, sondern unterliegen den Kräften des Schicksals, ähnlich wie auch die Menschen. Diese Schicksalskräfte sind bei den Germanen als Nornen, bei den Römern als Parzen, bei den griechen als Mairai bekannt und bestimmen das Schicksal aller Wesen, ob Götter, Sterbliche oder sonst was.

Reinecke ( gelöscht )
Beiträge:

09.12.2008 19:16
#53 RE: Wissenschaft und Genesis, ist eine Harmonie möglich? Antworten

In Antwort auf:
Der Schöpfungsmythos sollte wohl damals den Fragen der Menschen nach dem Woher Antworten geben, so wie es heute auch die Wissenschaft versucht.


Wieder mal eine historische Anmerkung: MWn entstand der jüdische Schöpfungsmythos in der babylonischen Gefangenschaft; Ziel war v.a. (oder zumindest u.a.), den phantasierichen Schöpfungsgeschichten der Babylonier, Sumerer etc. eine eigene Story entgegenzusetzen, als dentifikationsmerkmal bzw Werbegag. Nicht wenige Israeliten haben sich der übrigen Bevölkerung assimiliert, eine eigeen Schöpfungsgeschichte sollte den Bestand bzw die kulturelle Identität des jüdischen Volkes sichern.

Besagte babylonische Schöpfunggeschichte(n): http://de.wikipedia.org/wiki/Enuma_Elisch


Tao-Ho Offline

Zennois


Beiträge: 5.365

09.12.2008 20:29
#54 RE: Wissenschaft und Genesis, ist eine Harmonie möglich? Antworten

In Antwort auf:
Ich denke mal, er will darauf hinaus, dass ein "Schöpfer" nicht ein "Gott der Religionen" sein muss, wenn der sich nach seiner Schöpfung zur Ruhe gesetzt hat (oder gibts ne Religion, die so was verehrt? Mir fällt keine ein, und bestimmt keine Weltreligion);

Mir fällt spontan mal der Hinduismus ein. Dort gibt es eine Art Göttervater, der das
genauso gemacht hat. Dann sind da noch diverse Religionen in der Südsee, von denen ich
mal, anders wie beim Hinduismus, davon ausgehe, dass sie wirklich jeder kennt.

Ausserdem will ich die Antwort bitte von Darkwolf selber haben, wenn der mal aufgewacht
und ausgeruht wieder am PC erscheint.

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So wie die Lotosblume lieblich und unbefleckt aus dem Schlamm sich erhebt...
() Tao-Ho

Darkwolf Offline



Beiträge: 94

10.12.2008 03:30
#55 RE: Wissenschaft und Genesis, ist eine Harmonie möglich? Antworten

1. Gysi, ich gehöre keiner Glaubensgruppe oder Religionsgemeinschaft an. Ich wage nur sogennante "Tatsachen" zu hinterfragen. Ich will auch niemanden bekehren, sondern zum nachdenken anregen.
2. Jeden der die Standard-Evolutionstheorie anzweifelt als Kreationisten zu verunglimpfen ist unseriös.
Ich betone nochmals, ich bin kein Kreationist und glaube nicht an eine Erschaffung der Welt in 7 Tagen.
Nun zur Sache: Zufall, Selektion und Mutation können keine Makroevolution hervorbringen, weil die Anzahl der Mutanten begrenzt ist. Den Beweis Liefert der Genetiker Dr. Lönnig mit dem von ihm gefundenen Gesetz der rekurrenten Variation. Sind aber die Mutanten begrenzt, sind auch der Selektion Grenzen gesetzt. Höherentwicklungen über die Artengrenzen hinaus, sind somit ausgeschlossen. Makroevolution ist auch noch niemals beobachtet worden.
Tao-Ho, die Göttergeschichte ist ein sehr kompliziertes Thema, viel zu umfangreich um hier kurz darauf zu antworten.
Ich gehe vielleicht später darauf ein. Nur soviel: Ein Schöpfer ist reine Information, reine Intelligenz, am ehesten mit einem multidimensionalen Informationsfeld vergleichbar. Seine Attribute sind Ewigkeit und Unendlickkeit. Beides entzieht sich leider dem menschlichen Verstand. Gott IST einfach. Er will nichts, braucht nichts und straft niemanden. Du erkennst den Unterschied zu Religionsgöttern?

Wahrheit ist, was den Test der Praxis besteht!

qilin Offline




Beiträge: 3.552

10.12.2008 09:07
#56 RE: Wissenschaft und Genesis, ist eine Harmonie möglich? Antworten
Zitat von Darkwolf
Ein Schöpfer ist reine Information, reine Intelligenz, am ehesten mit einem multidimensionalen Informationsfeld vergleichbar. Seine Attribute sind Ewigkeit und Unendlickkeit. Beides entzieht sich leider dem menschlichen Verstand. Gott IST einfach. Er will nichts, braucht nichts und straft niemanden. Du erkennst den Unterschied zu Religionsgöttern?

Jep - ist ein interessantes und nicht unsympathisches Gedankenkonstrukt - aber eben auch nicht mehr.
Ein 'Wesen' das dem menschlichen Verstand nicht zugänglich ist, dessen [gedachte] Attribute im Prinzip
nur Verneinung von Erfahrbarem sind, das nichts will, nichts braucht und nicht eingreift, ist irrelevant.
Im Prinzip ist's IMHO kaum etwas Anderes als der herkömmliche Deismus.

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Nichts bedarf so sehr der Reform
wie die Meinungen anderer Leute. [Mark Twain]

() qilin

Reinecke ( gelöscht )
Beiträge:

10.12.2008 09:43
#57 RE: Wissenschaft und Genesis, ist eine Harmonie möglich? Antworten

In Antwort auf:
Tao-Ho schrieb: Mir fällt spontan mal der Hinduismus ein.


Danke für den Hinweis; der Hinduismus ist wohl eine der Weltreligionen, die mir bisher sehr fremd geblieben ist.

In Antwort auf:
Darkwolf schrieb: Zufall, Selektion und Mutation können keine Makroevolution hervorbringen, weil die Anzahl der Mutanten begrenzt ist. (...) Den Beweis Liefert der Genetiker Dr. Lönnig mit dem von ihm gefundenen Gesetz der rekurrenten Variation.


Sagt wer? Die neueren Theorien, die von denen ich in dem Zusammenhang gelesen habe, gehen davon aus, dass sich eine Vielzahl von Mutationen in einer existierenden Art ansammeln können, die aber nicht zur Wirkung gelangen. Erst wenn Umwelteinflüsse dafür sorgen, dass diese Kontrollmechanismen versagen, treten diese Mutationen gehäuft auf... und zwar bei einer großen Zahl Organismen.

Auch wäre ich vorsichtiger mit Beweis-Behauptungen; immerhin hat dieser Beweis von Dr. Lönnig bisher nicht sehr viele Kollege überzeugt.


Bruder Spaghettus ( gelöscht )
Beiträge:

10.12.2008 09:47
#58 RE: Wissenschaft und Genesis, ist eine Harmonie möglich? Antworten

In Antwort auf:
Zufall, Selektion und Mutation können keine Makroevolution hervorbringen...

Selbst, wenn das stimmen sollte, warum sollte dann der einzige Ausweg Gott sein? Welche Fragen, die wir jetzt noch nicht beantworten können, könnte die Einführung eines Gottes lösen ohne gleichzeitig neue, nicht beantwortbare Fragen aufzuwerfen?

Kurz, warum sollte dieser Gott Ockhams Rasiermesser entgehen?

Darkwolf Offline



Beiträge: 94

10.12.2008 10:12
#59 RE: Wissenschaft und Genesis, ist eine Harmonie möglich? Antworten

Vielleicht überzeugt euch ja Mendels Konstanz der Arten?
Zitat von Lönnigs Internetseite: Nach der Theorie ist alles im Fluß und nichts konstant. Das "Gesetz der Daseinsbedingungen" (Umweltbedingungen) wird nach Darwin von der natürlichen Zuchtwahl - als Strategie der Anpassung an die anorganischen und organischen Lebensbedingungen - voll umfaßt. Es ist im Vergleich zur Einheit des Typus das "höhere Gesetz" (Darwin wörtlich). Auch das Postulat der Vervollkommnung und Weiterentwicklung aufgrund von ununterbrochener Variation und innerartlicher Selektion selbst ohne Veränderungen des anorganischen Milieus ist im "Gesetz der Daseinsbedingungen" schon enthalten. Die über Jahrmillionen (und im Falle von Prokaryonten sogar über Jahrmilliarden) gehende innere Konstanz lebender Fossilien - die Konstanz der Baupläne und Typen z.T. bis hinunter zu systematischen Gattungen und Arten - ist auf evolutionistischer Grundlage völlig unerwartet und bleibt trotz aller Deutungsversuche für die Evolutionstheorie letztlich unverständlich. Und das ist auch von hervorragenden Evolutionstheoretikern zugegeben worden.

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Darkwolf Offline



Beiträge: 94

10.12.2008 10:15
#60 RE: Wissenschaft und Genesis, ist eine Harmonie möglich? Antworten

noch etwas: Wer Höherentwicklung der Arten postuliert, muss erklären, wo der Zugewinn an Information herkommt. Denn das ist Voraussetzung für Höherentwicklung. Materie kann Information jedoch NICHT erzeugen.

Wahrheit ist, was den Test der Praxis besteht!

qilin Offline




Beiträge: 3.552

10.12.2008 10:27
#61 RE: Wissenschaft und Genesis, ist eine Harmonie möglich? Antworten

Zitat von Darkwolf
bleibt trotz aller Deutungsversuche für die Evolutionstheorie letztlich unverständlich. Und das ist auch von hervorragenden Evolutionstheoretikern zugegeben worden.
Mal angenommen das stimmt - dass irgendetwas nicht verständlich ist, soll ja dem
Vernehmen nach nicht allzu selten vorkommen. Aber was ist die Alternative?
Die Annahme eines Schöpfers, der das gezielt gestaltet hat - ist das verständlicher


In Antwort auf:
Wer Höherentwicklung der Arten postuliert, muss erklären, wo der Zugewinn an Information herkommt. Denn das ist Voraussetzung für Höherentwicklung. Materie kann Information jedoch NICHT erzeugen.
Höherentwicklung ist eine nachträgliche Benennung - worum's bei der Evolution geht
ist bessere Anpassung. Und die kann sich nicht nur durch göttliche Information,
sondern auch durch trial and error entwickeln...

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wie die Meinungen anderer Leute. [Mark Twain]

() qilin

Bruder Spaghettus ( gelöscht )
Beiträge:

10.12.2008 11:01
#62 RE: Wissenschaft und Genesis, ist eine Harmonie möglich? Antworten

In Antwort auf:
Vielleicht überzeugt euch ja Mendels Konstanz der Arten?

Wovon?
Davon, dass die Evolutionstheorie noch nicht alles erklären kann sind wir schon überzeugt.
Davon, dass deshalb Götter notwendig sind, aber überhaupt nicht.

Antworte doch bitte mal auf mein
In Antwort auf:
... warum sollte dann der einzige Ausweg Gott sein? Welche Fragen, die wir jetzt noch nicht beantworten können, könnte die Einführung eines Gottes lösen ohne gleichzeitig neue, nicht beantwortbare Fragen aufzuwerfen?

Kurz, warum sollte dieser Gott Ockhams Rasiermesser entgehen?

Darkwolf Offline



Beiträge: 94

10.12.2008 11:14
#63 RE: Wissenschaft und Genesis, ist eine Harmonie möglich? Antworten

Bruder Spaghettus, eine Gottesdiskusion läüft immer ins Leere. Niemand kann Gott beweisen und niemand das Gegenteil. Wenn Du wirklich daran interessiert bist,lies mal die Vedas( soweit in deutsch zugänglich) Da wirst Du Definitionen von Raum, Zeit, Atom und deren Zusammenspiel finden. Das klärt manches. Alternativ habe ich auch eine Kurzfassung bei As Led Kuhl "die Grenzen des Universums" gefunden.
Quilin, vielleicht können wir uns erst mal einigen, das Information eine immaterielle Größe ist? Durch Anpassung kriegst Du keine Höherentwicklung, sondern Mikroevolution,( Varianten ein und derselben Art) die unbestritten ist.

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Gysi Offline

Atheist


Beiträge: 18.854

10.12.2008 11:26
#64 Wissenschaft und Genesis, ist eine Harmonie möglich? Antworten
In Antwort auf:
noch etwas: Wer Höherentwicklung der Arten postuliert, muss erklären, wo der Zugewinn an Information herkommt. Denn das ist Voraussetzung für Höherentwicklung. Materie kann Information jedoch NICHT erzeugen.
Es läuft also auf eine Gottesexistenz hinaus. Dann kommt aber wieder die altbekannte Frage: Und wer erschuf Gott? Etwas noch Größeres, Komplizierteres? Das ist das Problem der "unendlichen Regression" (Richard Dawkins). So kann man die Existenz nicht logisch erklären. Und wenn du sagst, Gott ist mit unserem Verstand nicht erfassbar, dann erklärst du die Ursachen unseres Lebens und unserer Welt mit der Formel, dass der Mensch das eh nicht kapieren kann. Gott = "können wir nicht kapieren". Dann sag doch gleich "können wir alles nicht kapieren", als diese Formel mit "Gott" gleichzusetzen. Gott ist eben sehr wohl definiert. Nur falsch. Denn ihn gibt es nicht. Es gibt gewaltige Energien und Kräfte, die uns beeinflussen und machen. Aber nicht Gott. Und die Evolution kannst du nicht als Schöpfungsakt erklären, durch den die Schöpfung von etwas Größerem geschaffen sein muss. Damit überträgst du die rein menschliche Schöpfungserfahrung auf die Metaphysik! Es ist genau umgekehrt: Aus dem Einzeller entstanden die Pflanzen, die Tiere, der Mensch durch die natürliche Selektion. Aus dem Einfachen schafft sie das Komplizierte - nicht umgekehrt!

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"Ich bin vom Glauben zum Wissen konvertiert!" (Hamed Abdel-Samad)

Darkwolf Offline



Beiträge: 94

10.12.2008 11:28
#65 RE: Wissenschaft und Genesis, ist eine Harmonie möglich? Antworten

Die Alternative,qilin, kann so aussehen: (Von Lönnigs Internetseite)........ Die Schöpfungslehre hingegen hat das Phänomen der lebenden Fossilien geradezu erwartet und vorausgesagt. Sagt doch der Genesis-Text immerhin 10mal, daß Gott die jeweiligen Pflanzen und Tiere 'nach ihrer Art' erschuf. Innerhalb der 'Arten' gibt es eine große Variabilität (vgl. Menschen-, Tauben-, Hunderassen), aber die Typen des Lebens bleiben konstant ("aus einem Hund wird niemals eine Katze"). Die Lebensformen sind so erschaffen, daß sie auf der einen Seite über eine große Variabilität und Anpassungsfähigkeit verfügen, daß auf der anderen Seite jedoch der jeweilige Typus konstant bleibt. Und das bestätigen sowohl die Erdgeschichte als auch die geographische Verbreitung vieler Lebensformen.

Nach der Schöpfungstheorie beruht die weitgehende Konstanz und Resistenz der Lebensformen gegen Umweltveränderungen auf einem von Weisheit und Macht zeugenden Schöpfungsprogramm zur Erhaltung der Art- oder Typusstabilität. Intelligenz, Weisheit, Geist und Gott sind für die Kodierung solch genial-komplexer Konstanz-Programme die adäquate Ursache, nicht aber (Zufalls-)Mutationen, Selektion und/oder Symbiosen (welch letztere ja schon komplexe Lebewesen voraussetzen und die selbst einen Teil der Konstanz-Programme bilden).

Wahrheit ist, was den Test der Praxis besteht!

Darkwolf Offline



Beiträge: 94

10.12.2008 11:35
#66 RE: Wissenschaft und Genesis, ist eine Harmonie möglich? Antworten

Gysi, zu Richard Dawkins, den ich gelesen habe und für arrogant halte.
Beweis 1: http://www.hjp.ch/texte/Evolution/Dawkins.htm

Beweis 2: Dawkins selbst muß es ja eingestehen: Der Computer examiniert und sucht die jeweils richtige Buchstabenkombination aus - und das kann er doch nur, wenn ihm eben diese richtige Folge von vornherein als Programm eingegeben wurde, als jenes oft genannte Ziel (!!), das er anzustreben hat. Wenn Dawkins also nicht umhin kann zuzugeben, daß die vom Computer ausgedruckten Satz-Nachkommen nach ihrer Ähnlichkeit "mit einem entfernten Idealziel beurteilt werden" (p. 69), dann ist doch die ganze umständliche Satzbastelei nichts anderes als ein nachträglich ausgelöster Bluff. Der richtige Satz, eben dieses entfernte Idealziel, steckt, längst bevor die Maschine auch nur ihren ersten Buchstaben ausdruckt, schon in ihr drin, und es kann überhaupt keine Rede davon sein, daß er etwa als Ergebnis eines reinen Zufallsspieles ohne Plan, Sinn und Ziel von ihr hervorgebracht würde! Computer, so gibt Dawkins unumwunden zu, sind "Maschinen, die genau das tun, was man ihnen sagt6". Nun, und eben diesen Satz Me thinks it is like a weasel hat er, Richard Dawkins, sein planender, zielsetzender Verstand der Maschine gesagt, nämlich einprogrammiert. Und dann wundert er sich darüber, daß haargenau dieser und kein anderer Satz wieder herauskommt. Mit einer Echowand irgendwo in den Bergen wäre das alles viel einfacher und vor allem billiger und schneller zu erreichen gewesen!

Das nämliche Münchhausen-Syndrom, das nicht-einsehen-Wollen, daß man just Plan, Ziel, kurz Geist benötigt, um Geist, Plan und Ziel leugnen zu können, kennzeichnet denn erwartungsgemäß auch die anderen Computerexperimente Dawkins.

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Gysi Offline

Atheist


Beiträge: 18.854

10.12.2008 11:39
#67 Wissenschaft und Genesis, ist eine Harmonie möglich? Antworten

In Antwort auf:
Beweis 1: Beweis 2:
Deine Beweise beweisen nicht die Unhaltbarkeit der unendlichen Regression! Ganz im Gegenteil! Wieso führst du dann diese "Beweise" als Antworten an? Kapiere ich nicht...

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Tao-Ho Offline

Zennois


Beiträge: 5.365

10.12.2008 11:40
#68 RE: Wissenschaft und Genesis, ist eine Harmonie möglich? Antworten

Ähm... hier ist die Beschreibung was das Münchhausen Syndrom ist
und wie man sich behandeln lassen kann...

In Antwort auf:
daß man just Plan, Ziel, kurz Geist benötigt, um Geist, Plan und Ziel leugnen zu können

Falsch, das kann ich als Buddhist auch innerhalb einer
Meditation.

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() Tao-Ho

Darkwolf Offline



Beiträge: 94

10.12.2008 11:43
#69 RE: Wissenschaft und Genesis, ist eine Harmonie möglich? Antworten

Gysi, hier erst mal eine Definition von Information. Ich glaube wir reden aneinander vorbei, ich habe doch gerade dargelegt, das Selektionn und Mutation NICHT die Kraft haben neue Arten zu erzeugen. Dazu ist immer Informationsgewinn Voraussetzung.

Es gibt keine Information ohne Code.
Es gibt keinen Code ohne freie willentliche Vereinbarung.
Es gibt keine Information ohne Sender.
Es gibt keine Informationskette, ohne daß am Anfang ein geistiger Urheber steht.
Es gibt keine Information ohne ursprüngliche geistige Quelle; das heißt, Information ist wesensmäßig eine geistige, aber keine materielle Größe
Es gibt keine Information ohne Willen.
Es gibt keine Information ohne die fünf hierarchischen Ebenen: Statistik, Syntax, Semantik, Pragmatik, Apobetik.
In statistischen Prozessen kann keine Information entstehen.

Wo bitte ist Dein Sender?
Wer stellt den Schlüssel zum lesen der Information bereit?

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Gysi Offline

Atheist


Beiträge: 18.854

10.12.2008 11:52
#70 RE: Wissenschaft und Genesis, ist eine Harmonie möglich? Antworten

In Antwort auf:
Wo bitte ist Dein Sender?
Wir sind bei deiner Überzeugung, dass Gott existieren muss. Und ich widerlegte dich mit der Unhaltbarkeit der unendlichen Regression. Und dass ein Gott definiert als etwas, was wir nicht begreifen, eine rhetorische Leermasse ist, die man auch gerne kürzen kann. Von diesem Zentralthema schwenkst du zu Nebenthemen ab, mit denen ich mich jetzt nicht beschäftigen will.

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Bruder Spaghettus ( gelöscht )
Beiträge:

10.12.2008 12:11
#71 RE: Wissenschaft und Genesis, ist eine Harmonie möglich? Antworten

In Antwort auf:
Bruder Spaghettus, eine Gottesdiskusion läüft immer ins Leere. Niemand kann Gott beweisen und niemand das Gegenteil.

Darum ging es auch überhaupt nicht.

Es ging darum, dass du mir meine Fragen nicht beantworten willst oder kannst:
In Antwort auf:
... warum sollte dann der einzige Ausweg Gott sein? Welche Fragen, die wir jetzt noch nicht beantworten können, könnte die Einführung eines Gottes lösen ohne gleichzeitig neue, nicht beantwortbare Fragen aufzuwerfen?

Kurz, warum sollte dieser Gott Ockhams Rasiermesser entgehen?


Bei denen zielt aber auch gar nichts auf einen Gottesbeweis oder dessen Widerlegung ab. Im Gegenteil. Es läuft darauf hinaus, dass wir gedanklich diesen Gott akzeptieren.

Kann ich noch mit deiner Antwort auf diese Fragen rechnen?


qilin Offline




Beiträge: 3.552

10.12.2008 12:14
#72 RE: Wissenschaft und Genesis, ist eine Harmonie möglich? Antworten

Zitat von Darkwolf
Die Alternative,qilin, kann so aussehen: (Von Lönnigs Internetseite)........ Die Schöpfungslehre...
Achja - sind wir also doch wieder bei der Schöpfungsgeschichte gelandet - war ja zu erwarten...
Also da erkenne ich "den Unterschied zu Religionsgöttern" beim besten Willen nicht

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() qilin

Darkwolf Offline



Beiträge: 94

10.12.2008 12:15
#73 RE: Wissenschaft und Genesis, ist eine Harmonie möglich? Antworten

Gysi, Du hast doch die Seite mit dem rotierenden Kreuz zitiert?, ohne auf den Inhalt einzugehen. Ich bin Chemiker. Lies Dir das mal in Ruhe durch ohne Dich am Kreuz zu stören. Ich darf Dir sagen, genau so funktioniert die Zuckersynthese. Ohne Schöpfung keine DNA.
http://www.hjp.ch/texte/Evolution/Zucker.htm

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Darkwolf Offline



Beiträge: 94

10.12.2008 12:22
#74 RE: Wissenschaft und Genesis, ist eine Harmonie möglich? Antworten

Bruder Spaghettus, zur sinnvollen Diskusion braucht man eine gemeinsame Basis. Ich würde Dir in der Gottesdiskusion mit Sätzen aus den Vedas antworten, die Du vielleicht nicht gelesen hast? Du würdest meine Argumente nicht verstehen. Deshalb habe ich Dir noch nicht geantwortet. Ich bin es leid auf Fragen wie: Wer hat Gott erschaffen?, Ein Gott der Unrecht zuläßt ist nicht allmächtig...usw..usw zu antworten. Trotzdem, danke für das Angebot zur Diskussion.

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Tao-Ho Offline

Zennois


Beiträge: 5.365

10.12.2008 12:45
#75 RE: Wissenschaft und Genesis, ist eine Harmonie möglich? Antworten

Um seine Meinung zu einem Schöpfergott oder den Unterschied zu Religionsgöttern
kundzutun braucht es keine gemeinsame Basis. Wir sind hier alle nicht dumm und
können notfalls auch mal nachfragen, wenn was unklar ist.

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() Tao-Ho

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