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Atheismus vs. Religionen  


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Dieses Thema hat 49 Antworten
und wurde 1.049 mal aufgerufen
 Atheismus/Agnostizismus
Seiten 1 | 2
qilin Offline




Beiträge: 3.552

29.10.2008 08:21
#26 RE: Frage zur Genetik Antworten

... und nach derselben Rechnung funktioniert ein Auto, das von seinen 100 PS meist nur 20 benützt,
mit 80% Wahrscheinlichkeit nicht, wenn ich es morgens starte...

Wenn Versenken hieße das Gehirn abschalten, dann wären alle Yogis und Zen-Mönche längst gestorben...

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Nichts bedarf so sehr der Reform
wie die Meinungen anderer Leute. [Mark Twain]

() qilin

Qtipie Offline




Beiträge: 761

29.10.2008 10:18
#27 RE: Frage zur Genetik Antworten

Hm. Also ich hatte mal einen FIAT ("Fehler in allen Teilen"), der sprang wirklich nur mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit an.

Bruder Spaghettus ( gelöscht )
Beiträge:

29.10.2008 10:44
#28 RE: Frage zur Genetik Antworten

Und wir haben hier immer mal wieder User, die mit einer ziemlich hohen Wahrscheinlichkeit nicht bereit sind, ernsthaft zu diskutieren bzw. das nicht können.

Qtipie Offline




Beiträge: 761

29.10.2008 15:09
#29 RE: Frage zur Genetik Antworten

Ja, Entschuldigung. Ich nehme die Leute leider manchmal gerne auf die Schippe. Und bitte hiermit wieder einmal um Verzeihung. Und gelobe auch Besserung. So wahr mir Gott helfe.

@Bruder S./Quilin:
Zitat: "Wenn Versenken hieße das Gehirn abschalten, dann wären alle Yogis und Zen-Mönche längst gestorben..."

Naja, "abschalten" vielleicht nicht, aber offenbar können doch diese Meditierenden ihr Gehirn von ca. 10% auf deutlich weniger als 10%, und zwar freiwillig, herunterfahren, und sich dann auch wieder freiwillig zurückholen. Das wäre doch ein Beispiel für die These, warum sich aus der Tatsache, dass das menschliche Gehirn nicht voll genutzt wird, die Frage ergibt, ob es ihnen frei steht ihr Gehirn nicht zu benutzen. Weiterhin: Dieses Beispiel der Meditation gibt es ja schon mehr als 1000 Jahre. Galt damals die biologische Evolution noch für den Menschen? Dann wäre an diesem Beispiel doch gezeigt, dass die biologische Evolution und die intellektuelle "Evolution" zwei voneinander unabhängige Sachen sein können. Und damit wäre ein Gegenbeispiel für die z.B. von Dawkins vertretene Hypothese, dass das Gehirn den Intellekt BEDINGT. Oder?

Bruder Spaghettus ( gelöscht )
Beiträge:

29.10.2008 15:58
#30 RE: Frage zur Genetik Antworten

qilin hatte dir doch schon erklärt, dass diese "beiden Evolutionen" nicht zusammenhängen.
Natürlich steht es dem Menschen frei, sein Gehirn zu nutzen. Aber nur in ganz ganz kleinen Grenzen. Die meiste Gehirntätigkeit läuft völlig unabhängig vom Willen des Menschen.
Grundsätzlich also steht es dem Menschen nicht frei, sondern es arbeitet, wie auch einiges andere am Körper, willensunabhängig.

Qtipie Offline




Beiträge: 761

29.10.2008 16:01
#31 RE: Frage zur Genetik Antworten

Naja, die Frage, die sich mir stellt, ist: Stimmt es, dass das Gehirn die "Seele" "produziert"? Oder kann man Gegenbeispiele finden, die zeigen, dass Gehirn und "Seele" zwei voneinander unabhängige Sachen sind?

Bruder Spaghettus ( gelöscht )
Beiträge:

29.10.2008 16:54
#32 RE: Frage zur Genetik Antworten
Na, dann die gleiche Empfehlung wie letztens:

Mach dich ran an die Arbeit, suche ne Antwort und Beispiele und wenn du die hast, stell sie hier rein.
Qtipie Offline




Beiträge: 761

04.11.2008 17:37
#33 RE: Frage zur Genetik Antworten

Jede wissenschaftliche Theorie kann durch ein einziges Gegenbeispiel widerlegt werden. Die These war, dass die Evolution beim Menschen am Ende sei, weil der Selektionsdruck Null sei und durch zufällige Mutationen vorteilhafte Gene nicht bevorzugt weitergegeben würden.

Das Gegenbeispiel ist das Folgende: In Subsahara-Afrika liegt die Durchseuchung mit AIDS im mehreren-zehn-Prozente - Bereich. Es wurden aber HIV-resistente Prostituierte in Afrika gefunden. Während die HIV-unresistenten Menschen an dem Virus zugrunde gehen, könnten die Nachkommen der HIV-resistenten Menschen das Virus überleben.

Mit diesem Gegenbeispiel würde die These von Steve Jones widerlegt werden.

Bruder Spaghettus ( gelöscht )
Beiträge:

04.11.2008 20:10
#34 RE: Frage zur Genetik Antworten

In Antwort auf:
Jede wissenschaftliche Theorie kann durch ein einziges Gegenbeispiel widerlegt werden.

Nee, das trifft nur auf bestimmte zu.
Ob Resistenz gegen bestimmte Viren Evolution ist, wage ich zu bezweifeln. Da müsste man erst sehen, ob auch die Nachkommen resistent sind.
Bis dahin ist die These, jedenfalls mit deinem Beispiel, noch nicht widerlegt.

Qtipie Offline




Beiträge: 761

06.11.2008 18:44
#35 RE: Frage zur Genetik Antworten

Habe mal über die abergläubische Ratte auf Wikipedia gelesen: http://de.wikipedia.org/wiki/Abergl%C3%A4ubische_Ratte

Die Frage, die sich mir in dem Zusammenhang gestellt hatte, war, ob zwei genetisch identische Klone (z.B. Ratten) dann unabhängig voneinander unter denselben äußeren Bedingungen dann das gleiche Ritual entwickeln, oder nicht. Meine Frage per email an bedeutende Genetiker hat ergeben, dass dem nicht so sei (sie konnte mir aber keine wissenschaftliche Literatur nennen).

Das würde meiner naiven Meinung nach aber ein Gegenbeispiel für die These sein, dass das Gehirn den Geist produziert. Wie seht ihr das?

Bruder Spaghettus ( gelöscht )
Beiträge:

06.11.2008 19:42
#36 RE: Frage zur Genetik Antworten

Stell doch einfach mal die Antworten von den bedeutenden Genetikern hier rein, die du bekommen hast.
Dann haben wir etwas mehr Hintergrundwissen.

Qtipie Offline




Beiträge: 761

06.11.2008 20:40
#37 RE: Frage zur Genetik Antworten

> Sehr geehrter Prof. Zzzz,
>
> ich habe heute in der LVZ gelesen, dass es gelungen ist, Klon-Mäuse
> von vor langer Zeit eingefrohrenen Tieren zu züchten.
>
> Nun hätte ich die folgende Frage: Die These ist doch, dass das Gehirn
> den Geist produziert. Nun habe ich auf Wikipedia über die
> abergläubische Ratte gelesen. Ist das dann eigentlich so, dass zwei
> Klon-Ratten (genetisch vollkommen identisch) dann unabhängig
> voneinander unter den identischen äußeren Bedingungen (gleiche Box)
> das vollkommen gleiche Ritual entwickeln?
> http://de.wikipedia.org/wiki/Abergl%C3%A4ubische_Ratte
>
> Könnten Sie mir evtl. eine wissenschaftliche Publikation nennen, oder
> einen Ansprechpartner?
>
> Vielen Dank für Ihre Zeit und Hilfe.
>
> Hochachtungsvoll,
>
> xxxxxx.

> Sehr geehrter Herr Dr. xxxxxx,
>
> Prof. Zzzz leitete Ihre Frage an mich weiter.
>
> Bei näherer Betrachtung setzt sich Ihre Frage aus zwei Teilen zusammen:
> 1. nach der (identischen) Gehirnentwicklung und
> 2. nach dem Einfluß der Gehirnstruktur auf operantes Lernen.
>
> Die Gehirnentwicklung einer Art ist zwar genetisch festgelegt so dass man
> relativ leicht das Gehirn eines Menschen von dem eines Schimpansen
> unterscheiden kann. Vergleicht man aber die Feinstruktur zwei Gehirne der
> selben Art, so stellt man fest, dass die Gehirn nicht identisch sind. Dies
> gilt auch für genetisch identische Individuen (z. B. Zwillinge), wenn
> deren Struktur auch noch größere Übereinstimmungen aufweisen können. Dies
> zeigt, dass solche Entwicklungsprozesse gewisse Freiheitsgrade aufweisen,
die im
> Übrigen auch für die spätere Funktion des Gehirns noch notwendig sind
> (z.B. das Lernen).
> Das bedeutet, dass auch Gehirne, die sich unter identischen Bedingungen
> entwickeln, nicht wirklich identisch sein werden.
> Die von Ihnen angesprochenen Ratten zeigen operantes Lernverhalten. D.h.
> sie verknüpfen eigene Aktion mit einem Ereignis. (Wen hier auch
> fälschlicherweise, denn nicht die Aktion selbst, sondern die verbrauchte
> Zeit ist ja eigentlich entscheidend)
> Dieses Verhalten setzt bei der Ratte die Fähigkeit/Disposition voraus
> irgendein(e) Ereignis/Aktion mit dem Futtergewinn verknüpfen zu können.
> Da die eigenen Aktion aber eher zufallsbedingt ausgeführt wird - eine
Ratte
> wird einen Umweg nach rechts machen, eine andere nach links - werden zwei
> Ratten nicht zwangsläufig identische Aktionen erlernen, selbst wenn sie
> genetisch identisch wären.
>
> In der Hoffnung, Ihnen damit etwas weitergeholfen zu haben, verbleibe ich
>
> mit freundlichen Grüßen
> yyyyyyy

Sehr geehrter Dr. yyyyyyy,

haben Sie vielen Dank für die umgehende Antwort auf meine Frage.

Wenn zwei identische Gehirne nicht das gleiche Ritual produzieren,
sondern es einen überwiegenden Einfluß des Zufalls gibt, wie Sie schreiben,
könnte man dann schließen, dass die These: "das Gehirn produziert
den Geist" falsifiziert ist?

Und wenn es so ist, dass genetisch identische Individuen (also
auch nahezu identische eineiige Zwillinge) dann doch verschiedene
Gehirne und maßgeblich durch den Zufall mitbestimmte Verhaltens-
weisen haben, wären dann nicht das Dogma der Genetik, bzw.
die Grundhypothese der Zwillingsforschung falsifiziert?

Vielen Dank für Ihre Geduld und Hilfe.


Hochachtungsvoll,

xxxxxx


Sehr geehrter Herr Dr. xxxxx,

ich habe in meiner ersten Antwort ganz bewusst Ihre Hypothese "das Gehirn
produziert den Geist" nicht angesprochen. Ich denke der Schritt von den
erwähnten biologischen Sachverhalten zu ihrer Hypothese ist etwas zu groß,
um damit eine Verifikation/Falsifikation der Hypothese begründen zu können.
So einfach gestaltet sich die Sache nicht.
1.) Was ist "Geist"
Das angesprochene operante Lernverhalten zeigen bereits deutlich weniger
komplexe Gehirne, z. B. das der Fruchtfliege. Diese Fähigkeit wird durch die
Struktur und die Funktionsweise der Nervensysteme ermöglicht. Diese wiederum
wird durch die genetische Information bestimmt.

2.) Variabilität und Komplexität sind sehr wichtige Erscheinungen in der
Natur. Die strukturelle Komplexität eines menschlichen Gehirns, die sich z.
B. in Milliarden synaptischen Verbindungen zwischen Nervenzellen ausdrückt,
ist so groß, das ein Bauplan des Gehirn - vielleicht in Form einer Blaupause
wie die eines Architekten - gar nicht im Genom gespeichert sein kann. Die
Entwicklung so komplexer Strukturen beruht daher mit zunehmender Komplexität
auch zunehmend auf induktiven Entwicklungsprozessen, bei denen sich einzelne
Elemente wechselseitig in bestimmter Weise beeinflussen. Wenn sie so wollen
- abstrakt formuliert, sind die "Regeln und Formeln"( das wann und der
Ablauf der Entwicklung, nicht aber die haargenaue Ausführung) für die
Entwicklung als Informationen im Genom gespeichert. Solche
Entwicklungsprozesse ermöglichen dann einerseits ein ausreichendes Maß an
Stabilität ( damit jeder Mensch auch ein menschliches Gehirn entwickelt)und
andererseits erlauben sie Variabilität, so dass nicht jedes menschliche
Gehirn identisch ist.
Um bei ihrem Beispiel zu bleiben : Das Gehirn der Ratte oder der Fliege
besitzt die Fähigkeit zu lernen (dies wäre ein Ausdruck der Stabilität), was
es aber wie in welcher Situation genau lernt, ist ein Ausdruck der
Variabilität, die durch seine Struktur und Funktionsweise ermöglicht wird.
Das Ausmaß der Variabilität bei zwei beliebigen Individuen ist größer als
bei Zwillingen, die eine deutlich geringere genetische Variabilität
aufweisen.
Ich hoffe, durch diese Erläuterungen wird deutlich, dass das, was sie als
Dogma bezeichnen, von dieser Frage nicht berührt wird.

Mit freundlichen Grüßen

yyyyyyy

Bruder Spaghettus ( gelöscht )
Beiträge:

06.11.2008 22:21
#38 RE: Frage zur Genetik Antworten
Na, wenn du deinen Namen weg lässt, verstehe ich das noch.

Wenn du aber den Namen des Professors verschweigst, verstehe ich das nicht. Wie soll ich denn dann wissen, dass es sich bei dem wirklich um einen bedeutenden Genetiker handelt?

Außerdem hattest du geschrieben
In Antwort auf:
...an bedeutende Genetiker...
Es müssten also mehrere sein. Wo sind die anderen?
Aber diesmal bitte gleich mit vollem Namen.

Ach ja, wo hattest du die Emailadressen her?
Tao-Ho Offline

Zennois


Beiträge: 5.365

07.11.2008 08:47
#39 RE: Frage zur Genetik Antworten

Da es zahlreiche gute Genetiker gibt möchte ich auch bitte die Namen
der Herren (oder Damen) wissen, bitte.

In Antwort auf:
Und wenn es so ist, dass genetisch identische Individuen (also
auch nahezu identische eineiige Zwillinge) dann doch verschiedene
Gehirne und maßgeblich durch den Zufall mitbestimmte Verhaltens-
weisen haben, wären dann nicht das Dogma der Genetik, bzw.
die Grundhypothese der Zwillingsforschung falsifiziert?

Ich gehe mal davon aus, das Du xxxxx bist. Forscher in Birmingham haben
herausgefunden, das nicht mal eineiige Zwillinge über ein identisches
Erbgut verfügen. Ergo haben sie auch nicht diegleiche Hirnstruktur.
Der Mensch entwickelt ja innerhalb eines Lernprozesses (welches an und
für sich schon individuell ist) seine Synapsen, die ihn in seinem weiteren
Leben stets begleiten werden.

Die Wissenschaftler vermuten, dass dies Persönlichkeitsunterschiede erklärt,
aber auch, warum manche Krankheiten nur einen Zwilling treffen und den
anderen Zwilling nicht.

Wir wollen aber jetzt nicht eineiige Zwillinge klonen, um irgendwelche
Studien durchführen zu können. Also lass uns mal bei Fruchtfliegen bleiben.

Es ist ja so, dass es in vielen Ländern Fruchtfliegen gibt. Daher hat die
Fruchtfliege aus einem bestimmten Land ein anderes Verhalten, als eine
Fruchtfliege aus einem anderen bestimmten Land.

Eine Fruchtfliege legt daher ihre Eier in Frankreich eher in einen Apfel,
oder in eine Banane, als in eine Felsenbirne, denn die gibt es in Frankreich
ja bekanntlich nicht so oft in offener Natur. Und verkauft wird sie meines
wissens auch nicht in Frankreich.

Was beweist das? Das ein Tier instinktiv reagiert und sicher nicht mit einem
Ritual oder Aberglaube.
Du solltest also schon etwas konkreter werden, wenn Du hier was beweisen willst.

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So wie die Lotosblume lieblich und unbefleckt aus dem Schlamm sich erhebt...
() Tao-Ho

Qtipie Offline




Beiträge: 761

07.11.2008 09:42
#40 RE: Frage zur Genetik Antworten

Die Namen hab ich nicht angegeben, weil ich nicht nachgefragt habe, ob sie mit der Veröffentlichung einverstanden sind. Ein bekannter Genetiker, der die Meinung vertritt, Religion sei in unseren Genen fest verdrahtet, ist Dean Hamer (arbeitet am NIH in den USA, die email-Adresse kann öffentlich von seiner Home-Page entnommen werden). Dean Hamer schrieb ein Buch "How Faith is hardwired into our Genes". Ein weiterer bekannter Biologe, der die Meinung vertritt, das Gehirn produziere den Geist, ist M. Dawkins (hat 9 Bücher darüber geschrieben), und ein deutscher Biologe und Neurologe ist Gerald Wolf (hat darüber auch mindestens 2 Bücher verfasst). Die email-Adressen können jeweils deren Homepages entnommen werden - per Google leicht zu finden.

Wenn die These stimmt, dass Glauben in unseren Genen "fest verdrahtet" ist, dann müssten doch zwei genetisch identische Ratten unabhängig voneinander das gleiche Ritual entwickeln, habe ich mir so naiv gedacht. Wenn aber maßgeblich der Zufall eine Rolle spielt, dann kann man die Hypothese "Das Gehirn produziert den Geist" so nicht aufrecht erhalten, sondern man müsste schreiben: "Das Gehirn und der Zufall produzieren den Geist".

Wie seht ihr das?

Tao-Ho Offline

Zennois


Beiträge: 5.365

07.11.2008 09:50
#41 RE: Frage zur Genetik Antworten

Es ist so, das gläubige Menschen ein Gen haben, was nichtgläubige Menschen nicht
haben.
Des weiteren ist es ja so, dass Menschen mit einer bestimmten Form Epilepsie
bei ihren Anfällen oft tranzesdente Erfahrungen machen. Sie beschreiben das
zumeist als gefühlte Gottesnähe usw.

In Antwort auf:
Wenn aber maßgeblich der Zufall eine Rolle spielt,

Ich würde es nicht Zufall nennen, denn ein Kind entwickelt ja die einzelnen
Synapsen innerhalb seiner Erfahrungen.

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() Tao-Ho

Qtipie Offline




Beiträge: 761

07.11.2008 09:55
#42 RE: Frage zur Genetik Antworten

"Es ist so, das gläubige Menschen ein Gen haben, was nichtgläubige Menschen nicht haben."

Könntest du mir dafür eine wiss. Quelle angeben?

Tao-Ho Offline

Zennois


Beiträge: 5.365

07.11.2008 10:34
#43 RE: Frage zur Genetik Antworten

Ich glaube, dass ich dazu schon einige Links gesetzt habe. Aber ich setze
hier noch mal zwei Links, damit Du Dich mal einlesen kannst, falls Du das
noch nicht getan haben solltest.

Link 1
Link zu einem guten Buch zum Thema

Du kannst Dich natürlich auch noch mit Dr. Blume beschäftigen. Man sollte ja
immer mehrere Meinungen hören, bevor man alles wieder vergisst und sich seine
eigene Meinung bildet.

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qilin Offline




Beiträge: 3.552

07.11.2008 12:55
#44 RE: Frage zur Genetik Antworten

Eine interessante Hypothese, die ich zwar nicht sehr überzeugend, aber recht sympathisch finde -
sie würde mir z.B. erklären, warum ich mich durchaus als religiös sehen kann, aber weder Bedürfnis
noch Antrieb habe, mich irgendeiner Religion anzuschließen...

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() qilin

Bruder Spaghettus ( gelöscht )
Beiträge:

07.11.2008 13:12
#45 RE: Frage zur Genetik Antworten

Was mir nicht klar ist, warum gibt es dann solche Schwankungen in der Religiosität?
Warum sind in der DDR etwa 80% areligiös gewesen?

Ich bin ziemlich überzeugt, das lag an der Erziehung, nicht an nem besonderen Genpool der Ossis.

Qtipie Offline




Beiträge: 761

07.11.2008 14:07
#46 RE: Frage zur Genetik Antworten

Also die beiden Links der "Wissenschaftliche Literatur", die Du angegeben hast, beziehen sich beide auf Dean Hamers Buch. Dieses Buch ist keine refereete Veröffentlichung. Ich habe dazu vor Wochen schon mal langwierig recherchiert, und keine einzige wissenschaftliche Arbeit gefunden, die Hamers Behauptungen an einer größeren Anzahl von Probanten bestätigt hätte. Die einzige Arbeit die ich kenne, wo überhaupt einmal Hamers Thesen experimentell überprüft wurden, stammt von Linda Silvreia, und dort wurde an einer Gruppe von 12 Teilnehmern keine signifikante Abhängigkeit der Spiritualität von VMAT2 gefunden.


CBE Life Sci Educ. 2008 Spring;7(1):132-45.Click here to read Click here to read Links
Experimenting with spirituality: analyzing The God Gene in a nonmajors laboratory course.
Silveira LA.

University of Redlands, Redlands, CA 92373-0999, USA. linda_silveira@redlands.edu

References linking genes to complex human traits, such as personality type or disease susceptibility, abound in the news media and popular culture. In his book The God Gene: How Faith is Hardwired into Our Genes, Dean Hamer argues that a variation in the VMAT2 gene plays a role in one's openness to spiritual experiences. In a nonmajors class, we read and discussed The God Gene and conducted on a small scale an extension of the study it describes. Students used polymerase chain reaction to replicate a portion of their VMAT2 genes, and they analyzed three polymorphic sites in the sequence of these products. Associations between particular VMAT2 alleles and scores on a personality test were assessed by t test. The course, of which this project was a major part, stimulated student learning; scores on a test covering basic genetic concepts, causation/correlation, and laboratory methodology improved after completion of the course. In a survey, students reported the laboratory project aided their learning, especially in the areas of statistics and the linking of genes to behaviors. They reported high levels of engagement with the project, citing in particular its personal nature as motivating their interest.

Qtipie Offline




Beiträge: 761

07.11.2008 14:12
#47 RE: Frage zur Genetik Antworten

@Bruder_Spaghettus: Ich denke auch, dass man mit dem religiösen Verhalten der Bevölkerung in der DDR demonstrieren kann, dass das religiöse Verhalten bestimmt nur sehr wenig von den Genen bestimmt ist. Andererseits gibt es auch viele Beispiele, bei denen sich die Betroffenen dann von ihrer Erziehung losgesagt haben (die hohe Zahl der Kirchenaustritte, oder z.B. auch Martin Luther, usw.). Umgekehrt suchen die heutigen mehr oder weniger unmissioniert und ungetauft herangezogenen Kinder nun wieder einen Sinn und wenden sich nicht selten der Spiritualität zu.

Bruder Spaghettus ( gelöscht )
Beiträge:

07.11.2008 15:01
#48 RE: Frage zur Genetik Antworten

Vielleicht deshalb, weil Erziehung zwar in der Jugend den größten Einfluss hat, dort aber nicht aufhört?

Qtipie Offline




Beiträge: 761

07.11.2008 16:50
#49 RE: Frage zur Genetik Antworten

Ja. Später ist man dann ja selbständig, und beurteilt alle Dinge von seinem eigenen Standpunkt aus. Das kann ja auch dazu führen, dass man den elternlichen Standpunkt in einer bestimmten Richtung x dann verwirft und einen "besseren" Standpunkt in x vertritt - oder dass man erkennt, dass der Standpunkt der Eltern in einer anderen Richtung y ganz gut ist, und man dann diesen Standpunkt in y auch vertritt.

Qtipie Offline




Beiträge: 761

08.11.2008 08:05
#50 RE: Frage zur Genetik Antworten

Hi Xxxxxx - I have to admit I have no idea. In my own research I study
yeast and cell division, so beyond the project that I did in the course
I don't really know much about neurobiology or behavioral genetics, or
even mammalian genetics. There are definitely examples where behavior
is clearly genetically influenced, but I would think for most behaviors,
especially for something complex like faith, that there is are many
different genetic influences that are in turn modulated by environmental
factors and some degree of stochastic variation.

best,
qqqqq

xxxxxx wrote:
> Do two genetically identical rats (clones) develop, independently from each other,
> but under the same conditions, the same (identical) superstitious ritual in the Skinner box?
>
> Douglas Reberg, Barbara Manna, Nancy K. Innisa: "Superstitious behavior for food and water in the rat" doi:10.1016/0031-9384(77)90318-3
>
> Davis, Hank; Hubbard, James: "An Analysis of Superstitious Behavior in the Rat" doi:10.1163/156853973X00454
>

Seiten 1 | 2
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