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Atheismus vs. Religionen  


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Dieses Thema hat 22 Antworten
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 Atheismus/Agnostizismus
Qtipie Offline




Beiträge: 761

27.10.2008 16:08
"Gottesbeweis" Antworten

Anbei eine Geschichte, wo die "inverse Evolution" beschrieben ist (Rückbildung der Augen des Menschen in einer Population, die abgeschnitten vom Rest der Menschheit in einem unzugänglichen Tal lebt). Wäre so etwas prinzipiell denkbar?


"Das Land der Blinden"

Herbert George Wells, 1904

Etwas mehr als 300 Milen von Chimborazo entfernt, und etwa 100 Meilen von den schneebedeckten Gipfeln des Cotopaxi, in den wilden Resten der Anden Ecuador's, liegt das geheimnisvolle Tal, abgeschnitten vom Rest der Menschheit, das Land der Blinden. Vor vielen langen Jahren war dieses Tal noch so weit und offen zur Welt, dass Menschen noch durch gefährliche Schluchten und über einen vereisten Pass in die ebnen Wiesen kommen konnten. Und dahin kamen auch Menschen, etwa eine Familie von peruanischen Mischlingen, die vor der Tyrannei und Willkür eines böswilligen spanischen Herrschers flohen. Doch dann geschah der gewaltige Vulkanausbruch des Mindobamba, so daß es noch in Quito Nacht für siebzehn Tage war, und das Wasser des Yaguachi kochte und alle Fische tot an der Oberfläche selbst bis nach Guayaquil trieben; überall entlang der Küste des Pazifiks gab es Landverwerfungen und Sturzbäche und plötzliche Springfluten, und eine ganze Seite des alten Arauca Gipfels rutschte ab und donnerte zu Tal, so daß das Land der Blinden für immer von den erforschenden Schritten der Menschheit abgeschnitten wurde.

Aber einer dieser frühen Siedler befand sich gerade auf unserer Seite der Schluchten, als die Welt so schrecklich durchgeschüttelt wurde, so daß ihm nichts anderes übrig blieb, als seine Frau und sein Kind und alle seine Freunde und seinen gesamten Besitz zu vergessen, den er auf jener Seite zurückgelassen hatte, und sein Leben wieder aufs Neue zu beginnen, auf unserer Seite. Er begann es erneut, erkrankte aber an Blindheit, und starb schließlich als Sträfling in den Bergwerken; aber die Geschichte, die er erzählte, wurde zu einer Legende, die bis zum heutigen Tag entlang der gesamten Cordilleras der Anden anhält.

Er erzählte seine Gründe für seine Rückkehr aus dieser Welt, in die er hineingetragen wurde auf dem Rücken eines Lamas, neben den gewaltigen Lastballen, als er noch ein Kind war. Das Tal, so sagte er, besaß alles, was das Herz eines Menschen begehren könnte - süßes Wasser, saftiges Gras, ein gleichmäßiges Klima, Hänge mit satter brauner Erde und Büschen und Sträuchern, an denen wunderbare Früchte reiften, und an einer Seite mächtige Pinienwälder, welche die Lawinen abhielten. Weit darüber, waren die rauen Felsen grau-grünen Steines von drei Seiten von Eis bedeckt, aber der Gletscherstrom kam nicht hier herab, sondern floß zu einer anderen Seite ab, und nur von Zeit zu Zeit kamen die gewaltige Eismassen zum Tal herab.

In diesem Tal regnete und schneite es nicht, doch die ergiebigen Quellen ergossen sich in ein reiches grünes Grasland, das sich überall im Tal fand, so daß es den Siedlern wohl ging in diesem Tal. Ihr Vieh stand wohl und vermehrte sich, und es fehlte fast nichts zu ihrem Glück. Nur einen Makel gab es. Eine seltsame Krankheit war über sie gekommen und hatte bewirkt, dass alle Neugeborenen - und selbst einige der älteren Kinder - blind waren. Es sei ein Amulett oder Gegenmittel gegen diese Plage der Blindheit gewesen, das er gesucht habe, als er mit Ermüdung und unter Gefahr und Schwierigkeiten aus den Schluchten des Landes der Blinden ausgewandert sei, so dieser erste Erzähler der Legende.

Damals, in solchen Fällen, dachten die Menschen nicht an Keime und Infektionen, sondern an Sünden, und es schien ihm, dass der Grund für dieses Elend im Heidentum der Siedler läge, so daß sie einen Schrein errichten würden, am Weg durch den er das Tal verlassen hatte. Er wollte einen hübschen Schrein, kostengünstig und effektiv, für das Tal; und Reliquien, oder ähnlich potente Dinge des Glaubens, gesegnete Objekte und geheimnisvolle Inschriften und Gebete. In seinem Ranzen hatte er ein Stück gediegenen Silbers, das er beisteuern würde; er bestand darauf, dass es kein Silber im Tal gäbe, ein wenig mit der Beharrlichkeit eines unerfahrenen Lügners. Sie hätten im Tal alle ihr Geld und ihren Schmuck zusammengelegt, mit dem sie hier oben in den Bergen ja nur wenig anfangen konnten, um sich damit heilige Hilfe gegen jenes Leiden zu erkaufen.

Ich stelle mir diesen Bergbewohner vor, mit seinen trüben Augen, sonnenverbrannt, hager und besorgt, die Hutkrempe fiebernd in seinen Fingern drehend, ein Mann vollkommen ungewohnt in den Wegen der niederen Welt, wie er seine Geschichte irgendeinem aufmerksamen blauäugigem Priester erzählt; ich kann mir vorstellen, wie er sich wünscht zurückzukehren mit frommen und unfehlbaren Heilmitteln gegen diese Krankheit, und die unendliche Bestürztheit, mit der er in die unermessliche Weite des diesseitigen Tales gesehen haben mag.

Aber der Rest seiner unglückseligen Geschichte ist verloren gegangen, mit der Ausnahme seines bösen Endes nach einigen Jahren. Armer Verirrter in dieser Abgeschiedenheit! Der Bach, der einst die Schlucht geformt hatte, schießt nun als Strom und Wasserfall aus dem Mund einer Felsenhöhle heraus und die schlecht überlieferte Geschichte dieses Mannes entwickelte sich zur Legende über eine Rasse von den blinden Menschen "da-drüben", die man noch heute hört.

Und so breitete sich inmitten der kleinen Population dieses nun abgeschnittenen und vergessenen Tals die Krankheit aus. Die Alten verloren ihr Augenlicht und die Jungen sahen schlecht, und die Kinder, die ihnen geboren wurden, sahen überhaupt nichts. Aber das Leben war leicht in diesem Eis-umwachsenen und von der Welt abgeschnittenen Bassin, ohne Dornsträucher und Stacheln, ohne bösartige Insekten oder gefährliche Tiere. Die Sehenden waren so langsam und allmählich halbblind geworden, dass sie nur schwerlich den Verlust bemerkt hätten. Sie führten die blinden Jungen an der Hand, bis diese das gesamte Tal auswendig kannten, und als sie schließlich starben, lebte die Rasse der Blinden weiter. Sie hatten sogar Zeit gehabt, sich die blinde Kontrolle des Feuers anzueignen, das sie sorgfältig in Herden aus Steinen bewahrten. Es war ein einfacher Menschenschlag, ungebildet, nur sehr wenig berührt gewesen von der Spanischen Zivilisation, aber dafür ein wenig mit der Tradition der Künste des Alten Peru und seiner verlorenen Philosophie. Eine Generation folgte der anderen, sie vergaßen viele Dinge und erfanden vieles neu. Ihre Tradition der großen Welt, aus der sie stammten, wurde mythisch und ungewiss. Der Zufall wollte es, dass einmal ein Mann mit originellem Geist unter ihnen lebte, und der reden konnte, und einige von ihnen von seinen Ideen zu überzeugen vermochte, und nach einiger Zeit ein Zweiter. Diese Beiden gingen dahin, und ließen ihre Gedanken zurück, und die kleine Gemeinschaft lebte und wuchs zahlenmäßig und im Verständnis der Dinge, und erkannte und löste soziale und wirtschaftliche Probleme, die sich ihnen stellten.

Eine Generation folgte der anderen. Eine Generation folgte der anderen. Und es kam die Zeit, dass ein Kind fünfzehn Generationen nach dem ersten Siedler geboren wurde, der mit einem Stück Silber das Tal verließ, um Gottes Hilfe zu suchen, und dann nie zurückkehrte. Der Zufall wollte es, das zu dieser Zeit ein Mann aus der äußeren Welt in diese Gemeinschaft kam. Dies ist die Geschichte dieses Mannes.

Er war ein Bergmann aus der Gegend nahe Quito, ein Mann, der an der See gewesen war und die Welt gesehen hatte, ein Leser von Büchern in der Originalsprache, ein scharfsinniger und unternehmungslustiger Mann, und er war von einer Gesellschaft von Engländern mitgenommen worden, die nach Ecuador gekommen waren, um hier zu bergsteigen, und zwar um einen ihrer drei Schweizer Bergführer zu ersetzen, der krank geworden war.

Und so kletterten sie hier und dort, und dann kam die Versuchung des Parascotopetl, das Matterhorn der Anden, in der er den Rest der Welt vergaß. Die Schlagzeilen solcher Unfälle sind mehrere Duzend Male geschrieben worden. Am besten natürlich in der Erzählerperspektive. Er beginnt, wie die kleine Gruppe um Erich Zeiger, den berühmten Bergsteiger, ihren schwierigen und fast senkrechten Weg bis an den Fuß des letzten und bedeutendsten Steilhang machte, führt aus, wie sie ihr Basislager inmitten des Schnees unter dem Schutz eines kleinen Felsvorsprunges aufschlugen, und, mit dem Touch echter dramatischer Kraft, wie sie plötzlich feststellten, dass Nunez fehlte! Sie riefen, aber ohne eine Antwort zu hören, sie riefen und schrien, und konnten für den Rest der Nach nicht mehr schlafen.

Und als der Morgen graute, sahen sie die Spuren seines Falles. Es schien unmöglich, dass er noch einen Hilferuf abgegeben haben könnte. Er war in östlicher Richtung zur unbekannten Seite des Berges hin abgerutscht, und hatte weit unterhalb einen Krater im tiefen Schnee hinterlassen, gefolgt von einer Rinne inmitten eines kleinen Lawinenabganges. Seine Spur lief geradewegs auf die Kante eines gefährlichen Vorsprungs hin, und nach diesem Vorsprung war nichts mehr zu sehen. Weit, weit entfernt, und nur im Nebel konnten sie unten die Spitzen der Bäume eines schmalen sich anschließenden Tals sehen - das Land der Blinden. Natürlich wussten sie nicht, dass es das Land der Blinden ist, oder dieses Tal von irgend einem anderen schmalen Tal auch nur zu unterscheiden. Verstört durch dieses Desaster gaben sie ihre Versuche am Nachmittag dann auf, und Erich Zeiger, der Anführer der Gruppe wurde durch die Einberufung in den Krieg daran gehindert, einen erneuten Versuch zu unternehmen. Bis zu diesem Tag bleibt daher der Parascotopetl ein uneroberter Gipfel, und das Basislager zerbröselt unbesucht inmitten des Schnees.

Aber der Abgestürzte überlebte.

Am Ende des Hanges fiel er 300 Meter, und landete inmitten eines Schneehaufens auf einem weiteren Hang, der noch abschüssiger als der erste war. Er rutschte auch hier herab, geschockt und empfindungslos, aber ohne gebrochene Knochen; bis er zu mäßigeren Abhängen kam und zuletzt ausrollte und still da lag, begraben inmitten des weichen und weißen Schnees, der ihn umgab und schützte. Er kam zu sich mit der vagen Einbildung, er wäre im Bett, erkannte dann mit seiner Bergsteiger-Intelligenz, wo er sich befand, und arbeitete sich aus dem Schneehaufen heraus, bis er nach einer Weile die Sterne sehen konnte. Er legte sich flach auf die Seite und fragte sich, wo er war, und was ihm passiert war. Dann untersuchte er seine Glieder und die Jacke und stellte fest, dass einige seiner Knöpfe abgerissen waren, dass er sein Messer aus der Tasche verloren hatte, und seine Mütze, obwohl er sie unter dem Kinn zusammengebunden hatte. Er erinnerte sich, dass er nach losen Steinen Ausschau gehalten hatte, um eine Schutzmauer für das Basislager zu bauen. Und seine Eis-Axt war auch weg.

Er beschloß, dass er gestürzt sein musste, und sah nach oben, um den gewaltigen Sturz aus der Höhe abzuschätzen, die durch das fahle Licht des Mondes noch übertrieben vergrößert erschien. Für eine Weile lag er da, und starrte auf die riesige kahle Klippe, die über ihm thronte, und die nun Stück für Stück mit dem aufgehenden Mond aus der umgebenden Flut der Dunkelheit herauswuchs. Seine phantastische, geheimnisvolle Schönheit hypnosierte ihn, bis er plötzlich von einem Anfall schluchzenden Gelächters heimgesucht wurde...

Nach einer Weile wurde er gewahr, dass er sich nahe des unteren Endes der Schneegrenze befand. Darunter, so erkannte er im Mondschein, befand sich ein begehbarer Hang, und er sah die dunkle und raue Erscheinung des Gerölls. Er kämpfte sich auf seine Beine, wobei jede Bewegung schmerzte, und kam von dem Schneehaufen herunter, aus dem er sich herausgearbeitet hatte, ging weiter bis zu dem Geröll, wo er sich neben einem Felsblock fallen ließ, einen tiefen Schluck aus seinem Flachmann-Flasche nahm und augenblicklich einschlief...

Er erwachte erst durch das Singen der Vögel in den Bäumen weit unter ihm.

Er setzte sich auf und erkannte, dass er sich auf einer kleinen Alp am Fuße einer gewaltigen Steilwand befand, die sich nur wenig in die Richtung neigte, aus der er und sein Schneehaufen gekommen war. Schräg gegenüber erhob sich eine weitere Steinwand in den Himmel. Die Schlucht zwischen diesen beiden Wänden verlief von Ost nach West und war erfüllt vom morgendlichen Sonnenlicht, das in Richtung des westlichen Massivs des abgerutschten Berggipfels strahlte, der nun den Taleingang verschloss. Unter ihm befand sich eine Steilwand, aber hinter dem Schnee in dem Kanal sah er eine Art von Kamin, in dem des Schneewasser hinabtropfte, den ein verzweifelter Mann hinabklettern könnte.

Er fand es leichter als gedacht, und kam dann zu einer weiteren trostlosen Alp, und nach einem weiteren Abstieg über die Felsen ohne große Schwierigkeiten zu einem flachen Hang mit Bäumen. Er straffte sich und wendete sein Gesicht hoch zur Klamm, denn er sah, wie sie sich über grünen Bergwiesen öffnete, die er leicht hinabsteigen könnte. Er hatte entlang einer glatten Wand zu klettern, und nach einer Weile strahlte die aufgehende Sonne nicht mehr in die Schlucht und das Vogelgezwitscher verebbte, und die Luft wurde plötzlich kalt und dunkel. Aber das sichtbare Tal mit seinen Häusern war dafür umso leuchtender. Schließlich erreichte die Böschung und inmitten der Steine bemerkte er - denn er war ein aufmerksamer Mensch - ein unbekanntes Farn, das sich aus den Erdspalten mit intensiven grünen Händen herauszustrecken schien. Er sammelte eine Handvoll davon und kaute die Blätter und fand es ein wenig hilfreich.

Etwa zur Mittagszeit kam er schließlich aus der Kehle der Schlucht heraus, in die Ebene und das Sonnenlicht. Er war angespannt und müde, und so setzte er sich in den Schatten eines Felsens, füllte seine Flasche mit dem Wasser aus einer Quelle und trank sie aus, und ruhte sich eine Weile aus, bis er weiter in die Richtung der Häuser ging.

Diese waren sehr seltsam für ihn, wie er sie so ansah, und auch das gesamte Tal war ihm ungewöhnlich und eigenartig. Der größte Teil der Oberfläche war bedeckt von saftigem grünen Gras, übersät mit vielen wundervollen Blumen und bewässert mit außerordentlicher Sorgfalt, und offenbar systematisch Stück für Stück bebaut. Das Tal war von einem großen Ring eines Wasserkanals umgeben, von dem viele kleinere Wasserkanäle abzweigten, um die Pflanzungen zu bewässern, während außerhalb der Bewässerungsanlage angepflockte Lamas friedlich weideten. Hier und da ein paar Hütten, unter denen vermutlich die Lamas Zuflucht suchen konnten, und die an die Mauer des Walls mit ihren Rückseiten angelehnt waren. Die Bewässerungsanlage besaß außerdem einen Hauptkanal, der in die Mitte des Tals führte, und der beidseitig mit einem brusthohen Wall umschlossen wurde. Das Zentrum machte einen einzigartigen städtischen Eindruck an diesem entlegenen Platz der Welt, und diese Qualität wurde noch dadurch verstärkt, daß eine Anzahl von Straßen aus gepflasterten schwarzen und weißen Steinen, jeweils mit einer komischen kleinen Kerbe an der Seite hierhin und dorthin in einer sehr geordneten Art und Weise führten.

Die Häuser des Zentrums waren völlig anders als das zusammengewürfelte Agglomerat von Katen der Bergdörfer, die er kannte; sie standen in einer geordneten Reihe an jeder Seite der zentralen Straße mit erstaunlicher Sauberkeit. Da und dort war die verschiedenfarbige Fassade von einer Tür durchbrochen, aber nicht ein einziges Fenster war an den Häusern zu sehen. Die Fassaden schienen vollkommen durcheinander angemalt worden zu sein, sie waren mit einer Art verschiedenfarbiger Mörtelmasse bestrichen worden, manchmal ein Stück weit braun, dann etwas grau, dann wieder etwas dunkelbraun, dann schiefer-farben; und es war die Ansicht dieser wild durcheinander angemalten Fassaden, die zum esrten Mal das Wort "blind" in die Gedanken des Entdeckers brachten. "Der gute Mann, der das angemalt hat", dachte er, "muss wohl so blind wie ein Maulwurf gewesen sein!"

Er stieg an eine tiefer gelegene Stelle ab, und gelangte so schließlich zu dem Wall und dem Wasserkanal, der durch das Tal führte und in der Nähe das Wasser in einem weiten Bogen in eine Kaskade von Auffangbehältern strömen ließ. Nun konnte er eine Anzahl von Männern und Frauen sehen, die sich offenbar auf den Heuhaufen des gemähten Grases ausruhten, und auch eine Anzahl von ruhenden Kindern, die sich näher an dem Dorf im Zentrum des Tals befanden, sowie drei weitere Männer in seiner unmittelbaren Nähe, die unter einem Joch jeweils zwei Eimer einen schmalen Pfad entlang trugen, der von dem umschließenden Wall zu den Häusern verlief.

Diese drei Männer waren mit Kleidern aus den Fellen von Lamas bekleidet und trugen Schuhe und Gürtel aus Leder, und Mützen mit Rück- und Ohrenklappen. Sie folgten einander im Gänsemarsch, wobei sie langsam gingen und gähnten während sie liefen, so als wären sie die ganze Nacht auf gewesen. Es war etwas so beruhigendes und respektvolles in ihrem Gang, dass Nunez erst nach einem Moment des Zögerns es wagte von seiner Stelle auf einem Stein einen lauten Ruf abzugeben, der im ganzen Tal als Echo umlief.

Die drei Männer blieben abrupt stehen und drehten ihre Köpfe simultan in seine Richtung, als würden sie nach ihm Ausschau halten. Dann drehten sie ihre Köpfe in diese und jene Richtung, und Nunez gestikulierte lebhaft, aber sie schienen ihn nicht wahrzunehmen, trotz aller seiner Bewegungen. Nach einer Weile drehten sie sich weit nach rechts in die Richtung der Berge und riefen eine Antwort. Nunez brüllte aufs Neue, und noch einmal, und als er wieder ergebnislos gestikulierte, kam ihm das Wort "blind" erneut in den Sinn. "Diese Esel müssen doch blind sein", sagte er.

Schließlich, nach vielen Rufen und mit einigem Zorn, lief Nunez über die kleine Brücke, die den Wasserkanal überkreuzte, ging durch ein Tor in der Mauer und erreichte sie endlich. Jetzt war er sicher, dass sie blind waren. Und er war sicher, dass dies das Land der Blinden war, von dem die Legende sagte. Diese Überzeugung hatte ihn geradezu angesprungen, zusammen mit dem großen Gefühl des einzigartigen und beneidenswerten Abenteuers.

Die drei Männer standen Seite an Seite und schauten von ihm weg, hielten aber ihre Ohren in seine Richtung, um ihn anhand seiner unbekannten Schritte einzuschätzen. Sie standen nahe beisammen, als ob sie sich fürchteten, und er konnte erkennen, dass ihre Augenlieder geschlossen waren und eingesunken, als ob sie nicht einmal Augäpfel hätten. Und sie hatten einen Ausdruck von Scheu auf ihren Gesichtern.

"Ein Mann," sagte der erste Mann, in einem schwer verständlichem Spanisch. "Ein Mann ist das - ein Mann oder ein Geist - der von den Felsen herabkommt."

Aber Nunez erreichte sie mit den überzeugten Schritten eines Jugendlichen, der in das Leben tritt. Alle diese alten Geschichten über das verlorene Tal und das Land der Blinden fielen ihm auf einmal wieder ein, und seine Gedanken drehten sich das alte Sprichwort, als wäre es ein Refrain:

"Im Land der Blinden ist der Einäugige König!"

"Im Land der Blinden ist der Einäugige König!"

Und sehr höflich begann er sich ihnen vorzustellen, und redete sie an und nutzte seine Augen.

"Woher kommt er, Bruder Pedro?" fragte einer der Männer.

"Von den Felsen."

"Über die Berge komme ich herab!" sagte Nunez, "aus dem Land dahinter - wo die Menschen sehen können! Aus der Nähe Bogotas - wo mehr als Hunderttausend Menschen leben, und man die Stadt nicht mehr mit dem Auge ermessen kann!"

"Auge?" murmelte Pedro. "Auge?"

"Er kommt, - " sagte der zweite blinde Mann, "von den Felsen."

Die Kleider ihrer Mäntel, sah Nunez, war seltsam. Jede mit einer anderen Sorte und völlig verschiedenfarbig zusammengenäht.

Sie schreckten ihn auf, als sie sich gleichzeitig auf ihn zu bewegten, jeder mit ausgestreckten Händen. Er wich einen Schritt zurück vor dem Angriff dieser ausgestreckten Finger.

"Komm hierher," sagte der dritte Blinde und folgte der Ausweichbewegung, bis er ihn sanft berührte.

Und sie hielten Nunez und befühlten ihn, und sagten kein Wort, während sie ihn betasteten.

"Vorsicht!" schrie er, als sie seine Augen betasteten, und zuckte mit den Wimpern, diesen eigenartigen Dingern an ihm. Sie befühlten es noch einmal.

"Eine seltsame Kreatur, Correa," sagte der Pedro benannte Blinde. "Merkst du die Rauheit seines Haares? Fast wie bei einem Lama."

"Er ist rau, weil er aus den Felsen herabgekommen ist, die ihn gezeugt haben," said Correa, und untersuchte Nunez's unrasiertes Kinn mit seiner weichen und leicht feuchten Hand. "Vielleicht wächst er noch und wird dann zarter."

Nunez bewegte sich ein wenig während ihrer Untersuchung, aber sie hielten ihn fest.

"Vorsichtig," wiederholte er.

"Er redet," sagte der dritte Blinde. "Bestimmt ist es ein Mann."

"Ugh!" sagte Pedro, als er die Rauheit der Jacke fühlte.

"Und Du bist in die Welt gekommen?" fragte Pedro.

"Aus der Welt! Über die Berge und Gletscher - geradewegs über den Gipfel, über dem die Sonne steht! Aus der großen weiten Welt! Zwölf Reisetage bis zur See."

Mit Andacht lauschten sie seinen Worten. "Unsere Vorväter sagten uns, dass der Mensch durch die Kräfte der Natur erschaffen wurde." sagte Correa. "Es ist die Energie der Materie, und die Feuchtigkeit, und die Verwesung - die Verwesung."

"Lasst ihn uns zu den Ältesten bringen," sagte Pedro.

"Rufe vorher," sagte Correa, "Sonst könnten sich die Kinder fürchten. Denn es ist ein Wunder."

Und so riefen sie in die Richtung der Häuser und Pedro ging als erster und nahm Nunez an der Hand, um ihn zu den Häusern zu führen.

Nunez drehte sein Hand weg. "Ich kann sehen!" sagte er.

"Sehen?" sagte Correa.

"Ja; sehen," sagte Nunez, wendete sich ihm zu und stolperte beinahe über Pedros Eimer.

"Seine Sinne sind noch unvollkommen," sagte der dritte Blinde. "Er stoplert und spricht Wörter ohne Bedeutung. Du musst ihn an der Hand führen!"

"Wie ihr wollt," sagte Nunez, und lachte laut heraus.

Es schien, sie wussten einfach nichts vom Sehen. Gut, zu einem geeigneten Zeitpunkt würde er es ihnen dann schon beibringen.

Er hörte das Rufen weiterer Menschen und sah eine Anzahl von Leuten, die sich auf der mittleren Straße des Dorfes versammelten und er fand diese erste Berührung mit dem Land der Blinden viel anstrengender und aufreibender als gedacht. Der Platz schien größer zu werden, als sie näher kamen und die durcheinandergeschmierten Häuserverputzungen seltsamer und ein Auflauf von Männern ud Frauen (wobei er die die Gesichter der Frauen und Mädchen hübsch und sanft fand, aber alle ihre Augen waren geschlossen und eingesunken) und Kindern kam über ihn, und hielten ihn fest, um ihn mit ihren weichen Händen zu betasten, ihn zu beriechen und jedes Wort aus seinem Mund zu hören.

Einige der Mädchen und Kinder, hielten sich jedoch abseits, als würden sie sich fürchten, und tatsächlich schien seine Stimme rau und gebrochen neben ihren sanften Rufen. Aber die Masse fiel über Nunez her. Seine drei Führer hielten sich dicht zu ihm, um ihr Eigentumsrecht an ihm zu wahren und sagten immer und immer wieder: "Ein Wilder aus den Felsen!"

"Aus Bogota," sagte Nunez, "Bogota. Über den Gipfeln der Berge."

"Ein wilder Mann -- der wilde Worte spricht," sagte Pedro. "Hast du das gehört -- 'Bogota'? Sein Gehirn hat sich noch nicht voll entwickelt. Er hat erst die Anfänge der Sprache."

Ein kleiner Junge kniff ihn in die Hand. "Bogota!" äffte er ihn nach.

"Eh! Das ist eine Stadt gegen euer Dorf! Ich komme aus der großen weiten Welt - wo die Menschen Augen haben und sehen können!"

"Sein Name ist Bogota," stellten sie fest.

"Er ist gestoplert," sagte Correa -- "über den Eimer. Sogar zweimal, als wir hier herkamen."

"Bringt ihn zu den Ältesten"

Und zogen ihn mit sich und plötzlich durch eine Türöffnung in einen Raum, in dem es so schwarz wie die Nacht war, nur an seinem Ende glomm still ein kleines Feuerchen vor sich hin. Die Menge schloss sich hinter ihm an und drängte sich in der Türöffnung schloss damit den kleinsten Strahl Sonnenlicht aus, und ehe er es sich versah, war er über die Beine eines der sitzenden Männer gestolpert und der Länge nach hingeschlagen. Sein ausgestreckter Arm schlug das Gesicht eines anderen Mannes, als er hinfiel; er merkte den weichen Aufschlag und hörte den zornigen Aufschrei des Getroffenen, und musste sich im Handumdrehen gegen eine Anzahl von Händen erwehren, die plötzlich gegen ihn ankämpfte. Es war ein ungleicher Kampf. Da erst bekam er eine Ahnung der Situation, und blieb ruhig liegen.

"Ich bin hingefallen," sagte er; "Weil ich in dieser Dunkelheit nichts sehen konnte."

Es gab eine kleine Stille, als ob die unsichtbaren Personen um ihn herum versuchen würden, seine Worte zu verstehen. Dann sagte die Stimme von Correa: "Er ist erst vor Kurzem geformt worden. Er stolpert, wenn er geht, und mischt Worte in seine Rede, die nichts bedeuten."

Die anderen Blinden sagten etwas, das er nicht genau verstehen konnte.

"Darf ich mich aufsetzen?" fragte er dann in die Stille. "Ich werde nicht mehr gegen euch kämpfen."

Sie waren einverstanden und ließen ihn sich aufsetzen.

Die Stimme eines älteren Mannes richtete eine Frage an ihn und Nunez fand sich selbst wieder, wie er ihnen zu erklären versuchte, wie er aus der großen weiten Welt herabgefallen wäre, und den Himmel und die Berge und ähnliche Wunder. Und das diesen Ältesten, wie sie dasaßen in der Dunkelheit im Land der Blinden. Ganz entgegen seiner Erwartung, verstanden und glaubten sie nicht ein Wort, was er ihnen auch erzählte. Sie verstanden nicht einmal viele seiner Worte. Vierzehn Generationen lang waren diese Menschen blind und vom Rest der Welt abgeschnitten gewesen - die Namen für alle Dinge des Sehens waren verblichen und zu einer Kinderfabel verblasst. Sie hatten aufgehört, sich mit irgend etwas hinter den steinigen Berghängen hinter ihrem Schutzwall zu beschäftigen. Blinde Genies hatten unter ihnen gelebt und die Reste des alten Glaubens und der Tradition aus den alten Tagen des Sehens in Frage gestellt, und all diese Dinge als pure Illusionen entlarvt und durch neue und bessere Erklärungen ersetzt.

Und mit ihren Augen war auch viel von ihren Fantasie vergangen, aber sie hatten viele neue Vorstellungen entwickelt für ihre empfindlicheren Finger und Ohren. Langsam begriff Nunez, daß seine Erwartungen hinsichtlich Wunderglauben und Ehrfurcht gegenüber seiner Herkunft und seine Fähigkeiten unausgegoren waren. Und nachdem sein schwacher Versuch, ihnen das Sehen zu erklären schlicht beiseite geschoben und durch die Erklärung ersetzt worden war, es handele sich bei ihm um ein neu gemachtes Geschöpf, gab er nach und hörte ihrer Weltanschauung zu. Der Älteste der Blinden erklärte ihm des Leben und die Philosophie, und die Religion, und wie die Welt (er meinte ihr Tal) zuerst ein leeres Loch in den Felsen gewesen war, und wie dann die ersten unbelebten Dinge ohne die Fähigkeit der Berührung entstanden und dann die Lamas und ein paar andere Kreaturen, die bereits ein wenig dieser Fähigkeit besaßen, und dann die Menschen und zuletzt die Engel, die man zwar singen hören konnte, und wie sie flatternde Geräusche machten, aber die man niemals berühren konnte. Das verwirrte Nunez sehr, bis er begriff, dass sie die Vögel meinten.

Der Älteste der Blinden erklärte weiter, wie die Tage in eine warme und eine kalte Zeit geteilt worden waren, welche die blinden Äquivalente von Tag und Nacht darstellten, und daß es gut war, während der warmen Zeit zu schlafen, und während der kalten Zeit zu arbeiten, so daß im Moment, bei seiner Ankunft die ganze Stadt geschlafen hatte. Der Älteste erklärte, Nunez (d.h. "Bogota") sei gerade dafür geschaffen worden, um ihre Weisheit, die sie erreicht hatten, zu erlernen. Und daß er gegen seine mentalen Behinderungen und sein fehlerhaftes Verhalten ruhig all seinen Mut zusammennehmen solle und um nach seinen besten Kräften und Vermögen das Leben zu erlernen. Und alle Blinden in der Versammlung murmelten ermutigend.

Der Älteste stellte fest, daß die Nacht (wie die Blinden den Tag nannten), nun schon weit fortgeschritten wäre, und schickte alle Menschen wieder schlafen. Er fragte Nunez fürsorglich, ob er wisse, wie man schlafe, und Nunez antwortete, das wisse er, aber er würde vorher gerne etwas essen. Und so brachten sie ihm Essen, Lamamilch in einer Kanne und stark gesalzenes Brot, und setzten ihn an eine abseits gelegene Stelle, damit er sie mit seinen Geräuschen nicht störe, um dann wieder einzuschlummern, bis die Abenddämmerung über den Bergen ihren Tag anbrechen ließ. Aber Nunez konnte keinen Schlaf finden.

Stattdessen saß er an seinem Platz, wo sie ihn gelassen hatten, und rieb sich die Augen, während seine Gedanken wieder und wieder um die unvorhergesehenen Umstände seiner Ankunft kreisten.

Von Zeit zu Zeit lachte er auf, manchmal mit Vergnügen, manchmal mit Entrüstung.

"Mentale Behinderungen!" wiederholte er, "Ungeformtes Gehirn! Hat noch nicht alle Sinne! Wenn sie wüssten, wie sehr sie ihren vom Himmel herabgesandten König und Meister beleidigt hatten!"

"Nun, ich sehe, dass ich sie zur Vernunft bringen muß!"

"Nachdenken."

"Nachdenken."

Und er dachte nach wie vor nach, bis die Sonne unterging.

Nunez hatte offene Augen für alle schönen Dinge, und es schient ihm, daß der abendliche Sonnenschein über die schneebedeckten Gipfel und Gletscher, die imposant über dem Tal thronten, das Schönste waren, was er je gesehen hatte. Er ließ seine Blicke von dieser unerreichten Herrlichkeit herab zu dem Dorf und den bewässerten Feldern schweifen, die nun schnell ins Zwielicht versanken, und plötzlich durchzuckte ihn eine Gefühlsregung und er dankte Gott vom Grunde seines Herzens dafür, daß ihm die Sehkraft geschenkt worden war.

Er hörte eine Stimme aus dem Dorf, die nach ihm rief.

"Hallo, Bogota! Komm hierher!"

Und er stand auf und lächelte. Er würde diesen Blinden ein und für alle Mal zeigen, was die Sehkraft einem Menschen gab! Sie würden ihn suchen, aber nicht finden!

"Du bewegst dich ja gar nicht, Bogota," sagte die Stimme.

Er lachte lautlos und machte heimlich zwei Schritte vom Weg ab.

"Trampel nicht auf das Gras, Bogota - das ist verboten."

Nunez hatte schwerlich das Geräusch wahrgenommen, das er selbst machte. Er hielt erstaunt inne.

Der Besitzer der Stimme kam eilig auf dem scheckigen Pfad auf ihn zu gelaufen.

Nunez trat zurück auf den Weg. "Hier bin ich", sagte er.

"Warum bist du nicht gekommen, als ich dich gerufen habe?" fragte der Blinde, "Muss man dich denn wie ein Kind an die Hand nehmen? Kannst du denn nicht den Weg hören, wenn du ihn gehst?"

Nunez lachte. "Ich kann ihn sehen!" sagte er.

"So ein Wort wie 'sehen' gibt es nicht," sagte der Blinde nach einer Pause. "Lass diesen Unsinn und folge dem Klang meiner Schritte."

Nunez folgte etwas verärgert.

"Meine Zeit wird kommen," sagte er.

"Du wirst es schon noch lernen", antwortete der Blinde. "Und es gibt so viel zu lernen, in der Welt!"

"Hat niemand euch gesagt: 'Im Land der Blinden ist der Einäugige König'?"

"Was ist blind?" fragte der Blinde achtlos über seine Schulter zurück.

Und so vergingen vier Tage und auch am fünften war der König der Blinden immer noch incognito, als ein plumber und nutzloser Fremder inmitten seiner Untertanen.

Es war, so stellte er fest, viel schwieriger, sich selbst auszurufen, als er es gedacht hatte. In der Zwischenzeit, während er immer noch seinen Staatsstreich plante, tat er, was man von ihm verlangte und lernte die Sitten und Gebräuche des Landes der Blinden. Er fand das arbeiten und gehen bei Nacht eine besonders belastende Sache, und entschied, daß dies das Erste wäre, was er ändern würde.

Diese Menschen führten ein einfaches, arbeitsvolles Leben, mit allen Aspekten des Leids und des Glücks, soweit das von Menschen beurteilt werden kann. Sie arbeiteten hart, aber nicht über die Maßen, so daß sie ihr Auskommen an Nahrung und Kleidung hatten, sie hatten ihre Ruhe- und Feiertage, an denen sie viel Musik and Gesang machten, und es gab Liebe unter ihnen und kleine Kinder. Es war hübsch anzusehen, mit welchem Vertrauen und Präzision sie an ihr geordnetes Tagewerk gingen.

Alles, was man sah, hatten sie ihren Bedürfnissen angepasst - jeder der Wege des Tals hatte einen konstanten Winkel zu den anderen Wegen und war durch bestimmte Einkerbungen gekennzeichnet, jedwede Hindernisse oder Unregelmäßigkeiten auf den Wegen oder Feldern hatten sie vor langer Zeit schon ausgeräumt, und alle ihre Arbeitsmethoden und Vorgehensweisen entsprachen ihren besonderen Bedürfnissen. Ihre Sinne waren erstaunlich hochentwickelt, sie konnten einen Menschen auf über ein Dutzend Schritte hören und selbst sein Befinden einschätzen - ja, sie konnten sogar seinen Herzschlag hören. Die Betonung der Worte hatte längst ihren reinen Ausdruck ersetzt, und die Berührung die Mimik und Gestik, und die Arbeit mit Hacke und Spaten und Gabel ging ihnen leicht von der Hand.

Ihr Geruchssinn war außerordentlich fein entwickelt, sie konnten individuelle Unterschiede bemerken, wie es sonst nur die Hunde können, und sie wandten sich mit Hingabe der Lama-Zucht zu, die außerhalb des Walls auf den Wiesen zwischen den Felsen lebten. Aber erst als Nunez seine Ansprüche geltend machen wollte, fand er heraus, wie leicht und zuversichtlich ihre Bewegungen sein konnten.

Er rebellierte erst, nachdem er es mit Überzeugung versucht hatte.

Zunächst versuchte er es bei verschiedenen Gelegenheiten, ihnen vom Sehen zu erzählen.
"Schaut mal", sagte er, "Es gibt doch Dinge in mir, die ihr nicht versteht."

Einmal oder zweimal, hörten ihm einer oder zwei der Blinden auch zu. Sie saßen mit gesenkten Gesichtern da und hatten ihre Ohren auf ihn gerichtet, und er gab sein Bestes, um ihnen verständlich zu machen, was Sehen ist. Unter seinen Hörern war ein Mädchen, das er besonders zu überzeugen hoffte, deren Augenlieder weniger eingesunken und tot als die der anderen waren, so daß man fast meinen konnte, es würden sich tatsächlich Augen dahinter verstecken.

Er sprach über die Schönheit des Sehens, über die Schönheit der Berge, und des Himmels, und des Sonnenaufgangs, und sie hörten ihm mit amüsiertem Staunen zu, bis sie ihn ablehnten. Sie erklärten dass es gar keine Berge gibt, denn am Ende der Felsen, bis zu denen die Lamas grasten, war auch die Welt zuende. Dort war der Ursprung einer steinernen Platte, welche die Welt überdeckte, und von der herab das kondensierte Wasser als Tau oder Schnee herabfiel. Und als Nunez darauf beharrte, dass die Welt weder so eine Steinplatte noch ein Ende hatte, wie sie vermuteten, da sagten sie, dass seine Gedanken böse seien.

Und sobald er ihnen den Himmel und die Wolken und die Sterne beschrieb, erschien es ihnen wie eine abscheuliche Lästerung gegen die Steinplatte an die sie glaubten, und von der sie wußten, dass sie von vorzüglicher Geschmeidgikeit beim Anfassen beschaffen war. Er sah ein, dass er sie auf eine bestimmte Art und Weise schockierte, und gab alsbald diesen theoretischen Aspekt der Wissensvermittlung auf, um sich den eher praktischen Anwendungen des Sehens zu widmen.

Eines Tages sah er Pedro die siebzehnte Strasse in Richtung der Innenstadt entlanggehen, aber noch zu weit entfernt, als dass sie ihn schon hören oder riechen konnten. "In einer kurzen Zeit", prophezeite er, "Wird Pedro hier ankommen!" Ein alter Mann merkte an, dass Pedro eigentlich nichts in der siebzehnten Straße zu tun hätte, und dann, wie zur Bestätigung, wendete sich Pedro plötzlich und bog auf den zehnten Weg ab, und entfernte sich schnellen Schrittes in Richtung des äußeren Walles. Sie verspotteten Nunez, als Pedro nicht ankam, und später, als er Pedro Fragen stellte, um es doch noch zu beweisen, da stritt Pedro es heftig ab und begegnete ihm ab diesem Zeitpunkt nur noch mißtrauischund feindlich.

Denn versuchte er es mit einem anderen Experiment. Er ging mit einer wohlwollenden Versuchsperson bis zu den Hängen außerhalb des Walles und beschrieb ihm, was währenddessen im Inneren der Stadt passierte. Er konnte zwar bestimmte Zugänge und Vorgänge berichten, aber die wirklich interessanten Dinge geschahen im Inneren der fensterlosen Gebäude, und davon konnte er nichts sehen und darüber auch nichts berichten, und das war das Einzige, mit dem sie ihn testeten. Es war der Fehlschlag dieses Experiments, der ihn zur Gewalt greifen ließ. Er dachte daran, einen Spaten zu nehmen, und ein oder zwei von ihnen damit niederzuschlagen, um so in einem fairen Kampf den Vorzug des Sehens zu demonstrieren. Er ging soweit, einen Spaten aufzunehmen, aber dann erkannte er einen neuen Wesenszug an sich selbst, nämlich, daß er nicht einfach einen Blinden kaltblütig mit einem Spaten niederschlagen konnte.

Er zögerte, und sah, wie sie sich alle dessen bewusst waren, dass er einen Spaten aufgenommen hatte, und wie sie arlamiert dastanden , mit ihren Köpfen auf der einen Seite, und ihren Ohren auf ihn gerichtet, um zu hören, was er als nächstes tun würde.

"Leg den Spaten nieder," sagte einer der Blinden, und Nunez fühlte eine Art hoffnungslose Angst. Er wollte schon gehorchen, stieß aber dann einen rückwärts gegen die Mauer eines Hauses und floh durch die Lücke aus dem Kreis und aus dem Dorf.

Er ging querfeldein über eine der Weiden und hinterließ eine breite Spur niedergetrampelten Grases hinter sich und setzte sich plötzlich an der Seite eines ihrer Wege nieder. Er fühlte nur ein wenig der Spannkraft die alle Männer spüren, wenn sie einen Kampf beginnen, aber dafür viel mehr Verwirrung. Er begriff, dass er nicht mit glücklich mit Kreaturen kämpfen könnte, die auf einer ganz anderen mentalen Stufe als er selbst standen. In einiger Entfernung sah er eine Anzahl von mit Spaten und Gabeln bewaffneten Männern, die von der Straßen zwischen den Häusern als lange Linie ausschwärmten und auf verschiednen Wegen auf ihn zu hielten. Sie kamen nur langsam voran, während sie häufig miteinander sprachen, und von zeit zu zeit hielt die gesamte Kette an und roch die Luft und lauschte in die Stille.

Als sie das das erste Mal taten, mußte Nunez lachen. Aber danach verging es ihm.

Einer der Blinden betastete mit seinen Starb das Gras der Weide und fokgte seinen Spuren, und kam langsam geradewegs auf ihn zu. Für einige Minuten sah er auf das langsame Fortkommen der Absperrkette und dann machte ihn das vage Gefühl, dass er irgend etwas tun müsse rasend. Er stand auf, rannte ein paar Schritte in Richtung des umschließenden Walles, hielt inne und lief wieder zurück. Seine Verfolger standen in einer halbmondförmigen Linie, lauschten und rochen die Luft.

Er hielt ebenfalls inne, den Spatengriff mit seinen beiden Händen fest umklammert. Ob er sie angreifen sollte?

Der Puls in seinen Ohren pochte im Rythmus: "Im Land der Blinden ist der Einäugige König".

Sollte er sie angreifen?

Er sah sich um nach der hohen und unerklimmbaren Wand des Walles hinter sich - unerklimmbar wegen der glatten Verputzung, und blickte wieder zu der näher kommenden Reihe seiner Verfolger. Hinter diesen kamen andere aus ihren Häusern auf die Straßen und schlossen sich an.

Soll er sie angreifen?

"Bogota!" rief einer. "Bogota! Wo bist du?"

Er griff seinen Spaten fester und strebte den Wohnstätten hinter den Weiden zu, doch die Blinden von dort schnitten ihm bereits den Weg ab.
"Ich werde sie angreifen, wenn sie mich auch nur berühren", schwor er sich, "Bei Gott - Ich werde sie schlagen!"

"Schaut her", rief er laut, "Ich werde tun was ich will, in diesem Tal. Hört ihr? Ich werde tun und lassen was ich will!"

Sie folgten ihm schneller, tasteten den Weg, und wurden immer schneller. Es war als würden sie Blinde Kuh spielen, nur mit allen die Augen verbunden, außer einem . "Haltet ihn!" schire einer der Blinden. Nunez fand sich in einem Kreis einer Kette von Verfolgern. Er fühlte plötzlich, dass er aktiv und resolut durchgreifen müsse.

"Ihr versteht mich nicht," schrie er mit einer Stimme, die gewaltig und resolut klingen sollte, und die ihm plötzlich brach. "Ihr seid blind, und ich kann sehen. Lasst mich in Ruhe!"

"Bogota! Leg den Spaten nieder und komm aus dem Gras raus!"

Diese Anweisung, die sich grotesk in dieser städtischen Umgebung ausnahm, erzeugte in ihm einen Zornesschwall. "Ich werde euch weh tun!" sagte er schluchzend, "Bei Gott, ich werde euch weh tun! Lasst mich in Ruhe!"

Er begann zu rennen, ohne zu wissen wohin. Er floh vor dem nächsten Blinden, weil es ihn davor graute, ihn zu schlagen. Er hielt inne, und machte einen plötzlichen Ausbruch um aus ihrem sich schließenden Kreis zu entkommen. Er hielt auf eine Lücke in der Kette zu, aber die Blinden auf beiden Seiten bemerkten seine Bewegung und schlossen die Lücke. Er sprang vor, und sah dass er gefangen werden würde - und -- Patsch -- hatte der Spaten zugeschlagen. Er fühlte den weichen Aufprall auf Hand und Arm, der Blinde fiel mit einem Schmerzensschrei hin, und er war durch die Kette.

Durchgebrochen! Er war wieder nahe der Straße zwischen den Häusern und die Blinden wirbelten ihre Gabeln und Spaten in der Luft und rannten erschreckt durcheinander.

Er hörte unmittelbar hinter sich Schritte und fuhr herum. Ein hochgewachsener Mann holte mit dem Spaten auf Gehör nach ihm aus. Er verlor seine Nerven und warf seinen Spaten nach dem Mann, drehte sich wieder um und floh, und schrie, als er einem anderen auswich.

Er war von Panik erfasst. Er rannte kopflos hin und her, schlug Haken, auch wenn es nicht nötig war, und, weil er sich von allen Seiten verfolgt wähnte und sich ständig umsah, stoplerte er schließlich. Für einen Augenblick lag er da, und sie hatten seinen Fall gehört. In weiter Entfernung sah er eine kleine Türöffnung in der Wand der Mauer. Sie erschien ihm wie die Tür zum Himmel, sofort sprang er auf, um sie zu erreichen. Er sah sich nicht einmal mehr nach seinen Verfolgern um, bis diese Öffnung in der Mauer erreicht war, er hindurch gesprungen, und über die kleine Brücke ins Freie gehastet war. Er erklomm eilig den Hang zu den Felsen, und ließ sich endlich erschöpft und nach Luft schnappend fallen, zur Verwunderung eines Lamas, das blökend davonstürzte.

Und so endete sein Staatsstreich.

Zwei Tage und Nächte lang blieb er ohne Nahrung und Zuflucht außerhalb des Walls des Landes der Blinden und dachte über das Unerwartete nach. Während seines Nachdenkens wiederholte er sehr oft und jeweils mit einer gewichtigeren Betonung dieses Sprichwort "Im Land der Blinden ist der Einäuige König." Hauptsächlich dachte er über die Möglichkeiten und Wege nach, wie er diese Leute bekämpfen und erobern könnte, und es wurde ihm immer klarer, dass es dafür praktisch keine Möglichkeit gab. Er hatte keine Waffen und es würde sehr schwierig werden, überhaupt an welche zu kommen.

Das Geschwür der Zivilisiertheit hatte ihn bereits in Bogota befallen, und er konnte sich einfach nicht vorstellen, dort runter zu gehen und einen Blinden umzubringen. Natürlich, wenn er das täte, dann könnte er ihnen androhen, einen jeden Einzelnen von ihnen aus heiterem Himmel heraus zu töten, und die Bedinungen seiner Macht diktieren. Aber - - früher oder später müsste er einmal schlafen!

Er versuchte auch, etwas Nahrung zwischen den Pinienbäumen zu finden, und sich unter den Pinien einzurichten, während der Nachtfrost hereinbrach. Und er versuchte mit schwindendem Selbstvertrauen, ein Lama einzufangen, um es vielleicht mit einem Stein zu töten und so vielleicht endlich etwas zu essen zu haben. Aber die Lamas waren sehr mißtrauisch und beobachteten ihn sehr genau mit ihren braunen Augen und sprangen davon, wenn er näher kam. Am zweiten Tag befiel ihn die Angst und Fieberanfälle. Schließlich kroch er wieder zum Wall des Landes der Blinden herab und ergab sich. Er rief solange, bis zwei blinde Männer heraus kamen und ihn anredeten.

"Ich war irr," sagte er. "Weil ich doch erst vor Kurzem neu erschaffen wurde."

Nun, das klang schon etwas besser, fanden sie.

Er sagte ihnen, dass er nun klüger geworden wäre und alles bereute, was er getan hatte.

Und weil er sehr schwach und krank war, fing er ohne Vorwarnung zu weinen an, und sie verstanden das als ein gutes Zeichen.

Sie fragten ihn, ob er immer noch der Meinung sei, er könne "sehen".

"Nein," sagte er. "Das war Torheit. Dieses Wort bedeutet nichts. Weniger als das. Überhaupt nichts!"

Sie fragten ihn, was über seinem Kopf wäre.

"Dort ist das Dach der Welt, eine Steinplatte, sehr sehr glatt. So glatt und weich, so wunderbar weich -" wieder brach er in hysterisches Weinen aus. "Ehe ihr mich weiter fragt, bitte gebt mir etwas zu essen, oder ich sterbe!"

Er erwartete eine schreckliche Bestrafung, aber diese Blinden waren fähig zu Vergebung und Toleranz. Sie betrachteten seine Rebellion als einen weiteren Beweis für seine Zurückgebliebenheit und geistige Behinderung, und, nachdem sie ihn versorgt hatten, führten sie ihn der einfachsten Arbeit zu, die für ihn übrig war. Und er fügte sich, weil er keinen anderen Weg sah, um zu überleben, und tat, was man ihm sagte.

Er war noch für einige Zeit krank und sie pflegten ihn freundlich. Das war gut für seine Läuterung. Doch sie bestanden darauf, dass er im Dunklen liegen musste, und das war für ihn ein großes Problem. Aber blinde Philosophen kamen zu ihm und klärten ihn über den bösartigen Leichtsinn seines Gehirns auf, und bewiesen ihm so eindrucksvoll, dass eine Steinplatte den Kosmos bedeckt. dass er beinahe zweifelte, dass er nicht vielleicht das Opfer einer Halluzination war, weil er sie einfach nicht über seinem Kopf sehen konnte.

So wurde Nunez ein Bürger des Landes der Blinden, dessen Menschen bald keine allgemeinen Personen mehr, sondern Bekannte und einzigartige Individuen für ihn wurden, während die Welt hinter den Bergen mehr und mehr verblasste, und ihm immer entfernter und unrealer vorkam. Da gab es Jakob, sein Meister, ein freundlicher Mann, wenn man ihn nicht verärgerte, dann Pedro, Jakobs Neffe; und es gab Medina-sarote, Jakobs jüngste Tochter. Sie war nur wenig angesehen in der Welt der Blinden, denn sie hatte ein klar geschnittenes Gesicht, das die befriedigende glatte Sanftheit nicht besaß, welches das Schönheitsideal der Blinden war. Aber Nunez fand sie vom ersten Augenblick an wunderschön, und hielt sie bald für die schönste Frau der gesamten Schöpfung. Ihre geschlossenen Augenlider waren nicht so tot und eingesunken, wie es sonst üblich im Tal war, sondern schienen Augäpfel zu beherbergen und sahen aus, als ob sie sich jeden Moment öffnen könnten. Und sie hatte lange Augenwimpern, die im Tal als eine furchtbare Entstellung angesehen wurden. Außerdem war ihre Stimme weich und den Bauernburschen des Tals unangenehm. Und so hatte sie keinen Liebsten.

Es kam eine Zeit, in der Nunez dachte, wenn er sie gewinnen könnte, dann könnte er bis zum Ende seiner Tage hier im Land der Blinden leben.

Er sah ihr hinterher und suchte Gelegenheiten, um ihr kleine Dienste erweisen zu können, und entdeckte, dass auch sie ihn beobachtete. Einmal, bei einer Versammlung an einem Ruhetag saßen sie nebeneinander unter dem fahlen Sternenlicht, und die Musik war hübsch. Seine Hand näherte sich ihrer, und es verlangte ihn danach, sie zu berühren und zu drücken. Und sie erwiderte sehr zart seinen Druck. Und eines Tages, als sie gemeinsam ihr Mahl in der Dunkelheit aßen, da fühlte er ihre Hand, wie sie sehr zaghaft nach ihm tastete, und als für einen kurzen Augenblick eine Flamme aus dem Feuer ihr Gesicht erhellte, sah er ihre Zartheit.

Er suchte nach einer Gelegenheit, mit ihr zu sprechen.

Und eines Tages ging er zu ihr, als sie im sommerlichen Mondschein an der Spinne saß und sponn. Das Licht verlieh ihr den Glanz von Silber und etwas Geheimnisvollem. Und er setzte sich zu ihren Füßen nieder und sagte ihr, dass er sie liebte, und wie wundervoll sie ihm erschien. Er hatte die Stimme eines Liebenden und sprach mit zarter Ehrfurcht, die schon fast an Anbetung grenzte. Sie war nie zuvor durch irgendeine Verehrung berührt worden und gab ihm keine konkrete Antwort, aber es war sonnenklar, dass seine Worte ihr schmeichelten.

Danach sprach er zu ihr bei jeder Gelegenheit, die sich nur irgend bot. Das Tal wurde seine Welt, und die Welt hinter den Bergen, wo die Menschen tagsüber lebten, schien ihm nichts mehr als eine Sage, die er ihr eines Tages ins Ohr flüstern würde. Sehr zaghaft nur und zurückhaltend begann er zu ihr vom Sehen zu sprechen.

Das "Sehen" mutete ihr eine der am höchsten poetischen Fantasien an, und sie lauschte seinen Beschreibungen der Sterne und der Berge und ihrer eigenen hübschen weiß beschienenen Schönheit mit einer Mischung aus schuldigem Genuss. Sie dachte nicht, dass sie auch nur die Hälfte von dem verstand, was sie da so geheimnisvoll begeisterte, aber ihm schien es, als würde sie ihn vollkommen verstehen.

Seine Liebe verlor ihre Scheu und wurde zu Mut. Und so erzählte er ihr davon, ob er vor Jakob und den Ältesten des Dorfes um ihre Hand anhalten könnte, aber sie wurde ängstlich und zögerlich. Es war schließlich eine ihrer älteren Schwestern, die es Jakob als Erste meldete, dass Medina-sarote und Nunez sich liebten.

Widerstand gegen eine Heirat von Nunez und Medina-sarote bestand von Anfang an; nicht so sehr, weil sie Medina-sarote so wertschätzten, sondern, weil sie ihn als eine unwerte Kreatur ansahen, als einen Idioten, ein inkompetentes, verbotenes Etwas weit unterhalb des Niveaus eines Mannes. Ihre Schwestern waren strinkt dagegen, weil Medina-sarote damit nur in Verruf bringen würde; und der alte Jakob, obwohl er durchaus eine gewisse Zuneigung zu diesem klobigen aber folgsamen Leibeigenen entwickelt hatte, schüttelte seinen Kopf und sagte: "Diese Sache geht nicht." Die jungen Männer waren allesamt zornig über die Idee, dass so ihre Rasse verunreinigt würde, und gingen sogar soweit, Nunez zu beschimpfen und zu schlagen. Nunez schlug zurück und konnte zum ersten Mal einen Vorteil aus seiner Sehkraft ziehen, selbst im Zwielicht - und nach diesem Zweikampf wagte es niemand mehr die Hand gegen ihn zu erheben. Aber sie fanden diese Heirat nach wie vor unmöglich und verboten.

Der alte Jakob mochte seine kleine Tochter und es ging ihn ans Herz, wie sie da an seiner Schulter weinte.

"Schau mal, mein Schatz, es ist ein Idiot. Er hat Wahnvorstellungen. Er macht nichts richtig."

"Ich weiß," schluchzte Medina-sarote. "Aber es ist doch schon besser geworden als am Anfang. Und er wird auch noch besser! Und er ist stark, lieber Vater, und so lieb. Und stärker und lieber als jeder ander Mann der Welt. Und er liebt mich. Und ich, Vater, - - liebe ihn."

Der alte Jakob war schwer verstört, sie so untröstlich zu sehen, und außerdem, und das verstörte ihn noch viel mehr, er mochte Nunez. So ging er und setzte sich in die fensterlose Beratungskammer der Ältesten und beobachtete den Verlauf der Diskussion, und sagte, als es günstig war: "Es ist besser mit ihm, als am Anfang. Vielleicht, sehr wahrscheinlich, finden wir ihn eines Tages einmal soweit und so gesund wie Unsereinen."

Nach einer Weile hatte einer der Ältesten, der tief nachgedacht hatte, eine Idee. Er war ein großer Arzt unter diesen Menschen, ihr Medizinmann, und er hatte eine sehr philosophische und originelle Ader, und die Idee, Nunez von seinen Eigenheiten zu heilen, sprach ihn an. Eines anderen Tages, als der alte Jakob wieder in der Versammlung war, sprach er das Thema erneut an. "Ich habe Nunez untersucht", sagte er, "Und der Fall ist mir klarer geworden. Ich denke, dass er sehr wahrscheinlich geheilt werden kann."

"Das habe ich immer gehofft," sagte der alte Jakob.

"Sein Gehirn ist krank," sagte der blinde Doktor.

Die Ältesten murmelten zustimmend.

"Und wodurch?"

"Ah!" sagte der alte Jakob.

"Genau," sagte der Doktor, und beantwortete seine eigene Frage. "Es sind diese beiden seltsamen Dinge, die er 'Augen' nennt, und die normalerweise dazu da sind um eine vernünftige Vertiefung im Gesicht zu machen. Im Falle von Nunez sind sie erkrankt und angeschwollen und ziehen sein Gehirn in Mitleidenschaft. Außerdem hat er Wimpern, die sich zudem auch noch bewegen, wodurch sein Gehirn in einem permanenten Zustand der Irritation und Ablenkung befindet."

"Ja?" sagte der alte Jakob. "Ja?"

"Und ich denke, dass ich mit begründeter Sicherheit sagen kann, dass wir, um ihn vollständig zu heilen - - dass wir ihn nur einer einfachen und ungefährlichen Operation unterziehen müssen, und zwar, um diese störenden Fremdkörper zu entfernen."

"Und dann wird er geistig gesund sein?"

"Dann wird er perfekt und gesund sein, und ein wirklich vortrefflicher Bürger."

"Gott sei Dank haben wir die Wissenschaft!" sagte der alte Jakob und ging sofort zu Nunez, um ihm von diesen guten Aussichten zu berichten.

Aber die Art und Weise, wie Nunez die frohe Botschaft aufnahm, war kalt und enttäuschend.

"Man könnte meinen," sagte Jakob, "- von dem Ton, wie du diese frohe Botschaft aufnahmst, dass du dich überhaupt nicht um meine Tochter scherst!"

Es war Medina-sarote, die Nunez überzeugte, zu den blinden Ärzten zu gehen.

"Möchtest du denn", fragte er sie, "dass ich meine Gabe des Sehens verliere?"

Sie nickte mit ihrem Kopf und ließ traurig das Kinn hängen.

"Aber meine Welt ist das Sehen."

Ihr Kopf hing noch tiefer.

"Es gibt so wundervolle Dinge, diese wunderbaren kleinen Dinge - die Blumen, wie sie inmitten der Wiese zwischen den Felsen blühen, der Glanz und die Glätte über einem Stück Pelz, die Weite des blauen Himmels, wenn kleine weiße Wolken über ihn dahintreiben, der Sonnenuntergang, und die Sterne. Und du. Nur alleine um dich zu sehen, ist es gut, die Sehkraft zu haben. Um dich zu sehen, wie hübsch du bist, dein heiteres Gesicht, deine fröhlichen Lippen, wie du deine liebreizenden Hände gefaltet hälst... Es sind doch gerade diese meine Augen, die mich dir gewonnen haben, mit denen ich an dir hafte, die diese Idioten kaputt machen wollen. Und ich soll dich nur noch fühlen, und hören dürfen, und nie mehr wieder sehen. Und unter dieses steinerne Dach kommen, diese schrecklichste ewige Dunkelheit, die man sich nur vorstellen kann. Nein - und das willst du, das ich tun soll?"

Ein unmöglicher Zweifel kam ihm. Er hielt inne und beließ es bei der Frage.

"Ich wünschte," sagte sie, "-machmal..." Sie machte eine Pause.

"Ja?" sagte er, ein wenig zaghaft.

"Ich wünschte manchmal, du würdest nicht so etwas reden."

"So etwas wie was?"

"Ich weiß, es ist wunderhübsch, deine Fantasie. Ich mag das, aber jetzt--"

Er fühlte sich kalt. "Aber jetzt?" sagte er schwach.

Sie saß sehr still da.

"Ich meine - du denkst - ich sollte besser - besser vielleicht--"

Langsam schwante es ihm. Er fühlte etwas wie Zorn, vielleicht Zorn, Zorn auf diesen blinden Lauf des Schicksals, aber auch Sympathie für ihr Unverständnis, eine Sympathie in Richtung Mitleid.

"Schatz," sagte er, und konnte an ihrem weißen Gesicht sehen, wie angespannt ihr Geist angesichts der Dinge war, die sie nicht in Worte zu bringen vermochte. Er nahm sie in seine Arme, und küsste sie am Ohr, und sie saßen eine Zeitlang still nebeneinander.

"Und wenn ich es tue?" fragte er schließlich mit zarter Stimme.

Sie schlang ihre Arme um ihn und weinte laut. "Oh, wenn du es tust!" schluchzte sie, "Wenn du es tust!"

Eine Woche vor dem Operationstermin, der ihn aus seiner Knechtschaft und Minderwertigkeit in den Stand eines Vollblinden Bürgers des Landes der Blinden erheben würde, konnte Nunez kein Auge zutun. Den ganzen Tag lang, während die anderen glücklich und zufrieden schlummerten, wanderte er ziellos durch die warmen sonnendurchtränkten Wiesen und versuchte dieses Dilemma in seinen Kopf klar zu bekommen. Er hatte seine Antwort gegeben, seine Zustimmung, und war sich doch immer noch nicht sicher. Zu guter letzt war die Zeit um, die Sonne erhob sich glanzvoll über die goldfarbenen Gipfel, und der letzte Tag des Sehens begann. Er hatte ein paar Minuten mit Medina-sarote, ehe sie schlafen ging.

"Ab morgen," sagte er, "soll ich nie mehr sehen."

"Mein liebster Schatz!" antwortete sie, und drückte seine Hände mit all ihrer Kraft.

"Sie werden dir nur ein ganz kleines Bißchen wehtun," sagte sie; "und du wirst durch diese Schmerzen gehen, du wirst diese Schmerzen ertragen - liebster Schatz - für mich. . . . Liebling, wenn ein Frauenherz und das Leben es vermögen, dann werde ich es dir erstatten. Mein liebster Schatz, mein liebster Schatz mit der sanftesten Stimme, ich werde es dir erstatten."

Er war völlig von Mitleid für sie beide durchtränkt.

Er hielt sie in seinen Armen und presste seine Lippen auf ihre und sah ein letztes Mal ihr hübsches Gesicht an. "Leb wohl!" flüsterte er ihr zu, "Leb wohl!"

Still wendete er sich von ihr ab.

Sie konnte seine Schritte hören, und irgend etwas in ihrem Rhytmus brachte kam ihr wie Trauer vor.

Er ging davon.

Anfänglich hatte er gedacht, einfach ein eine einsame Stelle zu gehen, wo das Gras mit den weißen Narzissen wie mit kleinen Sternen übersät war, und dort bis zur Stunde seines Opfers zu warten, aber als er so wanderte, schaute er auf und sah den Morgen, den Morgen, der wie ein Engel in goldener Rüstung die Stufen herab kommt...

Und es schien ihm angesichts dieses Glanzes diese ganze blinde Welt, und seine Liebe und alles, als wäre es Nichts als ein Sündenpfuhl.

Er ging nicht auf die Wiese, wie er gedacht hatte, sondern passierte den Wall und ging hoch zu den Felsen, und hielt seine Augen unablässig auf das sonnenbeschienene Eis und den Schnee gerichtet.

Er sah dessen unendliche Schönheit, und in seiner Vorstellungskraft schwebte er über ihnen und den Dingen darunter, die er nun für immer hinter sich lassen würde.

Er dachte an die große weite Welt, von der er getrennt war, die Welt, die die seinige war, und er brachte sich die Hänge und die Entfernungen bis nach Bogota in Erinnerung, Bogota - diesen Ort unschätzbarer Schönheit, eine Herrlichkeit am Tage, ein glühendes Geheimnis bei Nacht, ein Ort der Paläste und Springbrunnen und Statuen und weißer

Qtipie Offline




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27.10.2008 16:09
#2 RE: "Gottesbeweis" Antworten

Er dachte an die große weite Welt, von der er getrennt war, die Welt, die die seinige war, und er brachte sich die Hänge und die Entfernungen bis nach Bogota in Erinnerung, Bogota - diesen Ort unschätzbarer Schönheit, eine Herrlichkeit am Tage, ein glühendes Geheimnis bei Nacht, ein Ort der Paläste und Springbrunnen und Statuen und weißer Häuser, wie sie malerisch um die Mitte herum gelegen waren. Er dachte daran, wie man einen Tag brauchte, um allein von den Gassen der Vorstand zu den mehr und mehr belebten Straßen und Alleen der Innenstadt zu gelangen. Er dachte an den Flussverlauf, wie man von Bogota, Tag für Tag, in die viel ausgedehntere große weite Welt gelangte, durch Städte und Dörfer, Wälder und Wüsten, der rauschende Fluß unter dem Boot, Tag für Tag, bis seine Sandbänke zurückblieben und die großen Wellen heranrollten und man die See erreicht hatte - die grenzenlose See - mit ihren tausenden Inseln, und abertausenden Inseln, und den Schiffen, die man im Dunst ganz klein am Horizont fahren sehen konnte, in dieser viel größeren Welt. Und dort, unbeschränkt durch Berggipfel, sah man den Himmel, ein Bogen unmessbaren Blaus, bei Nacht eine Tiefe der Tiefen, in der die Sterne schwebten...

Seine Augen begannen diesen großen Vorhang der Berge vor ihm einer genaueren Musterung zu unterziehen.

Wenn man zum Beispiel so und so ginge, hoch an dieser Schlucht, und jenem Kamin, und man dort oben bei diesen verkrüppelten Pinien herauskäme, die in einer Art von Matte wuchsen, und seine Augen wanderten höher und höher als sie die Schlucht musterten. Und dann? Diese Böschung wäre zu schaffen. Dort könnte man den Steilhang überwinden, der unterhalb des Schnees lag, und wenn man an dem Kamin scheiterte, dann wäre der andere, weiter im Osten gelegene vielleicht besser geeignet. Und dann? Dann wäre man schon an dem gelb beschienenen Schnee dort, und den halben Weg zum Gipfel hätte man schon geschafft. Und stellt dir erst vor, man hat Glück!

Er sah über die Schulter zurück zum Dorf, und drehte sich dann ganz herum, um es mit überkreuzten Armen zu betrachten.

Er dachte an Medina-sarote, und sie kam ihm klein und weit entfernt vor.

Er wendete sich wieder den Bergen zu, über die er in das Tal gekommen war.

Dann begann er, sehr umsichtig, seinen Aufstieg.

Als der Abend herandämmerte, kletterte er nicht mehr, aber er war hoch und weit gekommen. Seine Kleider waren zerrissen, und seine Glieder blutig, er war an vielen Stellen zerschrammt, aber er lag da, als befände er sich auf seinem eigenen Grundstück, und hatte ein Lächeln im Gesicht.

Von hier aus sah das Tal aus, als wäre es eine Grube und bald 3000 Meter weit entfernt. Es war bereits dämmrig mit Dunst und Schatten, obwohl auf den Gipfel noch das Licht wie Feuer lag. Selbst die kleinen Einschlüsse in den Felsen glitzerten im Licht mit einer wunderbaren Schönheit - die Ader eines grünen Minerals durchbrach das Grau, ein Lichtblitz eines kleinen Kristalls da und dort, und in greifbarer Nähe seines Gesichtes ein paar herrlich gelb leuchtende Flechten. Dann diese tiefen, geheimnsvollen Schatten in der Schlucht, Blau, wie es von Purpur in eine leuchtende Dunkelheit überging, und über ihm die grenzenlose Weite des Himmels. Aber er brauchte diese Dinge nicht länger, sondern lag still da, lächelte, als ob er zufrieden war, aus dem Tal der Blinden entkommen zu sein, in dem er dachte, er hätte König sein können. Und so verging der Glanz des Sonnenuntergangs, und die Nacht brach herein, und er lag noch immer dort, unter den kalten, klaren Sternen.


H.G. Wells The Country of the Blind

Three hundred miles and more from Chimborazo, one hundred from the snows of Cotopaxi, in the wildest wastes of Ecuador's Andes, there lies that mysterious mountain valley, cut off from all the world of men, the Country of the Blind. Long years ago that valley lay so far open to the world that men might come at last through frightful gorges and over an icy pass into its equable meadows, and thither indeed men came, a family or so of Peruvian half-breeds fleeing from the lust and tyranny of an evil Spanish ruler. Then came the stupendous outbreak of Mindobamba, when it was night in Quito for seventeen days, and the water was boiling at Yaguachi and all the fish floating dying even as far as Guayaquil; everywhere along the Pacific slopes there were land-slips and swift thawings and sudden floods, and one whole side of the old Arauca crest slipped and came down in thunder, and cut off the Country of the Blind for ever from the exploring feet of men. But one of these early settlers had chanced to be on the hither side of the gorges when the world had so terribly shaken itself, and he perforce had to forget his wife and his child and all the friends and possessions he had left up there, and start life over again in the lower world. He started it again but ill, blindness overtook him, and he died of punishment in the mines; but the story he told begot a legend that lingers along the length of the Cordilleras of the Andes to this day.

He told of his reason for venturing back from that fastness, into which he had first been carried lashed to a llama, beside a vast bale of gear, when he was a child. The valley, he said, had in it all that the heart of man could desire--sweet water, pasture, an even climate, slopes of rich brown soil with tangles of a shrub that bore an excellent fruit, and on one side great hanging forests of pine that held the avalanches high. Far overhead, on three sides, vast cliffs of grey-green rock were capped by cliffs of ice; but the glacier stream came not to them, but flowed away by the farther slopes, and only now and then huge ice masses fell on the valley side. In this valley it neither rained nor snowed, but the abundant springs gave a rich green pasture, that irrigation would spread over all the valley space. The settlers did well indeed there. Their beasts did well and multiplied, and but one thing marred their happiness. Yet it was enough to mar it greatly. A strange disease had come upon them and had made all the children born to them there--and, indeed, several older children also--blind. It was to seek some charm or antidote against this plague of blindness that he had with fatigue and danger and difficulty returned down the gorge. In those days, in such cases, men did not think of germs and infections, but of sins, and it seemed to him that the reason of this affliction must he in the negligence of these priestless immigrants to set up a shrine so soon as they entered the valley. He wanted a shrine--a handsome, cheap, effectual shrine--to be erected in the valley; he wanted relics and such-like potent things of faith, blessed objects and mysterious medals and prayers. In his wallet he had a bar of native silver for which he would not account; he insisted there was none in the valley with something of the insistence of an inexpert liar. They had all clubbed their money and ornaments together, having little need for such treasure up there, he said, to buy them holy help against their ill. I figure this dim-eyed young mountaineer, sunburnt, gaunt, and anxious, hat brim clutched feverishly, a man all unused to the ways of the lower world, telling this story to some keen-eyed, attentive priest before the great convulsion; I can picture him presently seeking to return with pious and infallible remedies against that trouble, and the infinite dismay with which he must have faced the tumbled vastness where the gorge had once come out. But the rest of his story of mischances is lost to me, save that I know of his evil death after several years. Poor stray from that remoteness! The stream that had once made the gorge now bursts from the mouth of a rocky cave, and the legend his poor, ill-told story set going developed into the legend of a race of blind men somewhere "over there" one may still hear to-day.

And amidst the little population of that now isolated and forgotten valley the disease ran its course. The old became groping, the young saw but dimly, and the children that were born to them never saw at all. But life was very easy in that snow-rimmed basin, lost to all the world, with neither thorns nor briers, with no evil insects nor any beasts save the gentle breed of llamas they had lugged and thrust and followed up the beds of the shrunken rivers in the gorges up which they had come. The seeing had become purblind so gradually that they scarcely noticed their loss. They guided the sightless youngsters hither and thither until they knew the whole valley marvellously, and when at last sight died out among them the race lived on. They had even time to adapt themselves to the blind control of fire, which they made carefully in stoves of stone. They were a simple strain of people at the first, unlettered, only slightly touched with the Spanish civilisation, but with something of a tradition of the arts of old Peru and of its lost philosophy. Generation followed generation. They forgot many things; they devised many things. Their tradition of the greater world they came from became mythical in colour and uncertain. In all things save sight they were strong and able, and presently chance sent one who had an original mind and who could talk and persuade among them, and then afterwards another. These two passed, leaving their effects, and the little community grew in numbers and in understanding, and met and settled social and economic problems that arose. Generation followed generation. Generation followed generation. There came a time when a child was born who was fifteen generations from that ancestor who went out of the valley with a bar of silver to seek God's aid, and who never returned. Thereabout it chanced that a man came into this community from the outer world. And this is the story of that man.

He was a mountaineer from the country near Quito, a man who had been down to the sea and had seen the world, a reader of books in an original way, an acute and enterprising man, and he was taken on by a party of Englishmen who had come out to Ecuador to climb mountains, to replace one of their three Swiss guides who had fallen ill. He climbed here and he climbed there, and then came the attempt on Parascotopetl, the Matterhorn of the Andes, in which he was lost to the outer world. The story of that accident has been written a dozen times. Pointer's narrative is the best. He tells how the little party worked their difficult and almost vertical way up to the very foot of the last and greatest precipice, and how they built a night shelter amidst the snow upon a little shelf of rock, and, with a touch of real dramatic power, how presently they found Nunez had gone from them. They shouted, and there was no reply; shouted and whistled, and for the rest of that night they slept no more.

As the morning broke they saw the traces of his fall. It seems impossible he could have uttered a sound. He had slipped eastward towards the unknown side of the mountain; far below he had struck a steep slope of snow, and ploughed his way down it in the midst of a snow avalanche. His track went straight to the edge of a frightful precipice, and beyond that everything was hidden. Far, far below, and hazy with distance, they could see trees rising out of a narrow, shut-in valley--the lost Country of the Blind. But they did not know it was the lost Country of the Blind, nor distinguish it in any way from any other narrow streak of upland valley. Unnerved by this disaster, they abandoned their attempt in the afternoon, and Pointer was called away to the war before he could make another attack. To this day Parascotopetl lifts an unconquered crest, and Pointer's shelter crumbles unvisited amidst the snows.

And the man who fell survived.

At the end of the slope he fell a thousand feet, and came down in the midst of a cloud of snow upon a snow-slope even steeper than the one above. Down this he was whirled, stunned and insensible, but without a bone broken in his body; and then at last came to gentler slopes, and at last rolled out and lay still, buried amidst a softening heap of the white masses that had accompanied and saved him. He came to himself with a dim fancy that he was ill in bed; then realized his position with a mountaineer's intelligence and worked himself loose and, after a rest or so, out until he saw the stars. He rested flat upon his chest for a space, wondering where he was and what had happened to him. He explored his limbs, and discovered that several of his buttons were gone and his coat turned over his head. His knife had gone from his pocket and his hat was lost, though he had tied it under his chin. He recalled that he had been looking for loose stones to raise his piece of the shelter wall. His ice-axe had disappeared.

He decided he must have fallen, and looked up to see, exaggerated by the ghastly light of the rising moon, the tremendous flight he had taken. For a while he lay, gazing blankly at the vast, pale cliff towering above, rising moment by moment out of a subsiding tide of darkness. Its phantasmal, mysterious beauty held him for a space, and then he was seized with a paroxysm of sobbing laughter . . . .

After a great interval of time he became aware that he was near the lower edge of the snow. Below, down what was now a moon-lit and practicable slope, he saw the dark and broken appearance of rock-strewn turf He struggled to his feet, aching in every joint and limb, got down painfully from the heaped loose snow about him, went downward until he was on the turf, and there dropped rather than lay beside a boulder, drank deep from the flask in his inner pocket, and instantly fell asleep . . . .

He was awakened by the singing of birds in the trees far below.

He sat up and perceived he was on a little alp at the foot of a vast precipice that sloped only a little in the gully down which he and his snow had come. Over against him another wall of rock reared itself against the sky. The gorge between these precipices ran east and west and was full of the morning sunlight, which lit to the westward the mass of fallen mountain that closed the descending gorge. Below him it seemed there was a precipice equally steep, but behind the snow in the gully he found a sort of chimney-cleft dripping with snow-water, down which a desperate man might venture. He found it easier than it seemed, and came at last to another desolate alp, and then after a rock climb of no particular difficulty, to a steep slope of trees. He took his bearings and turned his face up the gorge, for he saw it opened out above upon green meadows, among which he now glimpsed quite distinctly a cluster of stone huts of unfamiliar fashion. At times his progress was like clambering along the face of a wall, and after a time the rising sun ceased to strike along the gorge, the voices of the singing birds died away, and the air grew cold and dark about him. But the distant valley with its houses was all the brighter for that. He came presently to talus, and among the rocks he noted--for he was an observant man--an unfamiliar fern that seemed to clutch out of the crevices with intense green hands. He picked a frond or so and gnawed its stalk, and found it helpful.

About midday he came at last out of the throat of the gorge into the plain and the sunlight. He was stiff and weary; he sat down in the shadow of a rock, filled up his flask with water from a spring and drank it down, and remained for a time, resting before he went on to the houses.

They were very strange to his eyes, and indeed the whole aspect of that valley became, as he regarded it, queerer and more unfamiliar. The greater part of its surface was lush green meadow, starred with many beautiful flowers, irrigated with extraordinary care, and bearing evidence of systematic cropping piece by piece. High up and ringing the valley about was a wall, and what appeared to be a circumferential water channel, from which the little trickles of water that fed the meadow plants came, and on the higher slopes above this flocks of llamas cropped the scanty herbage. Sheds, apparently shelters or feeding-places for the llamas, stood against the boundary wall here and there. The irrigation streams ran together into a main channel down the centre of the valley, and this was enclosed on either side by a wall breast high. This gave a singularly urban quality to this secluded place, a quality that was greatly enhanced by the fact that a number of paths paved with black and white stones, and each with a curious little kerb at the side, ran hither and thither in an orderly manner. The houses of the central village were quite unlike the casual and higgledy-piggledy agglomeration of the mountain villages he knew; they stood in a continuous row on either side of a central street of astonishing cleanness, here and there their parti-coloured facade was pierced by a door, and not a solitary window broke their even frontage. They were parti-coloured with extraordinary irregularity, smeared with a sort of plaster that was sometimes grey, sometimes drab, sometimes slate-coloured or dark brown; and it was the sight of this wild plastering first brought the word "blind" into the thoughts of the explorer. "The good man who did that," he thought, "must have been as blind as a bat."

He descended a steep place, and so came to the wall and channel that ran about the valley, near where the latter spouted out its surplus contents into the deeps of the gorge in a thin and wavering thread of cascade. He could now see a number of men and women resting on piled heaps of grass, as if taking a siesta, in the remoter part of the meadow, and nearer the village a number of recumbent children, and then nearer at hand three men carrying pails on yokes along a little path that ran from the encircling wall towards the houses. These latter were clad in garments of llama cloth and boots and belts of leather, and they wore caps of cloth with back and ear flaps. They followed one another in single file, walking slowly and yawning as they walked, like men who have been up all night. There was something so reassuringly prosperous and respectable in their bearing that after a moment's hesitation Nunez stood forward as conspicuously as possible upon his rock, and gave vent to a mighty shout that echoed round the valley.

The three men stopped, and moved their heads as though they were looking about them. They turned their faces this way and that, and Nunez gesticulated with freedom. But they did not appear to see him for all his gestures, and after a time, directing themselves towards the mountains far away to the right, they shouted as if in answer. Nunez bawled again, and then once more, and as he gestured ineffectually the word "blind" came up to the top of his thoughts. "The fools must be blind," he said.

When at last, after much shouting and wrath, Nunez crossed the stream by a little bridge, came through a gate in the wall, and approached them, he was sure that they were blind. He was sure that this was the Country of the Blind of which the legends told. Conviction had sprung upon him, and a sense of great and rather enviable adventure. The three stood side by side, not looking at him, but with their ears directed towards him, judging him by his unfamiliar steps. They stood close together like men a little afraid, and he could see their eyelids closed and sunken, as though the very balls beneath had shrunk away. There was an expression near awe on their faces.

"A man," one said, in hardly recognisable Spanish. "A man it is--a man or a spirit--coming down from the rocks."

But Nunez advanced with the confident steps of a youth who enters upon life. All the old stories of the lost valley and the Country of the Blind had come back to his mind, and through his thoughts ran this old proverb, as if it were a refrain:--

"In the Country of the Blind the One-Eyed Man is King."

"In the Country of the Blind the One-Eyed Man is King."

And very civilly he gave them greeting. He talked to them and used his eyes.

"Where does he come from, brother Pedro?" asked one.

"Down out of the rocks."

"Over the mountains I come," said Nunez, "out of the country beyond there--where men can see. From near Bogota--where there are a hundred thousands of people, and where the city passes out of sight."

"Sight?" muttered Pedro. "Sight?"

"He comes," said the second blind man, "out of the rocks."

The cloth of their coats, Nunez saw was curious fashioned, each with a different sort of stitching.

They startled him by a simultaneous movement towards him, each with a hand outstretched. He stepped back from the advance of these spread fingers.

"Come hither," said the third blind man, following his motion and clutching him neatly.

And they held Nunez and felt him over, saying no word further until they had done so.

"Carefully," he cried, with a finger in his eye, and found they thought that organ, with its fluttering lids, a queer thing in him. They went over it again.

"A strange creature, Correa," said the one called Pedro. "Feel the coarseness of his hair. Like a llama's hair."

"Rough he is as the rocks that begot him," said Correa, investigating Nunez's unshaven chin with a soft and slightly moist hand. "Perhaps he will grow finer."

Nunez struggled a little under their examination, but they gripped him firm.

"Carefully," he said again.

"He speaks," said the third man. "Certainly he is a man."

"Ugh!" said Pedro, at the roughness of his coat.

"And you have come into the world?" asked Pedro.

"Out of the world. Over mountains and glaciers; right over above there, half-way to the sun. Out of the great, big world that goes down, twelve days' journey to the sea."

They scarcely seemed to heed him. "Our fathers have told us men may be made by the forces of Nature," said Correa. "It is the warmth of things, and moisture, and rottenness--rottenness."

"Let us lead him to the elders," said Pedro.

"Shout first," said Correa, "lest the children be afraid. This is a marvellous occasion."

So they shouted, and Pedro went first and took Nunez by the hand to lead him to the houses.

He drew his hand away. "I can see," he said.

"See?" said Correa.

"Yes; see," said Nunez, turning towards him, and stumbled against Pedro's pail.

"His senses are still imperfect," said the third blind man. "He stumbles, and talks unmeaning words. Lead him by the hand."

"As you will," said Nunez, and was led along laughing.

It seemed they knew nothing of sight.

Well, all in good time he would teach them.

He heard people shouting, and saw a number of figures gathering together in the middle roadway of the village.

He found it tax his nerve and patience more than he had anticipated, that first encounter with the population of the Country of the Blind. The place seemed larger as he drew near to it, and the smeared plasterings queerer, and a crowd of children and men and women (the women and girls he was pleased to note had, some of them, quite sweet faces, for all that their eyes were shut and sunken) came about him, holding on to him, touching him with soft, sensitive hands, smelling at him, and listening at every word he spoke. Some of the maidens and children, however, kept aloof as if afraid, and indeed his voice seemed coarse and rude beside their softer notes. They mobbed him. His three guides kept close to him with an effect of proprietorship, and said again and again, "A wild man out of the rocks."

"Bogota," he said. "Bogota. Over the mountain crests."

"A wild man--using wild words," said Pedro. "Did you hear that--"Bogota? His mind has hardly formed yet. He has only the beginnings of speech."

A little boy nipped his hand. "Bogota!" he said mockingly.

"Aye! A city to your village. I come from the great world --where men have eyes and see."

"His name's Bogota," they said.

"He stumbled," said Correa--" stumbled twice as we came hither."

"Bring him in to the elders."

And they thrust him suddenly through a doorway into a room as black as pitch, save at the end there faintly glowed a fire. The crowd closed in behind him and shut out all but the faintest glimmer of day, and before he could arrest himself he had fallen headlong over the feet of a seated man. His arm, outflung, struck the face of someone else as he went down; he felt the soft impact of features and heard a cry of anger, and for a moment he struggled against a number of hands that clutched him. It was a one-sided fight. An inkling of the situation came to him and he lay quiet.

"I fell down," be said; I couldn't see in this pitchy darkness."

There was a pause as if the unseen persons about him tried to understand his words. Then the voice of Correa said: "He is but newly formed. He stumbles as he walks and mingles words that mean nothing with his speech."

Others also said things about him that he heard or understood imperfectly.

"May I sit up?" he asked, in a pause. "I will not struggle against you again."

They consulted and let him rise.

The voice of an older man began to question him, and Nunez found himself trying to explain the great world out of which he had fallen, and the sky and mountains and such-like marvels, to these elders who sat in darkness in the Country of the Blind. And they would believe and understand nothing whatever that he told them, a thing quite outside his expectation. They would not even understand many of his words. For fourteen generations these people had been blind and cut off from all the seeing world; the names for all the things of sight had faded and changed; the story of the outer world was faded and changed to a child's story; and they had ceased to concern themselves with anything beyond the rocky slopes above their circling wall. Blind men of genius had arisen among them and questioned the shreds of belief and tradition they had brought with them from their seeing days, and had dismissed all these things as idle fancies and replaced them with new and saner explanations. Much of their imagination had shrivelled with their eyes, and they had made for themselves new imaginations with their ever more sensitive ears and finger-tips. Slowly Nunez realised this: that his expectation of wonder and reverence at his origin and his gifts was not to be borne out; and after his poor attempt to explain sight to them had been set aside as the confused version of a new-made being describing the marvels of his incoherent sensations, he subsided, a little dashed, into listening to their instruction. And the eldest of the blind men explained to him life and philosophy and religion, how that the world (meaning their valley) had been first an empty hollow in the rocks, and then had come first inanimate things without the gift of touch, and llamas and a few other creatures that had little sense, and then men, and at last angels, whom one could hear singing and making fluttering sounds, but whom no one could touch at all, which puzzled Nunez greatly until he thought of the birds.

He went on to tell Nunez how this time had been divided into the warm and the cold, which are the blind equivalents of day and night, and how it was good to sleep in the warm and work during the cold, so that now, but for his advent, the whole town of the blind would have been asleep. He said Nunez must have been specially created to learn and serve the wisdom they had acquired, and that for all his mental incoherency and stumbling behaviour he must have courage and do his best to learn, and at that all the people in the door-way murmured encouragingly. He said the night--for the blind call their day night--was now far gone, and it behooved everyone to go back to sleep. He asked Nunez if he knew how to sleep, and Nunez said he did, but that before sleep he wanted food. They brought him food, llama's milk in a bowl and rough salted bread, and led him into a lonely place to eat out of their hearing, and afterwards to slumber until the chill of the mountain evening roused them to begin their day again. But Nunez slumbered not at all.

Instead, he sat up in the place where they had left him, resting his limbs and turning the unanticipated circumstances of his arrival over and over in his mind.

Every now and then he laughed, sometimes with amusement and sometimes with indignation.

"Unformed mind!" he said. "Got no senses yet! They little know they've been insulting their Heaven-sent King and master . . . . .

"I see I must bring them to reason.

"Let me think.

"Let me think."

He was still thinking when the sun set.

Nunez had an eye for all beautiful things, and it seemed to him that the glow upon the snow-fields and glaciers that rose about the valley on every side was the most beautiful thing he had ever seen. His eyes went from that inaccessible glory to the village and irrigated fields, fast sinking into the twilight, and suddenly a wave of emotion took him, and he thanked God from the bottom of his heart that the power of sight had been given him.

He heard a voice calling to him from out of the village.

"Yaho there, Bogota! Come hither!"

At that he stood up, smiling. He would show these people once and for all what sight would do for a man. They would seek him, but not find him.

"You move not, Bogota," said the voice.

He laughed noiselessly and made two stealthy steps aside from the path.

"Trample not on the grass, Bogota; that is not allowed."

Nunez had scarcely heard the sound he made himself. He stopped, amazed.

The owner of the voice came running up the piebald path towards him.

He stepped back into the pathway. "Here I am," he said.

"Why did you not come when I called you?" said the blind man. "Must you be led like a child? Cannot you hear the path as you walk?"

Nunez laughed. "I can see it," he said.

"There is no such word as see," said the blind man, after a pause. "Cease this folly and follow the sound of my feet."

Nunez followed, a little annoyed.

"My time will come," he said.

"You'll learn," the blind man answered. "There is much to learn in the world."

"Has no one told you, 'In the Country of the Blind the One-Eyed Man is King?'"

"What is blind?" asked the blind man, carelessly, over his shoulder.

Four days passed and the fifth found the King of the Blind still incognito, as a clumsy and useless stranger among his subjects.

It was, he found, much more difficult to proclaim himself than he had supposed, and in the meantime, while he meditated his coup d'etat, he did what he was told and learnt the manners and customs of the Country of the Blind. He found working and going about at night a particularly irksome thing, and he decided that that should be the first thing he would change.

They led a simple, laborious life, these people, with all the elements of virtue and happiness as these things can be understood by men. They toiled, but not oppressively; they had food and clothing sufficient for their needs; they had days and seasons of rest; they made much of music and singing, and there was love among them and little children. It was marvellous with what confidence and precision they went about their ordered world. Everything, you see, had been made to fit their needs; each of the radiating paths of the valley area had a constant angle to the others, and was distinguished by a special notch upon its kerbing; all obstacles and irregularities of path or meadow had long since been cleared away; all their methods and procedure arose naturally from their special needs. Their senses had become marvellously acute; they could hear and judge the slightest gesture of a man a dozen paces away--could hear the very beating of his heart. Intonation had long replaced expression with them, and touches gesture, and their work with hoe and spade and fork was as free and confident as garden work can be. Their sense of smell was extraordinarily fine; they could distinguish individual differences as readily as a dog can, and they went about the tending of llamas, who lived among the rocks above and came to the wall for food and shelter, with ease and confidence. It was only when at last Nunez sought to assert himself that he found how easy and confident their movements could be.

He rebelled only after he had tried persuasion.

He tried at first on several occasions to tell them of sight. "Look you here, you people," he said. "There are things you do not understand in me."

Once or twice one or two of them attended to him; they sat with faces downcast and ears turned intelligently towards him, and he did his best to tell them what it was to see. Among his hearers was a girl, with eyelids less red and sunken than the others, so that one could almost fancy she was hiding eyes, whom especially he hoped to persuade. He spoke of the beauties of sight, of watching the mountains, of the sky and the sunrise, and they heard him with amused incredulity that presently became condemnatory. They told him there were indeed no mountains at all, but that the end of the rocks where the llamas grazed was indeed the end of the world; thence sprang a cavernous roof of the universe, from which the dew and the avalanches fell; and when he maintained stoutly the world had neither end nor roof such as they supposed, they said his thoughts were wicked. So far as he could describe sky and clouds and stars to them it seemed to them a hideous void, a terrible blankness in the place of the smooth roof to things in which they believed--it was an article of faith with them that the cavern roof was exquisitely smooth to the touch. He saw that in some manner he shocked them, and gave up that aspect of the matter altogether, and tried to show them the practical value of sight. One morning he saw Pedro in the path called Seventeen and coming towards the central houses, but still too far off for hearing or scent, and he told them as much. "In a little while," he prophesied, "Pedro will be here." An old man remarked that Pedro had no business on path Seventeen, and then, as if in confirmation, that individual as he drew near turned and went transversely into path Ten, and so back with nimble paces towards the outer wall. They mocked Nunez when Pedro did not arrive, and afterwards, when he asked Pedro questions to clear his character, Pedro denied and outfaced him, and was afterwards hostile to him.

Then he induced them to let him go a long way up the sloping meadows towards the wall with one complaisant individual, and to him he promised to describe all that happened among the houses. He noted certain goings and comings, but the things that really seemed to signify to these people happened inside of or behind the windowless houses--the only things they took note of to test him by--and of those he could see or tell nothing; and it was after the failure of this attempt, and the ridicule they could not repress, that he resorted to force. He thought of seizing a spade and suddenly smiting one or two of them to earth, and so in fair combat showing the advantage of eyes. He went so far with that resolution as to seize his spade, and then he discovered a new thing about himself, and that was that it was impossible for him to hit a blind man in cold blood.

He hesitated, and found them all aware that he had snatched up the spade. They stood all alert, with their heads on one side, and bent ears towards him for what he would do next.

"Put that spade down," said one, and he felt a sort of helpless horror. He came near obedience.

Then he had thrust one backwards against a house wall, and fled past him and out of the village.

He went athwart one of their meadows, leaving a track of trampled grass behind his feet, and presently sat down by the side of one of their ways. He felt something of the buoyancy that comes to all men in the beginning of a fight, but more perplexity. He began to realise that you cannot even fight happily with creatures who stand upon a different mental basis to yourself. Far away he saw a number of men carrying spades and sticks come out of the street of houses and advance in a spreading line along the several paths towards him. They advanced slowly, speaking frequently to one another, and ever and again the whole cordon would halt and sniff the air and listen.

The first time they did this Nunez laughed. But afterwards he did not laugh.

One struck his trail in the meadow grass and came stooping and feeling his way along it.

For five minutes he watched the slow extension of the cordon, and then his vague disposition to do something forthwith became frantic. He stood up, went a pace or so towards the circumferential wall, turned, and went back a little way. There they all stood in a crescent, still and listening.

He also stood still, gripping his spade very tightly in both hands. Should he charge them?

The pulse in his ears ran into the rhythm of "In the Country of the Blind the One-Eyed Man is King."

Should he charge them?

He looked back at the high and unclimbable wall behind--unclimbable because of its smooth plastering, but withal pierced with many little doors and at the approaching line of seekers. Behind these others were now coming out of the street of houses.

Should he charge them?

"Bogota!" called one. "Bogota! where are you?"

He gripped his spade still tighter and advanced down the meadows towards the place of habitations, and directly he moved they converged upon him. "I'll hit them if they touch me," he swore; "by Heaven, I will. I'll hit." He called aloud, "Look here, I'm going to do what I like in this valley! Do you hear? I'm going to do what I like and go where I like."

They were moving in upon him quickly, groping, yet moving rapidly. It was like playing blind man's buff with everyone blindfolded except one. "Get hold of him!" cried one. He found himself in the arc of a loose curve of pursuers. He felt suddenly he must be active and resolute.

"You don't understand," he cried, in a voice that was meant to be great and resolute, and which broke. "You are blind and I can see. Leave me alone!"

"Bogota! Put down that spade and come off the grass!"

The last order, grotesque in its urban familiarity, produced a gust of anger. "I'll hurt you," he said, sobbing with emotion. "By Heaven, I'll hurt you! Leave me alone!"

He began to run--not knowing clearly where to run. He ran from the nearest blind man, because it was a horror to hit him. He stopped, and then made a dash to escape from their closing ranks. He made for where a gap was wide, and the men on either side, with a quick perception of the approach of his paces, rushed in on one another. He sprang forward, and then saw he must be caught, and swish! the spade had struck. He felt the soft thud of hand and arm, and the man was down with a yell of pain, and he was through.

Through! And then he was close to the street of houses again, and blind men, whirling spades and stakes, were running with a reasoned swiftness hither and thither.

He heard steps behind him just in time, and found a tall man rushing forward and swiping at the sound of him. He lost his nerve, hurled his spade a yard wide of this antagonist, and whirled about and fled, fairly yelling as he dodged another.

He was panic-stricken. He ran furiously to and fro, dodging when there was no need to dodge, and, in his anxiety to see on every side of him at once, stumbling. For a moment he was down and they heard his fall. Far away in the circumferential wall a little doorway looked like Heaven, and he set off in a wild rush for it. He did not even look round at his pursuers until it was gained, and he had stumbled across the bridge, clambered a little way among the rocks, to the surprise and dismay of a young llama, who went leaping out of sight, and lay down sobbing for breath.

And so his coup d'etat came to an end.

He stayed outside the wall of the valley of the blind for two nights and days without food or shelter, and meditated upon the Unexpected. During these meditations he repeated very frequently and always with a profounder note of derision the exploded proverb: "In the Country of the Blind the One-Eyed Man is King." He thought chiefly of ways of fighting and conquering these people, and it grew clear that for him no practicable way was possible. He had no weapons, and now it would be hard to get one.

The canker of civilisation had got to him even in Bogota, and he could not find it in himself to go down and assassinate a blind man. Of course, if he did that, he might then dictate terms on the threat of assassinating them all. But--Sooner or later he must sleep! . . . .

He tried also to find food among the pine trees, to be comfortable under pine boughs while the frost fell at night, and-- with less confidence--to catch a llama by artifice in order to try to kill it--perhaps by hammering it with a stone--and so finally, perhaps, to eat some of it. But the llamas had a doubt of him and regarded him with distrustful brown eyes and spat when he drew near. Fear came on him the second day and fits of shivering. Finally he crawled down to the wall of the Country of the Blind and tried to make his terms. He crawled along by the stream, shouting, until two blind men came out to the gate and talked to him.

"I was mad," he said. "But I was only newly made."

They said that was better.

He told them he was wiser now, and repented of all he had done.

Then he wept without intention, for he was very weak and ill now, and they took that as a favourable sign.

They asked him if he still thought he could see."

"No," he said. "That was folly. The word means nothing. Less than nothing!"

They asked him what was overhead.

"About ten times ten the height of a man there is a roof above the world--of rock--and very, very smooth. So smooth--so beautifully smooth . . "He burst again into hysterical tears. "Before you ask me any more, give me some food or I shall die!"

He expected dire punishments, but these blind people were capable of toleration. They regarded his rebellion as but one more proof of his general idiocy and inferiority, and after they had whipped him they appointed him to do the simplest and heaviest work they had for anyone to do, and he, seeing no other way of living, did submissively what he was told.

He was ill for some days and they nursed him kindly. That refined his submission. But they insisted on his lying in the dark, and that was a great misery. And blind philosophers came and talked to him of the wicked levity of his mind, and reproved him so impressively for his doubts about the lid of rock that covered their cosmic casserole that he almost doubted whether indeed he was not the victim of hallucination in not seeing it overhead.

So Nunez became a citizen of the Country of the Blind, and these people ceased to be a generalised people and became individualities to him, and familiar to him, while the world beyond the mountains became more and more remote and unreal. There was Yacob, his master, a kindly man when not annoyed; there was Pedro, Yacob's nephew; and there was Medina-sarote, who was the youngest daughter of Yacob. She was little esteemed in the world of the blind, because she had a clear-cut face and lacked that satisfying, glossy smoothness that is the blind man's ideal of feminine beauty, but Nunez thought her beautiful at first, and presently the most beautiful thing in the whole creation. Her closed eyelids were not sunken and red after the common way of the valley, but lay as though they might open again at any moment; and she had long eyelashes, which were considered a grave disfigurement. And her voice was weak and did not satisfy the acute hearing of the valley swains. So that she had no lover.

There came a time when Nunez thought that, could he win her, he would be resigned to live in the valley for all the rest of his days.

He watched her; he sought opportunities of doing her little services and presently he found that she observed him. Once at a rest-day gathering they sat side by side in the dim starlight, and the music was sweet. His hand came upon hers and he dared to clasp it. Then very tenderly she returned his pressure. And one day, as they were at their meal in the darkness, he felt her hand very softly seeking him, and as it chanced the fire leapt then, and he saw the tenderness of her face.

He sought to speak to her.

He went to her one day when she was sitting in the summer moonlight spinning. The light made her a thing of silver and mystery. He sat down at her feet and told her he loved her, and told her how beautiful she seemed to him. He had a lover's voice, he spoke with a tender reverence that came near to awe, and she had never before been touched by adoration. She made him no definite answer, but it was clear his words pleased her.

After that he talked to her whenever he could take an opportunity. The valley became the world for him, and the world beyond the mountains where men lived by day seemed no more than a fairy tale he would some day pour into her ears. Very tentatively and timidly he spoke to her of sight.

Sight seemed to her the most poetical of fancies, and she listened to his description of the stars and the mountains and her own sweet white-lit beauty as though it was a guilty indulgence. She did not believe, she could only half understand, but she was mysteriously delighted, and it seemed to him that she completely understood.

His love lost its awe and took courage. Presently he was for demanding her of Yacob and the elders in marriage, but she became fearful and delayed. And it was one of her elder sisters who first told Yacob that Medina-sarote and Nunez were in love.

There was from the first very great opposition to the marriage of Nunez and Medina-sarote; not so much because they valued her as because they held him as a being apart, an idiot, incompetent thing below the permissible level of a man. Her sisters opposed it bitterly as bringing discredit on them all; and old Yacob, though he had formed a sort of liking for his clumsy, obedient serf, shook his head and said the thing could not be. The young men were all angry at the idea of corrupting the race, and one went so far as to revile and strike Nunez. He struck back. Then for the first time he found an advantage in seeing, even by twilight, and after that fight was over no one was disposed to raise a hand against him. But they still found his marriage impossible.

Old Yacob had a tenderness for his last little daughter, and was grieved to have her weep upon his shoulder.

"You see, my dear, he's an idiot. He has delusions; he can't do anything right."

"I know," wept Medina-sarote. "But he's better than he was. He's getting better. And he's strong, dear father, and kind--stronger and kinder than any other man in the world. And he loves me--and, father, I love him."

Old Yacob was greatly distressed to find her inconsolable, and, besides--what made it more distressing--he liked Nunez for many things. So he went and sat in the windowless council-chamber with the other elders and watched the trend of the talk, and said, at the proper time, "He's better than he was. Very likely, some day, we shall find him as sane as ourselves."

Then afterwards one of the elders, who thought deeply, had an idea. He was a great doctor among these people, their medicine-man, and he had a very philosophical and inventive mind, and the idea of curing Nunez of his peculiarities appealed to him. One day when Yacob was present he returned to the topic of Nunez. "I have examined Nunez," he said, "and the case is clearer to me. I think very probably he might be cured."

"This is what I have always hoped," said old Yacob.

"His brain is affected," said the blind doctor.

The elders murmured assent.

"Now, what affects it?"

"Ah!" said old Yacob.

This," said the doctor, answering his own question. "Those queer things that are called the eyes, and which exist to make an agreeable depression in the face, are diseased, in the case of Nunez, in such a way as to affect his brain. They are greatly distended, he has eyelashes, and his eyelids move, and consequently his brain is in a state of constant irritation and distraction."

"Yes?" said old Yacob. "Yes?"

"And I think I may say with reasonable certainty that, in order to cure him complete, all that we need to do is a simple and easy surgical operation--namely, to remove these irritant bodies."

"And then he will be sane?"

"Then he will be perfectly sane, and a quite admirable citizen."

"Thank Heaven for science!" said old Yacob, and went forth at once to tell Nunez of his happy hopes.

But Nunez's manner of receiving the good news struck him as being cold and disappointing.

"One might think," he said, "from the tone you take that you did not care for my daughter."

It was Medina-sarote who persuaded Nunez to face the blind surgeons.

"You do not want me," he said, "to lose my gift of sight?"

She shook her head.

"My world is sight."

Her head drooped lower.

"There are the beautiful things, the beautiful little things--the flowers, the lichens amidst the rocks, the light and softness on a piece of fur, the far sky with its drifting dawn of clouds, the sunsets and the stars. And there is you. For you alone it is good to have sight, to see your sweet, serene face, your kindly lips, your dear, beautiful hands folded together. . . . . It is these eyes of mine you won, these eyes that hold me to you, that these idiots seek. Instead, I must touch you, hear you, and never see you again. I must come under that roof of rock and stone and darkness, that horrible roof under which your imaginations stoop . . . no; you would not have me do that?"

A disagreeable doubt had arisen in him. He stopped and left the thing a question.

"I wish," she said, "sometimes--" She paused.

"Yes?" he said, a little apprehensively.

"I wish sometimes--you would not talk like that."

"Like what?"

"I know it's pretty--it's your imagination. I love it, but now--"

He felt cold. "Now?" he said, faintly.

She sat quite still.

"You mean--you think--I should be better, better perhaps--"

He was realising things very swiftly. He felt anger perhaps, anger at the dull course of fate, but also sympathy for her lack of understanding--a sympathy near akin to pity.

"Dear," he said, and he could see by her whiteness how tensely her spirit pressed against the things she could not say. He put his arms about her, he kissed her ear, and they sat for a time in silence.

"If I were to consent to this?" he said at last, in a voice that was very gentle.

She flung her arms about him, weeping wildly. "Oh, if you would," she sobbed, "if only you would!"

For a week before the operation that was to raise him from his servitude and inferiority to the level of a blind citizen Nunez knew nothing of sleep, and all through the warm, sunlit hours, while the others slumbered happily, he sat brooding or wandered aimlessly, trying to bring his mind to bear on his dilemma. He had given his answer, he had given his consent, and still he was not sure. And at last work-time was over, the sun rose in splendour over the golden crests, and his last day of vision began for him. He had a few minutes with Medina-sarote before she went apart to sleep.

"To-morrow," he said, "I shall see no more."

"Dear heart!" she answered, and pressed his hands with all her strength.

"They will hurt you but little," she said; "and you are going through this pain, you are going through it, dear lover, for me . . . . Dear, if a woman's heart and life can do it, I will repay you. My dearest one, my dearest with the tender voice, I will repay."

He was drenched in pity for himself and her.

He held her in his arms, and pressed his lips to hers and looked on her sweet face for the last time. "Good-bye!" he whispered to that dear sight, "good-bye!"

And then in silence he turned away from her.

She could hear his slow retreating footsteps, and something in the rhythm of them threw her into a passion of weeping.

He walked away.

He had fully meant to go to a lonely place where the meadows were beautiful with white narcissus, and there remain until the hour of his sacrifice should come, but as he walked he lifted up his eyes and saw the morning, the morning like an angel in golden armour, marching down the steeps . . . .

It seemed to him that before this splendour he and this blind world in the valley, and his love and all, were no more than a pit of sin.

He did not turn aside as he had meant to do, but went on and passed through the wall of the circumference and out upon the rocks, and his eyes were always upon the sunlit ice and snow.

He saw their infinite beauty, and his imagination soared over them to the things beyond he was now to resign for ever!

He thought of that great free world that he was parted from, the world that was his own, and he had a vision of those further slopes, distance beyond distance, with Bogota, a place of multitudinous stirring beauty, a glory by day, a luminous mystery by night, a place of palaces and fountains and statues and white houses, lying beautifully in the middle distance. He thought how for a day or so one might come down through passes drawing ever nearer and nearer to its busy streets and ways. He thought of the river journey, day by day, from great Bogota to the still vaster world beyond, through towns and villages, forest and desert places, the rushing river day by day, until its banks receded, and the big steamers came splashing by and one had reached the sea--the limitless sea, with its thousand islands, its thousands of islands, and its ships seen dimly far away in their incessant journeyings round and about that greater world. And there, unpent by mountains, one saw the sky--the sky, not such a disc as one saw it here, but an arch of immeasurable blue, a deep of deeps in which the circling stars were floating . . . .

His eyes began to scrutinise the great curtain of the mountains with a keener inquiry.

For example; if one went so, up that gully and to that chimney there, then one might come out high among those stunted pines that ran round in a sort of shelf and rose still higher and higher as it passed above the gorge. And then? That talus might be managed. Thence perhaps a climb might be found to take him up to the precipice that came below the snow; and if that chimney failed, then another farther to the east might serve his purpose better. And then? Then one would be out upon the amber-lit snow there, and half-way up to the crest of those beautiful desolations. And suppose one had good fortune!

He glanced back at the village, then turned right round and regarded it with folded arms.

He thought of Medina-sarote, and she had become small and remote.

He turned again towards the mountain wall down which the day had come to him.

Then very circumspectly he began his climb.

When sunset came he was not longer climbing, but he was far and high. His clothes were torn, his limbs were bloodstained, he was bruised in many places, but he lay as if he were at his ease, and there was a smile on his face.

From where he rested the valley seemed as if it were in a pit and nearly a mile below. Already it was dim with haze and shadow, though the mountain summits around him were things of light and fire. The mountain summits around him were things of light and fire, and the little things in the rocks near at hand were drenched with light and beauty, a vein of green mineral piercing the grey, a flash of small crystal here and there, a minute, minutely-beautiful orange lichen close beside his face. There were deep, mysterious shadows in the gorge, blue deepening into purple, and purple into a luminous darkness, and overhead was the illimitable vastness of the sky. But he heeded these things no longer, but lay quite still there, smiling as if he were content now merely to have escaped from the valley of the Blind, in which he had thought to be King. And the glow of the sunset passed, and the night came, and still he lay there, under the cold, clear stars.

maleachi 89 ( Gast )
Beiträge:

27.10.2008 16:11
#3 RE: "Gottesbeweis" Antworten

'n Link hätte nicht gereicht...?

Regens Küchl ( Gast )
Beiträge:

27.10.2008 16:48
#4 RE: "Gottesbeweis" Antworten

Sei doch froh dass Er das Zeug nicht auch noch durch dieses gefürchtete Übersetzungsprogramm hat laufen lassen!
Sonst würdest du jetzt am Boden liegen und Trommeln !


euer ergebener

Regens Küchl

Tao-Ho Offline

Zennois


Beiträge: 5.365

27.10.2008 16:56
#5 RE: "Gottesbeweis" Antworten

Ich quäl mich mal durch diesen Krams. Mal schauen ob ich gleich vor lachen am
Boden liege oder doch einen Beweis für Gottes Existenz finde... was mich allerdings
sehr wundern würde.

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() Tao-Ho

Tao-Ho Offline

Zennois


Beiträge: 5.365

27.10.2008 17:06
#6 RE: "Gottesbeweis" Antworten

Und wo ist nun der angekündigte "Gottesbeweis"? Da hätte echt ein Link gereicht
mit den Worten versehen, dass es sich hier um eine etwas langatmige Geschichte
handelt, die man lesen kann - oder auch nicht.

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() Tao-Ho

Qtipie Offline




Beiträge: 761

28.10.2008 09:22
#7 RE: "Gottesbeweis" Antworten

Mir hat sich gerade noch eine Frage gestellt: Wie hoch ist eigentlich der Anteil von Gläubigen unter Blindgeborenen?

Bruder Spaghettus ( gelöscht )
Beiträge:

28.10.2008 11:08
#8 RE: "Gottesbeweis" Antworten

Na, dann such dir irgendwo die Antwort.

Wenn du die hast, eindeutig und nachweisbar, kannst du ja hier mal deine Schlussfolgerungen aus den statistischen Zahlen herleiten.

qilin Offline




Beiträge: 3.552

28.10.2008 11:18
#9 RE: "Gottesbeweis" Antworten

Mir hat sich auch gerade eine Frage gestellt:
Wie hoch ist eigentlich der Anteil von linkshändigen Diabetikern unter farbenblinden Nichtrauchern?

___________________________
Nichts bedarf so sehr der Reform
wie die Meinungen anderer Leute. [Mark Twain]

() qilin

Qtipie Offline




Beiträge: 761

28.10.2008 12:18
#10 RE: "Gottesbeweis" Antworten
Und wie hoch ist der Anteil von Zynikern unter den Verlierern? Bedenkt: mit der Zynik gehen die nötige Distanz sowie die Objektivität verloren!
Tao-Ho Offline

Zennois


Beiträge: 5.365

28.10.2008 12:22
#11 RE: "Gottesbeweis" Antworten

Aber sie haben eine Menge Spass dabei...

Und wieviele Gläubige soll es nun angeblich geben, unter den blinden
Menschen dort?

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() Tao-Ho

Bruder Spaghettus ( gelöscht )
Beiträge:

28.10.2008 12:24
#12 RE: "Gottesbeweis" Antworten
Du verwechselst was. Das war nicht zynisch, das war einfach nur der Versuch, mit plumber Anmache umzugehen.

Wenn du was behaupten willst, tu das und bring dazu deine Fakten.
Wenn du das nicht kannst, lass wenigstens solche Vorschulspielereien.
Qtipie Offline




Beiträge: 761

28.10.2008 12:50
#13 RE: "Gottesbeweis" Antworten

Na, wenn ich das jetzt mal nicht verwechsle, dann nimmst Du wohl vieles ziemlich (zu?) persönlich?

Bruder Spaghettus ( gelöscht )
Beiträge:

28.10.2008 13:39
#14 RE: "Gottesbeweis" Antworten

Kaum.

Ich versuche nur, einen auf Argumenten und Sachlichkeit, na gut, manchmal auch auf Satire beruhenden Diskussionstil zu pflegen.
Deshalb bitte ich dich noch mals:

Wenn du was behaupten willst, tu das und bring dazu deine Fakten.

Nur auf dieser Basis sind halt Diskussionen möglich.

Qtipie Offline




Beiträge: 761

28.10.2008 13:40
#15 RE: "Gottesbeweis" Antworten

Ok, habs kapiert.

maleachi 89 ( Gast )
Beiträge:

28.10.2008 14:40
#16 RE: "Gottesbeweis" Antworten

Zitat von Qtipie
Bedenkt: mit der Zynik gehen die nötige Distanz sowie die Objektivität verloren!

Oder sie erreicht ihre höchste Vollkommenheit! Gerade Zynismus fordert Distanz.

Qtipie Offline




Beiträge: 761

28.10.2008 15:48
#17 RE: "Gottesbeweis" Antworten

Kannst Du auch gegenüber Dir selbst zynisch sein?

maleachi 89 ( Gast )
Beiträge:

28.10.2008 15:59
#18 RE: "Gottesbeweis" Antworten

Zitat von Qtipie
Kannst Du auch gegenüber Dir selbst zynisch sein?
Jederzeit und das in höchstem Maße und wenn dies dann nicht von Objektivität geprägt ist, konnte mein wahres Ich entfleuchen... Und keiner hat mehr Distanz zu mir, wie ich selbst...

Qtipie Offline




Beiträge: 761

28.10.2008 16:02
#19 RE: "Gottesbeweis" Antworten

Und dadurch wirst Du glücklich?

maleachi 89 ( Gast )
Beiträge:

28.10.2008 16:45
#20 RE: "Gottesbeweis" Antworten

Zitat von Qtipie
Und dadurch wirst Du glücklich?


Geht es primär um 's glücklichsein?

Tao-Ho Offline

Zennois


Beiträge: 5.365

28.10.2008 16:59
#21 RE: "Gottesbeweis" Antworten

In der Geschichte geht es eher darum blind zu sein oder nicht...

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So wie die Lotosblume lieblich und unbefleckt aus dem Schlamm sich erhebt...
() Tao-Ho

maleachi 89 ( Gast )
Beiträge:

28.10.2008 17:34
#22 RE: "Gottesbeweis" Antworten

Zitat von Tao-Ho
In der Geschichte geht es eher darum blind zu sein oder nicht...

So oder so, haste recht...

Aber 'glücklich sein' ist so ein weites Feld und hängt letztendlich auch an keinem Gottesbeweis, zumindest nicht in erster Linie.
Glück kann auch sein, sich in Beobachtung seiner selbst und somit in Distanz zu befinden, weil man in vielen Situationen eine bessere, gelassene Reflexion von sich auf andere vollzieht und vor allen Dingen sich selbst nicht so ernst nimmt, eine Eigenschaft, die leider den meisten Zeitgenossen abgeht....zu lachen, und erst mal über sich selbst.

Tao-Ho Offline

Zennois


Beiträge: 5.365

28.10.2008 18:28
#23 RE: "Gottesbeweis" Antworten

Recht hast Du, maleachi.

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() Tao-Ho

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