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Dieses Thema hat 58 Antworten
und wurde 3.335 mal aufgerufen
 Satanismus und Antichristliches
Seiten 1 | 2 | 3
kadesch Offline



Beiträge: 2.705

10.12.2008 14:37
Das Buch Lucifer Antworten
lange habe ich mir überlegt wie ein Buch Lucifer aussehen würde.
also habe ich beschlossen es selbst zu formulieren.
Die Idee kam beim Lesen des Buches "Lumen" in denen ein Engel die Geschichte
des Höllenfalls erzählte.
Ich habe dies ein wenig mit eigenen Worten eigenen Worten ergänzt.

Einst herrschte der Allmächtige über die Welt,
die er erschaffen hatte. Dann erschuf er die Engel
um in der Ewigkeit nicht allein sein zu müssen.
Die Engel waren ihm untertan und lebten im Himmel,
der in jenen Zeiten noch der Himmel des Allmächtigen war.
Zu Beginn waren alle Engel Brüder und Schwestern,
doch dann erfuhr einer von Ihnen die Liebe und die Furcht davor
diese Liebe wieder verlieren zu können.
Lucifer, der unser Bruder im Lichte war,
erkannte dass er ein Herz hatte, dieses schenkte er Lilith.
Er erfuhr die die Gewissheit, dass sein Herz und er selbst
verdorren würden, wäre Lilith nicht mehr an seiner Seite.
Er verspürte eine Angst, die er vorher nicht kannte.
Die kein Engel je gekannt hatte. Denn die Dinge waren so wie sie
der Allmächtige geschaffen hatte.
Doch konnte der Allmächtige wirklich allmächtig sein, wenn seine
Schöpfung so unvollkommen war?
Er ging zu seinem Herrn und stellte ihm Fragen.
Konnte der Allmächtige weise sein, wenn selbst keine Antworten
geben konnte, die er seiner eigenen Schöpfung in den Mund gelegt hatte?
Nie zuvor hatte ein Engel gewagt, Fragen zu stellen.
Das Wort, das zuvor Himmel und Erde und alles erschaffen hatte, war es
das schliesslich den Himmel zerstörte.
Es war so einfacher Natur, dass selbst Kinder es zu nutzen vermocht hätten.
Das Wort das den Himmel in rebellion brachte hieß: Warum?
Dieses Wort, das nie eines Engels Lippen sprechen durfte, sprach Luzifer
laut aus, deutlich vernehmbar für alle anderen Engel, die in der Nähe waren.
Wie ein lauffeuer verbreitete sich das Wort im Himmel.
Das erste Wort welches nicht mehr dem Allmächtigen untertan war, sondern
von nun ab allen Geschöpfen gehörte.
Es gab ein Gesetz, das des Allmächtigen Gesetz war,
und es gab eine Kaste von Engeln, die des Allmächtigen Gesetz
mit flammenden Schwertern hüteten.
Wie Gerecht war ein Herrscher, der Gesetze erließ und diese von Kreaturen
die Verwandte der Engelswesen waren mit flammenden Schwertern durchsetzen lassen musste?
Lucifer erkannte, wie ungerecht die Gesetze des Allmächtigen waren.
Und diese Engel, die als Wächter eingesetzt waren, führten Krieg gegen die
anderen die sich nicht mehr dem Allmächtigen beugen wollten.
Ihre Flammenschwerter bohrten sie in die Leiber der Engel die die Frage nach dem Warum
stellten. Bis der Himmel nur noch von den Leibern der getöteten übersäht war.

Glaube ist Aberglaube

Casmiel Offline

Diabolist


Beiträge: 712

10.12.2008 15:27
#2 RE: Das Buch Lucifer Antworten

Das ist eine sehr schöne Geschichte die vor allem die Tragödie Luzifers zeigt.
Mich wundert wie du auf den Aspekt "Liebe" gestoßen bist ? Und wie geht das Buch weiter, was passiert mit ihm ?

___________________________________________________________________
Erleuchtung erlangt man nicht, indem man sich dem Licht hingibt, sondern indem man die Dunkelheit ergründet (C.G. Jung)

Bruder Spaghettus ( gelöscht )
Beiträge:

11.12.2008 07:59
#3 RE: Das Buch Lucifer Antworten

Gefällt mir auch sehr gut. Die Idee mit dem "Warum" ist Spitze.

Bei dem Thema möchte ich euch noch Anatol Franc "Aufruhr der Engel" empfehlen. Es ist schon ewig her, dass ich es gelesen habe. Damals war ich völlig begeistert.

kadesch Offline



Beiträge: 2.705

11.12.2008 08:39
#4 RE: Das Buch Lucifer Antworten

ich denke ich werde das ganze im Lauf der Zeit noch
umformulieren und weiter ausbauen.
Über das Thema könnte man ganze Romane schreiben.

Glaube ist Aberglaube

Tao-Ho Offline

Zennois


Beiträge: 5.365

11.12.2008 08:53
#5 RE: Das Buch Lucifer Antworten

Ja, denn gerade die Frage Warum ist ja sehr ausbaufähig. Was ist z. B. wenn die Engel
mit den Schwertern auch Warum fragen und Gott damit seine Erfüllungsgehilfen verliert?

Bin schon sehr gespannt...

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So wie die Lotosblume lieblich und unbefleckt aus dem Schlamm sich erhebt...
() Tao-Ho

kadesch Offline



Beiträge: 2.705

11.12.2008 09:43
#6 RE: Das Buch Lucifer Antworten
Einst herrschte der Allmächtige über die Welt,
die er erschaffen hatte. Dann erschuf er die Engel
aus dem reinen Lichte, erweckt von seinem Odem,
geformt nach seinem Ebenbild, um mit ihnen die Ewigkeit zu teilen.
Die Engel waren ihm untertan und lebten im Himmel,
der in jenen Zeiten noch der Himmel des Allmächtigen war.
Zu Beginn waren alle Engel Brüder und Schwestern, erschaffen
um den Allmächtigen zu preisen und über die von ihm erschaffenen Welten
zu wachen. Doch dann erschuf der Allmächtige aus Lehm ein weiteres
Geschöpf, den Engeln ähnlich, doch ohne ihm die Ewigkeit zu Öffnen.
Dieses Geschöpf nannte er Mensch und den Erstgeschaffenen nannte
er nach der Erde aus der er geformt wurde Adam.
Doch Adam war widerspenstig und bald des Alleinseins überdrüssig.
So erschuf der Allmächtige eine Gefährtin für ihn, die er Lillith nannte.
Doch Lilith weigerte sich dem Manne Adam untertan zu sein, da
sie aus dem gleichen Stoffe bestand und den gleichen Lebensodem geatmet hatte.
Die Engel wurden beauftragt über die Menschen zu wachen und diese
in allem Wissen zu unterweisen. Und so wurden die Engel die Lehrer der Menschen,
die ihnen in allem Unterlegen waren, die sterblich und verletzlich waren.
Aber sie verfügten über etwas das die Engel nicht gekannt hatten.
Sie hatten einen eigenen Willen, waren aufsässig und neideten den Engeln ihre
Unsterblichkeit. Die Menschen suchten nach Antworten, warum ihnen nur
eine kurze Lebensspanne gewährt wurde, warum sie nicht die Gnade
des ewigen Lebens erwiesen bekamen.
Einer unserer Brüder, der älteste und Erstgeschaffe, eingesetzt vom Allmächtigen
als Träges des Lichtes, Lucifer wurde mit dem Amt des Satan beauftragt,
ihn von allem zu unterichten, was die Menschen taten, und alle Verfehlungen
Adams und Liliths aufzudecken.
Doch Lucifer, fasziniert von Lilith, beobachtete sie heimlich und
wurde den in ihm erwachenden Gefühlen gewahr, Gefühle die kein Engel vor ihm
spürte und er erkannte dass sein Herz, bisher nur von Liebe zum Allmächtigen erfüllt,
nun für diese sterbliche schlug. Eine Weile verbarg er diese Liebe, hütete sie wie
einen Schatz, und langsam wuchs in ihm ein weiteres Gefühl, welches ihn peinigte.
Dieses Gefühl war die Angst Lilith zu verlieren, da er wusste dass der Allmächtige
ihr nur eine kurze Frist auf Erden gewährte. Er trat vor Lilith, Offenbarte ihr seine
Gefühle und diese erwiderte seine Liebe und verließ Adam.
Lucifer suchte nach einem Weg Lilith das Tor zur Ewigkeit zu Öfnnen, doch
der Allmächtige hatte dies nicht im Sinn.
Und Lucifer begann am allmächtigen, seinem Herrn den er liebte und verehrte
zu zweifeln. Mit jedem Tag den Lilith alterte wuchs seine Furcht,
nagten mehr Zweifel in ihm, verdorrte seine Seele vor Schmerz.
Und er weinte Feurige Tränen.
Die Dinge waren so wie sie die Allmächtige erschaffen hatte,
doch was war der Allmächte für ein Herr, dass er diesen Kummer zuließ?
Doch konnte der Allmächtige wirklich allmächtig sein, da seine
Schöpfung so unvollkommen war?
Er ging zu seinem Herrn und konfrontierte ihn mit seiner Furcht und verlangte
Antworten auf seine Fragen.
Konnte der Allmächtige weise sein, wenn selbst keine Antworten
geben konnte, die er seiner eigenen Schöpfung in den Mund gelegt hatte?
Nie zuvor hatte ein Engel gewagt, Fragen zu stellen.
Das Wort, das zuvor Himmel und Erde und alles erschaffen hatte, war es
das schliesslich den Himmel zerstörte.
Es war so einfacher Natur, dass selbst Kinder es zu nutzen vermocht hätten.
Das Wort das den Himmel in Rebellion brachte hieß: Warum?
Dieses Wort, das nie eines Engels Lippen sprechen durfte, sprach Lucifer
laut aus, deutlich vernehmbar für alle anderen Engel, die in der Nähe waren.
Wie ein Lauffeuer verbreitete sich das Wort im Himmel.
Das erste Wort welches nicht mehr dem Allmächtigen untertan war, sondern
von nun ab allen Geschöpfen gehörte.
Und der Allmächtige begann seinen Engeln des Lichtes zu Mißtrauen,
und im Verborgenen erschuf er eine neue Kaste von Engeln, aus dem Wasser
der Tiefe, die nie ein Lichtstrahl berührte und blies ihnen den Lebensverheissenden Odem ein.
Diese Engel waren wilde und gnadenlose Krieger, kein Herz machte er ihnen zu Eigen.
Dunkel waren ihre Augen, ohne Liebe, und anstelle des feurigen Lichtes ihrer Brüder
rann kaltes Eis durch ihre Adern.
Es gab ein Gesetz, das des Allmächtigen Gesetz war,
und er gab der neuen Kaste, den Erzengeln Schwerter aus Eis, den Flammenscherter der
alten Engeln gleich um sein Gesetz von ihnen von nun an zu hüten.
Wie Gerecht war ein Herrscher, der Gesetze erließ und diese von Kreaturen
die Verwandte der Engelswesen waren, mit Eisigen Schwertern durchsetzen lassen musste?
Lucifer erkannte, wie ungerecht die Gesetze des Allmächtigen waren.
Und viele Engel, Brüder und Schwestern Lucifers wandten sich gegen die Erzengel,
die von nun ab den Thron des Allmächtigen umgaben und keinen mehr vor sein Angesicht
treten liessen. Lucifer floh mit Lilith, der er einen Teil seines eigenen Lebensodems
einhauchte und so gab er von seiner Kraft um ihr Leben zu verlängern.
Und seine Brüder verbargen ihn vor dem allmächtigen, der ihm zürnte, sie tilgten
ihre Spuren, verweigerten Auskunft über ihren Verbleib und der Allmmächtige wurde
Zornig und gebot den Erzengeln die Flüchtigen zu suchen und die Engel des Lichtes zu foltern
auf dass sie das Geheimnis preisgeben, um der Flucht Lucifers.
Und die Erzengel, die als Wächter eingesetzt waren, führten Krieg gegen die
Engel des Lichts die sich nicht mehr dem Allmächtigen beugen wollten.
Ihre eisigen Flammenschwerter bohrten sie in die Leiber der Engel die die Frage nach dem Warum
stellten. Bis der Himmel nur noch von den Leibern der getöteten übersäht war.
Lucifer wurde von seinen Brüdern gerufen, sie im Kampf anzuführen, und voller
Grauen sah er die verstümmelten Leiber die nach der ersten Schlacht ihr Leben ließen,
und er versammelte alle seine Brüder um die Erzengel zu besiegen und wieder vor den
Thron des Allmächtigen treten zu dürfen.

Glaube ist Aberglaube

Bruder Spaghettus ( gelöscht )
Beiträge:

11.12.2008 09:53
#7 RE: Das Buch Lucifer Antworten

Prima Steigerung!

Der Schluss bleibt so?
Luzifers Begehren ist nur, vor den Thron treten zu dürfen?
Kommt mir fast ein bisschen wie die Heimkehr des verlorenen Sohns vor.

Tao-Ho Offline

Zennois


Beiträge: 5.365

11.12.2008 09:59
#8 RE: Das Buch Lucifer Antworten

Stimmt - wie wäre es, wenn Satan den Gott mal einige Fragen stellt?
Oder wenn Satan die Herrschaft übernimmt und mit den Engeln zusammen
eine bessere Welt regiert?

Unendliche Möglichkeiten...

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() Tao-Ho

kadesch Offline



Beiträge: 2.705

11.12.2008 10:04
#9 RE: Das Buch Lucifer Antworten

ist noch nicht fertig....
so schnell kann ich garnicht schreiben...

Glaube ist Aberglaube

Tao-Ho Offline

Zennois


Beiträge: 5.365

11.12.2008 10:13
#10 RE: Das Buch Lucifer Antworten

Lass Dir Zeit, kadesch. Bin ja gerne neugierig...

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() Tao-Ho

kadesch Offline



Beiträge: 2.705

11.12.2008 11:03
#11 RE: Das Buch Lucifer Antworten

Kapitel 2
Der Allmächtige wurde von Adam angerufen und dieser beklagte sich
dass er nun allein sei, und seiner Gefährtin beraubt und der Herr entnahm ihm eine
Rippe und formte daraus eine neue Gefährtin für Adam die er Eva nannte.
Und den beiden gab er den Garten Eden als Heim, einen Ort der fern des Schlachtenlärms
des Krieges der Engel war, und stellte an den Eingang einen Erzengel als Wache.
doch nicht um die Menschen zu beschützen sondern um sie am Verlassen des Garten Eden
zu hindern. Die einzige Einschränkung die er ihnen Gebot, war vom Baum der Erkenntnis
zu Essen, denn die Erkenntnis der Unvollkommenheit der Schöpfung, hätte sie vom
Allmächtigen entfernt.
Doch Lucifer schaffte es an dem Wächter vorbei zu gelangen und übergab Eva
eine Frucht vom Baum der Erkenntnis, auf dass sie erkennen möge wie es um das Wesen
der Welt bestellt war. Und Eva übergab die Frucht Adam, welcher davon kostete,
und die Erkenntnis trat an die Stelle der Unwissenheit, und auch Adam begann
zu zweifeln am Sinn der Schöpfung und den Motiven des Allmächtigen.
Die Menschen konnten ihr neues Wissen nicht lange vor dem allmächtigen verborgen
halten und wurden aus dem Garten Eden, in welchem sie keine Not quälte und kein
Schmerz peinigte hinaus auf die Erde geschickt.
Die Menschen wurden fortan unter Schmerzen auf der Erde geboren,
lebten und starben, während der Jahrtausende in denen der Krieg im Himmel tobte,
und immer wenn einer der Engel sein Leben aushauchte,
sahen sie einen fallenden Stern am Himmel seine Bahn ziehen und erlöschen.
Der Allmächtige setze Priester ein die sie in der Furcht vor ihm dem Herrn unterweisen
sollen, die Gesetze zu halten und allein auf ihn zu vertrauen.
Lucifer aber trat verkleidet mitten unter die Menschen und öffnete ihnen die Augen
über das Wahre Wesen der Welt, in der es für gute Taten keinen Lohn, und für Schlechtigkeit
keine Strafe gab, sondern der Gute Mensch Büßen während Schurken belohnt werden.
Und viele Menschen begannen die Worte des Herrn zu hinterfragen und versuchten in
Gebeten Antworten zu erlangen. Doch der Herr schwieg zu ihnen.

Glaube ist Aberglaube

kadesch Offline



Beiträge: 2.705

11.12.2008 11:15
#12 RE: Das Buch Lucifer Antworten

Kapitel 3
Die Erzengel verfolgten die Engel des Lichtes unbarmherzig, und es gelang ihnen
einen der ihren den sie überwältigten, Azrael der damals den Namen Azazel trug.
Einst war ihm die Aufgabe übertragen, die Namen der Neugeborenen in das Buch
des Lebens zu schreiben und diese wieder zu löschen, wenn deren Zeit abgelaufen ist.
Doch als der Krieg zu toben begannt verriet er den Menschen die Geheimnisse
um den Krieg im Himmel und um die Herstellung von Waffen und Gerätschaften.
Der Allmächtige zürnte ihm dass er die Menschen mit diesem Wissen verdorben hatte,
aber als Lohn für seinen Verrat wurde er begnadigt nachdem er von Raphael, dem Erzengel
überwältigt und in eine einsame Grube, die mit Steinen beschwert war, schier wahnsinnig
vor Einsamkeit, bereit war seinen Bruder Lucifer zu verraten.
Er, der Träger des Lichtes, der Erstgeschaffene wurde überwältigt, und vor den Thron
des Herrn gebracht, doch der Thron war leer.
Der Allmächtige wollte seinem ersten unter den Engeln nicht mehr begegnen,
und an seiner Stelle verlas einer der Erzengel das Urteil, welches der Allmächtige
über Lucifer und die abtrünnigen Engel gesprochen hatte.
Lucifer und seine Brüder wurden aus dem Himmel verbannt, der fortan nur noch von
den Erzengeln und deres Gleichen bevölkert wurde.
Die Abtrünnigen wurden in einen Feurigen Pfuhl geworfen um dort auf das jüngste Gericht
zu warten. Doch sie entkamen dem Inferno und suchten Zuflucht im Hades, in welchem die
Seelen der verstorbenen Menschen darauf warteten vor dem Allmächtigen über ihr
Leben befragt zu werden, am Ende aller Zeiten.
In der Dunkelheit des Hades erlosch ihnen ein Teil des inneren Feuers, und sie verwandelten sich
in Wesen der Dunkelheit, deren einzige Nahrung fortan die Zweifel der Menschen war,
und viele Engel zogen durch die Welt und weideten sich an den Zweifeln die sie gesäht hatten.

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Bruder Spaghettus ( gelöscht )
Beiträge:

11.12.2008 11:36
#13 RE: Das Buch Lucifer Antworten

Mensch, nun machst du die so sympathischen Lichtengel mit einem Streich böse.

Übrigens scheint dir hier beim Ändern was durch die Lappen gegangen zu sein:

Die Erzengel verfolgten die Engel des Lichtes unbarmherzig, und es gelang ihnen
einen der ihren den sie überwältigten, Azrael der damals den Namen Azazel trug....?

kadesch Offline



Beiträge: 2.705

11.12.2008 12:08
#14 RE: Das Buch Lucifer Antworten
nee Azazel ist der mit dem Sündenbock,
und ich hab mir die Freiheit genommen ihn mit dem todesengel Azrael
identisch zu machen. Ausserdem ist nahezu der gesamte text eine neuschöpfung von mir :-)

Die Lichtengel benötigen doch den Himmel um sich mit der Energie des Allmächtigen
zu versorgen. Ausserdem sind sie ja nicht böse, sie bringen eben nur den Zweifel
unter die Menschen. Und dieser Zweifel ist ja die Triebfeder der Menschlichen Entwicklung.
Ein Mensch der Zweifelt ob er morgen noch Satt wird, beginnt Früchte anzubauen, oder
Nutztiere zu halten, ein mensch der zweifelt das er sicher ist, wird befestigte Städte anlegen,
usw. Die eigentlich bösen Engel sind demnach die Erzengel, die ja Städte wie Sodom und Gomorrha
vernichten,..und ohne eigenen Willen Befehle durchsetzen.

Glaube ist Aberglaube

Bruder Spaghettus ( gelöscht )
Beiträge:

11.12.2008 12:18
#15 RE: Das Buch Lucifer Antworten

Nee, ich meinte den Schluss:

In der Dunkelheit des Hades erlosch ihnen ein Teil des inneren Feuers, und sie verwandelten sich
in Wesen der Dunkelheit, deren einzige Nahrung fortan die Zweifel der Menschen war,
Bbis hierher komme ich noch klar, obwohl mir statt "verwandelten sich in" "wurden zu" besser gefallen würde, weil da der aktive Teil raus wäre und es für mich mehr wie halt Umweltzwang rüber käme.

und viele Engel zogen durch die Welt und weideten sich an den Zweifeln die sie gesäht hatten.
Hier ist es das "weiden" wodurch sich für mich die Engel als unsympathisch darstellen. Da hätte ich, weil ja jetzt Weihnachten und wünschen daran ist, lieber:
So ziehen sie noch heute durch die Welt und werden von den Zweifeln der Menschen gestärkt.
Das lässt dann noch offen, wenn die Zweifel stark genug werden, werden auch die Lichtengel wieder richtig stark.
Und dann gehts dem alten Tyrannen an den Kragen. Dank der und mit den Menschen.

qilin Offline




Beiträge: 3.552

11.12.2008 12:47
#16 RE: Das Buch Lucifer Antworten

Jep, gefiele mir auch besser...

Bei dem Satz "Die Erzengel verfolgten die Engel des Lichtes unbarmherzig, und es gelang ihnen
einen der ihren den sie überwältigten, Azrael der damals den Namen Azazel trug."
hab' ich im
Prinzip auch Probleme, einen Sinn reinzubringen - ist da vielleicht gemeint "und es gelang ihnen,
einen von ihnen zu überwältigen, ..."


Aber die Geschichte ist echt gut

___________________________
Nichts bedarf so sehr der Reform
wie die Meinungen anderer Leute. [Mark Twain]

() qilin

kadesch Offline



Beiträge: 2.705

11.12.2008 13:59
#17 RE: Das Buch Lucifer Antworten

da hat sich doch glatt der Fehlerteufel eingeschlichen :-(
Aber dafür dass ich das quasi zwischen Tür und Angel geschrieben habe ist es doch ganz ok oder

Glaube ist Aberglaube

Bruder Spaghettus ( gelöscht )
Beiträge:

12.12.2008 11:30
#18 RE: Das Buch Lucifer Antworten

Wie oft willste das denn noch hören?

Wenns nicht so wäre, würden wir doch gar nicht hier mitmachen.

kadesch Offline



Beiträge: 2.705

12.12.2008 14:54
#19 RE: Das Buch Lucifer Antworten

Wenn ich über Weihnachten (ich mag diese heidnischen Feste ja garnicht )
mal etwas Zeit habe, werde ich den Stoff noch weiter ausbauen.
Ich denke das ganze hat auch das Potential zu einem richtigen Roman

Glaube ist Aberglaube

Bruder Spaghettus ( gelöscht )
Beiträge:

12.12.2008 15:08
#20 RE: Das Buch Lucifer Antworten

Kriegen wir den dann als ebook?

kadesch Offline



Beiträge: 2.705

12.12.2008 15:21
#21 RE: Das Buch Lucifer Antworten

jo klar

Glaube ist Aberglaube

Tao-Ho Offline

Zennois


Beiträge: 5.365

12.12.2008 22:00
#22 RE: Das Buch Lucifer Antworten

Hey, kadesch. Solltest zumindest einige Kerzen anzünden.
Weisst sicher warum...

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() Tao-Ho

kadesch Offline



Beiträge: 2.705

15.12.2008 11:50
#23 RE: Das Buch Lucifer Antworten

Lucifer, einst des Schöpfers geliebter Erstgeborener Engel,
der Träger des Lichtes, wurde nach langen Kämpfen
mitsamt seiner Abtrünnigen Engelsschar hinabgestürzt,
der Erde entgegen, da er die Phalanx der Erzengel nicht brechen konnte.
Nicht sich gleich stellen mit dem Allmächtigen wollte er sich,
es verlangte ihn nur nach Antworten auf seine Fragen.
Nie hätte er sich gegen den Allmächtigen gestellt,
wie es die Erzengel dem Herrn vortäuschten,
er den Menschen die Aufmerksamkeit des Allmächtigen würde neiden.
Nicht aus Neid oder Übermut verführte der Lichtträger die Menschen,
sondern um ihnen die Augen zu öffnen, ihren freien Willen zu wecken,
zu Hinterfragen anstatt Stumm zu gehorchen.
GEstürzt aus dem Himmel, seiner Heimat, fern des Thrones
des Allmächtigen, gefangen im feurigen Phuhl,
gemartert von glühender Hitze,
fanden der Erstgeborene und seine Engel des Lichtes sich wieder,
umfangen von Finsternis, die ihr Licht aufsog, und ihnen die Kraft raubte,
und sie weinten um der Ungerechtigkeit, die ihnen widerfahren war.
Waren sie wirklich abgefallen vom Schöpfer?
Richteten sie sich wirklich gegen den Allmächtigen?
Lucifer verlangte doch nur das Mitleid des Schöpfers für seine
Gefärtin Lilith, die Gnade dass sie mit ihm die Ewigkeiten teilen dürfe.
Nie hatte er vor, an den Grundfesten des Himmels zu rütteln,
noch hatte er vor sich gegen seinen Herrn zu stellen.
Aber hatte nicht der Herr ihn und seine Brüder verraten?
Hatte er nicht seine Gunst entzogen, und statt dessen
eine neue Engelsschar erschaffen, Engel die kein Herz ihr eigen nennen konnten,
Geschlechtslose Engel, nicht Mann noch Frau, unempfänglich
für die Sinnlichen Reize und Verlockungen?
Warum umgab der Allmächtige sich mit diesen Wesen,
die keine Liebe sondern nur Gehorsam kannten?
War es nicht Liebe gewesen die den Schöpfer zu seinen Taten trieb,
waren nicht Himmel und Erde und alles Getier Geschöpfe der Liebe?
Und Lucifer begann zu Zweifeln, und seine Zweifel wurden zu Gewissheit,
dass er nur benutzt wurde, dass er und seine Brüder nur Sklaven
des Allmächtigen waren, Spielzeuge mit denen sich der Allmächtige umgab.
Der Lichtträger war verwirrt, wollte diese Gedanken nicht zu Ende denken,
sie in den Hintersten Winkel seiner Gedanken verbannen, nicht Wahr haben
dass seine Gedanken der Wirklichkeit entsprechen.
Lucifer liebte den Herrn, doch die Liebe zu Lilith war eben so stark,
und die Liebe zum Herrn kämpfte in seinem Herzen und wurde
von der Liebe zu einer Sterblichen besiegt.
Was bedarf er der Unsterblichkeit, wenn sie nur ihm aber nicht ihr gewährt
wurde. Wollte oder konnte der Herr seinem Herzenswunsch nicht entsprechen?
Lucifer fragte sich ob er dem Herrn je einen Grund gegeben hatte,
dass er ihm seine Bitte abschlagen und verweigern mochte.
Doch auch so sehr er sich seine Gedanken zermarterte, er konnte
in seinem Handeln weder Fehl noch Tadel entdecken.
Wenn es keinen Grund in Lucifers Dienst gab, was war der Grund
der den Allmächtigen die Erfüllung seines Wunsches verweigerte?
Konnte der Allmächtige diesen Wunsch nicht erfüllen?
War er überhaupt Allmächtig?
Lucifers Herz war erfüllt von bitteren Zweifeln, die seine Seele vergällten,
und seine Liebe zum Herrn in Trotz verwandelten.
Wie lange war er Blind gewesen, wie lange hatte er nicht erkennen
wollen dass der Herr die Pracht der himmlischen Tempel mehr zu schätzen schien,
als die Liebe in den Herzen seiner Geschöpfe, dass er sich von einer Legion
kalter Engel umgab, die nicht die flammende Liebe zum Herrn in ihren Herzen
trugen, und Lucifer weinte heisse Tränen, heisser noch als die Flammen
des feurigen Pfuhls, und diese Tränen brannten sich ihren Weg durch
den Pfuhl und gaben den Weg frei.
Die Lichtengel verliessen den ungastlichen Ort und fanden sich
inmitten einer Wüste wieder. Hier begannen sie sich verborgen
unter der Oberfläche eine Festung zu bauen, die keiner ihrer
kaltäugigen Vettern betreten konnte, denn die Pforte konnte
nur der überwinden der die Feurige Liebe in seinem Herzen trug.

Glaube ist Aberglaube

Tao-Ho Offline

Zennois


Beiträge: 5.365

15.12.2008 12:56
#24 RE: Das Buch Lucifer Antworten

Boah, wie schön, traurig, romantisch... alles dabei. Echt klasse, kadesch.

Das Buch trifft mich echt bis ins Mark hinein.

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() Tao-Ho

kadesch Offline



Beiträge: 2.705

16.12.2008 12:05
#25 RE: Das Buch Lucifer Antworten

Kapitel 5
Lucifer verfiel in Schwermut, vermisste den Herrn,
dachte an die Zeiten in denen er dem Herrn half Welten zu erschaffen,
und diese wieder vergehen zu lassen.
Er sah Menschengeschlechter kommen und gehen,
Menschen die anfangs kaum höher als die Tiere waren,
bar eines wachen Geistes, unfähig der Sprache, roh und ohne Kultur,
dieser Kreaturen bald überdrüssig, vernichtete der Herr sie wieder,
um immer feinere, Engelsgleiche Menschen zu erschaffen.
Ihnen gab er Verstand, Neugier und die Fähigkeit des Lernens,
des Verstehens und Begreifens, und der allmächtige erfreute sich der Menschen.
Doch je mehr Wissen die Menschen in sich aufsogen, und je tiefer sie
in die Geheimnisse der Natur vordrangen, desto größer wurde die Sorge
des Herrn, dass diese sich gegen ihn wenden oder gar ihn verleugnen würden,
und so beschloss er die Lebensspanne der Menschen zu begrenzen.
Die Engel des Lichtes wurden auserwählt die Menschen in allem zu
Unterweisen was Gut und Nützlich war, ihnen das Wissen um Existenz
des Allmächtigen zu vermitteln, sie zu seinen treuen Dienern zu machen,
auf dass Generation um Generation den Herrn mit Lieder und Lobpreisungen
zu huldigen. Doch dieser Plan schlug fehl, und voller Grimm sah wie
die Menschen seine Weisungen missachteten, sich an der verbotenen Frucht der
Erkenntnis labten, und begannen alles zu hinterfragen.
Selbst nach der Vertreibung aus dem Paradiese, ungeachtet aller Warnungen,
wendeten die Menschen sich vom Allmächtigen ab, und schlimmer noch,
der Mensch wurde des Menschen Feind, und schlimmer als Wölfe fiel Bruder über
Bruder her, wurde der Mensch des Menschen Wolf.
Nur wenige trugen die Liebe zum Herrn in ihren Herzen,
viele aber wussten nichts von ihm, noch wollten sie von ihm Wissen.
Und der Herr vernichtete die Menschen, bis auf ein paar wenige von ihnen,
und mit ihnen den größten Teil der Tiere, mit denen sich die Verderbten
eingelassen hatten, zum entsetzen des Herrn.
Das Wasser welches er über die Erde regnen ließ, um der Sündigen allesamt
zu ertränken, zog sich desbald wieder zurück, die erretteten betraten wieder das trockene
Land und bevölkerten bald wieder die Erde.
Auch Lilith die der Lichtengel Ersterschaffener heimlich in den Himmel führte,
und dort verbarg, überlebte die Flut, und wurde nach deren Ende wieder von
Ihrem Geliebten zur Erde getragen.
Schon damals hätten ihm, dem Lichtträger Zweifel kommen müssen,
an den Motiven des Allmächtigen. Und nun wurden Lucifers Zweifel zu
quälenden Stichen in seinem Herzen.
Nun da der Herr sein wahres Wesen gezeigt hat, und Offen lag,
wie sehr er die Demut seiner Geschöpfe deren Freiem Willen vorzog,
und Rache den Vorrang vor Gnade hatte, gab sich Lucifer insgeheim Schuld
am traurigen Los, welches er über die Menschen gebracht hatte,
und letztlich auch über seine Engelsbrüder.
Aber wie konnte der Herr dies alles zu lassen?
War er nicht Allmächtig und Allwissend? Sollte der Mensch nicht die Krone der
Schöpfung sein?
Wie hatte Lucifer einst die Menschen um deren Gunst beneidet,
wie sehr hatte er sich gesträubt seine Knie vor den Menschen zu beugen,
die so schwach waren und so hilflos.
Und Lucifer schämte sich für seinen Neid und sein Herz voller Trauer
um der durch die Rachsucht des Herrn ertränkten.

Glaube ist Aberglaube

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 Sprung  
________________________________________

"Ich bin völlig anderer Meinung als Sie. Aber ich werde mein Leben dafür einsetzen,
dass Sie sie sagen dürfen!" (Voltaire)

"Habe den Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen!" (Immanuel Kant)

________________________________________

=> "Die Ewigkeit gibt es ohne Gott!"

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