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Atheismus vs. Religionen  

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"Habe den Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen!"
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Dieses Thema hat 6 Antworten
und wurde 12.677 mal aufgerufen
 Antireligiöse Politik und Kultur
kadesch Offline



Beiträge: 2.705

24.12.2008 15:43
Weihnachtsgedicht von Loriot antworten

ADVENT

Es blaut die Nacht, die Sternlein blinken,
Schneeflöcklein leis herniedersinken.
Auf Edeltännleins grünem Wipfel
häuft sich ein kleiner weißer Zipfel.
Und dort, von ferne her durchbricht
den dunklen Tann ein helles Licht.

Im Forsthaus kniet bei Kerzenschimmer
die Försterin im Herrenzimmer.
In dieser wunderschönen Nacht
hat sie den Förster umgebracht.
Er war ihr bei des Heimes Pflege
seit langer Zeit schon sehr im Wege.
So kam sie mit sich überein:
Am Niklasabend muss es sein.

Und als das Häslein ging zur Ruh,
das Rehlein tat die Augen zu,
erlegte sie direkt von vorn
den Gatten über Kimm und Korn.
Vom Knall geweckt rümpft nur der Hase
zwei- drei- viermal die Schnuppernase
und ruhet weiter süß im Dunkeln,
derweil die Sterne traulich funkeln.

Und in der Guten Stube drinnen,
da läuft des Försters Blut von hinnen.

Nun muß die Försterin sich eilen
den Gatten sauber zu zerteilen.
Schnell hat sie ihn bis auf die Knochen
nach Weidmanns Sitte aufgebrochen.
Voll Sorgfalt legt sie Glied auf Glied,
was der Gemahl bisher vermied.
Behält ein Teil Filet zurück
als festtägliches Bratenstück.
Und packt sodann, es geht auf Vier -
die Reste in Geschenkpapier.

Von Ferne tönt´s wie Silberschellen,
im Dorfe hört man Hunde bellen.
Wer ist's, der in so tiefer Nacht
so spät noch seine Runde macht?
Knecht Ruprecht kommt auf goldnem Schlitten
mit einem Hirsch herangeritten.
Sagt, gute Frau, habt Ihr noch Sachen,
die armen Menschen Freude machen?

Die sechs Pakete, heil'ger Mann,
s' ist alles, was ich geben kann.
Knecht Ruprecht macht sich auf die Reise,
die Silberschellen klingen leise,
im Försterhaus die Kerze brennt,
die Glocke klingt, es ist Advent...

Glaube ist Aberglaube

Gysi Offline

Atheist


Beiträge: 12.950

24.12.2008 16:16
#2 RE: Weihnachtsgedicht von Loriot antworten

Oh, wie garstig! Ich blaube, die halbe Welt schreibt zu diesem hochheiligen Anlass die fiesesten Gedichte! Dann möchte ich meines hinzusteuern, bis zur Bescherung leicht auswendig zu lernen...

Lieber, guter Weihnachtsmann

Lieber, guter Weihnachtsmann
schau mich nicht so böse an
Du weißt es doch, du Obermotz:
Ich war in einem frech wie Rotz!

Das soll ich ändern, sonst gäb's Krach?
Alter, halt' den Ball mal flach
und bring erst Papa auf die Spur -
der ist das Schwein! Wo ist er nur?

Jetzt hol' nicht mit der Rute aus!
Sonst hol' ich Papas Wumme raus!
Und lass den prallen Sack ja stehn!
Doch du, du Penner, du kannst gehn

_____________________________________________
Reden ist Silber, Schweigen ist Blech! (gz)

Tao-Ho Offline

Zennois


Beiträge: 5.365

24.12.2008 18:25
#3 RE: Weihnachtsgedicht von Loriot antworten
Ich versuch es auch mal...

Draussen vom Wald da komm ich her
an meinem Sack da trag ich schwer.

Erleichter ihn mir, mein schönes Kind,
weil wir danach sehr fröhlich sind.

Sind Deine Eltern nicht zu Haus?
Dann pack ich schnell die Rute aus.

Nun mach recht schnell, ich muss bald gehn.
(und hab schon lange einen ****)

Seit 20 Jahr wart ich schon sehr
Dein süsser Schoss ist mein Begehr.

Das Röcklein hoch und frisch voran
schon bald ist alles wohlgetan

und ich kann wieder weitergehn.
Meine Fresse - war das schön...

----------------------------------------------------------------------------------------------------
So wie die Lotosblume lieblich und unbefleckt aus dem Schlamm sich erhebt...
() Tao-Ho

Anders-Gläubiger Offline




Beiträge: 31

25.12.2008 10:44
#4 RE: Weihnachtsgedicht von Loriot antworten

Gruß!

Juhu, endlich hab ich das Weihnachtsgedicht von Loriot schriftlich, ohne, dass ich lange danach suchen muss.
Hab hier auch mal eines, im Radio gehört:


Weihnachten

Tochter schenkt Mama ´was
Tochter schenkt Papa ´was
Papa schenkt Mama ´was
Papa schenkt Tochter ´was
Papa schenkt Oma ´was
Oma schenkt Sohn ´was
Oma schenkt Mama ´was
Oma schenkt Tochter ´was
Oma schenkt Papa ´was

Papa schenkt Opa ´was
Opa schenkt Oma ´was
Opa schenkt Tochter ´was
Papa schenkt Mama ´was
Mama schenkt Opa ´was
Dann stirbt Opa an Herzinfarkt

Sohn nimmt sich Geschenk von Papa an Opa
Tochter nimmt sich Geschenk von Mama an Opa
Mama findet Geschenk, was sie von totem Opa bekommen hätte Scheiße und schenkt es der Notärztin
Sohn nimmt sich Geschenk von Opa selber
Tochter schenkt Oma ´was
Sohn schenkt Oma ´was
Oma stirbt an Darmverschluss

Sohn nimmt sein Geschenk schnell zurück
Sohn schenkt Omas Geschenk Mama
Sohn schenkt Mamas Geschenk Tochter
Sohn ist sauer, weil Tochter kein Geschenk für ihn hat

Sohn sticht Tochter tot
Vater sticht Sohn tot
Mutter sticht Vater tot

Mutter freut sich über so viele Geschenke und löscht, bevor sie ins Bett geht, die Kerzen am Baum – nicht das noch ´was passiert.

Ende

Verfasser: Thommy Wosch

MfG: Hanniball

qilin Offline




Beiträge: 3.552

25.12.2008 19:54
#5 RE: Weihnachtsgedicht von Loriot antworten


Das Christkind beim Finanzamt

Denkt Euch ich habe das Christkind gesehen,
es war beim Finanzamt am Betteln und Fleh´n.
Denn das Finanzamt ist gerecht und teuer,
verlangt vom Christkind die Einkommensteuer.

Das Amt will doch wissen, ob es angehen kann,
dass das Christkind so viel verschenken kann.
Das Finanzamt hat so nicht kapiert,
wovon das Christkind dies finanziert.

Das Christkind rief: “Die Zwerge stellen die Geschenke her”,
da wollte das Finanzamt wissen, wo die Lohnsteuer wär'.
Für den Wareneinkauf müsste es Quittungen geben,
und die Erlöse wären anzugeben.

“Ich verschenke das Spielzeug an Kinder ”
wollte das Christkind sich wehren,
dann wäre die Frage der Finanzierung zu klären.
Sollte das Christkind vielleicht Kapitalvermögen haben,
wäre dieses jetzt besser zu sagen.

“Meine Zwerge besorgen die Teile,
und basteln die vielen Geschenke in Eile”
Das Finanzamt fragte wie verwandelt,
ob es sich um innergemeinschaftliche Erwerbe handelt.

Oder kämen die Gelder, das wäre ein besonderer Reiz,
von einem illegalen Spendenkonto aus der Schweiz.
“Ich bin doch das Christkind, ich brauche kein Geld”,
Ich beschenke doch die Kinder in der ganzen Welt.”

“Aus allen Ländern kommen die Sachen,
mit den wir die Kinder glücklich machen.”
Dieses wäre ja wohl nicht geheuer,
denn da fehle die Einfuhrumsatzsteuer.

Das Finanzamt von diesen Sachen keine Ahnung,
meinte dies wäre ein Fall für die Steuerfahndung.

Mit all diesen Sachen, welch ein Graus,
fällt Weihnachten dieses Jahr wohl aus.
Denn das Finanzamt sieht es so nicht ein,
und entzieht dem Christkind den Gewerbeschein.

[Autor unbekannt]

___________________________
Nichts bedarf so sehr der Reform
wie die Meinungen anderer Leute. [Mark Twain]

() qilin

Ahriman Offline



Beiträge: 1.255

26.12.2008 09:08
#6 RE: Weihnachtsgedicht von Loriot antworten

Denk Dir, ich habe das Christkind gesehen,
es kam aus der Kneipe und konnte kaum steh'n.
Auf Geschenke braucht ihr nicht zu hoffen,
es hat das ganze Geld versoffen.
Es wankte hin zum Tannenwald
und hatte den Arsch voll mit Hannen Alt.

Gestern hab ich's wieder getroffen,
und stellt Euch nur vor, es war schon wieder besoffen.
Ich blieb gleich stehen und sprach es an:
Sag Christkind, wo ist der Weihnachtsmann?
Das Christkind sprach :
Auf den brauchst du nicht zu hoffen,
der liegt im Wald und ist auch besoffen.

Gemeinsam gingen wir zum Weihnachtsmann,
mit glasigen Augen sah er uns an.
Er lallte: Tag lieber Bruder, Tag liebe Schwester,
leckt's mich am Arsch, bald ist Sylvester.

_____________________________________
Glaubst du noch oder denkst du schon?

Tao-Ho Offline

Zennois


Beiträge: 5.365

26.12.2008 09:17
#7 RE: Weihnachtsgedicht von Loriot antworten

Klasse...

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() Tao-Ho

 Sprung  
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dass Sie sie sagen dürfen!" (Voltaire)

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