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Dieses Thema hat 125 Antworten
und wurde 5.056 mal aufgerufen
 Philosophie und Wissenschaft
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Gysi Offline

Atheist


Beiträge: 18.850

07.01.2009 13:47
Was ist Rassismus? Thread geschlossen
Aufgrund eines Threads in einem der zwei Islamforen des RF halte ich eine Diskussion und Analyse des Begriffs "Rassismus" für notwendig.

Was ist Rassismus?
Meiner Auffassung nach: Abfällige Urteile über andere Menschen aufgrund anderer genetischer Bestimmung.

Abfällige Urteile über andere Ethnien und religiöse Prägungen - sind die rassistisch? Es sind Vorurteile über andere soziale Prägungen, aber nicht genetische!

Ist ein abfälliges Urteil über Menschen mit homosexueller Präferenz rassistisch?

Oder mit politischer Minderheitsmeinung?

Wenn man z.B. mit ein paar Muslimen menschliche Erfahrungen gemacht hat, extrapoliert man sie oft auf alle Muslime. Daraus können Vorurteile entstehen. Sind das Vorurteile, die man mit der gnadenlosen Keule "Rassismus" niederknüppeln muss, weil die political correctness es gebietet? Oder sollten wir Vorurteile nicht lieber DISKUTIEREN statt sie TOTZUSCHWEIGEN?

Es ist ein natürlicher Reflex, von einigen Leuten aus dem Erfahrungsbereich auf alle Zugehörigen gleicher Ethnie oder Religion zu schließen. Nur sollte man sich bewusst machen, dass man damit nicht Recht haben muss. Aber Unkenntnis bringt uns zu Vor-Urteilen. Die sollte man sich nicht abfällig vorwerfen und niederdrücken, sondern durch weitere Informationen abbauen. Vorurteile gegen die US-Republikaner sind hingegen schick, und mit denen fährt man sich ganz gewiss nicht das harsche Urteil ein, ein "Rassist" zu sein! Warum aber, wenn es um südländische Ethnien und den Islam geht? Soll da was gedeckelt werden?

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"Ich bin vom Glauben zum Wissen konvertiert!" (Hamed Abdel-Samad)

qilin Offline




Beiträge: 3.552

07.01.2009 14:48
#2 RE: Was ist Rassismus? Thread geschlossen

Diese Frage hatten wir ja vor zwei Jahren schon mal, als irgendwem vorgeworfen wurde
Rassist zu sein, weil er möglicherweise was gegen den Buddhismus hätte...

Ich denke das Wort ist durchaus angebracht bei genetischen/ethnischen Vorurteilen -
der Rasse-Begriff bei Menschen ist ja wissenschaftlich sowieso überholt. Bei Religionen
- ob es sich jetzt um Buddhismus, Islam oder Pastafarismus handelt - wohl nicht. Der
zugrundeliegende psychische Mechanismus ist aber zumindest sehr ähnlich, wenn nicht
der gleiche - es fehlt einfach ein ähnlich ausdrucksstarkes Wort dafür. Mich reißt's auch
jedesmal wenn ich es so lese, aber einen Alternativvorschlag habe ich auch nicht - evtl.
könnte man das Wort, wenn man es nicht 'rassisch' meint, ja in Gänsefüßchen setzen...

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Nichts bedarf so sehr der Reform
wie die Meinungen anderer Leute. [Mark Twain]

() qilin

Reinecke ( gelöscht )
Beiträge:

07.01.2009 19:42
#3 RE: Was ist Rassismus? Thread geschlossen

Zuerst mal: Hundertprozentig zufrieden bin ich mit dem Begriff auch nicht; ich sehe allerdings keine sinnvollen Alternativen

In Antwort auf:
Was ist Rassismus?
Meiner Auffassung nach: Abfällige Urteile über andere Menschen aufgrund anderer genetischer Bestimmung.


Die Genetik hat damit mE gar nichts zu tun; es geht viel mehr um die Konstruktion von "Rassen", die mit realen Verhältnissen nichts zu tun haben. ("Rasse" ist mWn als biologische Kategorie toter als Elvis, das benutz kein ernst zu nehmender Wissenschaftler mehr; dass phänotypische Unterschiede wie zB eine dunkle Hautfarbe hier reinspielen ist klar; aber daruaf einengen kann man es nicht, dafür gibt es viel zu viele Rassismen, die damit nichts zu tun haben.)

In Antwort auf:
Ist ein abfälliges Urteil über Menschen mit homosexueller Präferenz rassistisch?


Nein, im dem Bezug spricht man (na gut, die "dummen" Linken) von Homophobie; völlig eigenes Feld, hat mit Rassismus nichts zu tun, eher noch mit Sexismus (aber auch da nicht wirklich).

http://de.wikipedia.org/wiki/Homophobie

http://de.wikipedia.org/wiki/Heterosexismus

In Antwort auf:
Wenn man z.B. mit ein paar Muslimen menschliche Erfahrungen gemacht hat, extrapoliert man sie oft auf alle Muslime. Daraus können Vorurteile entstehen. Sind das Vorurteile, die man mit der gnadenlosen Keule "Rassismus" niederknüppeln muss, weil die political correctness es gebietet?


Auch wenn ich diese erneute Abqualifizierung meiner Abhandlungen als "gnadenlose Keule Rassismus" zutiefst polemisch und damit scheiße finde: Man sollte sich zumindest darüber Gedanken machen, ob man mit solchen Vorurteilen nicht a) Menschen verletzt, die es nicht verdienen, und b) einem Irtum und damit einer falschen Analyse der Wirklichkeit aufsitzt und dann vermutlich auch die falschen Konsequenzen ziehen wird.

Aber provokant zurückgefragt: Findest Du Vorurteile wirklich gut?

Zum Abschluss noch ein etwas zum Nachdenken: Wie schnell ist man von der Religion bei völkischen=rassistischen Zuordnungen? In dem anderen Thread wurde sofort von "Türke" auf "Muslim" geschlossen, eine Differenzierung gab es nicht. Auch an früherer Stelle wurde die Kritik an "den Muslimen" ganz schnell auf "Menschen/Migranten aus muslimisch geprägten Ländern" ausgedehnt. Beim Antisemitismus (als sehr bekannte Form des Rassismus) ist praktisch gar nicht zwischen Volk und Religion zu unterscheiden. Insofern finde ich das ssehr schwer zu trennen.

Auch finde ich (wie woanders schon gesagt) schwierig, überhaupt von "dem Islam" oder "dem Christentum" zu sprechen, da keine Weltreligion ein monolithischer Block ist. Damit ist man auch methdisch nicht weit vom Rassismus entfernt, beim unkt der Konstruktion: Es wird ein Kollektiv von außen konstruiert (oder sind sich alle Muslime einig, wer jetzt Muslim ist und den Islam richtig verstanden hat? Oder Christen, die wohl noch mehr Sekten kennen?), diesem Kollektiv werden bestimmte Eigenschaften zugeschrieben und dann jedem Mitglied dieses Kollektivs (ob er sich selbst dazu rechnet oder nciht) dann an diesen Eigenschaften gemessen. Um zu dem "Alle eutsche sind Nazis"-Vergleich zurückzukommen: Es gibt genug Dinge, die ich polemisch posten könnte, um diese Behauptung zu unterlegen (notfalls verlinke ich spinnerte, radikale Antifa-Seiten... ). Wer jetzt möchte, dass ich ähnlich pauschal gegen die verbrecherischen Deutschen hetze wie hier gegen Muslime gehetzt wird soll sich doch bitte melden.

Und nein, ich bin nicht der Meinung, dass ich hier Äpfel und Birnen vergleiche. Wenn es irgendwelche Dinge gäbe, die alle Muslims einigt, wäre das was anderes, aber das sehe ich nicht. Auch hier wirdvon einer bestimmten Form des Islam (oder einigen Formen des Islams) auf alle geschlossen und somit genauso ein "Zwangskollektiv" konstruiert wie bei der Gleichsetzung von Deutschen und Nazis.


Gysi Offline

Atheist


Beiträge: 18.850

07.01.2009 20:14
#4 Was ist Rassismus? Thread geschlossen
In Antwort auf:
Die Genetik hat damit mE gar nichts zu tun;
Dann formulierst du die Inhalte neu. Rassismus ist die abfällige Beurteilung sogenannten minderwertigen Erbguts. Minderwertige "Rasse" eben. "Rasse" ist ein biologischer Begriff! Muss das noch diskutiert werden? Der Begriff wird mittlerweile auch für Abwertungen anderer Kulturen benutzt. Das war und ist ein Akt politischer Propagandisten, um Vorurteilen gegenüber Fremdkulturen ein abschreckendes Instrument in vollster Saftigkeit zu verleihen. Aber "Rassismus" ist das nicht!
In Antwort auf:
Man sollte sich zumindest darüber Gedanken machen, ob man mit solchen Vorurteilen nicht a) Menschen verletzt, die es nicht verdienen,
Ich hatte und habe es auch nicht verdient, als Rassist bezeichnet zu werden, als Nazi, als deutsches Schwein! Dagegen will ich mich wehren dürfen! Nicht immer "die anderen", die "armen, beleidigten und unterdrückten Ausländer" haben das nicht verdient, in der ganzen globalen Gruppendynamik sind nicht nur "die Ausländer" die Heiligen und die Opfer, wir Weißen, wir Männer, wir Europäer, wir Deutschen sind das möglicherweise bisweilen auch!
In Antwort auf:
Aber provokant zurückgefragt: Findest Du Vorurteile wirklich gut?
Nein. Natürlich nicht. Aber wir müssen mit unseren Schwächen nachsichtig umgehen. Nicht nur mit denen der "Ausländer" (aus den muslimisch dominierten Staaten). Denn wir haben sie nun mal! Vorurteile über die Religion, die Wissenschaft, deine Oma, deinen Onkel, den Republikanern, Oskar Lafontaine, den Hippies, der Weltraumfahrt - den Schießmichtot. Das alles geht locker durch das breite Tor der Nachsicht und der Toleranz. Die Vorurteile - sogar die differenzierteren kritischen Urteile - über Religion und ethnisch bedingten Kulturhandlungen und anderen Auswirkungen hingegen - wenn sie kritisch beurteilt werden - nicht! WARUM? Schick ist es auch, gegen die Chinesen zu wettern. Dafür erhältst du nur Applaus! Wir Demokraten und Humanisten, sollten frischen Wind in unsere Oberstübchen bringen. WEGSEHEN und SCHWEIGEN verlängert nur das Leiden unserer Mitmenschen, die in archaisch überlieferten Gesellschaftsstrukturen nicht FREI leben und sich frei entfalten können, so gut es eben für sie sein könnte. Darin liegt auch eine Verantwortung für uns.

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"Ich bin vom Glauben zum Wissen konvertiert!" (Hamed Abdel-Samad)

Reinecke ( gelöscht )
Beiträge:

07.01.2009 21:06
#5 RE: Was ist Rassismus? Thread geschlossen

In Antwort auf:
Dann formulierst du die Inhalte neu. Rassismus ist die abfällige Beurteilung sogenannten minderwertigen Erbguts.


Okay, Vererbung und Abstammung lasse ich da als wichtige Faktoren gelten; Genetik ist aber ein so neuer Zweig der Wissenschaft, deren Erkenntnisse können gar nicht zu den Grundlgen des Rassismus gehören.

Dennoch halte ich es für entscheidend, dass hier (meinthalben mit Hilfe der Abstammung) ein Kollektiv konstruiert wird, dass es so nicht ngibt. Man schaue sich an, wen die Nazis alle als Juden verfolgt haben...

In Antwort auf:
Der Begriff wird mittlerweile auch für Abwertungen anderer Kulturen benutzt. Das war und ist ein Akt politischer Propagandisten, um Vorurteilen gegenüber Fremdkulturen ein abschreckendes Instrument in vollster Saftigkeit zu verleihen. Aber "Rassismus" ist das nicht!


Doch, ist es; meine ich, meint aber auch die die UNO, die evtl. etwas mehr Gewicht besitzt...:

In Antwort auf:
Die Konvention der Vereinten Nationen unterscheidet nicht zwischen rassischer und ethnischer Diskriminierung, ein erweiterter Rassismusbegriff kann auch eine Viezahl anderer Kategorien mit einbeziehen.


Quelle ist mal wieder Wiki: http://de.wikipedia.org/wiki/Rassismus

Diese "politischen Propagandisten" waren also erfolgreich genug, als das ihre Auffassung heute als Normalität gelten kann.

Reinecke ( gelöscht )
Beiträge:

07.01.2009 21:13
#6 RE: Was ist Rassismus? Thread geschlossen

In Antwort auf:
Ich hatte und habe es auch nicht verdient, als Rassist bezeichnet zu werden, als Nazi, als deutsches Schwein!


Ist Dein gutes Recht, stehe ich auch nicht drauf; kannst Du dann aber nicht Menschen verstehen, die sich selbst als Muslime begreifen, aber der Meinung sind, dass Deine Charakterisierung von Muslimen mit Ihnen genauso wenig zu tun hat, wie der begriff "Nazi" auf Dich zutrifft?

Oder auch der Begriff Stalinist: Du beziehst Dich positiv auf olle Marx, hast Du hier im Forum immer wieder gesagt, also auch auf seine Schriften. Aus den gleichen Schriften haben (mit anderer Auslegung) Lenin, Stalin und anderer Verbrecher Dinge herausgelesen (oder hineininterpretiert), die Dir wohl auch eher unsympathisch sind. Und irgendwelche Antikomunisten können mit dem Hinweis auf die gleiche Quellen genauso pauschal gegen Dich als Stalinist hetzen wie Du Muslime pauschal mit Fundamentalist gleichsetzst.

Gysi Offline

Atheist


Beiträge: 18.850

07.01.2009 21:14
#7 RE: Was ist Rassismus? Thread geschlossen
In Antwort auf:
Diese "politischen Propagandisten" waren also erfolgreich genug, als das ihre Auffassung heute als Normalität gelten kann.
Dann heißt es eben Rassismus im allgemeinen Sprachgebrauch. Dann muss ich eben feststellen, das ein bisschen Rassismus in uns allen ist, weil Vorurteile in uns allen sind. Und es ist mit zweierlei Maß bemessen, wenn der stumpfe Deutschenhass (von mehr Ausländern gepflegt, als dir lieb ist...) entschuldigt wird, aber z.B. mein "Rassismus" der Todesstrafe würdig gleichkommt, weil ich einen (mir bis dahin) unbekannten Schwarzen in englisch angeredet habe, obwohl der perfekt Deutsch kann...

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Reinecke ( gelöscht )
Beiträge:

07.01.2009 21:23
#8 RE: Was ist Rassismus? Thread geschlossen
In Antwort auf:
Dann muss ich eben feststellen, das ein bisschen Rassismus in uns allen ist, weil Vorurteile in uns allen sind.


Natürlich, das ist in meinen Augen überhaupt keine Frage; wir leben in einer Gesellschaft, die auf Jahrhunderten von Rassismus, Sexismus, Homophobie, Sozaildarwinismus und Standesdünkel aufbaut, und solche Denkmuster und Verhaltensweisen sind in uns allen. Übrigens ein Grund, warum ich recht schnell mit dem "Rassismus"-Begriff bei der Hand bin (zB hier irgendwas als "rassistisches Konstrukt" zu benennen); "Rassist" ist da viel stärkerer Tobak, denn das meint mE jemand, der diese rassistischen Denkmuster nicht nur in sich hat, sondern sich mehr oder minder bewußt dazu bekennt.

Meiner Erfahrung sehen das viele Linke ähnlich; die gesellschaftliche Hysterie, die aufkommt, sobald man von "Rassismus" redet, ist da in der Sache eher hinderlich. ("Linke Politiker" mögen das z.T. anders handhaben; das sind eben Politiker, die an medialer Aufmerksamkeit und Wählerstimmen interessiert sind, nur bedingt an Problemlösungen; scheiße aber wahr...)
Gysi Offline

Atheist


Beiträge: 18.850

07.01.2009 21:35
#9 Was ist Rassismus? Thread geschlossen
In Antwort auf:
Meiner Erfahrung sehen das viele Linke ähnlich; die gesellschaftliche Hysterie, die aufkommt, sobald man von "Rassismus" redet, ist da in der Sache eher hinderlich.
Na, das meine ich aber auch. Aber man weiß davon, und wer den Begriff gebraucht, provoziert, macht Angst. Die Leute liefen - und laufen immer noch - besonders hier in Deutschland geduckt herum in der puren Angst als Ausländerfeind zu gelten, weil sie eine Kritik in ihren Gedanken und beinahe auf den Lippen haben! Und diese Angst sollte man nicht provozieren, wenn man diese Menschen FREI sehen will. FREE GYSI!, FREE aber auch REINECKE.

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Stan ( gelöscht )
Beiträge:

07.01.2009 22:02
#10 RE: Was ist Rassismus? Thread geschlossen

Der Begriff wird mittlerweile derart inflationär angewandt,das man mancherorts schon als Rassist gilt,wenn man keinen Döner mag.

kadesch Offline



Beiträge: 2.705

08.01.2009 16:15
#11 RE: Was ist Rassismus? Thread geschlossen

ganz genau!!!!!
Wie hat Gerd Dudenhöfer alias Heinz Becker in einer seiner Shows erzählt:

In meiner Stammkneipe arbeitet eine Negerin.
Und seitdem stecke ich einem Dilemma.
Wenn sie mich fragt ob ich noch ein Bier trinken will, und ich sage Ja,
dann heisst es ich würde die Neger für mich springen lassen.
Sage ich Nein bin ich ein Rassist.

Glaube ist Aberglaube

Reinecke ( gelöscht )
Beiträge:

08.01.2009 17:00
#12 RE: Was ist Rassismus? Thread geschlossen

Nette Geschichte; weder das eine noch das andere hat was mit Rassismus zu tun. Die unschöne Bezeichnung "Neger" allerdings...

Und keinen Döner zu mögen ist ja wohl das letzte! Was kommt als nächstes, Völkermord? Wehret den Anfängen!!! (Nagut, dass ist nicht ernst gemeint... )

Xeres Offline




Beiträge: 2.587

08.01.2009 18:19
#13 RE: Was ist Rassismus? Thread geschlossen

Warum ist Neger eigentlich eine unschöne oder Rassistische Bezeichnung? In welchem Kontext war die jemals negativ besetzt?
Negerküsse gibt's ja heut zu tage auch nicht mehr...

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Galaxy Zoo, where you can help astronomers explore the Universe

Reinecke ( gelöscht )
Beiträge:

08.01.2009 18:44
#14 RE: Was ist Rassismus? Thread geschlossen

Ich würd sagen, weil der Begriff aus einer Zeit datiert, als es völlig normal war, Schwarzen gegenüber ausgeprägt rassistische Vorurteile zu hegen. Diese abwertende Bedeutung wird teilweise noch heute damit assoziiert, v.a. aber war das früher noch sehr viel stärker der Fall. Der Begriff transportiert also die ganze üble Geschichte, und dessen sind sich viele Schwarze auch heute noch bewußt, daher die beleidigende Wirkung.

Die Kennzeichnung des Begriffs "Negerkuss" als rassistisch finde ich auch ein klein wenig albern...

Gysi Offline

Atheist


Beiträge: 18.850

08.01.2009 19:54
#15 RE: Was ist Rassismus? Thread geschlossen
In Antwort auf:
Warum ist Neger eigentlich eine unschöne oder Rassistische Bezeichnung?
Eine gute Frage. Schließlich gibt es den Fluss Niger und den Staat Nigeria. Aber die Schwarzen wollen die Bezeichnung nicht, also nennen wir sie eben Schwarze. Oder Afro-Amerikaner, Afro-Afrikaner, Afro-Europäer. Es ist wie mit den Schwulen. Die wollen so bezeichnet werden (obwohl dies ursprünglich eine abfällige Bezeignung gegen sie war.) Man bestimmt eben selbst, wie man genannt werden will.

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Bruder Spaghettus ( gelöscht )
Beiträge:

08.01.2009 20:21
#16 RE: Was ist Rassismus? Thread geschlossen

In Antwort auf:
Die unschöne Bezeichnung "Neger" allerdings...

Ach du liebes bissel. Wer sagt das?


Entscheidend ist, in welchem Zusammenhang bzw. in welcher Betonung man das Wort gebraucht. Für mich, der ich mit dem Begriff Neger in der alles andere als in dieser Hinsicht zu Rassismus neigenden DDR groß geworden bin, ist das ein völlig normaler Begriff. Den lasse ich mir von niemand als rassistisch definieren.

Der Neger Nobi, eine durchweg sympathische Gestalt aus dem gleichnamigen Kinderbuch hat für mich diesen Begriff geprägt. Nur weil irgendjemand nun dabei ist, den Negern einzureden dieser Begriff würde sie beleidigen (was die, Monster sei Dank, selbst nicht unbedingt so sehen) werde ich den ganz gewiss nicht ablegen.

Genau so wenig wie ich Zigeuner Sinti und Roma nennen werde. Ne völlig blöde Klassifizierung die die vielen andern Zigeuenerstämme deklassiert und die nicht mal eindeutig abgegrenzt ist.

Gysi Offline

Atheist


Beiträge: 18.850

08.01.2009 21:14
#17 RE: Was ist Rassismus? Thread geschlossen
In Antwort auf:
Ach du liebes bissel. Wer sagt das?
Die Schwarzen sagen das. Also sagt man nicht mehr "Neger" zu denen. Ist doch wohl klar. Ich kenne keinen, der die Bezeichnung "Neger" gutfindet. In meiner Bäckerei arbeitet eine schwarze Schönheit, und ich bestellte mal Schokogüsse: "2 Neger... ääh... Mohren... ach, nee... Schokogüsse bitte!" Sie lachte, meine aber mahnend: "Gerade noch die Kurve gekriegt!"

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qilin Offline




Beiträge: 3.552

08.01.2009 21:16
#18 RE: Was ist Rassismus? Thread geschlossen

Vermutlich wohl wegen der Assoziation mit dem wirklich unschönen Wort 'Nigger' -
'Neger' gehörte jahrzehnte- wenn nicht jahrhundertelang zum dt. Wortschatz und
war eine ganz sachliche Bezeichnung - 'Schwarze' sind bei uns Anhänger der ÖVP
[in D CSU/CDU]- dazu gibt's eine sehr nette Geschichte in dem Buch 'Obolungwe -
ein Neger in Europa' - vielleicht exzerpiere ich mal daraus... Muss ich jetzt ein
Negerdorf 'Afro-Afrikanersiedlung' nennen

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Nichts bedarf so sehr der Reform
wie die Meinungen anderer Leute. [Mark Twain]

() qilin

Stan ( gelöscht )
Beiträge:

08.01.2009 21:48
#19 RE: Was ist Rassismus? Thread geschlossen
Gab übrigens im Hause Stan schon wieder Sinti und Roma Schnitzel mit Fritten und Salat.

Und meine Frau hat gekocht un den Tisch gdeckt....bin ich jetzt ein Sexist,oder sowas??
Bruder Spaghettus ( gelöscht )
Beiträge:

08.01.2009 22:26
#20 RE: Was ist Rassismus? Thread geschlossen
In Antwort auf:
Die Schwarzen sagen das.

Schwarz ist rassistisch. Das begrenzt die ganze Persönlichkeit eines Menschen allein auf seine Hautfarbe. Niemals würde ich einen Menschen auf ein so unwichtiges Merkmal reduzieren. Da könnte er dann völlig zu Recht beleidigt sein.

Die Angolaner, war ne ganze Gruppe mit denen ich, allerdings noch zu DDR-Zeiten, zu tun hatte, hatten mit Negern nicht die geringsten Schwierigkeiten.
Um heute einen aber nicht unabsichtlich zu beleidigen würde ich ganz einfach im persönlichen Gespräch jede Bezeichnung vermeiden, die ihn überhaupt irgendwie äußerlich klassifiziert. Das wäre die einzige vernünftige Lösung, darauf gar nicht mehr abzustellen.

Wenn ich aber so im Gespräch oder hier im Forum über Neger spreche, habe ich nicht die mindesten Skrupel, sie so zu nennen.
Und auch nicht vor, da noch umzulernen.

Was die Zigeuner betrifft, zu denen ich in Ungern haufenweise direkten Kontakt habe, die nennen sich alle selbst so. Ich habe am Anfang extra gefragt, ob das Cigany beleidigen ist. Worauf ich ein nein und eben die obige Antwort bekam.

Soll ich die nun überzeugen, dass sie sich ständig selbst beleidigen wenn sie sich nicht Sinti und Roma nennen obwohl sie vielleicht gar nicht zu denen gehören? (Sie wussten es tatsächlich nicht. )
Gysi Offline

Atheist


Beiträge: 18.850

09.01.2009 08:58
#21 RE: Was ist Rassismus? Thread geschlossen

In Antwort auf:
Was die Zigeuner betrifft, zu denen ich in Ungern haufenweise direkten Kontakt habe, die nennen sich alle selbst so.
Eben, die nennen sich selbst so! Da kann, da sollte!, man sie auch "Zigeuner" nennen. Nicht in direkter Ansprache. Da nennt man sie bei Namen. Die Afro-Amis sagen "black people", wenn sie von sich reden. An sich , nach Wortdefinition, halte ich den Begriff "Neger" eigentlich auch nicht für eine Beleidigung. Aber wie qilin schon feststellte: Hat wohl etwas mit der phonetischen Nähe zu "Nigger" zu tun. Ich vollziehe die Ablehnung auch nicht so ganz, denn schließlich (sagte ich schon) gibt es den Fluss Niger und den Staat Nigeria. Man sagt auch die Leute da sind negrider Natur. Aber die Schwarzen wollen das nicht, sie bezeichnen sich selber als "Schwarze". Also werden sie auch so genannt.

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Reinecke ( gelöscht )
Beiträge:

09.01.2009 10:02
#22 RE: Was ist Rassismus? Thread geschlossen
Erst mal ne Frage an den Kadesch: Wo ist die Story her? Und wie hast Du sie verstanden?

Ich würde übrigens nicht sagen, dass der Begriff "Neger" a priori rassistisch ist; das kommt wesentlich auf den Zusammenhang und die Intention an. Er kann es allerdings sein; viele mit diesem Begriff zusammenhängende Assoziationen beschwören das Bild des unzivilisierten Wilden, des "Buschnegers" herauf; man denke an das Kinderlied von den "Zehn kleinen Negerlein". Es kommt also in erster Linie darauf an, wie man das Wort verwendet: Wird damit besagtes Bild heraufbeschworen, wenn von Menschen mit dunkler Hautfarbe die Rede ist?
("Meine Damen und Herren, liebe Neger..."; Bundespräsident Lübke vor Jahren.)

Unabhängig davon finde ich es unschön. Dieses Bild entsteht automatisch, vielleicht nicht bei allen, aber hinreichend vielen Menschen. Das ist das zentrale Problem des Rassismus: das Vorurteile transportiert und reproduziert werden, die auf äußeren Zuschreibungen basieren (wie der Hautfarbe, der Herkunft oder konstruierten Kollektiven) und nicht auf dem Individuum.

Entscheidend ist wohl der Punkt, ob ein solcher Begriff von den Betroffenen als Beleidigung empfunden wird, und bei "Neger" ist eindeutig der Fall. Bei anderen Fällen mag das anders sein. Zigeuner ist ein großartiges Wort, und sei es nur, weil ich die ganze Tippelei-Sache romantisiere und Rollenspiel-Zigeuner toll sind; in anderen Zusammenhängen verwende ich es eigentlich nicht, hab aber auch keine Ahnung, also was solls? Eskimo ist ein indianisches Schimpfwort (Indianer??? Haarspalterei ist auch toll... ), also würde ich Inuit benutzen, aber irgendwie ist auch das nicht das zentrale Problem unserer Gesellschaft (vielleicht der kanadischen oder grönländisch-dänischen). Und so geht das weiter...

Man sieht, das findet kein Ende, aber unser Beispiel steht aus gutem Grund ganz am Anfang; es ist von erheblicher Relevanz, und diese Relevanz wird wachsen, da weiter Schwarze nach Europa zuwandern werden, aber wohl weniger Inuit (immerhin ist die Arktis eines der Gebiete der Erde, die klar vom Klimawandel profitieren...).

Ein Wort noch zur DDR: Tut mir leid, aber ich habe das ein wenig anders erlebt. Vergleiche sind immer schwierig, besonders die aus persönlicher Erfahrung; ich würde aber sagen, viele im Prinzip rassistische, stereotype Vorstellungen oder Denkmuster haben sich dort sehr wohl erhalten. Sie haben nach der Wende im deutschnationalen Taumel zu schrecklichen Dingen geführt (Hoyerswerda, Rostock-Lichtenhagen), und tuen dies in Form einer etablierten rechtsradikalen Szene noch heute.

Auch und gerade positive Rassismen gibt es (und fallen mir zur DDR ein, aber das ist persönlich). Positiver Rassismus? Zumindest im Englischen ist das das ein Begriff. Es meint eine Haltung, die zwar nicht böswillig ist und auf irgendwelche schreckliche Endlösungen hinausläuft, aber immer noch rassistisch ist.

Dazu eine Geschichte: Ein kleiner Junge (weiß) bringt einen Schulfreund (schwarz) nach Hause mit, zum spielen. Die Mutter des Kleinen ist natürlich sehr freundlich und bemuttert den kleinen Schwarzen geradezu; sie setzt automatisch voraus, dass der Junge aus einer armen, kinderreichen Familie stammt und Zuspruch und gute Gaben gebrauchen kann. Beim Abschied (ich glaube, sie wollte ihm garede noch abgetragene Kleidung aufschwatzen...) sagt er: "Vielen Dank, Mrs ???, aber ich brauche das alles nicht; mein Vater ist (Professor?Arzt?Anwalt?) und kauft mir viele schöne Sachen." So was in der Art...

Das ist ein extremes Beispiel (die Story kenne ich aus der Schule, sprich sie ist min. 30 Jahre alt, und aus den USA) für positiv racism, eine paternalistische Haltung, die zwar "positiv" ist, aber immer noch über dumme Stereotypen läuft.
Reinecke ( gelöscht )
Beiträge:

09.01.2009 10:04
#23 RE: Was ist Rassismus? Thread geschlossen

In Antwort auf:
Vermutlich wohl wegen der Assoziation mit dem wirklich unschönen Wort 'Nigger' -
'Neger' gehörte jahrzehnte- wenn nicht jahrhundertelang zum dt. Wortschatz und
war eine ganz sachliche Bezeichnung -


ME zu einfach gedacht; in diesen Jahrhunderten (gerade im 19.) war man eben nicht sachlich, sondern hielt die Bewohner Schwarzafrikas für minderwertige "Wilde", denen man mit allen mitteln die Zivilisationen bringen müsse, ohne das diese Menschen dadurch gleichwertig wurden; das alles kann durch diesen Begriff transportiert werden. Erläutere doch bitte, was Du unter einem "Negerdorf" verstehst? Bei mir kommen da Assoziationen des primitiven Eingeborenen-Krals, mit dem Topf zum Missionare-Kochen inder Mitte (böswillig ausgedrückt ); nicht, das es sowas nicht gab und gibt, aber das hat sehr viel mit der sozialen und historischen Situation zu tun und nichts mit der Hautfarbe. Oder nennt man neue Wohnsiedlungen in deutschen Vorstädten "Germanensiedlungen" (ich denke jetzt an die wilden Barbaren des Tacitus, besoffend auf Bärenhäuten liegend)?

In Antwort auf:
Und meine Frau hat gekocht un den Tisch gedeckt....bin ich jetzt ein Sexist,oder sowas??


Auch dazu könnte man einen eigenen Thread aufmachen, denn eines ist sicher: Sexistisches Gedankengut wird von diversen Religionen konserviert und reproduziert; aber Stan, die entscheidende Frage im Kampf der Geschlechter ist doch die des Abwaschens, oder?

In Antwort auf:
Schwarz ist rassistisch. Das begrenzt die ganze Persönlichkeit eines Menschen allein auf seine Hautfarbe.


"Neger" (negro) kommt mWn aus dem Lateinischen und heißt schwarz; von der reinen Wortbedeutung nimmt sich Schwarzer und "Neger" nichts, aber darauf kommt es auch nicht an, sondern auf den damit zusammenhängenden Subtext.

In Antwort auf:
Um heute einen aber nicht unabsichtlich zu beleidigen würde ich ganz einfach im persönlichen Gespräch jede Bezeichnung vermeiden, die ihn überhaupt irgendwie äußerlich klassifiziert.


Im persönlichen Gespräch wohl das vernünftigste der Welt; man sagt ja auch selten "Du Deutscher" oder "Du Weißer" oder so; aber sobald man über gesellschaftliche Verhältniasse spricht ist diese Frage ein Thema, das man benennen muss. Und das sollte man mE nicht so tun, dass es beleidigend wirkt.

qilin Offline




Beiträge: 3.552

09.01.2009 10:05
#24 RE: Was ist Rassismus? Thread geschlossen
Zitat von Gysi
Aber die Schwarzen wollen das nicht, sie bezeichnen sich selber als "Schwarze". Also werden sie auch so genannt.

Jou - und auch hier hat die political correctness wieder mal überreagiert -
'Negerküsse' und 'Mohrenköpfe' sind schon rassistisch angehaucht, die
'Negerbomben' die meine Mutter immer machte - entsetzlich: rassistisch
und militaristisch... nennt man lieber 'Rumkugeln', und dass Paranüsse
früher mal 'Negerzehen' hießen, weiß man kaum mehr

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Nichts bedarf so sehr der Reform
wie die Meinungen anderer Leute. [Mark Twain]

() qilin

Reinecke ( gelöscht )
Beiträge:

09.01.2009 10:30
#25 Was ist Rassismus? Thread geschlossen
Zu den Worten des gutén Gysi wollt ich doch eigentlich auch noch was sagen:

In Antwort auf:
Aber man weiß davon, und wer den Begriff gebraucht, provoziert, macht Angst. Die Leute liefen - und laufen immer noch - besonders hier in Deutschland geduckt herum in der puren Angst als Ausländerfeind zu gelten, weil sie eine Kritik in ihren Gedanken und beinahe auf den Lippen haben!


Angst tut keiner Diskussion gut. Ich möchte zumindest für meine Person feststellen, dass es mir nicht um Einschüchterung geht wenn ich den Begriff "Rassismus" verwende. ("Rassist ist wie gesagt anders gelagert; wenn ich da inder Vergangenheit aus der Hüfte geschossen habe: Sorry, werde ich vorsichtiger mit umgehen.)

Mir geht es um eine Analyse gesellschaftlicher Verhältnisse, und dakommt man ohne den Begriff nicht weit. Auch die Behauptung, man würde mit der Rassismus- oder Nazi-Keule alle Andersdenkenden mundtot machen wollen, wirkt abschreckend, nur nebenbei. Ich werde mich davon nicht einschüchtern lassen und den Begriff weiter verwenden, wenn es mir angemessen erscheint und ich denke, eine gute Begründung zuhaben.

Ich bin übrigens der erste, der sich selber eingesteht, dass ich rassistische (und auch sexistische und homophobe) Vorstellungen im Kopf habe; wie auch nicht, ich bin hier in dieser Gesellschaft (sprich in West-Berlin) aufgewachsen und nicht aus dem Zuckerzauberelfenland hergebeamt worden. Das ist nicht die Frage, sondern ob man bereit ist, sich dieser Mechanismen und Vorurteile bewusst zu werden. Ich kenne eine ganze Reihe Witze, die im Prinzip auf rassistischen Stereotypen basieren (alle Polen klauen, alle Russen saufen, so was), über die ich mich dennoch amüsieren kann. Aber nur, wenn ich mir klar mache, warum die witzig sind... und das sie eben mit der Realität nur sehr begrenzt zu tun haben, zumindest wenn man Individuen vor sich hat.

Noch ein Link über Bildergeschichten in der DDR und ihre Wirkung:

http://www.bpb.de/popup/popup_druckversion.html?guid=WZAY5J

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"Ich bin völlig anderer Meinung als Sie. Aber ich werde mein Leben dafür einsetzen,
dass Sie sie sagen dürfen!" (Voltaire)

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