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Dieses Thema hat 74 Antworten
und wurde 7.926 mal aufgerufen
 Islamismus/Islam
Seiten 1 | 2 | 3
Fenris Offline

Freidenker

Beiträge: 1.345

05.05.2006 10:17
#51 RE: Todesstrafe in Afghanistan antworten

@SnookerRI

In Antwort auf:
Sinn macht das schon, der mangel in der Evolution liegt einfach darin, dass sich (noch) keine Übermenschen entwickelt haben

Man könnte sich natürlich fragen, ob es aus allen Perspektiven Sinn macht. Macht es von der Natur aus gesehen Sinn, dass sich das einzige Lebewesen, das ständig versucht den von der Natur angestrebten Ausgleich zu überlisten, sich so vermehrt? Ist ein Wesen, das so viel Leid über Mensch und Tier bringt und sich trotz seiner Intelligenz vom ethischen und moralischen Standpunkt gesehen als das non plus ultra der Schöpfung sieht und damit sein Handeln legitimiert wirklich so schützenswert?
Subjektive gesehen sicher aber gilt das auch so uneingeschränkt von der objektiven Seite her? Wo wird es enden, wenn der Zerstörer unzerstörbar wird?

Ich bin mir bewusst, dass solch eine Diskussion nicht weit führt und ich möchte damit nur andeuten, dass wenn man den Menschen nicht grundsätzlich als Mittelpunkt ansieht, sondern als Teil des Ganzen, der Gedanke der kontrollierten Vermehrung auch für den Menschen anwendbar ist.

Das Thema Bevölkerungsexplosion ist nach wie vor in vielen Kreisen tabu und diejenigen die sich damals bei der Einführung der 1-Kind-Politik in China so entrüsteten sind zum teil die Gleichen, die heute vor dem Umweltkollaps dort warnen. Der Mensch ist wahrlich ein paradoxes Wesen.

In Antwort auf:
Das Streben nach dem Superlativ wird von jüngster kindheit an anerzogen. Dass es da zum Streit kommt ist da fast schon zwangsläufig.

Das sehe ich genauso und haben diese, dank ihres rücksichtslosen Verhalten schlussendlich Erfolg, fordert man plötzlich Solidarität für jene, die in diesem Prozess auf der Strecke geblieben sind.


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Gott ist eine vom Menschen erdachte Hypothese bei dem Versuch, mit dem Problem der Existenz fertig zu werden.
(Sir Julian Huxley, engl. Biologe, 1887-1975)

Navigator Offline



Beiträge: 247

06.05.2006 07:00
#52 RE: Todesstrafe in Afghanistan antworten

Am anfang hiess der Thread noch Todstrafen im iran, wieso heisst er jetzt totstrafen in Afganistan?

Gysi Offline

Atheist


Beiträge: 15.930

06.05.2006 09:18
#53 Todesstrafe im Iran antworten
Zitat von Schwester
Wer den Islam freiwillig angenommen hat ohne bezwingung, oh ja..
und dann sich zum Christen tum bekannt hat, bekommt auch die Todesstrafe auch einer der Muslim geboren ist (war) und sich zum Christentum bekehren tut.
Und wie sieht das aus in einem Staat, in dem Religionsfreiheit herrscht? Die Muslime haben sich hier ja dem menschlichen Recht zu beugen. Bist du eigentlich für dieses menschliche, demokratische Recht? Das bricht immerhin das, was ihr als Gottesrecht anseht. Eines Tages werdet ihr Muslime hier in Europa die Majorität haben, wenn die Population sich in der selben Struktur weiter entwickelt wie in den letzten Jahrzehnten. Dürfen wir Ungläubige dann noch mit dem Minoritätenschutz rechnen, der in den Demokratien üblich ist? Gibt es dann also noch die Religionsfreiheit und auch das Recht auf Bekenntnis gegen Religion?

Gysi
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Die Menschheit befindet sich in der Vorgeschichte der Menschheit (Karl Marx)

Schwester ( Gast )
Beiträge:

06.05.2006 15:25
#54 RE: Todesstrafe im Iran antworten

Also.. In Marokko zb. Leben dort Juden und christen und sie leben sehr gut mit dem Muslime und die muslime, dürfen sie nicht angreifen oder sie beleidigen. Sie haben ihre geschäfte usw.. Und im Koran heisst es, dass wir die Christen oder die juden, auch nicht angreifen, es seiden, wenn sie uns eingreifen" Unser LAnd oder Religion"
Und in der Türkei ist es ebenfalls so und in Kroatien genauso, China und Induniesen..
Was zb. In Iran geschieht, dass frauen auf der strasse geschlagen werden, weil ein stück haar sichtbar ist, dass hat nichts mehr mit dem islam zutun!! Sie haben den Koran falsch verstanden und sie können einfach religion und tradition nicht trennen. Oder die Islamische sufis. Die sind total banane in der Birne.
Sie sagen sogar, bett oder couach sind in islam verboten oder das eine Frau nicht arbeiten darf. In einem land.. heisst es, eine Frau, darf dreimal im leben raus.
1. Wenn sie geboren wird.
2. Wenn sie heiratet.
3. Wenn sie stirbt. Und das sagte niemals der Prophet(saw) oder nirgendswo steht es im koran!
Die Sharia.. sind gottes gesetze, genauso wie in der Vadikant oder wie es so heissen mag (bitte korgiert mich) sie entscheiden ja auch, wie zb. abtreibung verboten usw..
Lg

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Wer nicht an Wunder glaubt, ist kein Realist.
Alles ist schön, was man mit Liebe betrachtet.
Wenn du mich fragen würdest, wie lange ich Dich noch liebe, könnte ich nur antworten: Ich kann es nicht sagen, denn ich weiß nicht, wie lang ich noch lebe!

Gysi Offline

Atheist


Beiträge: 15.930

06.05.2006 18:57
#55 Todesstrafe im Iran antworten

Hallo Schwester, du kommst schon wieder nicht auf das Thema, und diese Art der "Dialogführung" geht mir so langsam auf den Keks: Es geht um die Todesstrafe bei Austritt aus dem Islam.
1. Wie steht es um die Religionsfreiheit und den Minoritätenschutz, wenn die Muslime eines Tages in Europa die Majorität haben?
2. Bist du persönlich für Demokratie, Religionsfreiheit und Minoritätenschutz?
3. Was sagst du dazu, dass das (demokratische, weltliche) MENSCHENrecht im Grunde (nach dem jeweiligen Bekenntnis) das GOTTESrecht bricht?

Gysi
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Die Menschheit befindet sich in der Vorgeschichte der Menschheit (Karl Marx)

Navigator Offline



Beiträge: 247

06.05.2006 19:54
#56 RE: Todesstrafe im Iran antworten

In Antwort auf:
1. Wie steht es um die Religionsfreiheit und den Minoritätenschutz, wenn die Muslime eines Tages in Europa die Majorität haben?

Wen es nach mir ginge, werden die drei grossen Religionen auf jeden Fall geschützt bleiben, es darf halt nicht passieren das islam Partein in Europa von Saudies oder von dem iran gesponsert werden und dann eines Tages an die Macht kommen, dann würde es keine sicherheit für Religionsfreiheit geben. Dann müsste man auf jeden Fall mit Diskrimminierung usw. rechnen.

Doch wen sich islamische Partein selbst bilden und mit ihren friedfertigen Absichten die Massen begeistern können und zudem gute innen und aussenpolitik haben, wird auch die Würde des Menschen unantastbar bleiben und dazu gehört auch Glauben und Meinungsfreiheit. Zudem bleibt es in Europa so das Staat und Religion getrennt werden, so wie es in der Türkei als Musterbeispiel zu sehen ist (aus islamischer Sicht). Ausserdem sind diese Rechte doch im Grundrecht verankert und sowas kann man nicht einfach aendern.


Gysi Offline

Atheist


Beiträge: 15.930

06.05.2006 20:11
#57  Todesstrafe im Iran antworten

In Antwort auf:
Doch wen sich islamische Partein selbst bilden und mit ihren friedfertigen Absichten die Massen begeistern können und zudem gute innen und aussenpolitik haben, wird auch die Würde des Menschen unantastbar bleiben
Und wenn sich die Begeisterung der Massen in Grenzen hält?
In Antwort auf:
Ausserdem sind diese Rechte doch im Grundrecht verankert und sowas kann man nicht einfach aendern.
Würde das Grundrecht bei islamischer Majorität so bleiben? Wie steht es dann mit der Religionsfreiheit? Dann dürfen aber keine Ex-Muslime getötet werden. Wäre das nicht Menschenrecht gegen Gottesrecht?

Gysi
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Die Menschheit befindet sich in der Vorgeschichte der Menschheit (Karl Marx)

Titus Offline



Beiträge: 414

15.08.2006 14:00
#58 RE: Todesstrafe im Iran antworten

Verehrte Schwester, das schrecklichste, was nach dem finsteren Mittelalter in der Welt entstand, ist die Scharia.
Gemeint ist deren Einzug in die freie Welt. Ist allein schon die Todesstrafe ein Verbrechen gegen das Leben, so sind Menschen, die diese anwenden müssen (Henker) ganz einfach Mörder von Amtswegen.

Vor einiger Zeit wurde im Iran ein Mädchen von 16 Jahren wegen "unsittlichem Verhalten" - was immer das auch sein mag - zum Tode verurteilt. Der islamische Richter meinte nun, er handle menschlich und hängte das arme Kind eigenhändig auf, um es vor der Steinigung zu bewahren. So stand es in der Presse und wurde nicht dementiert.

In Nigeria wurde ein Frau von ihrem geschiedenen Mann vergewaltigt. Sie wurde vom islamischen Richter zum Tode wegen Unzucht verurteilt. Die Vollstredckung dieses Mordes wurde ausgesetzt, bis das Kind geboren war und die Mutter nicht mehr stillte. Soweit ich weiß, wurde der Mord an der jungen Frau auf Grund internationaler Proteste verhindert.

In Saudi-Arabien werden jeden Freitag Morgen öffentlich von staatswegen Morde begangen. In vielen Staaten der USA hat man sich einige perverse Todesarten von staatswegen ausgedacht, allerdings werden diese Morde unter Ausschluß der Öffentlichkeit begangen.

Die Mächte, die unser Schicksal bestimmen, mögen uns vor dem Islam und der Scharia bewahren!

Titus -

Bruder Spaghettus ( gelöscht )
Beiträge:

23.08.2006 13:55
#59 RE: Todesstrafe im Iran antworten

In Antwort auf:
Die Mächte, die unser Schicksal bestimmen, mögen uns vor dem Islam und der Scharia bewahren!


Ich glaube nicht an solche Mächte. Wir müssen uns schon selbst helfen. Und ich sehe den Fundamentalismus jeder Art, egal ob islamistisch, christlich(siehe USA) oder jüdisch, ob religös oder politisch als Feind der Menschheit an den es zu bekämpfen gilt.






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Titus Offline



Beiträge: 414

24.08.2006 23:34
#60 RE: Todesstrafe im Iran antworten

Bruder Spagethettus, vor einigen Jahrzehnten las ich einmal, daß das Gallup-Institut in den USA meinte, daß man die Existenz Gottes nachweisen könne: Daß alle Vorgänge in der Natur reine Zufälle sind, ist statistisch gleich null.

Nur brauchst Du nur den Begriff Gott gegen den Begriff "Mächte" auszutauschen, dann ergibt das einen Sinn.
Woher kommt das Leben? Warum verändert sich die Natur? Warum wurde die Spezies "Mensch" geschaffen? Bleibt diese Spezies unverändert auf dem Niveau der Neanderthaler, oder wird es eine Entwicklung der Menschheit weg vom physischen hin zum psychischen Denken und Handeln geben?

Warum entwickeln sich die Menschen über die Jahrhunderte? Warum waren uns im Mittelalter Dinge der Technik unbekannt, die uns heute selbstverständlich sind? Was wird uns die Entwicklung noch bringen? In der Technik, in der Medizin etc.? Schau Dich um und staune über die Natur, die Pflanzen, die Tiere in ihrer Vielfalt. Staune über Menschen, die ein stark entwickeltes Sozialempfinden hatten und dies auch umsetzten. Angefangen bei dem Zimmermann aus Nazareth namens Jesus, über Martin Luther, Ghandi, Martin Luther King und wie sie alle hießen. Bis auf Martin Luther wurden sie alle von uns Neanderthalern ermordet.

Kannst Du also leugnen, daß es eine gewaltige Kraft im Universum gibt, die das alles für uns unbekannt und undurchschaubar steuert???

Wir Neanderthaler brauchen immernoch - seit anbeginn aller Zeiten - irgendwelche Götter, erst viele für alle möglichen Naturerscheinungen, dann in vielen modernen Religionen nur noch einen. Und der muß gefürchtet werden. Die Erfinder dieser Ein-Gott-Systeme waren nicht dumm, mit einem Gott läßt sich die Masse Mensch leichter dirigieren und beherrschen. Im Namen dieses einen Gottes läßt sich auch nach Belieben strafen, bis hin zum Mord.

Die Frage, warum die Mächte das zulassen, hängt mit der Entwicklung der Menschen zusammen. Der Mensch muß selbst erkennen, daß er frei geboren wurde und das Lebensrecht hat frei über sein Schicksal und Leben zu entscheiden, eingebettet in ein soziales Sytem, ohne das das Gesellschftswesen Mensch nicht existieren kann.

Je nach eigener persönlicher Entwicklung denkt der Mensch, sucht nach Antworten (wenn er neugirig ist)- oder er denkt nicht, lebt so vor sich hin, akzeptiert alles widerstandslos, weil sein kleines und unterentwickeltes Gehirn
nicht anders kann. Das ist nun einmal so, das muß man akzeptieren.

Wir wissen nicht, was uns nach dem Tod, d.h. wenn wir dieses Leben verlassen haben, erwartet.

Und damit sind wir wieder einmal recht weit vom Thema abgekommen - sei es drumm. Das staatliche Morden in vielen Ländern, auch in den USA, können wir ohnehin nicht ändern. Und die denkenden und intellegenten jungen Iraner werden eines Tages auch zu Erkenntnissen kömmen, daß auch in diesem alten Kulturland das staatliche Morden beendet werden muß.

Niemand hat das Recht einem anderen das Leben zu nehmen, es sei denn in Notwehr. Aber auch hier sollte man für sich selbst gegebenenfalls versuchen eine Gefahr abzuwehren, ohne zu töten. Das wird selbstverständlich nicht immer gelingen. Nur ist das die bessere Möglichkeit - ein Leben lang daran denken zu müssen, daß man einem anderen Menschen das Leben nehmen mußte, ist eine schwere Bürde.

Tutus -

Bruder Spaghettus ( gelöscht )
Beiträge:

25.08.2006 09:10
#61 RE: Todesstrafe im Iran antworten

Ja, Titus, hast wohl Recht, es kommt immer auf die Deffinition an. Wenn du Gott mit den "Mächten" gleich setzt, gehe ich halt noch nen Schritt weiter und setze Mächte mit Naturgesetzen gleich. Dann kann auch ich einen Gott akzeptieren. Eine Gott, der einfach die Gesamtheit aller Dinge und ihrer Wechselbeziehungen ist, aber kein Gott, der irgendetwas mit Absicht so oder anders macht. Ich bin also wirklich überzeugt, es ist nicht so

In Antwort auf:
daß es eine gewaltige Kraft im Universum gibt, die das alles für uns unbekannt und undurchschaubar steuert???
, sondern dass sich alles nach Naturgesetzen entwickelt, die freilich zum großen Teil für uns noch unbekannt und undurchschaubar sind.
Das dumme ist, das die meisten Gläubigen erst mal allgemein von einem Gott sprechen und auch allgemeine "Gottesbeweise" anführen, dann aber gleich der Meinung sind, dass dies auch genau ihr Gott sein muss. Nee, ist nicht so. Wer gläubig ist hat zu beweisen, dass genau sein Gott existiert und nicht nur irgendeiner.

In Antwort auf:
Niemand hat das Recht einem anderen das Leben zu nehmen, es sei denn in Notwehr.

Auch das sehe ich etwas erweitert. Natürlich rechtfertigt Notwehr, aber wäre es nicht auch besser gewesen, wenn eines der Attentate auf Hitler geklappt hätte? Ist nicht auch Tyrannenmord legitim? Ich würde es nicht mal als Mord sehen, sondern als Befreiungstat.
Es gibt also auch außerhalb der Notwehr für mich eine Berechtigung zu töten. Diese Berechtigung darf jedoch nicht unendlich ausgedehnt werden und, wie in manchen islamischen Staaten Sachen, die überhaupt keine Strafe verdienen, als Grund für Hinrichtung gelten. Außer der Beseitigung von Tyrannen fällt mir momentan nichts ein, was ich noch als Berechtigung gelten lassen würde.




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Xeres Offline




Beiträge: 2.587

25.08.2006 13:42
#62 RE: Todesstrafe im Iran antworten

In Antwort auf:
Auch das sehe ich etwas erweitert. Natürlich rechtfertigt Notwehr, aber wäre es nicht auch besser gewesen, wenn eines der Attentate auf Hitler geklappt hätte? Ist nicht auch Tyrannenmord legitim? Ich würde es nicht mal als Mord sehen, sondern als Befreiungstat.
Warum ist ein Mord in Notwehr gerechtfertigt? Der Mensch ist Egoist, das eigene Leben ist einem mehr wert als das desjenigem, der einem schaden will. Ein Tyrann ist auch in der Lage nicht nur einem selbst, sondern auch anderen zu schaden.
Nehmen wir an, zwei Astronauten würden in eine Notsituation kommen. Die Rettung ist unterwegs, aber bevor sie eintrifft, wären beide schon erstickt. Wäre es legitim, wenn der eine den anderen umbringt um sein eigenes Überleben zu sichern? Wäre das noch Notwehr, obwohl beide dem anderen eigentlich nichts übles wollen?
Auf dem Papier ist jedes Menschrecht sinnvoll, lobenswert und durchsetzungswert. Das Problem ist bloß der Mensch: Er bricht jede Regel wenn es sein muss!
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Wenn die geistige Sonne tiefsteht, werfen auch Zwerge große Schatten.

Fenris Offline

Freidenker

Beiträge: 1.345

25.08.2006 13:59
#63 RE: Todesstrafe im Iran antworten
@Xeres

In Antwort auf:
Nehmen wir an, zwei Astronauten würden in eine Notsituation kommen. Die Rettung ist unterwegs, aber bevor sie eintrifft, wären beide schon erstickt. Wäre es legitim, wenn der eine den anderen umbringt um sein eigenes Überleben zu sichern? Wäre das noch Notwehr, obwohl beide dem anderen eigentlich nichts übles wollen?


Das würde nie passieren. Nach dem Hollywoodschen-Gesetz, ist der eine Astronaut immer älter und der Jüngere ist der Freund der Tochter des Älteren. Daher wird der Ältere freiwillig auf seine Portion Sauerstoff verzichten um seiner Tochter den Erzeuger seiner Enkel, die er zwar nie zu sehen kriegt, zu erhalten. Du solltest unbedingt mehr schlechte Bücher lesen!

In Antwort auf:
Das Problem ist bloß der Mensch: Er bricht jede Regel wenn es sein muss!


Nur weil der Mensch so ist wie er ist, gibt es überhaupt Regeln.


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Das Tier taugt zu allem, was es soll, vollkommen. Der Mensch zu nichts recht, als was er lernt, liebt und übt. (Johann Heinrich Pestalozzi 1746-1827)

Xeres Offline




Beiträge: 2.587

25.08.2006 14:07
#64 RE: Todesstrafe im Iran antworten

In Antwort auf:
Das würde nie passieren. Nach dem Hollywoodschen-Gesetz, ist der eine Astronaut immer älter und der Jüngere ist der Freund der Tochter des Älteren. Daher wird der Ältere freiwillig auf seine Portion Sauerstoff verzichten um seiner Tochter den Erzeuger seiner Enkel, die er zwar nie zu sehen kriegt, zu erhalten.
Das ist eine der Lösungsmöglichkeiten die da wären:

1. Einer bringt den anderen um und überlebt.
2. Beide bringen sich gegenseitig um.
3. Keiner geht auf den anderen los, beide sterben.
4. Einer von beiden wählt den Freitod, der andere überlebt.

Bei diesem Gedankenexperiment sollte desweiteren folgendes Gelten:
- Beide Astronauten besitzen die gleichen Eigenschaften (gleiches Alter, Größe, Physische und Psychische Kraft)
- Es gibt keine Möglichkeit den Sauerstoffvorrat auf irgendeine weise zu vergrößern oder den (genau gleichen!) Sauerstoffverbrauch der Astronauten herabzusetzten.

Gibt es noch weitere Lösungsmöglichkeiten für das Problem? Welche sollte gewählt werden und warum?
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Wenn die geistige Sonne tiefsteht, werfen auch Zwerge große Schatten.

Bruder Spaghettus ( gelöscht )
Beiträge:

25.08.2006 17:36
#65 RE: Todesstrafe im Iran antworten

Interessantes Problem, das aber auch überhaupt nichts mit Notwehr zu tun hat. Notwehr ist die Verteidigung auf einen Angriff und hat selbstverständlich immer verhältnismäßig zu erfolgen.

Ich halte es nicht für gerechtfertigt, das eigene Leben auf Kosten anderen Lebens zu retten. Ob Menschen das tun, im Praxisfall vielleicht sogar ich, ist eine ganz andere Sache. Aber diese Situation rechtfertigt nicht die Tat sondern ist und bleibt einfach Mord bzw. wohl eher Totschlag.

Was hälst du von Streichholzziehen?




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Lukrez Offline




Beiträge: 5.416

14.01.2007 19:11
#66 RE: Todesstrafe im Iran antworten
Islamisches Recht:
Die islamische Theologie betrachtet die Scharia als vollkommene Ordnung, die Frieden und Gerechtigkeit schafft. Sie gilt als Ordnung Gottes und darf daher prinzipiell nicht durch menschliche Gesetze ersetzt werden.

Der nachfolgende Zeugenbericht einer Steinigung im Iran wurde im Jahr 2000 niedergeschrieben. Der Name des damaligen Schülers ist der IGFM bekannt. Die Steinigung wurde in der Stadt Abadan vollstreckt, wahrscheinlich im Jahr 1992.

"Eines Tages musste ich mit meiner Schulklasse ins Stadion kommen. Es sollte eine Steinigung vollzogen werden, bei der wir zuschauen mussten. Wir saßen auf den Tribünen und warteten. Sandwich-Verkäufer gingen durch die Reihen und boten ihre Waren an. Dann endlich wurde ein Mädchen ins Stadion geführt. Ich erschrak, denn ich erkannte dieses siebzehnjährige Mädchen. Sie wohnte in unserer Straße, und als Kinder hatten wir miteinander gespielt.

Ein Mullah las ihr das Urteil vor: "Im Namen Allahs, des Barmherzigen, wirst du zum Tode verurteilt durch Steinigung." Das Mädchen weinte, aber es wirkte wie benommen. Sie wurde in ein Loch gestellt, das man in die Erde gegraben hatte. Dann schaufelte man dieses Loch bis zur Brusthöhe des Mädchens zu. Auf den Tribünen johlte der Mob. Dann flogen die ersten Steine, die gezielt neben dem Mädchen auf den Boden fielen. Jedes Mal, wenn der Oberkörper des Mädchens zuckte, um einem Stein auszuweichen, begann das Johlen der jungen Männer von neuem. Es war wie bei einem Fußballspiel, wenn ein ganzes Stadion "Tor" schreit. Dann trafen die ersten Steine. Das ganze Spektakel zog sich hin, bis das Mädchen endlich tot war. Ich musste erbrechen."


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Wenn du es nicht wagst, den Sinnen zu trauen, stürzen die Pfeiler des Lebens ein. (Lukrez)

Lukrez Offline




Beiträge: 5.416

13.07.2007 21:45
#67 RE: Todesstrafe im Iran antworten
Schon wieder Hinrichtungen von Schwulen im Iran!

13.07.2007
Iran: Neue Homo-Exekutionen geplant

Teheran (queer.de) - Die iranische Regierung hat Agenturmeldungen zufolge angekündigt, in Kürze über 20 Männer wegen "moralischer Vergehen" nach islamischem Gesetz hinzurichten. Alireza Jamschidi, der Sprecher des Justizministeriums, erklärte gegenüber dem britischen "Guardian", die Todesstrafe werde wegen "Vergewaltigung, der Beleidigung der Religion und Homosexualität" angewendet. Vor kurzem habe die Regierung einen Feldzug für die Moral begonnen und alleine im Mai über 1.000 Männer aus meist sozial schwachen Gegenden festgenommen. Menschenrechtsgruppen haben Informationen über die Verhaftungswelle erhalten und insbesondere die Brutalität der Polizei kritisiert.

http://www.queer.de/news_detail.php?article_id=7266

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(Lukrez)

welfen2002 Offline



Beiträge: 2.706

14.07.2007 08:24
#68 RE: Todesstrafe im Iran antworten

Auch in Deutschland werden die Gefühle der Moslems beleidigt, so das sie sich gegen diese "schwulen Faschisten" verteidigen müssen. http://aufgewacht.wordpress.com/2007/06/...al-die-scharia/

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Taqiyya bitte nicht mit Tequila verwechseln, kommt auch nicht aus Mexiko!

kadesch Offline



Beiträge: 2.705

14.07.2007 10:38
#69 RE: Todesstrafe im Iran antworten

Zitat:
Ist nicht auch Tyrannenmord legitim? Ich würde es nicht mal als Mord sehen, sondern als Befreiungstat.

Nur wer bestimmt wo die Grenze liegt?
Ab wann ist es legitim einen Menschen zu töten?
Es wird immer einen geben der mit einem anderen nicht einverstanden ist.

Ein Todesurteil, wie die im Iran usw. sind Taten mit Symbolcharakter.
Es sollen Nachahmer eingschüchtert werden.

Und so Beispiele wie...was wäre wenn Hitler einen Attentat zum Opfer gefallen wäre?
Nehmen wir an Hitler wäre im Mai oder Juni 1939 einem Attentat zum Opfer gefallen...
Er wäre als der größte deutsche Politiker in die Geschichte eingegangen.
Da er ohne einen Schuß abzufeuern Österreich und das Sudetenland an ds Reich angegliedert hatte.

Der Nationalsozialismus wäre heute noch eine legitime Politische Richtung,
der Krieg ( wäre ja so oder so gekommen, da auch noch andere Länder darauf hin gearbeitet haben...kleine Anmerkung meinerseits)
hätte einen anderen Verlauf genommen. Eventuell wäre England sogar auf die deutsche Seite umgeschwenkt.
Da auch dort eine relativ starke Faschistische Kraft am Wachsen war.

Aber verlieren wir uns nicht in Spekulationen....

Was ich sagen will ist dass Mord keine Basis der Politik sein darf.

Glaube ist Aberglaube

Lukrez Offline




Beiträge: 5.416

20.07.2007 16:58
#70 RE: Todesstrafe im Iran antworten
In den islamischen Staaten immer wieder dasselbe.
19-Jährige zum Tod durch Enthauptung verurteilt:
http://www.welt.de/vermischtes/article10...verurteilt.html
Nach den unsäglichen Erpressungen Libyens im Fall der bulgarischen Krankenschwestern - (Entführung, Geiselnahme, Lösegeld kassieren. Wie vor 300 Jahren!) - das war Erpressung auf allerhöchstem Niveau und ein unglaubliches Schurkenstück - scheint es ganz normal zu werden ausländische Arbeitssklaven zum Tode zu verurteilen.

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Wenn du es nicht wagst, den Sinnen zu trauen, stürzen die Pfeiler des Lebens ein.
De nihilo nihil. Aus Nichts wird nichts.
Zu soviel Unheil hat schon die Religion die Menschen verleitet.
(Lukrez)

kadesch Offline



Beiträge: 2.705

21.07.2007 07:58
#71 RE: Todesstrafe im Iran antworten

Das zeigt einmal deutlich dass es dort doch Menschen 1. und 2. Klasse gibt.
Und dass Länder wie Saudi Arabien das Internationale Recht mit Füßen treten.
Also ich werde solche Länder niemals betreten, da dort der Irrsinn regiert.

Glaube ist Aberglaube

welfen2002 Offline



Beiträge: 2.706

21.02.2008 12:54
#72 RE: Todesstrafe im Iran antworten

Nun, aus islamischer Sicht sind Todesstrafen oftmals nur einfach Notwehr.
“Ich hatte den Verdacht, dass meine Tochter eine Beziehung zu einem Mann hatte und ich musste sie steinigen, weil sie meine Ehre besudelt hat. Ich hatte keine andere Wahl.”
http://www.adnkronos.com/AKI/English/Pol...=1.0.1889385027

Notwehr, oder Selbstverteidigung des Glauben. Ich nehme dem Vater es ab, das er nicht anders konnte seine Ehre zu retten. (Siehe dazu auch den Thread "Religionskrank".

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Taqiyya bitte nicht mit Tequila verwechseln, kommt auch nicht aus Mexiko!

kadesch Offline



Beiträge: 2.705

21.02.2008 14:28
#73 RE: Todesstrafe im Iran antworten
Dann sollte man mal dafür sorgen dass dieser Schwachsinnige Ehrbegriff
in manchen Teilen der Welt durch einen Zeitgemäßen ersetzt wird.
Aber das liegt eben in erster Linie daran dass sich die Menschen dort nicht als Individuen
sehen sondern als Teil einer Großfamilie oder Clans.
Und sie gestehen auch keinem Teil dieser Großfamilie ds Recht auf die Entfaltung seiner
eigenen Persönlichkeit zu. Und das um jeden Preis. Sogar um das Leben eines Familienmitglieds.
Die Menschenrechte werden mit Füßen getreten.
Und nun stellt sich die Frage ob Menschen mit diesem kulturellen Hintergrund überhaupt
in unsere Gesellschaft integrierbar sind?
Nachtrag:

Ich sehe in solchen Fällen die Gretchenfrage unserer Gesellschaft.
In wie weit dürfen wir solchen Leuten Zugeständnisse machen ohne unsere
eigenen Gesetze und Traditionen zu verletzen.
So lange sie sich in ihren Herkunftsländern befinden haben wir nicht das
Recht uns einzumischen, aber sobald sie hier in unserem Land leben,
müssen sie sich nach unseren Gesetzen richten. Das ist Fakt.
Ich will auch nicht von einer Leitkultur reden an die sie sich anpassen müssen.
Ich verlange von ihnen nicht dass sie nach unserer Kultur leben.
Ich verlange nur dass unsere Gesetze befolgt werden, und wenn sie damit
Probleme haben dann dürfen sie nicht hier leben. Fertig aus.

Glaube ist Aberglaube

qilin Offline




Beiträge: 3.552

25.02.2008 14:28
#74 RE: Todesstrafe im Iran antworten

Gerade in einem anderen Forum gefunden - das betrifft ja nicht nur Baha'i, sondern Alle, die der
iranischen Regierung bzw. deren Hintermännern und Handlangern unsympathisch sind - weltweit...


NEW YORK, 22. Februar 2008 (BWNS) – Dem iranischen Parlament liegt derzeit ein Regierungsentwurf zur Änderung des Strafrechts vor. Sollte die von der iranischen Regierung eingebrachte Gesetzesvorlage vom Parlament angenommen werden, würde dies zur rechtlichen Legitimierung einer ganzen Reihe von schwerwiegenden Menschenrechtsverletzungen führen, von denen nicht nur die Bahá’í, sondern auch viele andere iranische Bürger betroffen wären, zum Teil auch außerhalb des Landes. Darauf machte heute die Internationale Bahá’í-Gemeinde aufmerksam.


Bani Dugal, Hauptrepräsentantin der Internationalen Bahá'í Gemeinde bei den Vereinten Nationen:

Größte Sorge bereitet den Bahá’í ein Passus, der die Todesstrafe für all jene anordnet, die vom Islam zu einer anderen Religion konvertieren. Diese Verfügung beträfe nicht nur die Bahá’í, sondern auch Christen, Juden und andere. "Die Gesetzesvorlage widerspricht allen Menschenrechtsstandards sowie allen internationalen Abkommen, denen der Iran zugestimmt hat", sagte Bani Dugal, Hauptrepräsentantin der Internationalen Bahá’í-Gemeinde bei den Vereinten Nationen.

"Es ist wichtig, dass die internationale Gemeinschaft sich jetzt zu Wort meldet – jetzt, bevor es zu spät ist, und der Gesetzesentwurf zum geltenden Recht im Iran wird".

Der Gesetzesentwurf würde auch dem Zugriff der Regierung bei vermeintlichen Verstößen gegen die Sicherheit außerhalb des Landes eine rechtliche Grundlage geben. Ebenso würden Diskriminierungspraktiken rechtswirksam, die gegen die Bahá’í und andere bereits in weitem Umfang angewendet werden. Die Folge wäre, dass eine Reihe „religiöser“ und anderer Verbrechen so umdefiniert würde, dass praktisch jede Gruppe, die von der Regierung abgelehnt wird, in ernsthafte Gefahr gerät.

"Wenn dieses Gesetz verabschiedet wird, dürfen Regierung und Klerus ungestraft gegen iranische Bürger ausschließlich aufgrund ihrer religiösen Zugehörigkeit vorgehen“, so Bani Dugal weiter. "Dies ist nicht nur ein Angriff auf die Menschen im Iran, sondern auf alle, die sich dafür einsetzen, grundlegende Menschenrechte aufrecht zu erhalten“.

Dugal sagte, dass der neue Paragraph über religiöse Konversion – definiert als Abfall vom Glauben bzw. Apostasie - sprachlich besonders streng formuliert worden sei, insofern als die Todesstrafe für all jene verhängt wird, die vom Islam zu einer anderen Religion konvertieren und nicht sofort widerrufen. "Im Text wird das Wort Hadd benutzt, welches bedeutet, dass die Todesstrafe explizit als unveränderliche Strafe festgelegt wird, die weder modifiziert, noch verringert oder zurückgenommen, also annulliert oder für ungültig erklärt werden kann", sagte Dugal. „In der Vergangenheit wurden Todesurteile in Apostasiefällen verkündet – und auch ausgeführt -, aber dies war noch nie gesetzlich festgelegt.“ Als abtrünnig werden laut diesem Gesetz auch die Anhänger jeder Religion außer dem Islam bezeichnet, bei deren Zeugung ein Elternteil Moslem war. „So wäre das Kind eines muslimischen und eines christlichen Elternteiles, das sich dazu entscheidet, den christlichen Glauben anzunehmen, laut dieser Gesetzgebung der Apostasie schuldig und würde die Todesstrafe erhalten", sagte Bani Dugal.

Ein anderer Passus des Gesetzesentwurfes, der ebenfalls Anlass zur Sorge gibt, ist die Ausweitung der “Sicherheitsgesetze” außerhalb des Irans, so dass auswärtige Iraner dem Zugriff der Regierung ausgesetzt wären."Dem Iran reicht es offenbar nicht, innerhalb seiner Landesgrenzen diejenigen ins Visier zu nehmen, die er als Feinde betrachtet”, so Dugal in Bezug auf Artikel 112 des Gesetzesentwurfes, der sich auf Taten „gegen die Regierung, die Unabhängigkeit und die innere, wie äußere Sicherheit des Landes“ bezieht. "Da der Begriff “Sicherheit” nicht im Gesetz definiert wird, kann jede Tat als solche eingestuft werden”, sagte sie. "Es sind tatsächlich schon viele iranische Bahá’í fälschlich der Aktivitäten gegen die Sicherheit des Landes angeklagt worden“.

"Wenn das neue Strafgesetz ratifiziert wird, würden iranische Bahá’í und andere in der ganzen Welt für Taten außerhalb des Iran zur Rechenschaft gezogen werden, die als gegen die Sicherheit des Iran gerichtet bewertet werden". Die Unklarheit des Gesetzes in Bezug auf “Beleidigung des Heiligen” und andere Straftaten gäbe der Regierung freie Hand gegen jede Gruppe vorzugehen, die sie ablehnt“, sagte Dugal weiter. "Das Gesetz enthält Abschnitte, die sich auf das Begehen nicht spezifizierter Straftaten oder Verbrechen beziehen wie auch Paragraphen, die sich auf Menschen beziehen, die „der Korruption und der Anrichtung von Unheil auf Erden schuldig sind' sagte sie.

"Es würde auch die Todesstrafe rechtswirksam werden lassen für jeden, der den ‚Propheten beleidigt‘”, erläuterte Dugal. "Solche Vorkehrungen bringen viele Gruppen, darunter auch die Bahá’í, in eine extrem verwundbare Lage, da praktisch jeder Kontext als ‚Beleidigung‘ des Propheten definiert werden kann, vor allem dann, wenn es um religiöse Überzeugungen geht".

Aufgrund der damit zusammenhängenden Entwicklungen drückte der Präsident der Europäischen Union vor kurzem seine “ernsthafte Sorge” über die sich “verschlimmernde” Situation der Bahá’í-Gemeinde im Iran aus. "Die EU ist über die fortwährende systematische Diskriminierung und Verfolgung der Bahá’í im Iran besorgt, darunter den Ausschluss von Universitätsstudenten und Schülern, die eingeschränkte Beschäftigung von Bahá’í und die Anti-Bahá'í-Propagandakampagnen in den iranischen Medien." sagte Dr. Dimitrij Rupel aus Slovenien, Präsident der EU, im Namen der 27 Mitgliedsstaaten der Europäischen Union am 7. Februar 2008.

Von einer solchen Regelung sind nicht nur iranische Muslime betroffen, die zum Christentum konventieren, sondern auch iranische Anhänger Zarathustra`s, die zum Judentum konvertieren; letztlich sogar Christen, die ihre Glaubensgemeinschaft wechseln wollen. Die iranische Regierung will offensichtlich die Mitgliedschaft auch in den anerkannten, nicht-muslimischen Religionen, "zementieren", und greift damit in Glaubens-, Wahl-, und Gewissensfreiheit jedes iranischen Bürgers ein. Ein solches Vorhaben lässt den Schluss zu: Heute sind es die Baha`i, die massiv mit dem Tod bedroht werden - morgen nehmen sich die Mullah`s die registrierten Christen vor, übermorgen die registrierten Juden, einige Zeit später die registrierten Zoroaster...

Besonders bedenklich: Die "Fatwa"-Schwadronen des Präsidenten Ahmadenidschad können aufgrund dieser Gesetzesvorlage dann demnächst nicht nur Angehörige von Glaubensgemeinschaften im Exil verfolgen, sondern auch ihre politischen und sozialen Gegner mit Mord und Attentat überziehen - Kurden, Aleviten ebenso wie Sunniten, Volksmujahidin ebenso wie Anhänger der Tudeh-Partei, Ahmadijas - auch in der EU ist kein Exilant dann mehr sicher vor solchen Terroristen.

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Nichts bedarf so sehr der Reform
wie die Meinungen anderer Leute. [Mark Twain]

() qilin

kadesch Offline



Beiträge: 2.705

25.02.2008 14:37
#75 RE: Todesstrafe im Iran antworten

Und das ende vom Lied ist,... es kommt nichts dabei heraus.
Die Mullahs vor Ort machen was sie wollen, und Druck von Außen hilft
aus meiner Sicht nicht all zu viel.

Glaube ist Aberglaube

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