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Atheismus vs. Religionen  

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Dieses Thema hat 45 Antworten
und wurde 3.223 mal aufgerufen
 Christentum
Seiten 1 | 2
vanini Offline



Beiträge: 502

05.02.2006 18:40
#26 RE: Warum kann man sich nicht auch noch im Jenseits für Gott entscheiden? antworten

Zitat von bandobras
Gott ist ein Gott der Liebe, aber auch ein Gott der Gerechtigkeit. Er hat den Menschen trotz ihrer Sünden Vergebung angeboten. Es liegt jetzt am Menschen dieses Angebot anzunehmen. Auch du kannst es annehmen - jederzeit an jedem Ort.


Ach so, eine "Angebotspolitik" gewissermaßen... Betrachten wir doch einfach mal die Grundaussagen dieses Glaubens etwas genauer. Da wird zunächst ein Gott gepredigt, der vollkommen und allmächtig ist und alles, was außer ihm existiert, aus dem Nichts geschaffen hat - und dass dieses Geschaffene darum zwangsläufig zunächst auch vollkommen und "gut" war. Weil nun aber niemand unsere Welt und insbesondere die Menschenwelt im Ernst als "vollkommen" oder "gut" bezeichnen kann, wird behauptet, der Mensch, also dass 100%ige Werk des Schöpfers, sei daran "schuld", denn es hätte ja einen "freien Willen" vom Schöpfer erhalten, sich mittels dessen gegen den Allerhöchsten entschieden und damit alles Übel der Welt hervorgebracht.

Sorry, aber bei solchem Unfug muss doch selbst die elementarste Vernunft schamrot ihr Antlitz verhüllen! Dass denkenden Menschen ein solcher Schmarren immer wieder ernsthaft Angeboten wird, muss wirklich als eine grobe Unverschämtheit bezeichnet werden!

Ein Geschöpf, also etwas, dass vollständig von einem anderen "gemacht" wurde, kann ja doch wohl nimmermehr anders beschaffen sein, als es geschaffen wurde. Es sei denn, der Schöpfer hat etwas geschaffen, was keine Beschaffenheit, also keine Eigenschaften hat. Das aber ist (zumindest für ihren Verstand gebrauchende Zeitgenossen) offensichtlicher Schwachsinn - und auch die Bibel berichtet ja über einen Gott, der voller Selbstzufriedenheit sein "gutes" Werk rühmt.

Darum auch, was immer aus diesem vollkommenen und "guten" Werk wird, kann in nichts anderem als in seiner Beschaffenheit liegen, und die hat es ja angeblich vollständig vom Schöpfer erhalten, weshalb eben auch niemand anderes als dieser für alles verantwortlich (also "daran schuld") ist, was darin geschieht, was immer es auch sei.

Dass dieser elementare Zusammenhang, zu dessen Erkenntnis es nur wenig mehr Gehirnschmalzes bedarf als zur Abarbeitung eines Einkaufszettels, von den Anhängern und Verkündern des biblisch-christlichen Glaubens völlig ausgeblendet wird, ist eines der deutlischsten Zeichen für den verderblichen Einfluss dieses Glaubens auf die Klarheit des Denkens.

Das Sahnehäubchen dabei ist dann immer das Schwadronieren mit dem "freien Willen" des Menschen. Die Lächerlichkeit dieser Argumentation wird nämlich sogleich offenbar, wenn man die benützten Begriffe einmal klar definiert. Denn dass ein Mensch sich so oder so entscheiden kann, sagt nur etwas über die Freiheit des TUNS aus, nichts aber darüber, warum dieser Mensch dieses oder jenes denn letztendlich überhaupt tun will. Diese Willensentscheidungen nun als "frei" zu bezeichnen, heißt nichts anderes als zu behaupten, dass sie nicht durch etwas bedingt, mithin also völlig grund- und ursachenlos seien. Was für ein Unfug!

Das ist in etwa so, als würde ein Übeltäter, nach den Gründen seiner Übeltaten befragt, antworten: "Ich hätte die Übeltaten ja auch nicht begehen brauchen." - Die geschlossene Anstalt wäre ihm gewiss sicher. Der missionierende Christ aber, nach den Gründen für die schreienden Übel der Welt befragt, antwortet: "Der Mensch mit seinem freien Willen." - und wähnt im Ernst, damit eine große Wahrheit und Weisheit zu verkünden...


Das Interessante ist dabei nun aber, dass ganz offensichtlich sogar den Schreibern der biblischen Texte ihr intellektuelles Urteilsvermögen noch nicht so weit abhanden gekommen, dass ihnen die offen zu Tage liegende völlige Unvereinbarkeit der Behauptung der Allmacht und Vollkommenheit Gottes mit der gleichzeitigen Behauptung der Existenz von auch nur irgend etwas, was nicht dem Willen und der vollkommenen Allmacht enstpricht, nicht ganz klar gewesen wäre und wenigsten sie sich nicht die intellektuelle Blöße gegeben haben, die Absurdität vom "freien Willen" des Menschen zu verkünden.

Die Botschaft aber, welche die Bibel tatsächlich verkündet, kann man trefflich mit Schopenhauers Worten zusammenfassen: "Sogar aber erscheint, so betrachtet, in der Tat das ganze Menschengeschlecht als zur ewigen Qual und Verdammnis geradezu bestimmt und ausdrücklich geschaffen - bis auf jene wenigen Ausnahmen, welche durch die Gnadenwahl (man weiß nicht, warum) gerettet werden. Diese aber beiseite gesetzt, kommt es heraus, als hätte der Liebe Gott die Welt geschaffen, damit sie der Teufel holen solle; wonach er denn viel besser getan haben würde, es zu unterlassen."

Wie war das noch mal: "Gott ist ein Gott der Liebe, aber auch ein Gott der Gerechtigkeit..."??? - Bedauernswerte Welt, die mit solcher Art Liebe und Gerechtigkeit überzogen werden soll...!

Ady Offline




Beiträge: 710

05.02.2006 18:57
#27 RE: RE: antworten

@ robin 87
was soll das ?
einen besseren *sinnvolleren* beitrag hast du nich hinbekommen?????????????

bandobras Offline



Beiträge: 131

05.02.2006 18:58
#28 RE: Warum kann man sich nicht auch noch im Jenseits für Gott entscheiden? antworten

Hi Snooker. Das mit der göttlichen Gerechtigkeit ist ein sehr häufig auftauchendes Argument. Dazu sag ich folgendes:
Was gerecht ist und was nicht, liegt im Ermessen von Gott. Er ist das Maß aller Dinge. Gott hasst die Sünde. Die Sünde ist ein Feind Gottes. Gott ist ohne Sünde, aber kein Mensch auf der Welt ist sündlos und somit ist es schwer als sündiger Mensch einzuschätzen, was nun gerecht ist und was nicht. Jede Sünde, die ein Mensch verübt ist Gott ein Gräuel, auch wenn sie noch so klein ist. Gott ist ein heiliger Gott voller Gerechtigkeit. Mit Sünde beleidigt man Gott. Somit ist jede Sünde auch Sünde gegen IHN. Man versündigt sich also mit einem unendlichen Wesen, was eine unendliche Bestrafung zur Folge hat. Eigentlich müsste jeder Mensch bestraft werden. Jetzt tritt aber Gottes Barmherzigkeit zu Tage. Er hat seinen Sohn für uns geopfert. Unsere Strafe ist bereits bezahlt. Er reicht uns die Hand zur Versöhnung. Wer sich also mit ihm von Herzen versöhnen will und das Opfer annimmt, der ist errettet. Wer sich jedoch von Gott abwendet und das Opfer nicht annimmt, der muss mit entsprechender Bestrafung rechnen.
Wenn die Bibel zeigt, dass die Ungläubigen ewig bestraft werden (und das tut, sie meiner Meinung nach), dann entspricht das dem Willen und der Gerechtigkeitsvorstellung Gottes. Und darüber können wir uns als Sünder kein Urteil erlauben.

vanini Offline



Beiträge: 502

05.02.2006 19:19
#29 RE: Warum kann man sich nicht auch noch im Jenseits für Gott entscheiden? antworten

Zitat von bandobras
Gott hasst die Sünde. Die Sünde ist ein Feind Gottes.
...
Eigentlich müsste jeder Mensch bestraft werden.

Wo kommt sie denn her, die böse Sünde? Am Anfang jedenfalls soll "sie" ja jedenfalls noch nicht da gewesen sein...
Hat sie sich etwa selbst aus dem Nichts geschaffen?


Und von wem soll der Mensch "bestraft" werden, von seinem allmächtigen Schöpfer etwa? Na Klasse! Dann wird das böse Geschöpf wohl zurecht dafür bestraft: "Ich weiß, HERR, daß des Menschen Tun nicht in seiner Gewalt steht, und es liegt in niemandes Macht, wie er wandle oder seinen Gang richte." (Jer. 10,23)

Das nenn' ich bewunderungswürdige Gerechtigkeit - wahrhaftig göttlich!

Robin87 Offline



Beiträge: 1.848

05.02.2006 20:21
#30 RE: Warum kann man sich nicht auch noch im Jenseits für Gott entscheiden? antworten

die böse Sünde war in diesem einem Baum drin, den der Mensch nicht essen sollte.




"Und sollten wir nicht in der Lage sein die hohe Arbeitslosigkeit abzuschaffen, dann haben wir es auch nicht mehr verdient wiedergewählt zu werden (Gerhard Schröder, ein Atheist)"

boeseloreley Offline

Mitglied

Beiträge: 35

05.02.2006 20:26
#31 RE: Warum kann man sich nicht auch noch im Jenseits für Gott entscheiden? antworten

...na sowas robin....wer um himmels willen hat denn die böse sünde in den baum getan, den man nicht essen sollte........;-))..(sorry, aber das grinsen kann ich mir gerade wirklich nicht verkneifen...)...grüßle..die boeseloreley....

Vanion Offline

Atheist


Beiträge: 1.568

05.02.2006 21:08
#32 RE: Warum kann man sich nicht auch noch im Jenseits für Gott entscheiden? antworten

mal abgesehen davon das es der baum des lebens war an dem die verbotenen früchte
hingen denn beide standen in der mitte des gartens *G*

bandobras Offline



Beiträge: 131

05.02.2006 21:48
#33 RE: Warum kann man sich nicht auch noch im Jenseits für Gott entscheiden? antworten

Die Menschen hatten die Wahl Gottes Gebote zu halten oder nicht. Wenn es keine Möglichkeit gibt, dagegen zu verstoßen, kann man schlecht von Entscheidungsfreiheit reden. Die Menschen haben sich bewusst dagegen entschieden und bis heute spürt man die Konsequenzen.

Vanion Offline

Atheist


Beiträge: 1.568

05.02.2006 21:54
#34 RE: Warum kann man sich nicht auch noch im Jenseits für Gott entscheiden? antworten

wenn der mensch vom "baum der erkenntniss von gut und böse" erst essen
muss damit er gut und böse unterscheiden kann kann gott da wenig davon
reden das es schlecht ist, adam und eva konnten ihn garnicht verstehen
(wozu sonst der baum)

Robin87 Offline



Beiträge: 1.848

05.02.2006 21:57
#35 RE: Warum kann man sich nicht auch noch im Jenseits für Gott entscheiden? antworten

das war deren einzige Entscheidung die sie damals hatten.




"Und sollten wir nicht in der Lage sein die hohe Arbeitslosigkeit abzuschaffen, dann haben wir es auch nicht mehr verdient wiedergewählt zu werden (Gerhard Schröder, ein Atheist)"

Vanion Offline

Atheist


Beiträge: 1.568

05.02.2006 21:59
#36 RE: Warum kann man sich nicht auch noch im Jenseits für Gott entscheiden? antworten

eine entscheidung triffst du wenn du ihren nutzen erkennst,
das konnten adam und eva nicht, bzw erst nachdem sie vom
baum des ewigen lebens gegessen hatten. ergo: gott hat sie verarscht

Robin87 Offline



Beiträge: 1.848

05.02.2006 22:02
#37 RE: Warum kann man sich nicht auch noch im Jenseits für Gott entscheiden? antworten
In Antwort auf:

eine entscheidung triffst du wenn du ihren nutzen erkennst,


wieso haben die dann überhaupt vom Baum gegessen? wenn sie das eh nicht hätten entscheiden können? Die hätten erst mal warten können oder?



"Und sollten wir nicht in der Lage sein die hohe Arbeitslosigkeit abzuschaffen, dann haben wir es auch nicht mehr verdient wiedergewählt zu werden (Gerhard Schröder, ein Atheist)"

Vanion Offline

Atheist


Beiträge: 1.568

05.02.2006 22:05
#38 RE: Warum kann man sich nicht auch noch im Jenseits für Gott entscheiden? antworten

*lach*

>>wieso haben die dann überhaupt vom Baum gegessen? wenn sie das eh nicht hätten entscheiden können?<<

weil der mensch lieber auf die schlange hört und so das ewige leben bekommmt

>>Die hätten erst mal warten können oder? Nein, die sind sofort wie die verrückten auf diese Frucht losgestürzt und haben da auch kräftig reingebissen!<<

du vergisst den teil mit der schlange *G*
außerdem waren es nicht "die" sondern nur Eva die die frucht genommen hat.

die frau als verführerin... klar das so eine verklemmte religion das als böses sieht

Robin87 Offline



Beiträge: 1.848

05.02.2006 22:10
#39 RE: Warum kann man sich nicht auch noch im Jenseits für Gott entscheiden? antworten
Wenn ich dir sagen würde: spring aus dem Fenster. würdest du dann das machen?



"Und sollten wir nicht in der Lage sein die hohe Arbeitslosigkeit abzuschaffen, dann haben wir es auch nicht mehr verdient wiedergewählt zu werden (Gerhard Schröder, ein Atheist)"

Vanion Offline

Atheist


Beiträge: 1.568

05.02.2006 22:11
#40 RE: Warum kann man sich nicht auch noch im Jenseits für Gott entscheiden? antworten

>>nö, sag bloß die Schlange hat mehr Recht als ihr Schöpfer? <<

in dem was sie sagt schon

>>Wieso nur Eva?<<

weil eva den apfel nahm, also würde dein stürzen nur auf sie passen

>>Wenn ich dir sagen würde: spring aus dem Fenster, würdest du dann das machen?<<

Ich bin doch nicht bescheuert, wenn du mir sagen würdest "ich geb dir 10 000 €" würd ich "ja"
sagen *G*

bandobras Offline



Beiträge: 131

05.02.2006 22:19
#41 RE: Warum kann man sich nicht auch noch im Jenseits für Gott entscheiden? antworten

Nun beruhigt euch mal wieder. Wäre jemand so freundlich das Problem in 1-2 Sätzen zu formulieren?

Vanion Offline

Atheist


Beiträge: 1.568

05.02.2006 22:21
#42 RE: Warum kann man sich nicht auch noch im Jenseits für Gott entscheiden? antworten

Adam und Eva hatten im Paradis keinen Freien Willen da sie sonst
bereits zwischen gut und böse hätten unterscheiden können BEVOR sie
vom baum aßen.
Also ist Gott für die Ursünde verantwortlich und nicht der Freie Willen der Menschen.

(zusammengefasst)

bandobras Offline



Beiträge: 131

05.02.2006 22:37
#43 RE: Warum kann man sich nicht auch noch im Jenseits für Gott entscheiden? antworten

Sie hatten einen Freien Willen, auch wenn sie nicht den Unterschied zwischen Gut und Böse kannten. Sie kannten bisher nur das Gute. Gott hat ihnen immer nur das Gute gegeben. Sie kannten Gott nur als Freund. Die Schlange hat in Eva aber Misstrauen geweckt. Sie hatte nie einen Anlass Gott zu misstrauen, aber nun hat sie es aus freiem Willen getan. Sie entschied sich bewusst gegen Gott und hat der Schlange mehr geglaubt als IHM. In einem Punkt hatte die Schlange jedoch recht: Danach kannten sie den Unterschied zwischen Gut und Böse. Allerdings nicht so, wie Eva vielleicht erwartet hat, sondern sie haben die Auswirkungen am eigenen Leib gespürt.

(Es ist nirgends die Rede davon, dass es ein Apfelbaum war.)

SnookerRI Offline

Soul-Societist


Beiträge: 5.475

05.02.2006 23:14
#44 RE: Warum kann man sich nicht auch noch im Jenseits für Gott entscheiden? antworten

In Antwort auf:
Gott ist ohne Sünde, aber kein Mensch auf der Welt ist sündlos und somit ist es schwer als sündiger Mensch einzuschätzen, was nun gerecht ist und was nicht.

Dafür haben Theisten die bibel. Darin wird der Wille Gottes, seine Eigenschaften und Empfindungen offenbar gemacht...

In Antwort auf:
Wer sich jedoch von Gott abwendet und das Opfer nicht annimmt, der muss mit entsprechender Bestrafung rechnen.
Wenn die Bibel zeigt, dass die Ungläubigen ewig bestraft werden (und das tut, sie meiner Meinung nach), dann entspricht das dem Willen und der Gerechtigkeitsvorstellung Gottes. Und darüber können wir uns als Sünder kein Urteil erlauben.

Wer letztendlich ins Gericht kommt, und wer nicht, entscheidet Gott - soviel ist klar - Darüber zu streiten ist, ob die Bibel von einer ewigen bestrafung spricht, und inwiefern Gott barmherzig sein kann, wenn er zuließe, dass Seelen, die ihn aus freier Entscheidung ablehnen, ewig und auf sein geheiß gequält werden...



De nihilo nihil (lukrez)

SnookerRI Offline

Soul-Societist


Beiträge: 5.475

05.02.2006 23:38
#45 RE: Warum kann man sich nicht auch noch im Jenseits für Gott entscheiden? antworten

In Antwort auf:
Die hatten einen Freien Willen, auch wenn sie nicht den Unterschied zwischen Gut und Böse kannten. Sie kannten bisher nur das Gute. Gott hat ihnen immer nur das Gute gegeben. Sie kannten Gott nur als Freund. Die Schlange hat in Eva aber Misstrauen geweckt. Sie hatte nie einen Anlass Gott zu misstrauen, aber nun hat sie es aus freiem Willen getan. Sie entschied sich bewusst gegen Gott und hat der Schlange mehr geglaubt als IHM. In einem Punkt hatte die Schlange jedoch recht: Danach kannten sie den Unterschied zwischen Gut und Böse. Allerdings nicht so, wie Eva vielleicht erwartet hat, sondern sie haben die Auswirkungen am eigenen Leib gespürt.

Die Diskussion läuft komplett am Ziel vorbei... Natürlich kannten Adam und Eva den unterschied zwischen "Gut und Böse" wie sonst hätten sie die Gebote Gottes befolgen können?

Es geht hier um Exegese, also sollten wir auch logisch und systematisch an die Sache herangehen und zunächst einmal klären, was hier überhaupt mit Erkenntnis gemeint sein kann:

Das gebot nicht vom baum der Erkenntnis von Gut und Böse zu essen, stellte die gesamte vernunftbegabte Schöpfung Gottes auf die Probe, ob sie damit einverstanden wäre, dass Gott die gesetzgebende Gewalt ist. Es ging um die Annerkennung der Souveränität Gottes, und nicht darum, dass Gott den Menschen Erkenntnis oder den unterschied zwischen Gut und Böse vorenthielt.

"Erkenntnis" bedeutet also hierauf bezogen, entscheiden zu können, was gut und was Böse ist, für sich selbst die Legislative zu beanspruchen, unabhängig von einer höherin Instanz, indem man diese selber stellt.

Adam und Eva wussten schon genau, was gut und was Böse ist, sonst hätte die fragestellung schlichtweg keinen Sinn gehabt.



De nihilo nihil (lukrez)

vanini Offline



Beiträge: 502

06.02.2006 15:52
#46 RE: Warum kann man sich nicht auch noch im Jenseits für Gott entscheiden? antworten

In Antwort auf:
"Sie hatten einen Freien Willen..."
"...aber nun hat sie es aus freiem Willen getan."
"...die ihn aus freier Entscheidung ablehnen..."
usw. usf.

Gott im Himmel - was für ein Unsinn!!!
Lest ihr eigentlich eure großartige Bibel gelegentlich auch mal richtig und/oder nutzt ihr denn nicht hin und wieder die Möglichkeit, über das, was ihr da verkündet, auch mal etwas genauer nachzudenken???


Wenn ich z.B. lese:

In Antwort auf:
Die Menschen hatten die Wahl Gottes Gebote zu halten oder nicht. Wenn es keine Möglichkeit gibt, dagegen zu verstoßen, kann man schlecht von Entscheidungsfreiheit reden.

dann ist es mir wirklich ein unergründliches Mirakel, wie man eine Wahlmöglichkeit mit den Gründen der hernach erfolgten Wahl, oder wie man Entscheidungsfreiheit mit einer sogenannten "Willensfreiheit" in einen Topf schmeißen kann, ohne sogleich vor intellektueller Scham im Boden zu versinken!

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