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Religionsforum
Atheismus vs. Religionen  

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Dieses Thema hat 8 Antworten
und wurde 435 mal aufgerufen
 Antireligiöse Politik und Kultur
Bruder Spaghettus ( gelöscht )
Beiträge:

03.02.2009 09:45
Trennung von Kirche und Staat antworten

Im Rahmen einer Diskussion im GBS-Forum habe ich folgende Forderungen an eine solche Trennung formuliert. Was haltet ihr davon:

Die Trennung von Kirche und Staat ist auf allen gesellschaftlichen Ebenen schnellstmöglich umzusetzen.

Das gilt besonders für die Abschaffung aller kirchlichen und religiös begründeten rechtlichen Sonderregelungen. Es ist nicht hinzunehmen, dass Kirchen und ihre Einrichtungen, die oft zu 100% vom Staat finanziert werden, durch Sonderregelungen zum Tendenzbetrieb aus dem allgemeinen Arbeitsrecht ausgegliedert werden. „Geborene“ Sitze, die sie ohne Wahl in Beiräten und Ausschüssen erhalten, sind genau so ungerechtfertigt wie die Gottesbezüge in Verfassunngen und die gesetzlich vorgeschriebene Erziehung zu Gott in Schulen und Jugendstrafanstalten. In Schulen haben religiöse Symbole wie auch Religionsunterricht nichts zu suchen. Der Sonderstatus der Kirchen als nicht-staatliche Körperschaften des öffentlichen Rechtes ist aufzuheben, damit auch ihr Recht auf Steuereinzug abzuschaffen und sie dem allgemeinen Vereinsrecht zu unterstellen.

Das gilt ebenso für die Aufhebung aller kirchenstaatsrechtlichen Verträge und Konkordate, ganz besonders für das 1933 auf Betreiben von Hitler geschlossene Reichskonkordat, in dem der katholischen Kirche weitreichende Vergünstigungen zugesichert wurden. Aber auch für die Verträge und Konkordate der Länder, die bis in die neuste Zeit, z.B. zur Durchführung von Religionsunterricht, abgeschlossen worden.

Das gilt weiter für die Einstellung jeder direkten (durch Subventionen) und indirekten (durch Steuervergünstigungen) Förderung der Kirchen, Religions- und Weltanschauungsgemeinschaften durch den Staat von inzwischen 15-20 Mrd Euro jährlich.
Soziale Einrichtungen in kirchlicher Trägerschaft sind zu fördern, wie nichtreligiöse Träger auch. Dabei ist darauf zu achten, dass letztere in allen Regionen in ausreichender Anzahl zur Verfügung stehen.

Das gilt letztlich auch für die Abschaffung der Theologie als ordentliches Lehrfach an Universitäten und Hochschulen und der Seelsorge der Kirchen im staatlichen Auftrag, z.B. beim Militär oder in Krisensituationen. Hier hat der Staat weltanschaulich neutral arbeitende Psychologen einzusetzen.

Gysi Online

Atheist


Beiträge: 15.980

03.02.2009 12:26
#2 Trennung von Kirche und Staat antworten

Ja, gut. Ist das nicht schon der Standpunkt der GBS?

Ich würde noch die Forderung eines Ethik-Unterrichtes dazusetzen, der sich aus humanistischer und naturalistischer Position mit den Religionen auseinandersetzt. Substanzieller Dialog muss in die Religionen rein. Denn er ist der Erkenntnisweg.

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"Ich bin vom Glauben zum Wissen konvertiert!" (Hamed Abdel-Samad)

Bruder Spaghettus ( gelöscht )
Beiträge:

03.02.2009 13:34
#3 RE: Trennung von Kirche und Staat antworten

In Antwort auf:
Ist das nicht schon der Standpunkt der GBS?

Jedenfalls nicht ausformuliert.

Wir, d.h. die Förderkreismitglieder, stellen jetzt erst mal unsere auf um sie dann dem Vorstand vorzuschlagen.
Nicht nur zur Trennung von Kirche und Staat, auch zu anderen Sachen wie Bildung, Wiwssenschaft und Lehre, Tierschutz usw.

Stan ( gelöscht )
Beiträge:

15.02.2009 21:48
#4 RE: Trennung von Kirche und Staat antworten

Was ich davon halte?

Prima......aber wohl nicht durchzusetzen.

Gysi Online

Atheist


Beiträge: 15.980

16.02.2009 07:48
#5 Trennung von Kirche und Staat antworten

In Antwort auf:
Was ich davon halte? Prima......aber wohl nicht durchzusetzen.
Was wir brauchen, ist mehr öffentliche Präsenz. Und dafür ist die GBS und solche Aktionen ausgezeichnet!

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"Ich bin vom Glauben zum Wissen konvertiert!" (Hamed Abdel-Samad)

Stan ( gelöscht )
Beiträge:

16.02.2009 10:25
#6 RE: Trennung von Kirche und Staat antworten

"Wir" werden immer in der Minderheit sein.

Religion und Glauben wird immer Lebenshilfe für die meisten Menschen bedeuten,denn die "Realität ist nix für Weicheier".

Gysi Online

Atheist


Beiträge: 15.980

16.02.2009 10:55
#7 Trennung von Kirche und Staat antworten

In Antwort auf:
"Realität ist nix für Weicheier".
Na, die Lektüre der Bibel oder des Koran hat mich dazu gebracht, eher zu sagen, dass die Religion nichts für Weicheier ist...

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"Ich bin vom Glauben zum Wissen konvertiert!" (Hamed Abdel-Samad)

Lukrez Offline




Beiträge: 5.442

23.04.2017 17:30
#8 RE: Trennung von Kirche und Staat antworten

AFD macht einen Anfang und will Kirchen Unterstützung entziehen:
https://www.welt.de/politik/deutschland/...Islam-Kurs.html
...Die Delegierten verabschiedeten zudem, einen Antrag zur Kirchenfinanzierung ins Programm der Bundestagswahl aufzunehmen. Die AfD will die Bezahlung von Seelsorgern und Bischöfen der beiden großen Kirchen „aus allgemeinen Steuermitteln“ abschaffen.

Das ist vollkommen richtig so!
Langfristig sollten die Kirchen auch ihre Mitgliedsbeiträge selber einziehen müssen.

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Wenn du es nicht wagst, den Sinnen zu trauen, stürzen die Pfeiler des Lebens ein.
De nihilo nihil. Aus Nichts wird nichts.
Zu soviel Unheil hat schon die Religion die Menschen verleitet.
(Lukrez)

Lukrez Offline




Beiträge: 5.442

02.05.2017 22:12
#9 RE: Trennung von Kirche und Staat antworten

AfD sagt Kirchenfilz den Kampf an:
http://www.epochtimes.de/politik/deutsch...n-a2108972.html
Im Grunde läuft hier seit vielen, vielen Jahrzehnten ein Deal zwischen Politik und Kirche. Man treibt für Letztere jedes Jahr die Kirchensteuer ein und lässt ihr zusätzlich noch einige hundert Millionen Euro jedes Jahr an den sogenannten Staatsleistungen für die Enteignungen von 1803 zukommen. Inzwischen jedes Jahr eine halbe Milliarde. Dafür machen die Kirchen keine Schwierigkeiten und sprechen hier oder da vielleicht mal indirekt eine Wahlempfehlung für die Parteien aus, die die Regierung stellen und diesen schmutzigen Deal nie anpacken.

Selbst Hitler wagte es nicht, sich mit den Kirchen anzulegen, und diese schlossen auch mit ihm ihre Verträge. Daran hat sich bis heute nichts geändert. Man arbeitet Hand in Hand. Und das immer auf Kosten des Volkes, a) auf Kosten der Steuerzahler und b) natürlich auch der staatlichen Transfer-Empfänger, denn der Euro für den BMW von Herrn Marx und seine Dienstwohnung im Palais und seine 140.000 Euro jedes Jahr und seine Rente usw. usf. sind, wenn sobald sie weggegeben wurden, weg und können nicht nochmal ausgegeben werden.

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